Beiträge von girasole

    Hallo Colibri,

    für mich war der Gedanke unglaublich hilfreich, (wie Sarawen schon geschrieben hat): Ich bin kein kleines Kind mehr. Das, was in mir geweint hat und verzweifelt ist, dass ich keine richtigen Eltern habe, keine Anerkennung bekomme- war das kleine Mädchen in mir.
    Seither hilft es mir in schlimmem Momenten zu mir selbst zu sagen "Hey, du bist jetzt erwachsen!"

    Ich habe es ähnlich gemacht wie Linde, den KOntakt einschlafen lassen. Mich aus der Co-Schiene gekriegt bzw erstmal abgenabelt und eigenständig geworden.
    Ich habe jede Unterstützung dabei gefischt, die ich kriegen konnte, Therapie, teilstationärer Aufenthalt, Beratung .....
    Dank all dessen habe ich mich beim Kontaktabbruch auch nicht wie eine "Spinnerin" gefühlt.
    Und dann, als ich erwachsen geworden war, und das kleine Mädchen in mir nicht mehr die "Regie" führte- ergab sich auch wieder gebremster, distanzierter Kontakt. In dem ich mich nach wie vor schütze, - ohne schlechtes Gewissen.

    LG
    Girasole

    Zitat von donnalie

    ,denn ich habe vor hier zu bleiben mit meine Kindern .... der Menüs soll gehen und weiter sein einsames Leben mit nix zu leben....
    Ich mache es nicht...ich Räume das Feld nicht,

    Ja, das ist doch mal eine Ansage....
    nur....hast Du sie denn auch schon XY gemacht? Was sagt er dazu, ist er bereit, problemlos auszuziehen?
    Was wirst Du tun, wenn er nicht ausziehen will?

    Ansonsten- wenn Du meinst, "nur" der Alk stört- der aber nicht von Deinem XY zu trennen ist- ja un nu?

    LG
    Girasole

    Hallo Mittenimleben,

    wieso traust Du Deiner Wahrnehmung und Deinem Urteil, Deiner Einschätzung nicht?

    Hoffst Du leise, dass Dir hier gesagt wird "Neiiin, übertreib mal nicht, das ist kein Alkoholismus"??

    DU hast Dinge wahrgenommen und bewertet- warum lässt Du Dich so schnell verunsichern?
    Wieso denkst Du, Deine Wahrnehmung und Deine Bewertung könnten falsch sein?

    Nun musst Du noch für Dich entscheiden, ob Du so leben willst in Zukunft.
    Mit der Tendenz "nach unten"- unbehandelt führt Alkoholismus zun Tod. Manchmal schnell, manchmal nach aufwendiger Pflege und vielen vielen Jahrzehnten der Coabhängigkeit.

    Und egal, was Du entscheidest, niemand kann Dir das Recht absprechen, so zu entscheiden. Denn es ist Dein LEben und Du darfst es gestalten ganz wie Du willst.
    Selbst wennn Dein Partner Dir vorwirft, Du wärst unlogisch, blöd, vernagelt, was auch immer.

    Wenn Du magst, lies mal die Geschichten hier bei den COs.
    Da wirst Du Dich sicher wiedererkennen.

    LG
    GIrasole

    Hallo alle,
    hallo Colibir,

    danke für Deinen Besuch und die netten Worte :D

    Meditation kann ich echt nur empfehlen. Ich mache es regelmäßig, nur 10 Minuten am Tag, das reicht schon.
    Seither kann ich sehr gut Gedankenkreisen und Grübeln wahrnehmen und stoppen.
    Überhaupt nimmt man sich selbst viel bewusster wahr. Und damit kann mal viel an sich ändern,- wenn man das möchte.
    Man kommt aber auch einfach "nur" zur Ruhe, ich mach es zb meist abends vorm Einschlafen.
    Dann merke ich in der Meditation, wie meine Gedanken wie ein wilder Vogelschwarm im KOpf herumflattern.
    Nach einigen Minuten beruhigen sie sich, werden langsamer. Am ENde sitzen meist alle "Vögel" ruhig am BOden und haben sich da für die Nacht niedergelassen.

    Ich habe in einem Kurs Zen-Meditation gelernt.
    In der Kurklinik dann haben sie das viel simpler gemacht, nach dem Prinzip der Achtsamkeit. Da ist nur wichtig, dass Du auf Deinen Atem achtest und sonst nichts. Sobald Du bemerkst, dass Du denkst (und das wird dir 100.000Mal passieren- jedem), denkst Du ohne DIch zu bewerten (blöde Colibiri,- schon wieder gedacht)- "Denken".
    Soz. als "Marker". Und zurück zur Atmung. NAch zwei, drei Zügen spät. wirst Du wieder denken. Und dann wieder "Denken" und zurück zur Atmung. Einatmen spüren. Ausatmen spüren. usw...
    Das wars schon.
    Das ist dann schon Achtsamkeit.
    Ich denke eine CD geht durchaus auch.
    Du willst ja nicht Buddhistin werden :wink:

    LG
    Girasole

    Zitat von Oktober13


    Na, nun ist ja alles gut Heidi :)

    Huch, was ist denn das für ein Kommentar?
    Hallo Oktober, es wäre nett, wenn Du Dich vorstellst :D
    Bist Du auch eine Coabhängige? Soweit ich weiß, bist Du alkoholabhängig, aber erst frisch seit wenigen Tagen/ Wochen? Und hängst auch an Deinem Haus und Pool, wie man wiederholt lesen kann...

    Ich denke, das hier sagt alles (Zitat Heidi):
    "ein Haus ist ersetzbar, eine Menschenseele nicht"

    LG
    Girasole

    Hi Nys,

    ich sehe vieles ähnlich.

    Nur hier

    Zitat von Nys

    Andererseits werden wirklich junge arbeitsfähige Menschen nur deshalb im Hartz IV System gelassen, weil sie nichts lernen möchten.
    Das ziehe ich mir nicht aus der Nase, sondern bekomme es ganz cool erklärt. Von den Betroffenen selbst.

    ...wäre ich vorsichtig :wink: Ob das wirklich so stimmt wage ich zu bezweifeln!

    Ansonsten sehe ich auch die Vorbildfunktion als das tragende Element, welches versagt. Gesellschaft- ja, aber eben auch die kleinste Einheit der Gesellschaft- die Eltern.
    ---Auch wenn jetzt wieder erboste Eltern auf mir herumhacken, wieso sie denn bitte die Verantwortung für das Verhalten ihrer Kinder haben..... das bin ich schon gewöhnt. Das erlebe ich andauernd!! :wink: ----
    Es gibt nämlich neben den ganzen Hängo-Eltern auch genauso viele (die ich durch meinen Beruf kenne), die ganz anders sind.

    Aber das Kind bleibt trotdem auf der Strecke.
    Wird angeschrien, muss funktionieren, soll Sehnsüchte der Erzeuger austragen oder auf seinem Rücken wird der Hass bei einer Trennung ausgelebt usw....
    Und die ELtern wollen nicht hinter ihre mühsam aufgebaute, aufrechtgehaltete Fassade schauen. Sind absolut beratungsresistent.
    Das geht bis dahin, dass junge Kinder von 10 oder 11 Jahren Suizidgedanken haben. Und die ELtern? Wir haben keine Probleme!
    Und das sind keine EInzelfälle, sondern der erschreckende Trend der letzten 5 Jahre.

    Und wenn dann Prävention, also Sozialarbeit, Jugendarbeit, Jugendhäuser, Jugendgerichtshilfe usw. immer mehr eingestellt wird....
    Weil die Erwachsenen wollen keine Prävention bezahlen, die wollen Strafen. ("Wo kommen wir denn da hin, für auffällige Jugendliche Reha-Aufenthalte in Spanien über Steuergelder zu finanzieren", zb immer wieder in der BIld zu lesen)
    Und immer schlechter bezahlt wird.
    Ich glaube, es gibt keinen schlechter bezahlten Akademiker als den Sozialarbeiter.

    Das sind meine 5 Cent zum interessanten THema.

    LG
    Girasole

    PS: Im Hochseilgarten war ich noch nie. Nur an der Kletterwand. Aber das Adrenalin in den Baumkronen oben kann ich mir lebhaft
    vorstellen :shock:

    Hallo Nys,

    das klingt super!
    Ich habe mich in Deinen Beschreibungen zum Thema "gut sein müssen/ sich selbst besiegen" übrigens voll wiederkannt 8)
    Auch für mich ist es ein Fortschritt, wenn ich locker lassen kann...

    LG
    Girasole!

    Hallo Karsten,

    im Sinne von jemanden soz. "warnen", dass er sein Unglück rennt - ja klar.

    Aber ungefragt anderen Hilfe aufoktroyieren, die gar nicht hilflos sind- das ist eine andere Liga.
    Oder gar dem eigenen suchtkranken XY verbieten, zur Suchtberatung zu gehn- weil die da ja keine Ahnung haben (weil die gesagt haben, man selber wär coabhängig) .....

    Ich verstehe, was Du meinst, aber für mich als Co ist das immer ein ganz schmaler Grat. Dieses (vermeintliche) Wissen, was für andere gut ist...

    LG
    GIrasole

    Hallo alle!

    Hallo Caro, danke für Deinen Besuch und die lieben Wünsche :D

    Auch einem Jahr nach der Trennung von XY holen mich immer noch Co-Sturkturen ein, grmpf.

    Ich habe einem Bekannten die Tage meine HIlfe Aufgezwungen.
    Ist mir im Nachhinein aufgefallen.
    Ich habe ihn nicht mal gefragt :shock: SOndern direkt Anweisungen erteilt, so überzeugt war ich in dem Moment von mir, so allmächtig fühle ich mich scheinbar tatsächlich manchmal :roll:

    Und dann die folgende Erkenntnis: Das zeigt sich auch immer wieder hier im Forum! (Nicht nur bei mir, ich lese es ganz oft auch in Beiträgen von anderen- mehrheitlich bei den COs. Aber ich kehre vor meiner eigenen Haustür....!!)
    So oft bin ich überzeugt, zu wissen, was gut für andere ist.
    Puh. Wie anmaßend.

    Ich verurteile mich jetzt aber nicht, nach dem Motto "Hach, Girasole, guck, Du wieder!" "MAchst auch einen Fehler nach dem anderen" "Schon wieder was falsch gemacht" usw.. usf....
    Das kenne ich ja nur zu gut von mir.
    Nee, das lasse ich mal.
    Gut, dass es mir bewusst geworden ist!
    Bewusstwerdung ist der Anfang. Der Rest kommt.

    Und für die Bewusstwerdung mache ich wiederum meine regelmäßige Meditation "verantwortlich".
    Meditation ist der Schlüssel zur Bewusstwerdung.

    In dem Sinne, nun raus in die Sonne....

    LG
    Girasole

    Liebe Teresa,

    ich finde es auch immer schön, von Dir zu hören - äh, lesen...

    Vor allem kann ich mir vorstellen, dass hier im "offenen" viele Neulinge von Deinem Weg profitieren könnten.
    Bleib also nicht ganz fern bitte :D

    LG
    Girasole

    Hallo Jay,

    willkommen hier!
    Nys hat schon sehr schön geschrieben, was es auf den Punkt trifft.
    Sie spricht aus Erfahrung.
    Sunshine spricht aus der Rolle des "anderen", als jahrelang trockene Alkoholikerin.

    Viel mehr bleibt mir nicht zu sagen.
    DOch: FLorena - Respekt! Toll, dass du es geschafft hast. Da ich im geschlossenen nicht bin, wusste ich gar nicht, was aus dir geworden ist.
    Freut mich so!
    Und der Tipp mit dem "an die schlimmen Zeiten denken" finde ich super.
    Ich habe es genauso gemacht und selbst nach einem Jahr Trennung holt mich mein CO manchmal ein und dann mache ich es immer noch so.

    Ein Notfallkoffer ist insgesamt eine wichtige Sache.
    Ebenso wie die Alkoholiker brauchen auch die COs Hilfe.
    Das trifft wieder, was Nys geschrieben hat- über dich nachdenken, nicht über ihn/ die Trennung/ die Schwiegereltern ...
    warum bist du dahin gekommen, in diese Lage? usw...

    Hast Du Hilfe? Eine THerapie? Eine Beratungsstelle? Bücher über Co-Abhängigkeit?

    Den ersten Schritt hast Du hier ja schon getan. Nun muss es für eine Trennung weitergehen.

    LG
    Girasole

    Zitat von Nys

    nur zur Berichtigung: s ist der Faden von pingi, der ich neulich
    hier meine Geschichte erzählt hab....


    aber wie gesagt. Faden von pingi ----- nicht daß sie dann irgendwann zurückkommt und keinen Faden mehr hat ;)

    Ach Du liebe zeit,- ja, im Faden vom Pingi....
    da hab ich glatt selbst den Überblick verloren :wink:

    Hallo Paula,

    Renate hat schon viel richtiges geschrieben.

    Ich möchte noch ergänzen:
    Ein paar Massagen und mal ohne XY ins Schwimmbad gehn- ich fürchte, damit täuschst Du Dir nun vor, Du machst ja was gegen die Coabhängigkeit.
    Das ist aber Augenwischerei. Ich muss es Dir mal direkt sagen:

    Du steckst ganz tief drin.
    Du denkst ständig über ihn nach. Seine Gefühle, seine Therapie....

    Du machst Dein Leben von ihm abhängig. Wenn die THerapie nicht klappt- dann.... oder: Wenn die Therapie klappt, dann...
    Obwohl Du sagst, so ein Leben willst Du eig. gar nicht!!

    Du hältst durch.
    Ooojaaa, lieblingsworte des Co: Aushalten! Durchhalten! Das kann ich gut, damit kann ich punkten! Und das kenn ich so gut von früher.
    Prächtiger Co-KNopf, den dein XY da kennt, und Du- funktionierst schön brav.
    Bitte halte durch - und Paula denkt: Jawoll!
    DUckmäuserst, lässt dich fertigmachen.

    Du weißt inzwischen, Dein Kind nimmt langfristige Schäden- bleibst aber trotzdem.

    Dass Du abnehmen willst in allen ehren- aber auch das ist Aktivismus, der deine Energie nun voll beanspruchen wird.
    Du hast aber eig ganz andere Sorgen!
    Stattdessen könntest Du die Coabhängigkeit angehen- Beratung, Therapie, Gruppe....
    aber nein, da weichst Du schön aus.

    Und das Schlimmste: Dir ist das alles nicht wirklich bewusst. Du blendest aus und verdängst, wie ein "Voll-Co" vom Allerfeinsten.
    Und um DIch zu beruhigen, gehst Du zur Massage oder machst mal was ohne XY.

    Liebe Paula, ich will dir bestimmt nichts böses, und bin eig. ein Freund von aufbauenden, stärkenden Worten.
    Aber gelegentlich ist auch mal "Spiegel Vorhalten" angesagt, auch wenns weh tut.
    Du kannst jetzt empört alles von Dir weisen bzw hier das Gegenteil schreiben/ beweisen versuchen.
    Du kannst abtauchen und nie mehr hier lesen oder schreiben.
    Oder annehmen und reflektieren.
    Entscheide, was der richtige Weg für Dich und Dein Kind ist.


    LG
    Girasole

    Zitat von CoLibri

    Wenn ich das lese, denke ich mir: Ja, so in etwa ist der Plan.
    Passives "im Sand verlaufen lassen".

    Warum?
    Weil ich Angst davor habe, ihr die Wahrheit zu sagen.
    Weil ich Angst vor ihrer Reaktion habe.
    Weil ich nicht glaube, dass sie es überhaupt versteht.
    Aber weil ich weiß, dass von ihrer Seite aus sowieso kein Interesse an mir und meinem Leben besteht. Also dass sie sicher nichts gegen ein "im Sand verlaufen" unserer Beziehung unternehmen wird.

    Liebe Colibri,

    Du mußt Dich nicht rechtfertigen.
    Vor niemanden, außer vor DIr selbst!
    Im Übrigen ist das nur sehr gesund, wenn man sich nicht freiwillig fertig machen lässt.
    Wenn Du bösartige, giftige Reaktionen erwartest- schütze Dich.
    Die wenigsten Gespräche dieser Art verlaufen wohl positiv.
    Wenn das Gegenüber einen Hauch von Empathie hätte, wäre wohl die ganze Beziehung anders gelaufen.
    Erklärungen und Rechtfertigungen dienen meist eher dazu, dass eigene Gewissen ruhig zu halten.
    Mit diesem solltest Du im Reinen sein, eben dahingehend, dass Du Dich schützt und dazu ein Recht hast. Sonst brauchst Du niemandem was zu erklären.

    LG
    Girasole

    Zitat von Neuweg


    Beruflich bedingt habe ich viel mit Sucht und Problemfamilien zu tun. Ich kenne Gewaltspirale und weiß auch einiges über häusliche Gewalt. Ich weiß sehr wohl, wie Kinder groß werden und was es anrichtet. Und das Kinder ihre Eltern nachleben.

    Meine Eltern waren Trinker und eigentlich sollte man meinen, gerade jemand, der sich etwas auskennt, sollte das eigentlich nicht passieren. Trotzdem stecke ich tief drin. Oder vielleicht auch deshalb?!

    Hallo Neuweg,

    das ist der klassische Weg.
    Ich habe ja gerade oben geschrieben, dass Coabhängigkeit sozial erlernt ist.
    Daher bist Du es nun auch.
    Dass man es selbst anders/ besser macht als die Eltern, ist ein "Volksglaube", auch wenn die gute Absicht sicher da ist.
    Aber das reicht nunmal nicht, wie Du ja an Dir siehst.
    Und auch an Deinen Kindern später sehen wirst.

    Auch klassisch ist, dass belastete Kinder später selbst Helferberufe ergreifen.
    Ich übrigens auch :wink:
    Meist in der unreflektierten, unbewussten Hoffnung, "durch die anderen" irgendwie auch sich selbst zu retten.

    LG
    Girasole