Beiträge von Irini

    Leider habe ich jetzt keine Antwort auf meinen letzten Beitrag erhalten. Er kommt in einer Stunde das Kind abzuholen und ich fühle mich immer noch verwirrt. Entschlossen habe ich mich aber den ersten Rechtsanwalt zu behalten. Ich kannn nicht von voren beginnen die Geschichte zu erzählen und vor allem, wenn diese andere Rechtsanwältin laut ihm fast geweint habe, weil sie selbst geschieden ist :shock: Irgendetwas passt mir da nicht. Also kann er ja zu ihr gehen. Das habe ich ihm auch mitgetelit. Das andere: er sollte heute seine Klamotten mitnehmen und nächtes WE den Rest. Nun hieß es er werde diese (Klamotten) mit dem Rad holen. Also hab ich ihm einen Tag danach, also gestern gesagt er soll ALLE seine Klamotten abholen heute. Irgendwie gibt er mir den Eindruck er will den Umzug und die Scheidung nun hinauszögern indem er mir aber nur indirekt etwas yeigt. Ich habe keine Kraft mehr. Er hat sich auch verwundert " wolltest du denn nicht noch Gespräch mit mir?" . Ich habe darauf ein weinig gelogen und meinte " das war das Thema Rechtsanwalt entsprechens. Ob wir dann noch Fragen aufkommen, dass werden wir sehen". Fassen wir zusammen: er hat mich total irritiert. Ich glaube irgandwie daran, dass es ihm im Endaffekt gar nicht um das weniger Geld bei der zweiten Rechtanwältin geht. Ich habe auf einmal kein Vertrauen und will mich nun auch rechtlich beschützen. D.h. schnellstmöglichst und vorallem das Sorgerecht auch offiziell sichern. Ich habe Angst , dass die Scheidung , wenn wir noch länger warten am Ende doch nicht so ruhig verläuft. Darüber hinaus hat sich ja nichts verändert. Er meint er fühlt sich besser mit seiner neuen Therapie und trinkt sehr wenig. Das ist ja auch gut für ihn aber ...was ist mit mir? Mir reicht das nicht aus. Wenn er mir direkt sagen würde "ich habe es bereut und ich schlage vor wir machen das, oder das , oder..." wäre auch für mich ein handfester Grund die Scheidung auch hinauszuzögern. SOS....Jede Meinung wäre hilfreich...

    Hallo und willkommen Suzy! Die Beratungsstelle weiss bestimmt besser als ich wovon sie spricht. Aber wenn ich so den Rest deines Textes lese, scheinst du mir zunächst nicht wie ein Mensch ohne Bedürfnisse! Du hast ja das Bedürfniss nach einer gesunden Familie, wie du schreibst. Und dass z.B. das, mit dem Bier und der Krabbelecke zu viel war, hast du auch wahrgenommen u. dementsprechend gehandelt. Dein "Fehler" war halt, dass du schließlich deine Drohung (ich gehe) nicht verwirklicht hast. Dann hat ja dein Partner auch keinen Grund sich zu ändern. Überlege dir vielleicht eine andere Konsequenz. Eine, die du einhalten kannst und gleichzeitig für ihn einen Verlust bedeutet. Momentan fällt mir auch nichts besseres ein (stecke selbst mitten im Problem).

    Na toll...er war heute hier und jetzt ist alles wieder durcheinander :? Es war so: er wollte zu mir kommen mit mir sprechen . Es ging um das Thema Rechtsanwalt. Seine Schwester hatte nämlich darauf bestanden u. ihn dazu überredet ihren Rechtsanwalt zu besuchen (u.a. den Text dieser Vereinbarung , den unser Rechtsanwalt verfasst hat zu lesen). Sie war über seinen Preis fast verärgert und schlägt einen viel besseren vor. Na, ja, wie auch immer, auch mich interessiert das Thema Preis. Wir werden sehen ob wir den Rechtsanwalt wechseln. Anfangs war ich schon misstrauisch, warum wechseln, ob er vielleicht etwas für sich dadurch erreichen will (den Text z.B. zu seinem Vorteil irgendwie ändern). Im Nachhinein tippe ich mal auf verzweifelte Versuch seiner Schwester, die Ehe zu retten(die Rechtsanwältin hat ihn auch darum gebeten alles nochmal zu überdenken und hat auch für ein Gespräch mit mir gebeten). Das eigentlich Problem ist: ich habe ihm u.a. die Frage gestellt, ob vielleicht dieser Wechsel auch eine Änderung seines Entschlusses bedeutet. Er hat die Frage an mich zurückgestellt und so...begann ein neues Gespräch, falls man es so nennen kann. Es war kein richtiger Dialog. U.a, kam heraus :
    - er:"du hast gemeint wir gehen zu deiner Psychologin oder wir lassen uns scheiden "(Es war aber nicht so)
    - er:"ja, ich habe kein Problem, wenn du zu meinem Arzt mitkommst" :shock: Hä??? Das höre ich ja eigentlich zum ersten mal...
    - ich meinte: "ich hab nicht gesagt "du, es reicht mir- Scheidung" sondern "Ausweglosigkeit- ich schlage vor ...A-B-C-D "und das Ergebnis? Kein Feedback von dir"

    Na ja, das Gespräch war eigentlich ganz durcheinander. Ich habe danach meine Psychologin angerufen. Sie bestand darauf, dass es auch mir gut tun wird, wenn ich nochmal mit ihm spreche. Und alles in eine Reihenfolge bringe. Erste Frage: "möchtest du die Scheidung hinauszögern?" . Darauf, je nach dem "möchtest du, dass ich zum Arzt mitkomme?" .
    Ich bin sehr durcheinander im Moment. Ich dachte er zieht spätestens nächstes WE um. Und jetzt noch einmal ein Gespräch von vorn. Ich habe ihn schon angerufen und ihm gesagt, dass ich nochmal mit ihm sprechen will. Er ist einverstanden.
    Wie findet ihr das alles? Ist das mit dem Rechtsanwalt eine "Falle "? Lohnt sich ein Gespräch mit ihm? Worauf muss ich achten? Er war ja letztes Mal beim Rechtsanwalt fest entschlossen sich scheiden zu lassen. Und ich habe mich darauf eingestellt und sah mich schon als geschieden. Ist es auch von mir ein verzweifelter Versuch, die Ehe zu retten, obwohl ich mich fürchte, dass ich wieder zum Nullpunkt gelange? Oder das erste Mal dass eventuell ein Versuch gestartet wird? (immer unter der Voraussetzung wir bleiben getrennt).

    Herze, nur Mut!(brauche ich auch, da auch meiner in den kommenden Tagen oder Wochen seine Sachen packen wird). Aber es wird schon alles da rauskommen. Ich überlege mir jetyt schon wie ich kleine Änderungen in der Wohnung mache. Sein Arbeitszimmer vor allem soll mich nicht mehr an ihn erinnern. Irgendwanneinmal will ich es auch streichen.
    Leider weiss ich nicht, ob das ,was er mit dem Wohnsitz da behauptet stimmt. Vielleicht stellst du die frage mal im Alkoholiker- Bereich?Aber auch das sollte nun sein Problem sein. Mir fällt es auch nicht leicht meine Hilfe nicht anzubieten. Meiner hat kein Auto/Führerschein, ist aber gezwungen das Kind von hier abzuholen und zurückzubringen. Immer war soz. die ...Taxifahrerin der Familie und nun ist es schon komisch ihm nicht mehr diese Hilfe anbieten zu können/wollen. Es ist hart aber das ist unsere neue Rolle. Und sie ist gesünder, wie du auch selber weisst.

    Melanie...also, geweint habe ich schon mal aber das war auch schon vor paar Tagen. So richtig zum Ausdruck ist die Trauer bei mir noch nicht raus.Mal sehen wann und wie sich dieses Gefühl bei mir äußert...
    Auch dir Renate , Danke...es ist wirklich unangenehm, ein lebloses Stück Papier zu unterschreiben, das dann aber das Ende noch eindeutiger setzt. Traurig...

    Vielen Dank , Melanie. Klar denken kann ich z.Z. nicht sehr gut. Da hilft es schon wenn mir jemand erklärt, was mit mir los ist. Du hast bestimmt recht...entspannt bin ich ganz bestimmt nicht. Und zu verarbeiten gibt es noch jede Menge.

    Ich grüße dich auch lieb.

    Hallo, an alle!

    Heute war ich beim Rechtsanwalt. Nun habe ich die Vereinbarung für die Scheidung (ich weiß jetzt nicht wie man das in Deutschland nennt) schriftlich vor mir liegen. Morgen gebe ich auch meinem (noch für ein paar Monate) Mann eine Kopie davon. Dann bleibt nur noch das Unterschreiben und nach 2-3 Monaten werden wir vor Gericht offiziell geschieden.Oh Mann, alles geht soooo schnell. 10 Jahre Beziehung -7 Jahre verheiratet und in paar Monaten alles aufgelöst... Ich fühle mich heute nicht gut...Nur, dass ich den Tag über wegen meinem Sohn aktiv bin, keine Gelegenheit/ Zeit/ Möglichkeit habe meine Gefühle irgendwie rauskommen zu lassen. Wenn er dann nachts schläft fühle kommt bei mir Traurigkeit hoch, jedoch selten Tränen...ich will weinen aber irgendwie hat es keinen Sinn...Heute habe ich aber ein großes Leeregefühl... :cry: Ich weiss, es ist schon richtig so. Es gibt keinen anderen Weg.

    Hallo, Renate. Ich habe dir auch in deinem thread geantwortet, wie du bestimmt sehen wirst.
    Ja, das passiert bei einer Therapie, dass man sich veraendert. Man lernt mit Situationen auf neuer Weise umzugehen, aendert etwas am eigenen (negativen) Denken. Und das bringt dann auch neue Verhaltensweisen mit sich. Bei mir war es jedenfalls so. Auch ich habe frueher bei Meinungsunterschieden immer als erste nachgegeben , mich nach einem Streit immer in seine Lage versetzt (das finde ich zwar gut in einer Beziehung aber es sollte auch vom Partner gemacht werden) und wollte mich eigentlich schnellstmoeglichst wieder mit ihm vertragen. Ganz gesund ist das nicht, vor allem wenn dieses Nachgeben auf die Kosten der ganzen Familie kommt.

    Ja, klar: besser spaet denn nie. Dass unsrere Veraenderung nicht frueher kam, ist nicht das Wichtigste dabei finde ich. Wichtig ist, dass sie kam! ;)

    Hallo, topas und danke fuers Feedback! Du schreibst "natürlich will er dich nicht mehr!

    Denn du hast dich verändert!!!
    ........"
    Ironisch aber im Grunde genommen wahr ...du hast es treffend beschrieben! Es freut mich wirklich, dass obwohl wir uns nicht kennen meine Veraenderung auch bei euch ankommt. Das staerkt mein Selbstbewusstsein ungeheuer! Klar, die Konsequenz bleibt. Doch dazu bin ich endlich bereit.

    Ach, Zimttee...es ist so traurig ..das mit deiner Mutter, meine ich. Deine Wut ist mehr als begruendet. Ich hoffe du kannst sie irgendwie auslassen. (nicht an ihr, deinen Freund oder eine andere Person. Das hat ja keinen Sinn). Irgendwie solltest du aber. Machst du das? Heute IST jedenfalls ein neuer Tag! Ich hoffe ein guter, fuer dich!

    Liebe Zimttee, jetzt habe auch ich mal kurz deine Geschicht gelesen und wollte dir gerne auch was schreiben.

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    Auch scheine ich alle "Opfer" magisch anzuzuziehen. Auf meiner Stirn steht anscheinend "Ich helfe euch allen" in leuchtenden Buchstaben geschrieben. Das gilt es zu ändern.

    Das Gefuehl/ die Erfahrung kenne ich auch und mache mir auch letztens Gedanken darueber, worauf ich in Zukunft achten sollte. Positiv ist, dass du das entdeckt hast und es als "Aufgabe" stellst, das zu aendern.

    Darueber hinaus muss ich schon sagen, ich bin beeindruckt, wie gut du an dir schon gearbeitet hast. Deine Kindheit war ja alles andere als leicht und dennoch bist du soweit, dass du dir ueber viele Zusammenhange, die Auswirkungen deines Famielienlebens auf dein Denken und Verhalten so bewusst geworden bist . Bravo! :)

    Renate...danke fuer die Umarmung, auch von mir eine ganz grosse fuer sich!Man braucht selbst virtuelle Umarmungen!:) Ein liebes Wort...einen Tipp, etwas Mut...

    Also, ja, es wird hoechstwahrscheinlich zu spaet sein, wenn wir da raus sind und sie dann einmal zurueckkommen. Ist das nicht dumm? Ich frage mich:warum ergreift er nicht JETZT, wo er 42 ist, ENDLICH ist die Gelegenheit erwachsen zu werden? .....

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    Hm, ich hab deinen Beitrag eben schonmal gelesen, danach einen Tee getrunken, weiter darüber nachgedacht...

    erster Gedanke: Zimttee? :) Ζweiter Gedanke: Danke fuer deine Zeit -und natuerlich fuer deine Antwort

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    Will er wirklich aufhören zu trinken? Oder will er nur dich loswerden, dass du ihm nicht mehr in den Ohren liegst und er dann bequem und unbeobachtet weitertrinken kann?

    Tja... gute Frage...Ich befuerchte eher das zweite. Er hat das trinken etwas eingestellt aber richtig damit aufhoeren bedeutet ja ganz was anderes (Therapiezentrum etc.). Die Psychologin hat gemeint, er befindet sich gerade in der Phase der Wahrnehmung und deshalb braucht er ja Zeit und keine "leichte" Entscheidungen (Scheidung). Erst jetzt wird ihm das Problem "ALkohol" in Bezug mit seinen Auswirkungen auf MICH bewusst. Und er ist von MEINER Aenderung schockiert. In die Beratung mit der Psychologin bin ich ja nicht neulich, sondern schon vor 2 Jahren gegangen und habe ungeheuer viel dabei gelernt. In meiner Arbeit , in der Beziehung zu Eltern,. Freunden etc. hatte ich persoenlich meine Veraenderung schon wahrgenommen. Mein Mann nicht. Er meinte immer: "also, ich sehe keinen Unterschied bei dir aber wenn du dich halt gut fuehlst...". Bis es dann soweit war , dass ich mich auch ihm gegenueber wirklich schlagartig veraendert habe.

    Ich glaube: er liebt mich (obwohl das Flattern u.s.w. laengst nicht mehr da ist- auch der Sex : zu selten :oops: und als Problem von beiden wahrgenommen)- dennoch bin ich mir sicher :er hat Gefuehle fuer mich. ABER: auf einmal enge ich ihn ein- so kennnt er mich nicht- so will er mich nicht.! Nur ,dass es eben einen ernsten Grund dafuer gibt, dass ich auf einmal Regeln aufstelle. Leider gibt er sich und uns keine Zeit...
    Das mit der Mitschuld...er "beschuldigt" oder "bestraft" mich ja wegen meinem Verhalten. Abgesehen davon:Das Gute ist , dass er auch bei diesem Gespraech klargestellt hat: das Problem habe nicht ich verursacht oder verschlimmert . Er sagte klipp und klar, dass es schon vor unserer Beziehung da war. Also fuer das Problem an sich hat er mir noch nie die Schuld gegeben. Und obwohl ich es ja weiss ,hat es mir wirklich so gut getan es (nochmal ) zu hoeren.

    Obwohl er vereinfacht macht er alles so kompliziert....Ich weiss nicht, ich kannn ihn nicht verstehen.[/quote]

    Hallo, 2 Tage nach dem Gespraech mit dem Rechtsanwalt. Sowohl er, als auch meine Psychologin haben das Gefuehl, dass es (von meinem Mann aus) zu schnell in Richtung Scheidung geht. Der Rechtsanwalt war trotz seines extrem jungen Alters wirklich toll. Er hat meinem Mann Fragen gestellt, dia ganz klar aufgezeigt haben, dass:
    - sich mein Mann ueber sein Problem bewusst ist (er hat von alleine den ALkohol als Scheidungsgrund angegeben). Das ist auch laut Psychologin SEIN erster Schritt.

    -er musste zugegeben, dass wir NIE etwas GEMEINSAM ueber das Problem unternommen haben. Der einzige Versuch die 8 jaehrige Therapie gegen die Depression. ER musste auch zugegen: die ERFOLGLOSE Therapie.

    - er wurde ermutigt, ohne dass etwas beschoenigt wurde, professionelle Hilfe anzunehmen.

    - WIR wurden ermutigt. Die Scheidung wurde als letztes Mittel und erst NACH einem RICHTIGEN Versuch, die Beziehung von allen Seiten zu retten, vorgeschlagen.

    - ich habe eindeutig meinen Egoismus zureuckgestellt und ihm klipp und klar gesagt: ich habe durch meine ganze Einstellung in den letzten 2 Monaten NICHT die Scheidung, sondern deine Stellungsaenderung erreichen wollen.

    Auf folgende 3 Fragen hat klar geantwortet:
    -(meine Frage)Willst du denn nicht EINMAL mit mir gemeinsam zum Psychologen, Psychiater , und danach frei waehlen, wie du damit umgehen moechtest?- NEIN

    - (meine Frage)du meinst also dass du diesen Druck von mir nicht ertragen kannst und lieber aus der Ehe aussteigst?- JA

    - (Frage des Rechstanwalts) Sie bevorzugen also ihr Problem ausserhalb dieser Ehe zu loesen?- JA

    .........Also: es ist klar, dass mein Mann (teils aus Gefuehlen der Niederlage, teils aus Egoismus) klar NEIN zur Ehe sagt. Das war nicht mein Ziel. Ich war aber bereit, ihn vor die Wahl (Alkohol oder Familie) zu stellen und auf das Risiko seiner Reaktion danach einzugehen.

    So , wie ich ihn kenne, wird er fest bei seiner Entscheidung bleiben. Von daher ist alles nach diesem geiimesamen Gesprach noch eindeutiger und "einfacher" . Ich schaetze aber mal er wird es einmal bereuen. Und dann ist es vielleicht zu spaet fuer uns. Von daher ist es einfach dumm von ihm. Mein Wusch: er wird jetzt mal etwas fuer sich tun. Er ist der Vater unseres Kindes und es ware schoen, dass das Kind einen gesunden Vater hat, worauf sich eine gesunde Vater- Sohn Beziehung aufbauen kann. Mir wuensche ich zunaechst Kraft. Liebe Gruesse an euch alle

    das Neueste...heute war mein Sohn bei seinem Papa. Zum Glueck ist er froh zurueckgekommen. Es hat ihm heute Spass gemacht. Ich mache mir Sorgen um den Kleinen, da sein Verhalten in der letzten Zeit auffaelliger geworden ist. Wenn ihm was nicht passt, reagiert er aggressiver als frueher. Das gehoert jetzt vielleicht in ein anderes Forum hineingeschrieben aber...es ist halt ein Thema fuer mich. Rat hole ich mir aber sowieso im September von einer Kinderpsychologin. Bis dahin befolge ich die Tipps meiner Therapeutin.
    Mein Bruder hat heute mit meinem Mann telefoniert. Er hat ihm eigentlich Mut machen wollen. Ihm sagen wollen, dass sein Problem geloest werden kann. Dass die Scheidung der letzte Schritt sein sollte, nachdem jemand mit seinem Partner alles versucht hat (das ist die Meinung meines Bruders- ich bin da mittlerweile viel skeptischer geworden). Ich hatte es richtig vorhergesehen:mein Mann hat ganz stark verallgemeinert und im Endeffekt nichts vorgeschlagen. Resultat: mein Bruder hat kapiert, dass niemand meinen Mann selbst zu einem offenen Gespraech ueberzeugen kann.
    Ich bin irgendwie erleichtert, weil auch meine Familie jetzt weiss: ich habe alles getan-sie haben auch alles getan (und ich muss sagen ich bin sehr stolz auf meine Eltern & Bruder wie sie mit seinem Problem und auf ihn zugegangen sind, mit wahrem Interesse) aber wir stehen seinem Problem einfach machtlos gegenueber.
    Am Dienstag, wo wir gemeinsam zum Rechtsanwalt gehen, wird es eigentlich das erste Mal fuer uns sein, dass wir ein Gespraech mit einer aussenstehenden Person ueber seine Abhaengigkeit, seine Depression und die Folgen auf unsere Familie fuehren werden. Er wird bestimmt wieder versuchen Fragen mit "klugen" Verallgemeinerungen abzuweichen und das Gespraech auf die praktischen Dinge einer Scheidung zu fuehren. Ich denke und hoffe aber, dass nach diesem gemeinsamen Gespraech Einiges noch klarer fuer mich sein wird.

    Hallo, teddamitzu! Ich bin ja auch erst gerade dabei mich selbst (wieder) zu finden. Von daher nicht die geeignete Person dir Tipps zu geben.

    Aber meine Meinung und dir (und mir!) vielleicht dadurch Mut geben, das moechte ich! Gut finde ich ersteinmal , dass dir sein schlechtes Verhalten (z.B. in den Ferien) bewusst wird auch wenn du vielleicht nicht darauf reagierst.
    Typisch fuer Menschen mit solchen Problemen, ist, dass sie alles so vereinfachen, wenn sie keine Argumente haben. Nein, glaube mir du bist nicht dumm :twisted: , sondern gerade dabei ihn zu durchschauen. Wobei auch nachfragen erlaubt ist. Aber fuer ihn ist das unangenehm. Da kommt dann das.. Bildzeitungs- Niveau als Rettung herbei.

    Also, das mit dem Gerueche wahrnehmen ist wirklich wahr. Ich hatte auch im letzten Halbjahr ein extremes Problem damit. Der Schweiss riecht ja schon anders , ich glaube selbst die Fuesse (es ist ja auch toxisch dieses Zeugs) und habe immer seine Pantoffeln nachts in den Flur gestellt....als er eine Woche nicht trank ( wegen seinem Unfall) haben die Pantoffeln nicht mehr gestinkt...Zufall?...wenn man dannn noch dazu bedenkt, dass sich (Depressiv) Alkoholiker meist nicht richtig pflegen ....wird schon der Geruch zum Problem. (igitt...)Sorry aber im Moment bin ich ziemlich wuetend ...(die Wutphase kommt ganz bestimmt...)

    danke, nochmal an alle!
    Miriel, O.K.:kein schlechtes Gewissen, weil ich dir oder du mir nicht immer schreibst! Ich habe mir jedenfalls gestern die ertsen c.a. 30 Seiten durchgelesen. Schon schwierig...obwohl es "nur "" 1 Jahr Beziehung war, obwohl ihr keine Kinder gemeinsam habt, obwohl du noch so jung bist. Aber ich glaube fest daran, dass dein junges Alter erst einmal mehr als positiv ist. Wenn du langsam deinen Weg findest wirst du in 5, 10 Jahren (immer noch jung!) gaaaaanz woanders sein. Vielleicht mit Kindern, einem Mann, der garantiert nicht in in=rgendeiner Weise von was auch immer abhaengig ist oder.. du von ihm. (manchmal denke ich daran, dass wir in Zukunft beim kleinsten Flirt schon von Weiten "riechen" koennen ob jemand Abhaengig ist)...Viel Spass auch auf deiner Reise (ja, ich habe auch deine letzte Seite gelesen).

    Hiob, Danke!Bedeutungslos...ja ,. genau, das macht mich auchg sehr traurig aber es ist so. Heute hat er mir gesagt "du hast mich ja waerend der letzten Monate eigentlich vor die Wahl gestellt:Alkohol oder Familie". " Ganau!"", habe ich ihm gesagt. Das ist es ja. Was ist dir wichtiger? Oder haerter ausgedrueckt:wenn du schon deine Abhaengigkeit zugibst, bist du denn nicht in der Lage das zu bekaempfen?

    Es ist komisch. Wir hatten ja heute das Gespraech ueber den Besuch beim Rechtsanwalt...Er scheint so darauf fixiert zu sein, das allles schnelll zu erledigen...Die Scheidung ist ja auch inzwischen fuer mich die Loesung . Aber er reflektiert nicht einmal daruber, was alles passiert ist. Von meiner Seite kamen wieder traurige Gefuehle (trotz Stabilitaet). Ich sagte ihm halt, dass er zu leicht aufgibt (das was auch mein Bruder sagt). Obwohl ich auch aufgebe, habe ich doch ALLES getan, um ihn auf das Problem aufmerksam zu machen. Er hingegen hat er NICHTS gemacht und keine der Alternativen akzeptiert. Ich sehe einfach., dass er die Scheidung einfach auf die leichte Schulter nimmt. Er ausdruckslos (auch im Gesicht). Bei ihm geht es nur um die rein praktischen Dinge: Haus, Unterhalt fuer da Kind u.s.w.) und wie wir das ohne Probleme, also Streit regeln. Paradox aber wahr: ICH zeige Gefuehle (Enttaeuschung, vor allem wegen seinem Verhalten) und fuehle mich dennoch innerlich staerker und selbstbewusster.
    Am Dienstag Nachmittag (er wollte schon am Montag!) werden wir zum Anwalt gehen. Er will die Scheidung direkt...das wurde mir heute klar. Ich wollte erst mal eine gemeinsame Diskussion. Aber...bitte schoen, kann er auch haben!Dienstagmorgen habe ich einen Termin bei meiner Therapeutin. Es wird eine voller Tag....Heute fahre ich uebrigens mit einer Freundin an den Strand. Es wird mich entspannen. Positiv denken!:)
    Schoenes WE an euch!:) :wink:

    Lindi, Renate, vielen Dank fuer eure Antworten. Ich habe etwas schlechtes Gewissen, weil ich kaum auf die Fragen und Berichte anderer antworte. Obwohl ich versuche hier und da was von euren Geschichten zu lesen ist die Zeit doch sehr knapp. Und ich mag es auch nicht stundenlang am PC zu haengen (u.a. auch weil mein Mann das getan hat und es mich furchtbar genervt hat). Na ja...
    @ Lindi:" ja, manchmal braucht man einfach noch mal eine Art "Bestaetigung" .....trotz der 325 0000 vorher Verlegen"...ABSOLUT...Danke auch fuer den Tipp den Papierkram zu erledigen. Das mache ich in den kommenden Wochen.
    @ Renate. Es freut mich, dass du deinen Garten geniesst und versuchst alles auf logischer Basis zu verabeiten. Ja, das mit den vielen Moeglichkeiten, die den meisten Ex- Partnern gegeben wurden ist wohl bei den meisten von uns so. Sonst waeren wir ja schon frueher gegangen.
    Das mit dem Beerdingungsinstitut klingt fuer mich(sorry!) fast ...lustig. Es kann nicht sein..!!! Ich glaube, obwohl ich ihn nicht kenne, dass er Mitleid erzeugen moechte. (vielleicht auch Selbstmitleid?). Mach dir moeglichst wenig Gedanken darueber.
    Was mich angeht: ich habe meinen Bruder nicht angerufen , um zu erfahren, was er gemacht hat, ob er meinen Mann also angerufen hat und wie das Gespraech war. Neugierig bin ich schon etwas aber ich moechte mich da raushalten. Wenn es etwas Wichtiges zu erfahren gibt, dann werde ich es auch frueher oder spaeter erfahren. Ansonsten tut es mir wirklich Leid, dass es zwischen uns aus ist. Ich habe ihn sehr geliebt. Ich liebe ihn noch, das kann ich nicht leugnen. Aber es reicht nicht aus. :(
    Ich glaube nicht, dass ich in Zukunft Wut auf ihn bekomme, dass ich ihn dafuer beschuldigen werde, er habe mein Leben ruiniert. Eine solche Phase kann ich zwar nicht ausschliessen aber ich weiss, sie wird voruebergehend sein. Schliesslich ist mir auch mein Fehler bewusst. Ich wollte ja bei ihm bleiben. Ich wollte warten und hoffen. Bis er die Depression und dann den Alkohol, als Folge, bekaempt. (....)Es war meine Entscheidung. Da habe ich wohl das Problem zu sehr unterschaetzt. Ich weiss nicht wie sich das jetzt anhoert:Irgendwie bin ich innerhalb weniger Jahre um nicht zu sagen Monate reif geworden, habe ich das Gefuehl. Man denkt ein Leben lang man ist halt so: sensibel, hilfsbereit, geduldig, lieb, ... und hat sogar einen Sinn in dieser Rolle gefunden und alle davon ueberzeugt, das man eine tolle Partnerin ist. Und dann ...erkennt man allmaehlig, dass man ein solches Leben nicht verdient hat und nicht laenger ertragen moechte. Dass man nicht nur das Umfeld (Mann, Freunde, Eltern) sondern auch sich selbst mit einem anderen Gesicht (Egoismus? Ja, GESUNDEN Egoismus, behaupte ich inzwischen) verblueffen kann.

    Hallo, liebe Forummitglieder. Gestern habe ich mich beim Rechtsanwalt ueber den Scheidungprozess informiert und meine Situation geschildert. Beim naechsten Treffen gehen wir wahrscheinlich beide da hin, es sei denn mein Mann moechte sich zuerst auch einmal alleine mit ihm treffen. Der Rechtsanwalt hat mir gesagt, er koenne durch ein Gespraech mit meinem Mann sicherlich so manche Schluesse ziehen in wie fern er noch bereit ist, etwas gegen das Alkoholproblem zu tun (ich habe ihn nicht darum gebeten). Er hat auch behauptet, dass bei vielen Alkoholikern erst nach der Scheidung bewusst wird, dass sie etwas dagegen tun muessen. (vermutlich ist das vielen von euch schon bekannt...)

    Mir geht es insgesamt in den letzten Tagen und trotz zwiespaltigen Gefuehlen ziemlich gut. D.h. ich finde mich langsam mit dem Gedanken ab, dass es so (getrennt und bald geschieden ) besser ist/sein wird. Andererseits spuere ich, dass ich noch auf etwas warte, bevor wir die Scheidung einreichen. Auf einen Moment? ...Auf ein klares Zeichen von ihm... (als ob es nicht genuegend davon gab)(?)Auf ein letztes Gespraech? , dass mir deutlich zeigt:JETZT ist der richtige Augenblick gekommen.

    Inzwischen sehen auch meine Eltern ein, dass eine Scheidung wohl die einzige Loesung ist..ABER...das Problem (?) heute war:mein Bruder hat mich angerufen. Er weiss alle Details und moechte dennoch ein Gespraech mit meinem Mann fuehren. Er findet naemlich, dass er zu leicht aufgibt, ohne es auch nur mal zu versuchen. Meinem Bruder habe ich aber klar gemacht, dass es keinen Sinn macht. Ich habe ihn gefragt ob er denn begriffen hat, dass sich unsere ganze Beziehung eigentlich nur auf meiner Haltung meinem Mann alles recht machen zu wollen existierte. Dass das Kind durch die Haltung meines Mannes und meiner sehr bald darunter leiden wuerde. Dass auch jahrelange Abstinenz (die es nie gab) Rueckfaelle niemals ausschliesst und ich mir ein solches Leben nicht mehr wuensche. Und dass ich meinen Mann so wie sich alles entwickelt hat weder zu etwas ueberreden noch laenger sein Problem als meines annehmen moechte (er meint , klar,er weiss genau was in mir durchgeht...). Meinem Bruder dieses Gespraech- (das fuer ihn persoenlich sehr bedeutend scheint) zu verbieten mag ich nicht. Es ist mir aber unangenehm und scheint mir sowieso als ein krampfhafter Versuch, Dinge zu retten, die man nicht kann (ja, klar aus Interesse um mich und ihn). Ich hoffe insgeheim, dass mein Bruder da anruft und seine Hoffnung aufgibt, wenn er naemlich sieht, dass mein Mann nicht bereit/faehig ist etwas zu aendern.

    Am Samstag holt mein Mann wieder unseren Sohn ab und da werden wir das Thema Rechtsanwalt besprechen. Ich moechte nicht laenger in einer Hoffnung leben, die bis jetzt nicht verwirklicht wurde. Auch wenn es mir Angst macht, dass alles auf das Ende unserer Ehe/ unser gemeinsamen Traume (die eigentlich kaum mehr vorhanden waren) hinfuehrt.