Beiträge von duza32

    Hallo Nicolle und Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Als erstes muss ich dir ganz hart sagen, dass wir dir hier keine Tipps geben wie du deinen Mann vom trinken wegholen kannst.
    Wir können nur dir helfen, den du hast gemerkt das du hilfe brauchst. Das ist schonmal der erste Schritt.
    Jeder Mensch ist für sich selber verantwortlich und muss entscheiden was er tun oder lassen muss um glücklich zu sein.
    Da du dich hier angemeldet hast muss dein Leidensdruck schon groß sein, deshalb würde ich dir ernsthaft ans Herz legen einen Therapeuten aufzusuchen.
    Vorallem auch um deine Kindheit aufzuarbeiten. Mit einer alkoholkranken Mutter, war es bestimmt nicht leicht aufzuwachsen. Und unsere Kindheit prägt uns für unser ganzes Leben. Die Liebe, die man da nicht bekommen hat, versucht man sich wo anders zu holen, und zwar meistens um jeden Preis.
    Mann hängt sich oft an eine Person, die einem nicht gut tut, und fäng an zu kämpfen.
    Du bist noch sehr jung und deine Kinder sind noch sehr klein, du braucht deine Kraft für dich und die Kinder. Verschwende sie nicht an den Kampf mit dem Alkohol.
    Such dir einen guten Therapeuten, am besten einen der sich mit Co-Abhängigkeit auskennt und lass dich behandeln.
    Und schreib uns auch hier weiter wie es dir geht.
    Viel Kraft und einen lieben Gruß
    Duza

    Hallo Miezekatze,

    Wie geht es dir?
    Da du nicht mehr hier schreibst, gehe ich stark davon aus, dass du nach Hause gegangen bist. Auch wenn das stimmt, schreib hier weiter wie es dir geht. Viele von uns, (mich eingeschlossen), können das nicht so einfach von heute auf morgen, wollen weiter vertrauen und hoffen, und wenn sie dann wieder entäuscht werden, schämen sie sich und wollen keinem mehr was sagen, und leiden noch stärker weiter. Ich weiß wie es ist, wenn man stark sein will und es dann doch nicht schafft. Mann denkt dann, man hätte versagt. Das ist die Co-Abhängigkeit. Und hier wollen wir dir raus helfen.
    Und wer weiß, vielleicht kommt bei dir ein Happy End, das wär doch auch mal was für dieses Forum. Doch wenn nicht, dann schäm und verstecke dich nicht. Wir sind hier für dich da. Und wir alle haben das auch schon durchgemacht.

    Lieben Gruß Duza

    Hallo,
    Ich war eben bei meiner Psychologin und habe das erste Mal offen und ehrlich über meine Gefühle und Gedanken gesprochen, die wollten raus, ich konnte die nicht mehr drinbehalten. Sie hat mir dazu geraten es auch nach außen zu sagen und zu zeigen. Ich versuche es hier mal zu üben.

    Ich schäme mich sehr. Und zwar dafür das ich den Kampf verloren habe.

    Ich bin sehr, sehr wütend. Dass der Scheißalkohol gewonnen hat, das er mir meinen Mann weggenommen hat, das er meinen Kindern den Vater weggenommen hat.

    Ich bin wütend, sehr wütend auf meinen Mann, dass er das zugelassen hat, dass er nichtmal versucht hat zu kämpfen.

    Ich fühle einen großen Schmerz. Langsam wird mir bewusst das mein Mann mich nicht liebt, und das er es vielleicht auch nie getan hat.

    Ich habe Angst. Davor wieder zu versagen. Ich habe Angst meine wahren Gefühle zu zeigen.

    Ich sitze hier und die Trännen laufen mir das Gesicht runter. Im moment weiß ich nicht mehr weiter.

    Da ich schon wieder hier sitze und zweifle das richtige getan zu haben, schreibe ich ein paar Zeilen die mich dran errinnern sollen, das es nicht anders ging.

    Mir ist schon vor sehr langer Zeit aufgefallen das mein Mann zuviel trinkt, doch ich wollte es nie wahrhaben, dass er ein Alkoholiker ist, da in meiner Familie fast jeder trinkt. Es gibt kein Fest ohne Alkohol, und da ich viel Verwandschaft habe, gab und gibt es auch viele Gelegenheiten dazu. In meiner Familie gibt es auch ein paar Alkoholiker, ein paar davon sind schon sehr lange trocken und die anderen sehen das als nicht so schlimm, wenn man sich ab und zu ( täglich ) was gönnt. Mir war das auch nie so bewusst, weil es mich ja nicht anging, und ich bin ja quasi damit aufgewachsen, bis vor ca. 4-5 Jahren. Mich hat es extrem angekotzt das mein Mann öffters von der Arbeit betrunken nach Hause kam. Meine Kinder waren klein und ich konnte nicht arbeiten gehen, weil ich es ihm nicht zugetraut hatte sich um die Kinder zu kümmern, wenn ich nicht da bin. Ich habe dann doch eine Arbeit gefunden, wo ich nachts arbeiten konnte, die Kinder schliefen in dieser Zeit.
    Dann musste ich aber an einem Sonntag bis 11Uhr morgens arbeiten, hab mir dabei nichts gedacht, bis die Kinder und mein Mann aufstehen und und frühstücken, bin ich schon längst wieder zu hause. Ich kam um halb 12, mein Mann saß da mit meinem Bruder, die beiden waren so voll, das sie kaum sprechen konnten. Das andere Mal als ich an einem Sonntag um 4Uhr morgens arbeiten sollte, meinte mein Mann garnicht über Nacht nach Hause kommen zu müssen. Ich habe den Job aufgeben müssen. Mir wurden Vorwürfe gemacht das ich zu faul zum Arbeiten bin. Habe sehr schnell eine andere Arbeit gefunden. ( nicht weil ich mich schuldig fühlte, ich wollte was für mich tun) Die Arbeitszeiten waren ok. 4 mal die Woche vormittags, als meine Kinder im Kindergarten und Schule waren. Ich konnte mich schon damals gar kein Stück auf meinen Mann verlassen. Nach ca. einem halben Jahr fragte mich eine Kollegin, ob es mir gut geht, und das ich sehr schlecht aussehe, ( keiner wusste da von meinen Problemmen). Ich habe die Aussage sehr ernst genommen und bin sofort zu meinem Hausarzt gerannt und ihm alles erzählt. Er hat mich auch zu einem Psychotherapeuten überwiesen. Bis ich einen Termin bekommen haben, habe ich mich sehr viel im Internet über diese Krankheit informiert. Ich bin damals schon in diesem Forum gelandet und habe um Hilfe gebeten. (Weiß das Login von damals nicht mehr) Meiner damaliegen Meinung nach wollte mir hier aber keiner helfen, jeder hat mir nur dazu geratten den Mann zu verlassen. Das wollte ich aber nicht hören und hab mich auch nicht wieder eingelogt. Dann kam der erste Termin bei der Therapeutin. Endlich habe ich gedacht, die wird mir ein paar tipps geben wie ich meinen Mann trocken legen kann. Sehr schnell hat sie mir aber gesagt das sie mich behandeln muss und nicht meinen Mann und das es keine Pille gegen die Krankheit gibt. Gut hab ich mir gedacht. Ich kann ihn nicht verlassen, also muss ich lernen damit zu leben. Mit der Hoffnung das irgendwann, irgendwas passiert und er von selber aufhört. Es haben doch auch die anderen geschafft, sogar in meinem nähreren Umfeld.
    Ich war stur, und habe nach einer Pille im Internet gesucht. Hab irgendwo gelesen das man so eine Person fallen lassen muss, in aus dem Schlafzimmer ausquatieren, für ihn nicht mehr kochen und waschen. Hmm hab ich mir gedacht, wenn das hilft, versuchst du es doch mal.
    Ihm war das egal, war sogar froh, das er keine Rechenschaft ablegen musste und erst Recht einen guten Grund zum trinken hatte. Auf meiner Seite war der Schmerz und die Schuldgefühle, das ich keine gute Ehefrau für ihn bin. Ich habe zwar halb gelernt damit zu leben, ich habe teilweise mein Ding durchgezogen und er seins. Es gab nur sehr selten ein Wir. Immer wenn ich ein Wir wollte, habe ich mich dazu gesetzt und habe auch den einen oder anderen getrunken, damit wir uns nicht so ganz auseinander leben.
    Gottseidank habe ich schnell gemerkt, dass das keine Lösung ist. Also weiterhin, er sein Ding und ich meins. Ich konnte mich mit der Zeit auf garnichts mehr verlassen. Früher dachte ich nur drüber nach in welchem Zustand er nach Hause kommt, und dann wann, oder ob er überhaupt nach Hause kommt. Wir haben nichts mehr miteinader unternommen. Wenn er mal nüchtern war, hat er getan als ob nie was geschehen wäre, und da ich auch keinen Streit haben wollte, habe ich auch so getan. Dann fing er langsam an wieder zu trinken und ich habe weiter nichts gesagt, wollte keinen Streit, bis mir der Kragen geplatzt ist und ich doch was gesagt habe. Ihm kam es wieder ganz gelegen, wieder ein paar Wochen ruhe und Grund zum trinken. Dieser Zustand ging die letzten 2Jahre ohne Unterbrechung. Immer als ich ihn auf sein Trinkverhalten angesprochen habe, kam die gleiche Ausrede. Viel Arbeit, viel Stress, ohne Alkohol hält er das nicht aus. Wenn ich mich trennen will, soll ich das tun, ihm ist das egal. Mir ging es immer schlechter, körperlich und psychisch, bis ich irgendwann wegen Panikkatacken im Krankenhaus gelandet bin. Erst jetzt habe ich meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht. Erst jetzt weiß ich das ich wirklich an mir und nur an mir arbeiten muss. Ich will nicht mehr damit leben müssen. Ich muss für meine Kinder und für mich ein neues Leben beginnen. Ohne Alkohol.

    Hallo nochma,
    Die einzige Veränderung die du live sehen wirst, wird die negative sein, vielleicht wird er sich am Anfang etwas zurücknehmen, das wird aber nicht lange anhalten. Sein Zustand wird immer schlimmer, die verbalen Angriffe und Beschuldigungen werden immer schlimmer, dir wird das immer mehr weh tun, und du wirst immer kraftloser. Das ist was du live erleben wirst.
    Ich weiß wovon ich spreche, ich hab das selber duruchgemacht.
    Er braucht Zeit um zu erkennen was er will, und du braucht die auch. Warum willst du die euch nicht geben?
    LG Duza

    Guten Morgen,
    Sei mal ganz ehrlich.
    Wird er dir das abnehmen? Nach dem du schon das vierte mal angedackelt kommt. BZW. nimmst du dir das selber ab, dass du es dann durchziehen wirst. Warum willst du Ihm nicht die Zeit geben sich zu beweisen, dir zu beweisen das er es ernst meint. Das kannst du doch aus der Ferne beobachten. Alkoholkranke Menschen habe so viele Tricks im Ärmel um uns den Honig ums Maul zu schmieren um nicht mit dem Trinken auhören zu müssen.
    Zeig ihm dochmal wieviel Wert du dir selber bist, den sonst wirst du für ihn auch nichts Wert sein.
    Wünsche dir viel Kraft
    Lg Duza

    Guten Morgen,
    Gestern Mittag kam der Brief von der Anwältin und Abends hatte ich das Gespräch mit meinem Mann. Was soll ich dazu sagen, alle und alles andere sei Schuld daran, nur nicht der Alkohol. Ich habe mir von anderen Flausen in den Kopf legen lassen.
    Am Anfang habe ich zwar geheult, bin aber standhaft geblieben. Noch nie war ich so klar im Kopf wie gestern. Das tat verdammt weh zu sehen wie wenig man einem bedeutet mit dem man 13 Jahre verbracht hat, mit dem man 2 wundervolle Kinder hat und den man Jahre lang versucht hat zu retten ohne an sich selber zu denken. Naja, das ende vom Lied, er wird mit dem Trinken nicht aufhören und im Laufe der Tage ausziehen, ich soll ihm nur ein paar Sachen zusammenpacken. Ich kann nicht behaupten, dass mich das gewundert hat.
    Als mein Sohn dann später zu mir kam, mir sagte das er mich lieb hat und es hasst wenn ich weine, wusste ich um so mehr das richtige getan zu haben.
    Lg Duza

    Hallo Mietzekatze,
    Wenn du jetzt nach Hause gehst, wirst du ihm nicht die Chance geben dir zu zeigen was er tut. Du wirst ihm damit zeigen das er weiterhin mit dir tun kann was er will. Du wirst ihm damit eine Freikarte zum weitersaufen geben.
    Ein Alkoholkranker, wird dich immer belügen, dir einreden das du an allem Schuld hast und dich für bekloppt erklären wenn du doch dahinterkommst was er macht und ihn darauf ansprichst. Vertrauen kannst du nie mehr, solange er trinkt. Aber das solltest du doch am besten wissen, wenn du schon das vierte mal abhauen musstest. Du schreibst er will wissen wo ihr jetzt steht. Weißt du das? Ich glaube kaum.
    Ich kann dir da leider keine weiteren Ratschläge geben, den ich versuche gerade selber einen Schlußstrich zu ziehen. Das ganze was du geschrieben hast, kenne ich ganz gut. Und ich weiß das sich nichts zum positiven ändern wird wenn wir nichts ändern. Wir können nicht immer von anderen verlangen uns glücklich zu machen, wir müssen uns selber glücklich machen. Und wenn die anderen nicht mitziehen möchten, sollen sie fernbleiben.
    Lg Duza

    Hallo Aurora, und danke für deinen lieben Zuspruch

    LG Duza

    Danke Lindi,
    Habe gestern noch was zur Beruhigung genommen und habe miche schlafen gelegt. Heute morgen geht es mir wieder besser, der Verstand ist wieder bisschen klarer. Eigentlich geht es Tagsüber immer besser, als abends.
    Tagsüber denke ich an die schlechten Seiten, habe das Betrunkene Gesicht meines Mannes vor mir und weiß genau, bis hierher und nicht weiter. Doch Abends (weiß auch nicht warum) kommen dann immer die Bilder der guten Zeit auf, das Gehirn gräbt irgenwas aus der weiten Vergangenheit wieder auf, so das ich dann ins Schwanken komme.
    Gruß Duza

    Gerade ist mir zu Heulen zu Mute. Mein Verstand sagt mir, dass ich das einzig richtige mache, aber mein Herz blutet gerade. Meine Psyche hat sich heute auch schon wieder gemeldet, hatte wieder ne leichte Panikattacke. Sein Handeln bestätigt mich eigentlich immerwieder in meinem Vorhaben, doch wenn ich an die nächste Zeit denke könnte ich laut losheulen. Warum sind wir Co´s den so schwach?

    Hallo,
    das hab ich mir auch schon überlegt, das es besser ist, es ihm vorher schon zu sagen, ich kann mir nähmlich gut vorstellen, dass, wenn er das in dem Brief liest, hier ein Krieg entstehen würde. Und Krieg ist das letzte was ich will, schon der Kinder wegen.
    Gruß Duza

    Ab heute ist es amtlich. Ich habe den Kampf gegen den Alkohol verloren.
    War eben bei einer Anwältin und habe das Trennungsjahr eingereicht. Da wir beide im Mietvertrag stehen und es keine häusliche Gewalt ist, muss er nicht ausziehen, doch er wird jetzt von der Anwältin angeschrieben und gebeten dies zu tun mit einer Frist zum 30.10. So langsam bekomme ich aber doch ein bisschen Angst davor, was er tun wird wenn er den Brief erhält. Bis jetzt ist er nie handgreiflich gewesen, doch ab und zu flogen schon Sachen, nicht nach mir aber in der Gegendrum, wenn er sich von mir zu stark angegriffen gefühlt hat. Hoffentlich wird das nicht so schlimm. Ich überlege gerade ob ich es ihm vorher schon sage, oder ob er es durch den Brief erfahren soll. Wäre für Tipps von euch dankbar. Mir kommt das alles noch sehr unwirklich vor, wie ein Traum oder besser gesagt ein Albtraum. Mal schauen wie es mir geht, wenn es mir krar wird, dass das die Wirklichkeit ist.
    Gruß Duza

    Hallo nochmal,
    Wenn du ihn aus dem Schlafzimmer rausschmeissen willst, dann tu es, aber tu es für Dich, um seine Fahne nicht mehr riechen zu müssen oder ( ich weiß nicht ob es bei deinem Mann schon soweit ist) das Gejammer im Schlaf zu hören. Und bitte, hör auf sein Trinkverhalten zu kontrolieren, den das kannst du eh nicht, wenn er mehr trinken will, dann wird er es tun. Er trinkt vielleicht in deiner Gegenwart 3 Bier, was er nebenher trinkt, wirst du nicht bemerken. Doch du wirst bemerken das er mehr und mehr betrunken ist, und das wird dich fertig machen. Wenn du ihn darauf anspricht, wird er dich anlügen und dich für bekloppt erklären, dir irgenwelche Spinnereien anhängen, bis du irgendwann selber an deinem Verstand zweifelst.

    Gruß Duza

    Hallo Miasia,
    Wenn ich deine Geschichte lese, muss ich lachen, du schreibst quasi meine Geschichte auf und zwar in Einzelheiten, ich hab schon überlegt ob wir nicht mit dem selben Mann verheiratet sind. Ich dachte auch, wenn er doch nur bisschen weniger trinken würde wär alles in bester Ordnung. Dann habe ich versucht mich von ihm abzuwenden, wir haben oft Wochenlang nicht miteinander gesprochen. Das Ergebniss von dem ganzen war, mir tat das immer mehr weh und er hatte seine Freiheit und konnte machen was er wollte, und was er wollte wissen wir hier alle. Als er dann mal wieder quatschen wollte kam er und tat so als ob nie was passiert wäre, hat dann auch 2 Tage eine Trinkpause eingelegt um mich zuberuhigen, was ihm auch gelungen ist. Ich war dann wieder auf Wolke sieben und jedes mal ( es waren unzählige Male ) wieder auf die Schnautze gefallen und jedes mal war der Absturz tiefer und hat mehr weh getan. Ich habe bei dir in den Zwischenzeilen gelesen, dass du versuchen willst durch dein Verhalten Seins zu ändern. Vergiss es, das wirst du nicht schaffen auch wenn du denkst, vielleicht ist ja mein Mann anders als die anderen Alkoholiker, er ist doch so lieb wenn er nichts oder wie du es sagst nur wenig getrunken hat. Ich kann dir nur sagen. Vielleicht ist dein Mann anders als andere Männer aber er trinkt immer noch den gleichen Alkohol. Und das was dein Mann sagt oder tut wird vom Alkohol gesteuert. Es sitzt ein kleines Teufelchen bei ihm im Gehörn und je mehr er trinkt desto größer und bösartiger wird das Teufelchen und wehe du versuchst dem Teufelchen den Alkohol wegzunehmen, dann wirst du schon sehen was du davon hast.
    Ich kann dich übrigens sehr gut verstehen, dass du dich noch nicht trennen willst, du hast noch nicht alle Phasen durchgemacht die Eine Co durchmachen muss um endlich zu verstehen das man ganz unten angekommen ist, das es nicht weiter runter geht. Natürlich wäre es gesünder vorher loszulassen, aber ich kenn das ganze aus meiner eigenen Erfahrung, ich wollte auch auf keinen hören der mir gutes geraten hat, die Hoffnung war immer größer als der Verstand.
    In diesem Sinne wünsch ich dir Alles gute.
    Duza

    Hallo Aurora,

    Hmm, eigentlich geht es garnicht schnell, mit dem Gedanke spiele ich schon seit Monaten, wenn nicht sogar seit Jahren rum. Nur jetzt habe ich beschlossen ernst zu machen. Vor ca. 2,5 Monaten war es schonmal so weit, da habe ich ihn gebeten auszuziehen. Und damals war es eigentlich auch schon eine abgeschlossene Sache für mich. Er wollte aber das ich ihm 2 Wochen Zeit gebe um sich eine Wohnung zu suchen. Er könnte ja schliesslich nicht im Auto schlafen. In der Zeit habe ich gesundheitliche Probleme bekommen, bis ich wegen Herzrasen und Atemnot im Krankenhaus gelandet bin. Ich war eine Woche stationär da und es wurden alle möglichen Untersuchungen gemacht, die haben von Schlaganfall bis Herzinfakt vermutet, die Anzeichen dafür waren da. Doch am Ende hat sich rausgestellt das ich Panickattaken hatte und mich zum Psychiater überwiesen. In dieser Zeit kam eins zum anderen, er hat sich 2 Wochen Urlaub genommen und mir versprochen das er jetzt entgültig aufhört zu trinken. Was soll ich dazu sagen, natürlich habe ich das geglaubt, obwohl ich es hätte besser wissen sollen, nach den ganzen Jahren, aber die Hoffnung war nun mal zu groß. Den ersten Tag nach dem Urlaub kam er so voll nach hause, wie sonst auch immer. Naja, dachte ich mir, der erste Tag nach dem Urlaub, man sieht die Kollengen wieder und kippt sich einen, ab morgen geht es wieder weiter mit der nüchternen Phase. PUSTEKUCHEN, es sind jetzt 1,5 Monate vergangen und in der Zeit habe ich ihn 2 mal Sonntags morgens nüchtern gesehen.
    Eigentlich machte mich das nichts aus, da wir ja eh nicht miteinander gesprochen haben und ich schon lange mein eigenes Leben lebe, ausser das wir uns die Wohnung und das finanzielle teilen ist da nichts mehr. Doch als er betrunken zum Spiel unseres Sohnes kam, hat es endlich bei mir KLICK gemacht. So kann es nicht weitergehen.
    Gruß Duza

    Guten Morgen,
    Ich war eben beim Amtsgericht und hab mir einen Beratungsschein geben lassen. Auch schon einen Anwalt angerufen und für morgen einen Termin ausgemacht. So lagsam wird es mir mulmig zu Mute. Hoffentlich bekomme ich bis morgen keine Zweifel.
    Gruß Duza

    Ja, es wird keine leichte Zeit für mich, ich weiß auch garnicht wie die Kinder reagieren, habe Angst mit denen darüber zu sprechen. Der erste Schritt ist getan und Zweifel habe ich im Moment auch keine, das richtige getan zu haben, auch wenn mein Mann das wahrscheinlich für einen dummen Scherz hält.
    Hmm, mal sehen was der Tag morgen bringt. Ob ich irgendwie weiterkomme und mehr wisse, wie ich weiter vorgehen soll.
    Lg Duza

    Ich war eben bei meiner Psychologin, sie sagte mir das ich beim Amtsgericht erstmal eine Prozesskostenhilfe beantragen kann. Aus der Wohnung will ich selber nicht raus. Ein Großteil meiner Verwandschaft wohnt in der nähe, und wenn ich gehen würde, würde er die Wohnung eh nicht haben wollen, das weiß ich genau. Naja, ich hoffe das es kein allzugroßer Krieg wird, schon wegen den Kindern. Das schlimme ist, man kann nicht mehr vernünftig miteinander reden, das einzige was rauskommt sind Beleidigungen und Vorwürfe, und das allerschlimmste, dass es kein Gespräch im nüchternen Zustand werden wird, den dazu müsste ich ihn morgens auf der Arbeit anrufen und das will ich auch nicht. Naja mal sehen, ich gehe erstmal morgen zum Amtsgericht und dann sehen wir weiter.
    Grus Duza

    Guten Morgen,
    Ich bin seit knapp 13 Jahren verheiratet, habe 2 Kinder. Seit ca. 6 Jahren bin ich Co-abhängig. Vor 4 Jahren habe ich eine Therapie gemacht um zu lernen damit umzugehen und natürlich dachte ich damals, dass durch meine Veränderung sich auch mein Mann verändert. Ja ja, wie naiv das war, weiß ich jetzt. Ich werde nicht ausführlich schreiben was ich alles durchgemacht habe, denn es wurde hier schon soo oft beschrieben.
    Vor ca. 2 Monaten hatte ich meine ersten Panickattaken und bin jetzt in Psychotherapeutischer Behandlung. Ich habe den Kampf mit dem Alkohol aufgegeben. Habe keine Lust und keine Kraft mehr. Ich will aus dieser Beziehung raus. Die ganze Zeit wollte ich keine Trennung, ich hatte Angst alleine zu bleiben, doch jetzt weiß ich das ich schon lange alleine bin. Ich wollte an der Beziehung festhalten und hoffte immerwieder dass es besser wird, doch jetzt weiß ich das es schon lange keine Beziehung mehr gibt.
    Nach Wochenlanger Überlegung habe ich gestern meinen Mann gesagt, dass ich diese Woche zum Anwalt gehen werde um die Scheidung einzureichen.
    Ich richte mich jetzt an euch, weil das hier wahrscheinlich schon viele durchgemacht haben und hoffe von Euch unterstützung zu bekommen, vorallem in rechtlichen Angelegenheiten. Wie soll ich jetzt vorgehen, an wenn soll ich mich wenden. Mein Mann war bis jetzt Alleinverdiener, ich selber habe kein Geld, in der langen Zeit sind Schulden aufgekommen, ausserdem haben wir noch einen Kredit abzubezahlen.
    Ich kann doch nicht einfach so zum Anwalt gehen, habe kein Geld dafür, und vom Amt bekomme ich auch nichts, weil der Verdienst meines Mannes ja noch da ist. Wie kriege ich ihn dazu auszuziehen, er will das nähmlich nicht.
    Fragen über Fragen
    Würde mich über Antworten feuen,
    Gruß Duza