Beiträge von c2h5oh

    Zitat von Paddy


    Ist Deine Familie bis heute nicht eingeweiht? Weiß niemand, dass Du süchtig bist und Du gerade dabei bist Deine Trockenheit zu erlangen?

    Guten Morgen Paddy,

    doch, die wissen das. Die wissen auch, wie ich an Probleme herangehe und dass ich sie auf diese Weise (und nur auf diese Weise) lösen kann.

    LG Jonas

    Zitat von oldie

    Nein, es könnten auch Lebensmythen wie zb. Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles, eine Erklärung darstellen. Glaubenssätze, die manchen von uns insbesondere denjenigen der älteren Generation als Ideal von sehr mächtigen Organisationen hingestellt werden.

    Hallo,

    vollkommen einverstanden. Und sehr präzise erfasst.
    LG Jonas

    Zitat von Frozen Tears


    Aber was passiert dann tatsächlich mit dem sogenannten Suchtgedächtnis? Diese Frage habe ich mir schon vorher gestellt.
    Geht man davon aus, dass man ein Leben lang süchtig bleibt existiert dieses Suchtgedächtnis doch weiter.
    Vielleicht aber in einer anderen Form?

    Hallo,

    leider müssen die Frage (noch) bejahen. Viele Jahre Abstinenz können das Suchtgedächtnis (bei Aktivierung: bedingte Reaktion) zwar abschwächen, aber nicht ganz löschen. Eine gelungene Konditionierung ist nämlich so erfolgreich wie eine angeborene Reaktion/ein angeborener Reflex (Saugreflex, Schutzreflex etc). Gegenkonditionierung bewirkt den Austausch der bedingten Reaktion gegen eine andere (gegenteilige). Vielleicht kennt der eine oder andere das aus Agenten-Filmen: er wurde einer "Gehirnwäsche" unterzogen. Die haben ihn "umgepolt", und jetzt arbeitet er für die Gegenseite.
    Für uns Suchtkranke hat das sehr lebensnahe Konsequenzen. Selbst nach sagen wir 20 Jahren Abstinenz kann es beim Besuch der ehemaligen Stammkneipe unter ungünstigen Umständen (Stressoren wie beruflicher oder privater Ärger, Unausgeglichenheit o.ä.) zum Suchtdruck/Rückfall kommen. Wissen und Wachsamkeit ein Leben lang ist deshalb meine Devise.

    LG Jonas

    Zitat von Seekrank


    ich glaube nicht das es CO ist ! Es ist gut das es Menschen gibt die anderen helfen, wenn diese in Not geraten.Co würde ich empfinden wenn man Hilfe aufdrängt,obwohl der andere nicht will,oder nicht darum gebeten hat.Und Co empfinde ich ,wenn man so viel hilft das eigene Grenzen überschritten werden.Ich mich selbst erschöpfe und ermüde !

    Liebe Grüsse

    Guten Tag,
    so sehe ich das auch. Der Aspekt des Größenwahns ist trotzdem interessant. Auf eine Formel reduziert verläuft der Weg in die Co-Abhängigkeit etwa so:
    Mensch macht deutlich, dass ich sehr gut für ihn bin, dass nur ich ihm wirklich helfen kann, dass nur ich diese Fähigkeit habe. Ich bin nur ein Mensch und fühle mich deshalb geschmeichelt, empfinde auch Überlegenheit bis hin zum Größenwahn, denn nur ich bin fähig, diesem Menschen zu helfen. -> der andere macht deutlich, dass er sich wieder schlechter fühlen wird, wenn ich und nur ich ihm nicht helfe, denn nur ich kann ihm helfen. Die Beziehung nimmt eine bedrohliche Richtung. Kann ich z.B. unbeschwert in den Urlaub fahren? -> der andere hat gelernt, dass er in mir, dem passionierten und fähigen Helfer, das richtige Opfer gefunden hat. Urlaub? Drei Wochen weg? Der andere kann mir nicht garantieren, dass ich ihn nach so langer Zeit noch lebend vorfinde. Ich bleibe wohl doch besser zu Hause, riskieren will ich nichts.
    Die Falle hat zugeschnappt. Ich habe den "Umkehrschluss" - hilfst du und du mir nicht, vernichtest du mich, du trägst dann die Schuld, du bist verantwortlich - benebelt vom Gefühle des Triumpfes nicht bemerkt.

    LG Jonas

    Zitat von Frozen Tears

    Du schreibst ja, dass Du immer zuhause getrunken hast. Eine Kneipe, ein restaurant oder nur eine bestimmte flasche im Supermarkt verbindest Du also nicht mit Deiner Sucht?
    Wie siehts es aus bei Dir zuhause. Verbindest Du da nichts mit der Sucht?

    Guten Morgen,

    ich habe das Ritual von der Wohnung abgetrennt, denn ich möchte nicht umziehen oder in einem Hotel wohnen. So habe ich die Vorbereitungszeit radikal geändert. Damit um 12.30 das Bier-Ritual beginnen konnte, musste ich am Vormittag einkaufen gehen. Meine Einkaufszeit habe ich in den Nachmittag verlegt. Das war sehr ungewohnt für mich und deshalb gut für diesen Zweck. Ich kaufe jetzt stets am Nachmittag ein. Flaschen im Supermarkt erzeugen durch meine Gegenkonditionierung ein Ekelgefühl.

    LG Jonas

    Zitat von silberkralle

    glück auf jonas

    ich denk das is n fehler, ne überreaktion (trotz?) - "Konditionierung" is das was du grade sehr erfolgreich machst. wenn du also darüber schreibst, bist du bei dir (und ich könnt wieder was lernen).

    Vielen Dank für die netten Kommentare. Mein Dilemma hier ist logisch unlösbar: schreibe ich so wie ich schreibe, kritisiert man ständig, wie ich schreibe. Ich scheine auch der Einzige zu sein, dem diese Ehre zuteil wird. Welchselte ich den Code, würde man mir vorwerfen, die Foristen plötzlich wie kleine Kinder zu behandeln und sie für dumm zu halten.
    Silberkralle, was ich bei mir unternehme, ist eine Gegenkonditionierung. Funktioniert bei Ratten und bei mir. Die Konditionierung fand bei mir und bei allen anderen Suchtkranken vorher statt. Nur ein Beispiel:
    Kneipe = neutraler Reiz (man kann alles mögliche trinken, essen, spielen etc.), Alkohol = neutrale Reaktion (man kann ihn trinken oder was anderes oder nur was essen). Durch wiederholtes Trinken von Alkohol in einer Kneipe wird der neutrale zum bedingten Reiz (in die Kneipe zum Alkoholtrinken, was denn sonst?) und der Alkohol zur bedingten Reaktion: Geh in eine Kneipe, trinke ich natürlich Alkohol, ist doch klar. Das wird gelernt und konditioniert. Deshalb wird vollkommen zu Recht besonders von Hartmut immer wieder davor gewarnt, Orte aufzusuchen, bei denen diese Konditionierung stattgefunden hat, weil sonst der unbedingte Reiz (man trinkt ja nicht mehr) trotzdem die bedingte Reaktion hervorrufen kann, es kann plötzlicher Suchtdruck entstehen. Kneipe steht hier für alle Orte, Situationen, Gelegenheiten, die mit dem Trinken von Alkohol eng verknüpft sind.

    LG an alle
    Jonas

    Zitat von Tocco54


    Mir gefällt deine Art und du hast mir weitergeholfen .Dafür möchte ich mich bei dir bedanken.

    Hallo Tocco54, das nette Kompliment gebe ich gerne an dich zurück. Du hast mir mit deinen Fragen und Anmerkungen auch sehr geholfen. Mit meinem Bekannten bereite ich eine Feldstudie vor, in die auch "Marker" im weitesten Sinne einfließen werden, die ich dir zu verdanken habe. Es liegt noch sehr viel Validierungsarbeit vor uns (Katamnese vor allem. Der Pool ist groß, die Auswahl klein...), denn die oral addictive personality wird auch in meinem Umfeld kontovers diskutiert.
    Dafür möchte ich mich bedanken.

    LG Jonas

    Zitat von patience

    Danke für die vielen anregenden Gedanken in deiner "Vorstellung".

    Guten Morgen liebe patience,
    du hast mir mit deinem Beitrag eine Freude gemacht. Nur darum geht es mir, um meine Vorstellung, verlangt wird aber von einigen meine Verstellung. Ich habe den mehrdeutigen Thread-Titel mit Bedacht gewählt. Ich stelle mich vor und schreibe über meine Vorstellungen. Jeder Interessierte kann, wie es hier oft betont wird, von meinen Ausführungen mitnehmen, was er möchte.

    LG Jonas

    Zitat von Paddy

    Mir ist nämlich aufgefallen, dass Deine ersten Einträge total überhäuft waren mit sogenannten 'Fremdwörtern' und jetzt auf Seite 52... Du Dich irgendwie angenähert hast.

    Ich lese aus Deinem Thread heraus, dass Du ja einen ganz besonderen Weg gewählt hast Dich von Deiner Sucht zu befreien.
    Das hört sich schon (für mich) spannend an, was Du da schreibst. Wenn ich das lese, frage ich mich ob das wohl funktionieren wird. Ich frage mich auch, ob man es dann auch auf andere Süchte übertragen könnte.
    Sinn und Zweck des Forums hier ist es ja von den Erfahrungen der anderen zu lernen.

    Guten Morgen Paddy,

    nachdem du eine Weile im Namen aller Foristen geschrieben hast, bleibst du nun endlich bei dir. Das ist gut. Ich muss hier nämlich hier auch bei mir bleiben. Du verlangst aber, dass in diesem Thread jemand schreibt, der nicht ich bin. Es fällt mir nicht schwer, mich dem hier beliebtesten Code anzupassen. Ein hilfloser restringierter Code wird oft als besonders "authentisch" verkannt. Vielleicht weckt er auch Beschützerinstinkte. Aber ich schweife ab und muss bei mir bleiben. Risiskominimierung bedeutet nichts anderes als der klassischen (und auch operanten) Konditionierung Rechnung zu tragen, aber darüber schreibe ich nicht mehr. Ich will mich nicht abgrenzen, sondern einen Gedanken so präzise wie möglich formulieren. Das habe ich hier aufgegeben. Es war wahrscheinlich falsch, ein deutschsprachiges Forum aufzusuchen. Mir ist ja das gestörte Verhältnis der meisten Deutschen zu sogenannten "Fremdwörtern" bekannt (ein interessantes Kompositum übrigens...). Das berühmte Bonmot Adornos dazu werde ich natürlich nicht erwähnen. Ich suche sonst nur englischsprachige Foren auf. Dort darf ich schreiben, muss mich nicht verstellen und einen für mich unpassenden Code wählen, um nicht zurückgestoßen zu werden. Die englische Sprache besteht zu einem großen Teil aus angepasstem Latein und Griechisch. Niemanden stört das. Niemand würde krampfhaft versuchen, etwa den Begriff addictive personality in ein urgründelndes "Englisch" zu übersetzen. Deutsche lieben die Gefühlsduselei, Engländer die Klarheit.
    Weil ich aber die deutsche Sprache liebe, tausche ich mich ab und zu gerne in ihr aus. Hier muss ich sie zertrümmern und mit armseligen Restbröckchen die immer gleichen Versatzstücke schreiben. Ich kenne keine Fremdwörter, sondern höchsten mir unbekannte Wörter, die ich dann sofort kennenlernen will.

    LG Jonas

    Zitat von Frozen Tears


    Zu guter letzt würde mich jetzt doch interessieren, wie man eine körperliche, also stoffliche Abhängigkeit überhaupt mit einer gedanklichen Konditionierung beeinflussen kann. Was passiert denn dann auf neurobiologischer Ebene?

    Hallo Gefrorene Tränen (Englisch verstehen viele Foristen nicht!)

    Auf derartige Fragen antworte ich hier nicht mehr.

    LG Jonas

    Zitat von Paddy

    Oder befriedigen hier die 'gschriebenen Gedanken' Dein Intellekt?
    Das Verwenden einer Sprache, die nur ein kleiner Prozensatz von Foristen versteht

    Hallo Paddy, einige geschriebene Gedanken sind für mich anregend. Welche Foristen verstehen denn "meine" Sprache nicht? Ist das Wort "Motherboard" (Mutterbrett?) auch so schwer verständlich? Was haben die User (auch schwer zu verstehen, wenn man kein Englisch kann) unternommen, um es zu verstehen?
    Mich ermüden derartige Nachfragen.

    LG Jonas

    Zitat von Martin

    Hallo Jonas,


    meinst du dass das an Asperger liegt ?

    Wenn ich was bestellt habe schaue ich oft im Internet nach wie weit meine Bestellung schon ist.

    Ich finde das ganz normal.

    Hallo Martin,

    nein, ich glaube nicht, dass süchtiges Verhalten etwas mit Asperger zu tun hat. Wenn ich tatsächlich oft im Internet nachschaue, wie weit meine Bestellung schon ist, frage ich mich, warum ich das mache. Wenn die Lieferzeit mit drei Tagen angegeben wird, besteht doch kein Grund, schon am zweiten Tag oft nachzuschauen, wie weit meine Bestellung ist. Ich würde dieses Verhalten für mich als suchtartig verbuchen.

    LG Jonas

    Zitat von Tina

    Hallo Jonas,

    hast Du schon mal daran gedacht, Dich an ein Autismus-Zentrum zu wenden ? Sicher ist Alkoholimus dort nicht das tägliche Thema, aber vielleicht ist es möglich, in enger Zusammenarbeit mit einer Suchtberatungsstelle, einen für Dich bestmöglichen Weg zu finden.

    Hallo Tina,

    ich tausche mich auch in einer onlineSHG für Asperger-Autisten aus. Darüber hinaus tausche ich mich mit einem Bekannten aus. Danke für deine Anregung.

    LG Jonas

    Guten Morgen Forum,

    mir geht es gut. Ich konnte in den ruhigen Frühmorgenstunden meinen Roman ganz gut weitertreiben. Weiterhin arbeite ich an meiner Abstinenz. Ich untersuche, was ein möglicher Suchtdruck bei mir auslösen könnte. Ich bin oral-süchtig und kann deshalb keine Vorlust, keine Vorfreude empfinden. Ich bin gierig und muss alles sofort haben. Wenn die Gesunden sagen, Vorfreude sei die schönste Vorfreude, gilt das für mich nicht. Ich bin ein Säugling, der schreit, weil er seine Milch sofort haben will. Ich bestelle online einen Gegenstand. Es ist kein Wasser, das ich sofort brauche um nicht zu verdursten, auch kein Essen, das ich sofort brauche um nicht zu verhungern. Es ist nichts Primäres. Aber für mich wird es zum Primären. In zwei langen Tagen soll der Gegenstand geliefert werden, den ich haben will, aber nicht zum Überleben brauche. Ich bin unruhig, das Warten auf den Gegenstand, den ich nicht brauche, wird mir lang. Ich denke fast nur noch an den Gegenstand, den ich nicht brauche. Aber ich biń süchtig, der Gegenstand wird zur Milch, die ich sofort haben will. Die Auslieferung verzögert sich um eine Woche, ich fühle Enttäuschung, ich möchte die Bestellung rückgängig machen und mir den Gegenstand, den ich nicht brauche, woanders besorgen. Ich bin ein Säugling, der sein Suchtmittel, das er nicht braucht, sofort haben will. Aber ich bin ja kein Säugling, denke ich plötzlich. Ich habe Laufen gelernt, und meine Mutter ist der Kaufladen in der Nähe. Ich habe sogar schicke Kreditkarten und bin ein sehr geachteter Mann, ich brauche meine Mutter nicht, ich kann sofort losgehen und mir meine Milch, die ich nicht brauche, sofort selber kaufen. Ich brauche nicht mehr zu schreien. Ich kann mir schon die Schuhe selbst anziehen und sofort losgehen und mir sofort Bier kaufen, das ich nicht brauche, das ich trinken kann, aber nicht zu trinken brauche, das ich nicht brauche, nie mehr brauche.
    Ich arbeite auch daran, Vorlust, Vorfreude genießen zu können. Da ich nicht mehr trinke, Trunk- und Kaufsucht aber eng benachbart sind, übe ich, mich am Warten auf eine Lieferung selbst zu erfreuen.

    LG jonas

    Zitat von Tocco54

    Hallo Jonas
    Mal ein anderes Thema,wenns Dir Recht ist.Mir fällt auch im realen Leben auf,dass um ein berechtigtes Argument an den Adressaten zu bringen zuerst mit Abwertung und Unterstellung einer vorherigen Meinung oder eines Ratschlags gearbeitet wird und dann erst seine eigene Sichtweise dargelegt wird.Das scheint mir ein weit verbreitetes Phänomen.Funktioniert die Psyche so?

    Hallo Tocco54,

    die big five beschreiben ja Grundcharaktere. Bei allen Typologien, ob Riemanns Grundformen der Angst, Jellineks Trinker-Typologie u.a. muss man m.E. immer daran denken, dass kein Typus in Reinform erscheint. Das wird oft besonders in der Populärliteratur gerne unterschlagen.
    Zu deiner Frage: ich gehe davon aus, dass sich dieses Verhalten evolutionsbiologisch weit zurück verfolgen lässt. Bevor sich Tiere zum eigentlichen Kampf stellen, wird der Gegner eingeschüchtert, es wird ihm gezeigt, dass er unterlegen ist. Aufplustern, den eigenen Körper "vergrößern", Zähne fletschen u.a. Erst dann heißt's hic Rhodos hic salta, "Hosen runter", zeig, was du kannst. Der Boxsport kennt das Ritual des Anstarrens, damit soll die eigene Überlegenheit vor dem eigentlichen Kampf demonstriert werden. Prügeleien geht oft auch ein Imponiergehabe voraus. Differenziertere bedienen sich zu gleichem Zweck(!) der Mittel der Rhetorik. Indem wir zunächst einen Ratschlag erteilen, demonstrieren wir (Ratgeber-)Kompetenz in der (auch unbewussten ängstlichen) Annahme, die eigene vielleicht nicht plausible, schlecht begründbare Sichtweise würde dann weniger kritisch aufgenommen, denn schließlich haben wir schon gezeigt, wie gut wir uns auskennen.

    LG Jonas

    Zitat von Carpenter

    (...) hatte aber tatsächlich das Problem, daß ich unter Alkoholeinfluß nicht mehr so konzentriert gelesen und sogar ganze Passagen übersprungen habe...ist es Dir da ähnlich gegangen ?

    Hallo Carpenter,

    nein, leider(!) nicht. Bei (Asperger-)Autisten wirkt Alkohol meistens anders. Wir werden noch konzentrierter und fokussierter. Kontrollverlust verabscheuen wir, Enthemmung ist nicht möglich. Ich habe sehr kontrolliert jeden Tag genau dieselbe Menge (objektive ein zu große) in genau demselben Zeitraum getrunken. Nach der Abendmahlzeit zog ich mich zur Lektüre zurück. Meine Aufgabe bestand vor allem darin, diese Routine durch eine andere zu ersetzen. Das habe ich getan.

    LG Jonas
    Ein Locked-Room-Krimi à la Christie wird's nicht werden.

    Zitat von Carpenter

    [quote='c2h5oh'] .hast Du schon mal drüber nachgedacht, ihn später als ebook zu veröffentlichen ?

    Guten Morgen Carpenter,

    da warte ich mal ab, was meine "Auftraggeber" zum fertigen Manuskript sagen. Sie spielen natürlich ihren Part im Roman, das ist Ehrensache, schon weil sie mich mit wertvollen Tipps versorgen. Ich schreibe strengen Whodunnit, und ich laborierte an einem kleinen Problem in der Binnenerzählung mehrere Tage. Meine Lösung dieses Problems erschien mir zu konstruiert. Jeder Kriminalroman ist natürlich sehr konstruiert, dem Leser/Zuschauer muss die Handlung aber möglich und vor allem wirklichkeitsnah erscheinen. Das ist die Kunst dieser strengen Literaturform. Dann erlöste mich eine Tochter durch einen schönen Einfall. Natürlich hat das Lektorat dann auch noch ein paar Wörtchen mitzureden.

    LG Jonas