Beiträge von c2h5oh

    Zitat von Tocco54

    Neben individuellen und ueberindividuellen psychischen Auslösern bzw Verstärken,läuft ja im Gehirn bei jedem auf neurochemischer Ebene das gleiche Programm ab.Stichwort Dopamin ,GABA etc.Ich denke Alkoholismus ist eine neurobiologische Hirnerkrankung ,uberspitzt formuliert.
    LG T.

    Hallo Tocco54!

    D'accord. Zumindest die Folgen des Konsums manifestieren sich zweifellos in Störungen des "Neurotransmitter-Haushalts". Ob, umgekehrt, diese Störungen Alkoholismus auslösen oder zumindest begünstigen, ist (noch) unklar. Man ist mit solchen Hypothesen zum Glück vorsichtig geworden. Ich möchte in diesem Zusammenhang an die "Dopamin-Hypothese" (Schizophrenie) aus den späten 60ern erinnern, die sehr euphorisch präsentiert und schnell populär wurde. Davon ist nicht viel übrig geblieben. Veri- und falsifizierende klinische Studien halten sich die Waage.

    LG, Jonas

    Zitat von garcia

    liegt ebenfalls wohl daran daß ich eigentlich - wie viele aus meiner Generation - ursprünglich von Rockmusik geprägt wurde (die daran hängenden Mythen und popkulturellen Illusionen sind auch ein wesentlicher Teil meiner Suchtgeschichte).

    Guten Morgen, Frank!

    Ich möchte kurz auf diesen wichtigen Sucht-Aspekt eingehen. Rockmusik und die vielen von der Musikindustrie lancierten Pseudo-Subgenres hat mich nie interessiert. Interessiert hat mich allerdings das gesellschaftliche Phänomen. So habe ich als Jugendlicher mehere Studien über die Wirkmechanismen dieser Musik gelesen. Tatsächlich basieren jene im Wesentlichen auf der Abmischung der Schallfrequenzen, die bei entsprechnder Lautstärke wie eine Droge wirken: Rockmusik ist eine "Rückenmarksmusik", das musikalische Material (ich spreche von der Textur, nicht von der infantilen Ideologie) ist für die Wirkung der Droge so zweitrangig wie die Flaschenform für uns Trinker. Auch dort entwickelt sich eine "Musiksucht", und ich war damals selbst Zeuge eines "Musikdrucks". Das kam so: ein Mitschüler (14/15 Jahre alt) besuchte mich. Ich weiß nicht mehr, warum. Bei mir läuft niemals Musik "im Hintergrund". Es spielte sich dann eine Szene ab, die an Loriot gemahnt. Nach wenigen Minuten wurde der Junge unruhig, spielte mit seinen Händen, nestelte am Sessel,konnte nicht stillsitzen. Dann:
    "Hast du keine Musik?"
    "Nein." (Junge wurde zusehens unruhiger)
    "Überhaupt keine Musik?"
    "Nein."
    "Kennst du die neue Scheibe von Speisequark in grief?"
    "Nein."

    Er bleib nur noch kurze Zeit. Damals gab's zur schnellen Beruhigung noch keinen Flach-, bzw. Walkman. Er musste wohl schnell los, um Musikstoff zu besorgen.
    Ich Affinität des Rockmusikhörers zu Alkohol und anderen Rauschdrogen ist bekannt. Was mich interessiert: hat schon jemand "Saufdruck" bekommen, wenn er Musik gehört hat, die mit dem Trinken eng verknüpft war?

    LG, Jonas

    Zitat von dorothea

    für uns gefährlich ist ethanol ( C2-H5-OH ) alles andere hat keinen einfluß auf unsere sucht.

    Eben erst gelesen. C-H4-OH (Methanol, 1-wertiger Alkohol) sieht aus wie Ethanol, wirkt in den ersten Minuten auch sehr ähnlich. Doch ab einer Aufnahme von 1g Methanol pro kg Körpergewicht wird's lebensbedrohlich. Zur Suchtentwicklung fehlt dann allerdings die Zeit, weil der Tod vorher eintritt.

    Gruß, Jonas

    Zitat von garcia


    Nimm meine sicherlich amateurhaften Geschmacksbeschreibungen nicht als Wertungen, es sind eher Inkompetenzerklärungen. Ich weiß das wohl - leider.

    LG Frank

    Du leidest an deinen Defiziten. Das ist großartig. Das ist ungleich wertvoller als die abstoßende kleinbürgerliche Attitüde, wonach alles unwichtig und vor allem überflüssig ist, was ich selbst nicht verstehe. "Meine" Emma Kirkby möchte ich dir zum Einstieg in den Gesang empfehlen. "O let me weep" von Purcell und "I saw my Ladye weepe" von Dowland (genauer alles von Purcell/Dowland, ach alles, was Emma Kirkby singt...) könnte dir gefallen. Sie ist keine Irin, aber wenn ich sie höre, sehe ich eine saftig-grüne irische Wiese und eine Wäscheleine. Eine irische junge Frau hängt vergnügt Wäsche auf und singt unbekümmert, rein und klar eine Volksweise, nur dass Emma natürlich eine professionelle Ausbildung hatte. Vor ihrem Gesangsstudium studierte sie Altphilologie und schloss mit dem M.A. ab. Daher weiß sie auch, was sich gehört und spricht ein anständiges Latein. Dieses "Italo-Latein" (crutschifixus...) kann ich nicht ertragen. So sehr ich Gardiner und den Monteverdi Choir schätze; Bachs h-moll-Messe in "Italo-Latein" ist für mich eine Zumutung. Ich habe Emma auf ihrer Webpage schon mal angefleht, wenigstens Schuberts "Gretchen am Spinnrad" und "Du bist die Ruh'" und natürlich Schumanns "Frauen Liebe und Leben" zu singen. Das muss unbeschreiblich schön sein. Macht sie nicht. Nach Mozart ist Schluss. Ich schätze ihre Konsequenz natürlich.
    Und hör dir mal "Die Nacht" aus Schönbergs Pierrot Lunere an (Sprechgesang). Der Pierrot Lunere gehört auch zu meinen Lieblingen.

    LG, Jonas

    Zitat von silberkralle

    ich erscheine zu verabredungen meistens 15 minuten zu früh (um verspätungen zu vermeiden) da wär es wohl angebracht, wenn ich bei dir vor der tür warten würde bis es punkt 6:00 ist?

    Hallo silberkralle,

    ja, das würde ich begrüßen. Wenn ich eingeladen werde und komme zu früh, mache ich einen Spaziergang, bevor ich pünktlich läute. Meistens koche ich für meine Gäste. Das Essen wird pünktlich fertig. Gäste, die zu früh kommen, stören meine Konzentration, auch wenn sie sich in einem anderen Raum aufhalten.

    LG, Jonas

    @Frank

    OT, wenn du mal diefür mich ergreifendste "Kurzoper" hören willst: aus Bachs Matthäus Passion "So ist mein Jesus nun gefangen", ich bevorzuge meine "unsterbliche Geliebte" Emma Kirkby, Sopran mit James Bowman, Counter.
    Was in diesen durchschnittlich 4.50 Minuten geschieht, ist ungeheuerlich: unendlicher Schmerz und Trauer über die Hinrichtung eines Unschuldigen (Duett), die ängstlich, zaudernden Einwürfe des (passiven) Chores (Volkes) "Lasst ihn, haltet, bindet nicht" (Gardiner hat's begriffen, viele andere sind), schließlich Zorn, Wut, ja Anklage: Gott, wo bist du? Wo hast du dich versteckt? Warum greifst du nicht ein? Ein unschuldiger Mensch wird ermordet. "Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden?". Ein furioses Fugato mündet schließlich in ein Unisono, das den anti-kapitalistischen "Arbeiterchören" Hanns Eislers in nichts nachsteht: "dem falschen Verräter das höllische Blut!".

    LG, Jonas

    Zitat von garcia


    Alle diese Fragen haben dieselbe Antwort und die ist schlicht.
    Weil du Jonas bist - nix weiter. Ein Individueller Mensch und als solcher nicht zu ersetzen.

    Guten Morgen, Frank!

    Vielen Dank für deine empathischen Worte. Ich habe inzwischen gelernt, mein So-Sein zu akzeptieren. Dabei haben mir auch die Mit-Foristen in der Autisten-SHG geholfen. Viele, so wie auch ich, haben auch immer mal versucht, '"die Anderen" zu simulieren, besonders wenn sie eine Beziehung eingegangen sind. Die Folge war i.d.R. Dauerstress bis hin zum Zusammenbruch. Ich habe gelernt, diese Versuche nicht mehr zu unternehmen. Ich lebe in meinem geschützten Bereich, habe nur fünf Sitzgelegenheiten, sodass nie mehr als vier Gäste kommen können. Die wissen, dass sie um 6 Uhr kommen müssen (c.t. räume ich ein wegen möglicher verkehrsbedingter Zeitverzögerung ein), wenn sie für 6 Uhr eingeladen sind. Meine Töchter kommen immer pünktlich.
    Weil ich weder Vorzeichen noch "Saufdruck" bisher erfahren habe, trainiere ich meine Techniken durch (gedankliche) Simulation. Die Feuerwehr übt ja auch, wenn es nicht brennt. Nur der Feuerwehrmann Karl Valentin hatte Pech: er konnte während seiner Lehrzeit nichts lernen, weil es nicht gebrannt hat, und "die ganze Stadt haben wir nicht niederbrennen wollen wegen dem Verdruss für die Leut." (der Münchner Dialekt trägt zum Charme der schönen Groteske entscheidend bei.)

    LG, Jonas

    Zitat von garcia

    Zitat: " Weil ich mich und meine Existenz verabscheue, hatte ich nie die Motivation, das Trinken für mich aufzugeben. "

    Hat sich an dieser Einstellung dir/deiner Existenz gegenüber etwas verändert? Wenn ja wodurch - wenn nicht wie könnte sich daran etwas verändern?

    LG Frank

    Hallo Frank!

    Die Korrespondenz mit meinem Bekannten aus Cambridge (er lebt und lehrt dort nicht mehr, hatte vorübergehend eine Klinik in ländlicher Umgebung geleitet und ist seit einem Jahr Emeritus, hat also viel Zeit für die Korrespondenz.) war und ist fruchtbar. Ich habe das Amor Fati Nietzsches gelernt: Liebe dein Schicksal. Ich bin so und kann es nicht ändern. Meinen Töchtern scheine ich auch nicht zu viel Schaden zugefügt zu haben, beide sind sehr erfolgreich an der Universtät und betreuen nebenbei niedrigfunktionale Autisten und Lernbehinderte.
    Meine Existenz war nicht eingeplant. Meine Mutter unternahm alles, um mich abzutreiben, ohne Erfolg. Dann war ich also da. Ich soll ein schreckich süßes Baby gewesen sein. Dann fing man an, sich zu sorgen. ich lächelte nie und sprach kein Wort. Man brachte mich in eine Kinderklinik zur Beobachtung. Diagnose: Autismus (damals noch nicht spezifiziert. Nun gut, ich habe die Ein- und Zweiwortsätze übersprungen. Meine ersten Worte mit knapp drei Jahren) sollen gewesen sein: "Opa, was machst du denn da? Schuhputzen?" Da waren sie alle erleichtert. Nun gut, aber warum spielte ich nie mit Kindern? Warum schob ich geräuschvoll keine kleinen Autos über den Teppich? Warum lachte ich nicht und interessierte mich nur für Musik? Warum war meine Lieblingsbeschäftigung das Stillsitzen und die Erwachsenen beobachten? Warum erstarrte ich zu Stein, wenn man mich "spontan" anfasste oder gar in den Arm nahm? Meine Mutter erzählte mir auch, dass ich so überaus brav und ernst gewesen bin (damals die Kardinaltugend!), dass eine Ärztin an den Cafehaustisch trat und mich kaufen wollte (Preis DM 1000,-).
    Jetzt muss sich arbeiten.

    LG, Jonas

    Zitat von silberkralle


    ich hab eingeübt (konditioniert?) in situationen die mich triggern, sofort jemanden (aus ner shg) zum reden aufzusuchen (O ?) - inzwischen reicht es mir, wenn ich drann denke das ich zu jemandem fahren kann (M1 ?)
    (kurze bestätigung gewünscht)

    glück auf

    :D
    matthias

    Hallo silberkralle,

    ja, das ist richtig. Im ersten Fall konntest du dich von O noch nicht lösen, du brauchtest ein Gegenüber, um die möglichen negativen Folgen abzufedern. Im zweiten Fall abstrahierst du auf die nächste Stufe (das Denken des gedachten Gegenstandes). Dein Text ist auf M2, das Denken des Denkens des gedachten Gegenstandes. Ich gehe davon aus, dass diese Technik, wenn sie immer wieder trainiert wird, vieles erleichtert..

    LG, Jonas

    Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    :)
    Am Anfang habe ich mir selbst noch eine Geschichte geschrieben und die Hauptfigur mit allen Attributen belegt, die mir gefallen. Dann hat er mir was zu trinken angeboten, ich habe es genommen und danach hat er mich, während er das Lied sang, das ich immer vorm Ausgehen hörte, getötet.
    Das half mir zum Beispiel in dem Augenblick, als ich mir bei Sorbas dachte: Halt warte, ich will auch mit.

    Dieser Ansatz fasziniert mich. Vielen Dank für deine Ausführungen. Ich muss jetzt meinen Spaziergang machen.

    LG, Jonas

    Zitat von silberkralle


    seh da ne übereinstimmung aber auch n unterschied - ich will auch immer alles ganz genau wissen allerdings machst du das wesentlich intensiver, es scheint mir für dich "notwendig" zu sein?

    Hallo silberkralle,

    ja, das ist notwenig für mich. Für mich ist es auch gleichgültig, ob jemand lebt oder schon lange schon tot ist, solange mich seine Gedanken faszinieren. Die meisten großen Gedanken sind schon gedacht worden; sie können allerdings in einem neuen Kontext neue, interessante Verknüpfungen generieren. Ich freue mich immer über anregende Kommentare, unter anderem über deine.

    LG, Jonas

    schnuffig

    addendum: dein Kommentar ist auch deshalb sehr fruchtbar für mich, weil mir nun vollkommen klar ist, dass es beim Versuch M1-Assoziationen in O anzuwenden, nicht zu einer Vermischung der Ebenen kommen darf. Das heißt, die O-Erlebnisse müssten ohne Rest auf M1 gehoben werden. Vorläufige Denkfigur: Ich sehe eine Alkohol-Szene in O und denke sofort daran, über diese Szene zu schreiben -> die Bilder aus M1 werden abgerufen (dieses Forum, die anderen Foristen, deren Texte usw.).
    Nochmals danke!
    LG, Jonas

    Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    Bei Büchern ist das bei mir anders als in diesem Teil im Forum. Weil es bei mir einen Unterschied macht, ob jemand über Alkohol schreibt oder darüber wieviel und was er trinkt.
    Alexis Sorbas hatte ich mir fürs Erstlesen aufbewahrt und als es dann endlich soweit war, konnte ich seine Sauforgien nicht ausblenden.

    Liebe Grüße

    Hallo schnuffig!

    Ja! Das ist eine sehr gute Analyse. Gleiches gilt für Haseks Schwejk (auch für seine Humoresken, z.B. "Der Abstinenzlerabend"). Da reiht sich ein Besäufnis ans andere, und die Säufer (vor allem Feldkurat Katz aus dem ersten Teil) sind, wenn auch gebrochen, Sympathieträger. Die Essenz, die vermittelt wird: Abstinenz ist lustfeindlich, das Leben ist zu kurz für so einen Unsinn, los, hoch die Gläser.) Wie bei Sorbas werden O- und M1 vermischt. Das kann tatsächlich triggern. Vielen Dank für deinen erhellenden Kommentar!

    LG, Jonas

    Zitat von Karsten

    Hallo Jonas,

    warum so kompliziert?

    Sicherlich wird das Wort Alkohol hier in vielen Beiträgen verwendet, aber mich schreckt dieses Wort nicht ab, weil mir der Alkohol nichts getan hat.
    Ich kann nur nicht mit den Alkohol umgehen.

    Hallo Karsten,

    ich empfinde es nicht als kompliziert. Für mich ist es wichtig, Sachverhalte so präzise wir möglich zu erfassen, d.h., ich muss mir einen Begriff machen. Ich bin schon recht lange in einer online-SHG für hochfunktionale Autisten. Wir sind dort alle Individuen so wie hier, ähneln uns aber darin, dass zumindest viele Probleme nur auf diese Weise lösen können.

    Gruß, Jonas

    Zitat von Karsten


    Was mich wundert bei dir?
    Du bist nun 55 Jahre alt, gerade mal zwei Wochen ohne Alkohol, aber deine Beiträge lesen sich, als wüsstest du sehr genau, was für dich richtig, wichtig und notwendig ist?

    Gruß
    Karsten

    Guten Morgen, Karsten,

    meine Strategie erscheint mir viel versprechend und plausibel. Trotzdem werde ich, wie schon dargelegt, stets versuchen, sie zu widerlegen. Erst wenn diese Widerlegung nicht gelingt, verbuche ich sie als erfolgreich für mich. Ich arbeite gerade an der Möglichkeit, ein anderes (linguistisches) Phänomen in mein Konzept einzubetten: wir lesen und schreiben hier naturgemäß ständig über Alkohol und oft sogar Sätze wie "ich muss nicht mehr an Alkohol denken". Scheinbar ein Paradoxon, denn in diesem Satz denken wir an Alkohol. Aber nur scheinbar, denn wir denken tatsächlich auf der ersten Metaebene (M1) über das Denken an Alkohol nach. Ich schreibe gerade auf M2, denn ich denke über das Nachdenken über das Denken an Alkohol nach. Was ich nun sehr interessant finde: Das Denken an und Schreiben/Lesen über Alkohol auf M1 scheint niemandem etwas auszumachen, unabhängig davon, wie oft das Wort Alkohol im Text steht. Es entstehen keine Blitzgedanken, innere Unruhe oder gar "Saufdruck". Es scheint, und das ist metaphorisch zu verstehen, eine "Schutzschicht" zwischen der Objektebene (O = sozusagen das alltägliche (Er-)Leben) und M1 zu geben. Ich habe nun darüber nachgedacht, woran das liegen könnte. Ich stellte für mich fest, dass ich M1 mit bestimmten Bildern assoziiere: icb sehe das Forum, die Texte der anderen Foristen, meine eigenen Texte, das morgentliche Aufsuchen des Forums, meinen Kaffee, den ich dann immer trinke. Sehr spezifische Bilder also, die sich von denen in O vollkommen unterscheiden. Ich werde nun für mich untersuchen, ob es möglich ist diese M1-Assoziationen für O nutzbar zu machen.

    Gruß, Jonas

    Zitat von liv

    Ich verstehe Selbsthilfe einfach ungefähr so (auch wenn das sicher nicht einwandfrei korrekt ist), dass jeder, wenn er will, seine Erfahrung zum Thema (und auch sonst) beisteuert und ich das für mich herausziehen kann, was mir etwas bringt. Nichts anderes versuchte ich.

    Hallo liv,
    aber ja, deine Auffassung deckt sich mit meiner. Es wäre ja wenig zielführend und anregend, wenn jeder thread nur ein Monolog wäre. Ich konnte hier auch schon Erfahrungen anderer, die ich selbst noch nicht gemacht habe, in mein Konzept integrieren. Was die Authentizität angeht: ich könnte den Gedanken Goethes (sein Hohelied der Toleranz) selbstverständlich in (scheinbar) eigene Worte kleiden, aber dann fühlte ich mich als Plagiator. Außerdem ist das Gedicht wunderschön. Wie das Tempo (scheinbar) anzieht in der letzten Strophe durch die plötzliche Änderung des Endreimschemas : von ABAB nach ABBA, die nachdenklich fragenden ersten beiden Strophen gehen über in eine strenge (Selbst-)Ermahnung.

    LG, Jonas

    Zitat von liv

    Du schreibst über mich, analysierst mich, stellst meinen Beitrag in Frage.

    Gruss

    Hallo liv,
    nein, ich schreibe nicht über dich, sondern versuchte ein logisches Paradoxon im Text mittels eines scherzhaften Analogons deutlich zu machen.
    Außerdem freue ich mich, dass du einen für dich passenden Weg gefunden hast. Kennst du das Gedicht "Beherzigung" von Goethe? Die zweite Strophe:
    edit: Gedicht editiert

    LG, Jonas

    Zitat von Karsten

    Hallo Jonas,

    bisher wurde dieser Hinweis, dass die Freischaltung für die offenen Forenbereiche bei Inaktivität deaktiviert wird, nicht sooo eng gesehen, aber bei längerem nicht schreiben über Monate, muss man sich dann nicht wundern, wenn jemand nicht mehr schreiben kann.

    Hallo Karsten,
    danke für diese mich beruhigende Antwort. Ich brauche meine (Arbeits-)Rituale und feste Zeiten, sonst fühle ich mich sehr unbehaglich.
    Gruß, Jonas