Beiträge von Sunshine_33

    Zitat

    ich bin halt keine 20 mehr. Danke. ja. ich brauche ein Netz um mich. Ja.

    ich kann nicht von jetzt auf gleich die Taschen packen und gehen. ich muss für mein Kind die Dinge klären, ich brauche auch selsbt die Finanzielle Absicherung. Und ich gebe hier mein Zuhause nicht auf!

    So einfach geht das nämlich nicht. Da bin ich dann auch bockig.

    Hier wurde eine klare Ansage gemacht!

    (Und ähnlich zieht es sich durch den gesamten Thread)

    Cayenne ist nicht bereit, etwas zu ändern, was irgendwie unbequem ist.

    Dann ist das eben so.

    Man muss niemanden Hilfe hinterhertragen, machen wir hier bei Alkoholikern doch auch nicht.

    Wenn kein Tiefpunkt erreicht ist, wird es auch keinen Anlass geben, WIRKLICH was zu ändern.

    Und der ist eindeutig nicht erreicht.

    Cayenne, Du schreibst, was alles nicht geht. Tja, dann bleibt eben alles wie es ist.

    Dann braucht man allerdings auch nicht zu jammern.

    Du glaubst doch wohl nicht im ernst, das Dein Säufer freiwillig geht, das gemeinsame Heim verlässt, oder?

    Warum sollte er?

    Für ihn ist alles okay, er will nur in Ruhe saufen, und das auch möglichst bequem.

    Wenn Du Dein Leben verbessern willst, musst DU den Hintern hoch bekommen. Nicht ER !

    Und Dir/Euch wohl auch ne neue Bude suchen müssen, ist nu ma so.

    Davon geht die Welt aber auch nicht unter.

    Materielle Werte sind nicht so wichtig wie das eigene zufriedene Leben.

    Du könntest alle Schätze der Welt beitzen und würdest doch nicht glücklich werden können.

    Weil Du mit einem Säufer zusammen bist, das schließt Glücklichsein oder auch "nur" persönliche Zufriedenheit per se aus.

    "Nur" in Anführungsstrichen, da persönliche Zufriedenheit auch schon verdammt viel wert ist.

    Bockigkeit ist auch kein guter Ausgangspunkt für Veränderungen, weil es einen innerlich unbeweglich macht.

    In Deinem Fall noch unbeweglicher als eh schon.

    Ich kenne Bockigkeit sehr gut, neigte auch manchmal dazu. Und es hatte mir noch IMMER geschadet.

    Heute bin ich lieber nicht mehr bockig, weils nix taugt.

    Ich verwerfe lieber einen Plan A, wenn der nicht (mehr) funzt, und entwerfe einen neuen Plan.

    Bockigkeit hat mich immer blockiert und so war ich nicht offen für Neues und unflexibel.

    Last but not least möchte ich mich noch Florians Worten anschließen.

    Würde bei einem nassen Alkoholiker erkennbar sein, das er möglichst alles so lassen will wie er ist, käme der über den Vorstellungsberich nicht hinaus

    und würde auch dort bald herauskomplimentiert werden, weil sich das Forum an bekennende Alkoholiker wendet, die ihr Leben zum besseren wenden möchten.

    Und trockene Alkoholiker möchten sich hier ebenfalls austauschen. Und auch ihre Erfahrungen weiter geben.

    Anders bei CO-Abhängigen, da werden sich die Finger wund geschrieben, OBWOHL erkennbar ist, das ein aktiver CO-Abhängiger

    nicht bereit ist, was an seinem Leid zu ändern.

    Da bricht wohl das oftmals stark vorhandene Helfersyndrom der CO-Abhängigen durch.

    Und ? Hat das jemals bei den saufenden (Ex)Partnern was gebracht?

    Nö, hat es nicht, und wird auch bei CO-Abhängigen, die nix ändern wollen, nicht funktionieren.

    Ist die pure verbrannte Zeit, mehr nicht. In der könnte man auch was besseres machen...

    Hier im Forum beispielsweise die CO-Abhängigen unterstützen, die wirklich was ändern wollen...denn die brauchen auch noch Unterstützung.

    Weil die neuen Wege auch dort wohl etwas wackelig sein werden?

    Cayenne, Dir wurde geschrieben, das DU hier weiter schreiben kannst.

    Bei einem nassen Alkoholiker wäre anders vorgegangen worden...den Unterschied kann ich bis heute nicht verstehen.

    Aber ich persönlich widme meine Zeit hier lieber denjenigen, die wirlich wollen und nicht nur rumjammern und rumlamentieren, was alles NICHT geht...sondern die nach WEGEN suchen.

    Ein nasser Alkoholiker, der "noch nicht so weit ist", wie es ja oft so nett rausschieb-technisch umschrieben wird, wäre für den offenen Bereich nicht mal zugelassen worden.

    Aber CO`s dürfen hier gerne über lange Zeit "noch nicht so weit sein"...hm...schon merkwürdig...für mich zumindest.

    Das sie damit auch andere CO-Abhängige triggern können, wird auch außer acht gelassen.

    Damit meine ich, wenn ein aktiver CO immer wieder auch hier seine Lage verharmlost, kann das sehr wohl dazu führen, das andere

    das auch machen, und sich so auch nicht auf den Weg machen.

    Das schlimmste Argument ist für mich übrigens immer noch "er schlägt mich ja nicht"

    Echt krass, sowas überhaupt zu erwähnen.

    Dabei auch noch übersehend, das Worte und Verhalten ebenso verletzend sein können wie körperliche Gewalt.

    Nun gut, jeder entscheidet selbst über sein Leben.

    Cayenne, Du hast Dich für das weitere Durchhalten entschieden, billigend dabei in Kauf nehmend, auch Deinem Kind damit weiterhin Schaden zuzufügen, denn das nimmt es unweigerlich in dieser Beziehungs-Konstellation.

    Von dem eigenen Schaden ganz zu schweigen.

    Wenn jemand für sich selbst die Entscheidung trifft, weiter im eigenen Elend zu verharren, tut mir das zwar leid,

    aber ich akzeptiere das.

    Ebenso akzeptiere ich das bei nassen Alkoholikern, sich FÜR die weitere Sauferei zu entscheiden.

    SInd dabei aber Kinder im Spiel, hört für mich eindeutig das Verständnis und auch meine Toleranz auf.

    Denn Kinder sind von den Entscheidungen oder auch Nicht-Entscheidungen der Eltern abhängig!

    Und für sie trägt man die Verantwortung.

    Auch als CO-Abhängiger! Oder sagen wir mal eher, als "Nicht-Säufer" der Familie, denn der Alkoholkranke kann diese Verantwortung krankheitsbedingt nicht mehr übernehmen.

    Gruß Sunshine

    Zitat

    Ihr könnt doch nicht über mein Schicksal urteilen. Soll ich etwa wildfremden Menschen meine Ehe in die Hand geben?

    Oh NEIN, das sollst Du natürlich NICHT tun!

    Hier will auch niemand über Dein Schicksal urteilen, und am Ende ist es DEIN Leben.

    Es geht darum, sein Leben wieder in die EIGENEN HÄNDE zu nehmen.

    Und nicht darum, sein Leben von anderen bestimmen lassen. Auch von keinem Forum der Welt!

    Ich glaube, davor hast Du große Angst:

    Dein Leben in Deine Hände zu nehmen, Entscheidungen für Dich selbst zu treffen, für Dich selbst zuständig zu sein.

    Kann das sein?

    Zitat

    Du hast recht, ich bewege mich nicht.

    Womöglich kann ich es noch nicht. Aber: ich bin für mich froh, dass ich überhaupt einen Schritt gemacht habe - und mag er noch so klein sein.

    Das ist für mich übrigens so ziemlich das Gleiche, was Alkoholiker so von sich geben. ;)

    Keiner will was ändern, der andere soll sich immer ändern.

    Aber so läufts nun mal einfach nicht. Nicht nur mit Alkoholikern und CO`s nicht, sondern grundsätzlich nicht.

    Dieses Hinausschieben von Handlungen ist ebenso typisch für den nassen Alkie und den CO.

    Man "ist immer noch nicht so weit".

    Alkoholikern reden oft ganz genau so, sie sind auch immer noch nicht so weit, um aus der Sauferei auszusteigen.

    Da muss immer erst noch dieses und jenes passieren, der Stress auf der Arbeit weniger werden, die Partnerin soll weniger meckern,

    und die ach so schwere Kindheit kommt ja auch immer noch dazu...obs stimmt oder auch nicht.

    Und soooo schlimm ist alles dann doch auch immer nicht. Andere trinken doch noch viel mehr...und bliblablubb

    Und dann muss ja auch erst noch der Geburtstag des Kollegen gefeiert werden...und WM ist obendrein.

    Beim CO heißt das dann entsprechend "er schlägt mich ja nicht" und "er ist ja nüchtern so ein toller Mensch" (so als Abwiegelung des ganzen Dramas) als ob das ne besondere Leistung wäre :rolleyes:

    Nun gut, dann geht das Ganze eben so weiter. Dann muss man wenigstens auch keine Entscheidung treffen und auch sonst nicht aktiv werden.

    Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

    Der Säufer darf sich ja auch für die Sauferei entscheiden wie der CO für das weitere Verbleiben in der CO-Abhängigkeit und dem damit einhergehenden Leid.

    Liebe Grüße und Dir weiterhin alles Gute!

    Sunshine

    Zitat

    das finde ich super, dass du seit 19 Jahren keinen Schluck mehr angerührt hast! Das muss Anfangs bestimmt sehr hart gewesen sein.

    Nein Sunnyday, das war nicht hart für mich.

    Es war das Beste, was mir je im Leben passiert ist, nicht mehr trinken zu MÜSSEN.

    Meine Entgiftung war hammerhart, weil ich sie beinahe nicht überlebt hatte.

    Mein Körper hatte schon sehr gelitten.

    Für mich war es wie ein Wunder, keine körperlichen Entzugssymptome mehr zu bekommen, denn die kamen nach der Entgiftung nicht mehr.

    Es war mein größter Wunsch, nie wieder trinken zu müssen.

    Ganz von Suchtdruck blieb ich allerdings auch nicht verschont, aber wieder trinken war für mich einfach keine Option mehr.

    Weder in guten noch in schlechten Zeiten.

    Zitat

    Und wie ich herauslesen kann, bist du immer noch mit dem gleichen Mann zusammen? Also kann es klappen, wenn man wirklich will. :)

    Sunnyday, mein Mann war nie mein CO.

    Wenn ich hier manchmal so lese, was einige mit ihren Partner(innen) abziehen, dann erschreckt mich das schon sehr.

    Hätte ich bestimmte Sachen mit meinem Mann auch nur 1x abgezogen, hätte der mir selbst die Koffer gepackt.

    Aber ich war oft verbal aggressiv gegen ihn, was ja auch verletzend ist.

    Es gab da schon eine gewisse Wesensveränderung, denn normalerweise bin ich weder extrem aggressiv noch neige ich zu körperlicher Gewalt. Und die gab es auch nie bei uns.

    Wie gesagt, wäre sowas auch nur 1x passiert, hätte mein Mann mich unverzüglich vor die Tür gesetzt, da bin ich mir sicher.

    Ja, wir sind noch zusammen. Aber es gab nach 4 Jahren Trockenheit eine 2jährige Trennung.

    Es war also nicht so, das ich aufhörte zu saufen und alles wurde wieder gut.

    So war das auch bei uns nicht.

    Heute sehe ich diese Trennung als sehr wichtig für uns an. Hätte es die nicht gegeben, wären wir vielleicht gar nicht mehr zusammen.

    Zitat

    Wir könnten alles so schön haben und es ärgert mich dermaßen, dass er sich so hängen lässt und die Probleme mit Alkohol versucht wegzuspülen.

    Tja, hätte...könnte...sollte... IST aber nicht, Sunnyday.

    Ich würde nicht auf hätte,könnte,sollte setzen.

    Warum nicht selbst das Leben in die eigenen Hände nehmen und was draus machen?

    Warum willst Du darauf warten, das ER was ändert?

    Warum änderst Du es nicht, sondern machst DEIN LEBEN von ihm und seiner Sauferei abhängig?

    LG Sunshine

    Zitat

    Vielleicht ist bei uns die Trennung auch schon in Sicht, vielleicht kippe ich auch um und füge mich meinem Schicksal. Vielleicht hätte ich füher etwas tun sollen, Vielleicht hätte ich ihn gar nicht kennenlernen dürfen.

    Vielleicht findest du aber auch doch die Kraft, dem Drama ein Ende zu bereiten!

    Ich wünsche es Dir jedenfalls von ganzen Herzen!

    Zitat

    Das kann ich noch nicht. Ich muss an meiner Co-Abhängigkeit arbeiten. Ich bin komplett im Sog. Wenn ich ohne Hilfe so weiter mache, renne ich von einem ins Nächste. Da wäre ich mir fast sicher.

    ich versuche im Mment nicht nur immer seine Sucht zu sehen, sondern mich auf mich zu konzentrieren. Wo stehe ich, was will ich eigentlich, Wie bekomme ich Luft?

    Ich habe auch sehr wohl wahr genommen, das Du schon was für DICH tust.

    Und das ist auch klasse und richtig so :thumbup: ....und das gehört auch zum Weg des Loslassens und auf sich selbst zu schauen.

    Es ist aber auch so, das es für den Alkoholiker unwichtig ist, was DU tust.

    Du solltest das also wirklich nur für Dich tun und Dir keine positiven Auswirkungen auf die Beziehung erhoffen.

    Denn die werden kaum oder eher gar nicht eintreten. Vielleicht sogar im Gegenteil, Dein XY wird wahrscheinlich immer aggressiver, je mehr Du was für Dich tust.

    Denn merken wird er die Veränderungen. Und die können verunsichern. Und im schlimmsten Fall dann auch echt in Gewalt gegen Dich umschlagen.

    Zitat

    Ich weiß jetzt gar ncht, wie ich diese Nachricht beenden kann?

    Einfach auf "Antworten" klicken ! :D

    Späßle ;) ... Du musst hier keine super ausgefeilten Texte verfassen, kritzel einfach drauflos, und gut isses. Wer nicht hinterher kommt, kann ja nachfragen, nicht wahr?

    Und wenn Du grad nicht mehr weiter weißt, schickst Du es einfach erstmal ab...was ist schon dabei?

    Pass halt nur auf, das Du nicht zu privates mit Wiedererkennungswert im offenen Bereich schreibst.

    Mit Gedankensprüngen/Fetzen können wir umgehen hier ;)

    LG Sunshine

    Ich antworte mal hier, Kathrin, und hoffe, Cayenne sieht das nicht als Thread-Missbrauch ;)

    Zitat

    und auf der anderen Seite ist da noch Liebe zu meinem Mann

    Auch hierzu mal was zum Nachdenken...

    Ist es wirklich Liebe?

    Angebliche Liebe ist nämlich oft ein dekoratives Deckmäntelchen für was anderes:

    Nämlich für Abhängigkeit, für Angst vor Veränderungen, für Angst vorm Loslassen, für Angst, die Wohlfühlzone verlassen zu müssen, für Angst vor finanziellem Verlust...und mehr.

    Liebe hört sich aber netter an...und man kann kaum was dagegen sagen, denn es ist nicht nett, jemanden zu unterstellen, das er nicht liebt. Das ist sogar etwas übergriffig...finde ich.

    Und man wird es keinesfalls gern hören.

    Liebe ist für mich also auch ein Totschlag-Argument, wogegen man schlecht was sagen kann.

    Nur hilft es einem persönlich ja gar nicht weiter, wenn man sich weiter hinter Deckmäntelchen versteckt.

    Das Leben geht ja derweil weiter in eine ungute Richtung, man verbrennt weiter vielleicht viele weitere Jahre...und am Ende steht man immer noch vor den Trümmern, die aber auch schon Jahre vorher da waren.

    Auch da wird ja lange ein Deckmäntelchen drüber gelegt.

    Kathrin, ich werde dieses Jahr 60. Das ist anders, als 30 oder 40 zu werden, man macht sich schon so seine Gedanken, die mit 30 oder 40 noch weit entfernt waren.

    Mir ist durchaus bewußt, nicht ewig zu leben.

    Aber ich möchte aus den mir verbleibenden Jahren eine möglichst schöne Zeit machen, noch viel erleben, meine Enkelkinder aufwachsen sehen und Reisen machen, meinem Hobby frönen und.. und... und...

    Ich habe viele Jahre meines Lebens versoffen und bereue das wirklich.

    Aber es ist nicht mehr zu ändern, und sich immer weiter drüber grämen, das ist auch nich so meins.

    Darum sehe ich Dinge vielleicht auch anders, weil ich selbst viele Jahre an den Alk verschwendet habe.

    CO-Abhängigkeit ist im Grunde auch nix anderes, auch da verschenkt man sein Leben an den Alk, selbst wenn man ihn selbst gar nicht konsumiert!

    Überlegt Euch, ob ihr das wirklich wollt!

    Zitat

    Ich könnte nur heulen wenn ich sehe wie er alles weg wirft. Unsere Beziehung, seinen gut bezahlten Job, seine Selbstachung. Ich kann nichts dagegen tun

    Richtig! Dagegen bist Du völlig machtlos.

    Dann hat der Alk schon komplett übernommen, dagegen hast Du genau NULL Chance!

    Du kannst heulen, schreien, betteln, drohen...alles egal für einen nassen Alkie.

    Das interessiert nicht!

    Der nächste Schluck zählt, und alles dreht sich ab einem gewissen Punkt nur noch darum!

    Alles, was dabei behindert, wird aus dem Weg geräumt.

    AUCH MENSCHEN, die einem dabei im Wege stehen und lästig werden!

    Die dürfen nur bleiben, wenn sie parieren, als CO einwandfrei funktionieren.

    Das erlebst Du ja gerade selbst so, nicht wahr?

    Ansonsten sind sie nämlich einem nassen Alkoholiker zu nichts nutze. Und können damit weg.

    Is einfach so. Auch wenn ein nasser Alk es abstreiten würde...

    Ein nasser Alkoholiker sieht das auch anders. Er wird alles vermeiden, um das wahre Ausmaß seiner Sauferei sehen zu wollen.

    Er wird immer Gründe fürs Saufen finden, und seien die auch noch so bekloppt,egal.

    Und er wird alles dafür tun, das ihm niemand die Pulle wegnimmt! Und zwar wirklich ALLES !

    Die einzige Chance, da nochmal raus zu kommen, ist die Erkenntnis, Alkoholiker geworden zu sein, die Krankheitsannahme und die daraus folgenden nötigen Schritte, wo zuerst eine Entgiftung ansteht.

    Diese Hilfe kann außerdem nur von außen kommen, aber erstmal muss man als Säufer/in da ja erstmal hinkommen, die Augen aufzumachen und zu sehen, was wirklich ist.

    Und das ist erst der Beginn von vielen folgenden nötigen Veränderungen.

    Und die würden auch BEIDE betreffen, denn ein Co ist auch abhängigkeits-erkrankt!

    LG an Euch beide, Cayenne und Kathrin!

    Sunshine

    Hallo Cayenne,

    Willkommen hier im Forum.

    Ich gebe es ehrlich zu, ich musste gestern laut lachen, als ich das mit den zertrampelten und ausgerissenen Pflanzen gelesen habe.

    Musste mir das bildlich vorstellen, und es ist wirklich eine groteske Vorstellung, wenn ein besoffener Wüterich durch den Garten tobt.

    Für Dich war es sicher wesentlich unlustiger, schon klar. X/

    Cayenne, ich rede nicht gern lange drum herum:
    Du bist komplett auf dem Holzweg, wenn Du denkst, das sich auch nur ein ganz klein bisschen was ändert, wenn ihr daran "arbeitet".

    Hier kann auch kein Psychologe der Welt helfen! Und ebenso keine Paartherapie oder whatever.

    Und weißt Du auch warum?

    Weil Dein XY saufen WILL!!

    Und solange hast Du NULL CHANCE auf ein besseres Leben.

    Im Gegenteil, das wird alles noch schlimmer.

    Denn die Suchtspirale dreht sich nur noch abwärts, wenn man alkoholabhängig geworden ist.

    Dein XY gibt ja nicht mal zu, ein Alk-Problem zu haben.

    DU sollst Dich anpassen!

    Am besten auch wieder mitsaufen.

    Merkst Du, wie krank das ist ?!

    Merkst Du, wie egal Du ihm bist?

    Hauptsache Du funktionierst weiterhin als guter CO. Der Rest schert Deinen XY einen Dreck.

    Ob Du Dich auch noch alkoholkrank säufst, ist ihm EGAL, es wäre ihm sogar recht!

    Mein lieber Scholli, ich darf gar nicht weiter drüber nachdenken, wie krass und fies das ist.

    Du redest doch bitte nicht mehr ernsthaft von Liebe oder?

    Wo soll die denn noch sein? Du machst Dir etwas vor, um Deinen Hintern nicht bewegen zu müssen.

    Er soll was ändern, Du willst das nicht.

    Wird er aber nicht tun.

    Und zum Thema Liebe: Ein Alkoholiker hat schon eine große Liebe, gegen die jede andere machtlos ist, und das ist die Pulle.

    Ein nasser Alkoholiker ist höchstens noch stark eingeschränkt liebesfähig, wenn überhaupt.

    Dafür ist als nasser Alkoholiker einfach kein Platz mehr. So ist das nun mal.

    Und es hilft Dir kein Stück weiter, Dir da weiterhin was vorzumachen.

    Ich merke aber auch an Deinem Schreiben, das Du nicht in die Handlung kommen willst.

    Dann wird das noch viel Jahre so weiter gehen.

    Und auch dann besteht die große Gefahr, das Du psychischen Schaden nimmst, wenn der nicht schon längst vorhanden ist.

    Das Leben mit einem nassen Alkoholiker ist doch in Wirklichkeit unerträglich und das geht an NIEMANDEN spurlos vorbei, egal wie hoch die persönliche Resilienz ist.

    Überlege Dir mal, ob Du Dich wirklich weiter an einem Traum klammern willst, der längst zerplatzt ist?

    Es ist nun mal oft im Leben so, das Beziehungen zerbrechen, das ist ja nicht nur in Abhängigkeitsbeziehungen so.

    Aber da ist die Quote sicher besonders hoch, wenn nicht beide bei draufgehen wollen und der CO es schafft, die Kurve zu kratzen und bereit ist, sein eigenes Leben an die erste Stelle zu rücken.

    Denn genau da gehört es hin.

    Und zwar nicht nur bei CO`s sondern bei allen Menschen.

    Überlege Dir, ob Du weiterhin Dein Leben wegschmeissen willst an eine sinnlose Beziehung ohne Chance auf Verbesserung oder ob Du Dir etwas mehr wert bist?

    Denn bei einem bin ich mir ganz sicher, Dein XY ist gaaanz weit davon entfernt, das Saufen sein lassen zu wollen.

    Und selbst wenn er es wollte...Du wirst nie mehr den Mann zurück bekommen, der er vorher mal war.

    Außerdem garantiert eine Abstinenz noch keinen Fortbestand der alten Beziehung!

    Ein trockener Alkie möchte sicher keinen aktiven CO an seiner Seite haben, das sind zumindest meine Erfahrungen.

    Und ein Alkoholiker, der fortan trocken leben will, muss das zur Prio1 in seinem Leben machen.

    Auch vor dem Partner, das muss vor allem anderen kommen.

    Auch das bereitet CO-Abhängigen oft große Probleme.

    Wer da also denkt, wenn der Säufer aufhört zu saufen, dann würde alles gut, irrt sich ganz gewaltig.

    Dann fängt die große Herausforderung im Grunde erst an...

    Aber da ist Dein XY gar nicht, er wird vielleicht noch viele Jahre weiter saufen, sich evtl. auch am Ende totsaufen.

    Seine Entscheidung!

    Ob Du dabei sein möchtest, entscheidest Du selbst.

    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Mari,

    gut das Du bisher nicht wieder trinken musstest!

    Ein Krisenmodus hat schon bei vielen zu einem Rückfall geführt.

    Das ist aber nicht unabänderlich so vorgegeben, da bin ich ganz sicher.

    Es wäre darum gut, Strategien zu entwickeln, um damit umzugehen.

    Denn das Abschießen mit Alkohol ist keine Option mehr, hoffe ich.

    Zitat

    Leider hat der Suff bei mir den Effekt, dass ich dann endlich mal meinen Kopf abschalten und für ein paar Stunden alles vergessen und loslassen kann. Natürlich zu einem viel zu hohen Preis.

    Wir haben ja alle den Alkohol missbraucht. Aus verschiedenen Gründen und zu unterschiedlichen Zwecken.

    Frauen sind sehr oft Stress-Säuferinnen. Weil die oft sehr hohen Anforderungen nicht mehr zu schaffen sind, so sucht frau besonders gern dann für ein paar Stunden Abschaltung von allem.

    Stichwort auch "mothers little helper".

    Sich vorher Hilfe zu suchen oder das Leben anders zu gestalten tun Frauen oft nicht, weil sie denken, sie müssten ihre Rolle erfüllen :rolleyes:

    Wie auch immer, ich kann Dir nur raten, andere Strategien zu entwickeln, um den Kopf abzuschalten.

    Besonders in Krisen-Situationen!!

    Denn da drehen sich ja die Gedanken oft wie im Karrusell, immer im Kreis, man findet kein Ende mehr.

    Evtl. kommen Sorgen dazu, Zukunftsängste oder ähnliches.

    Wie verführerisch ist da wieder der Griff zur Pulle, wenn das vorher das "Lösungsmittel" war.

    Ich kann Dir mal sagen, was ich mache, wenn ich die Birne abschalten muss ;)

    Ich widme mich dann meinem Hobby, aber nicht in unbedingt relaxender Form, denn dann bleibt da bei mir noch genug Platz zum Grübeln. X/

    Ich mache dann was, was mich wirklich fordert vom Kopf her.

    Da mein Hobby die Fotografie ist, was ich auch intensiv betreibe, suche ich mir dann ein Thema, was ich bearbeiten will, beispielsweise eine neue Bearbeitungstechnik.

    Dazu muss ich erstmal recherchieren, lesen und auch verstehen, vielleicht ein Youtube-Video dazu schauen und dann nachmachen.

    Dabei hat dann wirklich nix anderes mehr in meinem Kopf Platz, denn der ist dann einfach gefordert.

    Es ist so ähnlich, die lütte hier manchmal schreibt ;)

    Wenn es Dir schlecht geht, dann singe laut irgendwelche Songs mit.

    Wer singt, kann nicht mehr denken.

    Genau so ist das auch bei mir mit meinem Hobby.

    Es ist dann eine Zeit des Abschaltens, und dazu braucht man keinen Alkohol oder andere Drogen.

    Das Hobby ist dann Droge genug, oder eben das Singen ^^

    Zitat

    Mein Plan fürs Wochenende ist also: Reset-Knopf drücken. Ich werd mit meinem Hund durch die Natur streunern, außerdem gönne ich mir viel Ruhe, gutes Essen und Lesen. Dann habe ich hoffentlich auch wieder etwas Kraft für alles, was da kommen mag

    Dann hoffe ich, das es bei Dir auf diese Art funzt. :)

    Bei mir würde es das nämlich nicht tun. Dabei hätte ich viel zu viel Zeit zum Weitergrübeln, und so könnte ich dann auch nicht abschalten.

    Mir hilft ebenso wenig bei Gedankenkarussellen: Radfahren, im Garten arbeiten, Putzen oder kochen, es sei denn, es handelt sich um ein sehr schwieriges Kuchenrezept :lol:

    Ich brauche dann wesentlich mehr Ablenkung oder Konzentration auf eine bestimmte Sache.

    Aber das ist wohl bei jedem anders, es geht nur darum, eine eigene Strategie zu haben, die man dann in Krisensituationen befolgen kann.

    Es kommt bei mir aber auch immer auf die spezielle Krisensituation an.

    Wenn ich über etwas intensiv nachdenken will oder muss, um zu einer Entscheidung zu kommen, dann würde ich auch in der Natur spazieren gehen, im Garten werkeln, also etwas tun, was mich mental nicht besonders fordert.

    Will ich aber komplett abschalten, weil die Drähte in der Birne schon massiv überhitzt sind, dann brauche ich mehr.

    Liebe Grüße an Dich

    Sunshine

    Hallo Sunnyday,

    Und Willkommen hier im Forum!

    Xlausi schrieb Dir:

    Zitat

    Die Eifersucht rührt wohl daher, das deren Selbstwert tendenziell Richtung 0 geht.

    Die Vermutung von Xlausi kann ich nicht nur bestätigen, bei mir war das gelebte Realität, als ich noch gesoffen habe.

    Ich war oft grundlos eifersüchtig und habe damit meinem damaligen Partner und jetzigen Mann

    das Leben auch schwer gemacht.

    Denn er hat mich nie betrogen, jedenfalls nicht das ich es wüßte ;) und hat auch nie was in dieser Richtung getan, was auch nur Verdacht erregt hätte.

    Trotzdem habe ich ihm alles mögliche und vor allem unmögliche unterstellt :rolleyes:

    Denn ich fühle mich als Versagerin, als ich noch gesoffen habe. Zudem wurde ich immer dicker durch die Sauferei, fühlte mich also nicht nur innerlich unattraktiv, sondern auch äußerlich immer mehr.

    Hatte ja einen Spiegel, in dem ich mich sehen konnte. ?(

    Dazu kam, das ich es nicht schaffte, mit der Sauferei aufzuhören, ich betrachtete das als persönliches Versagen.

    Mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht klar, das ich tatsächlich alkoholkrank geworden bin.

    Das ich zu viel saufe, war mir natürlich klar, aber das ich wirklich KRANK geworden bin, das sah ich nicht.

    Und wer krank ist, braucht oft Hilfe von außen, bei der Alkoholkrankheit ist das auf jeden Fall so!

    Das bekommt man nicht mehr selbst gebacken, wenn man bereits körperlich abhängig ist.

    Als ich dann im KH zum Entzug landete, wurde mir schon klar, das ich dort ja nicht aus Jux und Dollerei hingekommen bin.

    Dort war dann auch die Rede von Alkoholkrankheit...und da wurde mir erst wirklich klar, das ich krank bin.

    Und mit dieser Erkenntnis und auch Annahme meiner Krankheit konnte ich dann auch wirklich dankbar Hilfe annehmen.

    Und vor allem trocken werden, das war vor ca. 19 Jahren.

    Die Eifersucht verschwand bei mir in kurzer Zeit immer mehr, als ich trocken wurde, denn ich bin grundsätzlich gar nicht besonders eifersüchtig.

    Ich kannte ja wieder meinen eigenen Wert.

    In der Saufzeit aber fühlte ich mich wirklich wertlos.

    Und dann neigt man ja viel eher zur, auch völlig grundlosen, Eifersucht.

    Als ich trocken wurde, nahm ich auch wieder die angesoffenen Kilos ab, konnte wieder schicke Klamotten tragen, lies mir eine komplett andere Frisur verpassen, ich schnitt sozusagen im wahrsten Sinne des Wortes alte Zöpfe ab.

    Aber auch mein inneres Selbstwertgefühl war wieder intakt.

    Wenn sich heute mein Mann mal mit ehemaligen Kolleginnen trifft oder so, dann gönne ich ihm das von ganzen Herzen :)

    Freue mich mit für ihn, das er das macht und das er eine schöne Zeit hat.

    Ich mache derweil mein Ding, denn ich gehe da auch nicht mit, denn das ist ein Teil SEINES Lebens und nicht meines.

    Er kann mir ja danach erzählen, wie es war und wo sie waren etc.

    Auch ich habe gute männliche Freunde, und da ist er auch meist nicht dabei, wenn ich die treffe, er kennt sie aber.

    Unsere Themen sind dann nicht so ganz "seine Themen" :lol: und er macht dann lieber derweil was anderes.

    Vielleicht kannst Du nun die Eifersucht Deines Partners besser einordnen.

    Das bedeutet aber nicht, das DU damit leben musst!

    Denn das ist ja sehr einschränkend und man bekommt auch immer wieder unterstellt, das man lügt, oder?

    Das ist nicht okay!

    LG Sunshine

    Zitat

    "Hi ich bin der XLausi, da bin ich".

    Also für mich reicht es auch aus. :lol:

    Freue mich schon drauf, Dich auch im Erweiterten Bereich lesen zu können.

    Dort haben wir ja auch einen Hobbybereich, der gerne etwas belebt werden darf.

    Du wolltest ja dort vielleicht auch etwas mehr über Dein Hobby berichten.

    Weiß nicht genau, ob damit Dein Sportschützen-Hobby gemeint ist.

    Aber wehe Du schießt da Löcher in den Hobbybereich... =O;)

    Das sehen wir nämlich gar nicht so gern :P

    Bis denne

    LG Sunshine

    Du junger Hüpfer :P

    Mit 53 hast Du doch noch mind. 30 tolle Jahre vor Dir, liebe Aram :)

    Danach wird es mit dem Reisen vielleicht etwas beschwerlicher...aber immer noch nicht unmöglich.

    Entscheidest Du Dich aber dafür, alles beim Alten zu lassen, dann hast Du noch viele leidvolle Jahre vor Dir :(

    Wahrscheinlich bis sich Dein Säufer totgesoffen hat, sollte er nicht vorher was dagegen unternehmen.

    Darauf kann man natürlich auch warten...ich kenne sogar Frauen die das taten, weil sie nie den Hintern in der Hose hatten, um zu gehen. Schade um all die verschenkten Jahre.

    Du scheinst mir da aber nicht so ängstlich drauf zu sein...so zumindest mein Eindruck bisher.

    Besser ist es jedenfalls allemal, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und nicht alles vom Verhalten eines anderen abhängig zu machen.

    Natürlich ist es traurig wenn der eigene Lebensplan platzt. Aber sorry, das kann doch jedem passieren. Es gibt für nichts Garantien, im Grunde weiß man nicht mal was morgen passiert.

    Dann muss ein neuer Plan her. Und ich denke der wird sich auch ergeben.

    Nach einer gewissen Trauerzeit aufgrund des Platzens des eigenen Traumes.

    Und der hat gar nicht mal immer was mit der anderen Person zu tun ;)

    Manchmal merkt man auch erst gar nicht, das der andere bereits ausgestiegen ist aus dem gemeinsamen Plan, Traum oder whatever...

    Kann alles passieren...

    Liebe Grüße

    Sunshine

    Hallo Aram,

    merkst Du, das DU nur von IHM schreibst?

    Von Dir und Deinen Interessen und Hobbys, Lebensvorstellungen im einzelnen etc.pp lese ich herzlich wenig!

    Ich möchte Dich nur darauf aufmerksam machen, und so wie Dir geht es auch vielen Angehörigen.

    Da wird nur noch auf den Säufer gestarrt wie das Kaninchen auf die Schlange.

    Jeder Schritt und Schluck wird beobachtet, es wird kontrolliert, wie viel der andere schon wieder gesoffen hat etc.

    Und dabei kommt man selbst und das eigene Leben viel zu kurz!

    Weil sich alles gedanklich und auch praktisch nur noch um den Säufer/die Säuferin dreht.

    Du schreibst, das ihr Beide nun im Vorruhestand seid.

    Und noch einiges vorhattet, beispielsweise Reisen.

    BTW: Ich bin wahrscheinlich im gleichen Alter wie Du, und mein Mann ist auch seit 2,5 Jahren in Rente, und wir werden genau

    das tun, was Du Dir auch gewünscht hattest, nämlich Reisen.

    Corona hatte uns auch etwas ausgebremst, aber nun wird alles wieder einfacher...momentan zumindest.

    Aber mit einem Säufer kannst Du das alles knicken, sorry.

    Bist Du Dir eigentlich sicher, das Dein Mann überhaupt reisen will, oder nicht doch lieber halb besoffen zuhause rumhängt?

    Ich kann ja nur für mich sprechen, aber als ich noch gesoffen habe, wurden meine Interessen immer kleiner,

    ähnlich wie es auch XLausi schon beschrieben hat.

    Reisen war für mich da nicht mehr so wichtig...die Pulle war wichtiger :rolleyes:

    Wenn ich das jetzt selbst so lese, bedauere ich wieder mal, das ich nicht eher aus der Sauferei ausgestiegen bin....wir hätten schon viel früher viel mehr Schönes erleben können.

    Aber es ist nun mal wie es ist...

    Aram, ich möchte Dir auch Mut machen, aus dem Mist auszusteigen, und natürlich hast Du keine Schuld, wenn (D)ein Säufer säuft.

    Er tut das einzig allein deshalb, weil er abhängig, also alkoholkrank geworden ist.

    Das ist allerdings kein unabwendbares Schicksal, mit Hilfe von AUSSEN kann man da auch wieder raus kommen.

    Aber da kannst Du echt nix machen, da bist Du wirklich machtlos!

    Sowas kann nur von ihm selbst kommen. Gelaber von Außen bewirkt üblicherweise GAR NIX, wenn der Säufer weiter saufen will.

    Und weißt Du, was mir noch gerade einfällt?

    Meine beste Freundin, auch um die 60, ist gerade unterwegs im Urlaub in den U.S.A (sie leben allerdings auch in den U.S.A) mit ihrer Tochter und schickt mir Videos, sie genießen ihren Urlaub in vollen Zügen.

    Sowas ginge auch mit einer Freundin. :)

    Wir sind beide extrem reiselustig (also die Freundin und ich) und würden es mit Sicherheit nicht einsehen, Zuhause zu bleiben, nur weil kein entsprechender Partner zugegen ist.

    Dann finden sich andere Möglichkeiten, wenn man nicht alleine reisen mag!!

    Es gibt ja auch super Gruppenreisen...mit tollen Angeboten. Wie wäre es damit, käme das für Dich vielleicht auch in Frage?

    Und nochwas... es macht auch mit Sicherheit keinen Spaß, mit jemanden Reisen zu machen, der an der Pulle hängt.

    Der würde sich doch bei jeder Gelegenheit die Kante geben, und das im Urlaub, auf Reisen vielleicht noch umso mehr?

    Meinst Du, diese Art von Reisen würde Dir wirklich Spaß machen?

    Also ich hätte kein Bock, mit nem Besoffenem im Hotel festzusitzen, wo der mich auch noch durch seine Sauferei täglich blamiert.

    Und allein losfahren und die Gegend erkunden (falls das überhaupt Dein Ding ist, manche liegen ja auch lieber 14 Tage lang am Pool ihres Urlaubsortes, was ja auch völlig okay ist, jeder wie er mag!) und wenn Du dann zurück im Urlaubsdomizil bist, findest Du einen stockbesoffenen Ehemann vor?

    Das stelle ich mir wenig prickelnd vor ?(

    Kurzum, ich denke, Deine Träume, Wünsche und Lebensvorstellungen lassen sich mit einem Säufer nicht vereinbaren.

    Entweder Du gibst das alles auf und opferst Dein Leben sinnlos einem Säufer....oder Du machst was aus den kommenden Jahren! Und LEBST Deine Träume!

    Frag mich mal, was ICH wählen würde ? ;)

    Mal noch was ganz praktisches:

    Du sprichst von einer REHA. Da würde ich mich als allererstes drum kümmern, gleich morgen oder nächste Woche.

    Denn bis ein Antrag durch ist, dauert es ja bekanntlich seine Zeit.

    Geh zu Deinem Hausarzt und bespreche Deine Lage ganz offen mit ihm, und wie fertig Dich das alles macht.

    Denn das tut es ja, nicht wahr? ?(

    Decke nicht weiter Deinen Mann und seine Sauferei, falls Du das getan hast. Hilft eh so oder so niemanden.

    Spreche drüber, friss nix mehr diesbezüglich in Dich rein.

    Es gibt doch auch psychosomatische REHA`s, um so eine würde ich mich bemühen.

    Denn genau dort kannst Du Dich auch bezüglich einer Trennung stärken lassen.

    Du brauchst wahrscheinlich nicht nur Moorbäder, Massagen und asiatisches Schattenboxen ;) , sondern wahrscheinlich auch psychologisch-therapeutische Unterstützung.

    Es gibt Mittel und Wege, sich helfen zu lassen, Aram.

    Bitte nimm das in Anspruch, es steht Dir zu!

    Und eine SHG hast Du auch schon gefunden, indem Du Dich hier angemeldet hast. :)

    Wirf bitte Dein restliches Leben nicht an einen nassen, uneinsichtigen Alkoholiker weg, das ist die Sache echt nicht wert.

    Dein Säufer muss für sich selbst entscheiden, wie er sein restliches Leben verbringen will.

    DU DARFST DAS ABER AUCH!

    Liebe Grüße und viel Kraft für die kommenden Zeit wünscht

    Sunshine

    Tja, für mich hat diese inflationäre Smartphone-Herum-Knipserei wirklich nichts mit Fotografie zu tun ;)

    Heißt aber nicht, das ich für Schnappschüsse nicht auch mal mein Smartphone zücke...denn man hat es tatsächlich oft dabei.

    Ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Fotografie ist es allerdings nicht.

    XLausi, sollte mal mehr bei Dir draus werden, würde ich sowieso zu einer gebrauchten Kamera raten und dann kann ich DIr auch mal einen guten Gebrauchtmarkt empfehlen, aber auch bei ebay K*ei*anzeigen wird man fündig.

    Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit gebrauchten EQ gemacht und kaufe nix neu, was ich auch gebraucht bekommen kann.

    Man spart viel Geld dabei und es hat auch was von Nachhaltigkeit.

    Allerdings habe ich auch schon echt Kohle in mein Hobby versenkt ^^

    Jeder hat halt so seins...uns meins ist eben die Fotografie. ;)

    Liebe Grüße

    Sunshine

    Oh, mit Foto kenne ich mich aus, ist ja voll mein Ding ^^

    Ist nämlich mein großes Hobby, was ich auch schon an die 45 Jahre betreibe.

    Außerdem bin ich ein Kameratechnik-Freak und kenne so einiges diesbezüglich, was auf dem Markt ist ;)

    Habe von Canon, über Nikon und Panasonic so ziemlich alles durch und hänge gerade bei ner Sony Vollformat und ner APS-C Sony fest. Ein kleiner Abzweig zu Fuji war auch dabei, auch tolle Kameras, die die bauen.

    Habe aber auch noch 2 Canonen ;) brauche ich für Makro und Wildlife, was so meine fotografischen Hauptinteressen sind.

    Was hast Du denn vor zu fotografieren, schon Ideen?

    Bei Insta bin ich nicht, hatte mal die App installiert aber war gleich völlig überfordert von dem Ganzen Chaos dort. :lol:

    Außerdem fiel mir sofort die extreme Oberflächlickeit dort auf, da bin ich gleich wieder abgehauen.

    Follower, die mir nach dem Mund schreiben und alles toll finden, was ich mache, brauche ich auch nicht.

    Ich tausche mich lieber mit anderen Fotografen aus, die mich auf Patzer aufmerksam machen und ehrliche Kritik üben können.

    Denn nur das hat mich fotografisch immer weiter gebracht.

    Es gibt ja auch Fotoforen, wo man sich gut austauschen kann. ;)

    Und die Zusammenarbeit, die ich immer wieder mit echt guten Fotografen suchte (und auch weiterhin immer suche)... denn auch dabei lernt man IMMER was dazu.

    Allein schon beim Zuschauen, wie andere arbeiten, kann man sich immer was abgucken.

    Aber ich schweife aus...Fotografie ist halt mein Hobby ^^ ...und wird es auch immer bleiben :)

    LG

    Hallo XLausi,

    wollte Dir mal eben sagen, das ich es klasse finde, das Du noch hier bist und auch von Deinen Erfahrungen mit dem Alkoholismus als CO schreibt. Obwohl ich Dich nicht als Hardcore-CO sehe, sondern eher als jemand, der da auch unglücklich rein gerutscht ist.

    Du hättest ja hier auch einfach wieder abhauen können, nachdem Schluss ist mit Deiner alkoholabhängigen Ex, weil damit die Sache erledigt scheint.

    Obwohl es meist nicht so ist, viele rutschen auch nach einer Trennung wieder in einer neuen Beziehung in eine CO-Abhängigkeit, muss ja nicht immer Alkoholismus sein.

    Wie auch immer, Du bist noch hier und schreibst von Deinen eigenen Erfahrungen. Und auch, wie Du aus der Sache rausgekommen ist.

    Ich glaube, das hilft anderen Betroffenen, gerade Neulingen sehr.

    Danke, das Du hier geblieben bist.

    Wollte ich einfach mal so loswerden. :)

    Liebe Grüße und noch einen schönen Pfingsmontag!

    Sunshine

    Hallo Manu,

    Ich kann da Dante nur beipflichten, den Mann, den Du mal kanntest, den bekommst Du nie wieder.

    Denn er bleibt ja Alkoholiker und sollte er tatsächlich trocken werden, und es auch bleiben wollen, würden viele Veränderungen anstehen.

    Denn nur nicht mehr trinken reicht nicht.

    Viele Beziehungen zerbrechen, auch wenn der Alkoholiker trocken wird.

    Das ist keinesfalls ein Garant, das nun alles gut würde.

    Und meiner Erfahrung nach will ein trockener Alkoholiker dann auch sein Leben wieder komplett in die eigenen Hände nehmen wollen und dabei wäre ein aktiver CO definitiv hinderlich.

    Von daher wird der trockene Alkoholiker mit hoher Wahrscheinlihkeit über kurz oder lang einen CO abschütteln wollen.

    Wenn sowas nochmal funktionieren sollte, müssten beide an sich arbeiten und zu gravierenden Veränderungen bereit sein.

    Aber Dein Trinker will doch gar nicht aufhören.

    Von daher braucht man sich darüber genau NULL Gedanken zu machen, das ist völlig sinnlos.

    Klar kann man immer weiter hoffen, immer weiter auf den nassen Alkie starren...und weiterhin das Gedankenkarussell drehen lassen...und dabei sein eigenes Leben an sich vorbei rauschen lassen.

    Das ist jeden selbst überlassen.

    Ebenso wie man keinen Säufer vom Saufen abhalten kann, kann man auch keinen CO vom Rum-CO-en abhalten.

    Hier ist Eigeninitiative des Betroffenen gefragt, und auch (professionelle) Unterstützung ist oft hilfreich.

    Hilfe von Außen kannst Du hier auch bekommen...um den Rest musst Du Dich allerdings aktiv selbst kümmern.

    DU entscheidest, wie Du Dein Leben weiter leben möchtest.

    Ein Trinker darf ebenfalls selbst entscheiden, ob er Hilfe möchte, oder weiter trinken will.

    Auch das muss akzeptiert werden, wenn er sich FÜR den Alk entscheidet, ist schließlich nicht vorboten.

    LG und viel Kraft wünscht

    Sunshine,

    die sich allerdings vorstellen kann, das Du doch loslassen kannst, wenn DU es willst, denn Du hast ja noch ein Leben außerhalb des Dunstkreises des Trinkers. Das ist enorm viel wert!

    Loslassen ist auch eine Entscheidung, da bin ich felsenfest von überzeugt.

    Und wenn man sie endgültig getroffen hat, und bereit ist, auch die Konsequenzen zu tragen aus dieser Entscheidung, dann wird es sehr viel einfacher.

    Liebe Manu,

    Gegen negative Gefühle kann man aktiv was tun!

    Denen ist man nicht hilflos ausgeliefert.

    Was tut DIR denn gut?

    Was machst Du in Deiner Freizeit gern?

    Hast Du ein schönes Hobby?

    Hast Du Leute, mit denen Du Dich treffen kannst?

    Wenn beides nicht, kann man auch das abändern.

    Wenig hilfreich ist, sich in Selbstmitleid zu suhlen und alles ins negative zu ziehen.

    Die Welt ist bunt und sie kann für Dich auch wieder bunt werden.

    Dafür ist aber auch eigene Aktivität nötig. ;)

    Denn von nix kommt ja bekanntlich nix.

    Zitat

    ...und damit absolut zur Untätigkeit verdonnert....

    Aber NEIN, Du bist keinesfalls zur Untätigkeit verdammt.

    Du kannst nur ihm nicht helfen, hast keinen Einfluss auf die Sauferei Deines XY.

    Aber Du hast Einfluss auf Dich selbst, also nimm bitte Dein Leben wieder in Deine eigene Hände, anstatt auf den nassen Alkie zu starren. Denn das bringt echt nix.

    Und zum Suchtmittelentzug... natürlich bist Du auf Entzug, von DEINEM Suchtmittel, dem nassen Alkie.

    Auch in diesen Fällen wird zur Aktivität geraten, allein um auf andere Gedanken zu kommen.

    Das ist auch ein Lernprozess, den man ganz aktiv beeinflussen kann.

    LG Sunshine

    Good Job !...den Ihr Moderatoren hier gerade macht ! :thumbup:

    Das Forum ist wieder lebendiger geworden, was auch daran liegt, das mit vollem Engagement von Moderatorenseite aus gearbeitet wird.

    Vielen Dank dafür!

    LG

    Man kann übrigens auch sehr gut einen schwerkranken Menschen begleiten, ohne mit ihm zusammen leben zu müssen!

    Erwachsene Kinder, die ihre alten Eltern begleiten, wohnen schließlich üblicherweise auch nicht zwangsweise mit den Pflegebedürftigen zusammen.

    Oftmasl kann man sogar sehr viel besser begleiten, wenn man auch noch einen Rückzugsort hat, wo man die eigenen Akkus wieder aufladen kann.

    Einem Süchtigen in so einer Situation noch die Hand halten zu wollen, hilft übrigens dem Süchtigen kein Stück weiter, sondern hält ihn in der Sucht.

    Ich hatte auch eine echt schlechte Diagnose, als ich auf der Intensiv landete.

    Ein sofortiger Stopp der Sauferei konnte aber vieles auch wieder gut machen.

    Ich zähle hier nun nicht im einzelnen auf, was ich alles kaputt gesoffen hatte, aber ich hatte erhebliche körperliche Schäden von der Sauferei.

    Das einzige, was mir noch helfen konnte, waren die Ärzte auf der Intensiv, das Pflegepersonal und klare Ansagen, auch von meinem Mann.

    Entscheiden musste ich aber selbst, ob ich nu will oder nicht.

    Und diese Entscheidung kann einem auch niemand abnehmen.

    Sie wird aber unwahrscheinlicher gefällt, solange noch irgendwas einigermaßen läuft...und "einigermaßen läuft" ist bei Alkoholikern ein sehr weitreichender Begriff.

    LG Sunshine

    Bei CO-Abhängigen, besonders bei Frauen, läuft es fast immer aufs Gleiche raus (so zumindest mein Eindruck):

    Man selbst will nichts an seinem eigenen Leben ändern müssen, will es partout nicht in die eigenen Hände nehmen.

    Der ANDERE SOLL DAS TUN, der ANDERE soll sein Leben ändern!

    So ist es einfach bequemer, und macht auch weniger Angst.

    Im Grunde tut ein CO nichts anderes als ein nasser Alkoholiker oder anderweitig Süchtiger.

    Die Verantwortlichkeit abwälzen für das eigene Tun.

    Das können ja nasse Alkoholiker auch immer ganz gut.

    So wird sich JAHRELANG die Verantwortung hin-und hergeschoben, die jeder für sich selbst tragen sollte.


    Auch das "Verstehen-Wollen" der Sucht läuft sehr oft in diese Richtung.

    Es soll in den meissten Fällen dazu dienen, den Süchtigen so lenken zu können, damit ER sein Leben ändert.

    Womit wir wieder beim zuschustern der eigenen Verantwortung auf den anderen wären...

    Ich lese das zwischen den Zeilen oft heraus, und in den Fällen, wo es angeblich anders ist, würde ich mal dazu raten,

    ganz ehrlich zu sich selbst zu sein, auch wenn es unangenehm ist und weh tut.

    Es mag tatsächlich Fälle geben, wo man das Verstehen der Sucht als Entscheidungshilfe benutzten möchte.

    Ich möchte aber eher dazu ermuntern, mal das eigene Verhalten sehr kritisch unter die Lupe zu nehmen.

    Denn daran kann man wirklich was ändern, an allem anderen nicht.

    Aber das ist ja auch wieder unbequem.

    Tja, ich sehe halt immer wieder diese starken Verhaltensähnlichkeiten bei CO-Abhängigen und süchtigen Menschen.

    Schon nervend nicht wahr...wo doch der Säufer immer der Schuldige zu sein hat bitteschön!

    Man selbst ist der reinste Engel und perfekt durch und durch und trägt rein gar nix zur verfahrenen Situation bei... schon klar.

    Und im Himmel ist Jahrmarkt...

    Noch n Tipp:

    Rauskommen aus der Opferrolle, aus dem eigenen Jammertal...erst dann kann man Schritte nach vorn machen.

    Und nicht immer nur den anderen zum "Täter" machen.

    In Beziehungen zwischen CO-Abhängigen und Süchtigen sind meiner Meinung nach nämlich immer BEIDE Opfer sowie auch Täter...insofern man überhaupt diese Worte benutzen möchte.

    Ich mag sie eigentlich nicht... kann es aber nicht gut haben, wenn einer immer der Schuldige sein soll und der andere alle Verantwortung von sich schiebt.

    Aber so ist es halt am einfachsten....und man muss vor allem nicht selbst aktiv werden.

    LG Sunshine