Beiträge von herzeloyde

    Hallo zusammen,

    vielen lieben dank für Eure Antworten.

    In den 24 Stunden haben sich die Ereignisse überschlagen...ich schäme mich nach all dem was ihr mir geschrieben habt so sehr dafür, was gestern passiert ist. Ich fühle mich so schwach...dabei war ich doch auf einem guten Weg. Habe mir Wohnungne angesehen usw....jetzt aber der Reihe nach: Ich bin gestern eingeknickt. Bin gegen meinem Verstand und euren Ratschlägen zu ihm und habe um ein Gespräch gebeten. Es war ein "gutes" Gespräch....so wie immer halt...ich bin wieder dermaßen in mein Verhalten reingerutscht. Ich habe wieder Hoffung gespürt, dass alles gut wird. Obwohl NIX, rein gar nichts dafür spricht, dass er etwas ändern will. Gut, er geht im sep auf Entzug (ich wiederhole mich: Cannabis, kein Alk), aber er ändert ansonsten rein gar nichts an seinem Verhalten. Und trotzdem hab ich mich wieder auf ihn eingelassen....wir sind uns nahe gekommen, alles hat sich wieder so gut angefühlt.....abends kam es dann aber wieder zum Knatsc. Ich sprach meine Bedenken an, dass ich das Gefühl hae, dass er zwar die Therapie nun vorhabe, er aber nicht den Eindruck erweckt, dass er wirklich etwas ändert.
    Gerade ist die Situation eskaliert. Ich habe ihn nach der Arbeit erwartet, da er mein Rad hat....ich rief ihn an und er war natürlich wieder bei seinen "Freunden" um zu saufen. Ich bin explodiert. Hab ihm geschrieben, dass es eine Unverschämtheit ist, dass ICH nach meinem Rad fragen muss usw....und schon stelle ich mir wieder die Frage ob es zu viel von mir ertwartet ist...nein, eigentlich weiß ich, dasse s nicht zu viel verlangt ist. Wenn man noch einen gewissen Astand hat, verhält ma sich nicht so.
    Dann hat er mein Rad einfach nur vors Haus gestellt und ist weg zum Weitersaufen....Er hat nur kurz angerufen um mir das mitzuteilen und hat dann aufgelegt!!!! Ich bin rasend vor Wut und Enttäuschung. Hab ihm gerade geschrieben, dass er schon am 1. September seine Sachen packen soll (war eigentlich auch so ausgemacht. Ich habe die Frist auf Grund der Therapie verlängert)....bis jetzt keine Reaktion von XY, ich koche vor Wut, komme mir so verarscht vor, könnte mich ohrfeigen, dass ich mal wieder geglaubt habe, nun wird alles gut....ich weiß im Grunde genau, wie es nun ablaufen wird. Er wird sich die Birne volllaufen lassen und ich werde morgen, wenn sich die Wut/Enttäuschung ein bischen gelegt hat, an meiner Reaktion zweifeln, denken, dass ich üerreagiert habe...aber in DIESEM Moment fühle ich mich verarscht, dem Alk hinten angestellt, nicht wahrgenommen von ihm....
    Dieses Gefühl, welches ich Jetzt spüre muss ich mir immer vor Augen führen wenn ich wieder schwach werde.....

    In mir rasen die Gedanken, mein Magen zieht sich zusammen, kann nicht mehr klar denken,.....warum tue ich mir immer aufs neue weh, indem ich wieder Hoffnung schüre, die es aber gar nicht mehr gibt...

    konnte mich für fast zwei stunden lang beschäftigen (hier im forum lesen und zu essen...)

    und jetzt spüre ich wieder den drang, ihm ein zeichen zu geben, dass er nicht allein ist auf der welt, die ihm im moment sehr große angst zu machen scheint. ich würde ihn gerne in den arm nehmen und ihm sagen, dass alles wieder gut wird, dass er trotz allem immer noch ein ganz besonderer mensch ist, für den ich da sein möchte...ich habe gerade sehr große angst um ihn, dass er den absprung nicht schafft und alles noch viels schlimmer wird....

    mich quält der gedanke, dass ich ihn zu sehr auf distanz gehalten habe in den letzten tagen/wochen. ich habe angst, dass er mich falsch verstanden hat mit meiner aussage, dass ich momentan nicht weiß was ich will....ich habe angst, dass er das gefühl hat, dass eh alles keinen sinn mehr hat....

    verdammt....ich möchte, dass es aufhört weh zu tun....

    booaahh hab ich denn immer noch nichts gelernt??? in den letzten Tagen, in denen wir nichts voneinander mitbekommen haben, hat es viel gerattert in mir, ich hab mir zwei Wohnungen angeschaut und war eigentlich aufm Weg...auf einen Weg ohne ihn....aber heute hat sich immer wieder der Gedanke in mir festgehakt, dass es JETZT vielleicht doch alles wieder gut wird. Ich hab mir zwar immer wieder gesagt "Nein, sei nicht naiv", aber insgeheim hab ich es. Ich hab irgendwie gehofft, dass er jetzt, wo die KAcke am Dampfen ist (bevorstehender Cannabisentzug, kaputte Beziehung zu mir, ungeklärte Wohnungssituation ab Oktober), dass er etzt aufwacht und anfängt zu kämpfen.
    Er war den ganzen Tag über weg und ich hab mir schon ausgemalt, wie er sich um irgendwelche Sachen kümmert. Aber wie gesagt ich bin naiv!!!! Er kam grad nach Hause....besoffen.....und ich bin mal wieder zu ihm hin....hab ihn nach Geld gefragt das er mir schuldet (eigentlich nur um zu schauen wie dicht er ist)....und ihm noch zu sagen, dass ich das Gefühl hab, dass alles gesagt ist zwischen uns, da ich ihn ja gar nicht mehr nüchtern antreffe und es in solch einem Zustand kein Gespräch mit mir geben wird...er war wieder ziemlich zynisch, vonwegen, dass er in DIESER Situation gerade wohl nicht fähig wäre, irgendwie klar drauf sein könnte.....ohhh mann...ich und meine Hoffnungen, die echt nicht klein zu kriegen sind
    Und dann wieder der Drang, Verständnis für ihn haben. ich kenne ihn, dass er in schwierigen Situationen eher zu macht als dass er dann anfängt zu kämpfen....

    Ich bin etwas verstört geade...mal wieder....wann hört das auf?
    Ich hätte so gern mit ihm geredet. Wie es weitergeht. Wie wir wieder aus dem scheiß rauskommen, wie wir uns gegenseitig wieder stützen können....

    Hallo ihr Lieben,

    möchte Euch erstmal sagen, wie froh ich bin, hier sein zu können. All Eure Zeilen helfen mir unglaublich weiter, einfach weil ich mich verstanden fühle und sie tun sehr gut!!! Herzlichen Dank dafür.

    Auch wenn es sinnlos ist, über Eventualitäten zu spekulieren, aber mir kam heute der Gedanke, dass alles vielleicht ganz anders gekommen wäre, wenn ich mich schon viel früher hier angemeldet hätte und mich mit dem thema Sucht/Co-Abhängigkeit richtig befasst hätte.
    Es ist eigentlich unfassbar, aber obwohl ich im Studium vieles über Sucht gelernt habe, konnte ich dieses Wissen so überhaupt gar nicht im Privaten "anwenden". All das Wissen darüber wie ausgelöscht. Wie oft habe ich ihm bittere Vorwürfe gemacht, er müsste das alles doch schaffen wenn er mich nur genug lieben würde....so ein Schwachsinn.....aber genau SO habe ich empfunden....und tu es ganz im Inneren vielleicht immer noch. Ich hab mir immer vorgestellt, dass unser Wunsch nach Kindern (im Nachhinein muss ich mir eingestehen, dass der Wunsch bei mir größer war als bei ihm), hätte doch Anlass sein MÜSSEN, um etwas zu ändern...vor allem durch das Lesen Eurer Geschichten hier wurde ich (zumindest was den Verstand angeht) eines bessseren belehrt.
    Ich stell mir auch gerade vor, wieviel Streit und Schmerz wir bzw ICH uns hätte ersparen können, hätte ich mich schon viel früher um das Thema Alkoholsucht und Co beschäftigt. Anstatt im Suff Diskussionen anzuzetteln hätte ich gehen sollen, dann wäre vieles Unschöne von Beiden nicht gesagt worden. Hätte ich früher die Alkoholsucht meines Freundes als Krankheit akzeptiert, hätte ich ihn betrunken nicht so ekehaft abgelehnt wie ich es als getan habe....so viel hätte/wäre/wenn....ich hoff das legt sich wieder

    Momentan weiß ich grad nicht, wie ich mich fühle. Irgendwie taub, stumpf, untermauert von dem Gefühl des Alleinseins.

    Jetzt fange ich an zu weinen, beim Gedanken, wie schön es alles hätte sein können. Ich weine um die schöne Zeit mit ihm, in der wir uns so nahe waren wie keinem anderen Menschen. Das Gefühl, beim anderen so sein zu können wie man ist. Das Gefühl zu haben, der andere versteht einen ohne Worte....das Gefühl zu haben mit diesem Menschen schafft man alle Probleme der Welt. Dieses langsam aufgebaute Vertrauen liegt nun vor mir wie ein Scherbenhaufen und der Gedanke, nie mehr auf solch einen Menschen zu treffen, macht mir Angst.

    Aber jetzt Schluss mit Heulerei, das haben wir alle hier wahrscheinlich lange genug gemacht.

    Ich sehe mir morgen nochmal ne Wohnung an. Geile Lage, großer Balkon. Das wäre super wenn es klappen würde. Wäre allerdings schon aufn 1. Sep. Dann wäre noch vieles zu klären. Klären ob XY in der Wohnung bleibt, Nachmieter für mein Zimmer suchen (wohnen zusammen in einer WG) usw...

    Ach, im Moment ist grad Funkstille zwischen uns. Wollte gestern nochmal in Ruhe mit ihm reden wie es nun weitergeht mit uns, wie wir es bis zur Therapie schaffen vernünftig miteienander umzugehen, was nach der therapie mit uns ist. Ob es überhaupt noch ein wIR gibt. Er war grad in einem ziemlichen Loch, woraufhin ich ihn gefragt habe, ob ich ihn alleine lassen soll. Er meinte nur "Ja"
    Früher ist es mir brutal schwer gefallen ihn in solchen situationen alleine zu lassen, war zutiefst verletzt, wenn er mich nicht bei sich haben wollte. Konnte nicht verstehen, dass ich ihn nicht aufbauen konnte wenn er down war....gestern bin ich einfach gegangen, ruhig und ohne fiese Anschuldigungen. Und die Ruhe hält bis jetzt an. Weder er noch ich suchen gerade den Kontakt zum anderen.....ungewohnt aber grad ok....


    ganz liebe Grüße und einen schönen Abend Euch allen
    Herze

    Guten morgen zusammen,

    ich bin grad aufm Srung zur Arbeit, aber ich wollte kurz berichten, dass ich gerade von einer Wohnungsbesichtigung komme. Bis vor ein paar Wochen hätte ich nicht gedacht, dass es so schnell so weit kommen wird.
    Zwar kommt die Wohnung nicht in Frage, da der Bakon einfach viel zu klein ist; wüsste nicht wohin mit meinen zigtausend Pflanzen, die ich auf keinen Fall hergeben möchte. Morgen schau ich mir die nächste Wohnung an. Mal sehen obs was ist....
    Es fühlt sich ok an, aber jetzt spüre ich doch solangsam wieder diese innere Unruhe....die wird aber auch wieder rumgehen...

    Ganz liebe Grüße

    Zimttee :
    vielen lieben Dank Dir für Deine ausführliche Antwort. Bist Du der Meinung, dass das Drücken von Knöpfchen und die Zuckerbrot-Peitsche-Methode bewusst eingesetzt wird? Vielleicht bin ich naiv, aber mich erschreckt der Gedanke, dass jemand dem ich doch etwas bedeute (und das denke ich ist der Fall) so etwas macht...


    Miriel
    Auch Dir ein lieben Dank für Deine Zeilen. Es tut so gut von Euch zu lesen; sich verstanden fühlen, sich nicht zu schämen für die (zum Teil schon bedenklichen) Gefühle.

    Ich glaube meine Entscheidung wächst in mir. Die Entscheidung, mich auf ein Leben ohne ihn vorzubereiten. Irgendwie ist zwischen uns alles so festgefahren. Ich habe das Gefühl, dass zwischen uns mittlerweile auch eine Kälte entstanden ist, die an mir nagt und die ich kaum noch aushalten kann. Sein Blick, der früher mal so voller Liebe/Achtung/Wertschätzung war, ist erkaltet und stumm geworden. Meiner sicherlich auch.

    Momentan ist ja geplant, dass er im Okt auszieht. Ich bin zwar (so glaube ich) dabei mich von ihm zu lösen, den Satz "Ich möchte das mit uns ein für alle mal nicht mehr" bekomm ich aber noch nicht über die Lippen. Vieleicht weil ich Angst habe, wie ich die nächsten Wochen dann mit ihm in der gemeinsamen Wohnung verbringen soll. Ich möchte es so friedlich wie möglich haben bis er zur Therapie geht. Vielleicht feige....

    Seit ein paar Tagen reift in mir immer mehr der Gedanke, dass ICH für MICH nach einer eigenen Bude schauen werde. Wenn mich der Mit nicht verlässt werde ich morgen früh auch schon eine anschauen. Mal sehen....Ich habe nämlich die Befürchtung, dass XY es grade nicht auf die Reihe bekommt, für Okt ne neue Bleibe zu suchen. Seine Aussage, es wäre eh unmöglich als Hartz4 ler was zu finden, bestätigt meine Befürchtung umso mehr. Wenn ich ne neue Wohnung finden sollte, kann er ja hier bleiben. So mach ichs ihm zwar wieder verdammt leicht, aber irgendwie habe ich selbst nach dem ganzen Sch***** immer weniger Lust hier in der Wohnung zu bleiben....


    Das Grillen gestern war übrigens trotz Zwischenfall sehr sehr schön. Bin erst gegen halb sechs Uhr morgens wieder nach Hause; hat sich gut angefühlt, zu kommen wann ich möchte, da ja eh niemand wirklich auf mich daheim wartet....Sonst hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich wusste er ist zu Hause und ich bin unterwegs. Oft bin ich zu Hause gelieben, vielleicht um es zu genießen wenn er mal nüchtern war...puuuuhhhh....

    So ihr Lieben, wünsche Euch allen eine Gute Nacht, gute Gedanken und schöne Träume
    Herze

    Liebe Lea,


    ich habe heute Abend Deine Geschichte in aller Ruhe mal durchgelesen und hab mich in so vielem wiedergefunden. Mir geht es momentan ähnlich und ich fühle grade auch diesen Schmerz wie Du....

    Es ist schade zu lesen, dass Dein XY so überaupt nichts eingesehen hat. Dass ein kontrolliertes Trinken nicht möglich ist, müsste er auf Grund seiner Therapieerfahrung bzw. auf Grund der Tatsache, dass er rückfällig geworden ist, doch einsehen!?

    Ich frage mich gerade, was ich davon halten soll, dass er sich dagegen sträubt, eine eigene Wohnung in DEiner Nähe zu suchen. ....das hätte doch auch eine Möglichkeit sein können. Aber dazu gehört natürlich, dass er Deine Ängste/Bedenken ernst nehmen müsste, was wiederum voraussetzen würde, dass er das Problem Alkohol erkennen müsste...

    Ich glaube ich kann grad sehr gut nachempfinden, wie es Dir geht, liebe Lea. Der Schmerz, einen Menschen gehen lassen zu müssen, weil man keine Hoffnung mehr hat, dass alles gut wird, tut verdammt weh...vor allem wenn man gemeinsame Zukunftsvorstellungen und Träume entwickelt hat.

    Aber ich bin mir sicher (mal mehr mal weniger), dass alles immer einen Sinn hat....auch wenn es anfangs erstmal dazu gehört, dass man Schmerzen empfindet...

    Ich wünsch Dir viel Kraft!!!
    Gannz liebe Grüße
    Ines

    Liebe Miriel,

    ich bin auch der Meinung, dass Du eine Kontaktpause einfordern solltest. Ich sehe es eigentlich schon als einen sehr großen Schritt, dass Du so klar benennen kannst, dass Dir der Kontakt nicht gut tut. Wenn das doch der Fall ist, so unterbinde ihn und schau, dass es Dir gut geht.

    Wir müssen, so glaube ich, uns immer wieder bewusst werden, dass wir keinem was schuldig sind. In Deinem Fall bist Du ihm kein Telefonat schuldig!! Aber wir stehen in unserer eigenen Schuld, zu schauen, dass es uns gut geht.


    Liebe Grüße und alles Gute

    so, bevor ich zum Grillen gehe, möchte ich noch ein paar Zeilen schreiben, um meine Gedanken etwas zu sortieren.

    xy kam gerade nach Hause (betrunken) und er war furchtbar drauf. Er reagierte auf alles agressiv und fühlte sich angegriffen. Ich verstand die Welt nicht mehr, da wir gestern - als ich zu meinen Eltern gefahren bin - noch ein gutes Gesräch hatten. Ich hab mich ihm wieder nahe gefühlt, es war schön. Ich war verletzt, da ich gedacht habe, er freut sich mich zu sehen. Aber die Mechanismen (er betrunken, ich angenervt/frustriert/abweisend) funktionieren mittlerweile eben prächtig. Obwohl ich mich zusammengerissen habe, ihm keine Vorwürfe gemacht habe (zumindest nicht bewusst), da ich mir vorgenommen habe, dass das an mir abprallen soll, da es seine Sache ist, hat er so reagiert und meinte, dass wir uns besser trennen sollen, da wir nicht miteinander können. Ich weiß gar nicht mehr so genau, welche Gefühle ich dann in mir hatte. Einerseits denke ich ja schon seit langen genauso, aber dann die Panik, dass es nun echt so weit ist....jetzt steht das Thema Trennung also wieder im Raum....warum habe ich solche Angst einfach zu sagen "Ja, ich möchte das alles nicht mehr. Ich möchte wieder glücklich sein, ich möchte mich nicht mehr nur mit Problemen und Ängsten beschäftigen müssen. Ich möchte einen verlässlichen Partner, mit dem ich irgendwann Kinder haben kann."....ich weiß es nicht.
    Mir kommt gerade der Gedanke, dass es mir vielleicht Angst macht, dass er bald darauf eine andere Frau kennen lernt und mit dieser glücklich wird. Eine Frau, mit der er all das schafft, was er mit mir nicht geschafft hat. Es ist hart für mich das so ehrlcih zu schreiben und ich komme mir dabei schlecht vor. Aber diese Angst habe ich.....warum ist das so??? Müsste ich ihm nicht eigentlicg genau DAS wünschen?? Ich wünsche mir ja wirklich von Herzen, dass er das alles gebacken bekommt, weil ich einen sehr guten Menschen in ihm sehe, der es verdient hat ein glückliches Leben zu führen. Aber der Gedanke, dass eine andere Frau dies schafft und nicht ich, macht mir zu schaffen.....
    Vielleicht kommt diese Angst auch daher, weil ich eben die Befürchtung habe, dass nur ER derjenige ist und bleit, der es geschafft hat, dass ich mich wieder auf jemanden einlassen kann, dass ich wieder lieben und vertrauen kann. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass nochmal jemand so viel Geduld und Verständnis für mich und meine Ängste/Unsicherheiten/Eifersucht aufbringen kann wie er. Ich hatte so lange das Gefühl, dass das zwischen uns etwas ganz besonderes ist, was niemand anderes uns jemals wieder geben kann....
    Und wenn er mit einer anderen Frau all das verwirklichen kann, was wir nicht geschafft haben, würde für mich bedeuten, dass ich eben nicht so was besonderes für ihn war wie er für mich.....
    ich fühle ich gerade so egoistisch....nicht schön....nicht gut.....


    ich versuch mich nun abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen

    Habt einen schönen Abend!!!
    Herze

    Hallo zusammen,

    bin wieder zurück von meinen Eltern und bin froh, dass ich dort war. Hat mir gut getan.
    Auch wenn es abends mit meiner Mutter zu einem Gespräch kam über xy, welches mir natürlich nicht so gefallen hat. Bzw hat mir ihre Meinung nicht gefallen, oder ich wollte sie nicht hören. Mir ist aufgefallen, dass ich ihn immer wieder verteidigt und in Schutz genommen habe. Den Verdacht meiner Mutter, dass er genau wisse (ob bewuss oder unbewusst) was er tun muss, damit ich wieder weich werde, habe ich natürlich vehement abgestritten. Ich kann mir es nicht vorstellen....oder will ich es einfach nur nicht wahrhaben, da ich mich immer noch zu sehr an den Glauben klammere, dass auch ich etwas ganz besonderes für IHN bin und er soetwas dann doch nicht mit mir machen würde.....ich weiß es (noch) nicht.
    Eine Frage von meiner Mutter schwirrt mir noch heute durch den Kopf. Und zwar, ob ich vielleicht einen Mann an meiner Seite brauche, der MICH braucht. Darüber gilt es für mich Gedanken zu machen.
    Ich erinnere mich an die Zeit in der wir uns kennen lernten. Ich habe mich anfangs sehr gegen meine Gefühle zu ihm gesträubt, da ich ja von all seinen Baustellen von Anfang an wusste. Ich dachte anfangs, ich lass mich nicht emotional auf ihn ein, sondern genieße einfach die Zeit mit ihm..... Doch irgendwann konnte ich meine Gefühle nicht mehr abstreiten; weder vor ihm noch vor mir. Ich glaue es fing auch damit an, als ich immer wieder zu hören bekam (von ihm und von seinen Freunden), wie gut ich ihm doch tue. Ich glaube es hat mit mir was gemacht zu hören und zu sehen, wie er sich veränderte. Er trank/kiffte weniger, wurde verantwortungsbewusster usw.....Ich bekam dadurch ein Gefühl von, .... etwas besonderes zu sein..... Etwas zu schaffen, was andere Frauen zuvor nicht bei ihm geschafft haben. Und dadurch habe ich mich wahrscheinlich auch geliebt und so gut gefühlt...
    Ich glaube, darüber sollte ich mir in nächster Zeit mal Gedanken machen....

    @in between: Danke Dir für Deine Worte. Du hast sicher Recht, dass er im Moment nicht in der Lage sein wird, meinen Wünsche/Forderungen an ihn gerecht zu werden. Das ist glaube ich im Moment auch der Knackpunkt unserer Streitereien in den letzten Tagen. Ich ticke gerade so, dass ich von ihm regelrecht VERLANGE, mir all das zu geben, weil ich innerlich so eine Wut auf ihn habe, dass er alles kaputt gemacht hat mit seiner Sucht was mal zwischen uns war. Ich möchte, dass er damit wieder alles gut macht. Ich bin so sauer auf ihn, dass meine allmählich gewachsenen Gefühle zu ihm, meine Wünsche und Zukunftsvorstellungen mit ihm in den letzten Monaten einfach immer weniger wurden auf Grund der Sauferei/Kifferei. Ich bin so wütend auf ihn, da er doch genau wusste wie schwer es mir fällt mich auf jemanden (emotional) einzulassen. Bei ihm konnte ich es endlich wieder und er macht das wieder kaputt!!!
    Ich bin so wütend auf ihn, dass ich so oft traurig war wegen ihm und mich so oft ausgebrannt gefühlt habe.
    Ich habe die Drogen immer als Konkurrenz gesehen und mir hat es jedes Mal so weh getan zu sehen, dass dieses Zeugs ihm etwas geben kann was ich ihm eben nicht geben kann....Ganz schön viel Wut...hmm...

    Über eine eigene Wohnung mache ich mir im Moment auch gerade Gedanken. Zwar ist es so, dass er nach dem Entzug, also Anfang Oktober, ausziehen wird, aber dennoch möchte ich selbst wahrscheinlich auch raus hier.

    TimeIsAHealer :
    ich habe Deine Geschichte kürzlich gelesen und beneide Dich ehrlich gesagt ein bischen um Deine Stärke und Deinen Mut, eine Entscheidung getroffen zu haben. Ich empfinde/lese Dich als schon sehr reflektiert! Da kannst Du stolz drauf sein.
    Deinen Satz, dass niemand mir all die Bestätigung geben kann, die ich suche, nehme ich mir wirklich zu Herzen. Dessen bin ich mir auch schon ein kleines bischen bewusst. Nun gilt es für mich rauszufinden, warum ich so sehr nach Bestätigung von anderen suche. Obwohl die Antwort mir eigentlich auch schon klar ist. Mangelndes Selbstbewusstsein. Aber woher das kommt, ist die Frage. Nach außen die Starke, die ihren Weg geht, alles hinzukriegen scheint, allem und jedem hilft...aber innerlich doch so unsicher und sich selbst so wenig wert ist....


    So, jetzt werde ich mich mal richten und zu Freunden grillen gehen. Das wird mir gut tun. Und wie inbetween so schön gesagt hat, mal locker lassen. Das ist was ich jetzt brauche

    Ich wünsch Euch allen einen schönen Abend
    Liebe Grüße
    Herze

    Liebe Tina, liebe Broti,

    vielen lieben Dank für Eure Antwort und Eure Willkommensgrüße!!!
    Es tut gut zu hören, dass es ok ist hier einfach drauflos schreiben zu dürfen. Hatte von mir irgendwie gedacht/verlangt, dass ich schon weiter bin und muss feststellen, dass ich das so überhaupt nicht bin.
    Ich habe gedacht, dass wenn ich mich hier anmelde, dass ich schon ein paar Schritte in die richtige Richtung gegangen bin und "nur" noch ein paar kleine Aufmunterungsstöße von Eurer Seite brauche und alles wird gut. Aber so leicht ist es dann doch wohl nicht....


    Tina : ich hätte gehen sollen, das weiß ich. Aber ich hab es nicht getan. Ich habe den Kampf gegen (keine Ahnung; den CO? dem Gefühl? der Unsicherheit?) verloren und bin zu ihm gegangen um ihn um ein Gespräch zu bitten.
    Er erzählte mir von der Drogenberatung und dass er einen Psychologen für die Zeit nach dem Entzug gefunden hat. Obwohl das gute Neuigkeiten sind, bin ich beim Gespräch völlig zusammengebrochen, hab geweint und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mich vielleicht auch selbst bemitleidet habe. Ich habe mich in diesem Moment so ausgebrannt gefühlt. Ich habe ihm gesagt, dass ich das alles nicht mehr aushalte, dass ich mir seit längerer Zeit die Frage stelle, ob wir BEIDE evtl krank sind, dass wir an was festhalten was keine Zukunft hat. Er meinte (und das nicht zum ersten Mal), dass er mich darum bittet, weniger auf ihn zu schauen und mehr auf mich, dass es mir wieder gut geht. Und wenn es der Fall ist, dass es mir mit ihm nur noch schlecht geht, sollten wir es vielleicht lieber lassen mit einem Neubeginn.
    Auch wenn er Recht hat, sträubt sich da aber was in mir. Ich wollte dann von ihm hören, ob er mich liebt und an uns glaubt.....was fürn Sch*** ist das denn???? Ich ertrage es nicht, wenn ER uns aufgibt....
    Ich möchte dass er kämpft (das tut er ja in gewisser Weise, da er Ende August auf Entzug geht), ich möchte, dass er mir seine Liebe zeigt (kann er grad nicht so wie ich es mir wünsche und wie ich es grad bräuchte um wieder Vertrauen aufzubauen, da er ja mit sich grad so beschäftigt ist), ich möchte so viel von ihm.....mir kommt grade der Gedanke ob ich das alles möchte, um mich entspannt zurück lehnen zu können, um mir klar zu werden was ICH will. Als ich erfahren habe, dass er den Entzug machen möchte, habe ich ihm eine kleine Hoffnung gegeben, dass wir es DANN vielleicht wieder hinbekommen, aber dass ich mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht im Klaren darüber bin, was ich möchte.
    Ich weiß, dass ist unfair ihm gegenüber; aber ich sehne mich gerade so sehr nach Sicherheit und Hoffnung, die ich von ihm bekommen möchte....um mich dann entscheiden zu können...
    Boahh wie verquer bin ich eigentlich???

    Ich muss nochmal zum Verständnis schreiben, dass der bevorstehende Entzug mit seiner Cannabissucht zu tun hat. Dass er ein Alkoholproblem hat weiß er selbst auch und bezeichnet sich selbst auch als Suchtkrüppel.
    Wenn ich meinen Verstand einschalte, weiß ich, dass eine Zukunft mit ihm nur sehr unwahrscheinlich ist, da nach dem Entzug ja immer noch seine Alkoholsucht zu bekämpfen ansteht. Darüber möchte er sich nach dem Cannabis-Entzug im Klaren werden wie er das angehen wird...Boahhh überall Baustellen.
    Aber auch wenn in mir immer mehr die Hoffnungen schwinden, so wünsche ich es mir so von Herzen, dass er das alles schafft. Weil ich merke, dass er solch ein Leben auch nicht führen möchte und er das auch so sagt.

    Würde mich sehr über weitere Antworten freuen.

    Viele liebe Grüße
    Herze

    P:S: Fahre jetzt übers Wochenende erstmal zu meinen Eltern um mal abzuschalten.

    Ich tigere grade durch die Wohnung um mich abzulenken.
    Er ist grade von der Drogenberatung gekommen. Wie gerne würde ich jetzt trotz der fiesen Streiterein in den letzten Tagen (ich muss zugeben, dass vor allem ICH sehr fies im Streit werden kann wenn ich mich nicht verstanden fühle bzw verletzt bin) zu ihm gehen und ihn fragen wie es war. Aber ich habe auch Angst davor. Angst davor, dass ER abweisend ist. Ich weiß nicht ob ihr das kennt, aber auch wenn ich ja eigentlich diejenige bin, die vor ein paar Wochen gesagt hat "Ich kann nicht mehr" gibt es für mich grad nichts Schlimmeres als wenn er zu mir sagen würde "Du hattest REcht wir passen einfach nicht zusammen". Verrückt, oder?
    Ist das jetzt noch ein Überbleibsel des Cos oder bin ich doch noch voll drin? Ich befürchte grade, dass ich noch voll drin bin.
    Das zeigt sich ja da drin, dass ich für mich selbst ja noch völlig im Unklaren bin, was ICH möchte. Ich möchte solch ein Leben wie die letzten 2 1/2 Jahre nicht mehr und dennoch möchte ich ihn nicht loslassen...
    Wie oft bin ich schon nach Streitereien (nach denen ich immer gedacht und gefühlt habe "Jetzt ist Schluss!! Ich mag nicht mehr") nach Stunden doch zu ihm angekrochen gekommen mit der Bitte, dass wir uns nicht streiten sollen, da ich das nicht ertrage. Ich habe ihn dann immer gebeten mich in den Arm zu nehmen und auf einmal fühlte es sich wieder alles so gut an, weil ich nicht mehr allein war...

    ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich so völlig zusammenhangslos hier meine Gedanken und Gefühle reinschreibe.
    Ich wünsche mir sehr, Ordnung in mir zu bekommen

    Herzliche Grüße
    Herze

    Hallo zusammen,
    ich habe mich hier angemeldet, weil ich schon seit einiger Zeit hier in den offenen Foren über Co-Abhängigkeit mitlese und ich das Gefühl habe, dass ich mich jedes Mal ein Stückchen mehr in den Geschichten der anderen Betroffenen wiederfinden kann und auf dem guten Weg bin zu erkenen, dass ich Co bin...aber es gibt trotzdem noch Zeiten an denen ich wieder zweifle und das Gefühl "bei uns ist es aber doch was anderes, bei uns könnte ich ihn mit Liebe helfen" macht sich in mir breit. In mir rotiert es, ich glaube, das ist der Grund warum ich mich hier angemeldet habe. Ich suche hier Gleichgesinnte, die mir schonunglos in solchen Rückfallmomenten sagen "Lass ihn, schau auf Dich"....


    Im Moment sieht es bei mir so aus, dass ich mich vor circa einem Monat von meinem Partner (Alkohol - und Cannabis süchtig, depressiv und arbeitslos) getennt habe. Mir ging es sehr schlecht dabei, da ich innerlich gehofft habe, dass er die Trennung als Anlass nimmt, etwas an seiner Sucht zu ändern (ich weiß, was für eine Antwort von Eurer Seite nun kommt...). Aber statt aufzuwachen ist er die ersten Wochen völlig abgestürzt, was sehr hart war mitanzusehen (wir wohnen noch zusammen). Dann kamen Liebesbekundigungen, die ich aber mit aller Kraft versucht habe zu ignorieren und ihm bloß nicht das Gefühl geben wollte, dass das mit uns nochmal was wird (weil ich durch das Lesen hier ja wusste, dass er für SICH alleine an einen Punkt kommen muss, um seine Süchte den Kampf anzusagen). Irgendwann bekam ich mit, dass er bei einer Drogenberatung war und ernsthaft einen Entzug (Cannabis) machen möchte. Ab da habe ich ihm wieder einen kleinen Funken Hoffnung gegeben, dass wir das hinbekommen. Ich weiß, völlig daneben, aber ich dachte in einem (wahrscheinlich unüberlegten Moment) wirklich, dass er diesen Funken Hoffnung doch verdient hat, wenn er doch schon von sich selbst aus die Therapie machen möchte. Warum ihm dann nicht doch helfen.....wenn ich das so schreibe schreit eine kleine Stimme auf dass ich eigentlich immer noch nichts gelernt habe....
    Es war ab da ein ewiges Hin und Her zwischen uns. Zuviel war passiert, als dass ich sofort sagen konnte "Ja, lass es uns nochmal zusammen versuchen" aber die Hoffnung war natürlich auch wieder da, er hat ja schließlich vor, ne Entgiftung zu machen. Ein seltsamer Zustand zwischen Nähe/Hoffnung und Resignation, da er weiterhin trinkt und kifft (mit der Antwort, deswegen mache er ja den Entzug, WEIL er es nicht alleine schafft). Ich bekomme in solchen Momenten solch eine Wut auf ihn, was dazu führt, dass er sich nicht verstanden fühlt. Und schon wieder bin ich verunsichert ob ich zu streng bin...und schon wieder bin ich im alten Muster gefangen...ist es denn naiv zu verlangen, dass er JETZT sofort aufhört zu trinken und kiffen??
    Seit zwei Tagen ist bei uns Funkstille angesagt. Wir haben uns nur noch gestritten. Er hat sich (zu Recht) von mir kontrolliert gefühlt und ich war nur noch hin und hergerissen zwischen Verständnis und der Wut, dass es grad so weitergeht wie bisher....
    Ojjeeee, wenn ich mein Geschriebenes so durchlese werd ich schon wieder unsicher, ob ich es überhaupt abschicken soll...so ein Wirrwarr lässt Euch wahrscheinlich nur unverständlich den Kopf schütteln.
    Aber Augen zu und durch, was hab ich zu verlieren?

    ICH HAB NOCH EINIGES ZU LERNEN!!!!

    Liebe Grüße
    Herze