Hallo ihr lieben,
puuuh, hatte gestern ne ziemlich anstrengende nachtschicht und habe dementsprechend heute den halben tag nur geschlafen.
ich habe alle eure antworten nochmal durchgelesen und nehme sie mir wirklich zu herzen. vielen dank nochmal dafür!!!
auch wenn es sicherlich gesünder/vernünftiger gewesen wäre, wenn ich xy nach der trennung nicht mehr zu gesicht bekommen hätte, so habe ich dennoch das gefühl, dass ich diesen weg (mit all den umwegen) gebraucht habe, um mich peu a peu von ihm zu lösen.
ich wollte mit ihm im guten auseinander gehen, ihn wissen lassen, warum ich damals so ein krasses ende zwischen uns beiden gebraucht habe....sicherlich tragen diese gründe stücke meines cos in sich, eine gesunde frau hätte sicherlich einfach gesagt "adios und vorbei; egal ob du meine entscheidung verstehst oder nicht"...aber ich merke für mich grade, dass es sich richtig anfühlt wie es gelaufen ist....der ein oder andere umweg über ihn war vielleicht unnötig, aber im großen und ganzen denke ich, dass es mein weg war
vor allem nach dem gestrigen treffen mit xy fühle ich mich anders...irgendwie gelöster von allem...freier von ihm,....weiß nicht so richtig wie ich es ausdrücken soll.
auch wenn ich vom kopf her schon längere zeit verstanden habe, dass es nichts mit mir als person zu tun hat, ob er seine sucht besiegen kann oder nicht, so habe ich das gefühl, dass ich dies jetzt erst auch richtig spüren/fühlen kann.....und zum ersten mal habe ich richtig verstanden, dass dies von anfang an mein problem war: ich wollte ihn heilen und somit das gefühl bekommen, dass ich eine besondere frau bin...hatte ers wiedermal nicht geschafft, so habe ich mich in frage gestellt, seine liebe zu mir....dieses gefühl habe ich nun nicht mehr.
von ihm nochmal zu hören, dass ich nichts falsch gemacht habe, dass er es nicht auf grund fehlender liebe nicht geschafft hat vom alk und den drogen wegzukommen, zu hören, dass er es wirklich ernst mit mir gemeint hat, aber einfach nicht geschafft hat sich, seine süchte und sein leben auf die reihe zu bekommen....das hat mir gut getan....die zweifel, die angst, für ihn nicht wertvoll genug gewesen zu sein, die haben sich gelegt.....
der gedanke, dass er mit einer anderen frau schaffen könnte was er mit mir nicht geschafft hat, macht mich nicht mehr so verrückt wie noch vor dem treffen. er hat mir irgendwie die angst genommen, dass es an mir lag, dass er es nicht geschafft hat. er konnte mir klar machen, dass es nicht in der macht/kraft/liebe einer anderen person liegt, ob er von seinen süchten wegkommt oder nicht.,....auch wenn ich das alles theoeretisch zigtausend mal gelesen und gehört habe, so spüre ich dies aber wie gesagt zum ersten mal ....und es macht mich freier....
gerade habe ich das gefühl, dass ich unter der beziehung zu xy nun einen schlussstrich ziehen kann und das im guten...
sicherlich stellt sich nun die frage, warum ist mir das so wichtig zu wissen, was ich ihm bedeutet habe, zu wissen, dass er mir keine vorwürfe wegen des rausschmisses macht ect .. und sicherlich zeigt dies auch immer noch sehr deutlich, dass in mir noch einige baustellen sind....diese werde ich nach meiner reise im frühjahr mit hilfe einem psychologen zu ergründen versuchen.
wie ich gestern schon geschrieben habe: es tat auch gut zu merken, dass er mein herz nicht mehr zum rasen bringt, dass die anziehung von ihm auf mich irgendwie verpufft ist, dass ich angenervt war von seinen begründungen warum er (noch) keinen entzug machen kann/will...blalbla bla....das gespräch hat mich zurück erinnert, wie ich noch vor monaten mit engelsgeduld bei ihm saß, alles nochmal und nochmal durchgekaut habe, überreden wollte, verständnis zeigte, obwohl ich innerlich gespürt habe, dass irgendwie alles nicht zussammenpasst seine argumentation, es aber wieder verdrängt habe, da ich die wahrheit nicht sehen wolte, da ich lieber weiterträumen und weitertherapieren wollte....es hat mir nochmal gezeigt, wie sehr ich die augen verschlossen habe, wie sehr ich die wahrheit ignoriert habe...die wahrheit, dass er einfach noch nicht soweit ist, dass er etwas ändern möchte.
und die erfahrung tat gut, dass ich zum ersten mal auf mein inneres gefühl gehört habe und das gespräch irgendwann beendet habe. ich habe mein gefühl ernst genommen, dass mich das gespräch anstrengt, mich nervt, sich alles in mir sträubt bei seinen argumentationen gegen eine therapie....das habe ich sonst nie gemacht...habe meine gefühle nicht ernst genommen, und irgendwann wahrscheinlich gar nicht mehr wahrgenommen.
dieses gefühl nochmal zu spüren und dann aber eben so zu handeln wie es für mich richtig ist (gesprächsabbruch bzw themawechsel) das hat mir gut getan
liebe grüße
herze