Liebe Linde, liebe LeserInnen,
ich möchte mich gerne anschließen: Frohe Weihnachten Euch allen!
Liebe Grüße
Lea
Liebe Linde, liebe LeserInnen,
ich möchte mich gerne anschließen: Frohe Weihnachten Euch allen!
Liebe Grüße
Lea
Hallöle,
also - wenn ich mich zu den erfahrenen Forumsteilnehmerinnen zählen darf - dann würde ich
mich am 2. Feiertag von 10:00 bis 12:00 zum Chat-Smalltalken zur Verfügung stellen ![]()
viele Grüße
Lea
Huhu Correns,
wie wäre es z.B. mit Ayran ![]()
Viele Grüße
Lea
Liebes Rabenweibchen,
machst du irgend etwas Kreatives?
Mir hilft das sehr, in Kontakt mit mir zu kommen und zu bleiben.
Ich tue das nur für mich und freue mich, wenn mir etwas gelingt. Das ist so eine Art wortloses Zwiegespräch mit mir selbst, bei dem ich mich nur um mich kümmere, danach bin ich mit mir (meistens) wieder im Reinen und kann anderen auf Augenhöhe begegnen, ohne auf ihre Anerkennung zu schielen.
Viele Grüße
Lea
Liebe Nancy,
dein vorletzter Eintrag klang ziemlich niedergeschlagen.
Hast du eine Idee woher das Gefühl kommt, immer wieder von vorne anfangen zu müssen?
Wo willst du denn am Ende ankommen? Also - an welchem Punkt würdest du sagen: jetzt hab ich's?
Ich persönlich finde es eine gute Sache, dass man mit dem Älterwerden ein Empfinden für die Vergänglichkeit bekommt - im positiven wie im negativen Sinne. Und dass ich es besser hinnehmen kann - wie den Wandel der Jahreszeiten.
Schlechte Phasen gibt es auch bei mir immer wieder, sie gehen aber auch wieder vorbei. Meist entstehen sie aus einer Verkettung von Umständen, von denen ich gerade mal die Hälfte erkennen kann, wenn überhaupt.
Seit mir das bewusst geworden ist, versuche ich nicht mehr sofort, die genaue Ursache von schlechten Phasen zu ergründen oder mir zu viele Gedanken zu machen, sondern ich warte einfach ab. In den allermeisten Fällen löst sich alles dann in Wohlgefallen auf und es kommt die nächste gute Phase. Ohne großartiges Zutun meinerseits, das fand ich am Anfang sehr erstaunlich!
Wenn sich allerdings auch nach dem Abwarten nichts ändert, dann überlege ich mir, was mich am meisten an der Situation stört und mache einen Plan. Das kann dann unter Umständen eine ziemlich radikale Veränderung bedeuten. Seit ich das mit dem Abwarten praktiziere, ist das aber immer seltener nötig.
Viele liebe Grüße
Lea
Liebe Sophie Rose,
auch für mich war es sehr schwer, die Beziehung zu beenden. Auch bei mir war klar: wenn ich mich trenne, dann trenne ich mich auch von einer Reihe von Zukunfsvorstellungen. Es war klar, dass es mit Kindern wohl nichts mehr werden würde, wenn ich mich nicht nach der Trennung gleich in die nächste Beziehung stürzen will. - Und das kam für mich definitiv nicht in Frage.
Mir hat es sehr geholfen, meine eigenen Zukunftspläne und Vorstellungen zu überdenken und mir klare Alternativen so genau wie möglich vorzustellen.
Ich konnte auf diese Weise nach und nach das Wunschbild von einer gemeinsamen Zukunft loslassen.
Es ist sicher keine leichte Entscheidung - die Frage ist eben, wie es dir mit der jetzigen Situation geht. Wie genau die Zukunft aussehen könnte, wenn er nichts mehr trinkt - das weiß niemand. Und wenn du selbst dir ein Leben komplett ohne Alkohol nicht vorstellen kannst, dann wird es umso schwieriger.
Viele Grüße
Lea
Liebe Sophie Rose,
Zitat von SophieRoseAlso die Therapeutin meinte auch, dass es bei ihm noch nicht so weit sei, dass er nie wieder Alkohol trinken darf.
Aber dass es schon ernst sei und er jetzt die Notbremse ziehen soll!
Was heißt das genau?
Viele deiner Einträge hinterlassen bei mir den Eindruck, dass alles gleichzeitig (noch) ganz harmlos aber doch schon fünf vor Zwölf ist.
Letztendlich geht es aber doch gar nicht um diese Fragen. Die muss er sich schon selbst stellen.
Was ich mich frage: Was stört dich denn jetzt genau an der derzeitigen Situation? Die Menge? Die unsichere Zukunft? Das Gefühl, dass da nichts mehr zu retten ist? Warum hast du dich hier angemeldet?
Viele Grüße
Lea
Hallo,
leckeres Thema, bei mir gibt es heute Hirsepfanne mit Karotte, Kürbis, Ingwer und Saurer Sahne.
Mmh ![]()
Viele Grüße
Lea
Hallo Sophie Rose,
hier antwortet dir auch eine Kämpfernatur. Leider war der Kampf gegen den Alkoholismus meines Ex-Partners am ehesten so etwas wie Schattenboxen. Ein allgegenwärtiger Gegner, trotzdem nicht greifbar, so dass ich nichts gegen ihn ausrichten konnte.
Der einzige, der in diesem "Kampf" etwas erreichen kann, ist der Alkoholiker selbst.
Deswegen wird die Frage wahrscheinlich eher sein - wie lange willst du ihm dabei zusehen, sein Problem nicht wirklich in Angriff zu nehmen, bevor du den Schritt aus der Beziehung, aus der Firma und aus dem gemeinsamen Leben tust - ?
Wo ist deine Grenze?
Und was lässt dich daran zweifeln, dass der beste Weg der Weg aus der Beziehung ist?
Viele Grüße
Lea
Liebe Mausepaul,
es wird sich nichts ändern, wenn du vor lauter Angst nichts unternimmst.
Du brauchst konkrete Pläne, am besten mehrere.
Und gut wären auch konkrete Anlaufstellen im "echten" Leben, bei denen du Unterstützung und gegebenenfalls Unterschlupf suchen kannst.
Bestimmt wird die Trennung nicht leicht - aber es kommt mit darauf an, wie gut du sie vorbereitest, wenn du die Trennung wirklich willst. Das ist mal die Voraussetzung.
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir die schlimmsten Horrorszenarien so konkret wie möglich vorstellst und planst, wie du dann handeln kannst.
Wo gehst du hin, wenn es zu einer Eskalation kommt.
Wie kommst du aus dem Mietvertrag heraus. ... Usw.
Du kannst ihn nicht "retten". Es liegt nicht in deiner Hand. Aber deine eigene Gesundheit liegt in deiner Hand.
Viele Grüße
Lea
Lieber Karl,
wenn es nur um dich und deine Frau hier ginge, würde ich sagen: kein Problem. Schau, wie weit deine Geduld und deine Toleranz reichen. Du bist erwachsen und kannst diese Entscheidung für dich treffen - mit allen möglichen Konsequenzen.
Aber es geht hier ja auch um deine Kinder. Und die haben nicht die gleichen Ressourcen wie du, mit dem unberechenbaren Verhalten deiner Frau umzugehen.
Angenommen, du würdest jetzt schon die Konsequenzen ziehen und die Kinder nehmen und ihr klar sagen, dass du weg bist, solange sie nicht ernsthaft etwas unternimmt. Was hast du zu verlieren? Im besten Fall wird sie dann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, die sie mit Sicherheit braucht und anfangen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Oder es wird nichts passieren. Sie wird trotzdem weitermachen wie bisher.
Wenn sie ihr Problem wirklich angehen will, dann wird sie ohnehin für eine ziemliche Weile "ausfallen", wenn sie es denn ernst meint. "Ausfallen" in Bezug auf Kinderbetreuung, etc.
Da müsstest du also ohnehin etwas an der Organisation zuhause ändern.
Für die Kinder jedenfalls fände ich sehr wichtig, nicht länger diesen Gefühlsschwankungen zuhause ausgesetzt zu sein.
Viele liebe Grüße
Lea
Hallo Renate,
vielen Dank für das Kompliment, das du mir bei Mausepaul gemacht hast
Ich finde dafür deine offene und direkte Art sehr hilfreich ![]()
Ist schon einiges passiert, seit wir uns hier angemeldet haben ...
Ich merke bei mir, dass ich jetzt mit dem zeitlichen Abstand manche Dinge noch einmal ganz anders anschauen kann.
Viele Grüße und einen schönen Abend!
Lea
Lieber Andreas,
auch von mir einen herzlichen Glückwunsch!
Und - her mit den Diskussionsthemen, ich bin dabei!!
@ Nys
Na sowas! Bist also doch noch da, wenn auch nur still und heimlich ![]()
Prima!
Viele Grüße an alle von
Lea
Liebe Mausepaul,
es stimmt, mit solch einem Problem sollte man nicht alleine sein. Ich möchte deine Situation nicht bewerten, ich kann dir aber ein paar Erkenntnisse aus meiner eigenen Geschichte beschreiben, die mir geholfen haben, mich zu lösen.
Für mich war wichtig, zu kapitulieren. Vor der Situation, vor der Größe des Problems, vor den Appellen an mein Mitgefühl und meine Loyalität, der Uneinlösbarkeit des Anspruchs, ein solches Maß an Mitgefühl und Loyalität aufzubringen.
Ebenso wichtig war für mich, mir zu erlauben, dass ich sein Verhalten nicht verstehen muss - dass ich mich im Gegenteil beim Versuch, einen Sinn oder eine Ursache hinter all dem zu vermuten, immer mehr verstricke. Ich muss ein solches Verhalten nicht verstehen. Ich muss nicht verstehen, warum jemand wahrscheinlich zum Alkoholiker wird. Es reicht, dass ich mit den Auswirkungen nicht leben möchte. Punkt.
Ich habe mir außerdem erlaubt, nicht mehr das Gefühl zu haben, meinen "Reichtum", meine seelischen und physischen Ressourcen, mit jemandem teilen zu müssen, der davon weniger hat, auch wenn er mich darum bittet oder mir ein schlechtes Gewissen deswegen macht.
Ich darf glücklich sein und mich des Lebens freuen, auch wenn es einem anderen nicht so gut geht.
Ich bin deswegen kein herzloser Mensch.
Ich bin nicht verantwortlich für das Wohl eines anderen. Aber für meines.
Viele Grüße
Lea
Hallo allerrseits,
Zitat von Linde66Warum weniger bei anderen geschrieben wird, weiß ich auch nicht. Wenn ich in den vielen Vorstellungsthreads lese, dann ist es so, daß die meisten Leute sich mit einem ganz erheblichen Leidensdruck anmelden. Das war bei mir anfangs genauso. Aber ich habe mir die Finger wundgetippselt, habe mich zu Beginn in 5 oder 10 EK-Threads parallel ausgetauscht. Ich war so erleichtert, endlich einen Ort gefunden zu haben, wo ich verstanden wurde, mich sortieren und etwas lernen konnte.
Ich denke, das ist eigentlich häufig immer noch so (jedenfalls habe ich das auch beobachtet während des Jahres, das ich inzwischen hier schreibe) - es sind oft diejenigen, die sich gleichzeitig anmelden, die untereinander schreiben; durchsetzt von ein paar abgeklärten Kommentaren der "älteren" Teilnehmer. Ich kann noch genau sagen, wer sich mit mir in etwa zeitgleich angemeldet hat.
Drei davon sind immer noch ziemlich aktiv.
Zitat von Linde66Wenn ich dort [im Angehörigenbereich] Geschichten von Gewalt usw. lese und gleichzeitig dieses jahrelange Aushalten und Schönreden - dann wünsche ich, daß der Tiefpunkt der Angehörigen und die Bereitschaft zur Veränderung schneller da ist, als die Faust oder der Fußtritt des Betrunkenen.
Der Wunsch ehrt dich, Linde, aber auch die Angehörigen sind erwachsen (ich eingeschlossen) und könnten natürlich früher gehen, wenn sie könnten. Die Entscheidung lässt sich anscheinend sehr selten beschleunigen. Ja, ich denke auch: der Leidensdruck ist da noch nicht groß genug.
Viele Grüße
Lea
Hallo Bad Fate
(fate ... ?),
herzlich willkommen hier.
Traue deiner Wahrnehmung.
Wenn es in dir "Vorsicht" ruft, dann passe gut auf dich und deine Grenzen auf.
Ich konnte irgendwann vor lauter widersprüchlichen Signalen, Aussagen, Handlungen, ... etc. meiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen. Dann wurde es erst richtig schwierig - denn ich habe natürlich dort nach Klärung gesucht, wo die Verwirrung ausgelöst wurde - das war keine gute Idee.
Viele Grüße
Lea
Zitat von WeidenkätzchenAngewendet auf Personen bedeutet Authentizität, dass das Handeln einer Person nicht durch äußere Einflüsse bestimmt wird, sondern in der Person selbst begründet liegt. Gruppenzwang und Manipulation beispielsweise unterwandern persönliche Authentizität.
Ich denke leider, das ist eine Illusion, dass man völlig frei von äußeren Einflüssen handeln kann. Es gibt ja weitaus subtilere Formen der Beeinflussung als Gruppenzwang und Manipulation.
Viel wichtiger finde ich, dass man versucht, diesen Einflüssen auf die Spur zu kommen und steuern zu können, ob man sich ihnen situationsgebunden unterwirft oder nicht. Aber das ist gar nicht so leicht.
Den Rest der Definition finde ich sehr treffend!
Hallo Weidenkätzchen,
Whitewolf hat das bei Bruce geschrieben, "oben" bei den Trockenen.
Ich fand das ganz passend. Für mich zumindest.
Viele Grüße
Lea
Naja, Zimttee,
bitte nicht übel nehmen, aber du siehst ja auch einen Zusammenhang zwischen deiner Situation damals zuhause und deiner Erkrankung. - Jedenfalls hast du das manchmal so beschrieben. Natürlich hattest du als Kind auch nicht die Möglichkeit, diese Situation zu beenden, ein Erwachsener hingegen schon, da stimme ich dir völlig zu.
Ich denke aber, diese Frage führt nicht so sehr viel weiter, weil es sich ohnehin nicht genau aufdröseln lässt, und selbst wenn, was tut man dann mit dem Wissen, außer bitter werden?
@ PetiZ,
auch wenn es schwer ist, lass' ihn allein seinen Weg gehen. Und schaue du auf deinen Weg, da stimme ich Zimttee absolut zu.
Viele Grüße
Lea
Hallo PetiZ,
aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass das Erreichen des Tiefpunktes weder durch Reden, Verständnis, Abwarten, noch durch Schuldzuweisung oder Vorwürfe beschleunigt wird.
Vielleicht kannst du das auch an dir selbst beobachten - selbst wenn dir vom Verstand her sonnenklar ist, dass die Beziehung nicht funktionieren kann, ist das Umsetzen dieser Erkenntnis in Trennung sehr schwierig. -
Du kannst niemanden zum Jagen tragen. Dein Ex-Freund muss selbst aktiv werden - nur so kann es funktionieren. Wenn es so ist, dass er eine Mitschuld trägt (an was auch immer), dann müsste er das selbst erkennen, damit es bei ihm zu einem Umdenken in Sachen Alkohol führt; und selbst dann müsst er erst einmal sich selbst zuliebe trocken werden - unabhängig davon, ob Eure Beziehung dann wieder lebbar wäre oder nicht.
Ähnliches gilt für dich.
Was mir geholfen hat, war die Erkenntnis, dass ich mit meinem Latein am Ende bin. Auch ich habe kapituliert, weil ich das Verhalten meines Ex-Partners bei allem Bemühen und bei allem Wissen um die Tatsache, dass Alkoholismus eine Krankheit ist und bei allem Trennen von "Tat" und Person nicht mehr verstehen konnte und es mich einfach immer wieder verletzt hat. Ich habe mir erlaubt, mir da keine Gedanken mehr drum machen zu müssen. Und ich habe nicht mehr versucht, die Mitschuld, die andere vielleicht an seiner Situation haben, stellvertretend wieder gut zu machen, obwohl er das immer wieder eingefordert hat. Denn das kann niemand. Er ist erwachsen. Und wenn er Probleme hat, dann muss er die angehen, mit professioneller Hilfe. Das würde er bei jeder anderen Erkrankung auch tun. Und wenn er will, dann schafft er es auch, im Internet nach Anlaufadressen zu suchen.
So denke ich heute - aber das war ein langer und in mehrfacher Hinsicht schmerzhafter Prozess.
Viele Grüße
Lea