hallo blizzard
meine ambulante ist ja nun schon ein weilchen her, wir waren einmal die woche 2 stunden im gruppengespräch und einmal im monat eine stunde einzelgespräch, und eine stunde familiengespräch. es lief so ab wie bei dir, wochenbericht jedes einzelnen und dann etwas thematisiert was einem der gruppe probleme machte.
mir war damals auch nicht ganz klar was mir das bringen sollte, im endeffekt weiß ich nun aber das wir dadurch so ganz nebenbei lernten probleme zu lösen, darüber nachzudenken, heraus zu finden wo ein ausweg ist. bei den eigenen hatten man ja immer die tendenz zur flasche. auch hat man ja mit der zeit in der gruppe einen stellenwert bekommen, eine gewisse achtung der anderen erfahren, das sind ja alles so dinge die uns durch die sauferei doch abgegangen sind.
bei mir hat das ne ganze weile gedauert das zu kapieren, ich bin ein jahr dort hin gegangen. ein schlüsselerlebniss war für mich auch das ich dort ziehmlich zum ende der therapie gemerkt habe das 2 der dort anwesenden herren an mir rumgebaggert haben, wie soll ich das jetzt erklären, vorher nahm ich derartige versuche immer so auf, der will mich vera...., ich war mir nichts wert und habe daher auch nicht geglaubt das ich jemandem was wert sein könnte. alle derartigen versuche waren für mich ein grund dicht zu machen weil ich davon ausging es ist ein versuch mein vertrauen zu erschleichen und mich dann bloß zu stellen. die beiden waren beide nicht mein typ, deswegen bin ich halt auch nicht darauf eingegangen, meine therapeutin fragte mich in einem einzelgespräch ob ich denn das nicht merke, ich sagte ihr das ich das bei den beiden nicht merken will, da meinte sie dann, na gut, dann brauchen wir für sie keine verlängerung beantragen, sie habens kapiert.
mein problem war mein selbstwertgefühl, meine selbstachtung, die eben vorher nicht da war. in so fern hat mir diese therapie sehr geholfen, auch wenn ich anfangs nicht wirklich sah wie mir das alles helfen soll. ich hatte aber auch wirklich tolle psychologen. und was ich auch ganz wichtig fand, es war immer ein langzeittrockener mit in der gruppe, der auch ab und an den therapeuten, wie soll ich sagen, mal nen schubs gab wenn er das gefühl hatte es passt was nicht. das ging ganz selbstverständlich, ohne kompetezgezänk oder so. eben ein gleichwertiges team. das war sehr hilfreich.
doro