Moin Kletter-Nys 
mit Deinem ausführlichen Post hier kann ich viel mehr anfangen als mit dem im anderen Thread.
Ich weiß, daß die eigene Intention in kurzen Posts oftmals untergeht. Die anderen User wissen ja nicht, was dabei im eigenen Schädel vor sich geht 
Die Meisten Deiner Ausführungen würde ich prompt so unterschreiben. Eines gebe ich jedoch zu bedenken:
Was für ein Vorbild liefert denn die Gesellschaft für die Jugendlichen ? Jugendliche sind ja meist etwas radikaler, frisch denkender, weil noch nicht so durchs Establishment verformt und geschliffen. Wie sollen die z.B. die von Dir ganz gut geschilderte Entwicklung einstufen ? Arbeiten, damit einige wenige Menschen noch reicher werden und sie selbst vielleicht so enden wie die, die nach dreizig, vierzig Jahren Arbeit trotzdem zur Tafel gehen müssen ?
Das ist natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt und sehr verallgemeinernd, denn viele Jugendliche haben einfach nicht gelernt, sich den Unannehmlichkeiten des Lebens zu stellen. Aber das müssen sie noch früh genug.
Früher hatte man radikale Jugendbewegungen, die was verändern wollten, die Welt verbessern wollten. Diese Ideale seh ich leider immer weniger. Es scheint, als hätte die Jugend ihren Kampf für eine bessere Welt aufgegeben bzw. den Kampf gar nicht erst aufgenommen...
Schulsystem ist auch ein wirklich brisantes Thema, das hier aber den Rahmen sprengen würde. Fakt ist, daß unser Schulsystem seit über 20 Jahren reformbedürftig ist. Geld dafür wird allerdings lieber in Projekte wie den Berliner Flughafen "investiert" und somit aus dem Fenster geworfen. DAS ist die eigentliche Ungerechtigkeit, denn wenn der Geld an anderer Stelle weniger Geld verschleudern würde, müßte man sich nicht über Sozialschmarotzer unterhalten...die würden einfach so mit durchlaufen in einem System, daß alleine dadurch, daß Menschen an ihm beteiligt sind, nie perfekt sein kann.
Lieben Gruß und schöne Zeit
Andreas