Beiträge von Sunshine_33

    Eben erst gelesen:

    Zitat

    Trotzdem hoffe ich, dass es über das Thema "Sportler sein" zu einem Sinneswandel kommt.

    Denn diese ganzen Trainingseinheiten, das frühe Aufstehen etc sind gar nicht zu bewältigen mit Alkohol. Durch Sport wird doch auch so viel Serotonin ausgeschüttet ... was auch zu einer besseren mentalen Verfassung führt.

    Hat irgendjemand hier schonmal über Sport die Kurve gekriegt? Ist das möglich?

    Wahrscheinlich nur, wenn es zeitgleich die Einsicht und die Kapitulation bezüglich Alkohol gibt ...

    Ich habe während meiner langen Sauferei auch immer wieder Phasen gehabt, wo ich sehr viel Sport gemacht habe, mich ausserdem möglichst gesund ernährt habe.

    Und ich wusste ebenso, wie sehr mir Alk schadet.

    Ich habe trotzdem weiter gesoffen.

    Letztendlich habe ich die Sauferei halt um den Sport herum gebaut. Ging.

    Da wird so rum kein Schuh draus, liebe Lea.

    Dein XY macht sich gepflegt selbst was vor....und versucht, auch Dir was vorzumachen.

    Mir ist jedenfalls über den Sport kein Ausstieg gelungen, Pläne diesbezüglich waren allerdings auch vorhanden, aber die gingen ebenso in die Hose wie alle anderen merkwürdigen Versuche.

    Mit half letztenlich nur ein grausamer Tiefpunkt, eine professionelle Entgiftung im KH, Gespräche mit Fachleuten und den unbedingtem Wunsch nach Abstinenz.

    Serotonin-Ausschüttung durch Sport...sorry aber das wird einem abhängig trinkenden NIEMALS genug sein. Der braucht ganz andere Kicks.

    Ein Trinker will den RAUSCH, nicht nen kleinen Serotonin-Kick, und das kann Sport eben nicht in der Art liefern.

    Das mal dazu...

    Und Lea, Du brauchst keine Glaskugel...das Forum ist Glaskugel genug ;) ....und Du weisst auch im tiefsten Innersten, das Du umsonst hoffst.

    Ein Leben in Thailand mit einem abhängigen Trinker? Das wäre die Privathölle auf Erden...und auch das weisst Du warhscheinlich, willst es nur noch nicht wirklich wahrhaben.

    LG Sunshine

    Hallo Lea,

    Zitat

    das hatte ich so gemeint, dass es ja vielleicht den ein oder anderen trockenen Alkoholiker hier interessiert, was jemanden überhaupt bei einem Substanz-Süchtigen hält.

    Vielleicht interessiert es ja auch den einen oder anderen TROCKENEN Alkoholiker hier, das schliesse ich gar nicht aus, ich halte das sogar für wahrscheinlich. ;)

    Aber einen nassen Trinker interessiert es eben nicht die Bohne. Der hat ganz andere Probleme und Interessen.

    Zitat

    Bei mir war es die Hoffnung ... da der Mensch an sich, also ohne Alkohol, auch tolle Charakterzüge hat und die Beziehung, ohne Alkohol, eine ganz wunderbare sein könnte.

    Das halte ich für einen grundsätzlichen Denkfehler, das nur der Alk den Menschen so handeln lässt wie er handelt, so viel Macht hat nicht mal der Alk, einen Menschen komplett zu verändern.

    Vieles sind auch einfach Charakterzüge, die man in sich hat, oder eben nicht.

    Auch bei mir stelle ich immer wieder fest, das ich kein anderer mensch geworden bin, nur weil ich nicht mehr saufe.

    Ich habe ebenso dunkle Seiten wie früher auch, ich habe Schwächen und Ecken und Kanten, das ist ja nicht alles weg.

    Jeder Mensch hat eben auch Schattenseiten, allerdings treten sie mit Alk im Blut wohl besonders krass hervor?

    Der Alkohol kann eine Wesensveränderung verursachen, das ist unbestritten!

    Aber man darf auch nicht denken, das ein trockener Alkoholiker nun zugleich vom Saulus zum Paulus wird.

    Denn dann begeht man einen Irrtum, denke ich.

    Weisst Du, was mir mal ein trockener Alkoholiker diesbezüglich sagte, das ist aber dann wirklich krass gewesen :wink:

    "Jemand, der ein saufendes Arschlo** ist, der ist es auch trocken"

    Naja, ganz so krass würde ich es dann nicht sehen...aber an der Aussage ist was dran ;)

    Zitat

    Allerdings gehört dieses Fantasieren und In-die-Zukunft-Projizieren auch zum "Krankheitsbild" von Liebes- und Beziehungssüchtigen (zu denen ich mich zähle) ... die dadurch eben auch vor wahrer Intimität flüchten, genauso wie ein Alkoholiker auch.

    Ja, das ist so.

    Aber immerhin weißt Du das jetzt, und kannst dagegen angehen. Diese Ehrlichkeit sich selbst gegenüber scheuen sich ja viele, ist ja meist auch unangenehm, da genau hinzuschauen.

    Zitat

    Co-Abhängige sind übrigens häufig auch Liebes- und beziehungssüchtig - sprich: Können nicht ohne Beziehung oder DEN EINEN Partner sein und definieren ihre komplette Existenz über einen anderen Menschen.

    Das kann man hier in fast jeder CO-Abhängigen-Geschichte so herauslesen.

    Das ganze eigene Leben wird um den kranken Säufer herum aufgebaut. Er ist der Mittelpunkt der Welt für eine Hardcore-CO-Abhängige.

    Und wehe man sagt was dagegen, dann wird schnell wieder alles geschönt und zurück gerudert mit den eigenen Aussagen hier.

    Trennung ist wohl das verhassteste Wort für einen CO überhaupt, dabei ist die oft seit Jahren überfällig.

    Die Angst vorm Alleinsein ist auch oft übermächtig, dann wird vieles andere vorgeschoben, auch gerne das Argument, den Kindern den Vater nicht wegnehmen zu wollen und andere fadenscheinige Argumente werden ebenfalls bemüht.

    Nur um nicht Loslassen zu müssen. Denn das wäre wohl das Schlimmste...?

    Außerdem müsste man dann ja auch die Kontrolle über den anderen aufgeben (die ja gerne unter dem Deckmäntelchen "Liebe" geführt wird), das geht ja mal gar nicht als CO ;)

    Zitat

    Das habe ich mir lange nicht eingestanden, da ich nach außen vollkommen unabhängig und selbstbewusst wirke. Aber es IST so ...


    Ich halte diese Erkenntnisse für super wichtig und sie sind auch nicht einfach, nicht wahr?

    Viele CO-Abhängige sind nach außen hin stark, das ist gar keine Seltenheit, aber innendrin ist doch die starke Abhängikeit von einem bestimmten Menschen vorhanden.

    Das wichtige wäre aber, aus diesen/Deinen Erkenntnissen was zu machen, also in die Handlung zu kommen! Und es nicht nur bei Erkenntnissen zu belassen.

    Ansonsten ist das ebenso wie bei manchen nassen Alkies. So einige gestehen ja ein, ein Alkoholproblem(chen) zu haben, vielleicht geben sie sogar zu, abhängig zu sein.

    Das bedeutet aber noch lange nicht, das sie auch was dagegen tun werden. Es können noch viele weitere Saufjahre ins Land gehen, vielleicht sogar Jahrzehnte oder man säuft sich letztendlich tot. Trotz aller Erkenntnisse!!

    Ich kann nur jedem CO wünschen, sich aus der eigenen Abhängigkeit zu befreien und es nicht nur bei Erkenntnssen zu belassen!

    LG an Dich

    Sunshine

    Edgar schrieb:

    Zitat

    So, jetzt hat Pappi mal wieder einen Roman geschrieben, aber es beschäftigt mich halt. Mich würde interessieren, ob es Euch ähnlich erging, was habt Ihr festgestellt an Euch, was empfindet ihr als Suchtverlagerung - wenn es denn überhaupt eine ist - , gibt es Fallen, Verhaltensveränderungen, auf die man achten sollte um sie tunlichst zu vermeiden.

    Och, ich lese ganz gern hier auch mal Romane, obwohl... es sind ja eher Tatsachenberichte bzw. Biografien ;)

    Schreibe ja auch oft selbst "Romane", siehe mein letzter Beitrag. ^^

    Zitat

    3. Süssigkeiten. 10 Jahre habe ich keinen Kuchen gegessen, keine Süssigkeiten, keine Kekse, keine Schokolade, nichts. Jetzt plötzlich habe ich Verlangen

    nach dem allen. Es schmeckt plötzlich. 10 Jahre habe ich allerdings auch über die Gebühr "Durst" gehabt. Heute kann ich wieder ein Buch im Bett lesen

    vor dem Schlafen gehen und freue mich schon täglich darauf. Ein geiles Gefühl der Zufriedenheit und Entspannung. Aber ohne Kekse und 2 Tafeln

    Schokolade dabei geht es nicht. Gut, ich bin ja 10 Jahre lang nur Besoffen ins Bett gefallen. Vielleicht ist das "meine" Belohnung ?? jetzt.

    Hm, also ich denke, diese Suchtverlagerung zum Süßen (gerade auch in der ersten Zeit der Abstinenz) hat was mit der Gier nach Kohlenhydraten zu tun ;)

    Und Alk hat uns davon jede Menge geliefert, die fehlen nun vielleicht erstmal? Und man versucht, diesen "Mangel" auszugleichen?

    Und dann ist da noch das Belohungssystem, was bekanntlich beim Saufen besonders gut anspringt, das wird ja nun nicht plötlich schweigen.

    Es will etwas, worauf es sich freuen kann, es fordert seine gewohnte Belohnung!

    Da würde ich es erstmal mit Süßem zum Schweigen bringen, wenn es sooo sehr danch verlangt, denn für mich wäre nichts schlimmer gewesen, als wieder zu saufen.

    Da hätte ich lieber auch eine temporäre Suchtverlagerung in Kauf genommen, ehe ich mich in größere Gefahr begebe.

    Und wenn ich die Suchtverlagerung zum Süßen bemerken würde, würde ich in Ruhe darüber nachdenken, wie ich das wieder in den Griff bekommen könnte?

    Was könnte ich stat dessen machen, was macht mir üblicherweise noch Spaß, was habe ich vielleicht vergessen, was ich früher gern gemacht habe?

    Und dann würde ich versuchen, die neue Sucht wieder auszuschleichen...

    Wie erwähnt, hatte ich auch Suchtverlagerungen...aber ich konnte sie auch selbst wieder stoppen.

    Da muss man dann aber schon sehr ehrlich zu sich selbst sein können und dann auch den Mut aufbringen, das anzugehen.

    Bedeutet aber wahrscheinlich auch wieder neue Unbequemlichkeiten :roll: ... aber nu ja, es hat uns ja keiner einen Rosengarten versprochen, oder? ;)

    LG Sunshine

    Hallo,

    ich kenne auch Suchtverlagerungen. Konnte aber alle auch wieder allein in den Griff bekommen.

    Außer die Alkoholsucht, da hätte ich es ohne professionelle Hilfe von außen niemals mehr geschafft. Ich hätte mich tot gesoffen.

    Zum Glück bekam ich die Hilfe!

    Und war wieder frei!!

    Und das war auch mein größter Wunsch: Nochmal wieder frei zu sein, und ein ganz normales Leben führen zu können.

    Bei meinen Suchtverlagerungen (Sport, extreme Vorliebe für Reiswaffeln, bitte nicht lachen, war wirklich so ;) und ich begann auch nach 2 oder 3 Jahren Trockenheit wieder mit dem Rauchen) spürte ich schon nach kurzer Zeit, das sie mich ja auch wieder in meiner Freiheit einschränken.

    Ich hatte ein schlechtes Gefühl, wenn ich mal einen Tag keinen Sport gemacht hatte.

    Ich hortete Reiswaffeln, es mussten immer genug im Haus sein, als mein Mann mal drüber meckerte, das die in der Küche stehen, versteckte ich einige Packungen in meinem Schrank! :huh:

    Spätestens ab dem Tag war ich hellwach und kaufte erstmal gar keine mehr.

    Dann die Raucherei...eine Zigarette auf einer Abteilungsfeier, danach bettelte ich den Kollegen schon um eine zweite an, obwohl er mir schon die erste nicht geben wollte, weil er nicht wollte, das ich wieder rauche.

    Am nächsten Morgen bin ich zum nächsten Kiosk und habe mir ne ganze Schachtel gekauft. :oops:

    Und hing gleich wieder voll drin in der toxischen Nikotinsucht.

    Die Sportsucht konnte ich stoppen, die Reiswaffelsucht bekam ich in den Griff, ich konnte 3-4 essen und dann wars auch gut, heute esse ich allerdings gar keine mehr, seitdem ich weiß, wie ungesund die sind.

    Mit der Nikotinsucht war es schwieriger, aber ich fand dann doch noch den Ausstieg mit dem Tod meiner Mutter und der Geburt meines ersten Enkelkindes. Offenbar bedurfte es da auch erstmal eine Art Tiefpunkt. Bin nun seit 10 Jahren rauchfrei.

    Die Suchtverlagerungen machten mich unfrei. Genau so wie es der Alk getan hatte, da waren die Einschränkungen allerdings noch gravierender.

    Und ich wollte doch wieder frei sein !

    Also konnte ich diese Suchtverlagerungen nicht so einfach hinnehmen, ich möchte nicht etwas machen, was in tiefsten inneren doch gar nicht will.

    Und das Freiheitsgefühl bedeutet mir so unendlich viel, ich brauche es zum Leben wie die Luft zum atmen.

    Shoppen kann genau so eine Suchtverlagerung sein, und kann auch viel Schaden anrichten.

    Nicht nur finanzieller Art, wenn da jemand die Kontrolle verliert.

    Ich beobachte das bei einer Freundin, sie rafft so immer mehr Geraffel an sich, die ganze Bude steht schon voller Dekokram und der Keller platzt bald vor unnützem Zeug.

    Manche Sachen werden nicht mal mehr ausgepackt, lagern dort in einer Plastikverpackung, es geht also nur um den Akt des Kaufens, der Befriedigung bringt, das Gekaufte selbst scheint unwichtig.

    Oft hängen bei Kaufsüchtigen auch Klamotten im Schrank, noch mit Preisschild, weil sie nie getragen wurden. Und es muss immer mehr ran, in immer kürzeren Abständen. Hat man einen Partner, beginnt dann auch oft das heimliche Kaufen, um die Sache zu verschleiern.

    Die Frau eines ehemaligen Kollegen hat sich und ihre Familie fast in den finanziellen Ruin gekauft, er hat am Ende sein Konto sperren müssen wegen Uneinsichtigkeit.

    Liebe Cadda, wenn es für Dich ein Laster ist, womit Du leben kannst, dann ist es ja okay für Dich.

    Für mich wäre es das allerdings nicht.

    Ich weiß, das es mich innerlich belasten würde, wenn ich immer mehr Kram kaufen würde. Auch das würde mir wieder das Gefühl der Unfreiheit geben, ja ich weiß, ich bin da wohl echt etwas extrem. ;)

    Ich bin eher der Typ, der lieber etwas hergibt als was zu kaufen. Was ich nicht wirklich benötige, kaufe ich allerdings erst gar nicht, denn Besitz von viel Kram kann auch belasten.

    Für mich war mein "Laster, mit dem ich leben kann" das Kaufen von Kameras, die ich UNBEDINGT brauchte ;) . Und natürlich brauche ich dafür auch gute Objektive, kein Billigschrott, is klar. Ebenso Markenrucksäcke und weiteres Zubehör.

    War auch alles soweit okay, und ich konnte es auch finanzieren.

    Bis ich bemerkte, das mich die Sache zu belasten beginnt. Denn wenn ich das ganze Zeug habe, MUSS ich es auch benutzen, das war wie eine Vorgabe für mich. Und machte mir viel innerlichen Druck.

    Mittlerweile bin ich gerade dabei, einiges zu verkaufen, 2 Kameras sind schon weg. Habe ja immer noch 3 andere :oops::lol:

    Aber vielleicht trenne ich mich auch noch von einer ;) und einiges an Zubehör ist auch schon verkauft.

    Und dann gehe ich an die Objektive ran, und werde streng aussortieren, das wird allerdings schwer ;)

    Denn um gute Bilder machen zu können reicht viel weniger an Fotokram.

    Es geht viel mehr darum, spontan einen bestimmten Moment zu erfassen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, seine Kamera gut zu kennen, Geduld zu haben, experimentierfreudig zu bleiben, und auch, den Blick für ein gutes Bild zu haben.

    Über all das verfüge ich...und dazu brauche ich überhaupt nicht so viel Kram! :roll:

    Und mit jedem Teil, was ich die letzten Wochen verkauft habe, spürte ich eine Art Erleichterung.

    Also habe ich alles richtig gemacht :)

    LG an Alle

    Sunshine

    Zitat

    Die völlige Abgabe von Verantwortung... was vielleicht für die Alkoholiker unter euch interessant sein mag. Denn ihr fragt euch doch bestimmt auch manchmal, was jemanden bewegt, den Alkohol-Zirkus so lange mitzumachen ...

    Ganz ehrlich, Lea Lux?

    Mich hat das im Grunde nicht die Bohne interessiert...hauptsache meine Angehörigen funktionierten, der Rest war uninteressant.

    Ich glaube, CO-Abhängige überschätzen sich oft selbst in der Wichtigkeit für ihren Säufer.

    Dabei erwartet der nur eins: Das der Co funktioniert und zum eigenen Saufverhalten die Klappe hält.

    Ansonsten wird man sehr unangenehm.

    Warum der CO das tut, ist Hose wie Jacke für einen aktiven abhängig trinkenden Alkie.

    Der hat ganz andere Probleme, um die er sich kümmern muss...um die Alkbeschaffung, ums mehr oder weniger unauffällige Saufen, um die Leergutentsorgung...und was sonst noch so anfällt bezüglich der Alkoholsucht.

    Da ist der Rausch das einzig wichtige, und wie man an ihn herankommt.

    Und danach kommt erstmal ne Weile gar nix, dann kommt erstmal das Selbstmitleid nach dem Suff...inkl. wie böse doch die Welt ist.

    Dann kommt lange wieder nix....und irgendwann, ganz da hinten...ach ja, da war doch noch was...der labernde, schimpfende, jammernde, heulende, wütende, unter Tränen bittende CO.

    Wie unangenehm !... also besser wieder los...Alk beschaffen...und der Kreislauf beginnt erneut...

    Ich weiß, das liest man hier als CO nicht gern, denkt man doch, man könne den nassen Alkie retten, mit Liiieeeebe...mit dem Hinlegen von Informationsmaterial, mit eeeendloser Geduld und Verständnis und dem ganzen pipapo...

    Dabei ist das alles sowas für die Katz!

    Wer trinken will, wird trinken.

    Egal, was gelabert wird, egal wie sehr geliebt wird, egal was auch immer...alles latte.

    LG Sunshine

    Hallo Veru,

    Du bist bisher trocken geblieben, das ist doch schon mal klasse! :thumbup:

    Wir berichten hier ja von unseren eigenen Erlebnissen, und daran sieht man auch, das wir auch in so manche Falle getappt sind.

    In viele Fallen läuft man aber auch nicht, wenn man vorgewarnt wurde. Hoffe ich zumindest.

    Ich für meinen Teil muss nicht alles selbst ausprobieren und mich dabei in Gefahr begeben, ich kann auch die Erfahrungen anderer annehmen.

    Und Du auch, glaube ich, denn Du nimmst ja unsere Ratschläge hier auch an.

    Zitat

    Zum Thema Autosuggestion: An Weihnachten hatte ich nach dem alkoholfreien Sekt wirklich das Gefühl gaaanz leicht Alkohol zu merken.

    Also wollte ich direkt noch ein Glas :(

    Hatte das noch nicht erzählt.

    Da habe ich mal wieder gemerkt, dass ich nach dem ersten Schluck nicht aufhören kann.

    Kann ich mir gut vorstellen, das das so ablief.

    Das ist wohl die alkoholische Konditionierung unseres Alkoholikerhirns.

    So wie Du es beschreibst, scheint es dem Hirn egal zu sein, ob der Sekt Alkohol beinhaltete oder nicht, es wollte mehr.

    Es reicht also der Geschmack, der Geruch, vielleicht sogar das kühle Sektglas in der Hand, um alte Mechanismen wieder in Gang zu setzen.

    Dabei sind sie ja bei Dir noch gar nicht alt, da ist vieles ja noch ganz frisch.

    Das Gleiche gilt ja auch für alkoholfreies Bier, von dessen Konsum wir hier ja auch dringend abraten. Nicht nur, das es vielleicht doch einen minimalen Anteil von Alkohol enthält, sondern darum, danach echtes Bier zu wollen...und zwar noch eins und noch eins...

    Es triggert eben...und das sollte man einfach vermeiden, will man sich den Weg in ein trockenes Leben nicht unnütz schwer machen.

    Zitat

    ihr habt schon recht das ich auch gegenüber meinen Eltern, Bekannten und Freunden ehrlich sein sollte. Dachte nur das "Outing" wäre zu Weihnachten bei meinen künftigen Schwiegereltern nicht besonders angepasst :)

    Nach der positiven Erfahrung gegenüber meiner Partnerin, der ich es erzählt habe, würde ich es schon gerne meinem engeren Kreis erzählen.

    Auch um hier ein weiteres Türchen zu schließen. Glaube kaum das mich dann jemand schief anguckt. Vielleicht regt es ja auch den ein oder anderen zum Denken an.

    Also ich denke, Eltern, Geschwister und Freunde sollten auf jeden Fall Bescheid wissen, ebenso behandelnde Ärzte, denn beispielsweise muss ein Zahnarzt vielleicht etwas mehr Betäubung setzen als üblich und er wird Dir dann auch keine alkoholhaltigen Spülungen nach einem Eingriff verordnen.

    Bei Bekannten weiß ich nicht, das würde ich von Fall zu Fall entscheiden.

    Meine Erfahrung ist jedenfalls so, das ich nur positive Erfahrungen mit meinen offenen Umgang mit meiner Krankheit gemacht habe.

    Trotzdem gehe ich damit nicht "hausieren", ich entscheide, wem ich davon erzähle und wem nicht.

    Und ob das bei irgendwelchen Bekannten nötig ist...keine Ahnung...

    Ich halte es so, das ich sage, das ich keinen Alkohol trinke, wenn ich welchen irgendwo angeboten bekomme.

    Da kommen dann schon in den meisten Fällen gar keine weiteren Nachfragen.

    Wenn doch, lauten die meist erstmal "Trinkst Du nie Alkohol?" was ich mit "Nö nie" beantworte.

    Damit ist das Thema in über 90% aller Fälle auch schon durch.

    Denn soooo interessant ist man auch wieder nicht damit ;) viele Menschen trinken nie oder höchst selten Alkohol.

    Ich bin mir auch ziemlich sicher, das nicht gleich jeder denkt "ach, die trinkt sicher nix, weil sie trockene Alkoholikerin ist".

    Und wenn doch, dann isses mir auch egal.

    Ob es andere zum Nachdenken bringt, wenn man selbst nicht mehr trinkt?

    Hm...also wenn diejenigen nicht abhängig trinken, könnte das vielleicht sein. Aber die haben dann ja auch kein Problem mit Alk...

    Also müssten sie auch nix ändern.

    Menschen, die trinken wollen oder bereits müssen, werden aber weder Worte noch ein alkoholfreies Vorleben irgendwie beeindrucken.

    Leider ist oft sogar in diesen Kreisen das Gegenteil der Fall, sie wollen Dich wieder in ihr Sauf-Boot ziehen, damit auch ihre kleine Säuferwelt wieder in Ordnung ist.

    Die lassen sich nicht gern einen trockenen Spiegel vorhalten, die wollen gar nicht sehen, das ein schönes Leben ohne Alk möglich ist.

    Diese Menschen sind also nicht erreichbar.

    Aber das sollte Dich momentan auch eher weniger interessieren, erstmal geht es um DICH, darum das DU trocken bleiben kannst!

    Ich würde mich freuen, wenn Du Dich hier regelmäßig austauschen würdest, denn ich sehe da echte Chancen, das Du es schaffst, Dir ein schönes trockenes Leben aufzubauen.

    Habe auch das Gefühl, das Du Ratschläge von LZT annehmen kannst und das Rad nicht jedes Mal neu erfinden musst.

    Das erleichtert die Sache auch nochmal für einen persönlich, finde ich.

    LG und weiterhin alles Gute

    Sunshine

    Hallo Veru,

    Du schriebst:

    Zitat

    Ich bekam einen alkoholfreien Sekt und dachte gleichzeitig daran, ob das jetzt so eine gute Idee sei. Und ich muss sagen, der Sekt war mega klasse!!!

    Mir ist exakt das Gleiche passiert am ersten Weihnachtsfest in meinem trockenen Leben.

    An Heiligabend sollte bei Schwiegereltern angestoßen werden (meine Familie weiß natürlich über meine Krankheit Bescheid, ebenso enge Freunde, die mir was bedeuten. Ich mag die nicht anlügen oder mit blöden Ausreden kommen, das taugt mir nix).

    Meine Schwiegermutter hatte dazu extra alkoholfreien Sekt besorgt.

    So stand ich plötzlich da mit einem Sektglas voll mit gekühlten Sekt, und mir war SOFORT klar, das hier ist nicht okay für mich!

    Hier ist gerade nichts so wie es sein sollte für mich als trockene Alkoholikerin! Alles fühlte sich komplett falsch an.

    Es roch nach Sekt, es war ein Sektglas, darin war alkoholfreier Sekt, der aussah wie alkoholhaltiger von der Farbe und vom Perleffekt her.

    Wie er schmeckte, weiß ich nicht, ich weiß nur, das ich sagte, das ich das nicht trinken möchte.

    Meine Schwiegermutter meinte das sicher nicht böse, und wollte mich auch ganz sicher nicht gefährden, sie wusste es nur nicht besser.

    Und das sind so die Sachen, die man dann auch mal ruhig erklären darf, WEIL Nichtbetroffene sowas einfach nicht wissen.

    Sie wissen oft nicht, das allein ein bestimmtes Glas triggern kann, das Klimpern von Bierpullen, ein Getränk, was aussieht wie Alk...

    Dann muss man ihnen das einfach mal sagen, und sie werden es kapieren.

    Ich habe es jedenfalls noch nie anders erlebt.

    Folgenden Dialog picke ich mir mal noch raus:

    Zitat

    Schon sind wir wieder dabei, den ersten Schritt in Richtung Rückfall. Sieht aus wie Sekt, wird im Sektglas serviert und es schmeckt angeblich auch noch. Was ist der nächste Schritt?

    Das habe ich mir ja auch gedacht :/ nur wäre die Katze ausm Sack wenn ich selbst auf alkoholfrei verzichtet hätte.

    Die Katze aus dem Sack gelassen...hmmmm :/

    Wenn Dir jemand sagt, das er Diabetiker ist, oder eine Lebensmittelallergie hat...würdest Du das dann auch als "die Katze aus dem Sack lassen" bezeichnen?

    Wir haben eine Krankheit, Veru....keine Willensschwäche oder so.

    Wenn wir darüber mit anderen sprechen, bleibt es auch immer noch ne Krankheit.

    Das ist doch nicht "die Katze aus dem Sack lassen", finde ich.

    Wie willst Du denn in Zukunft mit Deiner Alkoholkrankheit umgehen, Veru?

    Soll das im geheimen bleiben, willst Du immer neue Ausreden erfinden, und weißt schon bald nicht mehr, was Du nun wem erzählt hast?

    Und wie würdest Du es finden, wenn ein enger Freund Dir sowas verheimlichen würdest, und Dich dazu auch noch anlügen würde?

    Ich persönlich habe mich für einen offenen Umgang mit meiner Krankheit entschieden und damit auch nur gute Erfahrungen gemacht.

    Andere halten es evtl. anders.

    Ich bin deshalb niemand, der ein Schild vorm Kopp trägt mit der Aufschrift "Trockene Alkoholikerin" oder das jedem anderweitig mittteilt, obs interessiert oder auch nicht.

    Aber zu den Menschen, die mir wichtig sind, bin ich ehrlich.

    Gelogen habe ich zu Saufzeiten genug!

    Dieses Verhalten wollte ich trocken keinesfalls weiter führen.

    Und ich wünsche mir auch von meiner Familie und meinen Freunden, das sie ehrlich zu mir sind, und nicht mit Lügenstorys daher kommen.

    BTW:

    Was Twizzler berichtet hat mit dem Eistee...mir ist das auch sehr ähnlich so passiert!

    Ich erinnere es noch genau, ich hatte seit Ewigkeiten keinen O-Saft mehr getrunken...wir waren in einer Frühstückspension im Urlaub und da stand eine Karaffe mit O-Saft, der irgendwie lecker aussah.

    Also schenkte ich mir davon ein Glas ein, und ich schwor Stein und Bein drauf, das da Wodka mit drin ist. =O

    Es schmeckte exakt so wie meine früheren Wodka-O-Mischungen.

    Ich sagte das meinem Mann, er probierte ebenfalls und meinte, nööö, ist ganz normaler Orangensaft.

    Wäre auch merkwürdig, wenn in einer Frühstückspension morgens Wodka-O serviert würde ^^ aber für mich schmeckte es wirklich original so.

    Ich trinke seitdem keinen O-Saft mehr...ebenso keinen Kirsch-und Traubensaft, weil es für mich wie Kirschwein oder Wein schmeckt, die Ähnlichkeit ist mir zu dicht und ich ekel mich darum auch davor.

    Kein Problem habe ich mit anderen Säften, außer das ich sie vom Magen her immer schlechter vertrage, aber das hat andere Gründe.

    Das sind so Sachen, die auch jeder für sich selbst herausfinden muss. Das kann man nicht über einen Kamm scheren, was den einen triggert, kann den anderen komplett kalt lassen.

    Bei mir ist es so, das mich Alk nicht triggert, sondern bei mir starke Ekelgefühle hervorruft, allein der Geruch ist mir extrem ekelhaft.

    Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob die in der Entgiftung mit einem geheimen Hirneingriff da irgendwelche Schalter für immer umgelegt haben ;)^^

    Nur Spaß ;) ...aber für mich ist es auch ein Schutz, das ich dieses Ekelgefühl bekomme.

    Meine wirklichen Trigger lagen woanders, also ich meine jetzt die, die Saufdruck hervorriefen

    Denn ein Trigger ist ja im Grunde alles, was einen bestimmten Impuls auslöst...das ist ja grundsätzlich erstmal nicht in positiv und negativ bewertend.

    LG Sunshine

    Hallo Veru,

    Auch von mir noch Willkommen hier im Forum.

    Nee, also das geht gar nicht, seiner Partnerin bei so einer wichtigen Angelegenheit nicht die Wahrheit zu sagen, ich würde mir als Partnerin arg belogen vorkommen und die ganze Beziehung evtl. in Frage stellen, wenn mein Partner meint, über sowas nicht mit mir sprechen zu können.

    Aber Du hast es nun doch getan, und das war eine super Entscheidung, auch von mir Glückwunsch dazu, das Du Dich für die Ehrlichkeit entschieden hast.

    Alles andere hätte auch im Weiteren überhaupt keinen Sinn gemacht.

    Bitte tue es Dir nicht an, das diese Biere da noch rumstehen, ich rate Dir dringend, sie zu entsorgen. Bis zum "verschenken" vergeht wahrscheinlich noch Zeit, und die könnte brandgefährlich mit diesem Gesöff im Haus werden.

    Tue Dir bitte selbst sowas nicht an! Halte Deine Bude alkoholfrei, das ist immer noch das allerbeste.

    Apropos "verschenken", ich verschenke nie Alkohol, weil mich diese Droge beinahe umgebracht hätte.

    Ich möchte meinen Freunden aus dem Grund auch keinen Alk als Geschenk unterjubeln...denn sie bedeuten mir viel.

    Und ehrlich gesagt finde ich es auch eine Unart, Alkohol zu verschenken, ich bin doch kein Drogendealer!

    Der "erhobene Zeigefinger", der hier immer mal wieder moniert wird...ich wünschte mir, das mal etwas mehr dahinter geschaut würde, warum es hier auch mahnende Worte gibt und das die vor allem GUT GEMEINT sind und nicht, weil wir jemanden das Leben versauern wollen, ganz im Gegenteil !!

    Wir haben doch die Sucht am eigenen Leib erlebt, wir wissen doch auch, wovon wir reden!

    Auch mir wird ja mitunter der erhobene Zeigefinder attestiert, aber ich bin nicht hier, um jemanden trocken zu streicheln, das überlasse ich lieber anderen.

    In meinem realen Leben gehört im übrigen der erhobene Zeigefinger so gar nicht ins Repertoire, und ich glaube, ich habe ihn im ganzen Leben noch nie benutzt.

    Ich weiß aber sehr wohl, wie schlimm die Sucht ist und das man grausam an ihr zugrunde gehen kann, und vieles habe ich selbst erleben müssen, weil ich lange meine Sucht nicht stoppen konnte.

    Und auch bei Hartmut sehe ich keine erhobenen Zeigefinger...der meint das ebenfalls immer gut. Mag mal anders rüber kommen, aber dann versteht der Empfänger was anderes als der Sender sendete...oder möchte das sogar missverstehen...

    Das mal dazu...

    Veru, ich wünsche Dir auch alles Gute für das Gespräch am heutigen Abend mit deiner Partnerin.

    Sie wird auch Zeit brauchen, das alles erstmal sacken zu lassen...und vielleicht bringt es auch notwendige Veränderungen in eigenen Leben mit sich. Das alles wird sich mit der Zeit klären...

    LG Sunshine

    Hallo Mimose,

    ein einziger einleitender Satz mit beinhaltender Höflichkeitsfloskel, und schwupps, geht es nur noch um IHN, IHN und nochmals IHN X/

    ER ist aber nicht hier hergekommen, um für sich Hilfe zu suchen, oder irre ich mich?

    Möchtest Du Hilfe für DICH finden? Oder Dich weiterhin nur auf ihn und auf jeden Furz, den er von sich gibt, konzentrieren?

    Weiterhin alles interpretieren, weil Du von ihm im Grunde keine Aussagen oder gar Verbindlichkeiten zu hören bekommst?

    Möchtest Du weiterhin sein verletzendes Verhalten ertragen, und auch Dein eigenes selbstverletzendes Verhalten weiter so praktizieren, denn nichts anderes ist es ja, wenn Du weiterhin mit ihm verkehrst?

    Mimose, IHM können wir nicht helfen und auch wenn das brüskierend rüber kommen mag, es interessiert hier auch nicht groß, was mit IHM ist... was er tut oder sagt oder bliblablubb...

    Ist nur ne andere typische Alkoholiker-Story, nicht mal irgendeine neue Story , alles schon tausendfach hier gelesen.

    Meine konkrete Frage an Dich ist, bist DU denn bereit, Veränderungen in Deinem Leben vorzunehmen??

    Bist DU denn bereit, dem Leid ein Ende zu setzen??

    Oder möchtest Du lieber weitere Monate, Jahre oder auch noch länger in dieser unsäglichen Situation bleiben?

    Und selbst dabei auch noch krank werden?

    Das alles wird nicht spurlos an Dir vorbei gehen, glaub mir das bitte.

    Ich kenne Menschen persönlich, die sich für nen nassen Alkie aufgeopfert haben, und zwar für NIX und WIEDER NIX!

    Das sind heute resignierte, verhärmte Frauen, die keine Freude mehr empfinden können, weil sie innerlich zerstört sind, sich auch durch ihr Verhalten selbst zerstört haben, denn sie hätten auch gehen können!

    Schmeiss bitte Dein eigenes Leben nicht so sinnlos weg.

    Mimose, ich bin selbst Alkoholikerin...und bei allem, was Du hier über ihn berichtest, ist meine persönliche Einschätzung, das er noch sehr lange weiter saufen wird. Das er sehr weit davon entfernt ist, aufhören zu wollen. Vielleicht will er es auch überhaupt nicht.

    Zitat

    wie kann man mit so viel Kalkül Alkoholiker sein?

    Das kann man als nasser Alkoholiker !

    Man ist nicht immer so breit, das man nicht mehr laufen könnte, alle Alkoholiker kommen immer wieder an Alkohol und wissen auch, wie. Und dann tut man dafür auch das, was nötig ist.

    Die Hemmschwelle wird immer niedriger, je stärker die Abhängigkeit fortgeschritten ist. Irgendwann gehst Du auch in Badelatschen und Pyjama nachts zur nächsten Tanke...nur die Beschaffung und das Trinken ist noch wichtig.

    Der Rest ist im Grunde egal.

    Ob man andere belügt, ihnen das Blaue vom Himmel runter lügt, sogar andere bestiehlt, wenn nötig, all das spielt keine wirkliche Rolle mehr, hauptsache man kommt an seinen Stoff.

    Nasse Alkoholiker können also sehr kalkulierend und äußerst manipulativ sein. So dauerbesoffen ist fast keiner, das er es nicht mehr schafft, sich Alk zu besorgen und auszusaufen.

    Das Lügen, das Manipulieren, das Verleugnen, das Labern, man bekomme alles noch allein in den Griff, das sind im übrigen ganz typische Symptome der Alkoholkrankheit.

    Bei mir musste erst mein gesamtes Kartenhaus zusammen brechen, ehe ich aus diesem ganzen Elend nochmal raus kommen konnte.

    Manch einer kommt auch gern mit seiner schweren Kindheit daher, mit seinem ach so schweren Leben...und an allem sind meist andere schuld.

    Wenn ich sowas höre, platzt mir sowieso die Hutschnur, denn andere haben auch keine einfachen Leben, müssen mit Schicksalsschlägen klar kommen und sonstwas. Aber saufen nicht!

    Dem nassen Alkoholiker dient aber auch das als Rechtfertigung für seine Sauferei.

    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Mimose, wenn DU bereit bist, Veränderungen in DEINEM LEBEN vorzunehmen, dann können wir Dir auch helfen, Dich unterstützen, dir Mut machen etc. aber die nötigen Schritte gehen musst Du selbst.

    Falls Du noch nicht bereit dazu bist, darf ich fragen, was Dich denn noch hindert, die notwendigen Entscheidungen zu treffen?

    LG Sunshine

    Hallo WD, Du schriebst:

    Zitat

    ich habe gedacht „ die sind ja Päbstlicher als der Pabst „ ( also Ihr)

    Da ich mich fast totgesoffen hätte, war es für mich überlebenswichtig, meine ersten abstinenten Monate "päpstlicher als der Papst zu sein" !

    Denn ich hatte mich fürs Leben entschieden, und gegen das zu-Tode-Saufen.

    Später wollte ich kein saufendes, bzw. konsumierendes Umfeld mehr(meine Leute als Säufer zu bezeichnen wäre doch etwas überzogen gewesen) es langweilte mich nur noch und stieß mich auch ab.

    Zitat

    Warum soll ich nicht auf Partys gehen oder auf Urlaub 🧳 verzichten ?

    Wir raten hier als LZT nur, was Du letztendlich machst, ist Deine Sache!

    Wer keinen Rat annehmen möchte, den Sinn dahinter nicht versteht oder auch nicht verstehen will, der soll es halt lassen.

    Du hast Dich gegen die Ratschläge hier entschieden, hast Dich in konsumierendes Umfeld begeben...

    Mir ist das letztendlich latte...wir LZT sind doch stabil trocken, sonst wären wir ja keine LZT.

    Es ist Dein Leben, Deine Abstinenz, die Du riskierst...mich tangiert das ja nicht. Nur DICH. Und Deine Familie evtl. noch.

    Zitat

    Ich bin schließlich noch am Leben und will weiterhin am Leben teilnehmen.

    Ich bin auch noch am Leben und sehr dankbar dafür! :)

    Und natürlich wollte ich auch weiterhin am Leben TEILNEHMEN, ich wollte ja nicht mehr so vereinsamen, wie es unter Alk bei mir war.

    Damals habe ich mich doch isoliert!!

    Konnte auch oft an Aktivitäten nicht mehr teilnehmen, weil entweder schon zu besoffen oder zumindest zu viel intus, um noch Auto fahren zu dürfen.

    Ich habe HEUTE das Leben, was ich mir gewünscht hatte...und das nun auch schon sehr lange, bin seit knapp 20 Jahren trocken.

    Anfangs habe ich aber auch so gedacht:

    Wie soll ich denn noch lustig sein ohne Alkohol, mich amüsieren, mit anderen lachen, feiern etc... ??

    Ich merkte aber schnell, das das ja alles noch in mir drin ist, mein Humor, meine Fähigkeit, mich zu amüsieren und wie oft hatte ich in meinem abstinenten Leben schon Bauchschmerzen vor Lachen?? Ich verrate es Dir, SEHR OFT ! ^^

    Abstinent lebend konnte ich am vielem teilnehmen, was vorher NICHT so war.

    Ich aktivierte außerdem mein altes Hobby Fotografie, spezialisierte mich auf die Wildlife-Fotografie, fand diesbezüglich auch Leute, die das gleiche machen, und Wildlife-Forografie und Sauferei passt grundsätzlich nicht zusammen, weil man oft sehr früh, manchmal noch vor Sonnenaufgang unterwegs ist, oder kurz vor Sonnenuntergang.

    So war und ist auch dieses Umfeld trocken und heute sind diese Leute längst nicht mehr "Leute", sondern mittlerweile gute Freunde geworden.

    Es stimmt also NICHT, das ja sowieso überall gesoffen wird, das wird nur von Leuten behauptet, die nicht auf dieses Umfeld verzichten wollen und so ne Ausrede dafür suchen. Mehr isses doch nicht.

    Es gibt so viele Möglichkeiten, sich einen Freundeskreis außerhalb des Alk-Dunstes aufzubauen.

    Reisen, Sport, bestimmte Hobbys (außer Bierdeckel-Sammeln und Kronkorken-Bäumchen basteln ;) ).

    Es gibt genug Menschen, die keinen Alk trinken müssen und mit denen man das alles machen kann!

    Aber dazu müsste man dann auch mal in die Puschen kommen, selbst aktiv werden, auf Menschen zugehen, fragen, ob man mitmachen kann und sowas...

    Klar ist das erstmal unbequemer als im alten Sauf-Umfeld zu verharren, aber es ist die Sache wert!

    Von daher, und aufgrund meiner eigenen Erfahrungen weiß ich, was alles möglich ist.

    Darum kann ich solche Argumente auch nicht gelten lassen, weil sie einfach unwahr sind.

    Wir sind alle soziale Wesen, die die Gemeinschaft mit anderen Menschen brauchen, der eine mehr, der andere weniger.

    Ohne das würde man auch krank werden.

    Das bedeutet aber nicht zugleich, das man sich mit trinkenden Menschen umgeben muss! Es geht auch anders.

    LG Sunshine

    Hallo Fabienne,

    heute ist Dein/Euer Umzugstag ! :)

    Ich hoffe sehr, das alles glatt läuft und es während der Sache zu keinen neuen Beleidigungen kommt.

    Wenn doch, dann weißt Du ja, von wem es kommt, und warum das nicht ernstzunehmen ist.

    Ein Umzug ist anstrengend, ich meine jetzt rein körperlich...

    Aber irgendwann hat man es doch geschafft, alles ist in der neuen Bude und kann eingeordnet werden.

    Was ja oft eine tolle Sache ist.

    Für heute wünsche ich Dir viel Kraft, im körperlichen sowie auch psychischen Sinne, haut rein und melde Dich bitte, wenn ihr es geschafft habt.

    Ich werde mich jetzt gleich in eine Therme begeben und dort genug Zeit finden, an Dich zu denken!

    Liebe Grüße

    Sunshine

    Hallo C.F.,

    ich wünsche Gute Besserung!

    Bei uns geht auch gerade eine ziemliche Erkältungswelle um, vielleicht sogar ne Grippewelle?

    Denn die gibt`s ja wohl auch immer noch, gerät nur gerade etwas in Vergessenheit, zu altmodisch oder so ;)

    In meinem Umfeld streckte es gerade die letzten beiden Wochen so einige nieder aufs Krankenlager,

    und da es so reihum geht, tippe ich eher auf nen Grippevirus als auf ne Erkältung.

    Wie auch immer, komm schnell wieder auf die Beine!

    Ja, die Online-Kriminalität geht immer mehr um, darum habe ich bis heute kein Online-Banking und bisher habe ich alles auch noch ohne hin bekommen.

    Ich nutze auch die von Dir genannten Online-Portale, Anbieter und Zahlungsabwickler. Bisher noch ohne Probleme, aber irgendwann werden wohl viele mal Opfer von Betrugsversuchen.

    Ich prüfe auch Abbuchungen immer zeitnah nach, auch wenn ich sonst eher ein Schludrian bin im Abheften von Unterlagen und so, bin ich ne Streberin im Abheften und Prüfen von Kontoauszügen ^^

    Ich kann nur dazu raten, nicht bei zweifelhaften Anbietern zu bestellen, sondern dann lieber vorher mal im Netz Erkundigungen einziehen, geht ja auch oft. Nicht zu vertrauensselig zu sein ist die Devise.

    Keine Vorabzahlungen leisten, möglichst auf Rechnung bestellen (geht ja auch bei vielen, und vor allem seriösen, Anbietern), Waren bei eba*-Kleinanz* möglichst selbst abholen und bar bezahlen, das sind so meine Tipps diesbezüglich...

    LG Sunshine

    Hallo Sporty,

    mal aus der Meta-Perspektive eines Außenstehenden wie mich ;) :

    Es ist das aller-normalste der Welt, das Kinder erwachsen werden und sich immer mehr vom Elternhaus ablösen.

    Und das mündet in den allermeissten Fällen in dem Auszug aus dem Elternhaus.

    Und das wissen Eltern doch normalerweise auch....und sie haben dann ihre Kinder ziehen zu lassen, damit sie lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.

    Eltern, die ihre Kinder lieben, lassen sie auch los!

    Von daher verstehe ich dieses ganze Gewese bei Euch nicht, ihr wollt aus dem Haus bei den Eltern ausziehen, weil ihr ja auch dafür triftige Gründe habt.

    Die müsst ihr auch nicht immer wieder darlegen oder gar rechtfertigen.

    Ihr seid erwachsen, trefft Eure eigenen Entscheidungen, und das dürft ihr doch auch. Es ist sogar notwendig, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

    Deine Eltern gebärden sich da gerade ziemlich unangemessen, damit ihr bleibt. Das ist nicht okay so.

    Sie haben Eure Entscheidungen zu akzeptieren, oder sie werden es jetzt gerade lernen müssen, is dann eben so.

    Das sie niemals aus dem Haus ausziehen werden, war mir übrigens sonnenklar. ;)

    Ich bin wahrscheinlich annähernd im Alter Deiner Eltern...und ich würde aus meinem Haus auch nicht ausziehen wollen!

    Ich habe hier mein gesamtes Umfeld.

    Unser Haus ist so hergerichtet, wie wir es gern haben wollten. Warum um Himmels Willen sollte ich da ausziehen wollen, oder deine Eltern? Es passt doch für mich/uns so. Und für deine Eltern persönlich vielleicht auch?

    Auch ein Trinker-Leben lässt sich im Umfeld einrichten, wenn alle mitspielen und den Mund halten zu der Sauferei...mag sich böse anhören, ist aber die Realität.

    Okay, ich könnte mir ein schönes Ferienhaus in Bayern oder Nord/Ostsee vorstellen, why not...aber für immer in meinem Alter umziehen, wo die Bekanntenkreise auch so schon anfangen zu schrumpfen, Nein Danke. ?(

    So habt ihr nun folgerichtig Eure Entscheidung getroffen, auszuziehen. Alles gut und richtig so. Nix dran zu meckern.

    Auch Dein Sohn wird sich gewöhnen....und vielleicht später besser verstehen, warum ihr so entschieden habt.

    Außerdem....in ganz vielen Fällen haben die Großeltern keine Möglichkeit, regelmäßig ihre Enkelkinder zu sehen.

    Die Arbeitswelt fordert immer mehr Flexibilität den Arbeitnehmern ab, Umzüge in andere Städte, andere Bundesländer sind nicht selten heutzutage.

    DAS ist bitter, wenn man seine Enkelkinder nicht aufwachsen sehen kann, das man sie von Herzen liebt, mal vorausgesetzt.

    Ihr wohnt in Zukunft gerade mal sozusagen um die Ecke !!

    Und so wie ich das herauslese, willst Du Deinen Kindern ja nicht den Kontakt zu Oma und Opa einschränken, nicht mal das!

    Also was soll das Rumgejammere der Eltern, es besteht keinerlei Grund dazu, ihr seid nicht aus der Welt, aber aus ihrem alkoholischen Dunstkreis raus, und das ist auch gut so. :thumbup:

    Alles andere wird sich ergeben ;)

    Die Eltern beruhigen sich auch wieder, da gehe ich zumindest stark von aus. Und ihr lebt Euer Leben in Euren 4 Wänden.

    LG Sunshine

    Hallo Fabienne und Ihr anderen Racheengel (SCHERZ!! ^^ )

    Ich kann gut verstehen, das man "Rachevisionen" hat, wie man dem anderen nochmal weh tun könnte.

    Solange diese Visionen im eigenen Kopf bleiben, ist auch noch alles okay, wir sind doch keine Heiligen, die nie böse Gedanken haben!

    (Ich hatte sogar mal das "Große Buch der Rache" 8):mrgreen: was allerdings ein humoristisches angelegtes Buch war mit viel schwarzem Humor, der mich sehr amüsierte. Da gab es auch "gute" Ideen 8) , beispielsweise als letzte Aktion im gemeinsamen Haushalt alle Konservenetiketten säuberlich abzutrennen und zu vertauschen, die "Freunde" ist sicher groß, wenn plötzlich Champignons auf dem Tortenboden landen anstatt Tortenpfirsiche ^^

    Nett war auch, eine passende, schwarz lackierte Dose in den Tankeinfüllstutzen zu drücken, sodas dem anderen gleich beim nächsten Tankstopp alles überquillt und über die Hände und die Klamotten läuft :D )

    Einige Vorstellungen fand ich ausgesprochen lustig und auch fies.

    Die Ausführung sollte man aber tunlichst sein lassen, finde ich. Weil das nur neuen Ärger bringt. Und wahrscheinlich auch noch ne Anzeige wegen Sachbeschädigung ;)

    Und nicht ganz zuletzt möchte ich auch mal dran erinnern, das man den anderen doch auch mal geliebt hat!

    Klar tut dann die Enttäuschung, das nicht alles so gelaufen ist wie man sich es gewünscht hätte, nochmal extra weh. ?(

    Aber so ist das Leben nun mal, es hat uns ja keiner einen Rosengarten versprochen, und wir werden auch mit Enttäuschungen, Wut und Verletzungen klar kommen müssen.

    Fabienne, Du mach mal weiter Dein Ding, und man muss vor allem jetzt auch keine großen Planungen für die weitere Zukunft machen, wie das sein wird und pipapo...und aus Erfahrung kann ich Dir eh schon mal sagen, das alles anders kommt als man denkt ;)

    Von daher lohnen sich langfristige Planungen gar nicht, das Leben wird auch für Dich noch so einige Überraschungen bereit halten, die wieder alles ändern, und mitunter auch sämtliche sorgfältige Planungen übern Haufen werfen werden,

    so ist das Leben nun mal ;)

    Einfach jetzt mal einen Schritt nach dem anderen gehen, und vieles ergibt sich sowieso dann auch von ganz allein.

    BTW: Rachegelüste, Wut und all diese negativen Gefühle machen nichts Gutes mit uns!

    Wie sagt ein chinesisches Sprichwort?

    "Bevor du dich anschickst, zur Rache zu schreiten, schaufele lieber zwei Gräber!"

    Tja, so ist es wohl, das andere kann man dann gleich für sich selbst schaufeln...

    Rachegefühle machen außerdem extrem unfrei, weil wir uns dann in ewigen Gedankenkarussells festfahren und so auch selbst einschränken und nicht mehr frei für neue Erfahrungen sein können.

    Das ist zumindest meine Sicht der Dinge.

    Ich habe diesbezüglich übrigens neulich auch in einem anderen Thread hier gelesen, wie sich 2 Damen gegenseitig regelrecht hochwiegeln und dem Alkohol (Trinker) die Schuld an ALLEM geben.

    So als wäre der andere der Leibeigene, der keinerlei Recht auf die Gestaltung des eigenen Lebens hat. Schlimm finde ich sowas.

    Oder auch Hardcore-CO...

    Und BTW...es ist nicht immer nur der Alk an allem schuld, vielleicht liegt es auch manchmal einfach daran, das man an einen miesen, charakterlosen Typen geraten ist. ;)

    Aber das wird wohl gar nicht erst in Betracht gezogen. Naja. Jeder so wie er kann.

    Das meine ich jetzt mal so allgemein, nicht speziell auf Dich bezogen!

    LG und viel Kraft für die kommenden Tage !

    Sunshine

    Hallo Raini,

    von mir noch der Tipp, sich auch innerhalb des Forums mit der hier vorhandenen Literatur zu beschäftigen :lol::wink:

    Denn wenn Du es richtig nutzt, ist es wie eine Schatztruhe von Erfahrungen bezüglich unserer Krankheit :)

    Dabei spielt es nicht mal ne Rolle ob die Schreiberlinge hier noch aktiv sind.

    Ich habe mich allerdings auch mit entsprechender Literatur auseinandergesetzt :wink: weil ich verstehen wollte, was mit uns passiert ist, wie das Suchtgedächtnis funzt, ich brauchte auch diese Hintergrundinfos...und es interessierte mich einfach auch.

    Am meissten ist mir "Alk" von Borowiak in Erinnerung geblieben, weil ich mit der Schreibe und dem schwarzen Humor am besten klar kam.

    Zu dem " nie wieder" trinken kann ich gar nicht so viel sagen, denn ich hatte mich sehr in ein gesundheitliches Desaster gesoffen. Ich hatte einfach meinen absoluten Tiefpunkt erreicht.

    Mein größter Wunsch war, NIE wieder trinken zu müssen...mir war nur nicht klar,WIE ich das hinbekomme?

    Und dabei lernte ich am meisten von anderen Betroffenen .

    Die kannten schon Wege, und da ich das Rad nicht neu erfinden musste und wollte, hats mir keinen Zacken aus der Krone gebrochen, in deren Fusstapfen zu laufen.

    Geschadet hats mir nix! :)

    Ein Tipp dazu wäre allerdings, sich immer nur 24 Stunden vorzunehmen , in denen ich nicht trinke.

    So reihen sich auch irgendwann die Tage, Wochen, Monate wie die Perlen auf einer Kette aneinander :)

    LG Sunshine

    Halte das auch für ne schlechte Idee mit der provozierenden Bierkiste. ?(

    Warum irgendwie noch nachtreten?

    Um auf eine Art Rache zu üben?

    Mir wäre das unter meiner Würde...und es wiegelt nur alle neu auf.

    Für was soll das denn gut sein?

    Ich würde schweigend gehen, ohne Beschimpfungen, Vorwürfe und sonstwas.

    Ich muss nicht noch nachtreten zur eigenen inneren Befriedigung...echt jetz mal...

    Ausserdem bleibt er Vates des Kindes.

    Allein schon deshalb sollte man andere, gütlichere Wege finden...wenn die erste Wut verraucht ist.

    Mach Dein Ding, Fabienne...ich würde auch lieber "belohnen" statt "bestrafen"...in diesem Fall mit leckeren Pizzas für Alle, die beim Umzug helfen.

    Das ist doch viel schöner.

    Meine Meinung :wink:

    LG Sunshine

    Hallo SophiaMaria,

    ich fragte das, weil sich dieses Forum ja an bekennende Alkoholiker wendet, die sich hier Hilfe suchen und sich austauschen möchten.

    Wir hier sind keine Psychologen, können also nur mit unseren eigenen Erfahrungen dienen und so ist dieses Forum auch gedacht.

    Zitat

    Ich habe auch oft das Gefühl,dass ich nur mit Alkohol entspannen kann und spätestens da,fängt doch die Sucht an, oder?

    Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich das so bejahen!

    Ich habe Alkohol immer wieder als Stressabbau-Möglichkeit missbraucht und dann einfach auch immer mehr, um runterzukommen, zu relaxen.

    Ich denke, ab da begann es bei mir schon, das ich zumindest psychisch abhängig wurde.

    Später kam mit den Jahren eine immer schwerere, auch körperliche Abhängigkeit dazu.

    Gut, das Du so ehrlich zu Dir selbst sein kannst, um diese Gefahr der psychischen Abhängigkeit eingestehen zu können.

    Ich konnte das lange zeit nicht, und WOLLTE es auch nicht, weil ich weitersaufen wollte.

    Heute wünschte ich natürlich auch, das ich hätte eher aussteigen können, aber es war nun einmal so wie es war...

    LG an Dich

    Sunshine

    Hallo Myopie,

    Von mir noch ein verspätetes Willkommen im Forum!

    Klasse, wie Du bisher Deinen Weg gegangen bist, Dir Hilfe geholt hast und diese auch angenommen hast.

    Alle Achtung, kann ich da nur sagen!

    Das hier springt mich natürlich auch extrem an:

    Zitat

    Ich habe Jahrelang aus Urlauben immer ein Exemplar eines lokalen Bieres mitgebracht, diese stehen noch weiterhin als indirekt beleuchtete Deko in der Bibliothek.

    Entschuldige bitte, aber im ersten Moment dachte ich wirklich "Bäääh, wie eklig ist das denn? Das ist doch keine schöne Deko sondern eher ein Armutszeugnis!"

    Das wäre mit Sicherheit das erste gewesen nach meiner Entgiftung, was ich sofort aus dem Haus entfernt hätte!

    Dafür hätte ich weder ein Therapeutengespräch noch längeres Überlegen gebraucht, allein mein Bauchgefühl hätte mir gesagt, "Schmeiss den Dreck sofort weg!"

    Und hätte ich auch nur den leisten Verdacht gehabt, das mich auch das schon triggern könnte, hätte ich meinen Mann gebeten, es zu tun.

    Aber ich hatte nie derartige Deko.

    Dafür schicke Sektflöten im Glas-Schrank, teuer...von einer bestimmten Marke...draus getrunken habe ich allerdings fast nie, ich habe da längst Wodka-O aus Wassergläsern gesoffen.

    Als ich sie nach meiner Heimkehr von der Entgiftung da stehen da, zusammen mit Weingläsern (Erbstücke), habe ich sie sofort entfernt, in einer Kiste im Keller verstaut, paar Wochen später, als ich mich wieder dran erinnerte, habe ich sie verschenkt.

    Ich bin (trockene) Alkoholikerin und in meiner Bude hat son Kram ÜBERHAUPT nichts zu suchen!

    Was soll ich mit typischen Alkoholkonsum-Gläsern, die ich nie mehr benutzen möchte?

    Nööö...lass ma, will ich nicht bei mir haben, egal was die gekostet haben, ob von Oma geerbt oder sonstwas....

    Mein trockenes Leben ist mir tausend mal wichtiger!

    Und ich liiieeebe schöne Gläser und tolles Geschirr, ist wie ne kleine Leidenschaft von mir.

    So habe ich mir nach und nach neue Gläser gekauft, die mir viel besser gefallen... flotter, schicker, und vor allem haben sie nichts mit Alkoholkonsum zu tun!

    Und die stehen nun im Glasschrank, ich schaue sie gern an und sie werden auch benutzt.

    So machen sie wirklich Freude.

    Was magst Du gern, was man in eine beleuchtete Vitrine stellen könnte bzw. in Deinem Fall dorthin, wo die ollen Bierdosen noch stehen?

    Es gibt da so viele tolle Sachen, wenn ich mal dazu komme, werde ich mir vielleicht mal eine Vitrine mit meinen alten Kameras herrichten.

    Ich habe auch schon viele andere tolle Deko-Ideen gesehen, an denen man mit Sicherheit seine Freude hat.

    Also schmeiss das olle Büchsenbier da weg...es hat keinen wirklichen Wert und könnte Dir sogar mal zum Verhängnis werden, Petter hat dazu schon sehr gut und ausführlich geschrieben. :thumbup:

    Apropos Urlaubsreisen, ich liebe es auch sehr, mir von Urlaubsreisen kleine Andenken mitzubringen, sie rufen schöne Erinnerungen wieder hervor und ich mag das einfach.

    Allerdings gibt es keinerlei Kram mehr aus Saufzeiten, auch da haben wir viele Urlaubsreisen gemacht.

    Leider waren es auch Urlaube, in denen ich gesoffen habe. Die Mitbringsel machten mir nur noch schlechte Gefühle, also weg damit.

    Sowas hat in meinem heutigen Leben so gar nix mehr zu suchen.

    Manchmal muss man einfach Platz für was Neues und Schöneres schaffen und sich dafür vom Alten lösen.

    So zumindest meine Meinung. ;)

    LG Sunshine