hallo
bei mir schwankte die selbstbewertung mit dem pegel, mal war ich die größte, mal die arme sau die keiner lieb hat. mir war aber trotz allem irgendwo auch klar was ich da tue, nur fand ich einfach die bremse nicht.
bin ich wieder die alte? nein, gott sei dank nicht. bevor ich anfing zu saufen war ich schüchtern, hatte mal null selbstvertrauen, selbstbewußtsein. ich kam mit mir selbst nicht klar, das habe ich mit alk betäubt, das hat mich in die sucht geführt. heute bin ich lange nicht mehr wie früher. ich sage was mir nicht passt statt es zu schlucken und still zu leiden, ich weiß wer ich bin und renne nicht mehr mit gesenktem kopf durch die gegend. hört sich jetzt vielleicht bekloppt an, aber ich bin irgendwo dankbar diese krankheit durchlebt zu haben, um trocken zu werden mußte ich mich und mein ganzes leben in frage stellen, ich mußte hinschauen was schief ist. ich mußte diese schieflage ändern. auf einer seite bin ich nicht mehr die alten, in vielem aber dann doch. es ist eine entwicklung, eine metamorphose die ich bei allen hier die trocken geworden sind als ausschließlich positiv ansehe.
in wie weit du mit den veränderungen deines mannes klar kommst wird die zeit zeigen, jetzt schon irgend welche aussagen dazu zu machen halte ich für gefährlich. es gibt ehen die dadurch aufgeblüht sind, andere sind gescheitert. verändern müssen sich beide und ob das in die gleiche richtung geht oder in entgegen gesetzte mußt du einfach abwarten.
doro