Hallo Varescu,
Hallo Georgina,
habe gerade bei euch nachgelesen.Schön,dass es euch beiden gut geht!
Varescu : Das,was du geschrieben hast mit,dass man hart wird und vielleicht sich niemandem mehr richtig öffnet bzw,das schwer fallen wird kann ich auch auf mich beziehen.Auch ich musste immer stark sein und bin immer wieder aufgestanden,auch ich habe mich bei ihm ganz geöffnet,weil er der Mann fürs Leben für mich war.
Deine Frage,warum ich ich es jetzt erst wahr nehme...Mmh,weisst du als wir zusammen kamen,hat er schon ganz gern was getrunken,aber da war mir noch nicht bewusst,dass es ein Problem war.Wir sahen uns ja auch nicht jeden Tag und wohnten da auch noch nicht zusammen.Er hatte noch nen gut bezahlten Job,alles funktionierte.Richtig bewusst und mitgekriegt hab ich das erst,als wir zusammengezogen sind,er nach der Arbeit oft nicht sofort nach Hause kam.Er hatte immer Ausreden parat (ich hab gerad noch den und den getroffen,ich komm gleich,fahr noch jemanden heim etc).
Heim kam er dann irgendwann,angetrunken und ich natürlich gefrustet.Peinliche Aktionen folgten,Feste und Feiern habe ich nachher am liebsten gemieden.Mittelrweile Führerscheinverlust und dadurch auch Job weg.Die Probleme und Sorgen sinds laut ihm.Gespräche über Gespräche folgten,bitten und betteln,Tränen,Streit,viele unschöne Dinge,die kein normaler Mensch mitgemacht hätte.Ich war blind vor Liebe,ich konnte und wollte ihn doch nie hängen lassen.Das tut man doch nicht,wenn es dem,den man über alles liebt nicht gut geht und er ja in seiner Trunkenheit nicht er selbst war.
Immer war er irgendwann einsichtig und sagte ich hätte recht und er würde sich bessern.Versprechen wurden gemacht,auch seiner Mutter gegenüber.All zu lange hielt das leider nie an.
In diesem ganzen Chaos voller Probleme und Sorgen habe ich mich selbst gar nicht mehr wahrgenommen,ich hab funktioniert,ihn zur neuen Arbeit gefahren,selbst den ganzen Tag arbeiten,Haushalt,einkaufen,kochen etc.Doch mehr und mehr ging es mir an die Substanz.Das viele weinen,die Sorgen,das Trinken,was immer wieder nach ner Zeit kam,Agressionen,Streit aus Nichtigkeiten oder Launen heraus,Schlaflosigkeit,körperliche Beschwerden,Ängste...da hab ich gemerkt,dass meine Kräfte weg waren und es mir einfach nicht gut ging.Die Hoffnung hatte ich jedoch nie aufgegeben.Das war zu seinen extremen Zeiten.Zusammen muss man das doch schaffen.Ja,man kann es zusammen schaffen,aber nur wenn beide dazu bereit sind und Worte nicht nur Worte bleiben,sondern Taten folgen.
Warum halten wir so sehr an solchen Beziehungen fest?Das ist doch verrückt.
Falls du mal nen Tiefpunkt bekommst liebe Varescu wirst du hier von uns aufgefangen;-)
Gruss
Nathalie