Herzlichen Glückwunsch, CF. Du hast dich von Anfang an in deinem Weg nicht beirren lassen. Mach weiter so.
LG PB
Herzlichen Glückwunsch, CF. Du hast dich von Anfang an in deinem Weg nicht beirren lassen. Mach weiter so.
LG PB
Moin Carl Friedrich,
danke für diesen Beitrag.
LG PB
Moin Carmen,
auch im 12. trockenen Jahr sage ich nicht, ich trinke nie wieder, auch nicht, ich trinke heute nicht. Am Anfang habe ich gesagt, ich will nicht, dann ich muss nicht, dann ich brauche nicht und irgendwann, ich trinke nicht, fertig.
Moin Correns,
nett, dass du bei mir vorbeigeschaut hast.
Natürlich ist jeder Weg individuell, wir sind ja Individuen. Mir ging es darum aufzuzeigen, dass ein individueller Weg aus der Sucht möglich ist, was hier ja oft angezweifelt wird.
Ich bin nicht immer zufrieden mit mir, aber nun bald ein Dutzend Jahre zufrieden trocken. Das war und ist für mich kein Kraftakt, verbunden mit Auflagen und Verboten. Veränderungen gab es in meiner Haltung, meiner Lebenseinstellung. Ich muss nicht trinken.
LG PB
Moin
Mich beschäftigt gerade mal wieder der individuelle Weg. Verträgt er sich überhaupt mit den Grundbausteinen?
Ich bin süchtig, habe eine Krankheit, die nur ich zum Stillstand bringen kann. Die Grundbausteine sind mein Fundament. Auf diesem Fundament habe ich mein trockenes Haus aufgebaut. Stein für Stein. Habe Steine wieder weggenommen, sie an anderer Stelle neu aufgebaut, Wände eingerissen, neu gestaltet, mein Fundament verstärkt, nicht zugelassen, dass eine Wand schief war, wackelte, einbrach. Über viele Jahre. Das Haus steht mittlerweile fest, es hat Stürme überstanden, übersteht gerade einen. Ich kontrolliere es regelmäßig. Das gehört zu meinem trockenen Leben.
Wichtig war und ist mir von Anfang an, dass ich mich wohl fühle in meinem Haus. Und da wird es für mich individuell. Wie alt war ich, in welchem Verhältnis lebte ich, wie zerrüttet war mein Leben, was war noch heil, was war unwiderruflich kaputt, an dem Tag, als ich aufhörte zu trinken. Es ist mir sehr leicht gefallen ohne Alkohol zu leben, ich sehe ihn, lebe mit ihm, akzeptiere ihn, er ist nicht mein Feind geworden, er macht mir keinen Suchtdruck. Auch das ist individuell, weil anderen geht es anders.
Ich habe nie gesagt, ich trinke nie wieder, aber auch nicht, ich trinke heute nicht. Ich trinke nicht, fertig. Auch das ist individuell.
Für mich und nur für mich ist es so richtig.
Bleibt gesund.
PB
Moin Carmen,
mach es dir nicht unnötig schwer. Sieh es mal von der anderen Seite, du hast erkannt, dass du eine tödliche Krankheit hast, dass du dich schützen willst. Wenn du in eine Situation kommst, die dich gefährdet, darfst du es sagen. Wenn du eine Wunde hast, lässt du dir auch nicht drauf hauen. Natürlich ist das kein Freibrief für Erpressungen. Wenn du aber Angst um dich hast, sag es.
LG PB
Moin Carmen,
es gibt Dinge, die muss man nicht begreifen. Da hilft mir einfach dumm dran glauben. Ich habe auch nie gedacht oder von mir erwartet, dass ich nie mehr trinke. Das ist mir viel zu abstrakt. Ich trinke nicht, fertig.
Beim ersten Gedankenblitz am Anfang, habe ich sofort bis zum Ende gedacht. Wo war ich, wo will ich nie wieder hin, was will ich nie wieder erleben.
Lebe den Tag. In ein zwei Jahren hat sich deine Haltung zum Alkohol geändert, und du siehst die Dinge anders.
Lenk dich ab, mach dir die Vorteile klar und bedenke die Nachteile. Und ganz viel Wasser trinken. Übernimm die Verantwortung für dein Leben, überlass sie nicht wieder dem Alkohol.
Pass auf dich auf.
LG PB
Moin Carmen,
du klingst sehr zuversichtlich, erhalte dir deine Zuversicht.
Mir hat es gerade am Anfang, aber auch heute noch, sehr geholfen aufzuschreiben, was ich erlebe, was mir durch den Kopf geht. Es hilft mir meine Gedanken zu ordnen, zu sortieren und manchmal ergeben sich dabei von ganz allein Lösungen.
Bleib am Ball, wir lesen uns.
LG PB
Moin Carmen,
du benutzt das Wort kämpfen. Ein Leben ohne Alkohol ist für mich eine Frage der Einstellung, meine Haltung, kein Kampf, keine Willensstärke.
Ich habe erkannt, dass mich das Leben ohne Alkohol frei gemacht hat. Ich entscheide über mein Leben, entscheide wann ich mit wem wohin gehe, wann ich wieder gehe, nicht der Alkohol.
Es gibt viele Gründe zu trinken, es gibt keinen Grund, wenn du nicht willst.
LG PB
Moin Peter,
ich bin ohne Therapie vor vielen Jahren trocken geworden und es geblieben. Allerdings hatte ich vom ersten Tag an dieses Forum, war zwar zwischendurch weg, bin aber wieder hier gelandet.
Für mich ist es wichtig, mich auszutauschen. Auch wenn der Alkohol inzwischen weit weg ist, bleibe ich am Thema dran, denn ich möchte nie wieder da hin, wo ich war.
Ob eine reale SHG oder diese hier oder beides, bleibt dir überlassen. Wichtig ist du tust was für dich.
Bleib am Ball bleiben.
LG PB
Moin
Eben, weil sich jeder selbst auf Kurs bringen muss, helfen dem Neuling nur die Erfahrungen anderer. Und da gibt es viele unterschiedliche. Das nennt man Erfahrungsaustausch.
PB
Moin
Ich fühle mich nicht als Ratgebende, sondern als Erfahrungsaustauscher. Meine Meinung ist irrelevant, meine Erfahrung kann ich (mit)teilen. Jeder hat die Möglichkeit, aus den unterschiedlichsten Wegen den Weg zu suchen, ihn zu finden und zu gehen, der für ihn gangbar ist. Dafür brauche ich keinen Holzhammer. Ich kann keinen in die Nüchternheit zwingen, aber aufzeigen, dass ein zufriedenes Leben ohne Alkohol möglich ist.
Dazu brauche ich nicht die Faust in der Tasche, keinen Willen und keine Stärke, sondern die Einsicht, dass ich meine Lebenseinstellung, meine Haltung dem Alkohol gegenüber verändern kann.
Ob ich einen Neuen so abholen kann, weiß ich nicht, ich kann ihn aber mit diesen meinen Erfahrungen abholen.
PB
Moin Hartmut,
nein, mein Trockensein ist, auch im 12. Jahr, nicht in den Hintergrund gerückt. Es ist meine Haltung, meine Lebenseinstellung und damit lebe ich frei und völlig unverkrampft dem Alkohol gegenüber.
Ich akzeptiere, dass es Alkohol gibt, toleriere, dass er getrunken wird, sehe ihn nicht als Gefahr für mich, denn ich brauche ihn nicht mehr. Für war und ist das Erkenntnis und kein Erarbeiten.
LG PB
Moin la vie,
als ich trocken würde, war ich allein. Mein Mann gestorben, die Kinder aus beruflichen Gründen weit weg.
Mein soziales Umfeld hat sehr positiv reagiert, hat mich unterstützt, war stolz auf mich. Ich war, als bei mir der Knoten geplatzt war, sehr von mir und meiner Trockenheit überzeugt. Das habe ich wohl auch ausgestrahlt. Dumme Bemerkungen habe ich, in nun über 11 Jahren, nie zu hören bekommen.
LG PB
Moin
Es ist still geworden im Forum. Ich bin ja auch still geworden, aber ich bin immer noch hier, bereit wieder lauter zu werden.
Ich wünsche allen eine friedliche Zeit.
LG PB
Moin
Danke für eure lieben Worte.
LG PB
Moin
20. Oktober 2008, ein nie vergesserener Tag in meinem Leben. Heute bin ich 11 Jahre trocken.
Was ich beeinflussen kann, ist nicht das Trinkverhalten der Gesellschaft, aber meine eigene Haltung dazu.
PB
Moin
12. Mai, ein besonderer Tag in meinem Leben, seit 52 Jahren.
Besonders, weil er mich an einen besonderen Tag in meinem Leben und auch an besondere, unvergessene Menschen denken lässt, die nicht mehr hier sind.
Einer dieser Menschen war eine Säule dieser Gemeinschaft, immer ausgleichend, sanft mahnend, gerecht, beharrlich, streng, dabei voller Humor und einer ganz besonderen Herzenswärme.
Sein Auabär schaut mich an, während ich hier schreibe. Gemeinsam hatten wir, neben dem Forum, unsere Teddys.
Danke, dass er hier für mich und dieses Forum da war.
PB
Moin
Dürfen darf ich schon, nur, ich habe für mich entschieden, es nicht mehr zu wollen.
LG PB
Moin
"Nasses Denken" ist für mich das Totschlagargument der Leute, die nur ihren Weg als gangbar durchsetzen wollen. Ob ich trocken oder nüchtern bin, ist mir auch im 11. Jahr ohne Alkohol egal.
Ich lebe ein zufriedenes und freies Leben ohne Alkohol. Nur das ist mir wichtig. Ob ich jemals wieder trinke? Keine Ahnung! Darüber mache ich mir keine Gedanken. Irgendwann muss ich irgendeinen Tod sterben.
PB