Beiträge von Carpenter

    Hallo Sonja,

    ein fester Wille ist schonmal ne gute Voraussetzung, aber der alleine wird Dir nicht reichen. Hast Du Dich schon mal bei den Grundbausteinen eingelesen ? V.a. alkoholfreies Zuhause und alkoholfreies Umfeld sind grad jetzt am Anfang enorm wichtig.

    Ich hab Dich schon im Vorstellungsbereich gelesen und freue mich für Dich und auch für Deinen Sohn, daß Du ein neues Kapitel in Eurem Leben aufschlagen willst. Eins kannst Du mir glauben - es lohnt sich :)

    Grad in der Anfangszeit kommen jede Menge Zweifel und Fragen auf...immer raus damit...hier sind genug User, die damit auch so ihre Erfahrungen haben. Also lieber mal zu oft gefragt als einmal zu wenig. Schreiben kann helfen...und wenn es mal wirklich ganz schwierig wird, gibt es hier nen SOS-Knopf.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Frank,

    tja, dann sag ich mal "Herzlich Willkommen zurück". So langsam wird es allerdings auch Zeit, daß Du mal wieder in die Pötte kommst. Noch besser wäre gewesen, Du wärst gleich drangeblieben.

    Dann hoff ich mal, daß Du die Sache diesmal ernsthaft angehst und wünsch Dir alles Gute auf Deinem Weg.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Step, hallo Slowly,

    @Step: Ich war nie ein großer Freund von Veränderungen...zumindest, als ich noch gesoffen habe. Da will man nix ändern, alles stört den Saufrythmus, den man sich zurechtgelegt hat.
    Abstinent steht man Veränderungen wohl eher neutral bis positiv gegenüber...vielleicht auch noch unter dem Eindruck, daß sich die Veränderung in Punkto Alkohol positiv aufs eigene Leben und das des engeren Umfelds ausgewirkt hat und noch auswirkt.

    Die Angst vor der Veränderung ist weg...bei mir bleibt denoch immer auch ein etwas unsicheres Gefühl übrig.

    Slowly :

    Das schwäbisch-fränkische Team will eigentlich gar nix reißen, sondern die Distanz absolvieren, jede Menge Spaß haben und den Lauf einfach nur geniesen. Zeiten sind irrelevant...zumindest bei diesem Lauf :)

    Kishon nennt seine Frau "die Beste aller Ehefrauen"...das ist auch nett, aber Kishon ist auch Satiriker und man fragt sich, ob er das nicht ab und zu mit zusammengekniffenen Zähnen schreibt :)

    Bei mir ist es wohl so, daß ich den Begriff erst benutze seit ich abstinent bin. Und obwohl ich zynisch veranlagt bin, meine ich es auch so :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Zitat von Eniba

    Slowly - ja, ja die Putzerei !!!???!!! Hatte mal ne " Übungsfreundin" :lol: heißt, wir beide hatten ausgemacht, den Lappen flach zu halten, wenn wir uns gegenseitig besucht haben...es durfte nicht geputzt werden. Das ist ja schon so bescheuert, dass frau das nicht veröffentlichen sollte :shock: Und soll ich Dir was sagen...das war nur unter größter Anstrengung auszuhalten :lol: Gestern habe ich mich durch alle Räume gefeudelt... das hält jetzt 1,5 Tage :mrgreen:

    Hi Eni,

    Männer sind ja gar nicht so doof, wie sie manchmal dreinschauen und deshalb hab ich da nen speziellen Trick, der fast immer funktioniert. Besuch kündigt sich an: Ich frage freundlich, ob ich was helfen kann, bekomme dann meistens das Wohnzimmer zugeteilt (Aufräumen, Staubsaugen und so Späße) und nach zehn Minuten fällt mir auf, daß die Türen, Tische und Schränke mal wieder mit Politur eingelassen werden sollten. Also laß ich das Notwendigste erstmal außer acht, polier den Tisch, die Türen, Holzstühle und nach ner halben Stunde hat meine bessere Häfte mitbekommen, daß ich, wenn ich so weitermache, noch knapp 8 Monate brauche und beordert mich zum Einkaufen...da hab ich dann auch nix gegen :)

    Einsamer Rekord allerdings:

    Einmal sollte ich den Partyraum aufräumen...als meine Frau nach ner Stunde nach dem Rechten gesehen hat, war ich grade dabei, die Wände neu zu streichen...Restzeit bis zum Eintreffen der Gäste: 3 Stunden :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Forum,

    eine kurze Bestandsaufnahme von meiner Seite:

    Ich bin nach wie vor absolut stabil, was meine Abstinenz anbelangt. Alkohol spielt bei mir im täglichen Leben keine Rolle mehr, allerdings kommt immer mal wieder so ein kleiner Denkanstoß dazu, die eigene Handlungsweise neu zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Im speziellen Fall geht es um den bereits erwähnten Kefir, dem ich nun ebenfalls abgeschworen habe.

    Ansonsten konzentriere ich mich momentan etwas intensiver auf meinen Marathonlauf im November, der ja ebenfalls in Istanbul stattfindet. Ich habe mir dafür ein paar Tage freigenommen, werde also etwas Zeit haben, diese wunderschöne Stadt in Augenschein zu nehmen. Das, was ich bisher über Istanbul gelesen und gehört habe, bestärkt mich in meiner Meinung, daß mein Besuch im November nicht der Letzte sein wird. Das Training läuft recht gut momentan, zudem habe ich mit Correns ja einen Motivator direkt hier im Forum.

    Bei mir zuhause stehen bei meiner Familie einige Veränderungen an, die auch einiges an Aufmerksamkeit erfordern werden...v.a. beruflicher Natur. Es wird also wohl eher nicht ruhiger, sondern eher etwas turbulenter werden in den nächsten Wochen und Monaten. Ich spüre bereits, wie sich Veränderungen ankündigen, empfinde allerdings kein Unbehagen darüber. Meine Abstinenz hat mir inzwischen eine gewisse Festigkeit verschafft, Dinge so zu nehmen, wie sie eben kommen. Es gibt kein Wegducken mehr, kein Wegsehen, kein Verleugnen. Die Dinge werden angegangen wie sie kommen.

    Daß dabei eigene, notwendige Veränderungen nicht sofort angegangen werden können, versteht sich von selbst. Aber ich sehe keine Eile darin. Wer sein halbes Leben versoffen hat, dem sollte es auf einen Tag hin oder her dann wohl auch nicht ankommen, oder ? :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit an alle

    Andreas

    Moin Marco,

    das klingt für mich ausgeglichen, stimmig und am richtigen Punkt ansetzend...auch bei mir war der wichtigste Schritt der, endlich die volle Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen...vom Passiv ins Aktiv, wie ich immer sage.
    Nur wenn man selbst die Verantwortung für sein Handeln übernimmt, kann man zu der festen Überzeugung gelangen, es auch selbst (positiv) beeinflußen zu können. Und das ist das Fundament, auf dem alles fußt. Eigenverantwortung - ohne irgendwelche Ausreden.

    Viel Glück weiterhin und schöne Zeit Dir

    Andreas

    Moin Eniba,

    ich würde tatsächlich auch davor abraten, solche offensichtlichen Risiken einzugehen. Die Gefahr, bei solchen Gelegenheiten getriggert zu werden, ist tatsächlich enorm. Man denkt zwar, stabil zu sein, aber wenn Du hier ein bißchen querbeet liest, dann wirst Du sehen, daß der Saufdruck ziemlich plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung auftreten kann.

    Das ist es nicht wert. Daß Du das momentan als weiteren Verzicht bewerten wirst, ist mir klar...als ich noch frisch abstinent war, hab ich immer die Meinung vertreten, daß mein Rückfallrisiko v.a. dann steigt, wenn ich mich von bestimmten Ereignissen ausgeschlossen fühle und z.T. seh ich das immer noch so. Aber im kleinen Rahmen kann man durchaus dafür sorgen, daß die Umgebung alkfrei bleibt...auch bei Grillfeten. Bei Dorffesten ist man als frisch abstinenter Alkoholiker allerdings fehl am Platz.

    Sorry, daß ich in die gleiche Kerbe schlage, aber es ist leider so.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Daniel,

    da hast Du mir ja nen schönen Floh ins Ohr gesetzt :)

    Ich konnte vorgestern die ganze Nacht nicht schlafen, weil ich gedanklich an meiner ersten Kurzgeschichte gearbeitet habe...außerdem hab ich mir diese Autoren-Seite nochmal etwas näher angesehen und werd dann im Winter auch an deren monatlichem Wettbewerb teilnehmen...auch wenn die Gefahr besteht, mich dort lächerlich zu machen :)

    Schon komisch, ein kleiner Schupser von Dir und die Lust, selbst was zu schreiben, ist auf einmal wieder voll da...vielleicht ist das ja auch wieder so ein Puzzle-Stück, um das Gesamtbild "Andreas" irgendwann in dreihundert Jahren mal fertig zu bekommen :)

    Da sag ich mal nett "Danke" fürs Anschupsen und Dir viel Spaß und Erfolg bei Deiner Schreibarbeit

    Schönes WE

    Andreas

    Zitat von step-by-step


    Mhhh, ich überlege gerade: Es sei denn, die Tour fänd fröhlich-alkoholfrei statt, für alle natürlich, dann könnte man teilnehmen.

    Moin step,

    das ist ein guter Ansatz. Wenn man im Vorfeld mit den Anderen festlegt, daß die Aktion diesmal komplett ohne Alkohol über die Bühne geht, dann passt das schon...allerdings ist das Risiko da, daß die Anderen sagen: Nö, wieso...nur weil Du nix trinken willst ? Dann mußt Du auch konsequent sein, nicht einknicken und sagen: Okay, dann findet die Aktion eben ohne mich statt.

    Ne gute Möglichkeit übrigens, gleich klar Schiff zu machen bei Wanderfreunden und Bekannten...

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    P.S.: Beim Wandern würde ich ausnahmsweise auf die Stöckelschuhe verzichten :P

    Zitat von water71


    Aber wenn du sicher gehen willst - zu 100% - dann geh doch nach den Grundbausteinen und lass es weg. Das werden alle anderen hier dir ja genauso sagen...

    Lieben Gruß, Kay

    Falsche Antwort, Kay :P

    Es ging eher nicht um mich, sondern darum, daß ich hier niemanden dazu animieren möchte, Kefir zu trinken. Entscheiden muß es jeder selbst...ich persönlich trinke Buttermilch genauso gerne und werde deshalb umsteigen.

    Mir ging es um die Info...was der jeweilige User dann draus macht, ist seine Sache.

    Nicht daß mir nachher eine(r) kommt und sagt: Tja, wenn ich das gewußt hätte... :)

    Schönen Gruß

    Andreas

    P.S.: Ich kann mit Deiner flapsigen Art durchaus was anfangen...ich selbst bin manchmal eher etwas zynisch...in diese Kategorie kann man die Sache mit dem Spaß dann auch eher einordnen - denn Spaß steht hier momentan offenbar nicht gerade ganz oben auf dem Speiseplan...

    Zitat von water71

    So was ähnliches gabs hier schon mal:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…ftopic2667.html

    Ich persönlich würde nicht auf die Idee kommen, mir mit Kefir die Kante zu geben... :D

    Gruß, Kay

    Yoh, Kay...ich weiß. Ich habs inzwischen auch gelesen. Aber aus aktuellem Anlaß (weil ich diese Kefir-Sache neulich gepostet habe) wollte ich das nochmal klarstellen. Ich will ganz sicher nicht dran schuld sein, wenn jemand auf die Idee kommt, Kefir könnte nach dem Sport ganz lecker sein und plötzlich nen Rückfall bekommt oder getriggert wird (das wohl eher weniger). Und das mein ich gar nicht spaßig.

    Lachen mußte ich aber trotzdem über den Gedanken, mit dem Hänger beim Supermarkt vorzufahren, um die erforderliche Menge Kefir zu transportieren :)

    Schönen Gruß

    Andreas

    Moin Forum,

    in einem meiner Posts hab ich nebenbei erwähnt, daß ich gerne nach dem Laufen Kefir trinke. Glücklicherweise gibt es hier im Forum so aufmerksame und liebe User wie Wacholderfee, die das registriert und mir mitgeteilt hat, daß in Kefir Alkohol enthalten sein könnte.

    Nun hab ich das gleich mal recherchiert und es stimmt tatsächlich: Traditionell hergestellter Kefir nach kaukasischem Rezept enthält bis zu 2% Alkohol und sollte somit logischerweise nicht konsumiert werden.

    Allerdings wird der im Handel angebotene, sogenannte milde Kefir anders hergestellt und zumindest "mein" Hersteller hat ihn als alkoholfrei eingestuft.

    Bei Buttermilch habe ich überhaupt keine Hinweis auf evtl. Alkoholanteile gefunden, der Herstellungsprozess ist ein anderer als beim Kefir, dem Kefirknöllchen, eine Mischung aus Hefe und Bakterien, zugesetzt werden. Diese setzen eine Milchsäuregärung und auch eine geringfügig alkoholische Gärung in Gang.

    Das passt ganz gut zur Diskussion, die wir vor kurzem bei Daniel (Dr.Gerner) geführt haben.

    Aus meiner Sicht sollte man also lieber auf Kefir verzichten und auf Buttermilch umstellen.

    Schönen Dank nochmal an Wacholderfee für den Hinweis, den ich als sehr wichtig erachte und der zeigt, daß hier die von Karsten angesprochene Gruppenverantwortung eben keine leere Worthülse ist.

    Schönen Gruß an alle

    Andreas

    Hallo step,

    die Sache mit dem Baum tut mir selber weh. Ich mußte vor knapp sechs Jahren einen mächtigen, fast 500 Jahre alten Ahornbaum auf meinem Grundstück fällen, weil dort zum dritten Mal ein Blitz eingeschlagen hatte und dadurch die Verkehrssicherheit für die direkt daneben angrenzende Hauptstraße gefährdet war...noch heute, Jahre später, spüre ich ein tiefes Bedauern, wenn ich dort vorbeilaufe.

    Da bleibt nur eins zu tun...nen neuen Baum pflanzen, auch wenn der erst langsam wachsen muß. Wir haben damals gleich eine Kastanie gepflanzt, die inzwischen auch schon vier Meter hoch ist und schon ordentlich Schatten macht.

    Aber ich kann Deine Traurigkeit nachvollziehen...

    Weniger nachvollziehen kann ich Dein Stöckelproblem...mir persönlich ist das noch nie passiert :)
    Ich nehme an, der Schuhhändler Deines Vertrauens hat noch ein paar Schuhe da :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Eniba,

    ich kann mich noch erinnern, mit welcher positiven Euphorie Du hier angekommen bist. Aber sowas läßt sich nicht beliebig lange konservieren. Selbst die altgedienten User hier haben ihre Stimmungsschwankungen und bei mir, der ich auch grad mal etwas über 1,5 Jahre abstinent bin, ist das ähnlich.

    Es ist nicht so leicht, die eigene Mitte zu finden und sie stellt sich auch nicht automatisch ein, nur weil man nicht mehr trinkt.

    Es braucht alles seine Zeit...

    Das Gute:

    Du findest hier zig User, denen es genauso ging am Anfang und die immer noch abstinent bzw. trocken sind.

    Kopf hoch und bleib am Ball

    Schönen Gruß

    Andreas

    Yoh, genau das meine ich. Viele Leute sind nicht mehr in der Lage, mitzudenken. Die rollen im Frühverkehr wohl noch schläfrig in der 5 km Kolonne und sind nicht in der Lage, nen Abbieger durchzulassen, hinter dem 44 Autos im Gegenverkehr drauf warten, daß den endlich mal einer rüberfahren läßt. Überhaupt hat man oft das Gefühl, daß Menschen ihre Dinge fast nur noch automatisch, fast apathisch erledigen...ohne drüber nachzudenken, ohne was in Frage zu stellen, ohne sich zu überlegen: Wie könnte das schneller und besser gehen ? Wie Zombies, die morgens aufstehen, funktionieren und sich dann irgendwann wieder ins Bett legen...fast möchte ich sagen: So wie ich war, als ich noch gesoffen habe.

    Nun ist Routine an sich nix Schlimmes...aber Routine kann auch geistig abstumpfen. Vielleicht bin ich deshalb dran interessiert, die verschiedensten Meinungen zu hören, egal, ob die nun in mein Denkraster passen oder nicht. Ich will diesen Input, weil ich Angst habe, irgendwann auch stumpfsinnig und gleichgültig zu sein...und nur meine Meinung gelten zu lassen.

    Aber da sind wir jetzt schon ein Stückchen von der Autobahn weggekommen :)

    Wünsche eine gute Nacht mit ruhigem, durchgehenden Schlaf.

    Schönen Gruß

    Andreas

    Zitat von Dr.Gerner

    Alle die langsamer als ich fahren sind Idioten, die schneller fahren auch, deswegen ist die Strasse voller Idioten! :D

    *Hehe* komisch, das geht mir ganz genauso :)

    Wenn es so heiß ist wie die letzten Tage, dann muß man besonders aufpassen. Die Leute denken ja im Straßenverkehr nicht mehr mit...schunkeln von einer Fahrbahn auf die andere, weil sie lieber sms schreiben als vernünftig Auto zu fahren, pfeifen mit 80 durch die Ortschaft und bremsen dann konsequenterweise nach dem Ortsschild auf 60 runter, überholen auf der dreispurigen Autobahn rechts mit 125 km/h nen LKW auf der mittleren Spur und weigern sich dann ne halbe Stunde, vor dem LKW wieder einzuscheren...kein Wunder, daß ich lieber rechts überhole...da ist wenigstens Platz :)

    Um den kleinen Stupser von Martin mal aufzugreifen:

    Ich sage ganz sicher nicht, daß man sich keine Gedanken machen soll...und schon gar nicht soll man Schwarzwälder Kirschtorte essen oder sich nen ordentlichen Schluck Rotwein in die Wildsauce pfeifen. Das sind Dinge, die für mich absolut tabu sind. Ähnliches gilt für diverse Leckereien...ich seh da schon die Gefahr des Triggerns. Da gibt es keinerlei Ausnahmen für mich als Saucenfetischisten...und hab meine Saucen schon ganz gerne mal etwas verfeinert mit nem Schluck Rotwein. Das ist definitiv vorbei.
    Mir ging es aber um andere Dinge...ich habe weder Lust und noch Antrieb, all meine Lebensmittel im Labor untersuchen zu lassen, um herauszufinden, daß da unter Umständen ein 10.000tel Promill Alkohol drin sein könnte...das gilt v.a. für Obst. Es gab hier mal ne fast schon irrwitzige Diskussion, was man denn nun essen dürfe und was nicht. Das hat mich damals schwer schockiert.

    Angebrachte Vorsicht ist sinnvoll...hysterische Nahrungsdurchleuchtung find ich übertrieben.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Daniel,

    auspowern hilft natürlich...aber spät abends noch joggen soll lt. meinen Laufbüchern nicht ganz so gut sein...angeblich schläft man dann etwas unruhiger.

    Ich stell mir grad vor, wie Du und Nobby im Auto sitzt und Euch gegenseitig anschreit :)
    Macht man das echt so ? Ich mein, ich schrei ja auch ganz gerne mal im Auto rum, aber meistens wegen der Schlafmütze vor mir...

    Diese ganze Sache mit der Angst vor Alkohol in Lebensmitteln kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen...ich finde diese akribische Suche nach nem tausendstel Promille in irgendwelchen Obstsorten irgendwie seltsam. Wie muß man sich das vorstellen ? Du isst ne Ananasscheibe und die gärige Fruchtsäure katapultiert Dich direkt in die nächste Tanke ?

    Es wird hier ja ganz oft die Theorie angesprochen, daß man einen Rückfall indirekt "plant", d.h. man schafft sich selbst ne geistige Grundhaltung, um wieder saufen zu können...läßt sich das durch ein paar Ananasscheiben oder ein spezielles Deo bewerkstelligen ?

    Ich weiß es nicht, aber ich persönlich hab ganz sicher nicht vor, meinen Senf auf evtl. Inhaltsstoffe zu untersuchen. Das würde mich ganz sicher auch irre machen.

    Die Sache mit Deiner Stiefschwester tut mir leid und auch wenn Ihr Euch nicht besonders nahe steht, so kann das durchaus Deinen Gemütszustand negativ beeinflußt haben. Aber ich kann Dich dahingehend beruhigen, daß ich solche schlechten Phasen auch hatte...ohne diese Phasen rational begründen zu können. Das ist aus meiner Sicht normal und gibt sich wieder.

    Schönen Gruß und schöne Zeit...und immer schön die Autofenster zulassen :) Ansonsten hilft bei Agressionsabbau auch eine Stunde "System of a down"

    Andreas

    Zitat von joschi018

    Ich bin heilfroh über den Schritt in die Klinik, denn dort habe ich wieder einen strukturierten Tagesablauf kennengelernt.
    Meine Aufgabe ist es nun, eine Struktur für die Zeit nach der Klinik zu erstellen, damit ich nicht wieder ins gleiche Loch falle. Dazu habe ich schöne "Strukturbögen" von der Psychologin bekommen, wo ich meine Aktivitäten für die kommende Woche eintragen kann.

    Die Sache mit den Strukturbögen scheint mir ne stimmige Sache zu sein...wieder einen festen Tagesablauf zu etablieren, klare Strukturen zu schaffen, vermeidet Motivationslöcher, Langeweile und damit verbundene Gedanken ans Saufen.

    Alles Gute und schöne Zeit Dir

    Andreas

    Zitat von joschi018

    Gestern abend 5km querfeldein gewalkt und heute früh 2 Stunden im Schwimmbad - nach dem Sport fühle ich mich immer sehr lebendig und spüre meinen Körper endlich wieder richtig - Klasse Gefühl!

    Hallo Joschi,

    ich denke, v.a. das Gefühl, sich aufgerafft zu haben, was geschafft zu haben, ist das, was sich so gut anfühlt. Mit Promille intus kommt kaum ein Mensch auf die Idee, sich nochmal nach draußen zum Walken oder Laufen zu begeben...

    Ich nenne es immer vom Passiv ins Aktiv wechseln...das klappt nicht immer, aber immer öfter :)

    Schönen Gruß

    Andreas