Beiträge von dorothea

    moin kantorka

    naja, ehrlich bist du, und das mpu nicht unser thema ist ist dir ja auch klar. hier gehts um trocken werden und bleiben, somit bist du dann auch richtig.

    ganz ehrlich, wenn du an dir gearbeitet hast, dein leben zur trockenheit verändert hast ist die mpu makulatur. es geht den psychologen darum zu sehen wie du zum alk stehst. wenn du klar sagen kannst ich bin abhängig deswegen hab ich therapie gemacht ich bin in ner gruppe, ich arbeite dran das ich weiter trocken bleibe ist der dropps gelutscht. geht ja bei der mpu darum die nassen abhängigen auf dauer aus dem verkehr zu ziehen da sie mit sicherheit wieder besoffen fahren werden. wenn du das problem erkannt hast und es in angriff genommen hast ist die gefahr gebannt. und 3,5 jahre sind doch schon ne ordentliche leistung.

    mich hat der typ damals gefragt warum ich denn meinen führerschein wieder haben will. meine antwort war, "wenn sie der meinung sind das trockene alkoholiker nichts auf der straße verloren haben können wir uns die show hier und ich mein geld sparen und ich geh wieder. " ne so war das ja nicht gemeint kam gleich zurück. kurzes gespräch und ich war durch. ich wußte das ich nicht wieder trinken werde, deswegen konnte ich ihm auch so gegenüber treten, ich hatte weder was zu verbergen noch hatte ich etwas zu verlieren, der lappen war ja schon weg. das ist jetzt zeimlich genau 21 jahre her. hat sich sicher einiges geändert. aber du ja seit deinem letzten saufen doch wohl auch. somit kann ich dir nur sagen. mach dich nicht verrückt. wichtig ist das du nicht trinkst, egal was noch im leben passiert.

    hier hast du zuhörer für alle auf und abs. und immer wichtig, schreiben wenn es einem mies geht ist das wichtigste.

    moin lavendelfuchs

    nur um das noch mal klar zu stellen und missverständnisse zu vermeiden. ich würde mir niemals anmaßen eine anderen menschen als inkompetent zu bezeichnen wenn ich ihn nicht kenne, oder dieses auch nur zu mutmaßen. ich sage konkret das eine therapie nichts birngt wenn therapeut und patient nicht auf einer welle liegen, das ist ein riesen unterschied zu "der therapeut taugt nicht".

    moin lavendelfuchs,

    erst mal toll das du die kraft findest noch mal auf die füße zu kommen. jeder hier weiß wie schwer das ist. was mir bei lesen aufgefallen ist. du bist froh das deine therapiestd. um sind. dann ist das für dich keineswegs der richtige therapeut gewesen. man muß sich einem therapeuten vertrauensvoll öffnen können. wenn man das gefühl hat da stimmt was nicht bringt die ganze therapie nichts. da spielt das unterbewußte eine gewaltige rolle. wenn ich meinem gegenüber nicht traue, kann ich auch seine ratschläge nicht annehmen usw. da ist es wirklich viel sinnvoller sich nach jemandem umzusehen wo dann die chemie stimmt. es ist immens wichtig das man seinem therapeuten alles erzählen kann, nur so kann man seinen misthaufen abbauen. schau mal das du da jemanden findest wo du das gefühl hast das es stimmt. auch wenn es etwas dauert. unterm strich hast du mit der suche nach dem richtigen weniger zeit verplempert als wenn du von einer vergeblichen therapie in die nächste stolperst, bildlich gesprochen.

    moin sonnenblume

    erst mal herzlich willkommen bei uns.

    ich schließe aus deiner vorstellung das du im kh dann entgiftet hast, wie sieht es danach aus? hast du irgend eine idee? schaut ein arzt noch auf dich? willst du eine therapie anschließen? bin neugierig. hier in unserer shg ist praktisch immer irgendwer der zuhört wenn es mal drückt. denn eines wissen wir sehr genau, einfach nur nicht mehr trinken geht auf dauer leider nicht gut. man muß viele alte zöpfe abschneiden um das neue leben eben trocken zu halten.

    na isses denn, schön dich wieder zu lesen und schön das du immer noch auf der trockenen seite bist. sehen uns später im geschlossenen denke ich mal so einfach, sach ich mal so einfach.

    hallo heppner

    ich will mal kurz zum thema unruhe was sagen. der körper hat ja etliche rezeptoren die im notfall reagieren und uns auch aus tiefschlaf wecken um zb vor feuer fliehen zu können. die haben wir mit alk ausgeschaltet. der körper hat paar zusätzliche gebaut, wir haben mehr akl gebraucht um dicht zu sein. der körper hat immer weiter gegen den suff angebaut. all diese rezeptoren liegen jetzt nüchtern blank. somit nimmst du eben alles überdeutlich wahr. die werden auch wieder abgebaut, aber das dauert etwas. jedenfalls kommt daher diese unruhe und gefühlte reizüberflutung. die medis dämpfen das alles etwas und nach einer eigentlich kurzen zeit reguliert sich das alles wieder. sprich das beim arzt ruhig an. wir reagieren ja durchaus verschieden auf medikamente. evlt reicht dir ja ein leichtes beruhigungsmittel. vielleicht gehts aber auch schon ganz ohne. horch mal in dich rein. und vor allem ehrlich sein. nur so kommst du aus dem teufeslkreis raus. wünsch dir ein trockenes jahr 24

    moin kim

    mach dich nicht verrückt. nicht jeder bekommt schlimmen saufdruck, bei mir war es zb einfach eine innere unruhe und ich bin rumgetigert wie besagter im käfig. ich hab da jetzt nicht explizit den gedanken gehabt ich muß jetzt trinken. das das saufdruck war ist mir sogar erst jahre später aufgegangen. mir haben gespräche geholfen, auch wenn es nicht die tollste idee ist, ich hab kannen weise kaffee getrunken. mir hat das koffeein geholfen. logisch das das dann auch schnell weniger werden mußte. und ich habe rätsel gelöst, logiktrainer von pm kann ich empfehlen. hat mir sehr geholfen, zum einen ist der kopf mit was anderem als saufen beschäftigt und zum anderen werden die synapsen wieder angeregt gescheite verbindungen herzustellen. so 2-7 hat man ja schließlich zerschossen mit der sauferei.

    das wird auch nicht all zu laut ausgesprochen, nicht das noch wer auf die idee kommt zu fragen warum bei den vielen opfern nicht gehandelt wird, denn das man das ganz schnell kann haben wir ja erlebt. aber wie du ja selbst sagst, du kannst dich ja schon mal online informieren. es schadet nie wenn man weiß welche rechte und ansprüche man hat. und nebenbei hilft es auch wenn man was tut, man hat keine lange weile und man fühlt sich nicht hilflos, ein gefühl das einen ja oft zur flasche treibt.

    das ist eben auch was, was du lernen mußt anders zu handhaben. miese gefühle anders los zu werden als zu saufen. die welt wird nicht zum ponnyhof nur weil du nicht mehr säufst, du wirst vieles evtl sogar noch deutlicher erleben als vorher. hier heißt es das los zu lassen bevor es zum absturz führt. was machst du gegen lange weile, was machst du wenn dir alle so richtig auf den zeiger gehen, wenn dich wer ungerecht behandelt, im gastgewerbe muß man sich ja einiges von zahlenden deppen bieten lassen. es ist wichtig das du einen blitzableiter findest. ich male, stricke, gehe kräuter sammeln, alles um bloß nicht groß nachdenken zu müssen. kreuzworträtsel, logiktrainer, was auch immer. hauptsache der kopf wird frei. guck dich da mal nach was um was auch mitten in der nacht geht.

    im grunde bist du aktuell berufsunfähig da du ihn nur noch unter lebensgefahr ausüben kannst. das ist keines wegs übertrieben denn unsere krankheit ist nun mal tötlich. und mit rund 75 tausend toten pro jahr in deutschland sogar deutlich schlimmer als corona. das hat es in 3 jahren grad auf knapp 50tausen geschafft. das kann man nicht mal eben so abtun. ich kann deine angst sehr gut nachvollziehen. red noch mal mit deinem arzt bei der suchtberatung und evtl auch beim rententräger. die müßten da doch konkret etwas zu sagen können. kann ja keiner von dir verlangen das du deine gesundheit und dein leben riskierst.

    das ist natürlich dann wirklich gefährlich für dich, hast du schon mal drüber nachgedacht etwas anderes zu machen? umschulung oder so? sollte mit ärztlichem atest doch machbar sein. wenn du die pulle beruflich praktisch ständig in der hand hast ist es ja kaum möglich da die kurve zu kriegen.

    moin kim

    da muß ich mich doch gleich der frage von seeblick anschließen, was ist nicht umsetzebar. ich will dir nichts unterstellen, aber so fängt in der regel die suche nach hintertürchen an.

    ich bin nur am anfang in eine reale shg gegangen, ich glaube das ich insgesamt micht mehr als 10 mal dort war, es passte zeitlich einfach nicht, ich hatte 4 kinder die mich brauchten. ich bin immer nur hier und das nu seit vielen jahren. diese shg hat den vorteil das hier eigentlich immer irgendwer rumstromert selbst nachts. ich habe hier immer ansprechpartner, rund um die uhr, wenn ich jemanden brauche.

    was ich auch nicht ganz verstehe, du müßtest bei saufdruck den arbeitsplatz verlassen zum joggen..... säufst, bzw hast du am arbeitsplatz gesoffen??? hast du da was rumstehen? saufen deine kollegen bei der arbeit. diese aussagen von dir kann ich irgendwie nicht gescheit einordnen.

    du kannst dir aber an deinem arbeitsplatz ne große kanne lecker tee hinstellen, du kannst dir was zum futtern hinstellen, das darf auch ruhig zuckerhaltig sein, dein kopf braucht eben für den ganzen umbau jede menge energie. gegen gemüsestreifen ist aber auch nichts einzuwenden. und ansonsten sind natürlich situationen zu vermeiden in denen du bisher gesoffen hast. ebenso beim einkauf der gang durch die alkabteilung, was zunehmend schwerer wird. in einigen läden haben die die süßigkeitenregale an der kasse durch große alkregale ersetzt, perfider gehts kaum noch. da solltest du dann jemanden mitnehmen bzw solche läden meiden.

    der anfang geht tatsächlich mit einer gewissen isolation einher, die kann man aber prima zur inneren einkehr nutzen, nach einer weile werden sich aber neue freunde und bekannte einfinden die nicht saufen. da die aber erst mal von deinem neuen weg überzeugt sein müssen wird das alles ein wenig dauern.

    wichtig ist aber das du hier schreibst wenn der teufel dir wieder unfug ins ohr flüstert. das ist schon die halbe miete.

    moin kim

    herzlich willkommen.

    hast du dir denn schon gedanken gemacht was du konkret ändern möchtest um nicht irgendwann wieder in den alten trott zu verfallen. man hat in der regel nur ein gewissen kontingent an kraft zu widerstehen wenn man in der alten fahrspur bleibt und nur nicht trinkt. eine trennung von den alten saufkumpanen wäre zb ein wichtiger schritt. klar ist man dann erstmal allein, aber es kommen neue menschen die nicht saufen. auch der umgang mit problemen will neu gelernt sein. sowas halt. daher mein frage.

    moin geli

    herzlich willkommen bei uns. als trockene alkoholikerin kann ich dir sagen, du und die kinder können reden was sie wollen. wenn er nicht will geht gar nichts. und solange ihr funktioniert und ihm den rücken frei haltet hat er ja auch gar keinen grund was zu ändern, für ihn is doch alles schick.

    du kannst nur dich und dein verhalten ihm gegenüber ändern. dafür hast du hier mitstreiter gefunden die dir dabei zur seite stehen und evtl den ein oder anderen guten rat geben können. co abhängigkeit ist genau so eine krankheit wie alkoholismus und jede krankheit schadet nun mal. der alkohol schädigt die ganze familie. auch deine kinder sollten sich ruhig mal nach hilfe umsehen, denn auch bei den kinderns sitzt da eine menge gewaltig schief so ganz tief drin.

    die überlegung zur trennung ist nicht die schlechteste idee, denn sie hilft dir den kopf frei zu kriegen. aber darüber kannst du dann in der angehörigen gruppe ausführlich sprechen.

    mal wieder etwas staub wischen hier.

    nr 7 hat sich nun dann auch entschlossen mal ein paar schritte zu laufen. allerdings findet er getragen werden definitiv besser. will sagen er ist ein kleiner faulpelz. vorgestern waren wir mit meiner ältesten bei der jüngsten zu besuch und da hat nr 2 nr 7 dann doch dazu gebracht mal bischen zu laufen. er fängt an zu fremdeln und ist grad der meinung das mama/ oma doof und mama/ opa cool ist vom papa ist wiederum der opa doof und die oma cool. ich könnte mich kaputt lachen über seine schnute die er zieht wenn ich ihn hoch nehme.

    der schrebergarten ist so gut wie in winterruhe, der am haus braucht noch paar handgriffe. trotz des späten frühjahrs haben wir ganz gut geerntet und auch bei der umgestalltung gute vortschritte gemacht weil ja auch der winter auf sich warten läßt. auch wenn wir nicht alles wie geplant geschafft haben. der verregnete juli hat uns stark ausgebremst. aber unterm strich bin ich ganz zufrieden mit dem was wir geschafft haben.

    für uns liegt in der nächsten woche ein großes entrümpeln an. am donnerstag kommt ein container. es gibt viele altlasten die ich endlich los sein will. unterm dach soll dann mein kreativzimmer eingerichtet werden, da werde ich meine maltisch ins richtige licht rücken meine buntstifte anspitzen und paar ideen zu papier bringen. freu mich schon. bis zum nächsten frühjahr kann ich mich da austoben und dann gehts wieder in garten.

    gehts dir gut? warum so aggressiv? du hast ganz offensichtlich auch nichts von mir gelesen. sonst wüßtest du das ich mir hier ganz sicher keine vorschnelle meinung gebildet habe. ich bin nicht nur krankenschwester und kenne daher die medizinsche seite sehr genau, ich arbeite nun auch seit über 20 jahren in der suchhilfe mit. ich habe nicht nur einen menschen erlebt der trotz der medis wieder gesoffen hat weil sucht nun mal sucht ist. auch ein arzt kann den menschen nur vor den kopf gucken. im übrigen gehen wir hier höflich miteinander um. vielleicht überdenkst du mal deinen ton. danke im voraus.

    moin donnie

    ein satz von dir läßt mich stutzen. bei manchen ist nach einem monat alles gut schriebst du oben. wer hat dir den käse erzählt, oder fasst du berichte hier so auf?

    wenn man viele jahre gesoffen hat braucht man garantiert mindestens ein jahr bis man einigermaßen grade ist mit allem. die selbstvorwürfe die quälenden gedanken, das muß erst mal nüchtern ertragen werden. das muß gelernt werden. ich hab damals nicht so sehr den fokus auf das aufarbeiten der altlasten gelegt. für mich war im ersten jahr wichtig zu lernen wie ich mit den miesen gefühlen umgehe ohne sie zu ersäufen. meine zeit nüchtern zu gestallten. neue menschen kennen zu lernen. erst wie ich hier eine gewisse stabilität hatte, nach ca einem jahr hab ich dann angefangen mich auf ursachenforschung zu begeben und meine altlasten bearbeitet. manch einer schenkt sich letzteres auch komplett weil es für ihn nicht wichtig ist. was auch ok ist wenn man es auch so abhaken kann.

    damit sofort anzufangen halte ich wirklich nicht für die beste idee. es ist ja mit einem haufen mieser gefühle verbunden die man ja nun erst mal ertragen lernen muß und da sind meiner ansicht nach die, die einem im gelebten alltag begegnen erst mal mehr als genug. lade dir da nicht zu viel auf die schultern, der weg ist schwer genug da muß man nicht unnötig viel mitschleppen. alles schön der reihe nach.

    moin marle

    hört sich doch gut an. bogenschießen finde ich auch klasse, toller sport. vor allem muß man da nüchtern sein. mußt ja nicht sofort wieder mit allem in die vollen gehen. wenn du erst einmal wieder mit was anfängst, laufen zb. da kannst du jeder zeit einfach los. macht den kopf frei wenn der suchtteufel versucht zur flasche zu rufen. alles andere kommt dann nach und nach um sich wieder einen nicht saufenden freundeskreis aufzubauen. denn von den säufern muß man sich schlicht trennen wenn man nicht über kurz oder lang doch wieder zugreifen will. zum trocken werden und bleiben gehört mehr als nur nicht trinken. fürs erste gehört auch alles aus dem umfeld was mit alk zu tun hat um den druck raus zu nehmen. der suchtteufel ist verdammt stark, den nicht unterschätzen ist schon die halbe miete.

    moin marle


    ich freu mich das zu lesen. hast du hobbys gehabt bevor es das saufen wurde? ich male zb, oder stricke, nähe klamotten. bin nicht sonderlich sportlich. andere haben angefangen zu laufen, schwimmen, was auch immer. wichtig ist die zeit die man jetzt übrig hat sinnvoll zu füllen. schau mal was für dich sinn macht.

    moin marle

    ich denke das deine angst hier jeder nachfühlen kann, ist kaum jemandem hier anders gegangen. mich hat diese angst und das damit verbundene rumgeeier 10 jahre gekostet und das leben meiner kinder gefährdet. ich hatte riesen angst. mich hat dann eine nachbarin an die hand genommen und ist mit mir zum arzt zur suchtberatung und dann in die klinik. als ich dann dort nach einigen stunden wieder klar im kopf war war ich einfach nur glücklich weil ich in dem moment wußte. jetzt kriege ich hilfe, jetzt wird es wirklich anders.

    ruf doch mal bei der suchtberatung in deiner stadt an- bei sehr vielen arbeiten trockene alkoholiker mit, denen mußte nichts erklären zur angst. evtl haben die dort ein programm um die ersten schritte zu begleiten, das also konkret jemand mit dir mitgeht der weiß was du grade durch machst, dir den rücken stärkt und einfach da ist. haben nicht alle aber doch einige. du mußt da einfach ehrlich sagen das du in die klinik sollst aber riesen panik hast.

    aber vielleicht gibt es ja noch wen in der familie der dich begleitet. nimm deinen mut zusammen und lass dir helfen. mach es nicht wie ich und verschenke deine wertvolle lebenszeit an den alkohol nur weil du schiß hast vor dem kh. du schaffst das.

    moin kira

    du schreibst du hast schon etliche therapien gemacht und ging trotzdem immer wieder schief.

    da werfen sich bei mir 3 fragen auf. die erste ist. waren es wirklich therapien oder "nur" entgiftungen.

    2.hast du die therapien freiwillig angetreten oder wurdest du mehr oder weniger gezwungen? ein wirklich wichtiger aspekt. ich habe in all den jahren gelernt das der der will es meistens auch schafft, der der muß wirft oft schnell das handtuch.

    die 3. frage ist, wenn du wirklich von dir aus in die thera gestartet bist, hast du da wirklich alles auf den tisch gepackt. zumindest vor deinem inneren ich? es ist oft schwer den eigenen misthaufen wirklich anzusehen geschweige denn ihn anzupacken und wegzuräumen. und alles was liegen bleibt ist ausgangspunkt für neuen wildwuchs der einem wieder zur flasche bringt.

    es ist unglaublich schwer die eingefahrenen wege zu verlassen. ich vergleich es gern mit den tiefen spurrinnen auf alten schlössern und burgen. die sind manchmal so tief in den stein gegraben das da mit sicherheit kein fuhrwerk anders fahren konnte. aber genau das ist es was du lernen mußt. diese alten eingefahrenen tiefen spuren zu verlassen.

    du mußt lernen mit wut frust und emotionen überhaupt anders umzugehen als sie zu ersaufen. ist das in der therapie denn kein thema gewesen oder hast du da dicht gemacht, aus welchem grund auch immer. denn hier werden wir genau sowas ansprechen. aber wir hören hier auch zu wenn das leben mal wieder den schwarzen peter rüber geschoben hat. hier mußt du nichts großartig erklären, wenn es um gefühle geht. wir wissen wie sich druck anfühlt und was er anrichten kann.

    ich würde mich freuen wenn wir dir hier helfen können diesmal die kurve zu kriegen. ich wünsch dir einen guten austausch.