moin lavendelfuchs
du machst grad das was die meisten machen wollen, sich aus der sucht rausschleichen ohne das es groß auffällt. meine wenigkeit ist da keine ausnahme. fakt ist. es geht extrem oft schief. wir haben hier ein geflügeltes wort. wer will findet wege, wer nicht will findet gründe.
diese ausreden, ich nenn es jetzt einfach mal so, kennen wir aber zur genüge, von uns selbst, von der arbeit hier.
ja du hast natürlich ein mitspracherecht und ja du mußt mit der therapie klar kommen, ABER, du mußt eben auch die erfahrungen annehmen und du mußt auch mitmachen. denn das was du bisher allein gemacht hast ist ja ganz offen sichtlich nicht zielführend gewesen. du bist suchtkrank, da kann man nicht einfach eine tablette einwerfen und gut ist. da muß sich vieles ändern. deine gedanken, deine handlungen, dein umfeld. es ist sau schwer aus der sucht raus zu kommen, rein geht sehr schnell, raus ist ein echter kampf mit dem inneren schweinehund.
ich hab sehr oft in der therapie gesessen meinen therapeuten verflucht und geheult, keine frage, aber ich wollte aus diesem verfluchten karussel raus. und die wußten wo es raus geht, also hab ich meine falschen ansichten runter geschluckt hab ihnen vertraut und bin los.
es gibt so viele dinge die einen triggern können, es gibt so viele stolperfallen. das muß alles gelernt sein, dazu gehört eben auch verhaltensweise zu ändern. grade wenn sowas angesprochen wird tut das ganz schön weh. man hat ja gründe, denkt man, obwohl es ja doch die sucht ist und nicht das ego, man sieht es nur einfach nicht mehr. käpf nicht gegen die therapeuten, käpf gegen deinen inneren schweinehund der sagt wasch mich aber mach mich nicht nass. das ist eben denke ich deine größte hürde. hilfe annehmen.