Schönen, guten morgen Schorsch!
An meinem Tag 45.
Ich weiß nicht genau wieso, aber ich kann sehr viel von dem, was du über dich schreibst sehr gut nachempfinden.
Z.B. ist es auch für mich völlig ungewohnt (weil nie geübt), Hilfe anzunehmen, geschweige denn einzuholen.
Es gibt Menschen, die wollen einfach wirklich helfen, ohne dann hinterher Ansprüche zu erheben.
Und dann gibts solche (und ich bin wohl oft und oft auf diese Art von Helfern gestoßen), die sind dann regelrecht angefressen und mehr als verstimmt, wenn ihre Hilfe nicht eins zu eins angenommen wird.
Mich erinnert das immer an eine Situation, die ich oft erlebte: bei uns in der Stadt gibt es einige Bettler, die am Boden sitzen (sehr unterschiedlich, mal mit einem Zettel, wo "ich habe Hunger" draufsteht, mal mit einem Hund,...). Und immer wieder habe ich Menschen erlebt, die ein paar Münzen geben wollten, allerdings dabei bestimmen wollten, was darum gekauft werden soll!!! Da könnt ich speiben.
Was wird sich da herausgenommen? - frag ich mich dann? Glauben einige, sie haben das Recht darauf, Gottähnlich zu wirken?? Für mich ist das sehr scheinheilig.
Und ich handhabe das so, entweder, ich gebe etwas, weil ich der Meinung bin, dass ich das große Glück habe, zur richtigen Zeit am richtigen Ort geboren worden zu sein (zu dem ich NULL beigetragen habe), dann tue ich es. Oder ich lass es bleiben.
Alles andere finde ICH (und ich kann natürlich nur von mir reden) eben scheinheilig, hochmütig und zum Speiben.
Es gibt im Leben viele Wege, die gegangen werden können. Ich würde mir nie herausnehmen (z.B bei einer Sache, die ich kann und in der ich gut bin und mich bewährt habe), meinen Weg als den einzig richtigen zu bezeichnen. Viele Wege können zum Ziel führen. Aber es muss schon jedem selbst überlassen bleiben dürfen, dass er dabei seinen individuellen Weg finden darf/kann. Dabei können Tipps und Empfehlungen sehr hilfreich sein. Nur, ob sie eins zu eins umgesetzt werden kann eben auch nur auf einer (von vielen) Empfehlungen basieren.
Weiß jetzt nicht, ob ich mich verständlich ausdrücken konnte, glaube aber, du verstehst, was ich meine.
Uns so wie du, schätze ich viele Beiträge hier sehr, weil sie für mich umsetzbar sind, oder ich zumindestens Denkanstöße finde.
Aber in welcher Granularität - das nehme ich mir ganz selbstverständlich heraus - bestimme ICH für MICH!
Und was noch - für mich kommt es auch ganz viel darauf an, ob ich zwischen den Zeilen so einen "Helfer" oder einen Helfer erkenne
.
Ich hätt da mal einen Buchtipp für dich, weiß aber jetzt nicht genau, ob ich das hier schreiben darf.
Und.... Schwarz/Weiß - Denken ist sicherlich der einfachere Weg (weil man eben nur zwischen zwei Dingen entscheiden muss), lässt aber für ein Leben (für MICH - wohlgemerkt) viel zu wenig Spielraum zur Individualität. In allen Lebenslagen. Und der liebe Gott (nur symbolisch gemeint) hat mir ja ein Hirn und ein lymbisches System gegeben, damit ich nicht wie eine Marionette nur rechts und links, oben und unten, groß und klein, vorne und hinten, auf und ab (usw) zu unterscheiden vermag.
In diesem Sinne, auch dir einen schönen Sonntag, im Kreise deiner Lieben!!
Liebe Grüße, Prinzessin?