Beiträge von dorothea

    das forentreffen in heidelberg war wirklich total schön, das wetter war prima und heidelberg eine schöne stadt. obwohl es mir da eindeutig viel zu laut ist. sehr lange würde ich es dort nicht aushalten. viel zu viele menschen, ein ständiges gewusel. das ist auf dauer nichts für mutters tochter. aber als ausflugsziel war es doch seeeeehr schön.

    es war toll zu den vielen lebensgeschichten nun auch die gesichter zu haben. wir haben einiges in grüppchen und einiges in der ganzen gruppe erlebt. es war einfach eine tolle zeit. zumal ich ja auch meinen 24. trockengeburtstag am samstag hatte und den tag so mit menschen verbringen konnte die wirklich wissen was das heißt.

    wenn ich so zurück denke wo ich heute vor 24 jahren war, heulend im kh bei der entgiftung. heulend weil mein mann am nächsten tag 50 wurde und mich mit vorwürfen überschüttet hat. klar was anderes als mich klein machen konnte er ja nicht. er ist schon lange tot, bier war ja wichtiger als zu leben. die erinnerung ist schon etwas blass aber manche gefühle sind noch da als wäre es gestern gewesen und nicht schon fast ein viertel jahrhundert her.

    ich bereue seither nicht einen einzigen tag. mein leben hat sich sehr positiv gewandelt und wenn ich weiter gesoffen hätte wäre ich mit sicherheit auch schon auf dem friedhof. aber nicht nur das. mit klarem kopf gibt es einfach nichts zu bereuen denn man entscheidet sich ja nach dem denken. naja meistens jedenfalls. mir geht es prima, bis auf paar zipperlein die man als oma nu mal so hat.

    fazit, durch meine abstinenz habe ich hier tolle freunde gefunden mit denen ich jetzt ein tolles wochenende in einer tollen stadt verbracht habe. hätte ich mir vor 24 jahren nicht im traum ausdenken können.

    ich kann es nur bestätigen, wir hatten eine richtig tolle zeit. so verschiedene menschen, vom alter, von den interessen, vom lebensstiel her problemlos unter einen hut zu bringen hat schon etwas sehr interessantes. das wetter hat prima mitgespielt und ich hätte gerne mehr zeit gehabt mit den einzelnen leuten zu reden, bei so vielen haben sich natürlich kleinere grüppchen gebildet, aber alles in allem war es sehr harmonisch. ihr seid einfach tolle menschen.

    und vielen vielen dank an dante das er das alles so toll organisiert hat, das war auch ein haufen arbeit die man nicht genug würdigen kann. hut ab sir, wir sehen uns in bertingen.

    hallo seiltänzerin,

    na da haste dir aber was "gegönnt". ich freu mich das es dich motiviert. und ja, das leben ist kein ponyhof und trocken sein schützt nicht vor katastrophen. aber ohne alk kann man sie meistern. und was viel wichtiger ist, man kann die schönen zeiten ganz bewußt genießen.

    ich habe heute fast bis mittag gepennt, früher ein symptom des suffs, jetzt war ich schlicht kaputt vom arbeiten. aber ein schönes befriedigendes arbeiten. wir sind ergo heute recht spät in garten, haben aber wirklich alles geschafft. ist alles zurück geschnitten, geschreddert und kompostiert. ein haufen äpfel sind entsaftet, zu mus oder zu kompott verarbeitet. die letzten kräuter hängen zum trocknen, die tomaten liegen in einer kiste zum nachreifen in der laube. die beete sind mit kalkstickstoff bestreut.

    dann habe ich mir noch eine riesen schüssel fallobst mit nach hause genommen. zuerst aber noch das aquarium im keller sauber gemacht damit wir morgen die goldfische aus dem miniteich zum überwintern in keller schaffen können. dann hab ich mir die äpfel vorgenommen, ein großer topf voll apfelmus ist schon in gläsern, 5 gläser kompott sind auf dem herd zum einkochen und ich denke ich bekomme nochmal den großen kochtopf für mus voll. aber da es schon 11 uhr durch ist sollte ich wohl langsam aufhören äpfel zu schälen und mir den rest für morgen aufheben.

    ganz normale probleme ganz ohne alk, der in meinem leben außerhalb dieses forums überhaupt keine rolle mehr spielt. ich würde lügen wenn ich sage ich denke nie daran. aber wenn dann meistens mit abscheu. sicher kommen auch mal andere gedanken hoch, aber das ist extrem selten geworden. sind ja nu gleich 24 jahre die ich trocken bin. das ist länger als die zeit die ich gesoffen habe, die ist nur noch eine böse erinnerung die ich aber weder verdränge noch verblassen lasse, denn sie läßt mich trotz allem wachsam bleiben, denn eines ist sicher ich bin süchtig und ich bleibe es. ein fackt den man akzeptieren muß um in freiheit zu leben.

    hallo maraike

    schön das du wieder schreibst. ja es ist schwer die gedanken aus der suchtspirale zu bekommen. was mir damals geholfen hat waren denkspiele die meine volle aufmerksamkeit brauchten. ich habe stunden lang am computer gesessen und irgend welche matherätsel gelöst. oder die zeitschrift logiktrainer von pm ist auch hilfreich. der kopf braucht dringend eine beschäftigung. etwas das dir spaß macht und auch nicht zu einfach ist so das du dich da wirklich konzentrieren mußt. klappt nicht immer aber immer öfter. das schlimmste was du tun kannst ist in der wohnung rumtigern und grübeln. dann lieber raus in den park und laufen wenn dir sport mehr liegt. für mich kam später noch malen dazu, oder ich habe mir mein körbchen geschnappt und bin kräuter sammeln gegangen. bloß weg von jedwedem alk und allem was mich ans saufen erinnerte. du brauchst unbedingt ein ersatzventil um den druck los zu werden den du lange mit alk kompensiert hast. was könnte es für dich sein? etwas das du spontan tun kannst, was deine aufmerksamkeit fesselt und dir innere ruhe verschafft. vielleicht möchtest du eine fremdsprache lernen, oder eine bestimmte handarbeit, eine sportart. es spielt keine rolle was es ist, es muß dir spaß machen und deine ganzen aufmerksamkeit binden damit für den alk kein platz mehr ist.

    wie gesagt ist am anfang nicht so leicht, der suchtteufel schiebt die gedanken immer wieder in die alten spurrinnen die so tief sind das sie wie führungsschienen sind. da raus kommen ist massiv anstrengend, es dauert bis neue spuren da sind die halt geben. kriegen wir hier zusammen hin.

    meine güte das jahr ist gleich wieder um und hier ist nix geschrieben. ich schreibe irgendwie nur im geschlossenen. klar da muß ich nicht so genau drauf achten was ich von mir gebe. da ist nicht so schlimm wenn ein name da steht.

    bei mir pätschert alles so dahin. wir haben uns in bertingen wo am 1. mai forentreffen ist, einen dauercampingplatz gemietet. haben es nicht so sehr weit dort hin und die ruhe dort ist einfach nur grandios. also wirklich ruhe, absolute stille. wenn nicht gerade rock unter den eichen stattfindet oder der nachbarort einen runden geburtstag hat. da ist dann beschallung bis spät in die nacht. aber ansonsten hört man ab und zu mal nen trecker, das war es. wir fühlen uns da sau wohl.

    im schrebergarten geht es auch stück für stück voran. wie das wetter halt mitspielt, was dieses jahr etwas schwierig war. mit elektrischen maschinen hantieren wir nicht im regen, ergo ziehen sich bauliche projekte in die länge. mein partner ist zudem erster vorsitzender geworden und hat somit dann auch immer wieder andere arbeit zu stemmen. ist dann halt so. macht nichts. wenn es wen stört, guck weg oder mach es, punkt.

    eben ist apfelernte dran, hab gestern etliche flaschen saft und einige gläser apfelmus aus fallobst gekocht, und 2 gläser marmelade aus himbeeren erdbeeren und paar äpfeln. heute will ich mir die birnen vornehmen die unten liegen, zum ernten ist noch zu früh aber das fallobst verrotten lassen ist mir auch zu schade, ist ne sehr leckere lagerbirne die erst richtung weihnachten so richtig reif ist. aber eingekocht ist die auch prima weil sehr fest. mein cousin kommt gegen mittag, der klettert auf die leiter. mein jüngste kommt dann am nachmittag. ich kraxel da nicht mehr hoch, macht mein rücken alles nicht mehr mit.

    meine körbe mit sauberen gläsern stehen im flur und warten das wir in garten fahren, frau hund ist auch schon ganz ungeduldig. schätze es wird zeit aus dem knick zu kommen.

    du mußt vieles in deinem umfeld verändern, nur nicht wollen reicht nicht all zu lange aus. der suchtteufel ist sehr mächtig. es gehört einiges dazu sich dem entgegen zu stellen. du mußt aktiv werden. in vielen dingen. zb alles aus deinem umfeld entfernen was dich ans trinken erinnert. ein wichtiger schritt. hast du das schon angefangen? wäre ansonsten ein guter zeitpunkt es zu tun. das untermauert deinen entschluß und wirkt so bißchen entgegen. aber du solltest auch noch mal bei deinem arzt vorsprechen, evtl kann der dir was verschreiben was dir über die schlimmste zeit hilft.

    hallo mareike

    kann es sein das du bisher immer für andere trocken werden wolltest? tu es doch mal für dich. wir sind etwa im gleichen alter, und auch für uns hat das leben noch eine menge zu bieten wenn man frei von zwängen ist. wir haben noch einige jahre vor uns laut statistik da lohnt es in jedem fall damit man diese auch genießen kann. sei dir mal etwas wert. denn nur wer sich selbst liebt kann es auch an adere weiter geben.

    hallo mareike, du hast es nicht so ernst genommen. diese erkenntniss ist ja dann schon mal ein schritt in die richtige richtung.

    fakt ist, unsere krankheit bleibt uns ein leben lang und ist garantiert tötlich wenn wir uns nicht an gewisse regeln halten. genau wie beim diabetes mellitus, da gibt es auch kein zurück. mit dem unterschied das man da mal etwas sündigen kann ohne gleich tot umzufallen. bei uns ist jede noch so kleine sünde die bewußt begangen wird der weg zurück ins chaos. für uns gibt es kein bißchen. wie schwanger, entweder oder. als ich damals meine thera angefangen habe war der beisitzer ein trockener alki der 18 jahre auf dem buckel hatte. ich hab damals gedacht, meine güte, sooooo lange wie soll ich das nur schaffen. war eigentlich ganz einfach, einen tag nach dem anderen nichts trinken. sind bei mir in 3 wochen dann 24 jahre,

    ich verzichte auf was genau? vollgekotze teppiche und toiletten, zerdeppertes geschirr und deko, brandlöcher überall und nirgends, ewig lange fußmärsche, ständiges überlegen um zu tarnen und vertuschen, verstecke für das zeug suchen und und und. für mich irgendwie kein verzicht. statt dessen gute gespräche, gemütliches beisammensein. und mit dem auto nach hause fahren, egal wann und wo. wichtig ist, wenn der suchtteufel anklopft reden! hier bei uns. und auch so erzählen was so passiert und ratschläge anhören und darüber nachdenken. manchmal tut es ganz schön weh, aber dann ist es genau da gelandet wo man wirklich hingucken muß. lass dich auf jeden fall noch mal durchchecken und dann starten wir hier richtig durch.

    hallo mareike

    schön das du bei uns hilfe suchst. eine shg ist sehr wichtig. nicht sauer sein das wir hier so pingelich sind, wir nehmen uns für jeden hier viel zeit und haben in vielen jahren gesehen wieviel zeit verplempert wird mit leuten die hier ne woche oder 2 schreiben und dann auf nimmer wiedersehen verschwinden. der satz "Ich bin alkoholiker2 kommt eben nur menschen über die lippen die es kapiert haben und daran auch ernsthaft was ändern wollen.

    deine geschichte liest sich fast wie meine, allerdings habe ich die kurve sofort bekommen. was aber nichts heißen soll, viele brauchen mehrer anläufe.

    du sagst du hast am mittwoch 2 kleine schnaps getrunken wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, wie lang war die pause davor? wie oft passieren dir diese episonden das du dir zwischendurch "einen kleinen genehmigst"? und wann hast du überhaupt das letzte mal mit nem arzt über deine sucht gesprochen? ist halt wichtig zu wissen. kalter entzug ist nun mal potentiell lebensgefährlich und hat schon etliche ins grab gebracht.

    ne notwendig ist das nu gar nicht mehr. es würde viel mehr sinn machen wenn er raus geht, freunde findet. seine erkrankung mal anspricht und den anderen klar macht wie mies ihr verhalten ist statt sich nur zu verkriechen. meine tochter steht da hinter ihm, versucht alles mögliche und unmögliche um ihm da beizustehen und ihn zu animieren. der erfolg, er will zu seinem vater ziehen. der kümmert sich aktuell nur um seinen 3. jährigen und der große kann da machen was er will. absolut keine gute idee.

    moinsen

    das kenn ich von meinem ältesten enkel, der klebt am liebsten auch nur an irgend welcher elektronik. der hat die ersten jahre seines lebens im kh in isolation verbracht und sein tablet war sein tor zur welt. das haben wir nie mehr raus bekommen, er ist durch seine krankheit auch viel kleiner als seine altersgenossen und wird daher auch ständig diskriminiert was es nicht einfacher macht ihn nach draußen zu bekommen. meine tochter hat eben sehr große probleme damit.

    boah ich hab das hier überhaupt noch nicht gesehen, wenn ich hier immer vom handy aus reingucken entgeht mir ja ein haufen. ich muß das mit hase besprechen, im oktober soll die renovierung von unserem vereinsheim fertig sein und wir wollen dann ein fest ausrichten, und da ich im festausschuss bin heißt das einiges an arbeit. aber ich weiß ja nicht wann, wenn es vorher ist wäre es kein probelm, abgesehen von der strecke. da muß ich auch noch mal in ruhe gucken. melde mich aber zeitnah.