Beiträge von Co2013

    Hallo Cocomel,

    Mir geht es sehr gut. Das Trennungsjahr ist seit 2 Monaten vorbei, Anwälte schreiben sich nette Briefe, Bewerbungen auf eine neue Position in einer anderen Stadt laufen, ich habe mir einige Grundregeln aufgestellt die mich bereichern und mir durch mein neues Leben helfen, die Freunde und Bekannten meiner Partnerin aus meinem Leben aussortiert, mein altes Hobby wieder ausgekramt, mich ins Leben geworfen, um Leute die gerne mal viel trinken einen Bogen gemacht, bei Karaoke mir die Lunge rausgebrüllt und die Frauen einfach Frauen sein gelassen.

    Gruß

    Hallo cocomel,

    Du bist der Grund, das ich mich hier angemeldet habe. Mitte Mai fuhrst Du noch fröhlich im Kreisverkehr und ich erkannte mich darin selber. Ich war sehr schnell unterwegs, kam aber nicht von der Stelle. Auf die Frage was den nun so einzigartig an meiner Partnerin war, bzw. warum ich dieses ganze Theater über zehn Jahre mitgemacht habe, gab es für mich nur eine Antwort: Weil ich sie geliebt habe.

    Erst als ich fühlte, das ich sie nicht mehr liebe, konnte ich die weiteren Schritte gehen.

    Gruß

    Hallo Karl65,

    ich habe dieses Spiel als Co über 10 Jahre mitgemacht. Wenn Du keine ehrliche Antwort haben willst, lese woanders weiter!

    Warum hat Sie den Ouzo nicht abgelehnt. Jeder sprechende Mensch hätte einfach "Nein" sagen können. Deine Frau kann es aber nicht.

    Warum trinkt Sie in Deiner Abwesenheit? Damit Du nicht sieht ob und wieviel sie trinkt. Wenn es nur eine Flasche Wein in 2 Tagen war, glaube ich an den Klapperstorch.

    Sie hat den restlichen Alkohol bei Euch nicht entsorgt. Wenn Du einen Pyromane in der Familie hättest, würdest Du dann auch 10 Liter Reinigungsbenzin in seinem Zimmer aufbewahren.

    Werde wach, das wird nichts mehr.

    Gruß

    Hallo Beno,

    geht Deinen Weg so weiter. Es wird noch richtig schwer werden, aber wenn man sich einmal auf den Weg gemacht hat, ist man ist froh um jeden Schritt der hinter einem liegt.

    Diese selbst erzwungenen Pausen vom Trinken sind für Alkoholiker immer der Beweis, das sich nicht abhängig sind. Und deshalb öffnen sich einer Woche wieder ganz selbstverständlich die Flasche, weil sie ja nicht müssen, sondern wollen.

    Gruß

    Hallo sanduhr20,

    Leider wirst Du wirst Du erst auf die harte Tour lernen, das man meiner Aussage eines Alkoholikers niemals trauen oder vertrauen kann. Auch wenn Du ihm das Auto schenkst und er es besoffen gegen den Baum fährt! wirst Du und zwar DU schuld sein. Jede Aussage wird sich in Gegenteil verdreht, bis es nicht mehr geht.

    Geh. Nimm alles mit was Dir gehört aber geh. Und hör endlich auf zu diskutieren und zu verstehen. Nasses Denken kann man nicht verstehen.

    Als ich Nachts, Hals über Kopf die gemeinsame Wohnung meiner Partnerin verlies, war die Abmachung das ich dann bei Bedarf jederzeit zurück kann um meinen gesamten Besitz abzuholen. Was passierte dann? Wie wollte mich nicht mir in die Wohnung lassen und mir die Sachen dann zukommen lassen, wie sie es für nötig und richtig hielt. Am Telefon ließ sie sich verleugnen etc.

    Ich eierte auch rum, dachte man könnte und dann, und vielleicht etc. Zeit ging ins Land und ich hatte gerade meinen berühmten zusammen gerafften Koffer und mehr nicht.

    Gruß

    Hallo Nys,

    warum solltest Du hier nicht richtig sein? Das verstehe nun wirklich nicht!

    Zitat

    Es hat mich hier weitergebracht.

    Das ist doch entscheidende Satz. Du willst an Dir arbeiten und tust es. Also mach weiter und zwar genauso.

    Gruß (der) Co2013

    Hallo Nys,

    ich habe schon verstanden, das es Dir um das eine Thema eben nicht ging! Ich finde es sehr lieb von Dir, das Du Dich mir und den anderen gegenüber erklärst, dieses habe ich aber in keiner Weise erwartet. Ich denke ich verstehe Dich jetzt etwas besser. Danke.

    Aber, da wir aber schon in dieser einen Ecke saßen, mußte ich bei der Rekapitulierung meiner eigenen Erfahrungen so lachen,das ich um 3 Uhr morgens nicht mehr schlafen konnte. Ich frage mich seit heute morgen, warum ich das eigentlich so lange mitgemacht habe, bzw. ich weiß es ja jetzt, denn dieses Forum und die harte Arbeit an mir selber haben mir meinen eigenen Wünsche aufgezeigt, denen ich so lange hinterher gelaufen bin.

    Danke das Du mir diesen lustigen Gedanken um 3 Uhr morgens geschenkt hast.

    Gruß

    Hallo Nys,

    danke für diesen Faden, obwohl mir fast alles irgendwie schleierhaft ist. Ich finde das Thema Zärtlichkeit, körperlicher Gemeinsamkeiten und natürlich Sex in einer Partnerschaft sehr wichtig. Und was soll ich sagen: Die gelebte Zweisamkeit innerhalb einer Partnerschaft mit einem Alkoholiker ist verdammt scheiße.

    Mal so ganz allgemein geschrieben, mit einer Prise persönlicher Erfahrung.

    Die Zärtlichkeiten und körperlichen Zuneigungen gehen mit den Trinkzyklen einher.
    Nüchtern, Kopfschmerzen -> Hau ab.
    Jetzt habe ich Durst -> Lass mich mal in Ruhe trinken.
    Ich bin besoffen -> Na, dann kann ich Dich mal ganz nett beschimpfen.
    Es ist 3 Uhr nachts und ich will was von Dir. Ach du schläfst schon, dann diskutieren was das erstmal aus.
    Der Co erbarmt sich.
    Am nächsten Morgen fragt sich der Alkoholiker, war da was? Und der Kreis schließt sich wieder.

    Welche Lehren habe ich daraus gezogen: Ein Partner der Seine Lust und Lauen mit mir je nach Lust und Laune mit mehr teilen und genießen kann, ist deutlich besser. Ein Partner der sich am nächsten Tag erinnert ist mir lieber. Ein Partner der nicht innerhalb Sekundenbruchteilen zwischen verbalen Zuckerbrot und Peitsche umschalten kann, macht das Leben und die Lust angenehmer.

    So, jetzt stelle ich meine Reitgerte (verdammt Nys, ich kriege dieses Bild nicht aus meinem Kopf) wieder in den Schrank.

    Gruß

    Ein Zwischenruf sei mir erlaubt: Ein Partner der nicht währenddessen ins Bett kotzt, ...

    Hallo Nys,
    hallo weitere Mitschreiber,

    wenn ich diesen Faden lese, verstehe ich nur Bahnhof und Koffer klauen. Irgendwie komme ich mir wie der Blinde dem gerade die Farbe rot erklärt wird.

    Einfach weitermachen. Ich habe den Eindruck,ihr kommt dem Problem näher :-))

    Gruß

    Hallo Nys,

    war in den letzten Tagen so frustriert, das ich nach dem Duschen am liebsten wieder ins Bett gegangen wäre. Habe dann beim Duschen im Radio folgenden Sinnspruch gehört: Um Klarzusehen genügt ein Wechsel der Blickrichtung. Ich finde das passt gut zu Deinem besonderen Tag.

    Ich lese immer gerne bei Dir, Du hast die Gabe manche Dinge einfach schön verpackt auszudrücken.

    Ich stand allerdings unter der Dusche und habe dann nach dem umdrehen vor meine gekachelte Wand in der Dusche geschaut. Irgendwie war ich dann mit dieser neuen Blickrichtung nicht so ganz zufrieden. Was tun? Ich wollte diesen Spruch nicht einfach so vergehen lassen und ihn dann vermutlich vergessen.

    Dann kam mal wieder einer von diesen typischen Wortbeiträgen im Radio, die mit dem Sinnspruch "Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt,..." anfangen. In diesem Moment schaltet mein Gehirn meist in den Leerlauf, denn es folgen dann nur noch sinnfreie Beiträge bzw. nutzloses Wissen der besonderen Art. Es ging um Unterschiede, in der Art wie wie Europäer und Amerika mit Augenkontakt von Fremden umgehen. Grob zusammengefasst ging es um folgende Aussage: Während Amerikaner nach zwei Sekunden Augenkontakt die fremde Person anlächeln, senken wir Europäer (hier wurden besondern die Deutschen erwähnt) die Augen. Da ich privat und beruflich in Amerika war, konnte ich zumindestens den ersten Teil der Aussage bestätigen, bei dem zweiten war mir nicht so wohl. Schauen wir wirklich bei Fremden weg?

    Jetzt, wußte ich es. Das war mein Wechsel der Blickrichtung. Ich würde heute einfach ganz bewußt darauf achten wie ich mich verhalten werde. Und was soll ich sagen, für meinen Teil stimmt es. Augenkontakt von Fremden ist uns nach ein bis zwei Sekunden unangenehm und wir schauen ganz automatisch weg oder brechen selber den Blickkontakt ab.

    Allerdings war das noch nicht ganz die neue erhoffte Blickrichtung. Also habe ich das Experiment verschärft. Ich habe einfach gelächelt, wenn ich angesehen wurde. Es war gar nicht so einfach. Ich glaube auch das mein Lächeln teilweise ganz schön schief oder gekünstelt ausgesehen hat. Machte aber nix. Ich habe bei einigen Leuten festgestellt, das diese nachdem ich sie angelächelt hatte, diese ganz krampfhaft überlegt haben, woher sie mich kennen, denn wie gesagt Fremde schauen weg (sagen zumindestens amerikanische Wissenschaftler).

    Abends rief ich einen guten Bekannten an und erzählte von meinem Tag und meinem Gefühl, das die Leute irgendwie anders mit mir umgegangen sind. Ich fühlte mich einfach besser, vielleicht auch nur weil ich aus mir heraus gelächelt habe. Mein Bekannter, hatte es nach 5 Minuten geschaft, alle meine positiven Erinnerungen an diesen Tag einfach auszulöschen und mit seinen negativen Gedanken und Sichtweisen zu überschreiben. Ich hätte ko**** können. Ich fühlte mich schlechter als vorher.

    Ich habe ganz bewußt Bekannter geschrieben, denn ich schätze ihn sehr, komme aber mit seiner Lebenseinstellung ("Das Leben ist eine Aneinanderreihung von unbedeutenden Ereignissen") einfach nicht mehr klar. Ich halte diese Einstellung nicht für eine tiefere Einsicht, sondern für höchst depressives Verhalten und dringend behandlungswürdig.

    Jetzt wußte ich was mir gut würde.

    Gruß

    Hallo SternchenY,

    ich habe auch gerne im beruflichen Umfeld immer wieder gerne Ja gesagt, weitere Arbeiten angenommen oder Arbeit von anderen übernommen. Dummerweise, bin ich dann mit meiner eigenen Arbeit in Verzug gekommen und wollte dann die zusätzlich Arbeit wieder an ihre eigentlichen "Herren" zurück geben. Glaubst Du mir haben die geholfen, obwohl es ihre eigenen Aufgaben waren? "Du hast doch versprochen ...", durfte ich mir dann anhören.

    Habe dann mir meinem Seniorchef bezüglich Zeitmanagement gesprochen, denn ich wollte noch effektive meine Aufgaben erledigen, damit ich mehr Zeit habe, die Aufgaben von anderen zusätzlich zu erledigen. Er merkte aber, nicht mein eigenes Zeitmanagement ist verbesserungsfähig sondern ich könnte kein Nein sagen. Also er mir verraten, wie er es in jungen Jahren selber gemacht hat.

    Wenn er von Kollegen gefragt wurde, ob er denn könnte, oder mal zeigen sollte, hat er einfach nach einer kurzen Pause ein nettes aber bestimmtes

    "Nein, heute habe ich leider keine Zeit!" geantwortet. Keine Erklärung, keine Entschuldigung, keine Ausflüchte.

    Dann warten bis die Gegenseite wieder kommt. "Ja, ich weiß, es ist aber dringend" oder "Es dauert ja nicht lange" was auch immer. Jetzt liegt der Trick darin erstmal leise bis fünf zu zählen. Und dann die selbe Antwort, nur kürzer zu geben

    "Nein, leider heute nicht!" Keine Erklärung, keine Entschuldigung, keine Ausflüchte. Alles nett und freundlich, keine böses Wort, kein Rumlamentieren,
    kein revidieren der vorherigen Aussage. Augenkontakt halten und warten.

    Jetzt wird die Gegenseite schon vorsichtiger, die ganz hartnäckigen erfinden die wildesten Konstruktionen, versuchen dich emotional zu erpressen, alles ist jetzt möglich. Egal was kommt man zählt innerlich bis zehn und reduziert die obige Aussage weiter:

    "Nein, geht nicht!" Keine Erklärung, keine Entschuldigung, keine Ausflüchte. Alles nett und freundlich, keine böses Wort, kein Rumlamentieren,
    kein revidieren der vorherigen Aussage. Augenkontakt halten und warten.

    Bis hier kommt nur die hartgesottene Gegenseite, die es gewohnt ist, ihre Aufgaben an andere zu verteilen und bis hier selten auf Gegenwehr gestoßen ist. Also wird an das Ehrgefühl, die Freundschaft, die Kollegenschaft an was auch immer appelliert. Egal was kommt man zählt innerlich bis fünfzehn und reduziert die obige Aussage weiter:

    "Nochmals nein!" Keine Erklärung, keine Entschuldigung, keine Ausflüchte. Alles nett und freundlich, keine böses Wort, kein Rumlamentieren,
    kein revidieren der vorherigen Aussage. Augenkontakt halten und warten.

    "Verstanden?", fragte mich mein alter Chef. Ich sagte "ja, man stehe allerdings schon Schluß mit einem einzelnen Nein da und was dann?". Er sagte, "das stimmt, aber er hätte es in seinem ganzen Leben noch nie erlebt, das jemand über das vierte Nein hinausgegangen wäre".

    Und weißt du was, ich habe es auch noch nicht erlebt und muß sagen der Respekt der Kollegen mir gegenüber ist nach der regelmäßigen Anwendung deutlich gestiegen.

    Gruß

    P.S. Das ganze gilt natürlich nicht für kollegiale Hilfe untereinander, sondern nur um die notorischen Arbeitswegsschieber loszuwerden.

    Hallo Sasulka,

    ich habe das Spiel auch ca. 10 Jahre mitgemacht. Immer wieder hatte ich Hoffnung wenn eine Trinkpause anstand, doch leider wurde ich immer und immer wieder enttäuscht.

    Die Ausreden, Erklärungen und sonstigen Rechtfertigungen warum gerade wieder ein Bier (wurden dann 5) oder ein Glas Wein (wurden dann 2 Fl. Wein) doch notwendig waren, haben mich irgendwann an meinem eigenen Verstand zweifeln lassen. Wie oft haben ich nach dem gemeinsamen Essen in einem Speiselokal zu hören bekommen, nur noch ein Bier. Gewöhnlich folgten dann auf das eine Bier 3 weitere. Oder wir sind sofort nach dem Essen nach Hause gegangen und dann wurde dort weiter getrunken.

    Okay, jetzt kommen einige gemeine Fragen

    Warum bist Du mit einem Menschen zusammen der Dich mit "Vorwürfen, Schuldzuweisungen" überhäuft?
    Warum bist Du mit einem Menschen zusammen der "Ohne Alkohol bekommt er seinen Mund überhaupt nicht auf"?

    Warum?

    Gruß

    Hallo Loretta30,

    bei mir war das auf jedenfall so. Ich war allerdings mit meiner Partnerin deutlich länger zusammen und habe mir die Welt, wie es alle Co-Abhängigen machen, schön rosig gemalt.

    Als dann gar nichts mehr ging und wir uns getrennt haben, habe ich in diesem Forum sehr viel gelesen. Viele Situationen kamen wir verdammt bekannt vor, ich hatte sie nur übersehen oder geschickt verdrängt.

    Gruß

    Hallo,

    wenn ich mir die letzten Beiträge dieses Fadens ansehe, kommt mir Euer Verhalten sehr bekannt vor.

    Ich war auch und gerade beim Autofahren mit den Gedanken irgendwo anders. Man könnte das unter dem Stichwort "unkonzentriert" zusammen fassen. Oft waren XY und ich unterwegs und ich durfte fahren. Wenn dann eine Kleinigkeit ihr nicht passte (2 Sekunde an der grünen Ampel gewartet etc.) wurde direkt geschrieen. Wenn ich dann versuchte, alles ganz richtig zu machen, ging direkt wieder etwas schief. Ein Teufelskreislauf.

    Wo ich mit meine Gedanken war, weiß ich bis heute nicht, nur ganz sicherlich nicht bei XY oder beim Autofahren.

    Es gab Tage an den konnte ich mir von 3 Sachen 2 nicht merken, wenn ich zum Einkäufen gefahren bin. Mittlerweile verstehe ich, was mich dann geritten hat. Ich war immer in Gedanken bei XY und in welchem Zustand ich sie wieder vorfinde oder welche Bösartigkeiten sie sich wieder für mich ausgedacht hat.

    Gruß

    Hallo Stern2013,

    da kannst Du lange heulen, Deinem Vater ist egal, ob er sich totsäuft oder nicht. Wenn er nicht nach 2 Entzügen verstanden hat, worum es geht, dann wirst Du leider es ihm nicht eintrichtern können.

    Geh da weg, es tut Dir nicht gut.

    Gruß