hallo slimlady
habe seit gestern nachgedacht, was ich dir wohl sagen kann um dir zu helfen, oder dich zumindest etwas zu trösten.
ganz ehlich, nicht viel bei rausgekommen.
bin selber trockene alkoholikerin, habe 4 kinder, die beiden großen sind in deinem alter, mein mann trinkt auch und wird es wohl nie lassen, deswegen sind wir getrennt.
ich kann dir also sozusagen von der anderen seite der medalie erzählen und das was meine kinder mir seither so gesagt haben.
zuerst mal ne frage, wo ist dein vater bei der ganzen sache, geht den herrn das alles nichts an??
warum quälst du dich so, die frau die du mutter nennst hat dir deine kindheit gestohlen, deine jugend und ist jetzt dabei dir den rest deines lebens zu stehlen. du mußt dich ganz schnell aus diesem teufelskreis lösen sonst wirst du dir immer vorwerfen nicht genug getan zu haben.
du kannst und konntest nichts tun, absolut gar nichts, das hätte sie schon machen müßen. es ist ja soo einfach den kopf in den sand zu stecken und allen anderen die schuld in die schuhe zu schieben, und genau das hat deine mutter getan. statt ihr leben auf reihe zu kriegen hat sie das ihrer kinder zerstört, tolle mutter. tolle eltern.
sie ist dem tode nahe, wie du schreibst, aber da muß man erst mal hinkommen, es liegen viele jahre dazwischen in denen sie hätte handeln können, sie tat es nicht. SIE hat euch im stich gelassen. das ist die tatsache.
was kannst du nun tun, für sie wie schon gesagt nun mal gar nichts. du mußt was für dich tun evtl mit deinem bruder, geh mal zum arzt, schätze deine nerven liegen blank, informiere dich über therapiemöhlichkeiten für co-abhängige über selbsthilfegruppen und lies hier im entsprechenden forum darüber, dann entscheide dich was für dich die beste form der hilfe ist und nimm sie in anspruch.
das solltest du ganz schnell tun, denn dann kannst du besser entscheiden ob du deine mutter weiter "begleiten" willst oder es für dich besser ist dich abzuwenden. tu es bald und tu es für dich, ihr leben hat sie schon zerstört, lass nicht zu, das sie deins auch noch völlig ruiniert indem du eine entscheidung triffst, die dich den rest deines lebens belasten wird.
klar ist, das beide wege sehr hart sind, nur mußt du ganz einfach das kleinere übel nehmen.
wir haben uns damals gegen meinen mann und vater entschieden, die kinder gehen heute kaum noch hin weil sie das nicht ertragen können ihn so zu sehen. in vielen gesprächen haben sie begriffen, das es seine entscheidung ist und nicht ihre schuld das er so lebt. sie wollen ihm nicht zusehen wie er sich totsäuft. das kann ihnen auch keiner zumuten sich hier zu kümmern, er ist alt genug.
du hast außerdem moch einen vater der hier in der pflicht wär was zu tun.
ich hoffe sehr das du damit wenigstens etwas anfangen kannst, wünsche dir viel kraft.
doro