Beiträge von Georg66
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N'Abend Samsara, Wochenend-Nachtschwärmerin,
Zitat von SamsaraWenn Du merkst, dass das Tempo/ der Schritt bei Dir momentan zu schnell ist, kannst Du ja die Bremsen nachjustieren, bevor Du aus dem Takt kommst. Wenn Du merkst, dass das Tempo zu flott ist, bist Du bereits achtsam unterwegs.
Schön gesagt, aber "Bremsen nachjustieren" ist für unglaublich schwer. Bin mir nicht sicher, ob die beim Autokauf überhaupt dabei waren
. Aber meist auf der Überholspur, und das ohne Bremsen? Gefährlich, ich weiß.
Und weißt Du, was mir schon zweimal Therapeuten gesagt haben? Herr AbZ, Sie wissen doch schon so viel, Sie müssen es nur noch umsetzen.
Leichter gesagt als getan. Hab schon oft versucht, die 80-20-Regel, das Pareto-Prinzip, so zu verinnerlichen, dass ich es nicht nur theoretisch kenne, sondern auch praktisch umsetze. Oft muss ich noch sagen: Fehlanzeige. Der Perfektionismus ging wieder als Sieger vom Platz.
Die Frage ist ja, WANN komme ich aus dem Takt. Merke ich es überhaupt? Kenne ich meinen Takt?
Ich gehe oft bis ans Ende meiner Kräfte. Um die Grenzen weiter zu stecken, kam der Alkohol ins Spiel. Dann konnte ich weiter machen, machen, machen.
Ich sehe die Gefahr, ich versuche kürzer zu treten, aber es ist in meiner familiären Situation nicht ganz easy. Es sei denn, ich würde weniger Zeit für meine Kidis investieren, Hobbys und ehrenamtliche Jobs (und damit einen Großteil meines Soziallebens) an den Nagel hängen...Das Leben bleibt spannend.
Bis bald, Georg
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Hallo Samsara,
Du bist ja auch eine Nachtschwärmerin
.
Ja, das hatte ich genau so verstanden. Hab den geschlossenen Thread nur erwähnt, damit sich niemand wundert, warum der kurze Gruß an John aus meinem Haus kommt.
"in seiner aktuellen Situation" ist es doch laut Forumsregeln sowieso nicht erlaubt, hier zu schreiben, oder?Wo ich grad bei Dir bin:
Zitat von Samsara... auch den Eindruck, dass Du achtsam unterwegs bist - in einer für Dich guten Richtung.
Das freut mich, dass auch jemand "von extern" diesen Eindruck hat. Ja, ich versuche mich achtsam durch mein Leben zu bewegen - in einer für MICH guten Richtung. Genau so ist das.
Was bei meinem Tempo manchmal nicht ganz leicht ist. Na ja, ab&zu funktionieren meine Bremsen halt nicht so gut; wer weiß, ob die noch durch den nächsten TÜV kommen
.Freundliche Grüße an Dich von
Georg -
Hallo Johnny,
da Dein Thread geschlossen wurde, ein freundlicher Gruß aus meinem Haus. Ich hoffe, er kommt an.
Du schreibst nach meinem Empfinden sehr intelligent, durchdacht, analytisch. Dein SOS von grad eben finde ich sehr bewegend.Ich würde gern bald wieder etwas von Dir hier im offenen Bereich lesen.
Georg
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Servus Prinzessin,
Zitat von Prinzessin?georg - ich werde dir morgen schreiben, da hab ich mehr Zeit und Ruhe, vorher möcht ich auch noch deinen Faden lesen.
So schrieb auch ich in den ersten Tagen. Hatte es mir wirklich und ehrlich vorgenommen. Und dann doch nicht geschafft, weil Tochter 1 über Zahnweh klagte, Tochter 2 leider den Bus verpasst hatte und abgeholt werden musste und Sohnimann ganz dringend kuscheln musste. Schließlich klingelte das Telefon und am Ende hatte ich nix geschrieben. Dafür hausgemachten Stress an der Backe.Mach Dir diesen Stress lieber nicht. Ich staune eh' schon, dass Du jetzt zweigleisig fährst (ich hoffe, Du verabschiedest Dich nicht gänzlich aus dem offenen Bereich?). Mir wäre das zuviel. Lass mal das Wochenende in Ruhe beginnen, genieße einen Wiener Melange und kram die zweite Adventskerze raus. Und wenn dann noch Zeit ist...
... dann freu' ich mich über etwas zu lesen :).
Ciao, Georg
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Guten Morgen Tocco,
ein doppeltes Dankeschön an Dich. Zum einen für Deine optimistischen, mir Mut machenden Zeilen:
Zitat von Tocco54Mach einfach ruhig und angstfrei weiter,das wird was.Die Richtung stimmt.
Zum anderen für die Erklärung des "Reptiliengehirns". Ich hatte den Begriff bisher noch nicht gehört - ist ja hochinteressant, was das Internet dazu alles ausspuckt.
Diese wohlgesonnenen, Polemik-freien Posts helfen mir als Neuling wirklich weiter, lassen mich nachdenken, weiter recherchieren (so weit es mir meine freie Zeit erlaubt), Schlussfolgerungen für mich ziehen.Dankeschön!
Georg -
Guten Morgen Zotti,
ich freue mich, dass wir weiterhin im Gleichschritt laufen. Ist doch irgendwie schön, einen Weggefährten zu haben, der ab und zu mal einen Mut machenden Gruß hinterlässt. Auch wenn der Wind mal kräftiger und mal von vorn bläst... Du hast ja Deine kurze Schwächephase auch gut überstanden. Und kannst ein bissel stolz drauf sein, gell? Hast Du schon den geplanten Freitagabend-Plan geschmiedet? Bist Du schon für's Wochenende gewappnet?
Auch bei mir waren die Wochenenden immer die schlimmsten Tage, an denen es zum Schluss immer schon früh morgens mit Alkohol losging. Solche Gedanken sind zum Glück momentan gaaaaanz weit weg. Ich genieße es, ein ganzes Wochenende voll "funktionsfähig" zu sein.Vielen Dank auch für den Nikolaus-Gruß. Ich hatte doch tatsächlich selbst auch einen Stiefel voll, da war ich richtig überrascht und natürlich erfreut.
Einen schönen Tag Dir
Georg -
Guten Abend Prinzessin,
ich hoffe, Du hast den Titel Deines Threads inzwischen noch nicht bereut? Hast Du die zweite trockene Woche erfolgreich beendet?
Leider hab ich grad „Land unter“ im Leben, so dass ich kaum zum Schreiben komme. Zum Lesen zwischendurch reicht es allerdings und ich hab die Diskussionen hier sehr aufmerksam verfolgt. Gab es selbige doch vor kurzem auch bei mir, in meinem Haus. Deshalb möchte ich mich kurz zu Wort melden. Wenn auch ICH ein Neuling bin.Ich möchte Dir sagen, dass ich es klasse finde, wie offen Du uns teilhaben lässt an Deinen Gedanken und Gefühlen, an Sorgen und Nöten, an Deiner Freude über ein neues Lebensgefühl. Durch Deine Offenheit machst Du Dich natürlich angreifbar.
Ich kann viele Deiner Gedanken gut nachempfinden, weil ich sie so oder ähnlich auch gedacht habe (nur nicht so gut aufschreiben konnte). Zwar gehe ich manches anders an, z.B. versuche ich Alkohol aus dem Weg zu gehen und einfach zu ignorieren. Aber das bin ICH.Auch ich empfinde einige Posts als aggressiv – in diesem Thread wie auch kürzlich in meinem. Ich kam mir damals vor wie ein geprügelter Hund.
Ich stelle keinesfalls die jahrelange Erfahrung alter Hasen in Frage. Keinesfalls möchte ich mich der Besserwisserei bezichtigen lassen. Ich bin hier, um von den Erfahrungen zu profitieren und sie vielleicht irgendwann weitergeben zu können. Aber bitte versetzt Euch in die Lage eines Neulings: Man kommt hier an, hat die ersten trockenen Tage hinter sich. Man versucht, sich im Leben neu zu orientieren. Man saugt Hunderte von Forumsseiten in sich auf. Nach einer Weile traut man sich den ersten Post zu. Wird ziemlich bald ermuntert, einen eigenen Thread zu eröffnen. Und beginnt zu schreiben. Inventur in der Öffentlichkeit zu machen. Aber wehe, man schreibt in seinem Enthusiasmus einen "falschen" Satz...
Ich finde es völlig legitim, aus der Sicht eines alten Hasen „nasse“ Denkweisen anzusprechen – aber der Ton macht die Musik. Und es wäre doch schön, wenn die langjährigen Erfahrungen, die hier notiert werden, auch beim Adressaten ankommen.Prinzessin, ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Optimismus für – erst einmal – weitere 14 Tage.
Georg
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Guten Abend consuela und alle anderen Foristen,
diese Nacht, mein Freund, hab ich vom Frieden geträumt, singt Silbermond gerade. Es geht auf Mitternacht zu und ich kann noch jede Zeile dieses wundervollen Liedes verstehen und genießen. Trocken.
Wenn ich auf meinen Balkon trete, spüre ich auch draußen eine friedliche Stimmung. Kristallklare Winterluft - ich kann sie tief einatmen und fühlen. Trocken.
Nach einem intensiven Kinderabend (ja, dafür musste ich heute AAbend meine SHG schwänzen), nach Weihnachtsgeschenke-Planung (wichtig, alle schenkwütigen Omas & Opas ein wenig "zu leiten"
) und einer kleinen Bastelei für das morgige Adventssäckchen (https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic29717.html) breitet sich in mir auch langsam Frieden aus. Wieder ein intensiver Tag. Wieder trocken.Teufel Alkohol hockt griesgrämig in der Kellerecke und schmollt mit mir ob meiner Ignoranz ihm gegenüber.
Zitat von consuelawenn Du so gerne sportelst, ist das ja überhaupt kein Freizeitstress...alles was Dir Spass macht, ist für Dich...und somit gut für Dein Wohlbefinden
Ja, das ist tatsächlich so. Sport setzt bei mir unglaublich viele Glückshormone frei. Egal was: Laufen, Schwimmen, Skifahren, Radeln, Fitnesspark, Wandern,...
In der Endphase hatte ich mich ja immer öfter für Trinken statt Sporteln entschieden. Oder zumindest stand die Flasche Obstler im Spind gleich dem Shampoo...Eine friedliche Nacht wünscht
Georg -
Tachchen, Matthias,
wow, das komplette Powerpaket - hab dank, lieber (etwas vorzeitiger) Nikolaus
. Ja, heute hab ich "nur für mich" Sport gemacht. Und war mittags 'ne Viertelstunde spazieren - für mich geradezu sensationell!Viele Grüße vom Schorsch
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Guten Abend consuela, Tocco54 und Frank,
wenn ich nach so viel netten Zeilen nicht beruhigt gut schlafen kann, dann weiß ich auch nicht...
Ich muss gestehen, ich bin erst vor einer Stunde von einer weiteren Freizeitaktivität zurückgekommen, von der ich bisher hier noch nix berichtet habe. Ich weiß, ich weiß, "Freizeitstress so klein wie möglich halten". Doch sind Freizeitaktivitäten, die Spaß machen, wirklich "Stress"? Darüber mache ich mir morgen Gedanken und werde selbige hier mitteilen.
Bis dahin wünsche ich Euch eine Gute Nacht bzw. einen Guten Morgen
Georg
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Zitat von Prinzessin?
Georg66 - jaja, ihr Bayern!!Dabei verstehts ihr die Ösis ja noch am besten von allen Deutschen!
Nee, nee, Prinzessin, hinweg mit den Vorurteilen. "Wir Bayern" können durchaus auch Exil-Sachsen sein, gell? Und selbst wenn man recht viel mit dialektischen Vorarlbergern zu tun hat, ist das bzgl. "Ösi-Verstehen" absolut kein Pluspunkt
.Abgesehen davon, Heimfahrt = Alkohol-Denke = mein Denken. Mein Heimweg führte mich täglich am Supermarkt vorbei, wo ich mir meine Abendration besorgte, am Freitag reichlicher, da ja das Wochenende vor der Tür stand. Daneben befand sich ein Getränkemarkt, vor dem immer eine Handvoll Alkoholiker stand, mit dem billigsten Büchsenbier in der Hand. Abgerissene Gesellen. Manchmal beobachtete ich sie heimlich, auf Augenhöhe, keinesfalls von oben herab. Gelegentlich ergriff mich eine Art Panik. Denn seit Monaten war mir klar, dass uns nur wenige Flaschen Schnaps voneinander trennen. Sie und mich. Trotzdem dauerte es noch lange, bis ich die Reißleine ziehen konnte - dafür um so fester.
Meine Heimfahrt-Route führt mich jetzt vorsichtshalber über einen kleinen Umweg nach Hause.
lg, dr Schorsch
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Moin, moin, Prinzessin,
besten Dank, dass ich meinen Wortschatz erweitern durfte. Meine zweitliebste Suchmaschine verriet mir, dass
Zitat von Prinzessin?Hackn
landessprachlich für "Arbeit, Job" steht

Und dann schließ' ich mich meinen Vorrednern an und wünsche der "Wassermann-Prinzessin" einen nicht ganz so poltrigen Start in einen trockenen 11. Tag und hoffentlich in eine gänzlich staubtrockene Woche.
Es grüßt der Georg
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Guten Morgen Samsara, guten Morgen (Greatful) Garcia,
liebe Forumsleser und -schreiber,ich bewundere immer wieder, an diversen Stellen in diesem Forum, Eure ruhigen, wohldurchdachten und tiefgründigen Beiträge.
Staunend lese ich hier über buddhistische Weltanschauung und Meditation. Versuche mir vorzustellen, wie das wäre, den Morgen mit dem Sonnengebet zu beginnen, hier zu lesen & schreiben und nach einem ausgiebigen Frühstück in den Tag zu starten.
Ich frage mich, darf ich ein wenig darauf neidisch sein? Oder bin ich einfach anders? Soll/darf/muss ich akzeptieren, dass ich beim Aufstehen schon meine ToDo-Liste für den Tag im Kopf hab? Genügt es, wenn ich mir die momentan erkämpften kleinen Auszeiten in meinem prall gefüllten Alltag bewahre und verteidige? Ist es nicht eigentlich unsinnig, dass ich mich mit jemandem "vergleiche" (vergleichen ist eigentlich immer unsinnig, ich weiß), der allein lebt und viel Zeit für das Leben mit sich selbst zur Verfügung hat?
Ich verspüre ziemlich oft den Druck, dies & jenes & und noch viel mehr erledigen zu müssen (tatsächlich "müssen"?). Für den Job, den Haushalt, für die drei Kids, meine durch Krankheit nicht mehr "fitte" Frau. Und wenn ich ehrlich bin, kommt jetzt manchmal noch der Druck hinzu, hier schreiben zu wollen. Ich lese so viele interessante Beiträge, zu denen ich gern etwas sagen möchte und aus Zeitgründen nicht kann.Ein wenig ratlos am Sonntagmorgen,
der GeorgPS: Meine Auszeit für den heutigen Tag ist zumindest gesichert: Fitness-Sportpark mit anschließender Sauna. Mein Rücken und der Rest sind schon voller Vorfreude.
Samsara : Der Deckel scheint momentan ganz, ganz fest verschlossen zu sein

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Hallo mutig,
hab herzlichen Dank für Deine Inspirationen!
Zitat von mutigsoll ich noch weiter nachdenken ?
Na ja, wenn Du soooo fragst...
Zumindest hab ich heute mit den Kindern folgenden Deal gemacht: Es gibt "nur" 24 Adventssäckchen - geöffnet wird immer reihum. Damit kann ich sie mal mit persönlichem Massage-Gutschein für Tochter 2, mal mit Eislaufen für alle etc. variieren.
In der Summe natürlich supergerecht für alle
Witzig finde ich ja die Idee, nach einer dreiteiligen Füllung am vierten Tag einen "Heute-nix"-Zettel reinzustecken...
Abendliche Grüße schickt Dir Georg
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Oh, oh, Prinzessin?
Zitat von Prinzessin?Dazu fällt mir auch noch ein, dass ich vor garnicht allzu langer Zeit die eine oder andere Flasche im Kleiderschrank versteckt gehalten habe. Hat nie jemand gefunden.
Bist Du sicher?
Auch ich kenne den Kleiderschrank als ein super Versteck. Ich kam ja mit meinen 1,90 auch an Fächer ran, die nieniemals ein Kind erreicht
. Da auch ich drei recht pfiffige Kinder mein eigen nenne (allerdings jünger als die Deinigen), ist die Neugier nicht weit. Dazu könnte ich Dir wieder eine Geschichte erzählen... Tu ich aber lieber nicht... Nur den Schluss: Es war kein super Versteck. Ich, der ich "offiziell" schon lange nix mehr trank, war durchschaut.Schönen Samstag im Warmen wünscht
der Georg -
Guten Morgen Samsara & Prinzessin? & Frank,
mir steht dieses "Outing" auch noch bei meinen Eltern bevor. Weihnachten. Und ja, Samsara, die Hürde scheint mir tatsächlich hoch zu sein.
Im Bekannten-/Freundeskreis kam es meist gar nicht soweit - schon allein der Spruch "Ich trinke keinen Alkohol mehr" hat meist gereicht. Obwohl ich zu "mehr" bereit gewesen wäre. Bei den (bisher wenigen) "Outing"-Gelegenheiten war es hinterher allerdings genauso, wie Ihr schreibt: Grenzenlose Erleichterung. Und das vorherige Herzflattern war völlig unbegründet.Keinen Alkohol zu Hause, das ist bei mir zum Glück kein Problem. Meine Frau hat noch nie Alkohol getrunken und meine Kinder sind noch zu jung. Ich war über all die Jahre der einzige, der immer Alkohol angeschleppt hat.
Weihnachten mit meinen Eltern wird allerdings spannend. Sie werden sich wundern, wenn sie ihr abendliches Bier nicht bekommen. Ist sicher sinnvoll, das vorab zu klären. Bis dahin muss ich noch ein wenig Mut tanken...Ich wünsche Euch ein erholsames, trockenes und erkenntnisreiches Wochenende
Georg -
Guten Abend Prinzessin, (wow, was für eine Anrede
),ich möchte Dir ein kurzes Märchen erzählen.
Es war einmal vor Jahren, da lebte ein Schorsch, der mit dem Trinken aufhörte. Man hatte ihm gesagt, er spiele mit seinem Leben. Es klappte. Er war guter Dinge und lebte ein friedliches Leben. Nach ein paar Monaten besuchte er seine Eltern, die weit weg, hinter den sieben Bergen wohnten. Sie nannten eine wohl sortierte Hausbar ihr eigen und pflegten einen gemäßigten Trinkalltag. Am Abend sah Schorsch ihnen - mit einem Glas Wasser in der Hand - beim Trinken zu. "Kein Problem", freute er sich. Am zweiten Abend wiederholte sich das Spiel.
Am dritten Tag war er allein in der Wohnung. Er spürte, wie ihm urplötzlich das Wasser im Mund zusammen lief. Wie aus heiterem Himmel durchzuckten ihn Alkohol-Gedanken-Blitze. Nur für Sekundenbruchteile. Bevor er sich's versah, hatte er einen guten Whisky in der Hand. Dann einen Obstler, und schließlich noch... Aus jeder Flasche schnell einen Schluck, damit es nicht auffiel. Die Hemmschwelle war überschritten. Gelegenheit macht Diebe.Wieder zu Hause, war Schorsch festen Willens, keinen Alkohol mehr zu konsumieren. Es klappte. Bis 17 Uhr. Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit rollte sein Auto wie von Geisterhand gelenkt zum Supermarkt, den Schorsch nach wenigen Minuten mit zwei Flaschen Grappa im Rucksack verließ. "Heimlich" im Keller leerte er sie. Die Dinge nahmen ihren Lauf...
Jetzt bin ich hier. Nach einer furchtbaren Nacht wollte und konnte ich "damals", am 15. Oktober, nicht mehr. Heute geht es mir gut. Aber ich bin sehr wachsam. Versuche keine alkoholischen Berührungspunkte zuzulassen. Habe Weihnachtsfeiern abgesagt, auch den Weihnachtsmarkt mit den "Kollegen", die ohnehin nur die Glühweinstände abklappern. Ich habe ganz sicher keinen Alk zu Hause.
Tja, und da er nicht gestorben ist, so lebt und schreibt und freut sich heute noch der Schorsch (im "normalen" Leben kein besonders ängstlicher Mensch).
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