Beiträge von Nys

    Zitat von inbetween

    Liebe Nys,

    mal weg vom: "Was tut dir nicht gut?" hin zum
    "Was tut dir gut?" Und ich meine: so gut, dass du es dauerhaft spüren möchtest? Und kannst du dir vorstellen, dafür auf andere Gefühle zu verzichten?
    :wink:


    :shock::?:(

    Was tut mir gut: na alles was ich immer so berichte (auch Alleinsein!!)
    Was möchte ich dauerhaft spüren?
    DAS IST JA DIE KRUX !! ... symbiotische Umarmung/Zuneigung ....sag ich dazu
    Kann ich dafür auf andere Gefühle verzichten?
    Auf Gefühle muß ich da ja nicht verzichten. Das ist ja das ulitmative Gefühl, das garnix anderes mehr zuläßt. Ich könnte dafür auf alles mögliche verzichten ............ aber nicht auf Realität - auf Weiterentwicklung - auf Identität. Usw..... ich bin aber noch in der Phase - in der ich
    glaube, daß ein Leben ohne dieses symbiotische Gefühl nicht lebenswert ist.

    Und so lange das so ist, werde ich entweder auf der Suche danach sein oder mir die Suche strikt aber trostlos verweigern.

    Deshalb denk ich ja - ich brauche einen anderen Ansatz mit diesem Bedürfnis umzugehen. Daß es nicht alles überlagert. Es geht dabei wohl mehr um das Erlernen eines Umgangs mit mir selbst und ganz besonders dann, wenn ich mit meinem Bedürfnis auf Gegenseitigkeit stoße.


    Zitat von Andreas

    daher sind vermutlich meine gedanklichen Ansätze auch schlichtweg falsch.

    nicht ganz und gar falsch lieber Andreas - sonst hätt ich ja nicht geheult.
    Ich bin nur nicht ganz so brav, wie Du dachtest. Und auch nicht ganz so emotional berechenbar. Das heißt - die Gebrauchsanleitung schreib ich hier ja schon die ganze Zeit. Das hat nur leider nix mit Liebe zu tun.

    Hinter den Kulissen, sind 4 Wochen meines Lebens, die einfach kurz nach meiner Geburt ziemlich sch*** für mich gelaufen sind. Weshalb ich jetzt
    für die Auffüllung dieses Defizits wahrscheinlich meine eigene Großmutter verkaufen würde (wie man das so schön sagt).

    Hätte ich Glück gehabt, wäre ich auf einen warmherzigen Menschen getroffen, der es abhaben kann, wenn ich ihm die Welt zu Füßen lege - nur damit er mich jeden Abend in den Arm nimmt. (symbiotisch versteht sich!)

    Wahrscheinlich hätte es ausgereicht, wenn mein Mann nicht so ein verkapselter Mensch gewesen wäre. .............Aber was glaubst Du wohl warum ich bei ihm gelandet bin??? weil

    UND JETZT KOMMT WIEDER

    Inbetween (Lea)


    ich dachte, daß auf dieses Verschmelzungsgefühl verzichten kann.

    Jetzt habe ich ihn aufgrund dieser Sehnsucht genau danach wieder verlassen.

    Und stelle fest, daß das was ich für innige Liebe gehalten habe - in Wirklichkeit nur ein Gefühl ist, das aus den 4 entbehrungsreichsten Wochen meines Lebens stammt und in meinem Gehirn einen Dachschaden hinterlassen hat. Den sicher 100.000 andere auch haben - nur irgendwie dazu den richtigen noch einigermaßen passenden Partner gefunden haben.

    Wäre mir das auch geschehen, dann würd ich in meinen Mustern so vor mich hinticken und würde wahrscheinlich nichtmal besonders auffallen. Ich wäre anstrengend, anhänglich, immer mit irgendwelchen Vorstellungen und Plänen unterwegs - würde meinen Partner betüdeln oder ganz einfach nur aussaugen?
    Der würde dafür dann entweder das Saufen anfangen oder irgendwann mit einer weniger anstrengenden Frau weglaufen. Oder er bliebe ganz einfach, würde sich mit meinen Macken arrangieren und denken "laß sie doch die Alte"
    ich mag sie trotzdem. Ich habe keine Ahnung.

    Soll ich jetzt dieses Bedürfnis meiden? Dieses Gefühl zusammenfeilen, auf Handteller-Größe? Es hat mich im Griff - und das bereits mein ganzes Leben lang. Das ist erschreckend.

    Lieber Andreas liebe Lea

    Zitat von Lea

    Oder schmerzt dich die Erkenntnis, dass man diesen Verschmelzungswunsch als eine Art Regression werten könnte? Oder schmerzt dich die Erkenntnis, dass dieser Zustand nur mit Partnern möglich scheint, die zu einer anderen Form von Beziehung (die, der man gemeinhin das Prädikat "Liebe" zuerkennt - lebenslang und monogam), die du gerne auch hättest, oft nicht in der Lage waren?
    Oder schmerzt es dich, dass du keine Kontrolle über diesen Wunsch hast?

    Lea, nimm alle oder raus und Du hast die Zusammenfassung:

    Verschmelzungswunsch ist ja normal

    aber nicht wenn man dabei wieder zu anhänglich wird
    und nicht, wenn die unpassenden Teile am anderen ausgeblendet werden
    und nicht, wenn man dabei die Kontrolle über die Intensität der Beziehung verliert.


    Andreas

    die gemeinsamen Freunde sind nicht aus meinem Umfeld und gehören in diesem Fall eher zu seinem Freundeskreis - den ich ja nun auch kenne.
    Ich kann es hier nicht öffentlich beschreiben. (Wir haben alle das selbe Hobby).....am Wochenende :) ich bin echt schlimmer, als Du glaubst.

    Bei animalischem S** mußte ich lächeln - weil genau damit habe ich einfach nur Spaß - da findet auch keine Symbiose statt :)

    Trotzdem sind mir bei Deinem Beitrag die Tränen gekommen, weil Du schon recht hast. Wenn man ganz grob drübergeht mit der der Rundfeile.

    Natürlich bin ich ein Beziehungsmensch. Und eigentlich würd ich das
    Hobby an den Wochenenden lieber mit einem festen Partner teilen.

    Das allein ist nicht krank.
    Bedenklich ist das, was Du vielleicht nicht rauslesen konntest.
    Ich bin von einer gewissen Sorte Zärtlichkeit abhängig, wenn ich mit einer bestimmten Sorte Mensch (nicht animalischen, - sondern sehr "symbiotischen" S**) habe.
    - Dabei geht es aber nicht um den Partner als Person - er wäre sogar austauschbar. Es geht einzig und allein um eine gewisse Art einander zu "brauchen" wenn man sich körperlich nahe kommt. Das gibt mir den Kick, sobald ich es beim anderen spüre und umgekehrt. Er glaubt in diesem Fall sogar, in mich verliebt zu sein. Das ist vielleicht Verlangen. Aber keine Liebe und hat deshalb auch zur Folge, daß die daraus resultierenden Träume und Wünsche allesamt recht egoistisch sind - und vor allem allein auf die Wiederholung und möglichst intensive Wiederholung dieses Zustandes gerichtet sind. Am besten mit der Garantie für's Leben.
    Der Partner gibt also das, was ich brauche - und wird deshalb vereinnahmt und passend gemacht, auch wenn alle Vernunft oder fehlende echte Liebe dagegenspricht.

    Sei froh, wenn Dir das fremdartig vorkommt.
    Ich hab es früher auch mit der Rundfeile grob bearbeitet und raus kam immer nur: Pech in der Liebe. Jetzt sehe ich etwas hinter die Kulissen. Aber es macht mich trotzdem traurig. :(

    Hallo Lea

    danke für Deine Antwort. Ich habe auch schon in Deinen alten Threads mal gestöbert, weil ich denke, daß Du Dich auch schon etwas damit auseinandergesetzt hast.

    Ich kann mir auch vorstellen allein zu leben.
    Das Probl. ist, daß ich mir nicht gut vorstellen kann, dabei auf
    S** zu verzichten - und dabei entsteht nunmal Nähe.

    Mit dem einen Partner mehr, mit dem anderen weniger.

    Wenn es am schönsten ist: Dann ist einfach so ein Einlassen aufeinander da, das nach meiner Erkenntnis nichts mit Liebe sondern mehr mit symbiotischen Veranlagungen zu tun hat.
    Es funktionierte nämlich bislang nur mit Menschen, die eben auch den Hang zur Symbiose auch haben.

    Früher habe ich darin dann verharrt (also noch bei XY und lange davor) und wurde dann von meinen Mustern bestimmt, ohne es zu merken. Diese lösen beim Partner dann entsprechende Rückzugmechanismen aus - oder der Partner
    hat aufgrund seiner eigenen Identitäts-Störung noch weitere Probleme, - wie zB Alkoholsucht, Negativ-Projektion, Narzissmus, Alltagsschwierigkeiten aufgrund Haltlosigkeit usw.
    Das führte dann in mehr oder weniger dramatischen Geschichten zum Ende oder zu einer niemals wirklich gelebten Beziehung. Bis es soweit war, hatte ich mein Leben bereits um den Partner herum gestaltet, um diese Nähe nicht aufgeben zu müssen und in erster Linie für mich selbst zu erhalten.

    Jetzt ist es so, daß ich es ganz bewußt bei mir beobachten kann, was mit mir geschieht und tatsächlich dieses Mal einfach die Reißleine gezogen habe. Das war jetzt nicht besonders schwer, weil die Beziehung keine Beziehung sondern lediglich ein Tächtel Mächtel war, das keine Verbindlichkeit darstellte.

    Ich habe mich halt sehr tief hinterfragt in der letzten Zeit und dabei werden einem auch Bedürfnisse ziemlich stark bewußt.
    Das führt bei mir zu einem stärkeren Bedürfnis nach Nähe - als sonst. Gleichzeitig die Erkenntnis zu haben, daß Nähe mich Rückschritte in meiner Entwicklung machen läßt. Das ist echt hart. Weil ich kein Maß kenne. Ich müßte daher abstinent leben. Das wäre aber nur eine Vermeidung und keine Weiterentwicklung. Üben kann ich tatsächlich nur in Zusammenhang mit Nähe. In gewisser WEise tue ich das ja auch, indem ich mich auf Nicht-Beziehungen einlasse. Schockiert hat mich halt, daß es mal wieder ZOOM gemacht hat, dort wo es am wenigsten paßt. Wo aber das Gegenüber den gleichen Schaden hat.

    Ich bin echt etwas ratlos.

    Da wird einem als Co immer vorgeworfen, nur den Weichspülgang haben zu wollen - und wenn man sich mal ernsthaft mit seiner eigenen Problematik in Beziehungen auseinandersetzt, dann heißt es von allen Seiten: Laß mal gut sein. Das wird schon.

    Ich frag mich ehrlich: Gibt es hier jemand der außer seiner XY-Geschichte und die Trennung vom Suchtmittel auch erfolgreich die eigene Sucht bewältigt hat?

    Vielleicht bin ich ja auch extra-daneben und deshalb die einzige behandlungsbedürftige. Und wenn 100 Katzen halte werde ich den Umgang mit meinem Suchtmittel nicht lernen.

    Es ist die Frage, ob ich aufgrund meiner Unfähigkeit mit viel Nähe umzugehen - überhaupt in der Lage bin eine gesunde Beziehung zu führen. Ich habe kein Problem mit meinen EX-Beziehungen. Ich habe immer ein Problem - sobald es in einer Beziehung am schönsten ist. Und das ist nicht schön.

    Aber wenn ihr das alle nicht kennt. Dann frag ich wohl gerade an der falschen Stelle.

    Zitat von RenateO

    solange man nicht vergißt das der andere auch ein Mensch ist und kein Stück Fleisch an dem man seine Wut und verurachten Ärger vom Vorgänger auslebt.

    Du hast ja komische Projektionen. Wenn ich holzhacken muß, gehe ich in den Wald - nicht ins Bett.

    Hallo Renate

    ich glaub ich kann mich hier einfach nicht richtig ausdrücken.

    Gerade weil ich ja irgendwann eine verbindliche Beziehung eingehen will - ohne alte Muster - denke ich ja an Therapie.

    Es ist zu kompliziert zu erklären. nein. ich habe keine Begeisterung an Krankheiten etc.
    Und ich lebe gerade ganz gewaltig. Denken tue ich halt auch noch.

    Aber dann laß ich es jetzt mal beim Denken.
    Es scheint mir nicht gegeben , mich verständlich auszudrücken und jetzt hab ich glaub schon 3 Seiten lang erklärt und hatte dabei nur die einfache Idee
    aufzuzeigen, daß manche Dinge durchaus ernst genommen werden sollten - wenn man nicht immer wieder die gleichen Fehler machen will.

    Dann lassen wir das halt.

    Ursache und Wirkung haben mich schon immer interessiert. Und wenn es Dich interessiert: Auch ich wünsche mir eigentlich eine zufriedene monogame Partnerschaft - aber ich lebe bis dahin.- Und das halt nicht monogam.

    Es gibt keine Wunden aus alten Beziehungen zu lecken.

    Es gibt eine Ursächlickeit für einen Schmerz der garnichts und überhaupt nichts mit meinen Beziehungen zu tun hat. Und daran ändert man nichts mehr. Aber ich muß schauen, daß mich diese Geschichte nicht immer wieder in meiner Persönlichkeitsentwicklung aufhält und zurückwirft.

    Versteh es wer's will. Ich habs verstanden.
    Weh tut mir nur, daß ich derzeit in einem Stadium bin, in dem ich Beziehungen abbrechen muß, wenn sie in Richtung Symbiose gehen und ich blöder WEise eigentlich genau das am sehnlichsten wünsche.

    Gruß Nys

    Hallo Lea


    Zitat von Lea

    Dieses gelassene Gefühl größter befreiender Zuneigung im gemeinsamen leben und leben lassen, zusammen mit dem Etwas mehr, das bei Artgenossen (unterschiedlichen Geschlechts) mit ins Spiel kommt - ich glaube, so hätte ich das gerne mal in Zukunft


    ähnliches habe ich ja neulich bei Hellge geschrieben.

    Zitat von Nys

    Es ist dann einfach nicht so existenziell wichtig, ob man (noch) zusammen ist oder ob jeder seinen Weg geht. Wenn der Partner ein Begleiter sein darf, dann darf er auch an der nächsten Wegkreuzung lebe wohl sagen. Und wenn man sich selbst als Begleitperson sieht und nicht als ultimativ einziges Objekt der Begierde - dann
    kann man Hand in Hand gegangen sein und an der Wegkreuzung loslassen. Liebevoll loslassen und das ganz ohne Gleichgewichtsschwankung.

    Es ist ja nicht so, daß ich dieses Mal voll in alte Muster verfallen wäre.
    Es war mir von vornherein klar - und ich hab das auch gemeinsamen Freunden so gesagt: Daß ich eben nicht die neue Freundin bin, sondern es so sehe, daß er seinen Weg erst finden muß und wir eben ne schöne Zeit miteinander verbringen. Ich bin ja jetzt auch nicht untröstlich oder so was.
    Ich habe nur gemerkt, daß da was ist - was nichts mit Liebe zu tun hat - und was anscheinend von selbst immerwieder aktiviert wird und mich ohne mein eigenes Wollen verändert/ in alten Strukturen denken läßt, fühlen läßt. Ich kann das garnicht beschreiben. Das ist wie eine Verwandlung gegen die ich mich nicht wehren, die ich nur schockiert beobachten kann. Natürlich kann ich darauf reagieren. Hab ich ja auch getan. ------- Aber hallo - das tut hölle weh!

    Lea, was tust Du - damit Du in Zukunft die Menschen, wie die Katzen behandeln kannst? Wartest Du einfach drauf, daß das vom Himmel fällt, wenn Du es lange genug eingesehen hast?

    Also ich denk echt an eine Therapie. Ich weiß ja jetzt woher das bei mir kommt. Aber damit umgehen möcht ich lernen. Möchte lernen, meine Ansätze nicht einfach nur mit der Machete zu durchtrennen sondern was erfahren. Wie ich mit dieser Sehnsucht nach "Ineinander Aufgehen" so umgehe, daß eine spätere Beziehung, die mir ernst und wichtig ist - nicht mit falsch angefangen wird.

    LG Nys

    Liebe Lea, Lindi und Renate

    es ist nicht so, daß ich mir das Leben unnötig schwer machen möchte. Und heute ist nicht alle Tage.
    Ich kann mich nicht an die Zeit vor meiner Geburt erinnern - aber was in mir "schlummert" wird eben wach, hellwach, wenn das Gegenüber den gleichen Knall hat.
    Und dann könnte man ja erschrecken und kreischend davonlaufen. Mich zieht es aber magisch an. Und das ist unheimlich. Da will ich schon genauer hinschauen. Es belastet mich ja emotional.

    Nein - es ist kein Lonesome Cowboy und schon garkeiner aus der Vergangenheit. (Wiederholungen gab es bei mir noch nie. Mit niemand)

    Das schlimme ist ja jetzt erst klar geworden. Es braucht nichtmal den tragischen Helden.
    Da kommt einfach ein Prinz auf der Erbse daher und will mit mir bei Tiffany frühstücken. Ich lach und denke: klar, - Kriegst nen Keks!
    Beim zweiten mal fällt das Frühstück aus, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben um Gnade flehe und angestrengt nachrechne wie oft er mich jetzt durch die Zimmerdecke geschossen hat. Dafür versiebt er ein wichtiges Meeting mit der Krone.
    Nein ich spiele nicht Golf und in meiner Generation geht man Ski-Fahren - nicht Snow-Boarden.
    Ich war gerührt, daß er mich auf keinen Fall teilen will. Vielleicht fing es damit an. Beendet habe ich es in dem Moment, als ich registriert hab, auf was es rausläuft wenn ich beim Augenaufschlag am Morgen bereits wieder abtauche in Vampir-Gefilde. Und das obwohl er gestern zu viel getrunken hat, obwohl ich nichtmal wirklich verliebt bin und obwohl ich kein Problem mit den jungen Mädels in seinem Leben habe.
    Einfach nur dem Gefühl der ganz speziellen Zweisamkeit wegen. Das man nur mit einem Menschen hat, der sich verliert und verlieren will im anderen. Das suche ich, - darauf bin ich süchtig - und wenn mir jemand das bietet, dann verbiege ich die Welt so lange bis es paßt. Und wenn das nicht geht, dann verbiege ich mich selbst- und wenn ich mich genug verbogen hab, - dann hab ich mir wieder selbst den größten Schaden zugefügt.

    Deshalb muß ich mal schauen welche Schraube da locker sitzt.

    Wieso mache ich mir Gedanken darüber - wie es seinen Eltern geht? Mit ihm? Wieso überlege ich mir, unter welchem Erwartungsdruck er steht. Und warum er das mit Alkohol bekämpft. Ich hab ihm doch gesagt, daß ich ihn nicht heiraten werde und mir das deshalb alles egal ist. Wieso heul ich dann, wenn seine Ex auf mich eifersüchtig ist?

    Weil ich loslassen muß und schon wieder am gemütlich einrichten bin - in dem einzigen was ich laut meiner Sucht zum Leben benötige: Die liebevolle Umarmung von einem zweiten Individium, das keine eigene vollständige Identität hat.

    So da hätten wir's und ganz ohne tragischen Helden.
    Ich weiß nur, daß die Grenzen zwischen menschlichen Gefühlen und Bedürfnissen nach Geborgenheit und dem Punkt an dem es krankhaft wird - fließend sind.
    Erstaunlich ist nur die Treffsicherheit mit der ich
    in einer fremden Stadt sonntags auf zwei Typen traf und mich dabei ganz auf den anscheinend ungefährlicheren konzentrierte - um drei Wochen später schließlich wieder im "Hotel California" aufzuwachen. You can always check out - but you can never leave... so heißt es doch in diesem Text.
    Genau da fängts an. Eine Zuflucht, ein Nachtquartier ein Platz wo es schön ist zu bleiben.

    Ausblenden der Realität- wie ein Junkie. Anders kann ich das nicht erklären.
    Einem/Einer anderen gelingt das. Den Moment hier genießen - den nächsten
    wo anders. Dann wäre es normal. Aber ich will immer bleiben. Auch dort wo ich garnichts verloren habe. Das ist nicht normal.

    Hallo Andreas

    erstmal Hut ab, was Dich alles so neben Deinem Job her noch beschäftigt - und wofür Du Verantwortung übernehmen möchtest!


    Leider werden vor allem in Ostdeutschland gerade wieder ganz ganz große Massenhaltungsställe für Schweine und Rinder mit fetter Unterstützung der CHRISTLICHEN Partei gebaut und gesponsored.

    Leider ist es aber auch so, daß jeder Liter Milch von einer schwangeren bzw. regelmäßig kalbenden Kuh kommt. Weshalb vegan die einzige Möglichkeit ist, diesen Teufelskreis wirklich anzupieksen.

    Ich war 1 Jahr Vegetarierin - und habe dann zu meiner Schande, die o.g. Erkenntnis auch dahingehend umgesetzt nur noch auf Höfen mit Hofschlachtung Fleisch und Wurst zu kaufen.
    Dann kam die EU Verordnung und viele Höfe durften nichtmehr selbst schlachten.

    Jetzt kaufe ich bei einem Metzger mit eigenem Schlachtbetrieb. Die Tiere kommen aus dem Umland - aber ich habe die Tierhaltung in einem Mini-Betrieb selbst mitarbeitend letzten Sommer miterlebt - und auch dort ist das Leid groß.

    Inzwischen kauf ich sogar frustriert hin und wieder Hackfleisch im Supermarkt. Und schäme mich dabei.
    Ich bin wirklich ein liebend gern Fleisch essender Mensch - aber wenn man ehrlich ist, ist jedes Stück Fleisch mit einem großen Fragezeichen versehen.

    Über die Jäger schreib ich mal lieber nix. Ich will Dir ja nicht ganz den Appetit verderben.

    Insofern ist Pink-Lady auf einem beneidenswert schönen Weg, jede Mahlzeit mit gutem Gewissen einnehmen zu können.

    LG Nys

    Hallo Lea

    Deine Frage ist schnell beantwortet:

    Dort wo das Gegenüber selbst keinen Hang zur Symbiose hat - suche ich die Symbiose auch nicht.

    Das kann auch ein Partner sein, der eben in diesem Sinn richtig "tickt". - Da werde ich auch nicht abhängig oder krieg diesen speziellen Kick.

    Das ist mit den Tieren also ganz einfach deshalb kein Problem. Und natürlich reite ich nicht, weil ich Chef sein will. Chef sein ist anstrengend. Harmonie ist schön. Ich brauche weder bei den Tieren noch bei Menschen eine Projektion. Das ist mir inzwischen auch klar.

    Es läßt sich auf ganz normale Nähe reduzieren.
    Also mal platt gesagt: Drück mich einem Symbiose-Suchenden lange genug in den Arm - und ich bin abhängig. Damit beginnt dann das eigentlich Verrückte: wo ich anfange das was nicht paßt noch passend zu machen.

    Das ist jetzt stark vereinfacht dargestellt. Aber nach Weglassen von Liebe und anderem Tam Tam hat sich das nun bei mir so rauskristallisiert und ich mir nicht sicher, ob das mit reiner Vernunft und "jetzt reiß ich mich halt mal zusammen und bin erwachsen" - aus der Welt zu schaffen ist.

    guten Morgen Lindi

    hallo Lea!


    Lindi
    *lächel* - Du meinst echt das Gegenstück zu sein?
    meine Gegenstücke mit Vampir-Geschmack sind genauso selbstvergessen und gleichzeitig fordernd wie ich.

    Wieder muß ich mit diesem etwas blöden Bild vom Säugling anfangen. Hast Du mal gesehen wie wütend und garstig so ein Winzling werden kann, wenn er nicht bekommt was er möchte? Von selbstloser Hingabe und Aufopferung kann man da nur beim "Muttertier" sprechen. Die Beziehung mit so einer Person wie mir, ist also nicht unbedingt davon geprägt, daß ich bei meiner (nennen wir es jetzt mal) Auflösung vergessen würde was meins ist. Es geht eher um Identität - die sich plötzlich über diese angebliche WinWin Situation definiert. Es ist, als ob ein Bettler plötzlich am Tischlein-DeckDich sitzt. Und sich deshalb jetzt wie ein König vorkommt.

    Und meine Gegenstücke haben blöderweise genau den selben Antrieb. Indentifizieren sich über mich oder das was ich ihnen zurückspiegle.

    Wohlbemerkt, - wie Du auch schon sagst - das Risiko beginnt nicht in ganz normalen Beziehungen - sondern in denen in denen es sich auf eine bestimmte Art besonders gut anfühlt. Wenn der andere die grenzenlose Nähe ebenso sucht und in mir findet.

    Es ist doch verwunderlich. Da weiß ich 100%ig daß ich jemanden nicht liebe. Auch nicht verliebt bin. Trotzdem gibt es zwischen uns Signale, die alle Schranken/Realitäten ausblenden - und das ganz ohne den Hintergrund von S**Entzug. Wir haben beide auch andere Partner. Aber anscheinend ist es mit den anderen nicht so intensiv. Das sagen wir beide. Und ich für mich merke, wie ich schon wieder nicht mehr ganz richtig ticke. Anders kann ich das nicht beschreiben. Ich bin weder eifersüchtig noch habe ich das Gefühl besitzen zu wollen. Ich habe schon garkeine Lust mich aufzuopfern und das mit seinem Alkoholkonsum ist eine traurige Parodie des Lebens. ABER - guckst Du: Ich muß Gefühlsbuchhalter sein und komischerweise gelingt mir das bei allen nur nicht bei ihm. Und das ganz ohne Liebe!!! Es ist nur
    der Umstand nicht aufhören zu können, sich nach einem Dauerzustand dieser gefühlten Symbiose zu sehnen. Und ruck zuck wird aus einer rational und kopfgesteuerten Nys - eine, die bereit ist alles zu riskieren.

    Ich habe ein Problem mit Nähe - so wie ein Alkoholiker mit dem einen Glas - das der Gesunde so locker trinken kann ohne daß er außer Kontrolle gerät.

    Ich bin ziemlich ratlos darüber. Im Prinzip würde das bedeuten NIE wieder zuzulassen, daß ein gleichgeartetes Gegenstück mit mir Nähe teilt. Wolhlbemerkt: Das suchtmachende Gegenstück. Es gibt andere Männer, bei denen bleibe ich völlig normal. Und es muß ja nicht gleich wieder ein emotionaler Kühlschrank sein. Ich denke über Therapie nach. Ich bin an einem Punkt an dem mir immer wieder die Tränen kommen, wenn ich darüber nachdenke, was ich mir sehnlichst wünsche - und dabei feststelle, daß es eigentlich eine Sucht ist.

    Was Deine Konstellation mit Deinem Freund angeht. Hey Lindi! es ist doch bei jedem wieder anders. Ich wünsch Dir sooo sooo sehr, daß Du alles gewinnst und überhaupt nichts verlierst. Es kann gut gehen. Bestimmt. Das einzige was mich an Deinen Aussagen etwas vorsichtig werden läßt, ist dieses "ganz" oder "garnicht" - dieses "alles" oder "nichts". Das schraubt die Erwartungshaltung unglaublich hoch. Man gibt es sich natürlich niemals zu. Die richtige Dosierung - hätte ich noch lange geglaubt an den Tag legen zu können, wenn ich jetzt nicht 3 Tage Zeit gehabt hätte, mein Verhalten und mich zu analysieren. Auch da ist es wie bei anderen Süchten. Die Selbstüberschätzung lauert und macht einen glauben, das hätte man alles verstanden und deshalb im Griff.

    Aber wie gesagt: Es ist bei so Beziehungs-Geschichten ja noch viel vielschichtiger als in stoffgebundenen Süchten oder Mißbrauch von Genußmitteln. Nur das Geticke im Kopf ist gleich.

    Lea
    mit meinen Tieren ist keine Symbiose möglich. Bei ihnen ist ganz klar: Ich bin Chefe und ihre Zuneigung hängt davon ab, ob ich Chefe bleibe. Natürlich ist da ein ganz ganz enger Bezug. Und es tut gut, sie um mich zu haben. Aber es bleibt die Distanz des Anführers zum Rudel. Ohne Distanz keine Kontrolle.

    Ich habe mich nie für Siegried und Roy interessiert, weil ich das nicht mag: Großkatzen in einer Bühnenshow.

    Jetzt kam dieser Tage eine Sendung über die Beiden und ihr Leben mit den Tigern. Das habe ich mir angesehen - weil mich die Beziehung insbes. von Roy zu den Tigern interessiert hat. Vllt. habe ich mir es eingebildet - aber ich sah in ihm auch einen Menschen, der sich aus der Beziehung zu seinen Tieren indentifiziert. Und das ist nicht gut. Das löst Grenzen auf, die wichtig sind. Grenzen, die Tiere ganz von selbst wieder einfordern. Zumindest wenn es hirarchisch lebende Tiere sind.

    Wir werden nirgends mehr eine Symbiose zur Findung unserer Identität eingehen können. Wir können nur die eigene Identität ausbauen. Warum fehlt es einem Mann kurz vor der Rente an Identität? Warum fehlt es einem jungen Kerl aus einer wohlhabenden Familiendynastie an Identität? Warum suche ich anscheinend immer noch meine Identität. Ich dachte doch ich hätte eine?

    Das sind so viele Fragen. Ich denke wirklich, für die Fähigkeit eine Beziehung erfolgreich eingehen zu können, sollte ich diese Fragen erstmal beantworten.

    LG Nys

    Hi Lindi :)

    oh nein Ettiketten hab ich weder mir noch sonst wem in meinem Text ankleben wollen.

    Ich habe nur B L erwähnt, weil ich diese Informationen in Zusammenhang mit dieser Krankheit gelesen habe und ohne den Zusammenhang auch nicht so klar wäre - daß dieses Bedürfnis nach Symbiose und das traumatische Defizit eine durchaus ernstzunehmende Sache sind.

    Ich habe ursächliches für mein Defizit gefunden. Eine Krankheit suche ich nicht und bin froh, wenn ich wenigstens einigermaßen gesund bin. Ich will auch niemand eine Krankheit andichten - deshalb spreche ich ausschließlich von gemeinsamen Defiziten oder von Erklärungen, die mir das eine oder andere Verhalten etwas verstandesmäßig zugänglicher machen. S' gibt ja echt Dinge da denkst Du das gibts doch nicht!

    Mensch es hört sich bei Dir echt gut an! Und ja - natürlich hab ich da auch schon dran gedacht: Jemand der das alles bereits aufgearbeitet hat - könnte besser passen, als jemand der das garnicht jemals gehabt hat.... :)

    Ich drück Euch ganz fest die Daumen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Und was das mit Sucht angeht - Suchtpersönlichkeit und so. Ich schreib das ja hier nicht, weil ich mich damit in eine Sonderstellung bringen will. Oh wie dramatisch oh wie krank! Nein. Ich denk es geht ganz ganz vielen so oder so ähnlich - und weil es so verbreitet ist, hab ich ja auch immer gedacht, daß ich nur irgendwie Pech habe. Hab nie nachgeschaut, nie einen Ansatz gefunden woher dieser Schmerz in mir kommt, der nur dann aufhört, wenn es sich so und so anfühlt. Und habe immer geglaubt es sei meine unglaublich wundervolle Gefühlswelt die so einzigartig ist, daß ich eben viel tiefer empfinde und mich viel mehr hingeben kann, als andere. Alter Schmarrn!

    Natürlich ist die Gefühlswelt eines Säuglings was tolles. Nicht umsonst fahren alle Mütter der Welt darauf ab. Blöd is halt, wenn der Ozean irgendwann flacher wird - und glaub mir - auch bei noch so großer seelischer Übereinstimmung wird Dein Partner andere Bedürfnisse haben als Du.

    Das schlimme an der Symbiose ist ja, daß man verschmilzt oder es glaubt und in Wirklichkeit passiert das garnicht. In Wirklichkeit sind beide getrennte Wesen. Der Scheinzustand wird wie eine Droge benötigt und immer dann eingefordert, wenn andere Dinge anstehen. ZB die Auseinandersetzung mit aktuellem Alltagskram.

    Es gibt viele viele Paare, bei denen es automatisch gut geht. Ich bin zu oft gescheitert, um an automatisch zu glauben. Ich habe sogar Angst vor diesem Verlorengehen im Augenaufschlag des anderen. Weil ich mich dann verändere. Das merke ich. Ich bin dann nichtmehr wirklich unabhängig, nicht mehr wirklich frei. Es ist wie mit einem Alkoholiker, der nicht aufhören kann zu trinken. Und trinkt und trinkt, obwohl er längst nicht mehr weitertrinken will, aber so lange bis er besinnungslos ist muß weitergetrunken werden. So lasse ich mich ein, --- ein bißchen ein, -- ein bißchen mehr ein, --- ganz ein-------bis ich mich so weit eingelassen habe, daß der andere sich zu recht fragt, ob es mich als Person allein überhaupt noch gibt.

    Natürlich kann ich das dosieren. Ich bin nicht dumm!
    Ich bin so schlau, daß ich mich selber austricksen kann. Ich kann auch gut schauspielern und das auch vor dem eigenen inneren Spiegel.

    Aber ich schreib es hier ehrlich rein. So wie es aussieht, wenn ich superstreng auf mich schaue. Wenn ich gnadenlos seziere. Vielleicht hilft es auch noch jemand im www der sich fragt, warum es nie tief genug gehen kann mit der Liebe - und warum es immer so tief am Boden endet.

    Danke liebe Sunshine!

    so ganz bin ich noch nicht fit - aber es wird schon.

    Viel Zeit zum Nachdenken
    Viel Stille
    Stille ist gut. Stille üben, - ich kann auch in Stille arbeiten :)
    Tränen. Vllt. wegen der Tage
    Es tut immer gut wenn sie fließen - dann bin ich sehr nahe bei mir. Dann habe ich meist etwas verstanden oder wiedererkannt.

    Angst war heut auch schon. Seit die Stille da ist, ist die Angst weg.

    Identität. Definition meiner Identität.
    Habe ich mich über meine Ehe definiert? Über meinen Job?

    Keine Definition mehr, die paßt. Dennoch bin ich mit mir identisch.

    Ich beobachte mich selbst, bei Haushaltsarbeiten, beim Haustür-Aufschließen, beim Sein.

    Ich komme mir nicht sehr bekannt vor. Das ist das komische daran. Das Zielstrebige ist gerade verschwunden, das mich immer ausgemacht hat. Ich war immer unterwegs - immer irgendwo hin.

    Jetzt bin ich einfach nur da. Alleinsein ist nicht komisch. Ist mir auch sehr vertraut. Komisch ist, daß da niemand mehr heimkommt. Auch wenn mein Ex-Mann oft zu Besuch kommt, wegen der Tiere.
    Ich kann nicht sagen, daß ich jemals wirklich mit ihm zu zweit war.

    Aber jetzt ist auch sonst alles anders.

    Ein abgehauenes Mädchen............ das wollte ich als Kind immer sein. :) Habe mich extra nicht gekämmt und die verwaschensten Pullis angezogen, damit ich möglichst verwildert aussehe.

    Jetzt bin ich ein abgehauenes Mädchen mit 40.
    Nicht verwildert, sondern normal - es ist nicht so, daß ich darauf stolz wäre. Bißchen so wie Pipi Langstrumpf mit Affe und Pferd in der Villa Kunterbunt.

    Habe alles hinter mir gelassen. Klar - Mama gibt es noch. Auch sie kommt auf Besuch. Aber die Mutter-Tochter-Bindung ist nicht unser Verhältnis. Mein Vertrauen hält sich in Grenzen. Ich fühle mich für sie verantwortlich. Ich wäge jedes Wort ab, das ich ihr erzähle. Sie gehört dazu - aber nicht zu mir.

    Ich sehe den Herbst und ich bin müde. Ich schlafe schon wieder so viel.

    Was ich über die ersten 6 Monate eines Säuglings gelesen habe, hat mir erklärt, warum ich das Gefühl kenne, mich aufzulösen und mit Gegenständen oder der Umgebung zu verschmelzen. Wenn in dieser Zeit keine menschliche Person beim Säugling ist. Wenn er noch kein Individium ist - dann findet die Symbiose
    die er sonst mit der Mutter eingeht, mit der "Welt" statt. Es bleibt eine lebenslange Sehnsucht nach Symbiose - die bei Erfüllung mit Todesangst verbunden ist: Weil die Symbiose mit der Mutter getrennt wurde und das Verlassensein vom Säugling mit Todesangst erlebt wird. Ein Grund weshalb BL-Patienten oft und immer wieder die Trennung inszenieren.

    Todesangst kenne ich nicht. Inszenierte Trennungen - zumindest n icht von mir selbst.
    Undefinierbare Angst kommt in den letzten Tagen öfter mal vor. Aber ich habe als Säugling bestimmt auch nicht bewußt gedacht, daß ich Todesangst hatte - 4 Wochen lang allein, nur mit Gegenständen.

    Ich weiß noch nicht, ob ich den Wunsch nach Symbiose dann unterdrücken werden kann, wenn ich mich mal bei jemand geborgen fühle. Ich weiß nur, daß
    ich ein Leben lang acht geben muß. Gerade dann, wenn es sich besonders schön, besonders gut anfühlt.
    Es ist mein Suchtstoff. Hellge hat bei Renate geschrieben: Sucht sucht Sucht und findet.
    Genau so ist das. In einem anderen Artikel lese ich:
    B.-Liner suchen sozusagen mit der Nabelschnur nach einem passenden Gegenstück zum andocken. Also nach jemand, der auch noch mit Rest-Nabelschnur rumläuft. - Ein guter Vergleich.

    3 mal dürft ihr raten, was mir in die Arme lief? Ohne zu suchen. Und warum bin's dann gerade ich?
    Nicht nur ein bißchen ärmer als er - dafür um einiges mehr an Jahren und schlechten Erfahrungen. Daß sein Alkoholkonsum das absolute Ausschlußkriterium für mich ist............... hab ich grade so noch rausgebracht. So manches andere an ihm ist nämlich genau so, wie meine Sucht das gern hätte. 8) Ich bin ein bißchen erschrocken. Wie schnell das altvertraute Gefühl - eines Vampir-Weibchens in mir aufkommt, - wenn das richtige Gegenstück auf mich trifft. Mit Liebe hat das nur gefühlt was zu tun.
    Es ist gegenseitige Defizit-Befriedigung.


    Ich habe mich heute damit getröstet, daß mir im Himmel mal nichts mehr fehlen wird - und daß mich dieses Defizit hier im Leben, wenigstens im Sinne von Nietzsche weiterbringt: Der Mensch wächst am Leid. Es gilt den Menschen zu überwinden.

    Ich bin froh, daß ich das Gefühl von Liebe und diese komische Sucht inzwischen auseinanderhalten kann. Diese Sucht hat auch nichts mit Einsamkeit zu tun. Ich fühle mich nämlich nicht allein. Schon garnicht einsam. Auch nicht verlassen.

    Es ist eher so - als ob es mich irgendwo hinzieht. Zu so einer Art Erfüllung. Von der ich aber genau weiß, daß sie nicht erfüllt werden darf, weil es mein Untergang wäre. Es ist wie mit den Lemmingen, wenn es sie in den Abgrund zieht. Aber ich bin ein Mensch. Ich werd es überwinden.


    Es ist aber wie mit jeder Sucht. Ablenkung ist gut. Zuviel Ablenkung macht leichtsinnig. Macht einen glauben, man hätte alles im Griff. Läßt einen mit der Gefahr spielen. Läßt einen glauben, das sei jederzeit kontrollierbar.
    Dazu nur noch mal so viel:
    Ich bin ein bißchen erschrocken. Wie schnell das altvertraute Gefühl - eines Vampir-Weibchens in mir aufkommt, - wenn das richtige Gegenstück auf mich trifft.

    Ausblenden der Wirklichkeit.
    Ein Symptom bei Beziehungs-Sucht. Jow. geht easy - vor allem wenn es im Bett Sterne regnet 8) Für die Sucht ist man bereit zu lügen. Vor allem sich selbst zu belügen. Und man sagt sich: So ein paar Dates mit abgesprochenen Grenzen können nicht schaden ;) - mal high (on emotions) sein, dann wieder nüchtern sein. Geht nicht! Geht definitiv nicht. Abstinenz ist angesagt. Zumindest bei den Gegenstücken mit Vampir-Geschmack.

    Gut daß ich krank geworden bin. Nothalt sozusagen. Ich bin ausgestiegen.
    Gerade noch rechtzeitig.

    Hey sunshine :)

    schön, daß Du bei mir reinschaust!
    Weißt, ich lieg seit 3 Tagen flach und hab so viel erlebt in der letzten Zeit. (ja ja) kann da nur sagen: Gut, daß mich so ein Virus mal kurz ausgeknockt hat :)

    Ich kann es nicht so gut hier beschreiben. Weißt ja Dritte und das im Offenen! - das EINFACH leben - Betonung auf Einfach (nix kompliziert) das gelingt noch nicht so richtig. Ich bin ein Magnet für's Chaos ;)

    Aber wenigstens kann ich jetzt schon die Energie rein oder raus nehmen und Tränchen weinen und eine Stunde später über mich selbst den Kopf schütteln. Lächelnd oder schockiert _ ganz egal- hauptsache unabhängig!
    LG Nys

    nein - ich nehme es nicht an, wenn mich jemand abfällig behandelt....... eines war immer vorhanden: Eine gewisse Art Stolz, der seine Grenzen hatte, die nicht verletzt werden durften.

    Aber ich empfinde es als Abwertung, wenn ich entbehrlich bin. Da ist noch eine Restwurzel des Übels.

    Also wenn heut einer sagt: Ich werde dich vermissen, --und morgen fehle ich ihm dann doch nicht,--- dann kränkt mich das

    Dann empfinde ich das als nicht eingehaltenes Versprechen. Das ist nicht gut!

    Meine Bedeutung im Leben eines Anderen ist damit immer noch ein Baustein für mein Selbstbewußtsein. so ein Quatsch!

    was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Vermissen ist auch so was, wie viel Abhängigkeit ist Vermissen? Wieviel Vermissen ist noch gesund? Es ist alles irgendwie in eine andere Bewertung bei mir gerutscht. Ich habe tatsächlich ein bißchen Angst, neue Maßstäbe auszuprobieren und gleichzeitig eine höllische Angst, wieder automatisch in eine Chamäleon-rolle zu verfallen. Auch Nähe und distanz kann man spielen und damit die perfekte Besetzung für die Inszenierung eines anderen abgeben.

    ....

    heute für mich nicht mehr so permanent und schmerzhaft spürbar ist, wie es noch zu Beginn dieses Jahres war.

    da hat sich so viel in mir getan. Am wichtigsten war die Erkenntnis, daß es diese Symbiose niemals mit einem anderen Menschen geben kann.

    Und die Erkenntnis, daß ich sie nichtmehr zum Überleben brauche.

    Es zeigt sich immernoch als schwierig, wenn ich mich auf menschliche Nähe einlasse, daß ich dabei nicht wieder in diese Sehnsucht zurückfalle. Aber dazu ist es gut, daß ich derzeit keine Beziehung eingehe.

    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die eine Beziehung dann abbrechen, wenn es zu symbiotisch wird. Ich gehöre nicht zu denen, die zuerst eine Idealisierung und dann eine Anti-phase in der Beziehung veranstalten.

    Aber ich neige in Beziehungen dazu, den anderen bestimmen zu lassen, als was er mich sieht. Vor allem dann, wenn er mich zu beginn idealisiert.

    Ich schaue hin und ich sehe mich selbst.
    Daran gibt es nichts zu idealisieren. Es ist gut so wie es ist. Mehr nicht. Ich bin ich. Das muß erstmal reichen. Ich bin gespannt, wann ich mal jemand treffe, der mich so wahrnimmt, wie ich mich selbst wahrnehme.

    Mein Ehemann kam der Sache schon ziemlich nahe. Nur gab es ihn nicht - es gab eigentlich keine Beziehung. Er spiegelte sich in seinem Erfolg. Sein Blick lag entweder ausschließlich auf seiner Betrachtung und Selbstkritik oder auf seinen eigenen Zielen. Es gab sozusagen keinen Blickkontakt. Er nahm mich wahr - aber nur so am Rande.

    Das ist es dann auch nicht. Es sollte schon einen Auslöser beim anderen geben, wenn man sich in die augen sieht - oder nicht?

    Ich hatte noch keine Beziehung, die Nähe und Distanz in Einklang brachte. Ich habe auch ein bißchen Angst davor, daß ich das nicht "kann". Nähe ganz nah - oder Distanz das kann ich beides - aber in einer Beziehung ganz beim Ich bleiben, ohne es vom anderen bewertet zu bekommen - ohne verehrt - ohne gebraucht - ohne vereinnahmt zu werden und gleichzeitig auch ohne unbehelligt nebenher zu existieren.......... puh - ich glaub das wird spannend.

    Es kann sein, daß ich jetzt ein bißchen durcheinander schreibe - aber ich möcht es grad mal so zulassen. So wie es kommt. Ich möcht es nicht für mich allein aufschreiben - weil ich glaube, daß es nicht nur mir allein so geht/ging. Es ist ein Rückblick, ein einfacher - und ein Einblick in teilweise noch bestehende Rest-Bestände in mir. Es ist alles nicht dramatisch - aber es ist mir manchmal ein bißchen unheimlich.


    Ich glaube, ich war als Kind ziemlich gestört.
    Es ist niemandem aufgefallen. Es konnte nicht auffallen. Ich war ja fröhlich. Ich war nicht unbedingt folgsam, was das heimgehen anbetraf. So vergaß ich oft die Uhrzeit und mich selbst. Ansonsten war ich wirklich brav. Wohlerzogen mit allen Manieren bei Tisch und im Umgang mit Erwachsenen.

    Aber ich wußte nicht so recht wer ich bin und wo ich eigentlich hingehöre. Das war mir natürlich nicht bewußt. Ich war immer das, was mir andere gespiegelt haben. Ich habe früh gelernt, wie ich mich verhalten muß, um ein positives Bild von mir gespiegelt zu bekommen.

    So war ich gut in der Schule. Hab getan, was von mir erwartet wurde. War auch provokant in der Teenager Zeit - aber durch die Abgrenzung von anderen - verbarg ich nur, vor allem vor mir selbst - daß ich tatsächlich anders war. Eigentlich nur deshalb anders, weil ich meine Definition von mir selbst hauptsächlich von außen bezog. Das Elternhaus besser gesagt, die Ansprüche der Mutter waren mehr so eine Schablone - in die ich mich einzufügen und gleichzeitig selber zu entfalten suchte. Der Raum für Entfaltung war eng.
    Unbegrenzt dagegen waren die Träume.

    Es gab seltsame Widersprüche in dem, was mir andere zurückspiegelten. Für die einen war ich einfach nur ganz toll und ihr Sonnenschein. Für meine Mutter war ich zu dick, zu umständlich, zu langsam und sowieso irgendwie peinlich (so kam es mir vor) - wenn ich gute Noten hatte, dann wurde aber damit vor anderen von ihr geprahlt. Meine Lehrer waren zufrieden bis begeistert und meine Mitschüler dachten glaub alle, daß ich einen Knall hab.

    Die ersten Kontakte zu älteren Jungs liefen über die Kirche. Es gab viel Veranstaltungen bei denen sich theologisch diskutieren lies. So habe ich die erste Beziehung als eine ziemlich religös geprägte Beziehung erlebt, die andererseits eigentlich nur aus intimer Zweisamkeit ohne Leben drum rum bestand. Es gab viel Druck von außen. Unsere Beziehung wurde von beiden Elternhäusern nicht gern gesehen. Ich hatte die falsche Kirche und war zu jung (16) - er war meinen Eltern zu alt (21) und ständig hatten alle Angst, ich könnte schwanger werden.

    Als diese Beziehung nach 6 Mon vorbei war, spiegelte mir die gemeinsam erlebte Zeit den Eindruck - ich sei nur fürs Petting dagewesen. Andererseits sehe ich heute - was für eine anstrengende Person ich damals war. Grauenhaft! Der Druck von außen, die fehlende wirkliche Identität mit mir selbst und die Kleinbürgerwelt, die meine Zukunftspläne beinflußte. Dann auch der Wunsch endlich irgendwo hinzugehören und gleichzeitig mußte der arme Kerl dafür herhalten, das alles zu erfüllen.

    Natürlich habe ich mich dann weiterentwickelt. Bin auch recht unabhängig mit meiner S**ualität umgegangen. Habe mich in andere Gesellschaftsschichten begeben. Aber eines hat sich lange nicht geändert. Und manches ist heute noch da.
    Ich bin anfällig dafür, wenn mir jemand spiegelt, was er an mir faszinierend findet. Ich bin anfällig für Auf- und Abwertung von außen. Vor allem aber für Aufwertung.

    Ich kann mich erinnern, daß ich als 5Jährige auf einem Volksfest ewig lang bei einem fremden betrunkenen Mann saß und total happy war, weil der mich so toll fand.

    Ich glaube mit dieser Eigenschaft ziehe ich automatisch Menschen an, die dazu neigen jemanden regelrecht zu vergöttern. Ich passe ja auch prima für die Rückspiegelung. Ich ahne quasi hellseherisch, was ich einem anderen an Selbstbild zurückspiegeln muß, damit derjenige sich gut fühlt.

    Die feinen Antennen für das richtige Verhalten, damit es paßt, wurden mir mit der schmerzhaften Ablehnung durch meine Mutter sozusagen eingeimpft.

    Ich kann mich wie ein Chamäleon bewegen und dabei ohne weiteres Zutun die Farbe wechseln. (Also jetzt nicht meine Überzeugung) aber das Auftreten.

    Wer hinter den ganzen Schauspielerinnen bin ich?
    Ich denke ich bin mir wesentlich näher gekommen. Ich bin ja auch nicht ein Fähnchen im Wind - also nicht falsch verstehen. Aber ich bin einfach nur ich.....
    das ist noch ziemlich neu.

    Natürlich ziehe ich immernoch Menschen an, die ebenfalls auf der Suche nach ihrem ICH sind. Inzwischen ist mir der nähere Umgang mit ihnen aber ein bißchen zu anstrengend geworden.

    Es wird ruhiger, wenn man so selektiert.
    Es bleibt die Tatsache, daß ich aufgrund meiner Vorgeschichte eine traumatische Zeit als Säugling erlebt habe

    Erfreulich ist, daß die daraus lebenslang vorhandene Sehnsucht nach Symbiose (das ist inzw. wissenschaftlich belegt

    Jetzt weiß ich endlich, woher seit ca. 1 Woche so ein
    undefnierbar mulmiges Gefühl kommt. Zunächst habe ich es auf die nahende Erkältung geschoben.

    Heute Nacht habe ich wild durcheinander von alten Beziehungen geträumt. Beim Aufwachen war mir klar, daß ich durch meine Aufarbeitung hier - sämtliche Bezugspersonen sowie meine bisherigen Partner - mit einer neuen Zuordnung belegt habe.

    Mein PC Programm würde sagen:
    Keine Datensicherung, die hier zurückgesichert werden kann!

    Die Datei-Struktur -die Root - alles ist neu sortiert,
    alle Dateien sind noch da - aber unter Eigenschaften steht ein anderes Programm, mit dem sie geöffnet werden.....

    Ich sehe meine gesamte Vergangenheit mit anderen Augen. Das hat viel bei mir bewirkt - aber manchmal ist es auch unheimlich. Ich kam ja immer aus der Vergangenheit, die ich so und so bewertete - die Bewertung war früher immer gleich und alle Personen darin hatten ihren festen Platz. Jetzt habe ich so viel verstanden, daß die Personen eine ganz andere Rolle belegen. Ich sehe meine Familie, meine erste und die weiteren Liebesbeziehungen aus einer ganz anderen "ich"-Perspektive.

    Das ist einerseits gut. Bisher kam "ich" in der Betrachtung der Vergangenheit nämlich kaum vor. Die anderen Figuren waren immer viel überwältigender.

    Jetzt nehme ich mich wahr und jede Erinnerung sieht dadurch anders aus. Es ist komisch. So habe ich es ja nie gesehen. Es ist als ob die vertrauten Erinnerungen, aus denen ich auch teilweise lebte - jetzt die Erinnerungen einer mir noch nicht bekannten Nys sind.

    Sie sieht und fühlt anders bei den gleichen vertrauten Szenen.

    Ich liege noch immer mit etwas Fieber im Bett.....

    muß das erst mal sacken lassen. Manchmal habe ich Angst. Die Welt sieht so ungewohnt anders aus und ich habe alle Brücken in die Vergangenheit abgerissen.

    Der Weg nach vorn ist neu und ich bin mir selber neu. Es geht mal wieder nicht schnell genug mit der Neu-Orientierung es ist nur alles neu und unbekannt.

    Hallo sarawen

    ich überlege schon länger, ob ich hierzu was schreiben soll.
    mM nach gibt es auf Deine Frage keine allgemeingültige Antwort.

    Es kann nur jeder so weit kommen, wie er innerlich dazu aufgestellt ist. Und das wiederum ist von so vielen Faktoren abhängig. Die liegen teilweise in der Persönlichkeit, teilweise in den gemachten prägenden Erfahrungen, teilweise an der tatsächlichen Gesundheit und am Umfeld in dem es der eine leichter und der andere schwerer hat, die richtigen und notwendigen Schritte zu tun.

    Wer bin ich, daß ich sagen könnte, man muß sich nur genug anstrengen - nur genug wollen oder man darf sich nicht gehen lassen und erneut klammern (sei es an eine Krankheit)....

    Ich merke ja schon, wie der einfache mtl. Zyklus meine Stimmungen beeinflußt. Auch eine einfache Erkältung mit leichtem Fieber, wie ich es gerade habe -macht mich schwächer und gerade in solchen Momenten kommen manche tief ins Hirn gegrabene Gedanken wie ein Flash-Back.

    Es ist halt die Frage, ob ich dann darin verharre - oder zwischenzeitlich Wege aus dem Chaos gefunden habe und sie sofort in Anspruch nehme.

    Heute hab ich mal Beziehungs-Sucht geg**gelt. WoW! ich glaub danach war ich wieder stock-nüchtern, trotz Nies-anfällen und Schweißausbrüchen ...... manchmal hilft ein Schreck der Selbsterkenntnis, um nicht in alte Muster zurück zu fallen. Manchmal hilft die Sicht von außen, um innen klar
    zu sehen.

    CoAbhängigkeit ist in meinen Augen ein Überbegriff - den man nicht direkt als Krankheit bezeichnen kann. Für mich steht er im Zusammenhang mit einer Suche nach einem regelrechten "Aufhänger" für falsche Erwartungen an eine erfüllte Beziehung, die eigentlich nur dann stattfinden kann, wenn beide Partner unabhängig sind. Aber genau diese Freiheit ist einem (vom Partner abhängigen) zu unsicher. Daher auch die Tendenz zu Partnern, die selbst in einer Abhängigkeit stecken.

    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung und Gelegnheiten für Rückfälle sind auch Gelegenheiten, es dieses Mal besser zu machen.

    Dir möchte ich sagen: Vergeude Dein Leben nicht mit Angst und nicht mit Wut - nicht mit Bitterkeit. Fang an zu leben. Der Rest liegt in Deiner Hand.

    Liebe Grüße
    Nys