Beiträge von Carpenter

    Zitat von atze der 23

    Moin,
    heute endlich mal kein Regen.Ich werde erstmal zur Landtagswahl gehen und dann mal eine Runde in den Wald.Ist ja prima Pilzwetter.Sollte ich in den nächsten Tagen nicht schreiben,war ein falscher dabei. :D

    ATZE

    Hey Atze,

    wenn haste denn gewählt ? :)

    Okay, ich machs subtiler:

    Isses ein schöner Abend für Dich oder waren doch die Schwamma das Beste am heutigen Tag ? :)

    Yoh, da hast Du Dir ein ordentliches Rahmenprogramm gebastelt für das kommende Jahr...aber sieh es positiv...Langeweile stellt für Dich jedenfalls kein Rückfallrisiko dar im Moment :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Joro,

    auch von mir erstmal "Herzlich Willkommen".

    Nen roten Faden, den es zu kappen galt, haben wohl die meisten User hier ebenfalls zu bieten. Und mit "Zögern und Zaudern" konnte ich ebenfalls recht gut dienen. Du siehst also, es ging nicht nur Dir so :)

    Ich wünsch Dir einen hilfreichen Austausch hier im Forum.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Zitat von atze der 23

    Hi Andreas,
    ist etwas anders bei mir.Ich hab meinen Gesellenbrief als Elektroniker 1974 gemacht und möchte aber den Zweiradmechanikermeister machen.Ich arbeite seit 2003 in der Branche.Ich denke die Weiterbildung kann nicht schaden.Hätte ich viel eher angehen sollen.Aber der Alk! Ich muss nur noch einen Sponsor suchen und das Meisterbafög beantragen.Aber wo ein Wille ist,geht alles.

    ATZE

    Hallo Atze,

    aha, verstehe...natürlich kann die Weiterbildung nicht schaden. Meisterbafög dürfte normalerweise kein Problem geben, zudem gibt es da zusätzlich ein zinsgünstiges Darlehen über die KfW, bei dem die ersten Jahre von der Tilgung befreit sind.

    Dann wünsch ich mal viel Erfolg...

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Atze,

    mit 59 Jahren nochmal die Schulbank drücken und sich der Meisterprüfung zu stellen, das nötigt mir einigen Respekt ab. Ich finde das ne tolle Entscheidung, gleichzeitig frag ich mich grad, ob Du nicht sogar unter die Altgesellenregelung fallen würdest bei entsprechenden Jahren im Beruf. Hast Du diese Möglichkeit schonmal abgeklopft ?

    Trotzdem macht der Meisterbrief natürlich Sinn. Ich fühlte mich durch die Fortbildung deutlich besser auf meine Selbstständigkeit vorbereitet, v.a. im kaufmännischem Bereich.

    Lustigerweise hab ich nen Teil meiner Meisterprüfung ebenfalls in Erfurt gemacht, allerdings in der Zweigstelle Gotha...war ne interessante Zeit in Thüringen :)

    Ich wünsch Dir für Dein Vorhaben jedenfalls alles Gute.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Zitat von Bruce

    Grüß dich Andreas,


    Das sind ja wirklich immer noch ewige Kreisläufe, den diese Diskussionen mit sich ziehen :)

    Zu den Erfahrungen, um die es hier geht, gehört ja gerade auch diese Einsicht, daß niemand 100 % sicher sein kann, was die kommende Zeit mit sich bringt. Diese Einsicht wird auch immer wieder versucht, den euphorischen frisch Abstinenten zu übermitteln, wobei man da allerdings allzu oft auf taube Ohren stößt, da zu dem Zeitpunkt vielleicht gerade alles so prima klappt und einfach erscheint.

    Gruß, Bruce

    Hallo Bruce,

    erstmal freu mich sehr, daß Du hier wieder aktiv bist.

    Und natürlich hast Du recht...vielleicht ist es ein ewiger Kreislauf, den auch ich immer wieder in Gang setze.

    Ich bin ja nun auch einer, der grad am Anfang hier erstmal die meisten Erfahrungen sehr kritisch hinterfragt hat...man könnte es durchaus als naseweiß bezeichnen...und es stimmt durchaus, daß sich meine Sichtweise in einigen Dingen verändert hat, auch dadurch, daß ich eben inzwischen länger abstinent bin. Über manche meiner Ansichten kann ich heute eher schmunzeln oder wahlweise den Kopf schütteln. Aber es gehört eben auch dazu, diese Erfahrung selbst zu machen. Da bringt es nix, wenn man hier schreibt "Du wirst in ein paar Jahren schon erkennen, daß Du momentan völlig falsch liegst". Im seltensten Fall gibt es so Spontanerleuchtungen wie kürzlich hier geschehen, meistens ist es ein Prozess...und da erfolgt die Erleuchtung fließend, d.h. man selbst bekommt nicht explizit mit, wie man sich weiterentwickelt, Sichtweisen ändert. Irgendwann vergleicht man und erkennt: Tja, das hab ich vor nem halben Jahr noch ganz anders eingeschätzt. Der Fortschritt wird erkennbar, indem man Vorher-Nachher vergleicht...dazu brauchts aber erstmal ein nachher :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Und diese Erfahrung der

    Hallo Karsten,

    natürlich wollen viele, wenn nicht alle, eigene Erfahrungen machen. Das ist völlig normal. Die Erfahrungen anderer Alkoholiker sind sicher wertvoll und können einen auf den Weg bringen, aber ersetzen können sie eigene Erfahrungen sicher nicht.

    Und ja, wenn ich krank bin, geh ich zum Arzt...das heißt aber doch nicht, daß ich mir seine Diagnose völlig unkritisch anhöre und blind darauf vertraue, daß er sich aufgrund seiner jahrelangen Erfahrungen keinesfalls irren wird.

    Hätte die Menschheit nie Dinge hinterfragt, würden wir immer noch Angst haben, beim Radeln Richtung Süden irgendwann von der Scheibe runterzufallen.

    Nun bedeutet das ja nicht, daß man zwangsläufig alles und jeden hinterfragen muß...gleichzeitig macht es aber auch keinen Sinn, alles, was aus der Feder von einem erfahrenen Usern stammt, blind als unumstößlich zu erachten.

    Ich denke, es ist eine Triebfeder der Menschen, neugierig zu sein, Dinge zu hinterfragen, Dinge in Frage zu stellen. Das muß nicht zwangläufig negativ sein.

    Zum Thema abstinent:

    Ich betrachte mich nach wie vor als abstinent. Als trocken würde ich mich bezeichnen, wenn es ne 100%ige Sicherheit gäbe daß ich nie mehr rückfällig werde. Aber wer von den Trockenen, selbst von den Langzeittrockenen, kann diese 100 % für sich in Anspruch nehmen ?

    Mitnichten ist die Bezeichnung "Abstinent" ein Hinweis darauf, daß man sich ne Hintertüre für einen evtl. Rückfall offen halten will. Es ist für mich lediglich ein Ausdruck dafür, daß ich meine Krankheit lebenslang habe...trocken würde für mich bedeuten, ich wäre geheilt.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Grundsätzlich wissen wir doch alle, daß

    Moin Eni,

    Deine Ponde scheint Dir tatsächlich einiges abzuverlangen. Jetzt könnte ich Dir ja schreiben, daß alle Strapazen vergessen sind, wenn das Teil mal fertig ist (zumindest ist es mir mit meinem Haus so gegangen), aber diese Aussage dürfte im Moment wohl nur für zusätzliche Teufelchen bei Dir sorgen :)

    Ich denke, Du machst das schon richtig...kurzentschlossen trotzdem noch was machen und ebenso kurzentschlossen dann die Arbeit einfach Arbeit sein lassen.

    Nochmal zum Thema Doppelzimmer:

    Es könnte ja auch sein, daß sich ein ganz interessanter Mensch in Deine Bude verirrt, mit dem die ganze Sache mehr Spaß macht als ganz alleine.

    Vielleicht solltest Du diesbezüglich die Dinge einfach etwas positiver angehen. Es muß ja nicht so schlimm kommen, wie Du es befürchtest.

    Apropos:

    Hast Du beim Schleifen auch schön Deine Staubmaske aufgesetzt ? Viereinhalb Stunden schleifen setzt ne Menge Staub frei und ist gesundheitlich gar nicht so unbedenklich...v.a. wenn man Holz und alte Lacke schleift. Ich sprech da aus Erfahrung...die Staubmaske sieht ziemlich scheiße aus, das geb ich zu...aber sie hilft :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Lena,

    mach Dir mal keinen Kopf wegen dem angeblichen rumjammern. Das Forum ist ja nicht nur dazu da, hier zu schreiben, wenn es einem gut geht.

    Nun find ich es durchaus wichtig, daß Du Deiner Mutter genau das am Telefon gesagt hast, was Du auch in dem Moment empfunden hast. Du hast auch nichts falsches gesagt und wenn sie damit nicht umgehen kann, dann ist das ihr Problem, nicht deines.

    Es ist schwierig, hier was konkretes zu sagen oder zu raten...aber mir ist dieser eine Satz direkt ins Auge gesprungen...der mit den Gefühlen nüchtern aushalten. Pass bitte ganz besonders auf im Moment. Man merkt Dir an, daß die Sache mit Deiner Mutter an Dir nagt. Setz wegen ihr nicht Deine Trockenheit aufs Spiel...wenn sie trinkt, ist das ihr Problem...wenn Du trinkst, ist es Deines...versuche da zu trennen und denk immer dran, daß Dir die Trinkerei niemals weitergeholfen hat...und weggespülte, negative Gefühle kommen doppelt und dreifach zurück, wenn man wieder nüchtern ist.

    Ich drück Dich mal fest, falls gewünscht...sozusagen als Einwechselspieler für Silberkralle und Correns :)

    Laß Dich nicht verrückt machen...Du bist Deinen Weg bisher so konsequent gegangen, kein Ereignis der Welt kann Dich aus der Bahn werfen, wenn Du selbst es nicht zuläßt.

    Schönen Gruß

    Andreas

    Zitat von Karsten

    Hallo Andreas,

    ich meinte es auch nicht als Vorwurf.
    Ich wollte halt gerne wissen, wie du es siehst und danke für deine ausführliche Antwort.

    Wenn das Gefühl auf kommt, man verzichtet auf etwas, was man gerne machen würde, stellt sich mir die Frage, gehe ich nun Kompromisse ein oder verzichte ich?

    Ich versuche für mich dann einen Lösungsweg zu finden, wie du bei der dritten Halbzeit, die ich ja auch nicht haben will und somit auch kein Verzicht ist.

    Gruß
    Karsten

    Hallo Karsten,

    das hab ich auch gar nicht als Vorwurf aufgefasst...es ist manchmal nur relativ schwer, Gemütszustände in einem Forum einigermassen rüberzubringen.

    Bei meiner ersten Auswärtsfahrt als Abstinenter nach Rom z.B. hatte ich einige Angebote, im Fanbus mitzufahren. Da war ich gerade mal knapp drei Monate abstinent und mir war sofort klar, daß das meine Abstinenz zu diesem Zeitpunkt durchaus gefährden könnte...somit war das für mich von Haus aus keine Option. Ich bin dann selbst gefahren...das war teurer, mit einem gewissen Aufwand verbunden, aber auch aus jetziger Sicht die absolut richtige Entscheidung.

    Ich finde, das ist ein gutes Beispiel, wie man Risiken von vorneherein minimieren kann, ohne auf Spaß am Leben zu verzichten.

    Denn gewissermaßen minimiere ich das Risiko, wieder in die Saufspirale zu rutschen ja auch damit, daß mein abstinentes Leben schöner ist als mein nasses Leben vorher...

    Dazu mußte ich einiges loslassen, auch einige unbequeme Entscheidungen treffen, aber konnte eben auch, mit entsprechender Modifikation, Dinge, die mir essentiell wichtig sind, behalten. Dinge, bei denen ich inzwischen festgestellt habe, daß ich sie gedanklich nicht mit dem Alkohol gekoppelt habe. Das betrifft v.a. das aktive Fußballspielen selbst...ich hab mit 7 Jahren angefangen und hatte damals schon so viel Spaß am runden Leder wie ich jetzt mit 44 Jahren immer noch habe. Und schon damals beschränkte sich der Spaß am Fußball auf das Spiel an sich, nicht auf die Begleitumstände.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Hallo Karsten,

    natürlich habe ich einige grundlegende Dinge verändert. Allerdings bin ich der Meinung, ihre Effektivität zeigt sich nicht unbedingt daran, wie schwer mir diese Veränderungen fallen.

    Zuerst habe ich mein Umfeld geändert...Trinker gehören definitiv nicht mehr dazu. Aus deren Umfeld und Dunstkreis habe ich mich sofort gelöst. Sauffeste besuche ich nicht mehr, Geburtstage, auf denen wider Erwarten doch plötzlich getrunken wird, verlasse ich umgehend.

    Dasselbe gilt für mein fußballerisches Umfeld. Ich kicke und gehe nach Hause...die dritte Halbzeit laß ich einfach weg...früher meine Lieblingshalbzeit, nun für mich nicht mehr von Interesse.

    Ich könnte Dir jetzt ne umfangreiche Liste von Einladungen aufstellen, die ich erhalten und die ich abgesagt habe...am Anfang noch zögerlich, später immer direkter und schon nach nem halben Jahr mit der Begründung, daß ich alkoholkrank und abstinent bin.

    Wenn wir auf Auswärtsfahrten gehen, dann fahre ich nur mit Personen, die gar nichts oder nur wenig trinken. Das ist mir sehr wichtig...in einen Fanbus mit zugedröhnten Fuppesfans bringen mich auch jetzt keine tausend Pferde...das Risiko wäre mir einfach zu hoch.

    Auf der Arbeit gilt bei mir 0,0...für alle Mitarbeiter. Richtfeste halte ich nicht mehr ab, Fortbildungen, auf denen getrunken wird, besuche ich nicht, sondern schicke meinen Kompagnon oder einen Mitarbeiter.

    Jetzt frag ich Dich:

    Klingt das nach Risikominimierung für Dich oder nicht ?

    Oder anders gefragt:

    Ist der eingeschlagene Weg erst dann sinnvoll, wenn er Verzicht beinhaltet ? Oder kann ich mir ein Umfeld schaffen, das weitestgehend alkoholfrei ist und in dem ich mich so wohlfühle, daß Saufen für mich überhaupt keine Option mehr ist ?

    Sorry, ich weiß, jetzt sind wir doch wieder bei den Grundbausteinen gelandet. Aber es ist auch ne Verständnissache. Ich kann schlecht plakativ deutlich machen, daß ich z.B. problemlos Fußball spielen kann, ohne mich danach mit ein paar anderen Spielern die Birne zuzudröhnen. Fußball ist ein Hobby, das vor meiner Sauferei da war und aus meiner Sicht ursprünglich nix mit Alkohol zu tun hat...der kam später. Insofern kann ich dem Hobby auch nachgehen, ohne daß ich es automatisch mit Alkohol verknüpfe...wird verständlich, was ich meine ?

    Vielleicht ist es bei Dir mit dem Kegeln ähnlich...vielleicht findet sich da ne Lösung, daß man eben Kegeln und danach einfach nach Hause geht, bevor die anderen Kegler ihren Zapfhahn öffnen...

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Andi,

    aus meiner Sicht habe ich als abstinenter Alkoholiker keine Nachteile und keine Einschränkung...

    Nun ist es grundsätzlich richtig, daß wir ne Krankheit haben, die es erfordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Ein an Zucker erkrankter Mensch muß peinlich genau drauf achten, seine Insulinspritze an Bord zu haben, wir müssen peinlich genau drauf achten, daß wir nicht aus Versehen oder auch beabsichtigt Alkohol zu uns nehmen. Sowohl für den zuckerkranken Menschen als auch für den alkoholabhängigen Menschen könnte es tödliche Folgen haben, das zu mißachten.

    Das wars aus meiner Sicht dann auch schon. Weitere Nachteile in dem Sinne sehe ich ehrlich gesagt keine...

    Ich habe mich vor ein paar Monaten in meinem Fuppesforum, in dem ich seit 2006 Mitglied bin, als abstinenter Alkoholiker geoutet, aus Neugier, wie sich einige mir persönlich bekannten User und das Forum insgesamt verhalten würden...mein Fazit ist durchweg positiv. Meine Einschätzungen werden in keinster Weise auf meine Krankheit reduziert, in vielen Fällen hab ich sogar deutlichen Zuspruch erhalten...und das in einem als alkohollastig verschrieenem Umfeld. Ich poste mit genau denselben Usern, der Umgangston hat sich nicht die Bohne verändert.

    Ansonsten würde ich sagen, daß sich durch die Abstinenz auch einfach die Bedürfnisse verschoben haben. Was ich noch als nasser Säufer als wichtig erachtet habe, bedeutet mir inzwischen einfach nichts mehr. Und was mir nicht wichtig ist, das vermisse ich natürlich auch nicht.

    Ich würde einen frühen, ausgeschlafenen, nüchternen Morgen nie mehr gegen einen verkaterten Morgen tauschen, auch wenn vorher bis um 5 die Puppen getanzt hätten...Es ist eine Sache der Prioritäten...Prioritäten, die sich durch die Abstinenz definitiv verschoben haben.

    Wichtig für mich war die Erkenntnis, daß ich Dinge, die mir Spaß gemacht haben, als ich noch gesoffen habe, auch abstinent Spaß machen. Ich kann auch nüchtern in Musik eintauchen, ich hab nüchtern auf dem Fußball mindestens genausoviel Spaß wie noch im nassen Zustand und ich habe gemerkt, daß ich keinen Alkohol brauche, um verrückte Dinge zu tun...das liegt einfach daran, daß mich früher der Alkohol über manche Hemmschwelle hinwegheben sollte, über die ich heute, abstinent, vielleicht aufgrund von gesundem Selbstbewußtsein, gar nicht mehr hinweggehoben werden muß.

    Das Alles fühlt sich stimmig an...es ist jetzt nicht so, daß ich Gott danke, daß ich alkoholkrank bin...aber ich sehe auch überhaupt keinen Grund, ihm das irgendwie negativ auf seiner Liste zu vermerken.

    Es ist gut so, wie es ist...keine Faust in der Tasche, keine Dinge, die ich vermisse, also auch kein Zurück...wozu auch ? Es geht mir besser denn je :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Zitat von Dr.Gerner

    Hallo Andreas,

    danke für deine Worte. Die haben mir sehr geholfen und ich bleibe wirklich erstmal bei meinem Roman. Nicht, dass es da keine schmutzigen Szenen drin gebe... :D
    Den Tipp mit dem One Night Stand habe ich nicht als schlimm oder blöd empfunden, sondern als nett und lustig gemeint. Und auch da gilt, wenn sich was mit einer Frau ergibt, warum nicht?

    Hallo Daniel,

    dann hat der eigentliche Adressat ja alles so verstanden, wie es gemeint war. Und nur das zählt für mich :)

    @Karsten: Sorry, unsere Beiträge haben sich leider überschnitten. Natürlich respektiere ich Deinen Wunsch.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Jürgen,

    stimmt schon, grundsätzlich solltest Du erstmal gar nix...

    Aber jetzt den urplötzlich Erleuteten spielen und aus irgendwelchen perfiden, persönlichen Gründen eine Aussage in eine völlig falsche Richtung zerren solltest Du möglicherweise ebensowenig.

    Mich auf diese Aussage zu reduzieren finde ich, gelinde gesagt, eher peinlich. Von mir aus laß so viele User wie möglich virtuell die Hand heben...oder auch nicht...

    Für eine allgemeingültige Aussage taugen weder Deine noch meine Ausführungen.

    Wenn Dein Umfeld nach wie vor aus Bierwägen und alkoholisierten Damen besteht, dann ist das nun wirklich nicht mein Problem...und wenn nicht, frag ich mich ehrlich gesagt, warum Du dann genau dieses Umfeld erwähnst.

    Aber wirklich interessieren tut es mich gerade nicht...schon gar nicht habe ich die Absicht, meine gute Laune in einem sinnlosen Diskussionsscharmützel zu verlieren.

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin,

    keine Ahnung, wo Du Dich so rumtreibst, aber für wilde Theorien bist in diesem Fall wohl eher Du zuständig.

    Als ob man nen One-night-stand automatisch mit ner besoffenen Frau auf einer verdreckten, stinkenden Kneipentoilette oder hinter Bierwagen (??) verbinden müßte...

    Das geht ja nun deutlich stilvoller und hat grundsätzlich mal überhaupt nix mit Deinen animalischen, bukowskijesken Hinterhofszenarien zu tun...

    Du solltest zwingend über Deine bevorzugten Aufenthaltsorte nachdenken, Jürgen :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Moin Katha,

    vielleicht sind die Frauen an Deinem Umfeld schuld daran, daß der gute Oskar eher homosexuelle Neigungen zeigt ? :)

    Nee, im Ernst. Wilde hat schon ein ziemlich verschobenes Bild von Frauen...nicht, weil er evtl. häufig auftauchende, als negativ empfundene Merkmale als typisch weiblich kategorisiert, sondern weil er in die andere Richtung, nämlich in Bezug auf Männer, überhaupt kein Interesse zeigt, diese offenzulegen.

    Nun muß man das Ganze unter den damaligen Umständen betrachten...Ende 19.Jahrhundert...aber es fällt mir penetrant auf bei ihm und deshalb kommt bei mir auch nur relativ wenig Lesespaß auf. Zu einem meiner Favoriten wird er es nicht mehr packen...nun, ich geh davon aus, das wird ihn nicht dazu verleiten, in seinem Grab zu rotieren :)

    Diese "Ich"-bezogenen Menschen gibt es querbeet...ob Männlein, ob Weiblein, ob 16 oder 65...Sie sind anstrengend und ich tendiere dazu, es als ganz wichtige Aufgabe zu betrachten, diesen Menschen weniger Aufmerksamkeit zu schenken. Anstand und Höflichkeit verleiten einen manchmal dazu, sich irgendwelchen Schwachsinn anzuhören, ohne den Leuten direkt ins Gesicht zu sagen, daß sie ordentlich einen an der Waffel haben.

    Oft helfen da subtile Aussagen wie "Du, ist ja nett, aber ich habe gleich einen Termin" oder "Mir geht es grad ziemlich beschissen, ich hab eine ansteckende Grippe" überhaupt nicht weiter...und ich sag Dir was:

    Seit ich abstinent bin, hab ich auch gar keinen großen Bock mehr, mir irgendwas zu überlegen, um diesen Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen. Es ist mir nicht wichtig, everybody´s Darling zu sein...ich hab kein Problem mehr damit, wenn ich aus irgendwelchen Adressbüchern dauerhaft gestrichen werde....es gesellen sich dann eben andere Einträge hinzu...Menschen, die auch zuhören können und nicht nur von sich selbst quasseln...Menschen, mit denen ich mich gerne unterhalte.

    Ich bin nicht mehr erpicht darauf, alte Fesseln aufrechtzuerhalten, wenn ich spüre, daß es Zeit ist, diese Fesseln zu kappen. Einige Bekannte gehen, andere kommen dazu. Auch das ist typisch für meine Abstinenz...mir ein Umfeld schaffen, in dem es mir gutgeht.

    Ich war ja immer so ein Krebs-Typ...jemand, der sich die Sorgen und Nöte anderer Menschen gerne reingezogen hat, mehr oder minder wertvolle Tipps abgegeben hat...die entsprechenden Personen haben sich artig bedankt und erst dann wieder von sich hören lassen, wenn die nächste Lebenskrise anstand...auch das ist eine Form von "Ich-Ich-Ich".

    Vielleicht reagiere ich auch deshalb etwas allergisch, wenn ich hier ab und zu lese, daß Menschen noch mehr auf sich schauen wollen, egoistischer werden wollen. Für manche Menschen mag das sinnvoll sein, bei anderen frage ich mich "Wie, noch egoistischer ? Geht das überhaupt ?" :)

    Ich kann Deine Gedanken nachvollziehen bzgl. der Wirbelsäule. Nun weiß ich aus familiärer Erfahrung, daß eine OP da nicht ganz ungefährlich ist. Trotzdem ist das Argument, daß man nach der OP möglicherweise wieder eine ganz andere Lebensqualität hat, eine ohne ständigen Schmerz, nicht von der Hand zu weisen. Einfach ist die Entscheidung nur dann, wenn es gar nicht mehr anders geht.

    Ich wünsch Dir alles, alles Gute bei der OP und bin mir sicher, daß Du wie Phönix aus der Asche aus Deinem horizontalen Zustand in die Senkrechte durchstartest...und v.a. freu ich mich, wenn Du nach der OP ohne Schmerzen durchstarten kannst...

    Schönen Gruß und schöne Zeit Dir

    Andreas

    Moin Daniel,

    traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast :)

    Statistiken können meistens in beide Richtungen interpretiert werden. Wenn Du jetzt diese 90%-10%-Statistik hernimmst, dann klingt das zunächst ziemlich furchteinflößend...rein zahlentechnisch.

    Mit jedem Rückfall in Deiner Gruppe steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit, daß Du dauerhaft zu den 10% gehörst, die keinen Rückfall erleiden.

    Insofern kann man mMn. solche Statistiken getrost knicken. Sie sagen weder was über die Motivation der Abstinenzler noch über ihre Begleitumstände aus...sie sind reines Zahlenwerk, ohne persönlichen Faktor.

    Und bei Dir deutet aus meiner Sicht alles darauf hin, daß Du auf nem richtig guten Weg bist. Nun ist das von mir kein Blankoscheck für einmal dauerhafte Trockenheit, aber Dein Leben hat sich positiv verändert...das allein ist ja schonmal Motivation ohne Ende.

    Also bleib da locker...ich halte nichts von diesen selffullfilling prophecies...

    Was Deine Mrs. Right angeht, machst Du alles richtig. So wie ich Dich verstanden habe, würdest Du sie natürlich nicht vor der Tür stehend versauern lassen, aber Du machst Dich jetzt auch nicht konkret auf die Suche nach ihr. Das klingt für mich vernünftig...

    Bleib Du vorerst lieber mal beim guten, alten One-night-stand...keine Verpflichtungen, keine nähere Bindung und trotzdem Spaß...gibt bestimmt auch ne Menge Stoff für Deinen Roman :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Zitat von Frank P.

    Trocken ist die Welt übersichtlicher als Nass. Ich muss aber auch dazu bereit sein, aktiv an mir zu arbeiten und nicht einfach nur passiv nicht zu trinken.

    Yoh...definitiv. Klingt gut, was Du da schreibst. Oft läßt sich nach außen gar nicht vermitteln, daß es nun endlich klick gemacht hat, weil man das vorher schon zigfach gesagt hat, ohne daß dem so war.

    Aber man selbst merkt dieses Klick...und das ist das Wichtigste.

    Alles Gute auf Deinem Weg, Frank.

    Schönen Gruß und schöne Zeit Dir

    Andreas

    Moin slowly,

    ich sehe Deinen "Abbruch" eher positiv. Man muß nicht immer mit aller Gewalt alles durchziehen, was man sich vorgenommen hat. Oft ändern sich Dinge, die man vorher anders bewertet hat und dann muß man sich dementsprechend auch darauf einstellen.

    Nun bin ich mit meinem Leitspruch nicht unbedingt der, der diese Worte auch mit Taten untermauern kann...zu oft bin ich da noch unvernünftig und ziehe Sachen durch, die ich besser abbrechen sollte...aber ich arbeite dran.

    Du bist da offensichtlich schon ein Stück weiter...

    Wichtig ist nur, daß Deine Entscheidung für Dich stimmig war...und so kommt das hier rüber.

    Insofern:

    Alles richtig gemacht :)

    Schönen Gruß und schöne Zeit Dir

    Andreas

    Hallo Step,

    die Tatsache, daß Du hier täglich liest, reicht doch für den Moment. Man hat immer Phasen, in denen man nix oder wenig zu sagen hat...das kann sich dann innerhalb eines Tages wieder drehen.

    Herzlichen Glückwunsch zur kommenden Oma übrigens :)

    Ich bin ganz ehrlich...ich freu mich auch schon auf Enkel, aber irgendwie kommt mir das Wort "Opa" schon sehr befremdlich vor...ich schätze, ich werde es einfach verbieten, mich so zu nennen...:-)

    Schönen Gruß und schöne Zeit

    Andreas

    Zitat von garcia


    Im Moment laufen die Dinge sehr gut bei mir. Das wird nicht immer so sein.Muß auch nicht. Aber gibt Kraft für andre Zeiten...

    LG an alle

    Hallo Frank,

    das ist ein wichtiger Satz, wie ich finde. Erst durch das Wechselspiel von Hochs und Tiefs können wir wohl sowas wie gute Momente überhaupt einschätzen. Angenommen, es würde uns ständig gutgehen...würden wir das dann überhaupt noch zu schätzen wissen oder wäre es eben einfach nur normal, gewöhnlich ?

    Dieses Kraft-Tanken und den schönen Augenblick einfach genießen ist ein ganz wichtiger Aspekt...den Augenblick geniesen, ohne sich nen Kopf über die Zukunft zu machen. Wenn diese schönen Augenblicke vorbei sind, hat man wieder genügend Zeit, sich mit den Sorgen des Alltags zu beschäftigen.

    Schönen Gruß Dir und schöne Zeit

    Andreas