Beiträge von Georg66

    Guten Morgen allerseits,

    wieder neigt sich eine Woche dem Ende entgegen. Die ARBEITSwoche. Dann wartet das Wochenende und ich freue mich darauf.
    Das war nicht immer so. Etwa drei Flaschen Obstler gehörten in den letzten Trinkmonaten zu meiner Ration für's Wochenende, das doch auch der Erholung dienen sollte. Doch meine Erledigungslisten waren immer viel zu lang. Ruhephasen hab ich nie "eingeplant", dafür war kein Platz. Immer weiterhetzen im Hamsterrad. Permanent überforderte ich mich, stellte unerfüllbare Ansprüche an mich selbst. Und den Ärger über diese Unerfüllbarkeit, über Rückenschmerzen und schlechten Schlaf versuchte ich wegzutrinken. Wollte Erholung durch Alkohol finden.

    Was natürlich Nonsens ist. Ich wusste es lange Zeit und freute mich auch nicht mehr auf die Wochenenden. Ich sah, in welcher Abwärtsspirale ich mich bewegte, konnte es aber zu dem Zeitpunkt (noch) nicht ändern. Ich kam mir tatsächlich machtlos gegenüber dem Alkohol vor. Für mich, der ich doch immer alles im Griff hatte, mich als "Projektleiter" in unserer "etwas anderen Familie" fühlte, war dieses Gefühl manchmal unerträglich.

    Für heute ist meine Erledigungsliste kürzer (dennoch sportlich anspruchsvoll), aber auch Sport steht drauf. Und abends "Heimkino" mit den Kindern - mit Flips und Popcorn und gutem Gewissen.

    Habt einen guten, erkältungsfreien Freitag

    Georg

    Hallo Carpenter,

    ganz schön stürmische See bei Dir gewesen. Ich hatte die letzten Tage schon mehrmals begonnen, Dir zu schreiben, es dann aber doch gelassen.
    Jetzt, wo sich die Wogen glätten, will ich nicht wieder Öl ins Feuer gießen. Hatte ja in der Vorweihnachtszeit eine ähnliche Diskussion bei mir.
    Also nur ein paar kurze Zeilen.

    Du schreibst in einer mir sympathischen Art viele Dinge, die ich ähnlich empfinde. Nach dem, was ich bisher von Dir las, habe ich nicht das Gefühl,
    Du gingest leichtfertig mit Deinem Alki-Dasein um. Wissen kann ich es natürlich nicht, bin ja auch nur ein Neuling...

    Ich habe anfangs auch viel geschrieben, war in etlichen Threads unterwegs. Momentan köchelt meine Schreiblust auf Sparflamme. Außerdem stelle ich immer wieder überrascht fest, dass der Tag nach 24 Stunden vorüber ist :wink:

    Hier ist ja immer mal wieder von einem "Selbstbedienungsladen" die Rede.
    Ich mach' es inzwischen so - nachdem ich zu Anfang viel Energie in einige fruchtlose Diskussionen investiert hab -, dass ich mir das nehme, was ich brauche. Würde auch gern etwas geben, da das eher meiner Lebensphilosophie entspricht...
    Wobei ich gestern einen schönen Beitrag von Dorothea über Neulinge und Erfahrene las, bei dem es um Erfahrungsaustausch in beide Richtungen ging...

    Ach ja, der "Selbstbedienungsladen". Das, was ich dort nicht brauche (und was mir nicht gut tut), ignoriere ich einfach.

    Von Zeit zu Zeit versuche ich, meine Entwicklung, mein Aneinanderreihen abstinenter Tage zu dokumentieren und für mich selbst in Worte zu fassen. Wenn es dann konstruktive Rückmeldungen, Meinungen etc. gibt, kann das die positive Weiterentwicklung natürlich beschleunigen...

    Ich wünsche Dir weiterhin eine gute, abstinente Zeit mit wenigen Stimmungsschwankungen

    Georg

    Guten Morgen Gleichschritt-Zotti,

    danke für Deinen Besuch und für Deine netten Zeilen. Obwohl ich Dir gestern auch einen Besuch abstatten wollte, hat mein immer wieder recht turbulentes Leben mich davon abgehalten.
    Ich freue mich sehr, dass Du trotz gelegentlichem Auf & Ab weiter am Ball bleibst und Deinen Weg gehst.
    Ich habe in den vergangenen drei Monaten den Eindruck gewonnen, dass wir zwar recht verschiedene Menschen mit einem sehr unterschiedlichen Leben sind, dass uns aber das gleiche Ziel eint - nie wieder Alkohol. Und ja, gelegentliches Nachjustieren ist immer mal wieder nötig, das ist beim Thema Alkohol genauso sinnvoll wie bei allen anderen Themen des Lebens.

    Du bist in meinem Haus jederzeit willkommen und ich wünsche Dir weiterhin einen guten, abstinenten Weg.

    Herzliche Grüße vom Schorsch

    Guten Abend allerseits,

    ich bin Georg, 46 und Alkoholiker. Spiegeltrinker.

    Nach einem alkoholfreien Vierteljahr möchte ich eine kurze Bestandsaufnahme machen und die neue Zeit Revue passieren lassen.
    Ich vergleiche mein Trockenwerden gern mit einem Hausbau. Da wird man ja auch nie fertig. Inzwischen steht mein Haus auf einem guten Fundament, unter anderem bestehend aus

    +++ meiner realen SHG, die ich regelmäßig einmal wöchentlich besuche
    +++ diesem Forum
    +++ einer einjährigen ambulanten Suchttherapie
    +++ der Überzeugung, dass Alkohol niemals zur Lösung eines meiner Probleme beitragen kann
    +++ dem täglichen Streben, potenziellen Trinksituationen im Alltag dort aus dem Weg zu gehen, wo es mir möglich ist
    +++ dem täglichen Streben, mir inmitten meines turbulenten Lebens kleine Auszeiten zu gönnen
    +++ dem glücklichen Umstand, dass ich in diesen drei Monaten keinerlei Saufdruck verspürte, Alkohol nie eine Option war und ich auf ihn nicht verzichten muss, sondern ihn nicht brauche. Bis heute nicht. Was morgen sein wird, weiß ich nicht.

    Das Haus besitzt inzwischen Türen, Fenster und ein wetterfestes Dach. Denn manchmal wird es recht stürmisch, doch das hält es gut aus. Drinnen wird es langsam immer wohliger. Das sorgt für gute Stimmung, sollte jedoch keinesfalls mit Euphorie verwechselt werden.
    Es gibt noch viel zu werkeln am Haus, wofür auch künftig jede Menge Energie nötig ist. Ich muss meine Energie stark fokussieren. Deshalb kann ich zwar auf jedes Klopfen hin meine Tür öffnen, aber nicht mehr jeden Gast hereinbitten.

    Ich werde weiter fleißig bauen und wünsche allseits eine positive und aufbauende Woche
    Georg

    Guten Abend Prinzessin,

    kannst Du noch ein paar Blumen mehr tragen? Mir ist selten jemand begegnet, der meine Gedanken so gut mit seinen Worten ausdrücken kann. Deutlich und dennoch immer freundlich.
    Mein Schreibintensitäts-Pendel bewegt sich gerade im Minusbereich, nachdem ich - wie Du gerade schriebst - anfangs auch immer sofort auf alles reagiert habe. Zur Zeit halte ich mich eher an die kürzlich gelesene Aussage, dass das Leben doch eher im Realen denn im Virtuellen stattfindet. Aber ich vermute, nach einigen weiteren Ausschlägen in beide Richtungen wird das Pendel irgendwann in der Mitte halt machen.

    Vielleicht zufällig mit dem Finden meiner inneren Mitte? Das könnte aber noch dauern...

    Möchte nur einen Satz von Dir zitieren, den ich auch für mich in Anspruch nehme:
    "Zum einen orientiere ich mich sehr gerne an "Gscheiteren", zum Anderen möcht ich mich nicht bevormunden lassen."
    Damit habe ich jetzt ein Vierteljahr Abstinenz geschafft. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich lese viel von den "Gscheiteren", denke darüber nach, adaptiere Passendes für mein Leben. Ändere Dinge, die ich ändern KANN.
    Ich denke, das ist mein Weg, den es weiterzugehen lohnt.

    Herzliche Grüße vom Schorsch

    PS: Wie schaffst Du es eigentlich, zwischen den zwei Forums-Welten zu pendeln?

    Mein erster Heimarbeitstag fließt gemächlich dahin.
    Unspektakulär. Normal. Und doch anders.
    Mittagessen mit Frau und Kindern. Schon mittags
    die Neuigkeiten, die Gedanken des Vormittags erfahren.
    Nach einem Espresso die Tür zum Arbeitszimmer wieder schließen.

    Musik tönt durch's Haus. What shall we do with a drunken sailer.
    Vivaldi. Dvorak. Musik meiner Kinder.
    Warum hab ich sie so oft nur benebelt gehört?

    Ich hätte heute Morgen bereits mit dem Trinken anfangen können.
    Wie meistens, wenn ich zu Hause war. Heimlich. Im Keller.
    Im Arbeitszimmer. Immer den Spiegel auf Niveau halten.

    Doch das ist mir grad eben erst eingefallen.
    Warum hätte ich es tun sollen?
    Keine Ahnung.
    Es scheint so fern und liegt doch erst wenige Wochen zurück.

    Heute Abend gönne ich mir einen Waldlauf.
    Um diese Uhrzeit war meist der nächste Schluck wichtiger.
    Oder die Flasche ging mit mir ins Fitnessstudio.
    Und wartete im Spind auf mich.

    Absurd...

    Muss ich verzichten, wenn ich nicht mehr trinke?
    Nein, Alkohol ist in meinem Leben - momentan - nicht präsent.
    Ich brauche ihn nicht mehr.

    Es ist absurd, dass es bis zu dieser Erkenntnis
    so lange gedauert hat.
    Doch wer ein "Wofür" hat, braucht kein "Warum".
    Das Leben kann noch lang sein... und meint es gerade gut mit mir.

    Georg

    Hallo Prinzessin,

    auch Dir herzlichen Dank für Deine motivierenden Zeilen. Dir schreibe ich nochmal gesondert, allerdings wohl erst am Montag, da ich den ganzen Sonntag unterwegs bin. Jetzt fallen mir gleich die Augen zu...
    Das mit dem geschlossenen Bereich werde ich nochmal bedenken, aber da ich ja hier schon nicht so zum Schreiben komme, wie ich es möchte, überfordert mich das vermutlich. Außerdem will ich mich eigentlich nicht "verkriechen" (wobei das mit den PN's schon einen gewissen Charme hat...).
    Hat nix mit Geld zu tun, eine Spende gehörte sowieso zu meinen Vorhaben für's neue Jahr. Und bis vor kurzem hab ich ja den Jahresbeitrag innerhalb kürzester Zeit versoffen...

    Wünsche Dir einen entspannten, sonnigen und trockenen Sonntag
    Schorsch

    Guten Abend Jürgen,

    nach anfänglichen "Startschwierigkeiten" mit Dir weiß ich inzwischen Deine Beiträge zu schätzen. Auch wenn ich Deine Meinung nicht immer teile, regen sie mich doch zum Nachdenken an.
    Was Du über "falschen Stolz" schreibst, könnte durchaus zutreffen. Ich bin jemand von der Sorte "hoho, ich krieg das alles hin, hab alles im Griff".
    Die Erkenntnis, das dem nicht so ist, setzt sich allmählich bei mir durch. Scheinbar im Griff hatte ich alles mit zwei Promille, dann ging noch was, wenn eigentlich nix mehr ging.
    Zu dem Zeitpunkt hatte der Alkohol MICH im Griff. Doch das weiß ich ja inzwischen und arbeite daran. Z.B. indem ich dabei bin, mir/uns eine Haushaltshilfe zu organisieren... Doch Hilfe annehmen, gar darum bitten, damit tue ich mich tatsächlich verdammt schwer. Und mit familiärer Unterstützung sieht es - zumindest im Alltag - schlecht aus (auch wenn das Verhältnis ein recht gutes ist), denn es liegen viele Hundert Kilometer zwischen uns...

    Viele Grüße, auch Dir einen schönen Sonntag
    Georg

    Guten Abend Frank,

    ich schrieb es gerade bei Bruce: Du hast meine Gedanken und mein Befinden besser in die Tastatur gebracht als ich es vermag. Ich kann das Satz für Satz bestätigen.
    Du hast auch völlig recht mit der Mahnung, vorsichtig zu bleiben. Deshalb bin ich hier. Wäre ich der Meinung, schon alles zu wissen, würde ich mir nicht die Nacht um die Ohren schlagen, um hier zu schreiben, zu lesen und in dem oft zitierten "Selbstbedienungsladen" zu lernen.
    Ja, es gibt oft Situationen für ein "Ja" UND "Nein". Denn das Leben ist nun mal nicht nur schwarz-weiß (selbst ein Computer kann ja - glaub ich - 16,7 Millionen Farben haben :wink:).
    Es gibt nicht nur Gut oder Böse, 0 oder 1, Liebe oder Hass. Sondern viele Facetten dazwischen.
    Mir gefällt die Formulierung "gesunde Neuorientierung" und dass man die immer währende Arbeit an der Abstinenz dem eigenen Leben anpasst. Ich habe in nahezu allen Lebenssituationen getrunken. Diese sind größtenteils noch da. Ich muss einfach lernen, anders damit umgehen. Zum Beispiel:
    +++ Rückenschmerzen? Rückengymnastik und schlafen gehen statt Schnaps
    +++ Vom Alltag überfordert? Kürzer treten, 80-20-Regel gegen den Perfektionismus statt Schnaps
    +++ Ärger mit/Verzweiflung wegen meiner Frau? Aussprache, Suche nach kreativen Lösungsmöglichkeiten statt Schnaps
    Das lerne ich gerade. Und bin optimistisch und gut im Rennen :wink:.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag (mit Kids? hast lange nix mehr von ihnen inkl. Film, Pizza etc. geschrieben)

    Georg

    Guten Abend Bruce,

    ich weiß es sehr zu schätzen, wenn mich jemand wie Du an seinen Gedanken teilhaben lässt. Du schreibst von "konsequenter, fast schon militanter Risikominimierung" etc.
    Warum sollte sie übertrieben gewesen sein? Du hast es so für Dich entschieden und eineinhalb Jahre Abstinenz geben Dir recht.
    Ich bin aus meiner Sicht auch konsequent. Auch ich betreibe Risikominimierung, soweit es mit meinem Alltag vereinbar ist.
    Garcia/Frank hat es besser beschrieben, als ich es je könnte - genauso ist es. Sicher klingt Silvesterurlaub nicht unbedingt nach Risikominimierung, und wäre ich allein, hätte ich ihn vielleicht sogar bleiben lassen. Aber meine Kids z.B. haben seit Sommer für ihr Theater und ihre "Band" per Mail, Skype etc. geprobt. So etwas ist mir sehr wichtig. Ich bringe es dann nicht über's Herz zu sagen: "Kinder, ich hab Angst, dort wieder mit dem Trinken anzufangen, wir bleiben zu Hause." In dem Fall bin ich dann eben nicht "militant".
    Gehe halt mit der Damenrunde wandern, wo es zum Mittag Tee gibt, setze mich Silvester an den Abstinenzler-Tisch (ja, den gibt es tatsächlich). Das ist MEINE Risikominimierung. Und die funktioniert seit bald drei Monaten.
    Natürlich sind knapp drei Monate keine eineinhalb Jahre, aber ich habe das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Kein Saufdruck, oft tagelang nicht den geringsten Gedanken an Alkohol - da werde ich schon mal zum Schulterklopfer und freue mich mit mir darüber.

    Und um nicht übermütig zu werden, gehe ich jede Woche zu meiner realen SHG, bin regelmäßig bei einem Psychotherapeuten und hab eine ambulante Suchttherapie beantragt - mehr geht nicht.

    Zu Deinem zweiten Beitrag:

    Zitat von Bruce

    Ich würde mich jetzt gerne wie immer mit einem Gruß verabschieden, aber ich habe tatsächlich das Gefühl, als müsste ich mich bei Dir entschuldigen, wenn ich mal offen rede.


    Schön, dass Du Dich dann doch noch mit einem Gruß verabschiedet hast :).
    Deine offene Rede ist bei mir willkommen und regt mich auch zum drüber nachdenken an.
    Womit ich hier nicht klar komme, ist, wenn man als Neuling für jeden eigenen Gedanken verbal verprügelt und als Besserwisser abgestempelt wird (damit meine ich nicht dich).

    Weiter schreibst Du von der "Logik des schwerer/leichter..." Vielleicht haben wir uns da missverstanden. Ich sehe kein "schwerer/leichter", sondern ein "anders".
    Wäre ich Single, würde ich durchaus Dinge anders machen - mehr Zeit für mich, mehr Literatur zum Thema lesen, vll. auch meditieren lernen etc. Nein, als schwerer empfinde ich die "Trockenheitsarbeit" nicht. Wenn ich in die Augen meiner Kinder schaue, weiß ich genau, dass ich nicht mehr trinken will, dass ich am nächsten Morgen wieder wissen will, was wir am Vorabend gesprochen haben. Dass ich nicht mehr Schnapsflaschen oder meine "Fahne" vor ihnen verstecken möchte. Dass ich nie mehr mit ihnen betrunken Auto fahren will. Das macht es für mich eher leichter, nicht schwerer. Aber es ist halt "anders".
    Dass aus Sicht mancher Langzeittrockener bei mir "eine Bereitschaft für Kompromisse" sicher vorhanden ist, da gebe ich Dir recht.

    Viele Grüße
    Georg

    Guten Abend zusammen,

    da hat sich ja eine interessante Diskussion hier entwickelt. Leider kann ich momentan nicht jeden Beitrag mit der gebührenden Ausführlichkeit beantworten.
    Ich beginne einfach mal der Reihe nach... Sicher werde ich HIER etwas schreiben, was auch DORT hingehören könnte... Am besten, jeder fühlt sich angesprochen :).
    Neben dem alltäglichen "Wahnsinn" musste ich mich zunächst mal um meine Tochter kümmern, die mit dickem Fuß und gebrochenem Zeh von ihrer Skitour zurückkehrte - Prio 1. Deshalb ist es jetzt etwas später geworden als geplant...

    Georg

    Liebe Prinzessin,

    dieser wohltuende Einwurf wird mich wohl motivieren, hier weiterzumachen. Aber erst morgen, denn jetzt ruft mich mein soziales Netz zum Eishockey. Bin dort so etwas wie Pressesprecher und gleichzeitig in die Website-Pflege involviert.

    Ich hab das Forum manchmal für mich - zugegebenermaßen etwas überspitzt - "Single-Forum" genannt. Aber schon wenn nur eine(r) in etwa nachvollziehen kann, was es bedeutet, mit drei Kindern und einer behinderten Frau den Alltag mit all seinen Facetten zu meistern, lohnt es vielleicht...

    Den Thread-Titel hab ich ja nicht zufällig gewählt...

    Ich danke Dir.

    Schorsch

    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für die Zeit, die Du Dir für mich genommen hast - leider hab ich Deinen Beitrag erst gestern lesen können. Hatte ja geschrieben, dass meine Kids möglichst zeitig starten wollten. Und das war - auch für mich überraschend - bereits morgens 7 Uhr.

    Aber Deine Wünsche sind in Erfüllung gegangen: Es war

    Zitat von juergenbausf

    eine schöne Feier, offen, ehrlich, fröhlich, abstinent


    Ich hab z.B. ein weiteres Mal gelernt, wie einfach es sein kann, sich als Alki zu outen. Muss man auch erst lernen, ohne gleich 'ne rote Birne zu kriegen. Aber es gab ja mehrere Gelegenheiten zum Üben...

    Abendliche Grüße, Georg

    ...Optimisten duschen unter den Wolken.

    Liebe Prinzessin,

    danke für Deine netten Grüße.
    Ja, es war tatsächlich eine sehr gute, für mich wichtige Zeit und es geht mir im Moment auch richtig gut. Ich bin sehr optimistisch und lange nicht mehr so fröhlich pfeifend durch die Wohnung gelaufen. Du hast es an anderer Stelle geschrieben: hier und da etwas aufräumen, sortieren, bedenken, einen Kaffee schlürfen (genau, und danach noch einen zweiten :wink:). Mal im Internet versumpfen, Sport machen, arbeiten... Meine Arbeitswelt hat sich ja jetzt etwas entspannt, da ich künftig zu Hause arbeiten kann (jubel, freu). Das spart in etwa 300 Autofahrstunden im Jahr!

    Demnächst mehr, jetzt ist's Zeit für meinen Schönheitsschlaf :)

    Schöne Grüße vom Schorsch

    Liebe Vreni,

    willkommen im neuen Jahr und vielen Dank für Deine 2013-Wünsche, die ich herzlich gern erwidere.
    War ja jetzt eine Weile offline und hab grad mal Deine letzten Beiträge hier gelesen - Du hattest ja über die Weihnachtszeit scheinbar ganz schön zu kämpfen. Aber da Du diese kleine Krise unbeschadet überstanden hast (freu!), gehst Du sicher gestärkt aus hier hervor. Ist ja wie im "normalen Leben"...
    Ich find's übrigens toll, dass Du das schreibst. Immerhin hast Du ja einige trockene Monate "Vorsprung" und das hilft mir zum Beispiel, nicht übermütig zu werden. Danke!

    Beste Grüße vom Schorsch

    Hallo zusammen,

    da isser wieder, der Schorsch. Besten Dank für die Neujahrsgrüße, die ich auf's Herzlichste erwidern möchte.
    Vorerst nur ganz kurz, da durch Urlaubsende und Jahresbeginn doch einiges zu erledigen ist: Es waren wunderbare Tage inmitten von vielen, vielen Freunden. Mit wandern, spielen, tanzen, musizieren, schwatzen. Für mich sind das alljährlich ganz wichtige Tage, da alle in einem ähnlichen Alter sind, ähnliche Lebensfragen versuchen zu beantworten, Kinder haben. Einige kenne ich seit 25 Jahren, da hat sich über die Zeit eine Menge Vertrauen aufgebaut und ich kann die Meinungen und Erfahrungen dieser Freunde sehr wertschätzen.

    Alkohol war nie eine Option. Auch nicht Silvester, wo mir gleich mehrfach alkoholfreier Sekt angeboten wurde (hab aber dankend abgelehnt und bin bei Traubenschorle geblieben). War am Neujahrsmorgen fit wie ein Turnschuh und konnte das Jahr mit einer kleinen Jogging-Runde einläuten.

    Ach ja, DEN Klassiker für Alkis schlechthin durfte ich auch noch erleben: Beim Wandern erzählte ich einer Freundin, die ich für "uninformiert" hielt, von meinem Alkoholproblem. Doch sie nickte nur wissend und meinte: "Na ja, wir haben uns schon Sorgen um Dich gemacht. Was meinste denn, warum dir hier niemand was anbietet?"
    Tja, der Alki denkt halt, er ist schlauer als seine Umgebung (in dem Fall also ICH). Isser aber nicht...

    Und jetzt sitze ich zu Hause, hab zwei Tage "sturmfrei" und freue mich des trockenen Lebens (auch wenn ich bereits wieder arbeiten muss).

    Wünsche allseits einen frohen Abend und freue mich wieder auf den Erfahrungsaustausch.

    Georg

    Hallo Matthias,

    nur für den Fall, dass Du "dank" Deiner Erkältung meine lautstarken Neujahrsgrüße von der Wilkauer Autobahnbrücke nicht gehört hast - auch ich wünsche Dir ein erfreuliches Jahr mit ordentlich Gesundheit, guten Geschäften und vor allem ausreichend Zeit für Deine ganzen familiären Lieblinge.

    Hoffentlich hast Du Dir auch selbst mal ein richtiges "kraftpäckl" samt "geduldsfadenverstärker" gegönnt :wink:.

    Herzliche Grüße vom Schorsch

    Hallo Triiine,

    wollte Dir schon länger mal einen kleinen Gruß hinterlassen. Jetzt, wo ich grad Deinen Beitrag bei der Prinzessin dieses Forums gelesen habe, tu ich es auch endlich.
    Wir laufen ja auch fast im Gleichschritt, so wie ich es mit Zotti tu. Allerdings habe ich ziemlich schnell aufgehört, die Tage zu zählen. Vielleicht einfach, weil sie immer randvoll sind und ich weder Zeit noch einen Nerv dafür hab. Vielleicht auch, weil ich zum Glück bisher nie wirklichen Saufdruck verspürt hab. Die Anzahl der trockenen Tage ist mir weit weniger wichtig als die Gewissheit, heute wieder keinen Alkohol gebraucht zu haben (und im Idealfall noch nicht einmal daran gedacht zu haben).
    Und wenn ich es genau wissen will, schaue ich einfach unter Zottis Nickname nach dem genauen Datum.

    Da ich jetzt erstmal bis Anfang Januar im Urlaub bin, wünsche ich Dir schon mal Kraft, Optimismus und Selbstvertrauen für einen trockenen Jahresausklang und einen ebenso trockenen Start ins Jahr 2013.

    Georg