Beiträge von girasole

    Hallo Schleife,

    auch von mir ein "HErzlich Willkommen"!

    Zu Deinen Fragen: DIskussionen unter Alkohol sind verschwendete Zeit und Energie. Immer.
    Ohne Alkohol, naja... die meisten hier haben die Erfahrung gemacht, dass auch dann meist wenig bis gar nix ankam- s. Sagara.
    Bei mir ist es auch so gewesen.
    Hei mein lieber Herr Gesangsverein, was hab ich mir im Laufe von xx Jahren den Mund fusslig geredet, versucht selbst Vorbild zu sein usw.
    Bilanz: Nix.

    Wenn Du ein wenig bei den "Trockenen" liest, wirst Du schnell herausfinden, was dir auch die meisten Cos sagen können: EIn Suchtkranker findet immer einen Grund zum Trinken. Weil das Wetter schön, da macht das Bier im Biergarten so viel Spaß. Weil das Wetter schlecht ist, zum Trost. Weil die Arbeit super lief- zur Belohnung, Weil sie schlecht lief- zum Entspannen. Weil Montag ist- der blöde WOchenanfang. Weil Freitag ist- Wochenende usw...
    Verstehst Du?

    Hier lesen und sich austauschen hilft sehr viel, finde ich.
    Viel Erfolg und KRaft dafür!
    Liebe Grüße!

    Liebe Herze,

    ich danke Dir für Deinen Besuch hier!

    Zitat von herzeloyde

    und was du im letzten absatz übers vorwerfen schreibst: es geht im grunde gar nicht darum, dem anderen etwas vorzuwerfen.

    Da hast Du nat. absolut Recht. Das hatte ich mir im Nachhinein auch schon überlegt.


    Zitat von herzeloyde

    dass man eben nicht nur das arme opfer war von einem partner, der sein leben nicht hinbekommt, sondern man einen ganz großen teil dazu beigetragen hat, dass dieses system für geraume zeit aufrechterhalten blieb...


    Ja, auf jeden Fall. Das ist mir klar.

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    Meine Bedürftigkeit und meine riesige Angst, im Stich gelassen zu werden, so wie seinerzeit von meinem Erzeuger.
    Im Prinzip hatte sich mit meinem Auszug eine Situation wiederholt, die es so schon mal vor vielen vielen Jahren gab.
    Ich war damals auf Hilfe angewiesen, die ich von meinem Erzeuger eben nicht bekam.
    Dieses Mal hatte ich auch große Angst davor, betr. meines Auszugs, dies nicht alleine schaffen zu können, finanziell vor allem.
    Nun habe ich gesehen und gespürt, dass ich nicht mehr die junge Studentin von damals bin.
    Ich habe was aus mir gemacht seither, (beruflich und auch geistig/seelisch in insgesamt 9 Jahren Therapie...) und konnte alles, wirklich alles was den Umzug betraf, selbständig regeln und bezahlen.
    Sogar einen Urlaub kann ich mir leisten und einen teuren TÜV, der gerade auch noch anstand :roll:
    Das gibt ein wahnsinnig gutes Gefühl,- ich kann für mich sorgen. Ich bin erwachsen und kann für mich sorgen.
    Das lässt mein inneres Kind sich extrem gut fühlen :D

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    Thema Dankbarkeit:
    Also davon fühle ich wahrlich nichts.
    Was ich fühle steht so in der Art bei S. Hühn, "Ich lasse Deines bei Dir."
    Dank für all das Gute, das ich von ihm bekommen habe.
    Dieses mit in die Zukunft nehmen und in EHren halten.
    Er darf, was er von mir bekommen hat, mit in die Zukunft nehmen.
    Für das, was zwischen uns schiefgelaufen ist, übernehme ich meinen Teil der Verantwortung. Und den seinen lasse ich bei ihm.
    Und jetzt darf es gut sein.


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    Auf meine SMS gestern bekam ich von Ex-XY keine Antwort. Das hat mich gestern abend in ein mittleres Tief gestürzt, das erste seit vielen Tagen.
    Nach einer reichlichen Portion Schlaf war das jedoch heute morgen vorbei. Auch gestern abend spät war es schon am abklingen. Ich wusste so gar nicht, was ich dagegen machen sollte- und habe es einfach mal ausgesessen, ausgehalten.
    Bei dem Gedanken, nichts mehr, nie wieder was von ihm zu hören, fühle ich mich erstaunlich gut.
    Und frage mich, wie ich jemals darauf kam, ohne ihn nicht sein zu können, den Kontakt/ ihn zu brauchen :shock: Schon sehr erstaunlich.
    Das einzige was mich nun noch beschäftigt diesbzgl.: Ich habe noch ein paar Sachen in der Whg, an denen ich wirklich hänge. Ich traue ihm nun durchaus zu, dass er richtig ätzend wird mir gegenüber. Ich hoffe, er schmeißt nicht alles weg oder lässt mich darum bitten und betteln :evil:
    Aber abgesehen davon brauche ich nie wieder was von ihm zu hören.
    Mir fallen nun auch plötzlich viele kleine Dinge ein, die zeigen, dass er eig. einen miesen Charakter hat. Komisch, dass ich die vorher nie so bewusst gesehen habe. :roll:

    Alles in allem geht es bei mir in der Tendenz in kleinen Schritten zwar, aber auf jeden Fall nach oben, in jeglicher Hinsicht.
    Und ich denke, dass es bei ihm genau umgekehrt ist. Er ist nicht in der Lage, alleine das Leben zu meistern, das weiß ich.

    Allerdings hat er auch in dem Moment, als er merkte, ich löse mich ab, wieder engen KOntakt zu seiner Exfrau aufgenommen. Jahrlang hat er bei mir so schlecht über sie gesprochen.... und nun fragt er sie gerne insbesondere um Rat, wenn es darum geht, mich auszubooten. Das meine ich zb mit mieser Charakter.

    Sie freut sich nun, mir gegenüber "gewonnen" zu haben. EInfach unfassbar - sie kann ihn haben, geschenkt und ohne Rückgabe 8)

    Hm, ich konnte nicht widerstehen und habe Ex-XY doch eine SMS geschickt, dass er sich nämlich in dem Ton gar nicht mehr zu melden braucht.
    So, ha!

    So und dann ist mir die letzten Tage eine Erkenntnis gekommen, die zunächst halbreif durch meinen Kopf spukte und dann aber plötzlich voll ausgereift "rausgeploppt" kam:
    Was hat mich so lange bei Ex-XY gehalten? Wovor habe ich mich gefürchtet?
    Ganz einfach eigentlich: Er ist das exakte Pendant zu meinem Vater.
    Dieser mein Erzeuger hat mich nie wirklich geliebt und dann auch noch verlassen. Dieses Trauma wollte ich hier ganz klar "auflösen".
    Ex-XY hat immer gesagt, egal was ist, ich werde dich niemals verlassen. Das klang für mich tröstlich und irgendwie wie im Himmel.
    Niemals verlassen werden. Genau das, was sich ein Kind von seinem Vater wünscht.
    Am Schluß der Beziehung zu Ex-XY fühlte sich allerdings sein Spruch "Ich werde dich nie verlassen" eher wie eine Drohung an....
    Das hat er auch in letzte verzweifelte Manipulationsversuche eingebaut, als ich die Ehe so gut wie beendet hatte und erklärt hatte, dass ich ausziehen werde, hat er mir den Satz auch geschrieben.
    Das war schon irgendwie skurril, denn ich hatte ihn ja verlassen.
    Und dann fragte er mich ganz begeistert und strahlend, ob ich mich über den Satz gefreut hätte.
    Er war ganz genauso bedürftig wie ich und hatte versucht, mir zu geben, worüber er sich gefreut hätte.
    Das macht mich nun schon wieder sehr traurig. Immer wenn ich so in der Tiefe darüber nachdenke, stosse ich auf seine tiefe Bedürftigkeit, aus der alles entsprungen ist. Auf seine schlimme Kindheit usw.
    Ich kann ihm Manipulation vorwerfen und alle unangenehmen Merkmale eines Süchtigen, aber die Quelle all dessen, seine Bedürftigkeit, kann ich ihm nicht vorwerfen. :cry:
    Der Punkt ist halt, dass ich genauso bedürftig bin, und ihn eben nicht "nähren/heilen" kann.
    Also versuche ich im Gebet, Gott darum zu bitten. Für ihn. Und für mich.

    Nachdenkliche Grüße an alle lieben Foris

    Zitat von Morgenrot


    das kommt mir sehr bekannt vor. Es dient dazu dich auf Kurs zu halten.
    Wir Cos sind mit so wenig zufrieden, und wenn uns dann etwas vorgeführt wird, was in irgendeiner Weise Hoffnung signalisiert springen wir darauf an.
    Das kenne ich von mir selbst, aber dieses immer wieder entäuscht werden zermürbt, und macht dich kaputt.

    Genauso ist es!
    Viell. ein Bild von mir dazu: Du kennst den Esel, dem die Karotte an einem Stab vor die Nase gehalten wird....?...??
    Es scheint auch ein typisches Muster zu sein, denn bei mir war es exakt genauso!
    Ich habe herausgefunden, dass ich bei Männern immer darauf achte "wollen sie mich?" - das passt auch zu der Co-Zufriedenheit mit "hingeworfenen Krümeln/Resten".
    Mit dieser Einstellung wird nämlich gar kein eigener ANspruch an den XY gestellt. Hauptsache, ich werde gewollt und geliebt.
    Das hat bei mir wahnsinnig gezogen, egal was war- er sagte, er würde mich nie verlassen.
    Das kann ich rückblickend eins zu eins auf meinen Vater übertragen, der mich nie geliebt und dann auch noch verlassen hat.
    rückblickend ist also klar, was ich von Ex-XY wollte...
    VIell hast Du ja auch eine Idee, was da bei Dir so los ist...
    Liebe Grüße!

    Hallo Failure,

    für die Frage "wie sag ichs meinem Kinde" bin ich beruflich absolut qualifiziert. Und auch noch privat, denn ich musste "es" vor kurzem auch meiner Stieftochter erklären.
    Es wurde hier auch schon geschrieben: Alteradäquat offen und ehrlich. Wenn Du als nicht-Pädagoge keine Ahnung hast, wie Du das nun formulieren sollst, kannst Du Dich an örtliche Erziehungsberatungsstellen wenden, oder ev. gibt es in der Schule Deines Sohnes ein Schulsozialarbeiter. ODer frage den Beratungslehrer der Schule.
    Was das Verkraften des Sohnes angeht: Kann ich nur sagen, auch bei ihm wird die Offenheit entlastend wirken. Kinder können viel vertragen, wenn mit ihnen offen gesprochen wird und sie Halt angeboten bekommen bzw. haben.
    Viel Schlimmer, weil UNheimlicher sind für sie die heimlichen Dinge. Qua Berufs höre ich so oft, wie Kinder mir erzählen, was sie alles mitbekommen. Das schlimmste sind die Zukunftsängste die dann auftreten, die nicht bearbeitet werden können, weil ja keiner darüber spricht.

    Wird deine Frau -erst recht- abstürzen? Tja, das weiß nat. niemand. Aber als W.C.S. solltest Du auch darauf vorbereitet sein.

    Was erzählst Du anderen? Ich kann nur von mir berichten: Die Sucht geht ja immer einher mit Heimlichkeiten und Lügen. Für mich war es wahnsinnig befreiend, dieses alte Muster aufzubrechen und klipp und klar zu sagen, was Sache ist. Es war fast so, als würde ich der Sucht den Finger zeigen, nach dem Motto "Ich mache das nicht mehr mit!".
    Diejenigen, die damit nicht umgehen können... haben wahrsch. selbst ein Problem.... zumindest ist das bei meinem Bekanntenkreis der Fall gewesen. Ich finde, es zeigt Mut, wenn jemand so offen anspricht, was das Problem von sooo vielen Leuten ist. In der Regel begegnet mir Respekt.

    Sorgerecht- bloß kein Streit ums Kind, bitte. Qua Berufs erlebe ich zu oft, wie Kinder an sowas zerbrechen.
    Sie lieben immer ihre Eltern und zwar beide- ganz egal, was die getan haben. Und sobald sich die ELtern trennen, stehen sie schon im Loyalitätskonflikt. Immer.
    Keinen verletzen, keinen zurückstoßen, beiden gerecht werden. Schon allein das kann für Kinder sehr schwer werden.
    Nur damit du es weißt, denn dann kannst du mit deinem Kind auch darüber sprechen: "Du brauchst keine Angst haben, dass ich traurig bin, weil du die Mama auch liebhast" so in der Art.
    Und bitte nie (!) beim Kind schlecht über die Mutter reden. Egal wie berechtigt das wäre.
    (Ich will dir nix unterstellen! Ich erlebe halt so oft, wie schnell Eltern sich damit gegenseitig am WIckel haben....!)
    Liebe Grüße!

    Oh vielen Dank, Sagara, wie lieb von Dir! :)
    Ich habe zwar schon Urlaub, fahre aber erst am WE weg.
    Der liebe Mann war auf der Durchreise und hat einen Tag "Stopp" bei mir gemacht. Nächste Woche sehen wir uns dann wieder, im Anschluss an das Seminar.
    Ex-XY hat gestern tatsächlich kontrolliert, ob mein Telefon wirklich aus war :evil: Das war es zu dem Zeitpunkt (noch) nicht. Darauf hat er eine böse SMS geschickt, nach dem Motto- ich hätte doch gesagt, mein Tel. sei aus, ich wolle wohl nicht mit ihm sprechen, das fände er nach xx Jahren total mies.
    Das war zum GLück soo manipulativ, dass mich die Manipulation direkt angesprungen ist,- und ich nicht "gehorcht" habe :P Also, ich habe mich nicht schlecht gefühlt oder Schuldig o.ä.
    Allerdings habe ich dann wirklich das Tel. aus gemacht - das brauche ich mir nicht anzutun.
    Ich werde mich nun gar nicht mehr bei ihm melden. Der wohl echt nen Vogel!!!
    Als ich es heute wieder einschaltete, hatte ich echt Angst vor weiteren bösen SMSen. Ich hatte mir überlegt, diese ungelesen zu löschen.
    Aber es kam keine, stattdessen eine andere sehr wichtige Nachricht, so dass ich froh war, das Tel. angemacht zu haben.
    Und nicht aus lauter Angst dann eben für niemanden erreichbar zu sein.
    (Das ist ja dann eben die Kehrseite der Medaille, wenn man sich einfach unerreichbar macht, man kann dann auch von den lieben Menschen nicht erreicht werden...)

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    So viel Angst ich die ganzen Jahre vor dem Leben alleine hatte,- so gut gefällt es mir plötzlich :shock:
    Ich habe mich sehr gefreut, über meinen lieben BEsuch.... aber als er mich heute mitnehmen wollte auf seine Reise (einladen inkl.!), habe ich das nicht gemacht. Das war mir zu viel. Zu schnell und zu viel.
    Ich bin gerade ganz gerne alleine, widme mich meinen Gedanken zum Thema Co und ausschließlich meinen Interessen (wann ich schlafen möchte, wann ich aufstehen möchte, was ich machen will, wann und was ich esse usw....) Ich möchte gerade ganz in meinem im Mittelpunkt stehen.
    Wer hätte das gedacht...

    Herzlichen Dank für diese wertvollen Gedanken, "MM" :)
    Jede Sekunde kann mein Besuch klingeln, aber Deine Ideen verschwinden damit nicht. Sobald Zeit und Muße da ist, werde ich mich damit beschäftigen. Und ich habe noch laange urlaub- da wird noch Zeit sein.
    Ex-XY und ich haben zwar noch einiges zu klären, aber ich werde mich nun schonmal sortieren was den Kontakt betrifft für die Zeit, wenn wir eben alles geklärt haben.
    Viele liebe Grüße an Dich! Und an alle anderen hier.

    Hach ja, die Co-Abhängigkeit.... wieder mal zeigt sie eines ihrer vielen tausend Gesichter:
    Ich bekomme Besuch von besagtem lieben Mann- er kommt von weiter her. Nun will ich in der Zeit nicht unbedingt mit Ex-XY telefonieren.
    Frau Girasole-mein-zweiter-Name-ist- co überlegte gerüttelt mehrere Stunden, was dem Herrn Ex-XY erzählen, damit er nicht anruft? Wenn ich mein Telefon einfach ausmache, steht er mit Sicherheit irgendwann vor meiner Tür.... Und auf häßliche Szenen habe ich ja mal so gar keinen Bock.
    Also guter Rat war teuer, denn in den URlaub fahre ich ja bereits nächste Woche, was er auch weiß. Viell. ein Tagesausflug mit der Familiy? Aber was ist dann mit morgen und übermorgen.... ein zweiter spontaner Kurzurlaub-... geht nicht, er weiß ich bin knapp bei Kasse...
    Ja Wahnsinn.
    Und die ganze ZEit immer im Hinterkopf: Muss das wirklich sein, so ein Schmierentheater :-|
    Heute morgen wusste ich dann: Keine Begründung. EInfach der Hinweis, ich mache mein Handy die nächsten Tage aus. Punkt.
    Gesagt,- Sms geschrieben.
    Per SMS kam auch die Antwort, sinngemäß, ich könne ihm ruhig sagen, wenn ich mit dem anderen zusammen bin,- er liebe mich trotzdem.
    :shock: WIe krank verstrickt sind wir eig. immer noch!!??!!!??? :?

    Zitat von Magna Mater

    Mir ist im Weiterlesen noch etwas aufgefallen, zu dem ich gerne etwas schreiben möchte:


    Ich persönlich glaube - im Rückblick - dass das was Du beschreibst, also das Abgrenzen im Nebeneinanderleben, bei mir nur eine Art Vorstufe war. Als ich zum ersten Mal hier war, da hatte ich damit gerade erst begonnen und dann tat ich es immer mehr. Ich machte eine Therapie, nur für mich. Ich suchte aktiv Freunde und Kontakte und ließ ihn immer mehr links liegen;

    Genau so war es bei mir auch, eine Art Vorstufe. Damals war mir das zwar nicht klar, dass es zur Trennung führen würde. Es war nicht meine Absicht. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass mein Thera das sehr gut hinbekommen hat bzw er und ich zusammen :D

    Liebe Cocomel,

    danke für Deinen Beitrag! Es freut mich, dass andere meinen Faden lesen, und ich nicht nur "alleine" (im www, ja klar, *hust*) vor mich hin schreibsel.

    Ich freue mich über jeden Austausch und Zuspruch!!!!!

    Nach dem Eintrag gestern abend hat mich die Angst gepackt:
    Das kann nicht gutgehen, es ist nur eine Frage der Zeit, bist du wieder ganz unten bist, und jetzt hast du es auch noch "beschrieen!" .....

    Ex-XY versucht sich nach wie vor in Manipulation. Letztens telefonierten wir abends nach seiner Arbeit und er meinte ganz nebenbei "Auf dem Heimweg eben wäre ich fast bei dir vorbeigekommen..." !! :shock:
    Aus mir kam ganz spontan: "Wehe!"
    Und er ganz nonchalant "wieso willst du das eig. nicht?"
    Frau Girasole darauf: "Ja sag mal! Ich habe dir doch gesagt, dass ich dich nicht sehen will!" :roll: So klar zu sein, ist ganz neu für mich.
    Ein anderes Mal ging es um meinen bald anstehenden URlaub, sprich das Meditations-Seminar und anschl. hänge ich noch ein paar Tage mit dem anderen lieben Mann an... Das erzähle ich XY aber nicht.
    Es geht ihn einfach nichts an. Wenn ich eine Beziehung habe, werde ich dazu stehen, aber alles davor- ist meine Sache.
    Er meinte (wie schon viele Male davor) ganz nörgelig, ob ich alleine fahren würde und er würde mir das nicht glauben.
    Während ich tief Luft holte, um ihm ausführlich zu erklären... (wie schon viele Male davor...) - hörte ich mich plötzlich sagen "Dein Pech!"
    Ex-XY verwirrt "hä?" und ich: "...dann glaube es mir halt nicht!"
    dann kam der übliche leicht beleidigte Tonfall, nach dem Motto mein-Gott-bist- du -zickig- was-habe-ich-denn-jetzt-schon- wieder- gemacht...
    Ich habe aber nicht um seine Beschwichtigung gebuhlt, sondern es einfach mal so stehen lassen.
    Aber- seit ich so bin- hält er sich weitestgehend an die Regeln, die ich für den KOntakt aufgestellt habe.

    Hallo Cocomel,

    nun schreibe ich auch mal bei Dir :)

    Zitat von cocomel

    Ich lese jeden Tag hier,auch wenn ich nicht schreibe und die Geschichten ähneln sich so sehr,dass es fast erschreckend ist.

    Ja, genauso ist es bei mir auch :)


    Zitat von cocomel

    Das hat mich nochmals sehr getroffen diese Aussage. Sein Verhalten und seine ganze Art mir gegenüber ist irgendwie total unverständlich und verwirrend für mich. Er sucht Kontakt,will mich sehen,obwohl er weiss,dass es für mich nicht gut ist,seine Gefühlslage ist nicht durchschaubar.


    Ich habe es aufgegeben, das zu wollen- seine Gefühlslage zu durchschauen.
    Und: Ich habe es aufgegeben zu hoffen, dass er sich wahrhaft darum schert, was "gut für mich" ist. Er behauptet zwar, dies sei ihm extrem wichtig- aber hier gilt der Grundsatz "Taten vor Worte"! Und er hat noch nie, wirklich noch nie, völlig selbstlos mir gegenüber gehandelt. Wenn er mir was Guts getan hat, dann weil er was wiedergutzumachen hatte, oder sich einen Vorteil erhofft hat oder oder....
    Mal ganz ehrlich: Kann man von einem nassen Alkoholiker selbstloses empathisches Verhalten erwarten??
    Ich glaube, die Antwort kennst Du...

    Was die Aussprache und Gründe betrifft:
    Liebe Cocomel, ich glaube, er hat Riesenangst davor, den wahren Grund auszusprechen und damit anzuerkennen - denn das wäre ja gleichbedeutend mit der Anerkennung "ich bin süchtig"....
    Und das ist ja das Schwerste überhaupt für einen SÜchtigen.
    Daher denke ich, eine Aussprache macht erst Sinn, wenn er trocken ist.

    Liebe Grüße!

    Hei Sagara,

    es ist zum Glück immer weniger so, wenn ich nach Hause komme. Immer öfter überwiegt das Gefühl "hach, schön!". Ich spüre immer deutlicher den Frieden und die Ruhe hier in meinem Zuhause, im Gegensatz zur Ehe.
    Ich merke allmählich, dass meine Kraft wächst und mein Antrieb.
    Was früher für mich sehr anstrengend war, erledige ich nun mit links.
    Ich habe einfach mehr Raum und Zeit für mich.
    Zum Glück habe ich daran schon jahrelang vorher in meiner Therapie gearbeitet, also an dem Thema generell, wer bin ich, was brauche ich, wer will ich sein usw.
    So ist es für mich jetzt kaum erschreckend, plötzlich so auf mich geworfen zu sein.
    WIe schon geschrieben,- meine Depressionen sind in Behandlung, da ist nichts, was plötzlich aufflammen kann.
    Meine freie Zeit kann ich mit vielen schönen Hobbys füllen (... ich hatte geschrieben, mit zweien. WIe komme ich denn darauf... es sind viel mehr :lol: ) und mit einem tollen Beruf.
    Es ist also nicht erschreckend. Eher ungewohnt.
    Aber jetzt, wo ich mich so langsam sortiert habe, habe ich das Gefühl, es geht zunehmend bergauf.

    Obwohl es einen anderen lieben Mann in meinem Leben gibt, so kann ich meine "Beziehungssüchtigen Tendenzen" ganz gut erkennen und beenden.
    Das zwanghafte Warten auf sein Melden/eine Sms oder die Frage,wann sehen wir uns wieder...usw... alles sowas hätte mich früher total paralysiert. Ich wäre nur noch darauf fixiert gewesen.
    Meine Stimmung hing davon ab!
    Und auch ich habe mich immer irgendwie "Zielführend" verhalten. Oder gar manipulativ...? Ich habe genau überlegt, wie und wann ich mich melde, ob das "klammernd" aussieht oder "uninteressiert" oder oder....
    Heute melde ich mich, wenn mein Gefühl es mir sagt.
    Ich habe immer noch die Tendenz zu, all dem, aber wenn ich es erkenne, kann ich auch abstellen, indem ich mich mir und meinem Tag widme. Ich bin hoffentlich ausgefüllt, sodass ich das Fixieren und Klammern gar nicht mehr brauche.

    Ich erkenne mich übrigens in vielen Berichten hier wieder, auch wenn es bisher in meinem Tagebuch nicht danach aussieht- auch ich bin mehrfach wieder zu ihm zurückgegangen, bevor ich es endgültig geschafft habe....
    Mein Therapeut hat beim ersten Mal ganz unaufgeregt gesagt "Das ist ein Prozess, der sowieso im Gange ist. Der ist jetzt nicht mehr aufzuhalten".
    Damals dachte ich "was redet der da??? Ich will diesen Prozess gar nicht mehr!"
    Heute denke ich "was für ein schlauer Mensch!" :lol:

    Liebe Sagara,

    ach ja die Schuldgefühle... das kann ich so gut nachvollziehen!!
    Für mich waren und sind sie das schlimmste an der ganzen Trennung.
    Du hast schon Recht- Deinen Standpunkt wird er nicht verstehen (wollen).
    Da solltest Du gar nicht drauf hoffen.
    Die Schuldgefühle sind bei mir weniger geworden, als ich den Kontakt stark zurückgefahren habe. Vielleicht eine IDee für DIch. Ich weiß ja nicht, wieviel Kontakt ihr habt.

    Ich habe lange darüber nachgedacht, was wohl mein Tiefpunkt war.
    Kann man mehrere gehabt haben?
    Einer war definitiv als es eine polizeiliche Wohnungsdurchsuchung bei uns gab. Die Gründe dafür lasse ich hier weg. Jedenfalls war sie kein "Justiz-Irrtum", sondern voll berechtigt.
    Ich dachte, ich falle tot um, als die Zivilpolizisten reinkamen und dies ankündigten. Zumal ich beruflich mit diesem Revier zu tun habe.
    Und XY und ich sind verheiratet, haben den gleichen Nachnamen!
    Das war der Moment, wo ich dachte: So nicht, meine Stelle lasse ich mir von dir nicht kaputt machen!" Denn ich liebe meine Stelle!

    Gestern habe ich länger darüber nachgedacht, dass es hier nur so wimmelt von Menschen, die ihre Co-Abhängigkeit schildern und dann plötzlich auf Nimmerwiedersehen abtauchen. Noch bevor man auch nur einen Hauch von Ablösung erahnen kann.
    Die haben es also alle "nicht geschafft".
    Was für eine gefährliche und heimtückische Störung diese Co-Abhängigkeit doch ist. Das wird mir damit allmählich bewusst. Es war mir nicht klar, dass es so schwer ist, dass es so viele nicht schaffen.
    Ich schaue mir die Leute ganz anders an, gerade Orte mit mehreren Menschen, denke mir "statistisch sind hiervon xx Leute in einer solchen Situation."
    Sie zeigen einen schönen Schein und sie in Wahrheit doch gefangen.
    Ich bin so froh, dass ich es gepackt habe. Wie knapp stand ich wohl davor, aufzugeben, zu kapitulieren, zu bleiben, für immer?.....??......

    Heute war ich lange unterwegs und als ich dann heim kam, durch die Haustür ging, hatte ich zum 1.Mal in der neuen Wohnung das Gefühl: "EIn schönes Gefühl, hier zu sein!" :D Was ich dann gleich auch mal laut gesagt habe. (Vorher war beim Reinkommen eher so ein Gefühl von "hach, und keiner da...isch bin gaaaaanz alloine"...)
    Ich lese gerade total viel hier und es gibt mir sehr viel Kraft, das Gefühl, auf dem absolut richtigen Weg zu sein. :D viell. hängt es auch damit zusammen.

    ich habe einen guten Weg gefunden, mit Liebesschwur-SMSen umzugehen, die leider vereinzelt noch eintrudeln.
    Heute und vor ein paar Tagen schon mal, da habe ich sinngemäß geantwortet, dass es mir leidtut, aber es nicht mehr ging. Und dass ich nicht kaputtgehen kann, um bei ihm zu sein bzw. dass es ihm besser geht.
    Darauf kommt nix mehr von ihm und ich fühle mich gut, weil ich zu mir gestanden habe.

    Hallo Sagara,

    die Erkenntnis: so geht es mir nicht gut-Angst vorm Alleinesein- "mehr" alleine sein kann ich kaum noch- im Netz nach Wohnungen schauen-
    das hört sich nach einer guten RIchtung an.
    Habe ich das richtig verstanden und ihr wohnt aber eh nicht zusammen?
    Du willst "Einfach nur" etwas mehr raus auf Land, richtig?
    Endlich das Leben genießen und nicht mehr unsicher, angepasst und geduckt- das hört sich auf jeden Fall super an!
    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg Schritt für Schritt vorwärts gehst.

    So jetzt schreibe ich dir noch eine Nachricht und dann gehe ich noch etwas Lesen.

    Gute NAcht!