Beiträge von girasole

    Oh, vielen Dank Kaleu! Von Dir gerade bedeutet mir das sehr viel.

    Stolz auf mich bin ich, was meine Arbeit an mir selbst betrifft, den ganzen Umgang mit meinen Problemen, ja.
    Aber mich mögen, so ganz ohne dass ich was geleistet hätte.... nee, kann ich nicht so wirklich sagen.
    Aber da bin ich gerade dran, an dem Thema.
    Da gehört u.a. zu, dass ich mich regelmäßig mit meinen inneren Kritikern und Antreibern auseinandersetze. Und lerne, mir selbst Liebe zu geben.
    Das geht ganz gut, ist aber ein Weg, an dem ich erst am Anfang stehe.
    Dass ich was wert bin, ist ein neues Gefühl, was sich erst noch etablieren muss.
    Es ist schön, dass da von Dir jetzt einiges Schönes, Wahres über mich bei mir steht. So kann ich es mir immer wieder anschauen :D
    Danke.

    LG
    Girasole

    Ach so: Nein, natürlich will ich keinen oberflächlichen Partner! Brr....!

    Hallo Kaleu,

    danke für Deine WOrte.
    Ja, es ist einfach traurig, und das fühle ich auch so. Und etwas entmutigt fühle ich mich, was meinen relativ offenen Umgang mit meiner ganzen Vergangenheit betrifft. Aber nur etwas.
    In ein altes Muster bin ich ein Stück weit gefallen, da ich immer noch viel mehr darin interessiert war, wie gefalle ich ihm und weniger daran, wie er mir gefällt.
    Mein Bauchgefühl hatte schon einige Zeit vorher Alarm geschlagen.....
    Letztlich hatte ich schon gemerkt, dass er einfach oberflächlich ist und mich ein bisschen gescheut, da genau hinzufühlen.
    Allerdings habe ich es dann ja angesprochen, dass etwas nicht stimmt- da habe ich dann schon hingespürt.
    Da bin ich stolz drauf. Früher hätte ich das konsequent ignoriert und mich ins Zeug geworfen, noch "Besser" zu werden.

    Ich denke auch, dass meine Vergangenheit und mein Umgang damit von Stärke und Reife zeugt.
    Das hatte ich eig. von ihm erwartet gehabt, dass er das auch sieht :roll:


    Hallo Nys,
    danke auch Dir für Deine Worte.
    Letztlich will ich so ein Würstchen natürlich nicht, was abhaut, wenns ernst wird.
    Ich denke, spät. in einigen Tagen werde ich das auch ganz und gar fühlen!
    Und echt froh sein, dass ich den los bin.

    LG
    Girasole

    Hallo Inwen,

    Du hast mein ganzes Fädchen gelesen? Ich fühle mich geehrt :oops:

    Wenn Du Fragen für Dich mitnehmen konntest, freut mich das sehr. Das ist der Grund, warum ich hier so vor mich hin tippsel.
    Zum einen für mich selbst natürlich.
    Aber ich denke auch, viell. kann ja mal der eine oder andere Leser etwas mitnehmen.

    Zurzeit gehts mir gar nicht so gut. Die vor einigen Tagen angedeutete sich entwickelnde Beziehung hat sich in Luft aufgelöst. Schwupps, einfach mal so.
    Da hab ich es nun mal echt langsam angehen lassen- hat mir auchix gebracht :(
    Drei Monate hat derjenige meine Hoffnung soz. geschürt und geschürt- und dann, als ich fast so weit war,- ach nee. Nicht mal von selbst gesagt... musste es ihm aus der Nase ziehen :roll:
    MIr kommt es ein bisschen so vor, als wäre da ein zeitlicher ZUsammenhang damit gewesen, dass ich näher vom Thema ALkohol (ich selbst, XY), meiner Kindheit und meinen DEpressionen erzählt habe.
    Er ist zum ersten Mal in meinem Leben ein Mann gewesen ohne große Vorgeschichte, ohne große Schäden aus der Kindheit oder sonstwas.
    Er schien gesund und stabil.
    Und so einer will sich- natürlich? - nicht jemand wie mich ans Bein binden...
    so fühlt es sich an :(
    Gesagt hat er u.a., dass es ihn stresst, dass ich so eine Kindheit hatte.
    :roll:
    Vielleicht ist es ja so gesund, aus seiner Sicht heraus so zu denken...?...
    So wie ich heute niemals never ever mehr eine Beziehung mit einem Alkoholiker (ob trocken oder nass) eingehen würde....?

    Girasole

    Zitat von Morgenrot


    Warum willst du lernen Schuldgefühle auszuhalten und /oder sie zu akzeptieren.
    Der nasse Alkoholiker braucht so jemanden, denn diesem Menschen kann er bequem die Verantwortung für sein Leben übertragen, so kann er ungestört weiter trinken. Tu das nicht, denn akzeptieren heißt in meinen Augen auch anerkennen, und wo sollte deine Schuld liegen?

    Hallo Neuweg,

    ich habe nicht umsonst so lange über Schuldgefühle geschrieben.... Und ich war sehr überrascht, als Du das THema mit einem Satz beiseite geschoben hast.
    Daher fragte ich auch nochmal nach...
    wieder nur schnell beiseite geschoben.

    Nicht, dass Du denkst, ich wäre gekränkt oder so!
    Es geht darum, dass alles das, worüber man sich keine Gedanken machen möchte, was man schnell beiseite schiebt - ziemlich wichtig sein kann! Denn meist will man sich das nicht anschauen, was einem wehtut. Das könnte aber da sein, wo viell. ein wirklicher Knackpunkt liegt!
    Ein Wendepunkt für Deine Co-Abhängigkeit.
    Ich denke, da solltest mal genau hinschauen!

    LG
    Girasole

    Liebe Nys,

    Sei nicht so streng mit Dir...
    Du hast ev. einen "Fehler" gemacht und nicht auf den Therapeut "gehört", nochmal auf die Herdplatte gefasst- naja... Wir sind alle nur Menschen...!!

    Kennst Du die inneren Kritiker? Die Stimmen, die so hart mit einem ins Gericht gehen, für alles und jeden Pups (ich kenne diese Stimmen...)
    Sie können einem das Leben verdammt schwer machen.
    Ich setze mich daher jeden Abend kurz hin und reflektiere, ob und wo sie da waren. Wo und wann die inneren Kritiker mich wieder hart verurteilt, regelrecht niedergemacht haben.
    Allein das tägliche Reflektieren und Erkennen hilft sehr.
    (Kannst Du auch googeln, innere Kritiker)

    Dann werfen einen solche Ereignisse, vermeintliche Fehler nicht mehr so um. Dann kann man liebevoll auf sich selbst schauen, egal was man gemacht hat.
    Das macht wirklich den größten Unterschied in meiner Lebensqualität seit langem.

    LG
    Girasole

    Liebe Helene,

    tja, aber ihr wurdet ja auch nie gefragt, ob ihr denn allzeit parat stehen möchtet, für den Fall, dass der Schwager lebensrettende Hilfe braucht.
    Sollte er euch noch anrufen können, wird er auch noch in der Lage sein, einen Notruf abzusetzen.

    LG
    Girasole

    Hallo Neuweg,

    ich habe einen Grund für Schuldgfühle erlernen können. Durch meine Therapie zum einen und zum anderen durch div. BÜcher zum Thema Co, Sucht in der Familie, Vater-/Mutter- Beziehung.
    Und dann noch durch viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern.
    Es kann sich um ein Gefühl aus der Kindheit handeln. Dafür muss einem kein Erwachsener "offiziell" Schuld an etwas gegeben haben (was es ja durchaus dennoch sehr oft gibt. "Du bist schuld, dass es der Mama jetzt schlecht geht" oder "weil Du so und so bist, musste ich trinken" o.ä....)
    Aber: Kinder geben sich sowieso immer die Schuld. Wenn sie geschlagen werden- halten sie es für ihre Schuld. Wenn ein Elternteil trinkt oder psychisch krank ist- halten sie es für ihre Schuld.
    Wenn sich ein Elternteil aus irgendeinem Grund nicht kümmert/Sorgt oder gar nicht liebt- hält ein Kind das für seine Schuld.
    Das geschieht nicht immer im bewussten Denken.
    Bei mir war es zb so, dass mein Erzeuger sich null um mich geschert hat.
    Das hat in mir bewirkt: Es liegt an mir. Ich bin es eben nicht wert.
    Leider wusste ich nie, dass ich das dachte. Und immer noch denke, mein ganzes Leben lang blieben diese Gefühle wie ein Stempel, eine Prägung in mir.
    Unbemerkt flüsterte es ständig in mir: Deine Schuld! Oder: Du bist nichts wert!
    Ergebnis: Null Selbstwertgefühl.
    Und ständige Schuldgefühle. Egal in welcher Art und welcher Beziehung.
    Egal, wie gut etwas war oder lief, in mir ratterte es ständig: Was habe ich falsch gemacht? und es findet sich immer irgendwas :roll:
    Das ist übrigens keine Ausnahme, sondern ein ziemlich klassischer Verlauf.
    Das "innere, verletzte Kind" nennt man diese Stimmen auch.
    Erst seit ich das gesehen und verstanden habe, kann ich damit umgehen.
    Ich kann das innere Kind dann "hören", also erstmal wahrnehmen. Das ist schonmal ein erster Schritt.
    Dann kann ich zb "antworten": Das ist nicht Dein Vater!" oder: Es ist nicht deine Schuld!
    Dazu habe ich aber, wie gesagt, einige prof. Hilfe gebraucht. Denn einfach so kann man das wohl nebenbei nicht lösen.
    Neben vielen Jahren Therapie habe ich letztes Jahr auch eine Kur gemacht, in der das Thema in einer Gruppentherapie durch "Aufstellung" bearbeitet wurde.
    Das hat sehr viel geholfen.

    Aber viell. kann Dich ja die Grundthese schonmal beschäftigen. Ev. kannst Du ja mal hören, ob Dein inneres Kind Dir die ganze Zeit ähnliches erzählt, einen ersten Schritt machen.

    LG
    Girasole

    Hallo Inwen,

    willkommen auch von mir :D

    Dass Du keine Wut spürst, scheint mir viel eher bedenkenswert, als die Wut, die man hier teilweise (!) lesen kann.
    Kann es sein, dass Wut für Dich etwas Negatives ist?
    Und wenn ja, warum??
    Aus blockierter, nicht zugelassener, verdrängter Wut entsteht sehr viel Ungutes. U.a. Albträume, Autoaggressionen, Depressionen u.v.m.!!
    Gefühle zulassen, wahrnehmen, einordnen und damit umgehen, ist ein Prozess, den ich erst erlernen musste.
    Nur so konnte XY so lange mit mir "Schiffchen fahren"!
    Natürlich ist Wut/Groll dauerhaft auch nichts Gutes! Aber bevor man überlegt, wie man damit umgehen kann, sollte man sie zuerst ein Mal spüren!!
    Und ihr nachfolgen, wieso, weshalb, warum, woher....
    In Deiner jetzigen SItuationzb sehe ich Wut keinesfalls als etwas Unangebrachtes. Eher finde ich es, wie gesagt, bedenkenswert, dass Du keine spürst!
    Du hättest allen Grund!
    Irgendwann kannst Du diese negativen Gefühle (es gehören ja noch mehr dazu als Wut) dann verarbeiten, ich tat es mit prof. Hilfe.
    Und dann steht einer halbwegs guten Beziehung mit dem Kindsvater nichts im Weg.
    Ich sage "halbwegs", da Du ja nur für Deine Seite sprechen kannst :wink: Wenn der Ex nicht mitmacht, ist es eben sehr schwierig!
    Und dass daraus wiederum WUt entsteht, halte ich für gesund....

    LG
    Girasole

    Hallo,

    mein Beitrag war keine Krititk am Begriff alter Hase.
    Ich finde es halt interessant, wie mit der Co-Abhängigkeit und deren "ÜBerwindung" umgegangen wird.
    Für manche reicht eine Trennung vom XY, das ist für mich halt wie beim Alkoholiker - "nur nicht trinken reicht nicht".

    Wie lange man hier ist, ist mehr oder weniger egal, klar :roll: Wie in einer echten SHG sind alle vertreten, nur dass man in einer echten SHG besser einschätzen kann, wer wo steht.
    Meist haben sich alle kurz vorgestellt und ihre Geschichte, wenn man neu ist.
    Hier kann man dann im entsprechenden Faden die Geschichten nachlesen, was aber halt eine längere Zeit dauern kann.

    Sorry fürs OT, ich bin dann mal wieder weg 8)

    LG
    Girasole

    Hallo Renate,

    ich bin über etwas ganz anderes eben gestolpert: Die Definition von "alter Hase".
    Ich bin nun schon eine ganze Zeit länger getrennt von XY als Du - aber dennoch sehe ich mich nicht als "alten Hasen".
    Dafür habe ich noch viel zu viel aufzuarbeiten und an mir zu erkennen.

    Ich sehe das Co-Sein als tiefgreifende Störung, die einem nicht mal so eben wiederfährt, weil man halt Pech hat, auf einen nassen Alkie "reinzufallen".

    Und daher auch als langwierige Angelegenheit. Ich fühle mich noch lange nicht "alt" = erfahren. Obwohl ich schon seit 3/4 Jahr alleine lebe und getrennt bin.
    Immer wieder erlebe ich schwierige Muster bei mir oder potentiell schädigende.

    LG
    Girasole

    Hallo Sunshine,

    es ist in der Tat für mich eine schwierige Aufgabe, bei potentiellen Partnern auch da hinzuschauen, wo Schwächen sind, Fehler wahrzunehmen.

    Ich glaube es hat auch viel damit zu tun, dass COs oft in der Kindheit ihren Wahrnehmungen nicht trauen durften. Viele haben ja zb als EKAs selbst Sucht erlebt und ihnen wurde ja von dem Co-Elterneil sehr schön vorgelebt, wie man mit Schwächen und Fehlern von anderen Menschen umgeht - die sind nicht da, die dürfen nicht sein :roll:
    Aber neiiiin, die Kinder bekommen ja nichts mit :roll:
    Und ich hatte zudem noch eine höchst übergriffige Mutter, die mir meine Grenzen, Gefühle und Bedürfnisse einfach nie zugestanden hat. Sie wusste das einfach immer besser. Punkt.

    Ich denke auch, dass zumindest jeder Alkie auch trocken Fehler und Schwächen hat, und sogar ein nasser Alkie hat mit Sicherheit zusätzlich zum Alk eben solche.
    Da kann man wirklich deutlich sehen, wie eingeschränkt die Wahrnehmung von COs ist und zwar schon bevor sie in der Beziehung waren! Es heißt ja hier immer mal wieder gerne- das war nur mein nasser Partner, der hat mich soweit "gebracht".... 8)

    LG
    Girasole

    Hallo Forum,

    immer mal wieder lese ich mich so nach und nach durch die Beiträge, auch die älteren. Bin nun bei 2012 angelangt :wink:

    Nun ist mir eines aufgefallen: Der Alkoholiker wird vom Co immer als super, toll, perfekt, idealer Partner, Seelenverwandter beschrieben- ja, ähm, bis auf das Alkoholproblem, is klar.... Bis dahin habe ich immer gedacht.

    Nun dachte ich mal weiter: HÄ? Nie im Leben! Es gibt es doch keine so perfekten Menschen? Also, ich bezweifel ganz ganz stark, dass diese ganzen Männer, auch ganz ohne Alkproblem so perfekt und fehlerlos waren :!:
    Das zeigt doch nochmal ganz klar eine Co-Falle auf: Kritik- und bedingungslose Annahme eines Partners.

    Vielleicht vor dem Hintergrund: Hauptsache, (irgend-) jemand liebt mich/ will mich (so war es bei mir)

    LG
    Girasole

    Hallo Karl,

    bleib bei Dir. Dein Gefühl sagt: Ich will nicht mehr.
    Zweifele nicht daran, sondern nimm Dich ernst!

    Wenn sie wirklich Hilfe will, kann sie sich aufmachen- ganz ohne DIch.
    Wieso denkst Du, ihr Wohl und Wehe hängt allein von Dir ab? Davon, wie Du Dich nun verhältst? Das ist typisch Co.

    Ihr spielt ein Spiel, und es ist auch noch Teil des Spiels, wenn einer sagt "ich spiele nicht mehr mit!" (Sinngemäß aus: Wenn Frauen zu sehr lieben)
    Erst wenn Du wirklich die Nase voll hast von dem, was sie macht oder nicht macht- dann hast Du wirklich losgelassen.

    Als es bei mir soweit war, habe ich keinen Strich mehr getan für XY: Ich hatte alle meine HIlfsbereitschaft gefühlt "aufgebraucht". Ich hatte ihm nichts mehr zu geben. Mir war klar, dass ich ihm auch nichts geben konnte.
    Was ich tat oder nicht tat, war völllig uninteressant für ihn und seine Sucht.
    Und tatsächlich: Er hat immer andere gefunden, die für ihn den Co spielten. Ich war kein zwingender Part in seiner Story! Ich habe mir den Part selbst aufgezwungen.
    Als ich losließ, war er gerade wiedermal in einer Entgiftung und brauchte Sachen (war notfallmäßig eingeliefert worden, klar). Ich brachte ihm keine mehr und war gespannt, wie er dies lösen wurde. - Nun, es ging. Erst spannte er schamlos andere ein, und nach einigen Wiederholungen, als wohl niemand ihm mehr was brachte....
    .... nun da hat er ein paar Tage auch mal ohne Sachen in der Entgiftung überlebt...
    Nur als Beispiel.
    Dass ich als Co auch lange so größenwahnsinnig war zu glauben, XY brauche mich tatsächlich überlebenswichtig, will ich gar nicht abstreiten....

    Ach ja, nochmals meine Frage von vor einiger Zeit: Wieso kannst Du die Reißleine nicht ziehen?

    LG
    Girasole

    Zitat von Neuweg


    Und trotz dieser Einsicht keimt wieder diese Hoffnung auf. Diese Hoffnung auf die heile Familienwelt hier zu Hause, mit Kinder, Hund, Katze und Garten mit hübschen Blümchen.
    Nur weil xy nun immer noch hochmotiviert nüchtern, nett, gutgelaunt ist, abnehmen will und in dieser Rolle glänzt.

    Wobei es gar nicht die Hoffnung auf xy ist, sondern eben diese heile Welt.

    Hallo Neuweg,

    ich finde, Du schlägst Dich sehr wacker!
    Dafür ist Beratung ja da, dass einem jemand von außerhalb einen anderen Blick aufzeigt.
    Beratung in Anspruch nehmen ist nichts Schlimmes oder Peinliches.
    Ich finde, es zeugt von Stärke und Intelligenz zu merken, ich komme alleine nicht weiter und statt ewig in der Schleife zu hängen, probiere ich mal einen anderen WEg.
    Nur so bin ich in meinem Leben immer wieder ein Stück weiter gekommen.

    Zu dem Zitat oben:
    Das ist schon die Richtung in die meine Frage vor einiger Zeit ging:
    Wieso hängt "glücklich sein/ Harmonie/heile Welt" (wie immer man es nennt) mit XY zusammen?
    Du schreibst die Antwort ja selbst: Eigentlich hängt es gar nicht zusammen!
    Wichtig ist, DIr das immer wieder vor Augen zu führen, wenn Du die heile Welt mit ihm verknüpfst.
    Eine heile Welt (ich nenne es "inneren Frieden, inneres Zuhause) liegt nur in Dir ganz allein

    LG
    Girasole

    Hallo Aurora,

    für mich ist es (noch?) echte Arbeit, dieses Wertlosgefühl überhaupt zu erspüren, wahrzunehmen.
    Erstmal erkannt, ist es dann so wie der alte Satz "Gefahr erkannt... Gefahr gebannt". Naja. nicht ganz so direkt.
    Auch nach dem Erkennen steht Arbeit, es reicht (noch?) nicht allein.
    Ich versuche versch. Wege, dann damit umzugehen, und es gibt kein Patentrezept. Mal klappt dieser Weg, mal jener.
    Wie machst Du das nach dem Erkennen? Und erkennst Du das leicht?

    LG
    Girasole

    Hallo Meerli,
    ich habe viele Jahre daran arbeiten müssen. Der Kontakt zu meinem Erzeuger war immer schon sporadisch und ist auch immer mal wieder von seiner Seite abgebrochen worden.
    Nun herrscht FUnkstille seit mehreren Jahren.
    Es hat lange gedauert, bis ich meine Gefühle dazu überhaupt spüren konnte.
    Wut und Trauer haben- ganz tief unten in mir vergraben - meinen Körper und meine Seele regelrecht vergiftet.
    So dachte ich lange, ist mir egal, was mit dem ist, wie er zu mir ist.
    Nun kommen immer mal wieder Momente tiefer Trauer darüber, dass es so ist, wie es ist.
    Dass ich keine "nomalen" Eltern habe (mit meiner Ma habe ich Kontakt, aber nur ganz selten, denn sie tut mir nicht gut, auch wenn sie keine ALkoholikerin ist. Aber sie ist mir in keinerlei Hinsicht eine "normale" Mutter. Ich kann nicht mir ihr über Probleme reden, Unternehmungen mit ihr machen o.ä.)
    Laut Theras werden diese Momente mein Leben lang immer wieder auftauchen.
    Es ist soz. der "Schmerz meines Lebens" und da ist es klar, dass der nie ganz weg sein wird.
    WIchtig ist dann v.a., wie ich damit umgehe. Also nicht verdrängen, zb.
    ABer auch nicht hineinfallen lassen wie ein kleines Kind. SOndern daran denken "ich bin erwachsen, ich brauche sie nicht mehr zwingend zum(Über-)Leben. usw.

    LG
    Girasole

    Hehe, kein Problem, schreibt ruhig :wink:

    Zu dem gestrigen Eintrag möchte ich noch hinzufügen, dass ich bisher überwiegend gute Erfahrungen damit gemacht habe, mich auseinanderzusetzen/ zu streiten/ für meine Sache, Bedürfnisse einzutreten: Die meisten können- gerade beruflich- damit umgehen, dass man sich auseinandersetzt und mögen einen (mich) deshalb nicht weniger.
    Es geht um die Sache, und die hat nichts mit mir als Person zu tun.
    Ich habe früher bei meiner Mutter gelernt: Bist Du nicht für mich, bist Du gegen mich.
    Das hat sie ganz oft so formuliert, aber auch sehr oft ohne Worte gezeigt. Wehe, wir hatten eine anderer Meinung, andere Bedürfnisse- da wurde geweint, flogen Türen, wurde geheult wie schlimm wir sind, wurde uns aufgebürdet, wir seien schuld an ihrem Kummer, wir sollten "Zu ihr halten".....
    Lange habe ich daher eine Auseinandersetzung mit zerstörter Liebe/ Sympathie gleichgesetzt.....
    Wer will es sich schon auf der Arbeit mit allen "verscherzen"....
    Aber wirklich: Es sind viel mehr fähig, da zu differenzieren, als ich dachte.
    Und die, die es nicht können, auf die kann ich zugehen und dies vermitteln. Es geht um die Sache. Punkt.

    LG
    Girasole

    Hallo Forum,

    ein weiterer Schritt weg aus dem Co-Dasein:
    Heute auf der Arbeit habe ich richtig gekämpft für einen wirklich guten, sinnvollen Zweck und gewonnen!
    Allerdings war abzusehen, was nun auch eingetreten ist: Eine gewisse Person ist stinksauer auf mich. (Ich muss ja nicht betonen, dass ich niemandem irgendwas getan habe, was in irgendeiner Weise Würde oder Respekt verletzend war)
    Zuhause wartete ich fast schon angstvoll auf das altbekannte beklemmend schlechte Gefühl, was sich einstellt, wenn jemand sauer auf mich ist- ob zu Recht oder Unrecht, und gerade gerne auch auf der Arbeit.
    Es kam dann auch, das Gefühl. Schaute um die Ecke und fragte quasi "darf ich reinkommen?"
    "Ach nein," antwortete ich ihm, "wieso soll ich mich denn schlecht fühlen, nur weil ich einen tollen Sieg erreicht habe? So etwa jeder Mann in der Arbeitswelt macht das tagtäglich und hat damit keine Probleme!"
    "ach so, na gut ok, da hast Du wohl Recht..." ... und das Gefühl verschwand!
    Yes!
    Yeah!
    Tschakka!
    Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, mich und meine Meinung zu vertreten, auch wenn es dadurch für andere unbequem wird.
    (Das ist mein Ziel für 2014)

    LG
    Girasole