Beiträge von dorothea

    hallo mini

    da bin ich nu aber froh das so weit alles ok ist. ja die hoffnung stirbt zuletzt, ist ja auch alles nicht so einfach, und das dir vor der verhandlung graut ist auch klar. halt uns hier doch einfach auf dem laufenden, das hilft auch dir dabei deine gedanken zu sortieren und langsam aber sicher mehr distanz zu bekommen. denn die ist einfach wichtig. wenn man so mitten drin ist in dem ganzen dilemma sieht man eben den wald vor lauter bäumen nicht. das ist normal.

    doro

    hallo

    welches organ baut die wirkstoffe der pille ab und wie verkraftet das das auf dauer?? auch die leber? auch hin in paar jahren?? nix genaues weiß man nicht. ganz klare suchtverlagerung in meinen augen, und statt den brauereien kassiert die pharmaidustrie. ich sehe das genau wie methadon für heroinabhängige, sie kriegens vom doc nicht vom dealer, süchtig sind sie aber immer noch.

    könnte evtl für schwerst abhängige in frage kommen um die ersten tage der therapie trocken zu überstehen, aber als alternative dazu seh ich das ganz sicher nicht. das ist, als wenn ich mir das bein breche und mich dann durch die gegend tragen lasse statt es zu schienen, laufen werde ich so nie wieder können. für mich ist das augenwischerei.

    doro

    hallo bleegle

    krank ist man doch nicht nur wenn man sich die haxen gebrochen hat oder die grippe einen schüttelt. du bist nervlich völlig neben der spur, nicht belastbar, kriegst deinen job wohl kaum auf reihe, somit bist du arbeitsunfähig. sag deinem doc ganz ehrlich was los ist und wie es dir geht, damit er/sie dich gescheit behandeln kann. bei sowas schreiben die ärzte dann auch schnell mal 2 wochen auf, denn im gegensatz zur grippe ist das nicht in paar tagen gegessen und das wissen die. du bist da ganz sicher nicht die erste die mit so einem problem kommt. da brauchst du dir auch ganz sicher kein schlechtes gewissen zu machen. du willst ja nicht nen gelben schein um dir nen urlaub zu ergaunern, auch psychische erkrankungen sind erkrankungen.

    doro

    hallo finchen

    ich bin alkoholikerin, und kann dir nur sagen, wenn er auf die ansage was ändern zu wollen nicht reagiert dann geht er davon aus das das mal wieder so enden wird wie all die vielen gespärche zuvor, er hält sich bischen zurück und dann bist du wieder das brave frauchen das spurt.

    du kannst dieses leben so nicht mehr ertragen, du hast freude an dem gedanken allein zu leben, dann ist doch eigentlich alles klar. würdest du auch solche rücksicht auf deinen mann nehmen wenn er kein alki wäre und ihr euch einfach so auseinander gelebt hättet. wohl kaum. er ist schon groß finchen, er kann das, wenn er will, auch allein. und wenn er nicht will solltest du das nicht zu deinem problem machen, das ist ganz allein seins. genau das wirst du ihm mit einem auszug deutlich machen. du sagst ja selbst das es ein zurück geben kann wenn er sich bewegt, also ist das völlig in ordnung so. er hatte genug zeit zum handeln, er will nicht, ergo ist es dein recht zu gehen. so seh ich das.

    doro

    hallo melody

    ich sage es jetzt mal so knall hart wie es ist, es ist nicht einfach jemandem beim sterben zu zu sehen, denn darauf läuft es ja hinaus so wie du es schilderst. das du damit ganz schön zu kämpfen hast kann sich wohl jeder vorstellen.

    das mit der schuld ist in meinen augen so ne sache für sich. ich bin selbst alkoholikerin, und kann nur sagen, logisch hab ich mir das zeug selbst in kopf gegossen, aber ganz sooo einfach ist das eben nicht. das ist hier nun aber nicht sooo wichtig, wie geht es dir und deinem mann, das ist hier wichtiger jetzt.

    das du nicht weißt was du schreiben sollst zeigt mir wie durcheinander du bist und in welchem gefühlschaos du steckst. vielleicht versuchst du mal das hier in worte zu fassen, erzähl uns wie es dir geht. dann bekommst du dann auch ein größeres feetback. deinem schwiegervater kann hier keiner helfen, aber wir können dir helfen dein kopfkino zu sortieren.

    doro

    hallo katharina

    also bei uns konnten die angehörigen auf wunsch auch allein mit dem therapeuten reden oder eben auch als familie, ganz wie man wollte. 2 termine waren im monat dafür fest vorgesehen und vom kostenträger voll gedeckt. ich hatte wöchentlich ein gruppentreffen und monatlich 2 einzelgespräche, bei bedarf auch mehr und dann eben noch die 2 für angehörige wo auch die kinder mal mit waren, nur mein mann nicht, er hat ja bis heute kein alkproblem, :? seine sache, wenn er meint. war jedenfalls sehr hilfreich.

    doro

    hallo katharina

    mit der einschätzung liegst du nicht falsch. für menschen die noch ein einigermaßen stabieles umfeld haben ist das eine gute lösung. ich habe auch eine ambulante therapie gemacht. mir stand dabei auch immer die option offen in eine stationäre zu wechseln wenn ich es nicht geschafft hätte trocken zu bleiben. auch gab es dort die möglichkeit 2 mal im monat ein angehörigen-gespräch in anspruch zu nehmen. so konnten auch aufkeimende probleme die in den co-bereich fallen zeitnah bearbeitet werden. und das finde ich eben so wichtig.

    doro

    moin katharia

    sucht ist eine üble krankheit, sie veränder eben nicht nur den erkrankten. auch das umfeld fängt ja an sich nach außen abzuschotten und verliert so den kontakt zur realität. ist leider so. sucht macht alle beteiligten krank. deswegen müssen auch alle gemeinsam und doch jeder für sich schauen was das mit ihm/ mir gemacht hat. es haben sich alle verändert und deswegen kann auch nicht einer beim ist stehen bleiben wenn es wieder ein wir geben soll. es ist nicht einfach, aber wenn man die zusammenhänge erst einmal erkannt hat, durchaus zu bewältigen.

    ich wünsche euch von herzen das ihr alle es schafft wieder ein wir zu finden.

    doro

    moin ihr zwei

    natürlich muß man schwimmen um da raus zu kommen. doch dazu muß man ja auch erst merken das man am ersaufen ist. und man muß auch das rettungsboot als solches erkennen. wenn man es in seinem suchtwahn für nen zerstörer oder piraten hält....

    ich habe einfach mal aus meinem erlebten verucht deutlich zu machen welche schreckgespenster ich gesehen habe, was mich gehindert hat zu handeln als ich meine sucht erkannte. denn es ist ja nicht so das man merkt da ist was falsch und dann schwups zum arzt geht. diese sätze wie, "ich kann das nicht weil" die hören wir doch hier wirklich täglich. wir wissen das das meistens unsinn ist. nur dürfen wir eben nicht übersehen das es sich dabei um das handelt was der betroffene grade tatsächlich empfindet. für die betroffenen, egal ob alki oder co, sind diese gespenster real. egal wie, ich möchte es mal irre nennen, das von außen aussieht.

    ich habe, wie ich heute weiß, völlig irre phantasien gehabt. ich habe genau gewußt was ich mit meiner sucht anrichte, habe aber aus angst vor diesen "bedrohungen" nicht handeln können. saß wie der hase vor der schlange, die nicht existierte. ich möchte damit einfach nur mal verdeutlichen warum ein süchtiger nicht unbedingt sofort handelt wenn er sein tun erkennt, weil ich meine das das die frage nach schuld doch deutlich relativiert.

    schuld bin ich wenn ich etwas in klarem bewußtsein tue, alles was ich aus einer krankhaften psychose heraus tue kann man nicht als schuld bezeichnen, denn es entspringt ängsten die einen treiben.

    doro

    hallo huck

    ich denke du wirst dich im endeffekt gar nicht groß entschuldigen müssen. sei einfach pünktlich da wann immer du es versprochen hast, kümmer dich um deinen sohn, sei ein vater. der rest kommt von ganz allein. ich habe 4 kinder und sie sind glücklich das ich nicht mehr trinke und eine mama bin auf die sie zählen können. letztendlich zählt die liebe, und da sagen taten mehr als 1000 worte. machs dir nicht unnötig schwer. da mußten wir alle mehr oder weniger durch, das wird schon.

    doro

    hallo huck

    ich kann mich noch gut daran erinnern wie das bei mir war die erste zeit. alles andere als schön. nur habe ich nach ner weile gemerkt das mich selbstvorwürfe nur zermürben, sie haben ähnlichkeit mit dem selbstmitleid in dem man im suff ja in schönster regelmäßigkeit versinkt. das habe ich bald möglichst schnell bei seite geschoben. nicht das ich was vergessen hätte, nein ich habe es ne ganze zeit ganz bewußt nicht angeschaut. erst als ich ne gewisse stabilität gewonnen hatte habe ich mir die sachen vorgenommen. ich habe die leute die mir wichtig waren darauf angesprochen, mich entschuldigt, mit ihnen darüber geredet. ich konnte mir da dann auch kritik anhören ohne zu verzweifeln. aber die war wirklich seeeehr selten. die meisten haben ganz toll reagiert, mir verziehen und mir wieder die hand gereicht.

    wir können vergangenes nicht ändern nur das jetzt anders leben.

    doro

    hallo micha

    das verhalten deiner frau und deiner eltern ist hier als typisch für co abhängignkeit zu sehen. und auch sie müssen lernen los zu lassen. wir mußten lernen den alk und unsere probleme los zu lassen und sie müssen lernen die kontrolle, bevormundung falls vorhanden, und die verantwortung für dich los zu lassen. alkoholismus verändert nich nur den betroffenen sondern auch das komplette nahe umfeld. loslassen ist für alle beteiligten wichtig damit wieder ein selbstverantwortliches miteinander zustande kommt. alle müssen schauen wo veränderungen erfolgten und welche besser wieder geändert werden. wenn da eine seite nicht mitgeht ist das chaos vorprogrammiert. gemeinsam geht wirklich nur wenn alle schauen wo es hakt. deine frau ist doch sicher zu mehr fähig als dich zu schützen und zu stützen, es gibt so vieles was man gemeinsam machen kann. ich bin sooo froh nun einen partner zu haben der auch mir mal was abnimmt. ( mein ex ist auch abhängig und in der beziehung mußte ich trotz eigener sucht alles machen) ich kann mich anlehen und mich darauf verlassen das erledigt wird was versprochen wird. klar mußte ich das auch erst lernen, aber ich bin sehr glücklich damit.

    vielleicht würde es deiner frau gut tun mal ne selbsthilfegruppe für co´s zu besuchen.

    doro

    hallo engel

    ich kann mich micha nur anschließen, er spricht mir aus der seele. auch ich konnte mich die erste zeit nur um mich kümmern, alles andere lief irgendwie so nebenher. das hat gut ein jahr gebraucht bis ich mit mir so weit im reinen war das ich mich wieder um andere dinge mit der nötigen aufmerksamkeit kümmern konnte. das hatte auch nichts mit lieblosigkeit oder so zu tun, sondern resultierte einfach daraus das ich all meine kraft brauchte um den ganzen mist der sich in sooo vielen jahren aufgestaut hatte, aufzuarbeiten. diese zeit solltest du deinem partner zugestehen und auch für dich nutzen an dir zu arbeiten. denn auch du hast über jahre an der seite eines nassen alkoholikers dein verhalten verändert. nutzt sie jeder für sich und vor allem gebt und nehmt sie euch auch.

    nicht jede beziehung übersteht diese zeit, aber auch nicht jede zerbricht daran. wenn ihr beide euch darüber klar seit das die nächste zeit eher oberflächlich wird was gemeinsames angeht, dann habt ihr ne gute chance wieder zum wir zu finden.

    doro

    huhu doro

    erst mal hoffe ich das du spaß hattest auf deiner reise.

    so und nu zur schuld oder nichtschuld, wer weiß das schon.

    fakt ist, ich habe angefangen zu trinken um meine ängste und schlechten gefühle zu betäuben, ich hatte kein selbstwertgefühl, dachte alle verachten und verar... mich. ich denke das es damals auch oft so war weil ich mich in meiner schwachheit nicht gewehrt habe. warum?? keine ahnung, bin ich so? war ich so erzogen? dann wäre mama schuld, wollte sie das so? sicher nicht. da spielen sehr viele faktoren eine rolle. das heute aufzudröseln sehe ich als zeitverschwendung an.

    ebenso fakt ist, ich habe mit 1-2 bier angefangen, die trinkt auch heute fast jeder erwachsene mal, ist ja auch nichts bei. damit gings mir besser. es wurde leise schleichend immer mehr denn ich habe meinen körper ohne es zu merken oder mir darüber gedanken zu machen daran gewöhnt, und um eine wirkung zu haben mußte eben die menge steigen. das ist mir überhaupt nicht in den sinn gekommen das ich in ne abhängigkeit geraten könnte. ich bin mir sicher, wäre mir der gedanke gekommen hätte ich damit aufgehört. mir ist wirklich erst klar geworden was ich da eigentlich tue als ich bereits abhängig war.

    es gab viele versuche mich vom alk zu lösen, ohne nu angeben zu wollen, ich bin nicht dumm, daher dachte ich auch das über den willen und nachdenken irgendwie in den griff zu kreigen. es hat lange gedauert bis ich dann endlich kapituliert habe, bis ich begriffen habe das sucht nichts mit verstand und logik, bzw. der abwesenheit der selben, zu tun hat. das sucht ihre eigene dynamik hat die man eben nicht mit bloßem willen packen kann.

    ich habe grade meinen kindern gegeüber viel schuld auf mich geladen, das ist mir völlig klar, das wußte ich auch schon als ich noch soff. das tat mir immer furchtbar weh denn ich liebe sie nun mal über alles, bloß den weg raus aus dem ganzen mist den habe ich nicht gesehen. da war zum einen die angst vor der meinug der andern wenn das raus kommt (lächerlich ich war die einzige die dachte das merkt niemand) aber was schwerer wog war die angst die kinder zu verlieren wenn ich mich offen an stellen um hilfe wende. logisch ist das völlig gaga, aber das ist die krankheit die mich da gesteuert hat und jahre lang im sumpf festhielt.

    man hat als süchtiger völlig krause gedanken, totall irre phantasien, absolut beknackte und unlogische ängste. jeder nüchtern denkende mensch schüttelt da nur den kopf, nur für mich war das realität. da hätteste mir sonst was sagen können, in meinem kranken hirn waren diese "bedrohungen" so real wie ich grade am pc sitze. da wollten die mir nicht helfen, nein die wollten mich alle nur wegsperren und mir die kinder wegnehmen. so habe ich gedacht und da heraus dann auch völlig parapniod gehandelt.

    wo will man da nun wirklich ansetzen, wo schuld zuweisen. ich kann nur sagen ich habe den absprung geschafft und will da niiiiiiiie wieder hin, denn diese welt ist grausam. meine kinder haben mir verziehen denn nun bin ich eine andere mama.

    vielleicht kannst du damit bischen was anfangen würde mich freuen.

    doro

    hallo lilolitta

    von mir kreigste erst mal zur begrüßung ein licht damit du dich im wald zurecht findest. denn das erste licht hast du ja schon an gemacht als du dich hier angemeldet hast.

    hier findest du immer jemanden der dich versteht und dir zuhört. mich eher weniger denn ich bin alki und im co bereich nicht sooo oft unterwegs.

    ich würde dir raten, grade wo du schwanger bist, zu deiner örtlichen drogenberatungsstelle zu gehen. die arbeiten in der regel mit allen möglichen und unmöglichen stellen zusammen, die können dir sagen wie es weiter gehen soll und auch wer dir nötigenfalls beim umzug helfen kann. allein, mit kleinkind und babybauch kann man dir das ja nu nicht wirklich zumuten.

    wir hier können dir helfen deine gefühle und sorgen zu sortieren, dir mut zusprechen das du deinen weg gehen kannst und sicher auch gute tipps wie du mit der reaktion deines mannes umgehen kannst, denn die wird ja nicht ausbleiben. du solltest ihm meiner meinung nach noch nichts von deinem entschluß sagen bis du alles so weit in trockenen tüchern hast. du hast noch keinen rückzugspunkt und das ist in deinem zustand alles andere als hilfreich.

    doro

    hallo mini

    haben deine kinder den krawall nicht mitbekommen?? ich meine sooo tief schläft doch kein kind. bring denen bei sofort die polizei zu rufen wenn sowas noch mal vorkommt, notfalls besorgen ihnen ein handy damit sie ihr zimmer nicht verlassen müsse. irgendwo ist sicher ein gebrauchtes günstig aufzutreiben und ne prepaidcard kostet ja auch nicht die welt. vor allem mach die tür nicht auf sondern greif zum telefon. kann dir doch nu wirklich wurscht sein ob durch seinen krawall die nachbarn wach werden, die scheinen ja einen besonders tiefen schlaf zu haben nachdem dir bei dem vorfall niemand geholfen hat. sprich mal mit der nachbarschaft, geh in die offensive, warum solltest du dich schämen darum zu bitten die augen auf zu halten und notfalls die polizei zu rufen. verkriech dich bloß nicht, zeige stärke.

    doro