Beiträge von Pellebär

    Moin Calida,

    du hast getrunken und hast den Mut das ehrlich zu schreiben. Hut ab!
    Etwas möchte ich dir mitgeben. Auch ich stand, stehe in der Öffentlichkeit. Das war mir damals, als ich die Pulle in die Ecke stellte völlig egal, mein Leben war mir wichtiger. Vielleicht geht es dir trinkend noch nicht dreckig genug? Denke mal darüber nach.

    Gruß PB

    Moin Thalia,

    erst einmal, ich trage niemanden die Trockenheit hinterher. Wer um Hilfe schreit, dem helfe ich.

    Ich weiß bis heute nicht sicher, wieso ich damals umkehren konnte. Mit Alkohol ging nichts mehr, ich wollte mein Leben nicht mehr, konnte damit nichts mehr anfangen, wollte es im Alkohol ertränken. Das habe ich nicht geschafft. Äußerlich war bei mir alles in Ordnung, aber meine Seele, denke ich, konnte nicht mehr tiefer sinken. Also, entweder der totale Untergang oder aufstehen.

    Heute bin ich dankbar, dass ich gerade noch aufstehen konnte. Die letzten 7 Jahre waren und sind ein Geschenk.

    PB

    Moin du Schelm,

    ich bin nächste Woche 7 Jahre ohne Rückfall trocken. Offenbar geht es dir mit deiner Trinkerei noch zu gut, wenn du Rückfälle so locker siehst. Ich möchte keinen Rückfall riskieren, denn ich bin sicher, ein Zurück würde es für mich dann nicht mehr geben.

    PB

    Moin Hartmut,

    da bin ich mal voll und ganz bei dir. Ich kann nur über meine Erfahrungen schreiben, ich kann nur Erfahrungen anderer nachlesen und daraus mitnehmen, was mir hilft, egal, ob als Co oder Süchtiger. Das ist für Austausch und somit Selbsthilfe.

    Ratschläge und Analysen haben mich nicht weiter gebracht

    PB

    Moin,

    als mein Mann starb, war er 27 Jahre trocken. Als Co habe ich mich damals nicht empfunden, den Ausdruck habe ich erst hier kennen gelernt, wohl aber als Angehörige. Ich musste erst lernen und begriffen, was Sucht ist. Dann habe ich gehandelt. Er allerdings auch und wir haben eben diese 27 Jahre Gemeinschaft gehabt. Trotz meines Wissens über Alkoholismus bin ich später selbst abhängig geworden. Auch das habe ich erst begreifen müssen. Bevor ich verändern konnte, musste ich für mich begreifen und den festen Willen und Mut für Veränderungen aufbringen. Dabei hat mir geholfen, dass die über Erfahrungen anderer gelesen habe, für mich rausgezogen habe, was mich weiter bringt. Direkte Ratschläge hätten mir nichts gebracht.
    Ich jeder braucht ganz einfach seine Zeit - oder er kapiert es nie.

    PB

    Moin,

    wenn ich in diesem Forum angekommen bin, egal, ob als Süchtiger oder als Co, ist mir doch klar, dass in meinem Leben etwas völlig schief läuft. Das mache ich doch in der HOFFNUNG, dass ich mein Leben ändern will, um zu überleben. Die größte Hürde dabei ist meiner Meinung nach, zu begreifen, dass nur ICH mich ändern kann, um mein Leben wieder lebenswert zu gestalten.
    Viele haben es geschafft, haben die Hoffnung nicht aufgegeben, haben sie in die richtige Richtung gelenkt und sind heute glückliche Menschen.
    Das braucht Mut, Beharrlichkeit und eben auch ganz viel Hoffnung. Wenn die gestorben ist, bin ich tot.

    PB

    Moin Hans,

    schön, dass du bei mir vorbei geschaut hast. Schreite nur weiter fröhlich voran. Ich denke, so lange du fröhlich unterwegs bist, ist alles gut.
    Deine Frage kann ich nur aus meiner Sicht beantworten. Natürlich bin ich in den Jahren sicherer geworden. Ganz am Anfang habe ich zum Beispiel gegen eine wunderbare Sektwerbung ankämpfen müssen. Die Gläser waren so verführerisch schön, der Inhalt gar nicht mal so sehr. Heute ist das kein Thema mehr. Mit meinem Umfeld und auch Fremden gegenüber, gehe ich selbstbewusst um. Ich sage klar und deutlich, ich trinke keinen Alkohol, begründe es nicht, bitte um ein alkoholfreies Getränk und gut ist. Auch da habe ich anfangs rumgeeiert.
    Ich lebe mit Alkohol, weiß, es gibt ihn, akzeptiere ihn, es berührt mich nicht, wenn andere ihn trinken, I C H brauche ihn nicht mehr.
    Ich achte auf mich, sorge für innere Ausgeglichenheit, denn Spannungen habe ich mir weggetrunken. Ich fühle mich rundum sicher. Aber gerade deshalb und weil ich die Gefahr sehr ernst nehme, setze ich mich täglich mit meiner Sucht auseinander.

    Liebe Grüße und immer schön fröhlich bleiben

    PB

    Moin Karsten,

    ich denke, es geht nicht um Scham und auch nicht darum schon alles zu wissen. Bei mir war es jedenfalls so, dass ich ganz einfach so weit war. Nichts ging mehr, also bin ich hier gelandet und konnte dann auch Hilfe annehmen.

    PB