Beiträge von Zotti

    Hallo Georg und alle Mitleser,

    hier wird nichts einstauben, da passe ich schon auf. Aber will ja auch nicht hier mein Leben verbringen und alles posten. Mein Leben findet ja da statt wo ich bin.

    Durch die Abstinenz bin ich irgendwie ausgeglichener geworden. Ich bin sozusagen von der Überholspur auf die rechte Spur gewechselt. Da kann ich mir auch erlauben, hier und dort mal anzuhalten und zu verweilen, mir bisher unbekannte Dinge anzusehen und auszuprobieren.

    Es ist einfach nur schön.

    Mit meiner ambulanten Suchttherapie hab ich noch nicht angefangen, aber ich bin weiter dran.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Samsara,

    schöne Geschichte...mit den Hunden.

    Zitat

    Machen wir nicht häufig die äußeren Umstände (Arbeit, schlechtes Wetter, unfreundliche Menschen oder was auch immer) für unser Unglück verantwortlich?

    Irgendwo hab ich neulich erst etwas gelesen, wie sehr unsere Gedanken unser Empfinden beeinflussen. Denn es sind nicht einmal die äußeren Umstande, sondern lediglich unsere Gedanken über die äußeren Umstände!

    Z.b. beim Wetter: wenn wir nicht denken würden, "was für ein Mist Wetter", sondern "schön es regnet, die Natur braucht es so sehr", würde es uns schon viel besser gehen.

    Ich finde es wahnsinnig interessant, Dinge so aus anderen Perspektiven zu sehen. Stehe da aber auch noch ganz am Anfang.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Steilbergauf,

    ich feue mich richtig, dass du wirklich noch da bist.
    Leider gibt es hier aber auch viele , die nach kurzer Zeit wieder verschwinden...

    Irgendwie scheint uns alle das gleiche zu beschäfigen:

    Zitat von steilbergauf

    Der Weg zur "inneren Ruhe" ist es, der mich momentan eher fasziniert und beschäftigt im Denken und TUN...... Langsamkeit, Achtsamkeit,Meditation und "Downgrading".... im Alltag , im Beruf und privat .....das hilft mir.....

    Mir ist auch sehr wichtig, mit mir selbst ins Reine zu kommen und irgendwie den Stress und die Hektik von mir fern zu halten.

    Einfach mal tief durchatmen, um wieder etwas runterzukommen, ist schon ganz normal geworden. Da muss ich nichtmal mehr dran denken, das passiert von selbst, wenn es zu hektisch wird.
    Heut im Buchladen, hab ich mir ein Buch zu mehr Gelassenheit gekauft, da kann ich sicher auch viel mitnehmen.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Samsara,

    für mich sind die Dinge von denen ich Träume immer ganz wichtige Sachen, die erst nehmen, umsetzen, angehen oder ändern sollte.

    Zitat von Samsara

    Heute Nacht habe ich von Nepal geträumt - verfolgen mich jetzt meine Reisepläne schon im Schlaf :lol:

    Auf gehts...

    Viele Grüsse
    Zotti

    Guten Morgen,

    danke Maik für deine Worte. Wenn ich von dir lese, hört sich das das alles immer so gut sortiert und überlegt an. Und da steckt soviel drin, was ich für mich mitnehmen kann.

    Deshalb lese ich auch so gern bei dir, oder von dir.

    Das ist wohl auch die Antwort auf meine Frage:

    Zitat von Contemplation

    Aber das ist nunmal das tückische an der Sucht. Sie war zu stark als das mich jemand hätte vom Gegenteil überzeugen können, bis ich meine eigenen Schlüsse aus meinen Erfahrungen gezogen hatte.

    Einmal von Alkohol eingefangen, muss man erst an seinem Tiefpunkt angekommen sein, um wieder rauszukommen.

    Für mich selbst war ich da an einem Punkt, wo ich mir sagte, entweder du unternimmst jetzt etwas, oder es geht ab jetzt ganz schnell bis ganz nach unten.
    Lange hab ich gehadert mit mir, wollte ich doch nicht meinen "liebgewonnenen Freund" den Alkohol, gehen lassen...

    ... aber dann hab ich den richtigen Weg gewählt Es war nicht der leichtere, aber der schönere.

    Viele Grüsse und ein schönes Wochenende
    Zotti

    A ... Abhängigkeit
    L ... Leiden
    K ... Krankheit
    O ... Organschäden
    H ... Hirnschädigung
    O ... Orientierungslosigkeit
    L ... Leberzirrhose

    ... das war gestern meine Beschäftigung beim einschlafen.

    Hallo Volkmar,

    es ist durchaus normal, dass man in dieser Zeit solche und andere Sachen träumt und sich an diese auch noch erinnern kann.

    Der Schlaf ohne Alkohol ist ein ganz ander, er normalisiert sich wieder. Du hast dann Tiefschlafphase und Traumschlafphasen.

    Ich würde es auch als positiv bewerten:

    "Plötzlich knalle ich das Glas Bier auf den Tisch und schreie, nein ich will keinen Alkohol mehr trinken, basta."

    Es ist in deinem Kopf angekommen und beschäftig dich selbst im Schlaf.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Maik,

    ach du bist auch so einer der immer am Fenster hängt und die Nachbarn beobachtet ... :wink:

    Zitat von Contemplation

    Er geht seit über fünf Jahren Morgens und Abends auf die Suchtstation zum Pusten!

    Das finde ich aber gut, vom diesem Herren, dass er das so lange konsequent macht. Jeder muss seinen Weg finden...

    Mir hilft es auch einwenig, dass ich meine Termine beim Hausarzt und Suchtberatung habe. Ist zwar nur so einmal im Monat, aber irgendwie fühle ich mich dann noch etwas mehr verpflichtet weiter auf meinem Weg zu bleiben.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Guten Morgen,

    danke Prinzessin, ja so denke ich auch:

    Zitat von Prinzessin?


    Das ist nun vorbei für uns! Und gut isses!

    ... nur mit einem Zusatz noch, da will ich nie mehr hin zurück.

    Irgendwie beschäftigt mich die Frage:

    Gibt es irgend etwas, wodurch ich mich hätte eher aus der Sucht befreien können?

    Geht es euch auch so? Habt ihr eine Antwort gefunden?

    Immer wieder beschäftigt mich diese Frage, ich hatte ja schon viel früher gemerkt, dass etwas nicht stimmt.

    Viele nachdenkliche Grüsse
    von euer Zotti

    Hi Claro,

    schöner Vergelich, hab es grad für mich "nachgemessen" (133/4380), das ist ja erschreckend...

    ich hör auch immer ganz genau hin, wenn jamand nach mehrjähriger Abstinenz wieder rückfällig wird und innerhalb kürzester Zeit wieder voll auf seinem alten Level ist ... dann weiß ich, wo ich stehe. Ganz am Anfang!

    Zotti

    Jeden Sonntag kommt mir die Erinnerung an den 14.10.12.

    Ich lasse die Erinnerung auch ganz bewusst zu und denke wieder drüber nach.

    Das war der Sonntag, an dem ich bemerkt habe, dass ich dem Alkohol völlig machtlos ausgeliefert bin ...

    ... den übriggebliebenen Wein, vom Vortag konnte ich nicht stehen lassen! Gegen Mittag war der letzte Rest getrunken ... und mir ging es total besch...

    Irgendwas in mir sagte, so geht es nicht weiter. In den folgenden Tagen ging es mir auch nicht viel besser, mir wurde klar in welchem Mist ich stecke und das was passieren muss. Viele Tränen sind geflossen und eines wurde immer klarer, ich wollte die Chance, die sich mir gerade bot nutzen. Die Chance, dass mein Innerstes keinen Alkohol mehr wollte.

    Am folgenden Freitag hab ich mich dann hier angemeldet, jetzt konnte ich ja, jetzt wollte ich ja dauerhaft trocken bleiben. Regelmässig hier gelesen hatte ich da schon, aber ich "durfte" mich ja noch nicht anmelden, da ich ja noch damit beschäftigt war, meine eigenen Erfahrungen zu machen, das kontrolliertes Trinken nicht funktioniert.

    Jetzt war ich bereit. Bereit mich auf einen neuen Weg zu begeben...

    Noch hatte ich keine Ahnung was da kommt , aber egal es konnte nur besser werden.

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    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag, geniest die Schneeflocken draußen, oder den heißen Kakau auf dem Sofa.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Natalje,

    das ist gut, dass du so auf dich konzentriert bist. Denn für dich geht es erstmal nur um dich! Alles andere kommt später.

    Zitat von natalje

    ...weiß nicht, im Moment bin ich so auf mich konzentriert...

    Die Abstinenz fällt mir immer noch so verdächtig leicht! Ich bin geradezu dankbar und glücklich, nicht mehr trinken zu müssen. Hoffentlich bleibt das noch eine Weile so. Weiß gar nicht, ob ich schon stark genug wäre, mit einem "Jieper" oder "Saufdruck" fertigzuwerden.

    Gerade wenn es dir jetzt so "leicht" fällt, solltest du dir schon Gedanken machen, für den Ernstfall. Hast du dir schon mal so eine Liste gemacht mit den Vor und Nachteilen vom Nüchternsein? Mach das ruhig mal schriftlich, du wirst erstaunt sein, was da alles zusammen kommt. Und im Ernstfall denkst du dann auch viel leichter an die Vorteile der Abstinenz.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Guten Morgen,

    ich schreib zwar nicht so oft und muss dann immer meinen Thread suchen, aber ich finde ihn immer wieder *lach*

    Gestern ist mir beim abendlichen Spazierengehen, irgendwie diese 24 Stunden durch den Kopf gegangen.

    Ich kann mich ja damit nicht wirklich anfreunden, wenn ich sagen würde:
    "Heute trinke ich nichts, was morgen ist weiß ich nicht", wäre es mir viel zuviel Unsicherheit / Planungssicherheit darin enthalten... und ich musste mich doch täglich mit der Frage beschäftigen: "Trinke ich heute, oder trinke ich nicht?"
    Das ist mir zu anstrengend, ich brauch da mehr Stabilität!

    Beim gestrigen Nachdenken, ist mir dann klar geworden, dass ich es bisher nicht an der Zeit festgemacht habe, ob ich trinke oder nicht, sondern an der Situation.

    In etwa so: "Es ist zwar gerade eine blöde Situation (Ärger, Stress), aber wenn ich jetzt trinke, ändert sich an der Situation nichts, aber auch garnichts. Eher hab ich dann die Zeit dazu genutzt mir gedankliche Wege aus der Situation zu suchen.

    Hat bis jetzt gut funktioniert :lol:

    Allerdings habe ich nichts dagegen, wenn jemand mit diesen 24 Stunden denkt, jeder muss seinen Weg finden.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Guten Morgen,

    upps, wie schnell die Zeit vergeht ... schon 4 Monate vorbei.
    Und das gute ist, diese Gedanken , die ich anfänglich noch hatte, "ich könnte doch mal wieder, ich hab doch jetzt schon lange nicht mehr" ist irgendwie abhanden gekommen. *und das ist gar nicht schlimm*

    Weiter geht, es liegt noch viel schöne Zeit vor mir...

    An dieser Stelle, auch nochmal vielen Dank an das Forum.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Maik und Nala,

    es ist zwar nicht mein Thread und die Frage auch nicht an mich gerichtet, aber ich finde das ist eine Interessante Frage:

    Zitat von *Nala*

    Du schreibst, du wärest gerne schon ein Jahr weiter. Das klingt so, als müsstest du deine Zeit absitzen und auf etwas warten. Dein Weg ist das Ziel, oder siehst du das anders?

    Mir fällt da nämlich gerade auf, dass ich nach den ersten Wochen oder 2 Monaten gerne auch schon weiter gewesen wäre. Gerne hätte ich da da gesagt, es ist schon ein halbes Jahr oder Jahr. Warum? Ich vermute mal, das es einfach die Angst war, es nicht zu schaffen...

    Jetzt als ich die Frage an Maik gelesen habe, musste ich erst kurz überlegen. Und nein es ist gut so, wie es ist. Manchmal würde ich mir fast wünschen, die Zeit etwas langsamer laufen zu lassen, denn die Veränderungen, welche ich durchmache sind schon enorm. Irgendwie muss ich ja auch noch lernen, mit meinem "neuen Ich" umzugehen.

    Dir Maik, wünsche ich weiterhin alles gute. Bleib auf deinem Weg. Es ist schön, dass du nun hier im Forum öfters zu lesen bist.

    Und ich bin mir sicher, auch du wirst deinen Platz im Leben finden.

    Viele Grüsse
    Zotti

    Hallo Jessi,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

    Mir geht es ähnlich wie dir, wenn du schreibst:

    Zitat von Jessie81

    ...Fast so als sei ich Beobachter des Lebens von jemand anderem...

    Ich merke auch ständig "neue" Dinge an mir, die ich so von mir nicht kannte. Deshalb ist es für mich auch manchmal so, als beobachte ich jemand anderen, aber tatsächlich nur mich selbst.

    Und es sind durchaus schöne Seiten, die da zum Vorschein kommen. Da schaue ich gerne noch genauer hin.


    Viele Grüsse
    Zotti (Frischling, 17 Wochen trocken)