Beiträge von cocomel

    Hallo Grazia,

    ich habe mir deine ganze Geschichte auch mal durchgelesen.Mit sehr vielem kann ich mich idendifizieren und auch deine Aussage,dass du dich oft wie ein Ping-Pong-Ball fühltes,ohne Halt hin-und her geschleudert wurdest nach Belieben passt ebenfalls zu mir und ist ne treffende Aussage.

    Ich weiss,ich sollte be mir bleiben und ich versuchs auch.Das gestern hat mich wieder ziemlich runtergezogen und irgendwie ärgere ich mich über mich selber,weil ich es noch nicht ganz ohne Kontakt schaffe und mich seine Kälte und Launen immer noch persönlich treffen.

    Ich war ja diejenige,die sagte,bevor er nicht Entzug gemacht hat brauchen wir nicht über ne Beziehung weiter nachzudenken.Er sagt,ich hätte es ja so gewollt,wies jetzt ist und ihn vor die Wahl bzw. Bedingungen gestellt.Stimmt auch.Trotzdem macht es mir etwas aus und verletzt mich,weil ich nicht weiss,warum er s reagiert und ich ärgere über mich selbst,dass ich irgendwie doch "angekrochen" komm,um von ihm zu hören,dass er mich noch liebt und etwas unternehmen will.Das Problem,dass ich mich über ihn immer noch definiere habe ich also immer noch,wenn auch nicht mehr ganz so satrk :(

    In einem anderen,älteren Thread hab ich heute gelesen,dass wir Co's uns Gedanken machen,wies und obs weitergeht,wie man weiter Vertrauen soll oder wieder Vertrauen aufbauen soll,obwohl es der Part unseres Partners sein sollte,wir bekommen die Wut und Launen ab,obwohl wenn wir Wut und Enttäuschung unserem Partner gegenüber laut machen sollten.
    Ich empfinde aber weder Wut noch Hass,das ist es ja.Vielleicht würde es mir das einfacher machen.

    Cocomel

    Hallo Grazia,

    danke,dass du direkt geschrieben hast.Die Parallelen bei uns Co's sind erstaunlich und manchmal kann ich es immer noch nicht fassen.Wie hat dein Partner dich damals schlecht behandelt?Auch abweisend usw?

    Ich finde nicht,dass ich erwarte,dass anders reagiert wird. Ich denke in normalen zwischenmenschlichen Beziehungen gibt es eine solche Thematik einfach nicht,das krieg ich ja im Umfeld und täglichen Leben mit.

    Du glaubst gar nicht,wie erschrocken ich war,als ich die ersten Male beim Therapeut war und mir bewusst wurde,dass ich "blind" war,nur ein Weg kam für mich in Frage:ich darf ihn doch nicht hängenlassen,ich liebe ihn doch,mir gehst zwar schlecht und es sind viele unschöne Dinge passiert,aber in ner 8Jährigen Beziehung gibt man doch nicht so einfach auf,ich bin doch stark,nur gerad jetzt ists etwas zu viel,ich hab die schlechten Behandlungen, Launen,Vorfälle durch Alkohol einfach schon als "normal" in unserer Beziehung angesehen,mich damit abgefunden,ich muss doch helfen.

    Dass das alles bzw. manches einfach nicht normal ist,habe ich erst in der Therapie erfahren.Mein Therapeut sagte mal zu mir,dass ich zwar sehr wohl wisse,wie es ist,wenn man jemanden liebt,aber dass ich vielleicht nicht wisse, wie es ist,wenn ein Mann mich wirklich liebt und hat mir ein paar Beispiele aufgezählt.Solche Sachen habe ich irgendwie verdrängt oder nicht zugelassen.

    Ich hätte nie gedacht,dass mir sowas passieren kann, noch war mir die Thematik Co-Abhängigkeit richtig bewusst.Eigentlich bin ich selbstbewusst und offen.Aber über die Jahre hab ich kein Selbstbewusstsein mehr gehabt und wie oft und viel ich traurig war und Nächte durchgeweint habe,nervös,ängstlich,unruhig war,wird mir jetzt langsam bewusst.Ich wollte nie aufgeben,kämpfen bis zum umfallen trotz allem,was schon passiert ist.
    Ich hab irgendwann nur noch funktioniert.Wenns ihm gut ging,durfte es mir auch gut gehen.Gings ihm nicht gut,wars vorprommiert,dass es mir auch nicht gut gehen wird.

    Trotzdem gibt es Phasen,wo wir unsere Beziehung ganz normal leben konnten,mit viel Spass,Wohlfühlen,lachen,Vertrautheit,gemeinsamen Wünschen und Zukunftsplänen.Das machts halt denk ich auch schwer und was noch passieren muss,damit er endlich seinen Tiefpunkt erreicht.Ich habs Gefühl,dass er ein Mensch ist,der viel verdrängt.Sein Selbstwertgefühl ist schon im Keller, aber nach aussen überspielt er das.

    Wie ist das eigentlich?Wird einem Alkoholiker nach der Therapie erst richtig bewusst,was man alles angerichtet hat und kann mehr über seine Gefühle und Probleme reden?Wird ihnen dann klar,wie wir Co's gekämpft haben und das Beste für sie wollten?

    Liebe Grüsse Cocomel

    Hallo liebes Forum,

    habe mich einige Tage nicht gemeldet,aber fleissig hier mitgelesen.Eigentlich gings mir die letzten Tage gut.Montag war ich wieder beim Therapeuten und hab ihm erzählt,was so alles passiert ist seit seinem Urlaub,dass mein Freund jetzt ne Wohnung hat,ich gesagt hab, bevor er nicht trocken ist,ich nicht mehr über ne Beziehung nachdenken möchte, seine beiden letzten Saufattacken,wo er auffiel etc.Er meinte,dass es schon mal ein Fortschritt ist bei mir,dass ich das so geäussert habe und konsequent sein möchte und ach,dass er ne Wohnung hat.Das war nämlich aufgrund der finanziellen Lage die ganze Zeit nicht möglich.Letztes Jahr wäre das noch undenkbar gewesen,weil ich ihn auf biegen und brechen nicht verlieren wollte.

    Trotzdem redete ich in der Therapiestunde immer noch sehr viel von ihm,was mich beschäftigt und ich hab einfach das Problem mich nicht wirklich entscheiden zu können und ganz loslassen zu können.Immer noch habe ich nen Funken Hoffnung in mir und die Gefühle für ihn sind noch sehr stark.

    Heute hatten wir kurzen Kontakt per SMS,wies ihm geht usw.Er war in seiner Wohnung am arbeiten mit streichen und ich hatte den Eindruck,dass er nicht so gut gelaunt war.Ich fragte ihn,warum er alles allein macht und jetzt schon fest dort schläft usw.
    Auf meine Fragen bekam ich keine Antwort,ausser dass es ihm soweit gut gehe und mir nen schönen Tag mit meiner Familie wünschte,auch weil ihn eine Äusserung in meiner SMS ärgerte (war viell. auch etwas unüberlegt von mir.Ich hatte vor 2 Jahren ne Fehlgeburt relativ früh und wir hatten uns sehr gefreut und ich hab gschrieben,dass wenn alles gut gegangen wäre, er heute auch Vatertag hätte.)

    Ich habe ihm eben dann geschrieben,dass mir die Äusserung leid tut und und es kam nur kurz und bündig,dass das wohl zu spät wäre und ich solle ihn in Ruhe lassen tschüss und fertig.

    Die Reaktion hab ich nicht erwartet, sondern eher ein ist schon ok,Schwamm drüber oder sowas in der Art. Für mich hat er da so kalt,gleichgültig und abweisend reagiert und auch etwas zu extrem,ich hab ihn ja nicht beleidigt,nicht angegriffen,nicht verletzt und wenn ich zurückdenke,was er schon alles zu mir gesagt hat,unter der Gürtellinie,beleidigt,gedroht,gedemütigt hat und sich noch nicht mal immer dafür entschuldigte und ohne die Dinge,die er getan hat.

    Als er eben so per SMS reagierte musste ich wieder weinen,es tat mir weh.Warum ist jemand so,wenn er vor ein paar Tagen erst sagt,dass er mich liebt und jeden Tag an mich denkt etc.Ist so eine Reaktion,Verhalten normal?
    Waren eure Partner auch teilweise so eklig während der Beziehung und auch noch danach?

    Schon rattert es wieder im Kopf und ich fühl mich schlecht bzw. dass diese Äusserung was ganz schlimmes war oder ich ihm was schlimmes getan habe.

    Ne,ne...so behandelt man doch niemanden,den man liebt oder reagiert so?Ich war immer für ihn da,er stand an oberster Stelle und ich habe viel für ihn getan bis zur Selbstaufgabe,habe ihn nie hängen lassen oder enttäuscht.

    Ich muss es schaffen den Kontakt nicht mehr zu suchen,einige Tage gelingt mir das auch,aber dann vermiss ich ihn und ich frage mich,was er macht.Zumal ich ja diejenige war,die sagte,dass es so mit der Beziehung keinen Sinn hat und für mich nur noch Taten zählen und keine Worte und er trocken werden muss.Und 100%tig konsequent bin ich eben noch nicht,weil ich zwischendurch den Kontakt suche und das ärgert mich.Ich muss mir noch mehr wert werden.Zuviel hab ich in diese Beziehung investiert und wurde oft enttäuscht,verletzt etc.Da sollte doch von ihm mal etwas mehr kommen als von mir.

    Ich hoffe hab nicht zu durcheinander geschrieben,aber bin halt etwas aufgewühlt gerade.

    Cocomel

    Hallo Grazia und Pintura,

    danke für eure Antworten.Gestern hab ich bei mir auf em Balkon Holzfliessen gelegt(is sau schön geworden).Mein Vater half mir dabei.Wir hatten nicht das richtige Werkzeug und meinen Vater strengte es sehr an.Ich rief meinen Freund an,ob er ne Flex hat,damit wir die Fliessen leichter zurecht schneiden können.Er hörte zu und war interessiert und sagte,ich kann sie schnell holen kommen.Machte mich direkt auf de Weg und er rief an und fragte,ob ich ihm 2 Bier mitbringen könne,er würde mir es Geld geben.

    Ich weiss nicht,ob es richtig war,aber ich kaufte sie ihm un dachte,ich kriegs ja eh nicht mehr,wann und wieviel er trinkt.Er bot seine Hilfe an und wollte mitfahren,um mir und meinem Vater dabei zu helfen,aber ich sagte ihm,dass er das nicht braucht und ja selbst genug zu tun hat.Er fragte noch,ob ich bleiben wolle und wir haben kurz gescherzt,aber ich bin dann direkt weg.Alles war der Situation entsprechend soweit also ok.

    Heute hab ich ihn per SMS gefragt,obs ihm gut geht und ich ihm sein Werkzeug wieder bringen soll.Er schrieb nur kurz und bündig,dass er bei seiner ältesten Schwester ist.Fragte nach,warum er so kurz angebunden is und bekam als Antwort er wäre schlecht gelaunt und wünscht mir nen schönen Tag.Kann sein,dass seine jüngste Schwester und seine Mutter auch dort waren.Seine Mutter redet nur das gröbste mit ihm und mit seiner jüngsten Schwester redet er gar nicht und sie nicht mit ihm.Er verzeiht ihr nicht,dass sie seine letzte Aktion,bei der er so auffiel an Ostern seiner Mutter erzählt hat.Naja,ich vermute es halt.

    Ich fragte ihn,ob was passiert wäre und dass ich ihn dann in Ruhe lass,bevor ichs abkrieg.Als Antwort kam dann,dass ich ihn gerade wieder stresse und ihn das wieder ank..tzt und ich solle ihn lieber richtig in Ruhe lassen gerade und tausenmal kam dann tschüss.

    Und ich verstehs wieder nicht,weiss nicht,was er wieder hatte oder das mit mir zu tun hat, so zu reagieren oder warum er nicht sagen konnte/wollte,was los ist.Ich weiss,dass er das gar nicht muss,aber schon als wir noch zusammen gewohnt haben war das teilweise so und hat mir immer Probleme bereitet damit klar zu kommen.Das is z.B. sowas,was ich mit wechselnden Launen erlebt habe.Gestern freundlich und nett,hilfsbereit,zugänglich und heute mies gelaunt,abweisend,wo ich auch nicht weiss,ob er das bei seiner Familie wo er war auch raushängen lässt oder nur ich jetzt gerade für irgendwas herhalten durfte.

    Morgen hab ich zum Glück wieder meinen ersten Termin beim Therapeuten und ich freu mich schon drauf.Mir is ne Stunde dort schon fast immer so kurz,weil ich immer so viel zu erzählen habe;-)

    Grazia : du schreibst,dass dein Mann ein "ruhiger" Trinker war, er aber als Mann und Vater nicht da war.Wie meinst du das genau?

    Liebe Grüsse und noch nen schönen Sonntag

    Cocomel

    Hallo an Slberkralle und alle hier im Forum,

    ich hab das von Contemplation nicht als Co-Knopfdruck verstanden und weiss wie er es gemeint hat.Trotzdem hast du irgendwo recht.

    Mein Freund hatte ja vorgestern Geburtstag und war auf ner Hochzeit (wo wir eigentlich beide eingeladen waren).

    Nen Tag später konnt ich natürlich nicht lassen und hab ihm gefragt,wies ihm geht.Um 2 Uhr mittags schrieb er mir zurück,dass er sich später melden würde,er wäre noch im Koma!Gingen wieder alle Alarmglocken bei mir an.
    Gegen Abend meldete er sich dann und wir redeten darüber,wie die Hochzeit war etc.Danach sei er mit seinen Freunden noch einen Trinken gewesen nd war erst gegen 5 oder 6 Uhr morgens zu Hause.Er hat nun auch die erste Nacht in seiner Wohnung verbracht und fragte mich,ob ich vorbeikommen wolle.Ich hab nein gesagt (weil ich eh noch zu tun hatte) und er war etwas beleidigt und meinte er würde jetzt auch nicht mehr fragen.

    Wenn ich daran denke,wie oft ich ihn bei den letzten beiden Trennungen letztes Jahr gefragt hab, ob wir uns mal sehen und er mich abrotzte und mich sogar versetzte,kam ich mir im Vergleich vom stellenwert ziemlich gering vor.Naja,danach meinte er, dass er jeden Tag an mich denkt und mich vermisst und auch nicht weiss,wie er mit der Situation klar kommen soll.

    Was mich mal noch interessiert ist,dass ja viele trinkende Partner aggressiv,beleidigend oder auch demütigend weden, wenn sie getrunken haben.Es gibt aber doch auch Menschen,die trinken,lustig werden etc und sich dann ins Bett legen und schlafen und niemandem "schaden". Ist das wirklich nur vom trinken,wenn man dann aggressiv etc wird oder hat das auch irgendwo mit dem Charakter eines Menschen zu tun?

    Liebe Grüsse

    Cocomel

    Hallo Maik,

    danke für deine ausführliche Antwort.Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für dich ein harter Kampf ist und auch,dass du dir tausend Fragen stellst wie was wirst du noch erreichen,wer bist du,etc und auch dass dich jetzt im trockenen Zustand natürlich di Dinge aus der Vergangenheit beschäftigen,die du angerichtet hast. Die Menge an Fragen , die du dir nun im trockenen Zustand stellst erinnert mich an die Tausend Fragen und Gedanken,die wir als Co's haben wie was hab ich falsch gemacht,was kann ich noch tun,damit er aufwacht,ist das normal,bin ich normal und und und.
    Ich drück dir auf jeden Fall weiterhin fest die Daumen;-) Am Feiertag hatte ja meine Mutter Geburtstag und ich hatte gute Ablenkung.
    Gestern hatte mein Freund Geburtstag und wir waren ja eigentlich beide auf ne Hochzeit eingeladen.Hab ihm per SMS gratuliert und bin gestern seine Mutter besuchen gegangen.
    Sie hält wie gesagt auch nur knappen Kontakt zu ihm.Durch seine letzte Saufaktion is sie wieder psychisch richtig unten und geht seit einigen Wochen wieder zum Therapeuten.
    Wir haben uns den ganzen Nachmittag über ihn und was die letzten Jahre schon alles passiert ist unterhalten.Wie oft wir Gespräche geführt haben, er auch seiner Mutter in die Hand versprochen hat,zum Arzt zu gehen,wie viel und oft sie geweint hat,es Streit gab,er sie leiden sehen hat.

    Ich hab schon nen Abstand dazugekriegt,weil ich für mich weiss, ich möchte keinen trinkenden Partner mehr,ich möchte mich nicht mehr schämen für die Dinge,die er im Suff macht und worüber die Leute reden,ich möchte mir nicht mehr seinen Kopf zerbrechen und mir die Augen vor den Kopf weinen, weil ich sein Verhalten nicht nachvollziehen kann,nicht angelogen oder vertröstet werden,keine Verschleierungen mehr.

    Aber es ist wie gesagt auch für mich ein innerer Kampf das durchzuhalten,weil ich trotz allem den Mensch noch in ihm sehen kann,der er eigentlich ohne Sucht ist.Und das ist ein guter Mensch.

    Ich habe keine Schuld,das weiss ich.Ich habe alles getan und ihm immer gezeigt,wie wichtig er mir ist,ich war immer da,hab immer zu ihm gehalten.Es heisst ja auch:In Liebe loslassen,oder?
    Was er daraus macht,ist nun seine Entscheidung

    Das sind aber ganz schöne Kosten,die da wegen der MPU enstehen,hätt ich so gar nicht gedacht.

    Du bist noch nicht alt Maik und wir stehen in der Blüte unseres Lebens.Du kannst noch so viel erreichen,du bist gesund,hast den Kampf aufgenommen und solltest nach vorne schauen und stolz sein, auf das,was schon geschafft hast.

    Liebe Grüsse

    cocomel

    Sorry,ich wollte natürlich Lindi schreiben;-)

    PS: das mit dem Kopf zerbrechen um ihn und seinen Kram hängt denke ich auch damit zusammen,weil wir Co`s wissen,dass unser trinkender Partner uns in vielen Sachen belügt und man nicht weiss,was wahr und gelogen ist.Ist ja auch leider ein "Bestandteil"dieser Krankheit.

    Hallo Linda,

    danke. Ja,deine Message vestehe ich.Wie geht es dir jetzt und momentan?Und was tust du so für dich und wie verarbeitest du das so alle?Ich habe deine Geschichte gelesen,mit der du dich hier angemeldet hast.Du hast ja auch ne Menge durchgemacht.Das nutzt alles nichts,ich weiss und trotzdem fressen sich solche Gedanken an manchen Tagen und heute ist leider wieder so einer in meinem Gehirn fest und man will es irgendwie doch nicht so wahr haben.
    Auch mein Freund hatte Glück,dass er nicht in den Knast kam als er zum 2.Mal und ohne Füherschein angehalten wurde und wie gesagt war das auch bei mir der Tiefpunkt.
    Ich würd mich freuen noch mehr von dir zu hören.

    Liebe Grüsse Cocomel


    Ich würd mich freuen

    Hallo Contemplation,

    danke für deine Antwort.Dann kennst du ja quasi beide Seiten,die des Alkoholikers und die des Co's.Wie fühlst du dich heute nach 10 Monaten Trockenheit?Ist der Gedanke was trinken zu willen immer noch präsent?Ist es immer noch so hart,oder wird es jetzt nach 10 Monaten besser?Ich möchte mich auch gern versuchen in die andere Seite reinzufühlen,die des Alkoholikers.

    Es ist gefühlsmässig wirklich ein auf und ab bei mir.Zwei Tage fühle ich mich gut und denke ich packe es und dann kommt ein Tag,wo ich so sehr vermisse und wieder am grübeln bin,mir über ihn und um seinen Kram nen Kopf mache.Dann seh ich die echt schönen Seiten unserer Beziehung,die Vertrautheit,die ja trotz allem da war,das gemeinsame kochen,zusammen einschlafen,zusammen wach werden,wenn wir zu Hause wie kleine Kinder rumgebalgt und uns verlacht haben,unsere Urlaube,Familienfeste,Gespräche,die wir auch manchmal sehr gut führen konnten. Ja,auch das ist mein Partner und dann tuts richtig weh und ich wür am liebsten zurück und sagen komm,wir schaffen das zusammen.

    Dann muss ich mir leider vor Augen halten und mich auch dazu zwingen an die Dinge zu denken,was unter Alkoholeinfluss passiert ist,wie lange Alkohol schon präsent ist,wie viele Tränen ich geweint habe,wieviele Nächte nicht geschlafen,gebittelt und gebettelt hab endlich was zu tun.An die Demütigungen,Restpektlosigkeit,Handgreiflichkeiten,Lügen,Unzuverlässigkeit,leere Versprechnungen,wie er seine Familie und mich immer wieder enttäuscht hat und noch einiges mehr,damit ich nicht einbreche und durchhalte und dass der Alkohol immer noch präsent ist und ich ja nicht genau weiss,was noch.

    Weisst du Contemplation ich hab ihm gesagt,dass für mich Worte nicht mehr zählen,nur noch Taten.Er sagt er liebt mich noch.Was ist oder wird wichtiger für ihn sein?

    Ich denke er denkt so wie du,dass er mit Alkohol klar kommt und hat wohl auch schon diese Dinge probiert wie nur 1X die Woche oder am WE.
    Aber ich weiss,dass sowas auf Dauer nicht funktioniert und er muss ja schliesslich MPU machen.Letztes Jahr August war er einmal mit mir beim Arzt und hat sich Blut holen lassen,um den CDT-Wert bestimmen zu lassen.Seitdem nichts mehr.

    Du schreibst ja,dass du dich auch gerade auf die MPU vorbereitest?Was musst du dafür alles tun?Blutwerte als Abstinenznachweise?Wie sieht das eigentlich aus,wenn er wirklich noch andere Drogen konsumiert.jedoch nur wegen Alkohol der Führerschein weg ist.Wird das automatisch auch untersucht oder wie ist das?

    Weiterhin versuche ich mir nicht so viele Schuldgefühle einzureden oder ein schlechtes Gewissen zu haben,weil ich ihm jetzt nach so langer Zeit gesagt hab,dass er Entzug machen soll,bevor wir uns wieder über ne Beziehung unterhalten.Es kann ihm vielleicht sogar helfen,wenn ich das durchhalte,zumal seine Mutter ihm dasselbe gesagt hat und genau so leidet und ich hoffe,dass die das auch durchhält,denn an seiner Mutter hängt er sehr!!!Kann,muss nicht!

    Ich bin an meinen Tiefpunkt gekommen,als er vor 2 Jahren im November Auto fur,wieder betrunken und ohne Führerschein,da hatte es mich ganz gefetzt.Wir waren gerade ganz frisch umgezogen,ich hatte ne Fehlgeburt hinter mir und wir mussten danach wieder umziehen,weil die Verbindungen so schlecht waren für Busse etc.Ich hab nicht mehr geschlafen,Angstzustände,viel abgenommen und nach aussen hab ich trotzdem irgendwie noch funktioniert.Heute frage ich mich,wie ich das teilweise alles geschafft und gemacht habe?Und trotzdem hats noch fast 1 Jahr gedauert bis ich mich entschloss zum Therapeuten zu gehen,wo ich wieder kurz vor nem Burnout war und sehr,sehr nervös

    Und das bereue ich bis heute nicht,dort wurde mir klar,dass ich nicht verrückt bin,nicht übertreibe,dass das alles nicht normal ist und war und es tat mir einfach nur gut drauf loszureden und mir meinen Kummer und meinen Schmerz von der Seele zu reden.Mir wurde dadurch auch bewusst,dass ich meinem Freund zwar oft Konsequenzen angekündigt hatte,diese aber dann nicht oder nur halbherzig durchgezogen habe. Für ihn war das in dem Moment ein "Freifahrtsschein" von wegen die macht eh nicht ernst und in 3 oder 4 Tagen hat sie sich wieder beruhigt und alles ist vergessen.

    Ich glaube,dass solange man trinkt,man sich nicht wirklich im Klaren darüber ist oder es wirklich nachempfinden und fühlen kann, wie sehr man den Menschen weh tut,die man liebt.Ich hab mal gelesen,dass gerade beim Alkoholismus die Menschen am meisten leiden und abbekommen,die der Süchtige eigentlich über alles liebt.Gibst du mir da Recht?

    Ich laber dich ganz schön zu,was?Sorry

    Lieben Gruss

    Cocomel

    Huhu Contemplation,

    danke für die schnelle Antwort.Ja,genau so ist es wie du sagst. Er trinkt,weil er so viele Probleme hat,alles so sch... ist.Passt absolut.Ich erinner mich noch,als ich beim 2.Mal zur Polizei kam und ihn abholte.Er war super aggressiv und einer der Polizisten sagte mir,dass er einiges getrunken hatte und immer noch gerade steht und relativ normal redet und dass ich mir da mal Gedanken machen soll.Ich hab so geweint und mich so geschämt.

    Es wurde ja untersucht,ob noch was anderes dabei war,aber es war wohl "nur" der Alkohol.Mich hat deine Geschichte wirklich sehr berührt,wie viele Geschichten hier im Forum und obwohl ich weiss,was die Tatsachen sind,dass er wohl Alkoholiker und ich Co-abhängig bin und hier so viele Parallelen zu unserem Leben finde,denke ich immer noch,das kann nicht sein.Nicht er,nicht ich.Man will es doch irgendwie nicht wahr haben.Weisst du wie ich das meine?

    Warst du auch aggressiv zu deiner nassen Zeit?Hattest du auch immer gedacht,du schaffst das alleine oder kannst es kontrollieren?

    Ich finde es gut,dass ihr euch die Zeit und Chance gebt euch neu kennenzulernen und nicht einfach aufgebt.

    Cocomel

    Hallo Aurora,

    schön dich zu hören.Wie geht es dir denn?Du hast recht,was du schreibst.Aber spioniert hab ich nicht.Die Flaschen lagen im Müll und die Schranktür sollte ich selbst öffnen,um ihm das was rauszuholen.Mir ist voll und ganz klar,dass jetzt der Alkohol nicht weg ist,nur weil wir ne Trennung gemacht haben.Aber es macht mich nicht mehr ganz so fertig und ich hab ihn auch nicht darauf angesprochen,weils sein Leben ist und ich nicht mehr mit ihm zusammen lebe.Vorher hätte ich was gesagt oder vielleicht ne gewisse Angst verspürt oder sogar angefangen zu weinen,jetzt nicht mehr.Ich habe nicht mehrum ihn geweint,seit er hier die Tür draussen ist.Das war bei den letzten beiden Trennungen letztes Jahr vollkommen anders.

    Was ich für mich tue?Ich gehe weiter zum Therapeuten und hab mir auch ne Adresse rausgesucht von ner Caritas in meiner Nähe,die Angehörige beraten. Da will ich mal noch zusätzlich hin.Und natürlich möchte ich mich hier weiter intensiv austauschen.Das hilft mir.

    Ansonsten habe ich diese Woche Urlaub und war heut morgen schon schön frühstücken mit ner Freundin und hab MIR was gegönnt :)
    Morgen geh ich zum Frisör,am Mittwoch is ein Familiengeburtstag bei uns und ich versuche so viel wie möglich zu unternehmen diese Woche und mich abzulenken und meine Gedanken.
    Klar drehen sich die Gedanken immer noch um ihn,was macht er,was hat er vor,was ist wahr und was gelogen?Wird er Entzug machen,wenn er den Stress mit Umzug usw. hinter sich hat?
    Wenn ich mich ablenke so wie heute gehts eigentlich.Ich versuch mich weiter frei zu kämpfen Aurora,weil ich weiss,dass ich ihm nicht helfen kann, solang er selbst nicht will und es einsieht,da kann ich lieben so viel ich will.
    Es ist nicht einfach,auch weil ich ihn schon seit Teenagerzeiten kenne,bevor wir ein Paar wurden,seine Schwester ist eine meiner besten Freundinnen und wir haben immer schon viel Zeit zusammen verbracht alle,bevor wir ein Paar waren.

    Gruss

    Cocomel

    Hallo Contemplation,

    danke,dass du mir geschrieben hast.Ich habe deine Geschichte gelesen und gratuliere dir von Herzen,dass du seit 10 Monaten trocken bist und darauf kannst du stolz sein!Ich denke,dass das nicht einfach ist.Du ziehst mich nicht runter,ich weiss das selbst alles.

    Ich habe den Bescheid nicht gesehen.Ich selbst hab ihm Infos ausgedruckt zur MPU,ne Caritaseinrichtung gefunden,die Suchtberatung und Hilfe zur Wiedererlangung der Fahrerlaubis leistet.Anfang Februar hatte er ne Woche,wo er fast jeden Abend was Kleines zu Hause trank und ich fragte ihn darauf mal an einem Abend,wie er das anstellen will mit MPU( weils mir gaste).Darauf gabs den grössten Streit und er war super aggro,von wegen das gehe mich nichts an etc.Das hat sich so hochgespielt bei ihm,dass er seine Kleider packte und mir die Sachen,die ich ihm geschenkt hatte entgegenschmiss.
    Später tats ihm leid.

    Mitte Februar diesen Jahres sind wir zur Führerscheinstelle,weil er sich erkundigen wollte (Sperrfrist lief im März angeblich aus).Leider wartete ich im Auto und ging nicht mit rein.Als er rauskam sagte er,dass die Dame von der Führerscheinstelle gemeint hat,dass er auf jeden Fall für die MPU einen Verkehrspsychologen,Suchtberatung oder AA aufsuchen sollte und Blutwerte sammeln. Im Juni 2011 mit 1,7 Promille und November 2011 mit 1,9 Promille.Wenn er das täte,hätte er ganz gute Chancen,ansonsten jedoch nicht.Also hat er sich doch gemeldet.Er sagte noch an dem Tag zu mir:Ab jetzt keinen Tropfen Alkohol mehr.Dann war Wochenende,da kann man sich ja ein Glas Wein oder zewie zum essen gönnen und Abstinenz wurde auf Wochenanfang vertagt.

    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung,was und wieviel er trinkt und ob er wirklich jeden Tag trinkt,obwohl wir 8 Jahre zusammen waren und ich weiss,dass er auch noch ein anderes Suchtmittel hat,leider.Aber auch hier nicht,wie regelmässig und wieviel.Aber ich weiss,dass er durch seine Krankheit lügt und auch vieles verschleiert.Aber Alkohol ist seit 8 Jahren präsent und hat diese Probleme verursacht,also kanns nicht sein,dass ich übertreibe oder er nur ein "Problemtrinker" ist,oder?.Auch vor meiner Zeit mit ihm muss er schon getrunken haben.Trinkt er nur Bier,Wein,ist alles noch im Rahmen,schlimm wirds,wenn er härtere Sachen trinkt und dann aggressiv,beleidigend,peinlich und demütigen wird.Weisst du,ich hab ihm oft gesagt,dass er zum "Dämon" wird,wenn er trinkt und nicht aufpasst.

    Ich finde es schön,dass du und deine Freundin noch zusammen seid und an eurer Beziehung arbeitet und nicht aufgebt und ich drücke weiterhin ganz fest die Daumen ;)
    Sowas würd mich mir auch wünschen,aber ich weiss,er ist wohl noch nicht soweit.

    Liebe Grüsse

    Cocomel

    Hallo Pintura,

    danke für deine Meinung.Habe auch mal deine Geschichte nachgelesen und du hörst dich schon sehr gefestigt uns stark an.Wie war das bei deinem Partner,hat er viel getrunken und wie regelmässig.Tja,ich denke auch nicht,dass sich mein Freund schon wirklich mit seiner Problematik auseinandergesetzt hat.

    Gestern bat er mich,ob ich ihm seine restlichen Sachen noch vorbeibringen könne.Bin dann zu ihm in die Wohnung gefahren und wir haben uns das 1.Mal seit knapp 2 Wochen gesehen.Naja,alles noch chaotisch und im Aufbau in der Wohnung.Er war froh,dass ich da war hatte ich das Gefühl.Und als ich mich so umsah endeckte ich leere Flaschen Bier im Abfall (gönnt man sich ja beim Umzug und wenn die Freunde dabei sind und helfen) und in nem Schrank entdeckte ich ne leere Flasche Sambuca.Ob er die allein in den Tagen getrunken hat oder allein weis ich nicht,aber fakt ist,der Alkohol ist anwesend.

    Hattet ihr in eurer Beziehung durch den Alkoholkonsum auch andere Probleme wie wir,die durch den Konsum verursacht wurden,ausser dem Zwischenmenschlichen schwierigen Zusammenleben?Z.B Geldprobleme,Arbeit etc.

    Macht dein Expartner Anstalten,dass er dich zurück möchte, "bemüht" sich?

    Liebe Grüsse Cococmel

    Hallo KatzundMaus,

    danke für deine Antowort.Ich habe deine Geschichte nachgelesen und es muss für dich ziemlich schlimm gewesen sein.Zumindest hat dein Partner aber Entgiftung und auch Paartherapie mitgemacht.Letzendlich vielleicht nur, damit du Ruhe gibst oder denkst du er wollte was ändern?Als ich letztes Jahr zum Therpeuten ging,hat dieser mich gefragt,ob mein Freund nicht mal mitkommen könne.Als ich ihm das gesagt hab sagte er zuerst ja,aber später meinte er dann, er würd doch keine Paartherapie machen:-(

    Das mit den kleinen Demütigungen,Streits,Schuldzuweisungen und vor allem dem sich extrem in Lappalien reinsteigern kenn ich sehr gut.Die letzten 3 Jahre wars bei meinem Freund etrem.Seit diesem Jahr versucht er wohl, sein trinken zu kontrollieren.Die Streits,Demütigungen und sich in Lappalien reinsteigern sind seltener geworden,aber dennoch da.Er kann nicht mal 1 Tag in der Woche keinen Alkohol trinken glaub ich.

    Ein Beispiel mit dem Reinsteigern ist z.b.,dass ich im März Freitags von der Arbeit kam und er hatte auch schon Feierabend,lag auf der Couch und schlief tief und fest (um halb vier mittags).Kam mir schon etwas komisch vor.Ich fing a die Wohnung zu putzen, er wurde irgendwann wach und ich merkte,dass er schlechte Laune hatte. Er stand auf und legte sich ins Bett.Ich fragte,was los ist und was er denn hat?Ich solle ihm seine Ruhe lassen,wenn ich merke,dass er schlecht gelaunt ist.Das hat sich hochgespielt und wir bekamen nachher Streit wegen dem Essen und er steigerte sich so darein,was ich nicht normal fand und soll ich dir sagen,was an dem Tag letzendlich war?

    Er war trotz dass er keinen Führerschein hat mit dem Auto seiner Schwester gefahren,weil er auf Ämter etc musste,war aber um zwölf oder ein Uhr mittags schon besoffen und mit em Auto unterwegs.

    Seine Mutter hat mir das erzählt und wenn ich daran denke,weshalb wir dann abends Streit gekriegt haben wegen ner Lappalie,die eigentlich gar nicht der Grund seiner Laune war,ärgert und enttäuscht mich das sehr.Warum konnte er da nicht erhlich sein und sagen,ich hab wieder was getrunken und bin schlecht gelaunt,nein statt dessen ist die Bude zu klein wegen dem Essen :(

    Hast du den Kontakt ganz abgebrochen bzw.meldet sich dein Partner oft?
    Möchtest du wieder mit ihm zusammen sein oder bist du schon an dem Punkt,dass du sagst,ich will nicht mehr?

    Liebe Grüsse

    Cocomel

    Hallo,

    meld mich mal wieder.Kann immer noch nicht meine Gedanken etc mal nur um mich kreisen lassen und ertappe mich ständig dabei,wie sich meine Gedanken,Wünsche etc um ihn drehen.Wir haben belanglosen Kontakt per SMS und er schrieb mir wieder,dass ich ja gross getönt hätte,wenn er weg wäre,dann wolle ich erst mal keinen Kontakt,nichts sehen und hören.Das hab ich tatsächlich gesagt,aber ich suche trotzdem den Kontakt zu ihm.Er fehlt mir und ich weiss,dass das ein Zeichen meiner Co-Abhängigkeit is.

    Es gibt so viele offene Fragen,auf die ich bzw. er mir keine Antwort geben kann,dieses ganze Verwirrspiel mit Halbwahrheiten etc macht mich innerlich verrückt und auch dass er zwar sagt, er liebt mich und will mich bzw. uns nicht aufgeben,aber ich mich tatsächlich frage,liebt er mich denn WIRKLICH und ECHT?

    Im Juni 2011 velor er seinen Führerschein unter Alkoholeinfluss.6 Monate später fuhr ohne Führerschein wieder Auto,alles bitteln und betteln hatte nix genützt.Er müsse Geld verdienen und arbeiten,damit wir über die Runden kommen und ohne Auto geht das ja nicht (geht sehr wohl!!!)
    Im November 2011 wars dann leider wieder soweit,dass er mit Alkohol und ohne Führerschein erwischt wurde.Ich hab den Beschluss nie wirklich gesehen,aber er hat Bewährung bekommen,Sperrfrist bis März 2013 und MPU. Was mich nun stutzig macht ist,dass er wohl vor kurzem eine Sperrfristverlängerung bis nun August 2013.Auf die Frage warum,sagte er,er wisse es nicht bzw. man habe ihm "einen gespielt".Fakt ist,dass wenn er wirklich normal verdienen will, er für seinen jetzigen Job bald den Führerschein braucht und ich mir auf diese Verlängerung der Sperrfrist keinen reim bilden kann.

    Wir haben einen Kredit laufen und die Rate ist nicht niedrig.Ich mach mir halt Gedanken,dass da irgenwas schief laufen kann und er nachher viell.gar nicht so schnell den Führerschein bekommt,wieder Job verliert,Wohnung nicht mehr zahlen kann,die Schulden und unsere Kreditrate (läuft auf meinen Namen,is aber auf seinem Mist gewachsen,auch typisches Co-Verhalten,ich weiss es!!!)

    Hallo Zimttee,,

    nee,das Getränk kenn ich gar nicht.Was is'n das?Auf jeden Fall danke,dass du geschrieben hast.Ich weiss es auch nicht,ob er sich mit seinen Problemen wirklich auseinandersetzt.Im Moment denke ich nicht,weil er einfach zu viel um die Ohren hat,die Arbeit,private Nebenarbeit,die Wohnung,das alles ohne Führerschein,Geldsorgen,wie organisert er was etc.Er sagt er ist einfach müde,kaputt und ausgelaugt und fertig und ich denke daher hat er mir gegenüber so reagiert.Fandest du das als aggressiv?Aggressiv is bei ihm noch ne Nummer extremer.Ich hatte mir erhofft,dass er sagt,dass er es schön findet,dass ich anrufe oder sowas.Er schrieb mir dir Tage,dass er mich noch liebt und mich nicht aufgeben will,aber ich hätte diese Situazion ja so gewollt und gedrängt und mit Bedingungen verbunden und was das jetzt alles noch bringen würde in dieser besch... Situation?Er wäre froh,dass er noch Freunde hat,ansonsten fühler er sich allein.

    Nächste Woche ist sein Geburtstag und ich weiss auch nicht,wie ich mich da verhalten soll.Sein Geschenk hab ich schon länger hier liegen.
    Man kann selten mit ihm richtig reden,er blockt gern ab,verschiebt ein Gespräch auf den nächsten Tag oder sagt,man müsse ja nicht alles totreden.Manchmal wenn er zugänglic ist,ist er einsichtig.Er sagt auch immer,er weiss dass alles seine Schuld ist und war,aber er das,was in der Vergangenheit war,leider nicht mehr rückgängig machen könne.Er könne nur versuchen,es besser zu machen,was er auch wolle. Bis jetzt waren es immer nur Worte,Versprechungen.Er hats zwar etwas besser in den Griff gekriegt seit diesem Jahr bis jetzt im März,als er 2x wirklic auffiel.Natürlich hat er schon was getrunken,aber nicht über die Stränge geschlagen und ich denke auch manchmal heimlich.

    Er sagte immer,dass er mit mir vollkommen zufrieden ist und nur mit mir eine Familie gründen möchte usw,aber mit sich selbst unzufrieden wäre.Nur warum hat er dann nach so vielen Rückschlägen,Arbeitsverlust,Führerscheinverlust,Tränen und Streit bei uns und in seiner Familie,das Leid,dass er ja sieht,was er uns antut noch nichts unternommen?

    Ich weiss nicht,ob ich noch hoffen kann.Natürlich muss ich sehen,dass es mir gut geht.Wenn er sich nicht meldet und ich ihn nicht sehe,gehts einigermassen und ich bin auch schon ruhiger geworden und nicht mehr so nervös und der Gedanke,hat er jetzt was getrunken oder nicht is auch weg.
    Oh mann,das is soooo...schwer zu durchblicken.Man weiss nie,was die Wahrheit ist und was nicht
    Hoffe bin nicht so ausgeschweift!?

    Grüsse Cocomel

    Hallo Silberkralle,

    ich dachte nicht direkt,dass es mir dann besser geht,aber ich vermisse ihn und vielleicht war und ist mein innerer Wunsch immer noch,dass es gut ausgeht.Vielleicht muss ich auch etwas mehr ausholen.Wie du bestimmt gelesen hast,haben wir uns ja bereits 2X kurzeitig getrennt.Das hier ist das 3.Mal.Ich habe oft Konsequenzen angedroht,tagelang nicht richtig mit ihm gesprochen,aber ich war nie konsequent genug und dass müsse ich sein und werden.Das hat mir mein Therapeut bestätigt.Nachdem er im März betrunken zu Hause sass (wir hatten wieder mal Knatsch gehabt und ich dazu noch viel um die Ohren,weil mein Vater im Krh.lag) und ich ihn so sah,als ich die Tür rein kam,hatte ich nicht damit gerechnet.Aber eine innere Stimme sagte zu mir:Nein,dass wllst du so nicht mehr sehen.

    Er war nicht aggressiv,konnte sich nur schlecht auf den Beinen halten.Da hab ich ihm gesagt:Jetzt lassen wir das ganze hier.Er schlief schnell auf der Couch ein,wurde irgendwann wach und ging ins Bett.Am nächsten Morgen als er aufstand,merkte ich,dass ihm die Sache vom Vorabend zwar unangenehm war,aber ver versuchte das zu überspielen und fragte direkt wie es meinem Vater geht und ein normales Gespräch zu führen.Darauf hab ich ihn daran erinnert,ob er noch wisse,was ich ihm gestern gesagt hätte.Ja,er wusste es noch und ich solle froh sein,dass er direkt schlafen gegangen wäre und es wär ja klar,dass mal ein Ausrutscher oder Rückfall kommen könnte.Darauf sagte ich,wenn du in Therapie gewesen wärst,dann hätte man von einem Rückfall reden können.

    Es zögerte sich alles etwas raus,er ging nach Wonungen schauen,aber wollte ja eigentlich die Trennung genau so wenig wie ich.Ich redete mit ihm nur das Nötigste,wir schliefen in einem Bett,aber es gab keine Nähe mehr.Er versuchte es zwar,aber ich blockte es ab und erklärte ihm,dass wenn ich jetzt nachgebe,wir in ein paar Wochen wieder am selben Punkt stehen und dass ich ihn liebe,aber ich ihn soviel lieben könne,wie ich wolle und das zu nichts führt,solange er nichts unternimmt.

    Er verstand es und sagte,ich hätte recht und er würde das tun,was nötig ist,um wieder normal zu werden und dass er mich auch liebt. Steckte ihm was quer oder war er warum und wegen was auch immer schlecht gelaunt meinte er dann, er würde Entzug machen,wann er es für richtig hält und wann es angebracht ist. Mal so,mal so.

    2 Wochen nach dem Vorfall zu Hause,war er auf nem Geburtstag wieder stockbesoffen und fiel unangenehm auf.Dies bestätigte mich,weiter konsequent zu bleiben.Und auch seine Mutter und Schwester reden seitdem nichts mehr mit ihm.

    Mir fällt das sehr schwer,da wir uns seit Kinderzeiten kennen und später ein Paar wurden,seine Schwester ist eine meiner besten Freundinnen und seine Mutter und der Rest der Familie und ich verstehen uns super. Da hängt noch mehr dran,als nur er,den ich loslassen muss,verstehst du?

    Irgendwie habe ich ja diesen Schritt gemacht in der Hoffnung,dass er zur Besinnung kommt und wir vielleicht wieder ne Chance bekommen können.

    Lieber Gruss

    Cocomel

    Hallo zusammen,

    hab eben kurz mit meinem Freund telefoniert.Er hörte sich ziemlich gestresst an.Ich weiss,dass er extrem viel um die Ohren hat,reguläre Arbeit,private Arbeit,Wohung renovieren etc.Das Telefonat war sehr kurz.Ich hab ihm danach noch ne SMS geschickt,dass ich fnde,dass er sehr nervös ist und es Zeit wrd,dass er etwas zur Ruhe kommt.Als Antort kam das wisse er leider auch und ihn daran zu erinnern,wenn er mal nicht daran denke würde kein bisschen helfen und ich solle mir sparen ihn an Sachen zu erinnern.

    Es war eigentlich gut gemeint und ohne Hintergund von mir.Ich versteh seine Reaktion nicht,irgendwie halt total negativ.Hab ihm dann geantwortet,dass ich mir blöd vorkomme,weil anscheinend egal,was ich sage ihn alles im Moment runterzieht und ich mich dann auch nit melde,dann brauch er sich auch nicht an mich zu erinnern.

    Schon gehts wieder rund im Kopf,was ist los,was hab ich jetzt falsch gemacht und und und

    Hallo Aurora,

    es tut wirklich gut sich hier auszutauschen mit Menschen,die das gleiche erlebt haben.Du fragst mich,warum ich ihm angeboten habe zu helfen?Naja,wir hatten uns ja letztes Jahr bereits 2X kurz getrennt und als dann der Umzug anstand, hat er mich auch nicht hängen lassen,weil ich halt auch kaum männliche Helfer und Schlepper hatte.Es waren alles seine Freunde und er,die mir die Möbel geschleppt und aufgebaut haben.
    Hätte ich eine Wut oder ein Hassgefühl,würde mir das wahrscheinlich nicht so schwer fallen.

    Ich denke,ich hab ihm das angeboten,weil ich ihm helfen will (typisch Co) und ihm immer noch zeigen will,dass er sich auf mich verlassen kann.
    Gestern hat er mir geschrieben,dass er mich vermisst und ich ja die Situation so wollte und er weiss,dass es alles seine Schuld ist und er versuchen kann,es besser zu machen,was er ja auch will.

    Darauf hab ich ihn gefragt,was er genau besser machen würde oder will,denn meiner Meinung nach hatten wir mmer nur Probleme wegen einer Sache (extra nicht Alkohol gesagt).Darauf kam dann zurück,dass er weiss,dass weiss,dass wir immer wegen Alkohol Probleme hatten und ich ihm das nicht mit jeder SMS unter die Nase halten müsse,was ich gar nicht getan habe.Was hältst du davon?

    Was ich ihm gesagt habe wegen dem Therapeuten: Natürlich bin ich in erster Linie wegen mir selbst und für mich dahin.Mein Freund sagte sogar mal,dass er denkt,wir wären wahrscheinlich nicht wieder zusammen gekommen,wenn ich das nicht mit dem Therapeuten gemacht hätte (fand ich merkwürdig das zu denken).Ich habe keine Erwartungen da an ihn,aber er weiss und wussteaus welchem Grund ich zum Therapeuten bin und hat ja mitbekommen,wie dreckig es mit teilweise ging wegen seiner Trinkerei.Und ich tappe schön weiter für mich zum Therapeut,bespreche,will verarbeiten und er trinkt weiter,zwar weniger und denkt so klappts dann.So kams mir mal vor.Ich hab mir ja Hilfe gesucht,verstehst du?

    Liebe Grüsse

    Cocomel

    Hallo Paddy,

    ja,kann sein,dass er seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat.Ich weiss es einfach nicht.Ich hab ihm ja gesagt,dass ich ihn nicht unter Druck setzen möchte.Wenn er weiter trinken will und das als normal empfindet dann solle er das tun,aber halt ohne mich.

    Möchte er mich nicht verlieren oder an der Beziehung festhalten muss halt was passieren,d.h. es ist seine Entscheidung,was er in Zukunft tun möchte.

    Hast du noch viel Kontakt zu deinem Mann?