Beiträge von sinnfinder

    Hallo Antigone
    Verstanden @ verkleinerte Fangemeinde.
    Das muss aber wie schon gesagt nicht schlecht sein. Ich habe mich von einigen "Energie-Ziehern - innen".. Distanziert. Hat zwar etwas Überwindung gekostet aber es ist eine Wohltat …. Jetzt so im nachhinein betrachtet.

    Zu den Denkstrukturer ändern:
    Ich meinte das etwas anders. Die Strukturen haben wir über Jahre hinweg gelernt, geübt. Man denkt quasi in eine Richtung. Einfach mal ganz anders denken, andersrum, durchgeknallt, kurios…ist ja nicht verboten.
    Zum Beispiel kann man Fragestellungen einfach mal rumdrehen und schauen was passiert. Oder bei Schwierigkeiten mit einem Begriff, definiert man erstmal das Gegenteil des Begriffes. Dann sucht man Beispiele dafür, und bildet dann wiederum das Gegenteil..;-)) Jetzt muss ich lachen….klingt irgendwie oberkomisch…ist aber ganz einfach . Bei diesen Übungen (es ist im übrigen eine Brainstorming-Methode) kommen erstaunliche Ergebnisse zu Tage. Und was viele hier machen…so wie ich….wir "stormen" ja unser "brain" pausenlos…zermattern uns das hirn..und und und….
    Also mal ein andere Annäherung suchen……Spannende Geschichte….

    Hallo TT…
    Cool…..der Zauberzettel..;-) Ich hab so was ähnliches. Nennt sich bei mir das Ideenbuch. Habe mir dafür ein schönes edles Heft/Buch gekauft. Farbe und Material verlangen nach Betrachten, Berühren und Schreiben. Ist doch wichtig. In dieses Buch kommen alle Ideen, Pläne, und und. Wenn mir was einfällt, reinschreiben, zumachen…Ende im Gelände. Es ist sozusagen gespeichert, ich vergess es nicht und vor allem ich habs aus dem kopf und es geistert nicht dauernd vor mir her und belastet nur sinnlos. Ist erstaunlich was sich aus so einem Buch entwickelt.

    Und gruss nach Colorado..hallo Kolibri
    Ja heidernei..;-)…….du schreibst, daß du heute keinen stress mehr hast…..

    Möchte nicht wissen wieviele Leser hier dich darum beneiden…;-)
    Und das zurecht. Sei froh, dass du soweit gekommen bist. Dafür kann man auch mal ein oder zwei Regentage im herbstl. Colorado verknusten..;-)
    Na dann…gruss übern Teich aus dem sonnigen Bayern (also nun grad ist es nachts..aber bis morgen früh ist es wieder anders..)

    Der sinnfinder

    ……"Was nutzt das Gras, wenn das Pferd tot ist."……

    Hallo BlueCloud…

    Diesen Spruch hab ich heut morgen gehört, zwar in einem anderen Zusammenhang, aber ich denke der ist auch auf die von Dir beschriebene Situation nicht unpassend.
    Den Schuh kann ich mir auch anziehn…..(…arbeiten wie ein pferd..usw.)

    Ich hab dies dreimal intensiv durchlebt. 2x in meiner Zeit als gut funktionierender nasser Alkoholiker und 1x in meiner Trockenzeit. Das Ergebnis war immer das gleiche: Ausgelaugt….Nichts ging mehr. Besonders schlimm war es das dritte mal. Es folgte lange Krankheitszeit..usw. Ich hab mir dann gesagt: so nicht mehr. Also hab ich mir das ganze mal angesehen, losgelöst vom Thema Alkohol. Es gab ja in der Vergangenheit immer wieder mal Warnschüsse, und Hinweise von Menschen die mich gut kennen, etwas langsamer zu treten, Urlaub zu machen…Ich hab alles ignoriert. Klar. Wer will das schon einsehen. Wenn ich heut so drüber nachdenk….naja….kann ich nur den Kopf schütteln.

    Also galt mein Blick diesen warnenden Menschen: wer war das, warum kam der Hinweis, zu welchem Zeitpunkt, was hat derjenige in dem Moment dabei gedacht. Diese Art der Analyse ist für mich sehr hilfreich und ich fand immer mehr Antworten.

    In derartige Situationen darf ich mich nicht mehr bringen. Also suche ich einfach andere Wege. Geholfen haben mir auch Gespräche in der SHG. Ich habe einfach viel beobachtet und zugehört und mich dabei immer wieder entdeckt. Dabei kann ich lernen. Und wenn ich dich so lese, kommt mir das auch so bekannt vor…….dieses Ackern…und und und. Gefährlicher Weg. Also….abbiegen. Einen anderen Weg einschlagen.

    Ich bin bei dir über das Wort "Prüfung" gestolpert.
    Das klingt irgendwie nicht gut. Setzt Du Dich da nicht selbst unnötig unter Druck?

    Zu den anderen Kommentaren melde ich mich......

    Bis dann…..sinnfinder

    hallo BlueCloud

    jetzt kann ich das schreiben was du bei meinem thema getippt hast: bei dem was du schreibst find ich mich wieder. Vor allem an der Stelle...."Hals abschnüren wenn ich drandenk.."

    Dieses Gefühl ist der Wahnsinn.
    In meiner mehrjährigen Trockenzeit, die mit einer Reihe von Veränderungen (schon wieder das wort...;-)) begann, war ich arbeitsmässig endlich da angelangt wo ich immer hinwollte. Es hat mir einfach nur noch spass gemacht. In jeder Hinsicht. Nach ein paar Jahren war ich aber - so langsam still und leise - wieder da wo ich schon mal war. Ich fand keinen Ausgleich mehr. Habe zwischen Arbeit und Freizeit nicht mehr unterschieden. Ich hab gekämpft. Aber es war irgendwie einfach mein Ding...mein Traum.

    Wenn ich heute daran denke, ich müsste auch nur 24 Stunden diesesn Job ausführen, krieg ich Bauchschmerzen. Nur die Vorstellung macht mich wahnsinnig. Deswegen kann ich das so gut nachvollziehen was du schreibst.

    Daraus nun Erkenntnisse zu ziehen ist eine schwierige Kiste.
    Ich habe dann angefangen vieles aufzuschreiben und dann vor allem aufzumalen...also beziehungen, abhängigkeiten, tätigkeiten...wer/wie/wo was. Hab diese Scthaubilder/Zeichnungen dann auch benutzt um diese Lebenssituation d. Therapeuten zu erklären. Je länger ich mich damit beschäftig habe, sind mir so die Knackpunkte aufgefallen. Situationen an denen ich letzen Endes gescheitert bin. Es sind dies alles Situationen, für die ich selbst verantwortlich bin. Und die gilt es einfach zukünftig zu vermeiden, und zu meiden.

    Das makabre daran ist, dass solche Gedankengänge überhaupt keinen Platz haben im Alltag - solang man darin steckt -. Man denkt scheinbar erst immer darüber nach, wenn was passiert ist. Hmm...naja..das ist ja so eine Erkenntnis, die irgendwann mal jeden Alkoholkranken überfällt.

    So gesehen kannst du jetzt die Zeit dafür nutzen...;-)
    Wenn du mal wieder drin bist, wie man so schön sagt, ist es zu spät.

    Wenn ich dich so lese....denkst du schon sehr sehr viel nach und machst Dir Gedanken.....Hoffe du machst zwischendurch auch nochmal was anderes....;-))

    gruss vom sinnfinder

    hallo BC...;-)

    hast du dann auch so viele Listen geschrieben? Listen mit ToDos usw. Heidernei ich war Weltmeister im Listen schreiben. Am Ende war ich soweit, dass am Anfang jeder Liste stand: Liste schreiben.... Naja..das kann's ja auch net sein. War so was wie sich selbst ein Alibi verschaffen um sich zu beruhigen.

    Also hab ich den ganzen Krempel in die Ecke geschmissen, und mit einer Sache angefangen, weil ich wusste, DAS schaff ich alleine und ich kann bis zum Abend fertig sein....;-)
    Ich habe meine "Fussbodenablage" abgeschafft. Alles was da schön sortiert auf Stapeln lag, also Zeitungen, Bücher, Briefe usw. unterteilt nach gelesen, halb-gelesen, noch nicht gelesen, evtl. lesen habe ich aufgelöst. Erstaunlich wieviel neue Lauffläche ich plötzlich hatte - und ich kam trotzdem noch zurecht und hab nichts vergeblich gesucht.

    Tja..das klingt so banal....aber es war für mich wichtig. An diese Veränderung hab ich mich bis heute gehalten...und siehe da, es funktioniert und gibt mir ein Stückchen mehr Freiheit. Als nächstes war dann der Schreibtisch dran.

    Und das alles ohne Listen schreiben...;-)

    Gruss vom sinnfinder

    Hallo Forum.....

    Habe hier etwas mitgelesen und mich dann auch angemeldet.
    Gedanken, Ideen und Erfahrungsaustausch bringen immer was - gerade in der Situation eines trockenen oder trockenwerdenden Alkoholikers. An guten Themen und Ratschlägen herrscht hier kein Mangel - so mein erster Eindruck. Da kann ich was mitnehmen und auch sicher meinen Senf dazubeigeben..;-)

    Auch mit den Emotionen wird hier nicht gespart. Von der Streicheleinheit bis hin zur ultimativen Ansage der Leitung. Find ich schon spannend und freu mich , hierhergefunden zu haben.

    Kurz was zu mir:
    Nach mehrjährigen Trockenzeit kam nach einem Rückfall noch einer und irgendwann "ging nichts mehr". Ich habe dann eine heftige Entscheidung getroffen und mich für eine Soziotherapie entschieden. Damals dachte ich…."so…jetzt bist du ganz unten". Heute weiß ich - es kann noch viel viel tiefer gehen und bin heilfroh, dass ich diesen Weg gegangen bin.

    Ich bin jetzt in diesem Haus seit knapp über einem Jahr. Mir geht es gut. Ich plane die Beendigung für nächstes Jahr - ja und dann (oder jetzt schon)...kommen wieder Veränderungen. Veränderungen …ist ja so eine Art Zauberwort..;-)

    Meine Haltung zu den Veränderungen:

    - Am Anfang stehen ja immer die Klassiker (neue Stadt, Wohnung, Partner, Job, Abschied von Freunden, Fitnessstudio…usw). Ist ja alles ok und auch bei jedem anders. Man darf sich nur nicht der Illusion hingeben und denken:…..So nun hab ich alle Veränderungen "gemäß Liste erledigt…nun bleib ich trocken. Klingt ironisch, ist aber lebendiges leben. So dachte ich mal. Also Veränderung gemäß Schulbuch genügt nicht. Ich denke Veränderung ist so individuell wie der Mensch selbst. Es ist einfach Arbeit, dass für sich selbst rauszufinden und auszuprobieren. Alleine ist so eine Übung nicht so prickelnd - deswegen ist Austausch und Diskussion wichtig für mich.

    - Geduld bei den Veränderungen. Das übe ich zur Zeit besonders. Bei mir konnte es nicht schnell genug gehen. An Veränderungisideen hatte ich schnell eine ganze Liste beinander. Dann alles Husch Husch. Dabei hab ich mich dann auch wieder mal - wie so häufig - verzettelt. Es war zuviel. Zu hohe Ansprüche an mich. Dann funktioniert es nicht, oder nur teilweise und ich war enttäuscht. Also übe ich jetzt einfach die Pläne langsamer anzugehn….ohne dabei in Lethargie zu verfallen..;-)

    - Anders denken. Es gibt dermassen viele Möglichkeiten Dinge zu verändern, dass man vor lauter Veränderung für nichts mehr Zeit hat…;-) Und an viele Dinge denkt man gar nicht. Es sind manchmal die kleinen Dinge, Gewohnheiten, Rituale usw. die vergessen werden. Zu dieser Erkenntnis bin ich gelangt. Also suche ich bei mir - sozusagen rahmenlos - nach Veränderungen die letztlich nur ein Ziel haben: Es soll mir gut gehen. Ich will mich wohlfühlen. Zufrieden sein. Allein kommt man nicht immer auf neue Ideen. SHGs, Gespräche, solche Foren, einfach offen durch die Gegend marschieren, Ideen und Vorgehensweisen Anderer sind erforderlich um selbst Futter für Ideen zu kriegen.

    So..das war's mal bis hierher. Bin mal gespannt, ob mir heut noch was einfällt..;-)

    …man kann übrigens auch Denkstrukturen ändern…;-)

    Gruß vom Sinnfinder