Beiträge von dorothea

    Mein Körper war jetzt frei vom Gift, aber nicht mein Kopf. Die wirkliche Arbeit stand mir jetzt bevor und Probleme gab es mehr als genug. Das erste nahm mich gleich bei meiner Entlassung in Form meiner Schweigermutter in empfang. Den ganzen Weg nach hause hagelte es Vorwürfe. Wie ich meinen Mann so blossstellen konnte indem ich mit meiner Sauferei ins Krankenhaus gehe anstatt einfach damit aufzuhören.

    Zuhause empfing mich ein Kasten Bier gleich hinter der Tür. Mein Mann war arbeiten, die Grossen in der Schule die Kleinste bei meiner Mutter. Ich habe mich umgezogen, bin zum Bus gedackelt und erst mal zu meiner Mutter die Kleine abholen. Dann habe ich mich um meine Termine gekümmert.

    Bei der Suchtberatung war mir sehr schnell klar das ich eine ambulante Therapie wollte, schon wegen der Kinder. Davon war der Therapeut nicht sehr begeistert nachdem er hörte das mein Mann auch säuft. Hat dann aber nachgegeben weil ich stur und dumm wie ich damals war sonst sicher nicht gegangen währe. Auf einer Option hat er aber bestanden, das, sollte ich trinken die Therapie sofort in eine stationäre gewandelt wird. Damit konnte ich leben, ich wusste zwar nicht was ich wollte, aber dafür sehr genau was ich nicht wollte und das war je wieder Alkohol trinken.

    Bis die Therapie beginnen konnte wurde ich in einer sogenannten Auffanggruppe betreut. Wir trafen uns ein mal die Woche. Ich stolperte zwar täglich über irgendwelche Flaschen blieb aber eisern. Ich hatte das Gefühl das mein Mann noch mehr Alk als sonst nach hause schleppte um mich zum Rückfall zu verleiten. Dieser Gedanke hat mich richtig wütend gemacht und nun wollte ich es Ihm erst recht zeigen das ich ohne kann. Wie oft habe ich meinen Sohn gebeten die Flaschen zu verstecken das ich sie nicht sehen musste.

    Die Therapie lief dann so ab, das ich jede Woche 3 Stunden Gruppengespräche hatte, dazu kamen noch alle 14 Tage Einzelgespräche, bei Bedarf öfter, und 1 mal im Monat ein Gespräch mit den Angehörigen. Dahin kam mein Mann natürlich nie mit. Ich bin da 1 Jahr lang brav hingedackelt und habe mit meiner Diskutiererei und Sturheit die Therapeuten jede menge Nerven gekostet. Sie waren so manches mal der Meinung ich bin kurz vor einem Rückfall, schon erst recht wenn zu hause immer Alkohol rumsteht.

    Mir war schon klar das es sehr viel einfacher gewesen wäre wenn ich mich damals schon von meinem Mann getrennt hätte. Ich hatte damals die Hoffnung ihn doch noch zu überzeugen auch aufzuhören.

    Ich habe lange rumgeeiert, aber nicht getrunken. Kurz vor Ende der Therapie ist dann etwas mit mir passiert es hat irgendwie klick gemacht. Ich weiss nicht wie ich das beschreiben soll. Von Heute auf Morgen habe ich meine Art zu denken geändert. Die Krankheit also solche akzeptiert. Ich habe begriffen das es Dinge gibt die ich einfach nicht ändern kann, egal was ich tue, die ich einfach so hinnehmen muss. Von da an brauchte ich nicht mehr gegen den Alkohol zu kämpfen, er war mir egal geworden. Es störte mich nicht mehr, wenn jemand neben mir stand und trank, kein Neid mehr das ich das nicht mehr darf. Keine Verzichtsgefühle mehr. Es gab nur noch "ich will nicht, weil ich es nicht mehr brauche."

    Ich hatte mein Ziel erreicht, ich war zufrieden trocken. Die Therapie war zu ende, den Führerschein bekam ich danach auch schnell zurück. Mein Leben normalisierte sich. Ich habe noch ein Jahr lang versucht nun auch meine Mann zur Therapie zu bewegen, aussichtslos, er war seiner Meinung nach ja nicht abhängig. So haben wir uns schliesslich getrennt. Er hängt immer noch an der Flasche.

    Es war natürlich nicht einfach die erste Zeit allein mit den Kindern. Das Geld war knapp, aber auf jeden Fall besser als der ewige Streit. Ich fand bald wieder einen Minijob und es wurde leichter. Meine Grossen fingen an mich mit in die Disco zu nehmen, ein sehr kleiner, fast familiärer Laden. Ich habe mich dort sehr schnell mit den Stammgästen und dem Personal angefreundet, meine Krankheit habe ich nicht verheimlicht. Keiner hat ein Problem damit das ich nicht trinke. Die Meisten setzen sich mit einem Kaffee oder einer Kola zum klönen zu mir weil ich immer ein offenes Ohr habe und nie benebelt bin.

    Ich habe heute wieder einen grossen Freundeskreis, das alter reicht von 18-80. Ich habe Selbstvertrauen, weiss wer ich bin, kann über mich selbst lachen. Ich muss es niemandem mehr recht machen, ich bin nur noch für mich und meine Kinder verantwortlich. Ich bin glücklich. Dazu trägt auch mein neuer Lebensgefährte bei den ich vor gut einem Jahr in "meiner" Disco kennen gelernt habe. Er ist mir ein aufmerksamer Gefährte und meinen Kindern ein liebevoller Vater. Einfach ein Traummann.

    Es war ein sehr langer harter weg bis hier her, ich bin glücklich ihn gegangen zu sein.

    Mein grösster Dank gilt meiner Nachbarin, danke Marianne, du hast mir das Leben gerettet.

    Wo fängt man an, wenn man anderen Mut machen will ihr Leben ohne Alkohol zu leben, ich fang mal bei heute an.

    Ich bin 43 Jahre alt und Mutter von 4 Kindern im alter von 19,18,14 und 7, lebe von meinem Mann seit 3 Jahren getrennt und bin seit 5 Jahren trocken, die letzten 4 zufrieden trocken.

    Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, sehr behütet, in dem jeder jeden kannte. Zur Schule ging es dann in den nächst grösseren Ort. Dort wurde mehr oder weniger der Grundstein für meinen Lebensweg gelegt. In der Schule wurde ich gehänselt, die kleine Doofe vom Dorf, dann noch geschiedene Eltern. Mein Selbstbewusstsein wurde im Keim erstickt. Ich traute mir nichts zu, bekam immer mehr Komplexe.

    Das ich mich auch in meiner Jugend nicht traute in die Disco zu gehen, oder sonstige Jugendveranstaltungen zu besuchen versteht sich von selbst. Bis 14, 15 etwa habe ich mit den Jungen im Dorf Fussball und so gespielt. So mit etwa 16 fingen wir an in der Dorfkneipe rumzuhängen, Knobel und Karten spielen. Natürlich wurde dort auch getrunken, welches ausmass das alles hatte ist mir erst im Nachhinein klar geworden.

    Dort lernte ich auch recht bald meinen späteren Mann kennen, 12 Jahre älter als ich und damals schon recht gut dabei mit dem trinken. Naiv wie ich war habe ich das damals auch nicht gesehen, ich war auch nicht sehr wählerisch mit meinem angeknackten Selbstwertgefühl.

    Mit nicht einmal 20 war ich dann verheiratet, habe einen Beruf gelernt. Wir gingen beide arbeiten und haben unsere Freizeit mehr oder weniger in der Dorfkneipe verbracht. Dort wurde gespielt, natürlich darum wer die nächste Runde bezahlt. Zu dem Zeitpunkt konnte ich noch jederzeit auf alkoholfreie Getränke umschwenken. Aber die Gewöhnung und damit die Toleranz nahmen stetig zu.

    Mit 24 bekam ich unseren Sohn, die 2 Zimmerwohnung wurde zu klein, wir brauchten ne grössere Wohnung, im Dorf war nichts frei, also in den nächsten Ort. Das hat alles ne weile gedauert. Kaum waren wir dort eingezogen merkte ich das ich wieder schwanger war.

    Ich hatte mittlerweile einen Minijob, aber in dem neuen Ort keine Freunde gefunden. Mein Mann fuhr täglich um 17 Uhr in die Kneipe, ich sass mit Kind Arbeit und Haushalt allein zu hause. Als meine Tochter dann geboren war, wurde alles nur noch schlimmer, ich war immer allein und völlig überfordert. Mein Mann kümmerte sich um nichts und ich fing an abends Bier zu trinken, aus ein bis zwei Flaschen wurden recht schnell mehr.

    Mir war bald klar das ich ein Problem hatte, aber die Scham, die angst liessen mich nicht handeln. Ich soff weiter. 4 Jahre später war ich wieder schwanger und gab meinen Minijob auf. Meine Familie lieh uns Geld das wir bauen konnten und aus der kleinen Wohnung raus kamen. auch hier glänzte mein Mann ehre mit Abwesenheit, Ich frage mich heute oft wie ich das damals alles geschafft habe. Ich habe trotz der Schwangerschaft öfter getrunken. die Sucht hatte mich voll im griff.

    Das Geld reichte nicht mehr zum weggehen, mein Mann soff nun auch zu hause und hat seine Unzufriedenheit an uns ausgelassen. Streit, Suff und Scham lösten einander ab und die zeit verging. Als meine Jüngste Tochter 7 war merkte ich das ich wieder schwanger war. Ich war tot unglücklich, hatte furchtbare angst um das ungeborene, konnte mich aber jetzt immer noch nicht aus dem Teufelskreis befreien. auch dieses kleine Mädchen ist Gott sei dank gesund.

    Es sollten noch 2 weitere Jahre vergehen bis ich endlich die kurve bekam. Ich soff mittlerweile manchmal schon am Vormittag, meine Kinder litten furchtbar, all das war mir soooo klar, ich wollte das alles nicht mehr, wusste mir aber irgendwie nicht wirklich zu helfen, ich schämte mich so unendlich so versagt zu haben.

    Dann kam mein Tag, ich hatte aus lauter Wut und Frust schon am Vormittag getrunken. Ich bin dann zum Einkaufen gefahren statt zu laufen, warum ich das tat weiss ich nicht, ich kann mich daran nicht erinnern, Alkohol war noch genug da. Als ich nach hause kam erwartete mich die Polizei, all das ist in dichtem Nebel, ich weiss es nur aus dem Protokoll. Es folgte Blutabnahme und Führerscheinentzug, die Beamten waren so nett mich wieder nach hause zu bringen.

    Kurz nachdem ich mich völlig verzweifelt wieder meiner Flasche zugewandt hatte klingelte es. Meine Nachbarin stand vor der Tür und bot mir Hilfe an. Ich bin Ihr heute noch soooooo unsagbar dankbar. Sie rief bei meinem Hausarzt an und machte einen Termin für den nächsten morgen, ebenso bei der Suchtberatung.
    Ich bekam auch gleich die Zusage zur stationären Entgiftung am nächsten Tag. Ich fing noch im Suffkopp an meine Koffer zu packen. Meine Nachbarin rief dann noch meine Mutter an das sie am nächsten Morgen kam um sich um die Kinder zu kümmern.

    Am nächsten Tag pünktlich um 7 stand sie wieder auf der Matte, packte mich samt Koffer in ihr Auto und brachte mich erst mal zum Arzt, der hatte die Einweisung schon fertig, sagte mir das er mich nicht untersuchen muss, da das ja gleich im Krankenhaus geschieht. Er hat mir alles gute gewünscht und gesagt das ich kommen soll wenn ich entlassen werde.

    Danach ging es zur Suchtberatung. Dort wurden meine Daten aufgenommen und mir einige Möglichkeiten der Therapie erklärt. Da ich noch nicht nüchtern war, sollte ich mich erst nach der Entgiftung entscheiden, hierfür haben wir dann gleich einen Termin gemacht. Von hier aus ging es dann direkt ins Krankenhaus.

    Auch hier wurde ich sehr nett und keinesfalls abfällig behandelt. Ich bekam Medikamente die die Entzugserscheinungen dämpfen. Die ersten Tage habe ich so fast verschlafen. Mein Mann hat mich in der Zeit 1 mal besucht und mir nur Vorwürfe gemacht, das hat mich erst recht in meinem Beschluss bestärkt das ich das nicht mehr will.

    hallo an alle

    immer wieder lese ich hier, das gerade frauen mit kindern große angst davor haben sich profesionelle hilfe zu holen, weil sie fürchten man nimmt ihnen die kinder weg. diese angst hat auch mich lange zaudern lassen und mich weitere jahre meines lebens gekostet.

    ich habe mich daher entschlossen meine lebensgeschichte hier reinzustellen, und eine art tagebuch anzuschließen. ich möchte damit aufzeigen das es auch mit mehreren kindern und völliger mittellosigkeit möglich ist aus dem teufelskreis alkohol raus zu kommen und wieder ein glückliches leben zu führen.

    sicher ist auch jetzt nicht alles rosa rot bei mir, nur weil ich trocken bin machen ja alltagsproblema nicht plötzlich nen bogen um mich. aber mit klarem kopf sind sie viel einfacher und eher zu lösen als mit nem dicken kater.

    ich hoffe sehr das ich mit meiner geschicht doch einigen die angst nehmen kann und sie den mut finden die ersten schritte zu unternehmen um ihr leben zu retten.


    doro

    hallo leute

    da is kein alk drin und im mund wird vor ner spritze nicht desinfiziert. aber man MUSS aus selbstschutz sowieso alle behandelnden ärzte aufklären, denn wenn die das nicht kapieren wer denn dann. hier ist scham nun wirklich am aller falschesten platz.

    doro

    hallo blizzard

    dann gratulier ich dir mal zu den 101 tagen. sicher ist es notwendig sich gedanken über die zukunft zu machen, du machst es aber richtig indem du deine krankheit klar in deine überlegungen einbeziehst und nichts übers knie brichst. hier ist es manchmal besser noch ne weile nichts zu tun als das falsche und dann wieder von vorn anfangen zu müssen. vielleicht entdeckst du ja während der therapie möglichkeiten die dich weiter bringen.

    doro

    mach das moni

    das ist ganz wichtig du spielst sonst mit deinem leben und was macht dein sohn dann. du bauchst wirklich keine angst zu haben, es nimmt dir niemand dein kind weg wenn du ins kh gehst. sonst würde man dich ja dafür bestrafen das du krank bist. tu es einfach ohne lange darüber nach zu denke. du kannst es dir kaum vorstellen wie befreiend es ist endlich den ersten schritt zu machen hab keine angst.

    doro

    hallo angel

    die gleichen ängste hatte ich auch, was wird aus meinen kindern wenn ich mich oute. kein mensch nimmt dir die kinder weg wenn du was gegen deine krankheit tust, evtl aber wenn du nichts tust. es wird ja viel schlimmes zeug in den medien über die ämter berichtet, fackt ist, das du vom jugendamt eher hilfe zu erwarten hast, denn es ist allen klar das die kinder bei einer gesunden mutter besser aufgehoben sind als irgend wo anders. lass dich da nicht ins bockshorn jagen, wenn du etwas unternimmst wird dir geholfen, evtl sogar ne betreuung bei dir zu hause während du im kh bist das die kinder in ihrer gewohnten umgebung bleiben können.

    da gibt es nicht nur vom jugendamt hilfen sondern auch von kirche (caritas, diakonie usw) drk und und und. gibt ja auch tausend andere gründe warum ne alleinerziehende mutter mal ins kh muß. ruf doch mal bei der suchtberatung in deiner gegend an, die können dir hier sicher einiges raten.

    doro

    hallo angel heart

    mir gings damals furchtbar und allein ging nichts, ich bin trotz 4 kindern, die jüngste war 2 für etwa ne woche ins kh, danach hab ich ne ambulante therapie angehängt. ging alles hals über kopf und ich konnte bis heute trocken bleiben.

    geh morgen zum arzt, wenns dir zu schlecht geht heute ruf den notdienst, trink sehr viel wasser oder tee. du machst grade nen kalten entzug und das ist lebensgefährlich, wenn alle stricke reißen trink lieber was bevor du umfällst. das hört sich jetzt blöd an ist aber wirklich für deine gesundheit besser im moment.

    doro

    hallo hoffnungslos

    die ironie an der sache ist ja, das kaum jemand alkohol als droge sieht.
    ich habe gestern einen bericht im fernsehen gesehen, da wurde gesagt würde man den alk erst heute entdecken hätte er absolut keine chance legal in den verkauf zu kommen!!! leider "erfand" man ihn schon in der jungsteinzeit. unsere ganze gesellschaft ist irgendwie alkoholkrank, wir kämpfen gegen windmühlen.

    doro

    tja was tu ich um nicht rückfällig zu werden??

    in erster linie hab ich mir am anfang genau angeschaut wann ich immer getrunken habe, welche situationen mich im besonderen zur flasche greifen ließen.

    bei mir war es druck durch dritte, unklare situationen wo ich von anderen in irgend einer art abhängig war.

    sowas versuche ich so gut es geht zu vermeiden, was leider nicht immer möglich ist. wenn sowas dann auftaucht versuche ich mich so gut es geht anderweitig abzulenken, spazieren gehen, malen, handarbeiten, aber manchmal reicht auch das nicht aus. erste proirität hat bei ganz schlimmen situationen diese so schnell als möglich zu ändern, dann rede ich mit freunden drüber und schreibe hier in mein tagebuch.

    für mich ist es ganz wichtig gleich bei aufkommen unangenehmer gefühle gegenzusteuern. sie nicht zu groß und übermächtig werden zu lassen, am besten hilft es dann ganz schnell hier zu schreiben, wenn ich mal wieder den wald vor lauter bäumen nicht sehe ist hier immer wer der mir die scheuklappen abnimmt.

    doro

    hallo kommal

    leider ist es so das alk erst ab einer menge von mehr als 1% afgeführt werden muß. das heißt für uns das wir sicher des öfteren alk zu uns nehmen ohne es zu wissen.dann ist auch alk manchmal dort wo wir es gar nicht vermuten, überreife bananen können zb auch bis zu 6% haben!!!

    es ist hier sicher auch eine kopfsache, ob ich nun bewußt ja sage oder ob es aus versehen passiert.

    für mich gehört das lesen der zutatenliste zu meinem selbstschutz und ist für mich völlig selbstverständlich geworden.

    doro

    liebe mona

    leider gehört es zur krankheit im selbstmittleid zu versinken, es ist bei manchem ein enormer leidensdruck nötig um endlich mal wach zu werden, mancher schafft es auch nie. nur ist eines sicher, solange man jemanden hat der den druck immer wieder abfängt findet man den absprung sehr spät bis nie. ist leider so. in dem fall ist wirklich keine hilfe die beste hilfe.

    du siehst ja selbst das du deiner schwester nicht wirklich helfen kannst, du und deine mutter aber unter ihr leidet. das sie eine gute schauspielerin ist zeigen ihre kurzen aufenthalte in der klinik. sie macht allen was vor. vor allem sich selbst.

    doro

    hallo

    für mich bedeutet es keinen gedanken an den alk verschwenden zu müssen auch wenn es mir aus irgend welchen gründen schlecht geht, weil das thema trinken um probleme zu lösen abgeschlossen ist.

    negative gefühle ertragen zu können, freude teilen zu können, lange weile durchleben zu können, stress auszuhalten, alles ohne alk auch nur eine sekunde als mögliche alternative in betracht zu ziehen.

    ein gestärktes selbstwertgefühl zu haben, nicht mehr an mir selbst zu zweifeln, meinen eigenen wert zu kennen, entscheidungen nicht mehr von der meinung anderer abhängig zu machen. mich selbst zu lieben meine fehler anzunehmen, den mut zu haben mal was verrücktes zu machen ohne über die reaktion anderer nachzudenken. auch mal gegen den strom zu schwimmen wenns mir damit besser geht.

    doro

    hallo mona

    du suchst hilfe und die findest du hier, egal in welchem bereich. hier kannst du dich über die krankheit deiner schwester informieren und fragen stellen du mußt nicht nur im angehörigenbereich schreiben, es steht dir völlig frei wozu du dich äußern möchtest.

    ich hoffe sehr das du hier den weg findest der DIR hilft mit der sucht umzugehen

    doro

    hallo ihr

    möchte ja nicht neunmalklug sein, aber so weit ich weiß heißt der spruch
    wenn´s dir schlecht geht geh zur shg wenn´s dir gut geht renn zur shg.
    und genau das ist es ja was eben die vielen rückfälle nach soo vielen jahren bewirkt, den leuten geht es gut und sie unterschätzen völlig die gefahr.
    da gibt es ja noch son alten spruch der passt,
    wenns dem esel zu wohl wird geht er aufs eis tanzen

    es ist die sorglosigkeit, der gedanke nach der zeit bin ich gefeit, darin steckt eben der teufel bei unserer krankheit, man darf sich nie sicher sein dann ist man sicher(er)

    doro

    hallo sylva

    das verhalten deines mannes gleicht dem meines verflossenen. ich bin nach der entgiftung zu hause auch nur noch über spritflaschen gestolpert. er wollte nicht das ich aufhöre, weil ich dann selbstständig werde und seinen sch... nicht mehr mitmache, nicht mehr an seinem gängelband gehe und anfange meinen eigenen willen zu haben, das wollte er um jeden preis verhindern. er hat mir auch den geldhahn zugedreht.

    geh zum jugendamt, zum anwalt, zum sozialamt. dort bekommst du fürs erste geld und sie holen sich das von ihm zurück. der anwalt kann mit dir ne unterhaltsklage einreichen, das geht im notfall innerhalb weniger tage.

    wenn er dich bisher nicht ernst genommen hat zeig ihm das er es in zukunft zu tun hat. ich weiß wie besch... es dir im moment geht, du hast einen extrem harten weg vor dir, aber das es funktioniert wenn du stur und am ball bleibst siehst du an mir. ich bin nun seit drei jahren mit meinen 4 kindern allein, auch wenns manchmal ganz schön schwer ist, immer noch besser als vorher. seit einem jahr habe ich auch wieder einen partner der die bezeichnung auch verdient und mir nicht mit alk vor der nase rumwedelt.

    denk mal ernsthaft über eine trennung nach, sowas braucht kein mensch.

    ich wünsch dir von ganzem herzen alle kraft die du jetzt brauchst um durchzuhalten.

    doro

    hallo hermann

    was denn los mit dir??? hat dich doch keiner angegriffen, sicher hast du aus deiner perspektive nicht unrecht, nur akzeptier doch bitte auch die sichtweise der anderen.

    ich habe auch die dollsten storrys erfunden um an alk zu kommen, nicht eben mal nur zum selbstschutz ne notlüge gebraucht und das machen eben viele. schön wenn du das nie getan hast, das ehrt dich, nur ist es meistens halt doch anders.

    ich verstehe auch gut das du sagst seit du dich als alkoholiker siehst brauchst du nicht mehr lügen, da geb ich dir ebenfalls recht, nur denke ich das speedy das sicher nicht so gemeint hat, sondern eben allgemein auf nasse alkis bezog. lass uns hier keine haarspalterei anfangen.

    ich fühle mich von der aussage jedenfalls in keiner weise angegriffen weil sie der wahrheit entspricht.

    doro

    hallo abendstern

    das ist ein wichtiger schritt in die richtige richtung, mach dir nicht soviel sorgen, alkoholismus ist eine krankheit die weiter verbreitet ist als man denkt. alles gute beim arzt heute abend.

    doro

    hallo abendstern

    erst mal willkommen im form

    ich stand in der gleichen situation da, mein mann übrigens selbst alki kam mir mit dem selben mist, meine kinder waren 2, 9, 14 und 15. ich bin von heute auf morgen für ne woche ins kh gegangen. es geht schon irgendwie, da gibt es jede menge hilfe. kirchen und sonstige vereine haben so ne art tagesmütter die so lange die mutter im kh ist den haushalt weiter machen damit die kinder zu hause bleiben können.
    darüber kannst du dich auch bei der suchtberatung informieren.

    du mußt jetzt an dich denken, notfalls auch gegen die argumente deines mannes. wer nicht betroffen ist hat es oft sehr schwer zu verstehen wie es uns geht. wir haben eine tötliche krankheit, da ist keine zeit zum rumeiern. lass ihn reden und tu was. es geht alles, man muß nur wollen.

    doro