Guten Morgen, Forum
Wünsch Euch einen schönen Sonntag...trotz der Kälte draussen...
juergenbausf :
Interessante Herangehensweise...sich gar nicht damit zu beschäftigen, warum man Alkoholiker ist...ich kann mir vorstellen, daß man sich da auch ne Menge Kraft sparen kann...graben strengt ja schließlich auch ganz schön an 
Ich weiß nicht, ob ich das komplett ausblenden kann bzw. will...aber ich hab mir seit gestern vorgenommen, diese Analyse zumindest erstmal auf später zu verschieben und mich nur mit dem Trockenwerden an sich zu beschäftigen.
Ich weiß, daß bei mir Stress ein auslösender Faktor ist...also muß ich daran arbeiten, weniger Stress zu haben, ruhiger zu werden, runterzufahren...glücklicherweise ist das etwas, was einem generell gut tut...somit ist das in dem Moment wohl eine win-win-Situation.
Ich hab meinen Alltag so ein bißchen hinterfragt, genau darauf geachtet, wann ich Momente habe, in denen ich an Alkohol denke bzw. vorher Alkohol konsumiert habe...das sind z.T. ganz simple Sachen wie z.B. Wände streichen. Glücklicherweise entsteht in diesen Situationen (noch) kein Saufdruck, sondern es ist ein kurzer Moment des Erkennens, des Wahrnehmens und so schnell dieser Gedanke an Alkohol da war, so schnell ist er auch wieder weg...das geht in Bruchteilen von Sekunden vor sich. Nachdem ich hier gelernt habe, daß der Saufdruck oft später auftritt, hab ich auch darauf geachtet.
Ich hatte bis jetzt nicht einen Moment, wo ich mich wirklich zusammenreißen mußte, nicht zu trinken.
Woran ich momentan arbeiten will, ist so eine Art Strukturierung des Alltags...ganz einfache Rituale...so wie es Correns z.B. macht...zur selben Zeit und möglichst früh aufstehen, beizeiten ins Bett gehen. Die Ruhe früh um 5 (kein Verkehr, Ruhe im Haus, keine Ablenkungen) tut mir ebenfalls gut. Ich denke, daß mir diese Strukturierung meines Lebens bisher so ein wenig gefehlt hat...und das sorgt mMn. in gewisser Hinsicht auch für eine geistige Unaufgeräumtheit.
Dank Dir für Deine Anmerkungen.
LG Andreas