Beiträge von rabenweibchen

    Überlegt habe ich das auch schon. Ich glaube er steht auch ziemlich hilflos vor der Situation,aber ich weiß tatsächlich auch nicht wie er gerade drauf ist. Habe zu ihm nie ein engeres Verhältnis aufbauen können und es scheint bei ihm und meiner Tochter durch die frische Trennung noch oft sehr zu eskalieren. Noch kann ich bei meiner Tochter ein und ausgehen, das möchte ich nicht durch einen Streit zwischen den beiden aufs Spiel setzen.

    Ich nutze es bisher noch nicht aus,kündige mich immer an wenn ich zu Besuch kommen möchte. Hole mir auch manchmal den Hund und halte mich unabhängig von meiner Tochter mit meinem Enkelkind in deren Wohnung auf. Den Respekt vor dem Leben meiner Tochter habe ich nach wie vor und möchte ihr trotz allem das Gefühl geben in der Not für sie da zu sein. Mir ist es wichtig das sie sich in dieser Phase nicht von mir verraten fühlt. Sie ist schließlich auch mein Kind,von der ich aber auch weiß das sie ihr eigenes Kind sehr liebt und ihr nicht absichtlich schaden zufügen möchte.

    Es hört sich sicher für euch an wie Wasser wasch mich , aber mach mich nicht nass.

    Ich brauche nächste Woche erst noch den Termin bei der Therapeutin. Der Suchtberatungstermin steht und das Jugendamt habe ich im Hinterkopf. So ist erstmal mein grober Plan. Es ist so schon ein großer Gewissenskonflikt und alles noch so irreal.

    Vielen Dank für eure Antworten

    Tief in mir drin weiß ich das es der richtige Weg ist. Aber es ist für mich schon heftig es tun zu müssen. Ich brauche sicher noch einige Zeit um das wirklich zu schaffen. Nächste Woche habe ich das Kind öfter bei mir und dann auch über zwei Nächte am Wochenende. Bis dahin werde ich erstmal versuchen wieder etwas Kraft zu tanken und ich habe mir überlegt eine Liste zu machen was mir alles auffällt. Wenn ich sehr aufgeregt bin purzeln meine Gedanken sehr durcheinander und hinterher fallen mir erst viele wichtige Dinge wieder ein. Das Problem habe ich auch oft beim Arzt.

    Was ich gerade brauche ist Schlaf, habe mich erstmal in der Apotheke eingedeckt und hoffe das ich die nächste Nacht mal schaffe durchzuschlafen.

    Liebe Grüße

    Hallo lili0204

    Ich bin auch wieder neu hier. An den Glauben das mein damaliger Lebensgefährte etwas gegen seine Alkoholsucht tut habe ich sehr lange festgehalten. Bis heute lassen mich die Schuldgefühle meinen Kindern gegenüber nicht los. Beide habe heute mit vielen Störungen und Sucht zu kämpfen . Es nimmt jetzt Ausmaße an die hätte ich nicht für möglich gehalten.

    Nach der Trennung damals ging es langsam und stetig bergauf und es kamen schöne nicht immer einfache aber zufriedene Zeiten.

    Ich hätte mich viel früher trennen sollen und auch mehr auf meine Kinder achten,die beide zu der Zeit in der Pubertät waren. Die Auswirkungen des Alkoholismus in unserer Familie hat soviel Schaden bei ihnen angerichtet. Jetzt scheint meine Tochter gerade richtig abzustürzen und das mitzuerleben als Mutter und Großmutter ihres Kindes macht mich gerade wieder total hilflos und schuldbewusst.

    Ich werde mich nicht mehr einlullen lassen von dieser irrsinnigen Krankheit ,auch wenn ich noch ich weiß wie es weitergeht, hoffe ich das ich diesmal gesündere Entscheidungen treffe.

    Liebe Grüße

    Rabenweibchen

    Nix mit Verschnaufpause,meine Alarmglocken geben einfach keine Ruhe. Wieder viel zu wenig Schlaf gehabt.

    Ich bin beim Gespräch mit meiner Tochter zurückgerudert, weil sie sagte, wenn es mir nicht passt wie es bei ihr zu Hause aussieht, darf ich halt nicht mehr kommen. Das Kind wird den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen gelassen und was es da schaut ist nicht für Kinder in ihrem Alter geeignet. Sie schlafen auf dem Sofa, das Bett ist voller Klamotten und das Kind wächst gerade aus seiner Kleidergrösse raus.

    Auf die Dinge angesprochen sagt meine Tochter-ja sie muss unbedingt..... und ja sie hat vor.....

    Es passiert aber nichts und ich habe den Eindruck ich werde nur hingehalten. Natürlich bringe ich dann mal ein Kleidungsstück mit und auch etwas gesundes zu essen. Das alles wird dankbar angenommen aber meine Hilfsangebote im Keim erstickt.

    Das Kind muss zum Impfen und zum Zahnarzt. Aussage- ja ich muss noch Termine machen-, es passiert nichts. Ausserdem kommt das Kind ausser wenn es im Kindergarten ist nicht wirklich raus. Ich versuche das etwas aufzufangen damit das Kind mal etwas anderes sieht. Man soll dem Alkoholiker nichts von seinen Aufgaben , die in seiner Verantwortung liegen, abnehmen. Das habe ich gelernt ,aber es geht um ein kleines Kind.

    Meine große Angst liegt darin, wenn ich JA oder Kinderschutzbund einschalte, mir der Umgang mit dem Kind verboten werden könnte.

    Wie gesagt meine Tochter kann sehr überzeugend sein und ich traue ihr zu das sie sich rauswinden kann. Genauso der Termin bei ihrer Therapeutin. Wenn ich die Missstände anspreche und meine Vermutungen äußere, damit meine Tochter in die Ecke dränge,sie sich da als Opfer ihrer eigenen Kindheit darstellt und mich wegstösst?

    Was passiert dann mit dem Kind? Ich merke immerwieder wie sehr es auf mich zählt und meine Nähe sucht.

    Ich weiß einfach nicht was der richtige Weg ist um es für mein Enkelkind nicht noch schlimmer zu machen. Die Erfahrungen von Mariexy hat mir schon ein wenig geholfen. Haben andere von euch auch schon ähnliche Erfahrungen?

    Ich fühle mich nach wie so handlungsunfähig. Die Dramen die sich nachts in meinem Kopf abspielen, rauben mir soviel Kraft.

    Ich weiß ich wiederhole mich. Aber ich brauche gerade diese Möglichkeit des Druckabbaus.

    Hallo Mariexy,

    Das ist gut zu wissen das es so einen Weg gibt. Anfangs wollte ich alles sofort in die Wege leiten ohne zu überlegen und genauer zu schauen. Blinder Aktionismus. Ich bleibe sehr aufmerksam und vertraue im Moment auch ein wenig darauf das ich noch ein bisschen Zeit habe mir ein genaueres Bild zu machen.

    Jetzt ist mein Enkelkind beim Papa und ich kann gerade erstmal etwas runterkommen. Diese Woche war für mich emotional und körperlich sehr anstrengend .Ich brauche gerade eine kurze Verschnaufpause. Es ist zwar noch nicht wieder so ganz in mir verinnerlicht aber ich vertraue da auch drauf das mein Kind und auch mein Enkelkind beschützt sind.

    Vielen Dank für deine Worte

    Liebe Grüße

    Rabenweibchen

    Hallo Mariexy

    Du hilfst mir gerade sehr mit deinen Worten,vielen Dank

    Ich habe heute einen kleinen Ausflug mit meinem Enkelkind gemacht und es anschliessend nach Hause gebracht. Meine Tochter hatte Termin bei ihrer Therapeutin und ich konnte im Laufe des Gesprächs doch nicht an mich halten und habe sie auf ihre Veränderung und meine Vermutungen angesprochen. Ich möchte ihr so gerne glauben, sie hatte auf alles eine plausible Antwort.

    Nur das mit der Trinkmenge , das lässt mich hellhörig sein. Das sie sagt es wäre okay kann in meinen Augen unmöglich die Aussage einer Psychologin sein, die ihr Psychopharmaka verordnet.

    Ich habe bitter bereut sie konfrontiert zu haben, bin zurückgerudert und habe angeboten sie nächstes Mal zur Therapeutin zu begleiten,worauf sie freudig zugestimmt hat,da sie mich sowieso kennenlernen möchte.

    Jetzt wieder mein Dilemma dabei , ist sie psychisch so stark beeinträchtigt das sie nicht mehr gut zurecht kommt oder ist es doch der Alkohol.Tue ich ihr tatsächlich Unrecht. Eins weiß ich auf jeden Fall sie ist schwer krank und die Sorgen um mein Enkelkind bleiben.

    Bin dann abends nach fast sieben Jahren das erste Mal wieder bei meiner alten SHG gewesen und das Thema war loslassen und Gott überlassen. Das passte und ich bin froh dort gewesen zu sein. Trotzdem liege ich hier wieder wach und durchdenke das Gespräch und die Veränderung bei meinem Enkelkind. Ich hoffe das das schreiben mir jetzt hilft zur Ruhe zu kommen

    Liebe Grüße

    Rabenweibchen

    Bin schon wieder seit vielen Stunden wach. Heute nachmittag fahre ich zu meiner Tochter und die ganze Zeit führe ich schon gedanklich Gespräche mit ihr. Aber ich glaube ich lasse es ganz, ich habe in den letzten Monaten vermutlich viel zu viel geredet und versucht Einfluß zu nehmen.

    Aber meinem Enkelkind möchte ich gerne versuchen zu vermitteln das es mir alles erzählen darf und ich es für mich behalte .

    Es ist dort schon einige Zeit etwas nicht in Ordnung mit Hochs und Tiefs. Aber mir wird das erst in den letzten Tagen bewußt wie viel ich übersehen habe und möchte am liebsten jetzt sofort alles in Ordnung bringen. Ich habe mein Gleichgewicht was ich mir über viele Jahre erarbeitet habe komplett verloren.


    Ich habe gerade echt das Gefühl, ich drehe durch

    Es kostet soviel Energie,die sollte ich lieber in mein Enkelkind investieren.

    Es ist eine große Hilfe mit jedem Satz den ich formuliere meine Gedanken zu sortieren

    Vorhin habe ich in einem Thread gelesen , der mich an die Zeit erinnert als ich meine Kinder emotional vernachlässigt habe. Ich glaube diese Schuldgefühle lassen mich gerade so heftig reagieren. Es ist gerade ein Mix aus Angst,Wut, Trauer und Hilflosigkeit.

    Tja , meine Mutter hat letztes Jahr die Diagnose einer nicht heilbaren Erkrankung bekommen und ich wußte das ich sie damit nicht alleine lassen möchte. Wie weit und wie lange es für mich alleine noch möglich ist lasse ich auf uns zukommen. Im Moment ist die gemeinsame Zeit den Umständen entsprechend sehr schön.

    Das Gespräch mit meiner Freundin war sehr gut. Sie war sehr erschrocken,hat viele meiner Ängste verstanden. Mir aber auch Mut gemacht. Ich bin froh das ich sie als ersten Gesprächspartner gewählt habe und ihr dankbar das sie das ausgehalten hat.

    Jetzt fühle ich mich etwas gestärkt. In meiner Nähe gibt es zwei Selbsthilfegruppen die passen könnten. Ich werde sie mir anschauen, mal sehen ob ich mich da rein finde.

    Meine Tochter hörte sich heute am Telefon gut an und ich habe für die nächsten Tage Oma/Enkelzeiten abgemacht.

    Jetzt freue ich mich auf meine Yogagruppe heute Abend und versuche etwas Abstand zu gewinnen.

    Liebe Grüße

    Nachdem ich gestern einige Stunden draußen in Bewegung war und einen Tee mit Melantonin getrunken habe konnte ich etwas besser schlafen. Meine Gedanken sind klarer und die Angstgefühle sind leichter zu ertragen. Heute werde ich meiner Freundin die Situation erklären und hoffe das ,wenn es mir gelingt alles einmal ausgesprochen zu haben, es mir auch möglich ist am Telefon die Lage zu schildern . Die Mitarbeiterin der Suchtberatung sagte ich kann jeder Zeit anrufen und wir können am Telefon sprechen.

    Jetzt bringe ich aber erstmal meine Mutter zu einem Arzttermin. Sie ist schwer krank und ich habe ihre Pflege übernommen.

    Alles nicht so toll gerade

    Gerade habe ich einen Termin bei der örtlichen Suchtberatung gemacht, erst in 3 Wochen. Als ich zu dem Thema befragt wurde konnte ich nur zwei Stichpunkte nennen dann hysterischer Heulkrampf, kein Wort mehr möglich.

    Ich schiebe es auf die Müdigkeit im Zusammenhang mit den Ängsten. Hatte aber zum Glück schon für morgen eine Verabredung mit einer langjährigen guten Freundin vereinbart. Für mich gerade eine lange Zeit bis morgen mittag. Telefonieren geht aber gerade gar nicht ,also schreibe und lese ich hier .

    Und wieder eine fast schlaflose Nacht trotz Lavendelöl, werde mich mal um das Melatonin kümmern.

    Ich bin gegen halb drei wach geworden und mir schossen sofort Gesprächsfetzen mit meiner Tochter in den Kopf. In dem Moment war mir wieder glasklar das da etwas zum Himmel stinkt. Ich habe gerade so sehr das Bedürfnis mit ihr über meine Ängste zu sprechen, vor allem was mein Enkelkind angeht. Aber was ist wenn sie sich dann in die Ecke gedrängt fühlt und mir den Umgang verbietet?

    Kann ich das Risiko eingehen, oder bringe ich dann etwas ins Rollen . Mein Enkel hat Vertrauen zu mir und ist sehr gerne bei mir , es verändert sich aber wenn sie zu Hause ist. Im Grunde bin ich auch der Meinung das meine Tochter sich nicht mehr richtig kümmert. Sorgt sie vllt sogar dafür das das Kind nicht mehr zum Vater möchte? Stimmt meine Wahrnehmung oder ist gerade ein riesengroßes Monster namens Angst mein Ratgeber ( bekanntlich ja kein guter). Ich hoffe das ich heute jemanden finde mit dem ich reden kann. Aber ich merke auch was alleine das Aufschreiben mit dem Wissen das andere es lesen mir wie ein Verrat vorkommt. Ich schicke es trotzdem ab, ich möchte diese Ohnmacht des Nichtaussprechen können, überwinden

    Hallo AnnaBlume,

    Bei meinem Schwiegersohn bin ich mir nicht sicher. Ich habe ihn anfangs öfter trinken sehen . Aber ich weiß es nicht wie es jetzt ist. Er hält meiner Tochter laut ihrer Aussage vor das Kind zu vernachlässigen, nimmt es dafür aber sehr selten zu sich. Ich kann da nicht richtig hinterblicken . Sehe ihn aber nicht als Ansprechpartner ,weil mein Enkel auch nicht so gerne zum Papa möchte. Es ist alles so undurchsichtig und das macht mich so unsicher. Vor allem weil ich immer sehr gut mit meiner Tochter reden konnte aber seit einigen Monaten ist es anders . Es sind viele veränderte Verhaltensweisen und es sind auch ein paar Dinge die mich erschrecken und verwirren. Sie entgleitet mir.

    Ich schau mal das ich einen Termin bei der Drogenberatung bekomme, Vielen Dank für deine Antwort

    Liebe Grüße

    Rabenweibchen

    Hallo API,

    Vielen Dank für deine Antwort. Mein Enkelkind ist 6 und kommt dieses Jahr zur Schule ist aber sehr unregelmäßig im Kindergarten.

    Es hilft mir sehr das auch jemand anderes für richtig hält so einen Weg zu gehen. Es wird mich sehr viel Überwindung kosten. Ich weiß wenn ich es erstmal ausspreche wird es real. Es ist noch ein Restposten Verleugnung in mir drin. Ich fürchte mich so davor zu handeln weil es dann so wahr wird. Aber wenn ich es nicht tue muss mein Enkelkind es vllt ausbaden .

    Liebe Grüße

    Rabenweibchen

    Hallo Elly,

    Vielen Dank für die Rückmeldung und das Zusammenlegen der Themen. Ich habe mich noch nicht wieder ganz eingelebt . Das Format hat sich seit damals sehr verändert.

    Genau dieser Cocktail macht mir ja so eine große Angst. Am liebsten möchte ich sie Tag und Nacht kontrollieren. Wenn ich weiß das mein Enkel beim Vater ist ,ich es bei mir habe oder bei den Beiden zu Besuch bin beruhige ich mich. Ich gehe kaum aus der Tür male ich mir aus was alles passieren könnte. Dann entschließe ich mich zur Suchtberatung zu gehen oder zu meinem Arzt. Male mir aus wie ich es anspreche und nur bei dem Gedanken bekomme ich einen Heulkrampf. Ich weiß das ich schnellstmöglich den Mut aufbringen muß irgendetwas zu tun weil vllt niemand anders wirklich Bescheid weiß.

    Dann kommt mir der Gedanke das Enkelchen rauszuziehen aber es möchte immer wieder zur Mama. Am meisten fürchte ich das mein Enkelkind einer Psychose oder einer anderen Auswirkung hilflos ausgeliefert sein könnte. Sie sind nicht immer alleine,aber bei den Freunden die auch teilweise über Nacht da sind bin ich mir nicht sicher ob es eher schadet als nutzt. Ich merke schon jetzt wieder wie mein Kopfkino in Gang kommt, fühle mich total unter Zeitdruck.

    Ich bin echt kurz vorm" verrückt "werden. Wenn sie klar ist kann sie sehr souverän sein und wenn ich dem JA oder ihrer Psychologin einen Tip gebe dann alles noch schlimmer mache und ich bin mir auch nicht sicher ob das total übergriffig ist oder total überzogen. Ich weiß natürlich das ich hier keinen Tip bekomme was der beste Weg ist, aber es tut einfach gut diesen Gedankenwust niederzuschreiben und hoffe auf Austausch

    Liebe Grüße

    Rabenweibchen

    Hallo,

    Vor einigen Jahren nach der Trennung von meinem Lebensgefährten mit Alkoholproblem habe ich hier eine Zeit lang gelesen und geschrieben,war bei AlAnon, in einer 12Schritte Klinik und habe viel an mir gearbeitet und viel gelernt. Ich fühlte mich gestärkt und sicher und habe es schleifen lassen.

    Jetzt weiss ich seit einiger Zeit von dem Alkohol- und Graskonsum meiner erwachsenen Tochter. Das schlimme dabei ist das sie ein kleines Kind hat das dem ganzen ausgeliefert ist. Alle meine kranken Verhaltensweisen sind wieder da. Ich kontrolliere,belehre, ermahne voller Angst.

    Es gibt einen Ehemann. Sie haben sich aber kürzlich getrennt und seitdem fühle ich mich wieder voll verantwortlich . Ich habe so große Angst das ihr und dem Kind etwas passiert das ich nicht mehr klar denken, geschweige denn richtig handeln kann. Dazu kommt meine Schlaflosigkeit ,die mich von Tag zu Tag mehr mitnimmt.

    Es gibt im Augenblick niemandem aus meinem Umfeld mit dem ich darüber reden kann und will und hoffe das mir das Schreiben hier ein wenig hilft nicht völlig durchzudrehen. Meine Tochter scheint meistens klar, ist wegen einer Angststörung schon längere Zeit in Therapie und belächelt mich. Es gab aber ein paar Vorfälle die in mir planke Angst hervorgerufen haben.

    Das war erstmal grob mein Thema, es fällt mir schwer es abzuschicken aber ich muss einen Anfang machen

    hallo Linde

    in der letzten zeit habe ich schon einige dinge und Verhaltensweisen bei mir erkannt. Da sich mein Projekt also mein Ex sich meiner kontrolle ja entzogen hat durch die Trennung von mir,merke ich aber das ich mich jetzt ständig hinterfrage,mich selbst und meine denke,meine Gefühle ständig kontrolliere.
    Lese Bücher, versuche die darin gelesenen Vorschläge um zu setzen. Bin total verkopft,so als ob ich mich jetzt zu meinem projekt mache. Damit fühle ich mich aber auch nicht so richtig wohl,weil ich das Gefühl habe das ich mich damit immer mehr in mich verkrieche und wieder mein eigentliches leben vernachlässige. Ich hoffe das sich das im laufe der Zeit wieder ein bisschen reguliert weil auch das sehr Energie raubend und deprimierend für mich ist.

    Lg

    rabenweibchen

    Hallo RenateO,hallo Frano

    vielleicht hab ich es falsch geschrieben.Als ich meinem Ex damals diese Adresse gegeben habe haben wir noch zusammengelebt und er hatte einige Wochen nichts getrunken. Ich hatte ja wirklich den Eindruck er wollte etwas tun,ist auch zur Suchtberatung gegangen etc. Ich hatte hier schon viel gelesen,aber nur kurz im Vorstellungsbereich geschrieben weil ich selber Angst hatte in den Alkoholismus abzurutschen.Ich dachte damals das die Grundbausteine und die Geschichten ihn vielleicht auch wachrütteln. Das er viel tiefer drinsteckt ist mir damals noch gar nicht richtig klar gewesen.
    Meinen Nick kennt auch keiner aus meinem Umfeld. Das alles ist aber auch schon ein dreiviertel Jahr her.
    Das wollte ich nur kurz nochmal richtig stellen.
    Ich bin inzwischen auf einem guten Weg meinen Blick mehr und mehr auf mich zu richten. Na ja und das mit dem Loslassen braucht seine Zeit.
    Aber es gelingt mir jeden Tag ein bisschen besser.
    Ich hatte ein sehr schönes Weihnachtsfest und mir ging es so gut,das ich nicht einmal hier reingeschaut habe,deshalb schreibe ich auch erst heute.
    Na ja jetzt liegen nochmal ein paar arbeitsfreie Tage vor mir.Ich habe einiges vor und gehe auch das erste Mal wieder richtig aus mit einigen Freundinnen. Da freue ich mich sehr drauf.

    Ich grüße euch ganz herzlich
    rabenweibchen

    Hallo Frano

    ja genau so wie du es beschreibst lief es bei mir auch ab. Mein Ex ist ein absolut liebenswerter sensibler Mann. Er hat mich in den fünf Jahren die wir zusammen lebten auf Händen getragen und wir haben in jeder Hinsicht einer Beziehung fantastisch harmoniert. Er ging seinem Job pflichtbewusst nach ,das macht er sicherlich heute noch. Er hat hat auch oft gesagt ja ich höre irgendwann auf.

    Am Anfang habe ich mit getrunken aber als das für mich ein Problem wurde habe ich mich da rausgezogen. Ich denke gerade noch rechtzeitig . In meinem Fühlen hat sich dadurch nichts verändert,meine Liebe zu meinem Ex war ungebrochen. Ja dann habe ich angefangen ihn mit allen Mitteln dazu zu bringen es auch zu lassen. Aber anstatt es zu versuchen hat er immer mehr mit Trotz reagiert. Irgendwann konnte ich es kaum mehr ertragen,ihn.wenn ich von der Arbeit kam schon an- oder betrunken lethargisch auf dem Sofa sitzen zu sehen .Ich bin nicht mehr gerne nach Hause gekommen. Er war der Meinung es ist mein Problem, er will sich nicht mehr ändern.Er dachte wohl es geht alles nur gegen ihn.Nein so war es nicht es ging gegen den Alkohol.

    Den Mut ihn zu bitten auszuziehen hatte ich als er betrunken mit dem Auto von einer Feier nach Hause kam.Ich muss dazu sagen,das er am Anfang unserer Beziehung seinen Führerschein wegen Trunkenheit verloren hatte. Damals habe ich ihn mental und finanziell darin unterstützt ihn nach einem Jahr wieder zu bekommen.Ihm aber das Versprechen abgenommen es nie wieder zu tun. Ich war tief enttäuscht habe aber an ihm festgehalten Er merkte das ich es ernst meine und hat einige Wochen nichts getrunken. ich war voller Hoffnung bin aber dabei geblieben das er bitte trotzdem erst auszieht weil auch ich überzeugt werden wollte wie ernst er es meint.

    Ja kaum in seiner eigenen Wohnung fing er wieder an.Ich stellt mich in den Status seiner Geliebten. länger als ein zwei tage hielt er es nicht mehr mit mir aus. Vermutlich der Suchtdruck.Er hatte auch oft starke Entzugserscheinungen wenn er länger als eine Nacht hier verbrachte. nächtliches extremes Schwitzen,wurde depressiv.dann hat er Ausreden gesucht ,er muss noch dies und das tun, und weg war er. Unsere Treffen wurden immer seltener und immer schwieriger. Trotzdem habe ich nie die Hoffnung aufgegeben.Habe gedacht,er muss es doch selber merken.

    Das er große Ängste hat ,das das was seit über dreißig Teil seines Lebens war aufzugeben,habe ich verstanden.Ihm immer wieder Mut gemacht das er auf mich zählen kann.

    Er sagt kürzlich mal,er hat nur noch ein schlechtes Gewissen wenn er trinkt.Aber anstatt das zum Anlass zu nehmen den Kampf aufzunehmen,hat er sich von mir getrennt.

    Jetzt stehe ich hier und weiß das ich ihm nicht mehr helfen kann. Ich will auch nicht mehr. Bin unendlich traurig.

    Jetzt versuche ich mich um mich zu kümmern und wieder auf die Füße zu kommen. Die Hoffnung das wir wieder ein Paar werden ist trotzdem nicht weg. Aber eins weiß ich ganz sicher das ich erst wieder bereit bin ,wenn er ernsthaft trocken wird.

    Die Tage habe ich mich im geschlossenen Bereich angemeldet,weil ich glaube das ich da offener schreiben werde. Als es bei meinem Ex kurzzeitig so aussah als will er es angehen,habe ich ihm die Adresse hier gegeben. Es ist nicht so das ich die Dinge die ich hier schreibe vor ihm verstecken will.Er weiß das alles durch tausende Gespräche. Aber das hier soll für mich sein und meinen Weg zu mir und da fühle ich mich im geschlossenen Bereich wohler.

    Dir und auch natürlich allen anderen einen schönen vierten Advent

    Lg
    rabenweibchen