Beiträge von herzeloyde

    Hallo zusammen,


    ohhh mann, heute erwischt es mich grade mal wieder ziemlich kalt...verspüre eine innere Unruhe in mir und war kurz davor, xy anzurufen....rede mir ein, dass ich ja nur hören möchte wie es ihm geht.....ganz belanglos...blalala...ich weiß aber besser,dass es in wahrheit nicht darum geht,denn wenn ich ehrlich bin, geht es mir darum, dass ich mich durch ein Gespräch mit ihm besser fühlen möchte.
    Ich weiß grad nicht was los ist...oder vielleicht doch? Will mir den Gedanken, warum es in mir grade tickert, nicht eingestehen....und schäme mich auch dafür...
    Aber was solls? Ich möchte weiterhin ehrlich zu mir sein, meine Baustellen anschauen und Stück für Stück daran arbeiten.Deshalb schreib ich mal auf, was mich grade so fuxt bevor ich Beruhigung bei XY suche...
    Ich habe Euch von der Bekanntschaft erzählt...ein lockeres Techtelmechtel, was mir gut getan hat.
    Getan HAT;denn er hat nun eine Frau kennen gelernt, die scheinbar nicht so verkorkst ist wie ich....auf jeden Fall hat es zwischen beiden gefunkt.
    auf der einen seite freue ich mich für ihn, da er wirklich glücklich klingt...und es ist ja auch nicht so, dass ich verliebt in diesen Mann war....sprich meine Gefühle sind nicht verletzt....aber dennoch merke ich, dass es mir was ausmacht...und das macht mir wiederum ein schlechtes gewissen.
    vor allem wird mir bewusst, dass ich diesen mann gebraucht habe, um mich gut zu fühlen. in mir nagt auch grade der schreckliche gedanke,dass ich ihn womöglich (miss)braucht habe, in dem Sinne, dass ich ihn kontaktiert habe wenn es mir grade danach war aber sonst ja keine ernsteren absichten hatte....wollte mich gut fühlen durch ihn und dadurch, dass ich merkte,dass er mich toll fand...
    Nun steht er mit seinen komplimenten und schmeicheleien nicht mehr zur "verfügung" und ich merke, dass ich mich schlecht fühle. einerseits schlecht,weil es nun eben keinen mehr gibt, der mir ein gutes gefühl gibt und dann noch schlecht,weil ich mir nun als schlechter mensch vorkomme,der andere womöglich ausnutzt,nur um mich sebst besser zu fühlen.
    aber wenn ich ehrlich bin, macht mir die tatsache ,dass ich nun wieder alleine bin,am meisten angst.
    ich weiß, dass es nun an der zeit ist, dass ich anfange, mir selbst eben dieses gefühl zu geben, dass ich ok bin wie ich bin...aber ich merke ja, dass ich vor mir selber wegrenne....mich in abenteuer stürze....mich ablenke....mich wieder abhängig mache von der anerkennung von anderen.
    mir kommt es grade so vor,als hätte ich rein gar nichts gelernt...ahbe mich zwar von xy getrennt...konnte mich mit viel kraft zwingen, ihm zu sagen, dass er mich nicht weiterhin kontaktieren soll, aber habe mich kurz darauf ja in gewisser weise wieder auf jemand anderes gestützt...
    das wesentliche habe ich noch nicht gelernt...in keinster weise...und zwar, dass ich mit mir alleine glücklich und zufrieden bin...dass ich aus mir selbst heraus das gefühl entwickle, dass ich ein liebenswerter mensch bin...nein da bin ich noch meilenweit von entfernt
    und dass ich mich völlig von meinem xy gelöst habe, da habe ich mir auch etwas vorgemacht...denn warum sonst habe ich jetzt gerade so das bedürfnis,ihn bei mir zu haben?
    ach verammt....mir kommt es grade so vor,als stünde ich vor einem berg (der bin ich selbst), den ich nicht erklimmen kann

    wie schafft man es,völlig unabhängig von anderen zu werden...sich selbst zu genügen....nciht mehr abhängig zu sein von komplimenten und schmeicheleien??
    komme mir grade so klein und nichts nutzig vor....malwieder mit dem kopf gegen die wand gerannt...von wegen starke herze,die nun ihren weg geht....pustekuchen...im grunde immer noch die selben verkorksten muster....nur dass ich nun auch noch menschen ausnutze, damit ich mich besser fühle...nicht schön!!!


    liebe grüße an euch
    herze

    Liebe Miriel,

    das mit dem Notfallkoffer ist eine gute Idee und ich wünsche Dir, dass Du viele Dinge finden wirst, die Du in diesen stecken kannst.

    Dass Du Dir den Druck nehmen solltes ist sicherlich sehr wichtig....bleib jedoch achtsam und horch genau in Dich hinein,welches Bedürfnis Du genau befriedigen möchtest bei dem Drang, ihn zu kontaktieren...

    Ich wünsch Dir noch einen schönen Abend
    Herze

    HAllo zusammen,


    möchte kurz vom Treffen mit XY berichten.
    Da wichtige Post hier eingetrudelt ist, habe ich ihn darüber informiert. Er hat kurz darauf angerufen und gefragt ob er kurz vorbei kommen kann. Ich sagte es sei ok.
    Die ersten Minuten redeten wir viel über mich,was ich so mache, was ich vorhabe,meine Reisepläne.
    Ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich bei MIR bin, dass ich ihn ansehen kann ohne das Gefühl zu haben, dass mich die Sehnsucht auffrisst.
    Es war wie als wenn ich mit einem Freund zusammen sitzen würde....kein Herzflattern,keine Sehnsucht....keine Liebe (mehr?)....
    Irgendwann machte das Gesprch eine Wendung. Ich merkte, dass ich mich selbst wieder in die Rolle der Sozialpädagogin begab. Ich fragte ihn wie es ihm wirklich (tief drinnen) gehe, was er für Pläne hätte.....merkte, dass ich ihm wieder Ratschläge gab.
    Vor allem wurde mir bewusst, dass ich ab diesem Zeitpunkt ,als er erzählte, dass er grade soviel trinkt, dass ihn die Depression wieder voll im Griff hätte,dass er sich einsam auch unter Menschen fühlen würde, dass ich da begann emotional wieder auf ihn einzusteigen.
    Das Bedürfnis, ihn in den Arm zu nehmen, fing wieder an....besonders als er meinte, dass er nicht wisse, wohin er gehöre....zu den aktuellen Kollegen die auch alle ziemlich weit unten sind oder doch vielleicht zu denjenigen die ihr Leben hinbekommen.
    Es ist krass zu merken, wie ich auf dieses Gespräch reagiert habe...alte bekannte Gefühle kamen hoch...ich hatte das Gefühl, als ob ich die ganze Einsamkeit/Ängste/Minderwertigkeit von ihm in mir selbst spüren würde...errinnerte mich daran, dass ich damals, als ich ihn kennen lernte, genau diese Gefühle in mir hatte...das Gefühl, ihm diese ganzen Gefühle abzunehmen und ihn quasi davon befreien zu können.
    Eigentlich ist die Erkenntnis mit dem Retten-wollen nichts neues für mich...aber wie sich meine anfänglich doch recht (neutralen?) Gefühle im Verlauf des Gespräches vorhin so geändert haben, macht mich grade schon sehr nachdenklich und verwirrt...
    Aber ich bin auch stolz auf mich, dass ich dies gemerkt habe, und mich vorhin eben nicht von meinen (wirklich krassen) Gefühlen habe leiten lassen, indem ich ihn z.B.in den Arm genommen habe.... sondern das Gesprächsthema irgendwann gewechselt habe und die Gefühle somit rechtzeitig stoppen konnte.

    Aber trotzdem geht mir der Besuch doch grade nahe...ich spüre eine Traurigkeit in mir...dass er es nicht schaffen mag, sein Leben zu ändern. Dass ihn scheinbar nichts und niemanden erreichen kann, dass es bei ihm Klick macht. Dass er sich selbst so im wege steht, sein Leben radikal zu ändern. Dass er nicht das Wertvolle am Leben zu sehen scheint...ich wünsche ihm nämlich genau das: Das Leben als ein Geschenk anzusehen, das zu wertvoll ist, als dass man es mit Drogen und/oder Alk verfälscht....es macht mich traurig, dass er (durch die Depression?) den Zugang zum Leben irgendwie verloren hat...dass er sich nichts mehr zutraut...
    Aber auch wenn ich lange Zeit geglaubt habe (und in manchen Momenten wenn ich ehrlich bin mich immer noch dabei erwische), dass er durch mich dies alles wieder lernt, bin ich auf einem guten Weg, dass ich anfange zu sehe, dass ich dies eben nicht kann....dass das kein Mensch kann...dass man deswegen aber kein schlecheterer Mensch ist....


    Lindi
    sicherlich liegt darin ein wesentlicher Grund...das Gefühl ALLES für den anderen zu sein....ja, dieses Bedürfnis hat XY in mir befriedigen/stillen können...zumindest für eine gewisse Zeit lang.
    Hmmm aber den Grund zu wissen und Wege zu finden, im eigenen Kopf/Seele/Geist wieder Ordnung zu finden, dass man nicht mehr so tickt...das ist eine andere Geschichte.
    Und hier verzweifle ich hin und wieder und denke "wie soll ich das denn schaffen"


    Aurora
    Danke Dir für Deine Worte.Du hast sicherlich Recht: dann ist er EINFACH nicht der Richtige...alles andere als tragisch:)
    Etwas ganz wichtiges hast Du geschrieben:zu wissen, dass man immer das Recht hat, einen Schlussstrich zu ziehen wenn einem die Beziehung nicht mehr gut tut und vor allem das Wissen, dass man das auch kann. Durch die jetzige Trennung ist das eine ganz wichtige Erfahrung für mich...ich kann mich trennen, ich kann konsequent bei meiner Entscheidung bleiben, ich kann auf mich Acht geben....

    HAllo ihr Lieben,

    nach einer kleinen Auszeit hier im Forum möchte ich mich gerne mal wieder melden.

    Mir geht es momentan ganz ok...hier und da mal Anflüge von Sehnsucht nach XY...Sehnsucht nach den vergangenen schönen Momenten, Sehnsucht nach der Vertrautheit vor allem.
    Aber mir gelingt es zunehmend immer besser, diese Gefühlsausbrüche zu stoppen....mir vor Augen zu führen, dass ich mir in solchen Momenten im Grunde etwas vormache...dass ich in solchen Momenten die negantiven Seiten ausblende...und die negativen Seiten kann ich mir immer besser in solchen Momenten hervorholen....das ist gut :)

    Eines beschäftigt mich gerade sehr: Die Angst, mich nie mehr wirklich und vollkommen in einen Mann verlieben zu können...hört sich blöd an, ich weiß...
    Oder besser gesagt, die Angst, mich nicht in einen GESUNDEN Mann verlieben zu können.

    Ich habe ja kürzlich einen anderen Mann kennen gelernt...mit ihm verstehe ich mich sehr gut, wir können uns prächtig unterhalten über Gott und die Welt....er ist aufmerksam, ehrlich, zeigt ernsthaftes Interesse, hat ähnliche Lebenseinstellung, ist vielseitig interessiert......aber trotz allem merke ich, dass in mir was Wesentliches fehlt: ich bin nicht verliebt. Ich frage mich, was fehlt???
    Ist es der Grund, dass er mich nicht braucht??

    Versteht mch nicht falsch: ich möchte nicht auf Biegen und Brechen eine neue Beziehung....auf keinen Fall....ich genieße gerade mein Singledasein und möchte/könnte mich momentan auch noch gar nicht emotional auf einen neuen Mann einlassen. Dem neuen Mann bin ich diesbezüglich offen und habe ehrlich gesagt, woran er bei mir ist....kann also ohne schlechtem Gewissen einfach nur genießen, was grade ist....

    Aber versteht ihr meine Befürchtung, die ich eben in Bezug auf "gesunde" Männer habe???

    Wenn ich bewusst beobachte, welchen Typ MAnn ich auf den ersten Blick anziehend finde, so sind es eben immer noch diejenigen, denen es auf den ersten Blick anzusehen ist, dass sie eben nicht mit beiden Beinen im Leben stehen....eben nicht verantwortungsvoll mit sich selbst umgehen....
    Wisst ihr was ich meine?

    Ich komme mir grade etwas blöd vor und habe das Gefühl, dass ich hier über ein "Luxusproblem" spreche. Es ist auch nicht so, dass es ein großes Problem ist, es beschäftigt mich allerdings schon...zumal mich immer öfter der Gedanke/die Angst überfällt, dass ich irgendwann schon mal den richtigen finden sollte, da ich ja auch nicht jünger werde und ich gerne Kinder hätte....Arrgghh Torschlusspanik lässt grüßen...

    Hmmm....aufzuarbeiten, warum ich anfällig für "Problemmänner" bin, ist gar nicht so leicht....ein großes Fragezeichen...

    Liebe Grüße an Euch alle
    Herze

    Liebe Miriel,

    was macht Dir so Angst, ihn (erstmal?) vollkommen aus Deinem Leben zu streichen?

    Ja, es mag sich vielleicht im ersten Moment gut anfühlen, das Vertraute wieder zu haben...sei es nur die Stimme zu hören, das Gefühl zu haben, dass man sich fallen lassen kann....AAAABER merkst Du, dass es Dich jedes mal wieder ein Stück von DIR wegbringt?
    Deine Gedanken, Deine Gefühle, einfach alles dreht sich wieder um Dinge, die IHN/EUCH betreffen....würde es keinen Kontakt geben, wärst Du dazu gezwungen, Dich früher oder später mit DIR/DEINEN Ängsten, Abhängigkeizsstrukturen ect auseinander zu setzen.....das macht Angst, ich weiß.
    Aber sieh eine komplette Kontaktsperre als Chance an, wirklich mal bei Dir bleiben zu können....Dich kennen zu lernen...Dich lieben zu lernen...
    Noch vor ein paar Wochen ging es mir genauso wie Dir....hatte das panische Gefühl in mir, ihn kontaktieren zu MÜSSEN....alles in mir hat sich gegen die Ratschläge hier im Forum gesträubt, dies zu unterlassen....und heute bin ich froh, dass ich dem Rat irgendwannmal gefolgt bin und ihn nicht mehr kontaktiert habe...dass ich bei MIR geblieben bin...mich mit meiner eigenen Abhängigkeit auseinander gesetzt habe (bzw immer noch tue)....es tut weh, die Sehnsucht frisst einen manchmal auf, Zweifel kommen auf, ob man nicht doch hätte....aaaaber wenn man wirklich ehrlich zu sich selbst ist, so weiß man ganz tief drinnen im Grunde, dass eine komplette Trennung das einzigst Richtige war...der einzigste Weg, selber wieder gesund zu werden...und man wird daran wachsen, davon bin ich überzeugt....auch wenn man am Anfang nur den Verlust sieht....

    Liebe Miriel, das Leben, das nunmal begrenzt ist, ist einfach zu kostbar, um es mit endlosen Diskussionen zu verbringen...es ist zu kostbar, als dass man so viel Energie/Kraft/Liebe in einen Menschen steckt, der (noch nicht) an dem Punkt angelangt ist, etwas für sich zu ändern...
    Das Leben das wir haben, ist zu kostbar, als dass man sich selbst immer und immer wieder Probleme/Ängste/Sorgen/Streitereien auflädt.
    Lass es bleiben!!!!
    Sehe es als Chance an, zu Dir zu finden!!!


    Ganz liebe Grüße und eine feste Umarmung
    Herze


    P.S.Deine Befürchtung, dass Du den ein oder anderen hier im Forum nervst, den streich mal aus Deinem Köpfchen....

    ich glaube es tut sich wirklich grade was in mir....und zwar ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit..
    .
    habe XY grade gesag, dass ich nicht möchte, dass er mir weiterhin (per sms oder ähnliches) Andeutungen macht, dass er mich zurück möchte....er hat gesagt, er lässt es bleiben...mal sehen...

    und grade überfällt mich eben keine panik, dass ich somit etwas ganz wichtiges verliere....ich lasse los...vielleicht auch nur grad im moment...vielleicht überfällt mich morgen die PAnik, aber für diesen Moment fühlt es sich gut an wie es ist.

    Ich weiß nicht, ob ich durch die Begegnung mit dem anderen Mann so klar grade bin...auch wenn wie gesagt keine ernsthafte Beziehung draus werden wird, so bekomme ich durch ihn ein bischen die Vorstellung wie sich eine Beziehung mit einem (ich sage mal gesunden) PArtner anfühlen KÖNNTE....auf gleicher Augenhöhe, kein Retten wollen da man dem anderen zutraut, dass er sein Leben alleine meistert...zur Abwechsung auch mal eher Bewunderung, wie positiv und vorbildlich der andere das Leben hinbekommt...das ist ein schönes Gefühl...sorgloser, unbeschwerter....das Gefühl zu haben, auch mal nur auf sich schauen zu können, an sich selbst arbeiten zu können, ohne die Angst, dass man sonst dem anderen nicht gerecht wird, dem anderen doch helfen müsste....den Unterschied zu merken, wie angenehm es ist, wenn der Gegenüber bei klarem Verstand ist.....und dies nicht als kostbaren Moment zu betrachten (da ja sonst schon bald drauf wieder zur Flasche gegriffen wurde), sondern als normal.....

    Ich bekomme eine vage Vorstellung wie es sich anfühlen könnte...wenn ich denn wieder bereit dafür bin...und es fühlt sich gut an :)

    Liebe Grüße


    Liebe Renate
    ich werde Dir morgen mal in Deinem Fädchen zurück schreiben. Bin völlig platt und werd jetzt schlafen gehen. Fühl Dich umarmt und streich diesen Gedanken "ich in meinem Alter werde nie mehr einen Partner finden" das ist völliger Quatsch und ich hoffe DU weißt das auch...es braucht alles halt seine Zeit. Nimm Dir diese auch in diese auch an dieser Stelle...

    Liebe Miriel,

    Du schreibst, dass nicht die Kontrolle der Grund war für den Anruf.
    Was war der Grund? Horch in Dir rein, was genau Du Dir erhofft hast von einem Gespräch mit ihm.
    Ist es der Grund, weil Deine Familiensituation grade nicht so dolle ist? Hast Du Dich danach gesehnt, Dich von ihm aufbauen zu lassen?
    Wenn dies der fAll ist, so kann ich das soooo gut nachvollziehen bzw nachempfinden.
    Aaaaaber, mach Dir dessen bewusst...(wenn dies denn überhaupt der Fall ist)....

    Meine Gedanken:
    Du suchst in ihm eine Reaktion (in diesem Fall wahrscheinlich Zuspruch, Zuhören, Aufbauen...) ....all dies würde Dir natürlich ein gutes Gefühl geben. Aber die Gefahr, dass Du schwupps wieder emotional voll drinne bist ist einfach da....ist es dann nicht so, dass Du Dich nach dem Gespräch mit XY in irgend einer Weise dazu verpflichetet fühlen würdest, IHM beim nächsten Mal ein gutes Gefühl zu geben, IHM zuzuhören, IHN aufzubauen, IHM Mut zuzusprechen?? Ich für mich würde bei mir diese Gefahr sehen....wo ziehst Du da wieder die Grenze, die Du Dir doch so hart erkämpft hast in den letzten Wochen/Monaten...

    Dass Du Deinem Vater Deinen Standpunkt klar gemacht hast, ist gut!!!

    Pass auf Dich auf, ja!? Und sei gut zu Dir!!!!

    Liebe Grüße und ne feste Umarmung
    Herze

    Hallo zusammen,

    Lindi
    das hört sich toll n, wie Du das Walken für Dich gefunden hast und ich glaube Dir aufs Wort, dass es so gut tut...dass man es sich irgendwann nicht mehr ohne vorstellen kann.
    Aber dazu gehört, dass man mal den Anfang macht...ich nehms mir fest vor ....zwar nicht das WAlken aber wie gesagt reiten, scwimmen...
    Warum bis zum Frühahr warten mit der Reitbeteiligung? Du hast völlig REcht. Eigentlich ist auch jetzt schon ein guter Zeitpunkt dafür.
    Dachte halt nur, weil ich im Januar für drei Wochen in Peru bin. Würde gerne dann wirklich regelmäßig dort hingehen....ich werds mir noch überlegen.


    Sooo, im Moment gehts mir ganz gut.
    Kann ohne schlechtem Gewissen das Handy klingeln lassen wenn XY dran ist...wie gerade eben auch wieder.....es geht bergauf :)

    eine Neuigkeit ist, dass ich kürzlich einen Mann kennen gelernt habe. Einen wirklich interessanten Mann :)....vielleicht liegt es auch daran dass ich mich grade gut fühle?
    Aber auch wenn ich mich wohl fühle im Moment, die Nähe genieße und natürlich auch mein Ego mächtig aufpoliert wird, dass sich jemand für mich interessiert, merke ich, dass trotzdem was ganz wichtiges fehlt: ich bin nicht verliebt...merke, dass ich ihn mit XY vergleiche...in vielen Dingen kann der Neue ganz klar punkten (Zuverlässigkeit, KEINE Süchte, Verantwortungsbewusstsein, fleißig, berufstätig, klare Zukunftsvorstellungen...) aber trotzdem bringt er mein Herz nicht zum schwingen.
    Was aber ok ist....ich habe ihm klar gemacht, dass ich noch nicht frei bin für etwas Ernstes...und genieße nun einfach das Leben...;)

    ich weiß nicht, ob es nötig oder übertrieben ist, aber eines beschäftigt mich nun doch: ist es ok, wenn ich die Aufmerksamkeit jetzt einfach genieße oder ist dies wieder ein Zeichen dafür, dass ich wieder Bestätigung von außen suche? Wahrscheinlich denk ich grad wieder zuviel....aber irgendwie lässt mich der Gedanke nicht los, dass ich mich eventuell ablenken lasse von diesem neuen Mann von meiner eigentlichen Arbeit (an mir arbeiten, zu lernen mich selbst zu lieben)....


    Liebe Grüße
    Herze

    Liebe Renate,

    ooooh jaaaa Flohmärkte, auch ich liebe dies.
    Übern Markt zu schlendern, zu feilschen, und am Ende die neu errungenen Schätze zu HAuse zu bewundern :)
    Und nein, nur weil wir das oft zusammen gemacht haben, möchte ich darauf nicht verzichten.
    Es ist zwar schon wieder ne Weile her, dass ich auf einem war (herrje, wie die Zeit verrennt), aber da kam der ein oder andere Sehnsuchtsgedanke hoch und als ich zu HAuse war, hat mich die Traurigkeit überrannt...aber dennoch würde ich darauf nicht verzichten wollen.
    Die Orte/Dinge mit anderen/neuen Erfahrungen füllen...das werde ich mir vornehmen :)

    Und ja, der Schmerz wird weniger...

    Liebe Grüße und Danke für Deinen Kommentar
    Herze

    Hallo ihr Lieben,

    skybird :
    ja, Du hast vollkommen Recht....im Schönmalen kann mir keiner was vormachen; da bin ich Meisterin drin ;)
    Diese möglichen Szenarien blende ich hervorragend aus...
    Aber auch WENN er mir wieder Nettigkeiten ins Ohr gesäuselt hätte, so muss ich mir wieder und immer wieder bewusst machen, dass sich NICHTS, rein GAR NICHTS an meiner Entscheidung ändern würde....bzw ändern darf...es würde mir im Falle von Liebesgesäusel zwar für einen kurzen Moment gut gehen...aber dieser kurze Moment ist es nicht wert, dass ich mich im Nachhinein dann umso schlechter wieder fühlen würde....
    Ich habe ihn nicht kontaktiert und das ist gut so.


    Miriel
    immer wieder schön von Dir zu lesen!!!
    Das mit den Agressionen kenne ich so nicht...aber wäre ich öfter bei meiner Familie, so würde ich wahrscheinlich meine unterdrückte Agression an ihnen auslassen. Bei Freunden kann ich mich da gut zügeln...aber Familie ist doch was anderes...da leiste ich mir Sachen, die ich mir sonst verkneifen würde...nicht fair, ich weiß.

    Sport ist ein gutes Stichwort. NEIN ich tue sportmäßig rein gar nichts. Aber ich merke bzw weiß, dass es mir auf jeden Fall gut tun würde. Ich nehme mir mehrmals die Woche vor "so, nun ppackste Dein Schwimmzeug und gehst nach/vor der Arbeit ne Runde schwimmen". Aber bis jetzt hat immer noch mein innerer Schweinehund gesiegt....wenn ich abends im Bett liege und mir das für den nächsten Tag vornehme, so fühlt sich der Gedanke jedes mal ziemlich gut an. Aber am nächsten Tag kommen dann wieder Zweifel bzw meine übertriebene Selbstkritik. Der Gedanke an zu dicken Oberschenkeln/Bauch und die Paranoia, dass alle auf MICH schauen weil ich leider nicht zur Sorte dünne Frau gehöre, lässt mich dann jedes Mal einknicken.
    Das muss ich ändern....wie so vieles ;)
    Ansonsten nehme ich mir vor, im nächsten Jahr mit dem Bauchtanz weiter zu machen. Und mich dann im Frühjahr evtl um eine Reitbeteiligung zu kümmern.
    Pläne sind da, ja....nun heißt es, sie umzusetzen.

    Das mit dem Honig um den Mund schmieren, damit er mir nicht helfen muss....da stimme ich nicht zu. Aber Du hast Recht, dass man sich die Schmeicheleien im Nachhinein genauer anschauen sollte. Mir kommt der Gedanke, dass er evtl aus Langeweile mir so oft bei MEINEN Dingen zugesehen hat. Da er wenig mit sich alleine anfangen konnte, ist er oft um mich rumschlawenzelt, wenn ich Dinge tat, die mich erfüllt haben....und wenn ich mich heute, wo ich mich wieder etwas klarer fühle, an solche Situationen zurück erinnere, sehe ich wieder, dass es mich auch oft genervt hat. Mich haben seine verzückten Blicke natürlich geschmeichelt, aber auf der anderen Seite dachte ich auch oft "Oh man, such Dir halt auch mal was, was Dich erfüllt"
    Der Blick scheint heute endlich wieder etwas klarer zu sein :)

    Und ja; Worte bleiben Worte...auf seine Taten habe ich aufgehört zu warten....


    silberkralle
    schön von Dir zu hören. Und Du machst mir bewusst, dass ich mir eingestehen muss, dass mir tatsächlich ein Lebensinhalt verloren gegangen zu sein scheint. Das dürfte nicht sein...Darüber sollte ich mir Gedanken machen.
    Muss wieder lernen, die Zeit mit mir alleine auszuhalten...oder besser gesagt schätzen zu lernen....die Zeit mit schönen Dingen, die das Leben bietet, zu füllen.

    Mein momentaner Lebensinhalt? Spontan würde ich sagen: meine Arbeit, meine Freunde, meine Familie, meine Arbeit an mir selbst (Forum, Fachbücher lesen...) Und ganz aktuell meine wiederentdeckte Liebe zum Reisen. Die geplante Reise nach Peru bringt zwar auch einige Ängste in mir zum Vorschein, aber ich bin stolz drauf, dass ich das trotzdem...oder gerade deswegen machen werde :)

    Was ich mir wirklich ernsthaft vornehme (wieder) öfters zu machen:
    - Sport!!! (Bauchtanz, schwimmen, reiten, Yoga)
    - Kreativ sein (z.B. endlich mal den Nähkurs machen den ich so lange vorhabe, evtl Töpfern zu lernen)
    - Kultur: wieder öfter auf Konzerte zu gehen, auch mal ins Theater, Museum...
    - weiter an mir arbeiten (z.B. endlich mal eine Therapie machen, mal zur Familienaufstellung gehen)
    - mich um meine Gesundheit im Allgemeinen zu kümmern
    Wenn ich mir dessen allem so bewusst werde, kommt tatsächlich Freude in mir auf.....das Leben hat so viel zu bieten....man muss nur den Blick wieder dafür gewinnen und zufgreifen...sich trauen...
    Danke lieber Matthias fürs Bewusstmachen
    und alles Gute für Dein Enkelchen für die bevorstehende OP!!!!


    Ich grüß Euch alle ganz lieb
    Herze


    P.S. Auch wenn ich mich wiederhole, ist es mir grad ein Bedürfnis DANKE AN EUCH ALLE ZU SAGEN.
    Ohne Euch, ohne Eure Ratschläge, aufmunternden Worte, ohne Eure Arschtritte der Reaität ins Auge zu sehen....ohne Euch wäre ich heute sicherlich nicht an dem Punkt an dem ich heute bin....ich würde behaupten, dass ich noch heute mit XY einem Traum hinterhängen würde, der nicht in Erfüllung gehen wird....es gibt noch ne Menge zu lernen, aber mit Eurer Hilfe bin ich auf einem guten Weg :)

    Liebe Miriel,

    da ich grad selber am Kämpfen bin und es mir grad nicht gelingen mag, Dir irgendwelche Ratschläge zu geben: einfach eine feste Umarmung....ich versteh so gut wie Du Dich fühlst.
    Aber ich bin mir sicher, dass wir alle daran wachsen werden, wenn wir es schafen weiterhin bei uns bleiben

    Alles Liebe
    Herze

    Liebe Miriel, liebe sykybird, hallo alle zusammen,

    vielen Dank für Eure Beiträge.
    Ich ziehe ganz viel aus Euren Zeilen und bin wirklich dankbar dafür!!!

    Jetzt im Moment rattern allerdings meine Gedanken wieder und ich bin selbst genervt von mir, dass ich mir Gedanken um IHN mache...um uns...um die vergangenen schöne Momente zwischen uns...

    Hatte heute frei und hab es mir gemütlich gemacht mit Tee und einem schönen Film. Auf den ersten Blick dachte ich "heute lasse ich es mir gut gehen" Aber im Nachhinein muss ich mir eingestehen, dass ich mich grade zielmlich zuück ziehe....ich igel mich ein...was nicht gut ist

    Heute mittag habe ich seit langem mal wieder einen Kuchen gebacken....(Kuchenessen als Ersatz was mir grde an Nähe und Aufmerksamkeit fehlt?!)...hmm...

    mache das eigentlich sehr gerne, aber mir wurde bewusst, dass ich seit der Trennung das heute zum ersten Mal wieder gemacht habe

    Es hört sich blöd an, aber obwohl ich eigentlich sehr gerne backe, begann ich traurig dabei zu werden. Ich erinnere mich daran, wie er mich dabei gerne beobachtete. Er sagte und zeigte mir so oft, dass er mir gerne zusieht wenn ich Dinge machte, die mir Freude bereiten. Wie gut tat es mir jedes Mal wenn ich merkte, dass er fasziniert von mir war...meine Seel wurde gefüttert und es fühlte sich so gut an....

    Nun sitze ich hier, esse alleine den Kuchen und kämpfe mit dem inerlichen Drang, ihn anzurufen oder ihn per SMS zu fragen, wie es ihm geht...
    Aber was erwarte ich WIRKLICH davon, wenn ich dem DRang nachgebe?
    Im Grunde ist mir klar, dass ich grade süchtig nach einem Zeichen von ihm bin, dass er noch immer an mich denkt...natürlich will ich wissen wie es ihm geht aber wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich vor allem, dass er mir was Schönes sagt...dass er mir wieder das Gefühl gibt, das er mir sonst als immer gegeben hat..

    Auf der einen Seite bin ich froh, dass es mir solangsam gelingt, meine Gefühle/Drang ihn anzurufen zu hinterfragen, was wirklich dahinter steckt...aber grad fühlt es sich an, als ob es die Sache noch schwieriger macht...
    Wäre ich meiner eigenen Abhängigkeit nicht bewusst, so würde es jetzt einfach nur darum gehen zu entscheiden "Rufe ich ihn an oder lasse ich es sein".

    Aber nun muss ich nicht nur aushalten, dass ich ihn nicht anrufen darf, also meiner Sehnsucht so kein Ende setzen darf, sondern mich auch noch damit auseinander setzen, warum mir seine Faszination so fehlt grade...und vor allem wie ich es schaffe, dass dies mir eben nicht mehr fehlt...irgendwann

    Entschudigt bitte, dass ich so wirr schreibe und am jammern bin....


    Wahrscheinlich sieht morgen alles schon wieder anders aus...aber im Moment ist es nicht gut wie es ist...

    Liebe Melanie,

    ich wünsche Dir und Deiner Tochter viel Kraft!!!
    Es ist schön zu lesen, wie Du Deiner Tochter beistehst und sie unterstützt!! Dass Du sie ernst nimmst.
    Ich hätte mir das damals als Jugendliche sehr gewünscht...bei mir wurde das Thema aus Hilflosigkeit unter den Teppich gekehrt....bloß nicht darüber reden, denn sonst könnten ja Probleme zum Vorschein kommen, die nicht nur in mir steckten, sondern in der gesamten Familie.
    Du stellst Dich zusammen mit Deiner Tochter den Problemen...bist bereit zuzuhören, auch wenn es Dir beim ein oder anderen Thema weh tun wird....davor habe ich großen Respekt!!!!


    Alles Liebe und Gute wünsch ich Dir und Deiner Tochter
    Herze

    Liebe Grüße an Euch beide
    Herze

    Liebes Liebeskind,

    Dein Satz "...Der ganze Film ist abgelaufen. Panik, Herzrasen, Tränen, Wut...ich war sicher er ist wieder abgestürzt...." hat viele Erinnerungen in mir wachgerufen.

    Erinnerungen daran, wie ich mich vor ca 1 1/2 Jahren noch gefühlt habe als XY seinen Entzug durchgemacht hatte. Es hat Wochen bzw Monate lang gedauert, bis diese Panik weniger wurde...bis ich wieder Vertrauen aufbauen konnte...

    Im Nachhinein aber frage ich mich, ob ich damals wirklich daran gearbeitet habe, ihm wieder zu vertrauen, oder ob ich die ganze Problematik einfach nur verdrängt habe...aus Angst, dass - wenn ich meine Angst vor einem Rückfall zum Thema mache - somit auch wieder das Thema "Sucht" zum Thema mache...und genau das wollte ich ja nicht mehr...ich wollte einfach, dass das ganze einfach kein Thema mehr ist...Verdrängung pur..

    Im Nachhinein muss ich sagen, dass dies ein Fehler von mir war. Ich hätte mich schon damals viel mehr mit mir/meinen Ängsten/meiner eignen Abhängigkeit zu ihm auseinander setzen müssen...hätte schon damals beginnen sollen, genauer auf MICH zu schauen, statt die ganze Sache zu verdrängen und zu denken "nun konsumiert er nicht mehr, nun wird alles gut"....
    Aber dies wird mir leider erst jetzt bewusst.....
    Da die Offenheit bei uns beiden leider gefehlt hat, ist mein XY wieder rückfällig geworden....und da ich immer nur gesagt habe "ich mach den ganzen sch*** nicht nochmal mit", hat er über Monate lang seinen Rückfall vor mir verheimlicht...aus Angst, dass ich mich von ihm trenne, wenn das Thema "Sucht/Entzug und so weiter " wieder zum Thema wird...
    Und nach einigen Anläufen habe ich mich dann wirklich von ihm getrennt, da ich einfach nicht mehr konnte und nicht mehr wollte...

    Dies ist meine Gescichte und ich wollte Dich eigentlich gar nicht damit zutexten.

    Ich möchte Dir damit eigentlich nur sagen: setz Dich mit Dir selbst auseinander....mach seine Trockenheit nicht zur alleinigen Voraussetzung, dass es Dir gut geht. Stell Dich der Angst beim Gedanken, dass er evtl wieder rückfällig wird....was macht das dann mit Dir? Welche Konsequenz würdest Du daraus ziehen?

    Ich wünsche euch Beiden alles Gute!!!!
    Herze

    Liebe Skybird,

    nachdem ich durch Deinen Eintrag in meinem Threat auf Dich aufmerksam gworden bin (herzlichen Dank Dir dafür....werde darauf eingehen, wenn ich wieder etwas klarer/wieder mehr bei mir bin) habe ich begonnen, Deine Geschichte zu lesen.

    Ich habe beim Lesen Deines Fädchen soviel schmunzeln, lächeln und lachen können :)
    Auf der anderen Seite haben mich viele Deiner Einträge so sehr berührt, dass mir beim Lesen die Tränen kamen.
    Vor allem jetzt Dein letzter Beitrag...."ihm still eine gute Reise über die Regenbogenbrücke zu wünschen"...

    Ich weiß grad nicht, warum ich an dieser Stelle so derart emotional reagiere...aber wahrscheinlich aus dem einzigen Grund, weil ich für mich selbst merke, dass mir noch ein ganz schön weiter Weg bevorsteht. Wirklich loslassen zu können...davon bin ich noch weit entfernt, so kommt es mir vor bzw so fühlt es sich grade an.

    Aber was nun, nachdem ich Deinen Faden gelesen habe, in mir anfängt zu wachsen, ist das Gefühl von Dankbarkeit.....dankbar war ich zwar zuvor auch schon einfach für die gemeinsame schöne Zeit mit ihm...aber nun beginne ich zu begreifen, dass ich im Grunde auch dankbar sein kann, dass ich durch die Begegnung mit meinem XY nun auch die Chance habe, mich selbst Stück für Stück besser kennen zu lernen....warum ich bin wie ich bin... und Deine Geschichte gibt mir Zuversicht, dass ich den Weg irgendwann auch finden werde, der mich immer mehr zu mir selbst führen wird....

    Schön, dass Du Deinen Faden wieder aufgenommen hast und Du hin und wieder hier etwas hinterlässt von Deinen Gedanken

    Liebe Grüße
    Herze

    Liebe Aurora,

    ich lese seit einiger Zeit in Deinem Threat und habe mich irgedwie nie richtig getraut, Dir zu schreiben. Hatte Angst, nicht die richtigen Worte zu finden...

    Heute möchte ich Dir gerne schreiben, dass mich Deine Einträge sehr berühren. Ich habe große Achtung dafür, mit welch bewundernswerter Stärke Du Deinen Weg gehst....wie Du trotz schwerer Schicksalsschläge Deinen Lebensmut und die Liebe zum Leben nicht verlierst....

    in Deinen Beiträgen steckt so viel Liebe, Dankbarkeit und Wärme....einfach schön! Dein Enkelchen kann stolz sein, so eine wunderbare Oma zu haben :)

    Danke, dass Du hier Deine Gedanken und Gefühle mit uns teilst.....ich bin mir sicher, dass Du für viele hier ein ganz bedeutsame und wertvolle Schreiberin bist, von der man ganz viel lernen kann....ich für mein Teil ziehe ganz viel aus Deinen Beiträgen. Danke!!!!

    Herzliche Grüße und alles Liebe
    Herze

    Liebe Miriel,

    das mit der Idee, Silvester im Kloster zu feiern hört sich doch sehr gut an. Halt Dir diese Idee auf jeden Fall offen.
    Das was Du von Deiner Zeit dort berichtet hast, hat sich so gut angehört, dass ich dies auf jeden FAll auf meine "das möchte ich in naher Zukunft machen und erleben-Liste geschrieben habe :)

    Ich hoffe Du hattest einen guten Tag mit nicht allzu großer Traurigkeit heute.
    Und vor allem viel Ablenkung und Spaß beim Tanzen

    Liebe Grüße und ne feste Umarmung
    Herze

    Hallo zusammen,

    Miriel ,
    Deine Gedanken zu meinem letzten Beitrag helfen mir sehr weiter. Vielen lieben Dank Dir dafür!!!
    Ich sollte genau solche Gedanken ausdrucken und sie mir immer vor Augen führen, wenn ich wieder anfange zurück zu denken statt nach vorne, wenn ich wieder zweile, nicht das richtige getan zu haben, wenn mich wieder die Angst überkommt, dass ich womöglich den Mann verlassen habe, der mich vielleicht als einzigster so gesehen und geliebt hat wie ich bin, wenn ich mir wieder Vorwürfe mache, dass ich nicht geduldig genug war wenn wenn wenn.....
    Dass die SMS vorrangig meinen Co füttern, darüber muss ich mir Gedanken machen. Das Wissen ist da, aber was daraus machen? Wie sich von dieser Abhängigkeit frei machen....das muss ich noch für mich heraus finden...


    Im Moment bin ich grade einfach nur traurig, dass wir es nicht so hinbekommen haben wie ich es mir gewünscht hätte. Aber die Traurigkeit ist ok, es sind grade keine Zweifel grad da, dass die Trennung falsch war.
    Ich weiß, dass wir uns beide sehr viel bedeuten, es aber einfach nicht hat sein sollen.
    Ich weiß, dass ich das alles nicht mehr möchte, diese innere Unruhe ob er getrunken hat oder nicht, die Zukunftsangst, ob er sein Leben in den Griff bekommt oder nicht, meine damals sehr stark ausgeprägtes Gefühl, dass es an mir liegt, dass er trinkt, das Gefühl nicht mit dem Alk und den Drogen mithalten zu können...etc....das alles möchte ich nicht mehr. Die Trennung war das Richtige!!

    Ich lese grade das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" und bin grade an der Stelle, wo es darum geht, dass diese Frauen sich meist Männer aussuchen, von derern Potential sie so fasziniert sind...dass der Mann sich durch deren Hilfe ändert...und zwar so ändert, wie die Frau es sich in ihrem Köpfchen zusammen gebastelt hat.
    Dieses Kapitel hat mich sehr berührt...ganz einfach weil ich mich darin sehe. Ich habe von Anfang an seine Baustellen gekannt und hatte tatsächlich das immer stärker werdende Gefühl in mir "ich bin die Frau, die ihm durch ihre Liebe helfen kann, seine Vergangenheit aufzuarbeiten und seine Krankheit zu besiegen"...wie anmaßend....erschreckend....

    Ich habe dieses Kapitel vor ein paar Wochen zwar schon mal gelesen.....auch da hat sich schon etwas geregt und in mir hat irgend eine Stimme gesagt "das kennst du doch"....aber wenn ich das jetzt lese, so ist das Gefühl noch viel stärker da, dass ICH mich damit angesprochen fühle.
    Das muss ich noch sacken lassen...und beginnen, zu hinterfragen, warum das bei mir so ist...

    Denn wie es im Buch beschrieben ist, so springe ich vorrangig (wenn nicht sogar ausschlielich) auf Männer an, denen es eigentlich offensichtlich auf der Stirn geschrieben steht, dass sie "bedürftig" sind...

    Männer, die selbstbewusst im Leben stehen, ein geregeltes Leben zu führen scheinen, die eben nicht ihre ganze Seelenlast bei mir abladen und ich somit wie ihre Retterin neben ihnen sitzen kann mit verständnisvollem Blick und liebevollen Gesten...diese Männer strahlten bzw strahlen keinen Reiz für mich aus...Irrsinn oder?

    Aber paradoxerweise habe ich eigentlich genau den Wunsch: einen Partner, auf den Verlass ist, der unabhängig, selbstbewusst und mit offenen Augen durch die Welt geht, der mal zu mir sagt "Mädchen, ich mach das schon, mach Dir keine Sorgen"...

    Auch vor meinem XY hatte ich ganz genaue Vorstellungen, wie mein zukünftiger Partner sein sollte...war in den Augen vieler Freundinnen zu wählerisch....auf der Suche nach dem Traumprinzen, der alles verkörpert: ein liebevoller, verantwortungsbewusster Partner und zukünftiger Vater und auf der anderen Seite der melancholische Weltenbummler, der sich nicht um den mainstream schert, immer etwas anders ist....

    Und nach vielen geküssten Fröschen habe ich mich für IHN entschieden.....ich möchte so gerne verstehen, was bei mir schief läuft.....warum verliere ich vorrangig mein Herz an Männern, die ausschlielich der zweiten Kategorie angehören?

    Im Endeffekt gelange ich stets immer an den ein und den selben Punkt "Ich möchte das Gefühl haben, etwas besonderes zu sein"...und dieses Gefühl habe ich erreicht durch mein Retterdasein für meinen XY..eine bestimmte Zeit lang....aber auf die Frage, warum das so bei mir ausgeprägt ist, finde ich keine Antwort.

    In mir steckt grade die Befürchtung, dass ich nur etwas an mir selbst ändern kann, wenn ich den GRUND dafür finde, warum ich so verquert getickt habe bzw immer noch verquert ticke....
    Oder was meint ihr dazu?

    Was mir noch grade einfällt:
    War es bei euch auch ähnlich, dass ihr Euch sicherer gefühlt habt in der Beziehung, weil ihr gebraucht wurdet? Ich merke, dass ich mich auf der einen Seite natürlich nach einer Partnerschaft sehne, in der beide unabhängige Persönlichkeiten sind und keiner den anderen direkt braucht. Natürlich füreinander da sein, sich voll und ganz auf den anderen verlassen können...aber eben nicht dieses Gefühl "ohne den anderen schaffe ich das alles nicht"...

    aber obwohl ich mich nach solch einer Partnerschaft sehne, macht mir der Gedanke auch irgendwie Angst. An was kann man sich da halten...außer an dem vollkommenen Vertrauen zum anderen....dass man aus dem ganz einfachen Grund geliebt wird, weil man so ist wie man ist...ohne etwas dafür geben zu müssen...

    Ich habe das Gefühl, dass nach und nach das ein oder andere Licht bei mir aufgeht, was bei MIR falsch läuft...aber das war es dann auch schon...viele Lichter aber ohne Gebrauchsanweisung, welche falsch geschalten sind und warum und vor allem ohne Antwort darauf wie ich das ändern kann.

    Grüße von der Herze im Lichterkarusell

    Hallo zusammen,

    Renate ; Danke Dir für Deinen Auszu aus Deinem Leben. Es freut mich für Dich, dass Du und Deine Tochter wieder zueinader gefunden habt. Auch wenn ich (noch) nicht Mutter in, so kann ich mir vorstellen, dass es nichts schlimmeres gibt, als wenn der Kontakt zum eigenen Kind abbricht....


    wie geht es mir grade?
    Diese ganz krassen Tiefs werden weniger und tun auch nicht mehr ganz so messerscharf weh im Herzen.
    Doch alles überstanden habe ich noch lange nicht.
    Ein banales Beispiel: Musik....Da wir beide sehr musikbegeistert sind und es viele Stücke gibt, die wir "unsere" genannt haben, fällt es mir noch immer sehr schwer bestimmte Lieder oder Bands zu hören...da kommt noch sovieles an Erinnerungen hoch, die mich (noch) nicht einfach nur lächeln lassen sondern es tut noch weh....

    Auch ist für mich momentan noch zentrales Thema, ob ich ihn wirklich voll und ganz los gelassen habe. In meinem letzten Beitrag habe ich schon geschrieben, dass ich es zwar schaffe, den Kontakt zu meiden....mir es aber nicht gelingt, ihm klipp und klar zu sagen, dass ich keinerlei Kontakt mehr zu ihm haben möchte; auch keine SMS mehr von ihm...warum auch??? Um auf gute Freunde zu mache ist es definitiv zu früh (zumindest fr mich).
    Heute kam z.B. wieder eine SMS von ihm. Ich muss mich der Frage stellen, warum ich ihm nicht schreibe, dass er mir nicht länger schreiben soll, dass er mich vermisst.
    Sicherlich liegt der Grund darin, dass es mir schmeichelt wenn ich ehrlich sein muss.....
    Ich möchte weiterhin noch wichtig für IHN sein.
    Also habe ich im Grunde noch rein gar nichts verstanden, oder????
    Bin ich also immer noch quasi abhängig von ihm???
    Was schlagt ihr mir vor?? Wie sehen die weiteren Schritte aus???


    Etwas Shönes gibt es zu berichten: habe eine REise nach Peru gebucht :) Im Januar gehts los. Bin schon jetzt ziemlich aufgeregt, da es meine erste größere Reise wird...aber ich werde daran wachsen :)

    Ganz liebe Grüße
    Herze