Zitat von Karsten
Was mich wundert bei dir?
Du bist nun 55 Jahre alt, gerade mal zwei Wochen ohne Alkohol, aber deine Beiträge lesen sich, als wüsstest du sehr genau, was für dich richtig, wichtig und notwendig ist?
Gruß
Karsten
Guten Morgen, Karsten,
meine Strategie erscheint mir viel versprechend und plausibel. Trotzdem werde ich, wie schon dargelegt, stets versuchen, sie zu widerlegen. Erst wenn diese Widerlegung nicht gelingt, verbuche ich sie als erfolgreich für mich. Ich arbeite gerade an der Möglichkeit, ein anderes (linguistisches) Phänomen in mein Konzept einzubetten: wir lesen und schreiben hier naturgemäß ständig über Alkohol und oft sogar Sätze wie "ich muss nicht mehr an Alkohol denken". Scheinbar ein Paradoxon, denn in diesem Satz denken wir an Alkohol. Aber nur scheinbar, denn wir denken tatsächlich auf der ersten Metaebene (M1) über das Denken an Alkohol nach. Ich schreibe gerade auf M2, denn ich denke über das Nachdenken über das Denken an Alkohol nach. Was ich nun sehr interessant finde: Das Denken an und Schreiben/Lesen über Alkohol auf M1 scheint niemandem etwas auszumachen, unabhängig davon, wie oft das Wort Alkohol im Text steht. Es entstehen keine Blitzgedanken, innere Unruhe oder gar "Saufdruck". Es scheint, und das ist metaphorisch zu verstehen, eine "Schutzschicht" zwischen der Objektebene (O = sozusagen das alltägliche (Er-)Leben) und M1 zu geben. Ich habe nun darüber nachgedacht, woran das liegen könnte. Ich stellte für mich fest, dass ich M1 mit bestimmten Bildern assoziiere: icb sehe das Forum, die Texte der anderen Foristen, meine eigenen Texte, das morgentliche Aufsuchen des Forums, meinen Kaffee, den ich dann immer trinke. Sehr spezifische Bilder also, die sich von denen in O vollkommen unterscheiden. Ich werde nun für mich untersuchen, ob es möglich ist diese M1-Assoziationen für O nutzbar zu machen.
Gruß, Jonas