Zitatich bin halt keine 20 mehr. Danke. ja. ich brauche ein Netz um mich. Ja.
ich kann nicht von jetzt auf gleich die Taschen packen und gehen. ich muss für mein Kind die Dinge klären, ich brauche auch selsbt die Finanzielle Absicherung. Und ich gebe hier mein Zuhause nicht auf!
So einfach geht das nämlich nicht. Da bin ich dann auch bockig.
Hier wurde eine klare Ansage gemacht!
(Und ähnlich zieht es sich durch den gesamten Thread)
Cayenne ist nicht bereit, etwas zu ändern, was irgendwie unbequem ist.
Dann ist das eben so.
Man muss niemanden Hilfe hinterhertragen, machen wir hier bei Alkoholikern doch auch nicht.
Wenn kein Tiefpunkt erreicht ist, wird es auch keinen Anlass geben, WIRKLICH was zu ändern.
Und der ist eindeutig nicht erreicht.
Cayenne, Du schreibst, was alles nicht geht. Tja, dann bleibt eben alles wie es ist.
Dann braucht man allerdings auch nicht zu jammern.
Du glaubst doch wohl nicht im ernst, das Dein Säufer freiwillig geht, das gemeinsame Heim verlässt, oder?
Warum sollte er?
Für ihn ist alles okay, er will nur in Ruhe saufen, und das auch möglichst bequem.
Wenn Du Dein Leben verbessern willst, musst DU den Hintern hoch bekommen. Nicht ER !
Und Dir/Euch wohl auch ne neue Bude suchen müssen, ist nu ma so.
Davon geht die Welt aber auch nicht unter.
Materielle Werte sind nicht so wichtig wie das eigene zufriedene Leben.
Du könntest alle Schätze der Welt beitzen und würdest doch nicht glücklich werden können.
Weil Du mit einem Säufer zusammen bist, das schließt Glücklichsein oder auch "nur" persönliche Zufriedenheit per se aus.
"Nur" in Anführungsstrichen, da persönliche Zufriedenheit auch schon verdammt viel wert ist.
Bockigkeit ist auch kein guter Ausgangspunkt für Veränderungen, weil es einen innerlich unbeweglich macht.
In Deinem Fall noch unbeweglicher als eh schon.
Ich kenne Bockigkeit sehr gut, neigte auch manchmal dazu. Und es hatte mir noch IMMER geschadet.
Heute bin ich lieber nicht mehr bockig, weils nix taugt.
Ich verwerfe lieber einen Plan A, wenn der nicht (mehr) funzt, und entwerfe einen neuen Plan.
Bockigkeit hat mich immer blockiert und so war ich nicht offen für Neues und unflexibel.
Last but not least möchte ich mich noch Florians Worten anschließen.
Würde bei einem nassen Alkoholiker erkennbar sein, das er möglichst alles so lassen will wie er ist, käme der über den Vorstellungsberich nicht hinaus
und würde auch dort bald herauskomplimentiert werden, weil sich das Forum an bekennende Alkoholiker wendet, die ihr Leben zum besseren wenden möchten.
Und trockene Alkoholiker möchten sich hier ebenfalls austauschen. Und auch ihre Erfahrungen weiter geben.
Anders bei CO-Abhängigen, da werden sich die Finger wund geschrieben, OBWOHL erkennbar ist, das ein aktiver CO-Abhängiger
nicht bereit ist, was an seinem Leid zu ändern.
Da bricht wohl das oftmals stark vorhandene Helfersyndrom der CO-Abhängigen durch.
Und ? Hat das jemals bei den saufenden (Ex)Partnern was gebracht?
Nö, hat es nicht, und wird auch bei CO-Abhängigen, die nix ändern wollen, nicht funktionieren.
Ist die pure verbrannte Zeit, mehr nicht. In der könnte man auch was besseres machen...
Hier im Forum beispielsweise die CO-Abhängigen unterstützen, die wirklich was ändern wollen...denn die brauchen auch noch Unterstützung.
Weil die neuen Wege auch dort wohl etwas wackelig sein werden?
Cayenne, Dir wurde geschrieben, das DU hier weiter schreiben kannst.
Bei einem nassen Alkoholiker wäre anders vorgegangen worden...den Unterschied kann ich bis heute nicht verstehen.
Aber ich persönlich widme meine Zeit hier lieber denjenigen, die wirlich wollen und nicht nur rumjammern und rumlamentieren, was alles NICHT geht...sondern die nach WEGEN suchen.
Ein nasser Alkoholiker, der "noch nicht so weit ist", wie es ja oft so nett rausschieb-technisch umschrieben wird, wäre für den offenen Bereich nicht mal zugelassen worden.
Aber CO`s dürfen hier gerne über lange Zeit "noch nicht so weit sein"...hm...schon merkwürdig...für mich zumindest.
Das sie damit auch andere CO-Abhängige triggern können, wird auch außer acht gelassen.
Damit meine ich, wenn ein aktiver CO immer wieder auch hier seine Lage verharmlost, kann das sehr wohl dazu führen, das andere
das auch machen, und sich so auch nicht auf den Weg machen.
Das schlimmste Argument ist für mich übrigens immer noch "er schlägt mich ja nicht"
Echt krass, sowas überhaupt zu erwähnen.
Dabei auch noch übersehend, das Worte und Verhalten ebenso verletzend sein können wie körperliche Gewalt.
Nun gut, jeder entscheidet selbst über sein Leben.
Cayenne, Du hast Dich für das weitere Durchhalten entschieden, billigend dabei in Kauf nehmend, auch Deinem Kind damit weiterhin Schaden zuzufügen, denn das nimmt es unweigerlich in dieser Beziehungs-Konstellation.
Von dem eigenen Schaden ganz zu schweigen.
Wenn jemand für sich selbst die Entscheidung trifft, weiter im eigenen Elend zu verharren, tut mir das zwar leid,
aber ich akzeptiere das.
Ebenso akzeptiere ich das bei nassen Alkoholikern, sich FÜR die weitere Sauferei zu entscheiden.
SInd dabei aber Kinder im Spiel, hört für mich eindeutig das Verständnis und auch meine Toleranz auf.
Denn Kinder sind von den Entscheidungen oder auch Nicht-Entscheidungen der Eltern abhängig!
Und für sie trägt man die Verantwortung.
Auch als CO-Abhängiger! Oder sagen wir mal eher, als "Nicht-Säufer" der Familie, denn der Alkoholkranke kann diese Verantwortung krankheitsbedingt nicht mehr übernehmen.
Gruß Sunshine