Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Carl Friedrich,
    ich schätze auch Deine Anwesenheit hier, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.
    Das ist auch gar nicht nötig. Allerdings...so weit auseinander sind wir auch wieder nicht, denke ich mitunter :wink:

    Zitat

    Von daher waren meine Ausführungen von gestern, zu denen ich inhaltlich stehe, für dich momentan zu früh. Damit solltest Du deinen Kopf in dieser Anfangsphase der Abstinenz nicht belasten. Du bist alkoholkrank. Daran gibt es nichts zu rütteln. Und allein Du trägst die Verantwortung, ob Du so weiter lebst wie zuvor oder dich, wie es hier schon viele geschafft haben, aus dem Klammergriff des Alkohols lösen kannst. Gute und wirklich brauchbare Ratschläge findest Du hier in Hülle und Fülle.

    Das sehe ich auch so. Es ging mir auch gar nicht so sehr um das Inhaltliche, sondern darum, das es für Frischlinge für manches einfach noch zu früh ist.
    Weil eben noch keinerlei Stabilisierung da ist. Weil die Birne noch total nass tickt...etc.pp.
    Es ist hier im Forum ja oft die Rede davon, das man jemanden dort abholen soll, wo er/sie gerade steht. Das ist sicher auch richtig so.
    Gelingt mir aber auch nicht immer, meine bisherigen Beiträge hier bei Roselia beschränkten sich ja erstmal auch nur auf ein "dazwischen-hauen" :wink:
    Wird aber noch nachgebessert von mir ! :)
    So wie Du es mit Deinem letzten Beitrag insgesamt auch nochmal sehr gut gemacht hast.

    Mir ist auch klar, das es einige Wege nach Rom gibt, aber meiner Meinung nach nicht unendlich viele.
    Dein Weg war ja bisher auch erfolgreich, das sehe ich ja auch und erkenne das auch an... alles okay so.
    DU musst am Ende mit Deinem Weg zufrieden sein und gut umgehen können, für DICH muss er passen.
    Und Du bist ja Deinen Weg auch nicht völlig allein gegangen, ausgehend ausschließlich von Deiner eigenen Meinung, die schon richtig sein und zum Ziel führen wird.
    Du hast Dir ebenso Hilfe von Außen geholt, nachdem Du Deine Krankheit als solche anerkannt und angenommen hast.
    Du hast also nicht nur schlau daher geredet, sondern bist aktiv geworden und hast Dich auch ausgetauscht, unter anderen mit Therapeuten, auch in einer realen SHG, wenn ich mich recht erinnere...und auch hier.
    Und Deine Frau weiß ja auch Bescheid, sicher gab es auch da ausreichend Gespräche.
    Du hast die Sache also auch nicht in geheimen durchgezogen oder durchziehen wollen, und ich glaube auch, heimlich trocken werden wollen funzt auch einfach nicht.
    Und das muss auch überhaupt nicht sein.
    Meist ist ja auch das Gegenteil der Fall, es erleichtert, wenn man sich jemanden offenbart, jemanden an seine Seite holt, sich auch professionelle Hilfe holt, man muss es sich ja nicht selbst unnötig schwer machen.
    Und für mich wäre es auch unakzeptabel gewesen, nicht offen mit meinem Mann über alles zu sprechen.
    Er ist ja einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, und ich würde es auch nicht okay finden, wenn er eine schwerwiegende Erkrankung vor mir verheimlichen würde oder es auch nur versuchen würde.
    Ich halte sowas auch für einen groben Vertrauensbruch.
    Und auch der Arzt/Zahnarzt etc. sollte natürlich Bescheid wissen, damit er einem mal nix mit Alk verschreibt oder Alkohol zur Behandlung verwendet, um mal ganz praktischen Gründe zu nennen.
    Auch muss ein(e) Therapeut(in) wissen, was los ist, wie soll er/sie denn sonst gezielt weiter helfen können?
    Wem man es sonst noch erzählen möchte, bleibt einem ja selbst überlassen, das muss am Ende jeder echt für sich selbst entscheiden.

    Was ich allerdings nicht mag, das sind so "Unterstellungen", das man mit seiner Krankheit hausieren ginge, wenn man offen damit umgeht.
    Offenheit und Hausieren-gehen sind meiner Meinung nach zwei unterschiedliche Paar Schuhe, das eine hat nicht zwangsweise mit dem anderen zu tun!
    Ich gehe auch nicht mit meiner Krankheit hausieren, ich komme auch nicht auf irgendeine Feier, Veranstaltung oder sonstige Treffen und rufe: Leute, alle mal herhören, ich bin trockene Alkoholikerin!
    Wie käme ich auch dazu? Ich will mich weder irgendwie "wichtig" tun damit noch irgendeine Art merkwürdiges Mitleid erregen oder whatever, das alles liegt mir überhaupt nicht.
    Wenn mir jemand Alkohol anbietet, sage ich auch erstmal ganz schlicht "ich trinke keinen Alkohol" und in den allermeisten Fällen kamen da auch kaum mal weitere Nachfragen. Soooo interessant ist man damit nu auch wieder nich...(aber dazu noch an anderer Stelle)
    Aber man denkt es vielleicht...und stellt sich Szenarien vor, die im realen Leben so überhaupt nicht statt finden.
    Hier ist dann eher die eigene Denke etwas schräg (die vielleicht sogar auf eigenen dummen Vorurteilen beruht?), und nicht das wirkliche Verhalten anderer Menschen.

    Dann noch kurz eine eigene Erfahrung zum Thema Begrifflichkeiten, an die ich mich heute noch sehr genau erinnere...
    Ich war am Anfang meiner Trockenheit in enger ärztlicher Betreuung und Nachsorge bei meiner Hausärztin, einer Internistin, die ich mir nach meiner Entgiftung gesucht hatte.
    Sie ist ziemlich damenhaft, mit Perlen-Ohrsteckern, schicken Klamotten und Schühchen und immer perfekt dezent geschmimkt und ich mag sie auch sehr, so wie sie ist.
    Sie fragte mich am Beginn meiner Trockenheit bei einem Termin, ob ich unter "Saufdruck" leiden würde, ob ich damit zu kämpfen hätte?
    Ich fand in dem Moment diese Formulierung etwas "asi", um ehrlich zu sein :lol: und es passte für mich erstmal so gar nicht zu ihr.
    Später habe ich diese Meinung revidiert, und heute finde ich es gut, wenn man die Dinge so beim Namen nennt, das sie auch das Gegenüber sehr wahrscheinlich versteht.
    Verstanden habe ich nämlich die Frage sofort :D
    Auch im KH nach meiner Entgiftung wurden mit mir sehr offene Worte gesprochen, auch die Dinge beim Namen genannt.
    Klar ist das in dem Moment nicht sooo besonders angenehm...aber die Wahrheit zu verleugnen oder schön zu reden hätte mir doch auch kein Stück weiter geholfen.
    Für mich war es wichtig, das Menschen mit Fachwissen auch offen mit mir reden und die Dinge beim Namen nennen, denn das kam dann auch echt bei mir an.
    Und ich habe mir diese Worte auch zu Herzen genommen, aber letztendlich im positiven Sinn.
    Auch das hat mich trocken gehalten, ganz besonders am Anfang meiner Abstinenz.

    Ich finde auch Deine Buchtipps gut, Carl Friedrich.
    Auch das Lesen von Fachliteratur, oder Erfahrungen anderer...oder... oder... kann weiter helfen.
    Auch Dinge mal anders zu sehen, von einer anderen Warte aus zu betrachten etc...auch dabei kann das Lesen von Fachliteratur behilflich sein.
    Ich habe beispielsweise sehr gern "Alk" von Borowiak gelesen, weil ich diese Art der Schreibe gern mag. Ich musste öfters mal lachen, auch weil ich ich selbst beim Lesen ertappt fühlte :lol:
    Andere Bücher in Lebensratgeber-Form liegen mir persönlich eher nicht, weil ich dann beim Lesen schon denke: "Hä, was soll das Geschreibsel da, das weiß ich doch allein aufgrund meines gesunden Menschenverstandes". :roll::lol:
    Einem anderen helfen aber vielleicht gerade diese Bücher wieder gut weiter, das muss jeder selbst rausfinden.
    Und dann gäbe es ja auch noch den Austausch in diesem Forum :wink:

    Lieben Gruß und noch einen schönen Sonntag für Dich, CF !
    Sunshine

    Ach, das hier fiel mir auch noch ins Auge:

    Zitat

    Alkohol ist die einzige Droge, bei der man als krank gilt, sobald man damit aufgehört hat.

    Nein, das ist nicht so! Auch nass gilt man als alkoholkrank, wenn man es ist.
    Spreche doch mal mit einem Arzt darüber... der verklickert Dir das dann schon, wenn er Ahnung von der Materie hat. :wink:

    Roselia, wir haben eine Krankheit, die nicht einfach wieder weg geht, der Zug ist für uns längst abgefahren!
    Es gibt auch keine Heilung in dem Sinne.
    Aber... wir haben die Möglichkeit, eine chronische Erkrankung (die ungestoppt tödlich verläuft) zum Stillstand zu bringen.
    Davon können andere chronisch kranke Menschen nur träumen!

    C-F schrieb:

    Zitat


    Nikotinsucht ist auch eine Sucht. Wie werden ehemalige Raucher bezeichnet? Nichtraucher.
    Und ehemalige Trinker? Trockene (=nicht in die Hose machende) Alkoholiker. Der Unterschied ist kolossal.

    Das mag ja DEINE Interpretation sein, ich für meinen Teil denke bei "Trockenen" nicht an Leute, die sich NICHT In die Hose machen.
    Jedem das seine...
    Aber Du hast ja immer, solange Du hier schreibst, Probleme mit gewissen Begrifflichkeiten gehabt.
    Sind Dir zu "primitiv" etc.
    Mein lieber Scholli... bei so einer Überheblichkeit stehen selbst mir mitunter die Nackenhaare zu Berge.
    Dabei will ich es mal belassen, obwohl mir dazu noch so einiges einfällt, aber meine Höflichkeit verbietet es mir, ausführlicher zu werden :P

    Zitat

    Der Begriff trockener Alki soll m.e. nur die Leute nur bei der Stange halten.
    Fühlen sie sich plötzlich als gesund, kommen sie womöglich auf die Idee, wieder Alk konsumieren zu können.

    Ich verstehe gut, was Du damit meinst, Carl-Friedrich. Und ich sehe es teilweise auch ähnlich, aber es ist mir andererseits auch wieder zu einfach gestrickt....sozusagen nur eine Seite der Medaille.
    Es sollen sicher die Menschen in den SHG "bei der Stange gehalten werden", weil die sonst nicht funktionieren würden...ohne regelmäßige Teilnehmer.
    Dabei geht es außerdem auch um Zuschüsse von der Stadt (die es nur für nachweislich erfolgreiche Gruppen gibt) bei unabhängigen Gruppen und ähnliches, das ist mir auch bekannt. Denn ich war in so einer Gruppe. :wink:
    Ich halte es auch für falsch, zu kommunizieren, das es gefährlich ist, nicht mehr zur Gruppe zu kommen und demzufolge sogar mit voraussichtlichen Rückfällen zu drohen.
    Da steckt mir auch zu viel Druck und Manipulation und ungute Einflussnahme dahinter.
    Mir wäre es viel lieber, wenn da ehrlicher kommuniziert werden würde, so nach dem Motto:
    "Leute, kommt bitte auch weiterhin, auch wenn ihr Euch für mega-stabil haltet, denn wir brauchen Euch! Wir brauchen Eure kleine Spende bei den Treffen, und auch Eure Erfahrung als LZT, und Eure Arbeit als ehrenamtliche Gruppenleiter, sonst können wir nämlich dicht machen."

    Und Carl-Friedrich, wenn sich Alkoholiker wieder für gesund halten, ist die Rückfallgefahr wirklich immens hoch.
    Wir werden aber nicht wieder gesund! Auch wenn Dir persönlich das nicht in den Kram passt, ist es trotzdem so. :P
    Und das weißt Du auch.
    Vielleicht haben Männer auch größere Probleme mit Krankheit...bzw. ist das nicht nur ne Vermutung, sondern auch bekannt.
    Dann tut man sich ja per se schon schwerer damit, rein geschlechtsbedingt.

    Was mir auch nicht gefällt, ist, aufgrund meiner Krankheit fortan nun in Sacke und Asche gehen zu sollen nach Meinung anderer.
    Das fiele mir ja im Traum nicht ein! Soweit kommts grad noch... :roll:
    Ich bin alkoholkrank, JA. Aber ansonsten ein ziemlich normaler Mensch, der genau so fühlt und denkt und lebt wie viele andere.
    Denn ich brauche keine Alleinstellungsmerkmale, es ist alles gut so wie es ist.
    Vielleicht führe ich in den Augen anderer sogar ein langweiliges Leben, zumindest ein sehr "normales" Leben, aber genau DAS habe ich mir über alles gewünscht, als ich noch gesoffen habe!

    Auch war ich mal in einer AA-Gruppe, wo ich den Eindruck hatte, das wir uns schuldig fühlen sollen für unsere Krankheit, und es gibt meines Wissens bei denen auch ein Procedere, wo man sich bei seinen Angehörigen entschuldigen soll.
    Auch sowas lehne ich ab!
    Wenn ich mich irgendwo entschuldigen möchte, werde ich das VON MIR AUS tun und nicht aufgrund eines Gruppenzwanges.
    Wie gesagt, ich werde nicht in einer Büßerkutte den Rest meines Lebens rumlaufen, davon bin ich echt gaaaanz weit entfernt.
    Und ich lasse mich auch nicht unter Druck und Drohungen in einer Gruppe halten, sondern viel eher durch eine ehrliche Kommunikation.

    Zitat

    Wohl gemerkt: Es handelt sich um einen Begriff, den viele halt benutzen, was sie gerne so machen und beibehalten können, ich verwende ihn jedenfalls nicht und komme damit prima klar.


    Dann ist ja alles gut.
    Das muss man aber deshalb nicht anderen auch so überstülpen. Besonders nicht Frischlingen, die noch über keinerlei eigene Erfahrungen im trockenen Leben verfügen.
    Roselia nahm Deine Worte gern an, ich vermute aber, der Grund dafür ist die eigene Scheu vor Unbequemlichkeiten und auch Scham.
    Darum wird sich einiges schön geredet und dann kommen Worte wie Deine dem auch SEHR gelegen.
    Das ist in meinen Augen auch eine Art Manipulation.
    Rede jemanden nach dem Mund, schreib was er gern lesen will...und schon ist alles easy.
    Ist es aber nicht.
    Denn nur nicht mehr trinken wird nicht reichen!
    Und das ist nicht nur meine Erfahrung, sondern im Grunde die aller Forenteilnehmer, die ich hier im Laufe der Jahre so kennengelernt habe und die am Ball geblieben sind, sprich trocken (und zwar nicht nur in der Hose) :P

    LG Sunshine

    Hallo Rosalie,
    Willkommen hier im Forum.

    Also ich bin trockene Alkoholikerin und habe kein Problem damit.
    Ich gehe ehrlich mit meiner Alkoholerkrankung um und bin bisher, also ca. 19 trockene Jahre, damit gut gefahren.
    Ich erhoffe mir Ehrlichkeit von den mir wichtigen Menschen in meinem Leben und Umfeld und bin bereit, das gleiche zu bieten.
    Hausieren gehe ich mit meiner Krankheit auch nicht, aber ich lüge nicht (mehr) für sie, ich laviere auch nicht rum, ich spreche eine deutliche Sprache und nenne die Dinge beim Namen.
    Das Herumreden um den heißen Brei liegt mir nicht.
    Ebenso wenig das Schönreden der Krankheit, die wir haben.
    Meiner Meinung nach tust Du nämlich genau das. Willst die Dinge nicht beim Namen nennen.
    Für mich akzeptiert erst jemand vollkommen seine ALkoholerkrankung, der sie auch beim Namen nennen kann.
    Ohne sich dabei zu schämen.
    Aber es ist ein Weg dahin, das geschieht nicht von heute auf morgen... und das ist auch völlig okay so.
    Vielleicht siehst Du auch schon bald die Dinge etwas anders und kannst Deine/unsere Krankheit benennen.
    Es ist eine Entwicklung...meiner Meinung nach.

    Ich lese hier öfters heraus, das Alkoholiker/innen ihre/unsere Krankheit (noch) peinlich ist.
    Besonders am Anfang ihres trockenen Lebens.
    Das finde ich schade, denn genau mit so einer Einstellung und dem daraus resultierenden Verhalten (Heimlichtuerei/Drumherumrederei) bleibt sie eine "Schmuddelkrankheit" und somit auch in ihrer Schmuddelecke.
    Und wir tragen dann auch dazu bei.
    Dann brauchen wir aber auch nicht drüber zu jammern, nicht wahr? :wink:
    Aber das nur mal am Rande...

    Wie gesagt, vieles ist auch eine Entwicklung, und ich könnte mir sehr gut vorstellen, das sich auch an Deiner Meinung zur Benennung unserer Krankheit noch was ändert.
    Vielleicht nicht heute und nicht morgen...Hauptsache Du kannst erstmal TROCKEN bleiben. Das ist das einzige, was erstmal wichtig wäre.

    Zitat

    Du schriebst Carl-Friedrich:
    Deine Einstellung zum Thema "trocken" find ich super. Ein Verbündeter

    Brauchst Du "Verbündete"?
    Das hier ist keine Kampfarena, wo man sich mit Verbündeten besser durchschlagen kann.
    Es ist ein Forum für ALKOHOLIKER/INNEN, die sich mit anderen ALKOHOLIKER/INNEN austauschen wollen, sich ihrer Krankheit stellen und sich mit ihr auseinander setzen wollen.
    Und Hilfe und Unterstützung in ihrem trockenen Leben brauchen. Denn ohne Hilfe von außen schafft es kaum jemand.
    (Ich habe das übrigens auch nur so geschafft. Allein war ich machtlos gegen meine Erkrankung. Ich wusste das nur lange nicht.)

    Oder suchst Du Leute, die Dir nach dem Mund reden und alles toll finden, was Du schreibst oder meinst?
    Denn über längerfristige Erfahrungen bezüglich eines trockenen Lebens verfügst Du ja noch nicht, oder?
    Meinen oder Reden kann man viel, wenn der Tach lang is... aber Tun kommt von Tun :wink:

    In diesem Sinne viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg und noch viele neue Erkenntnisse!
    Und vor allem wünsche ich Dir Trockenheit.
    Ich verwende die Worte, die Du so wenig magst, natürlich absichtlich, wie Du sicher schon bemerkt hast 8)
    Zum schon-mal-dran-gewöhnen oder so :P
    Schönes WE wünscht
    Sunshine

    Hallo Xlausi,

    Zitat

    Warum lasse ich mich auch auf das Geschreibe ein


    Weil Du stark abhängig geworden bist, würde ich sagen.
    Du bist ja völlig auf diese Frau fixiert, das Ganze hat für mich schon psychotische Ausmaße.
    Hast Du mal dran gedacht, Dir selbst psychologische Unterstützung zu holen? Die stünde ja auch Dir zu in solchen Fällen.

    Ambivalentes Verhalten kann übrigens zu einer Abhängigkeit bei dafür anfälligen Partnern führen und/oder verstärken.
    Und Alkoholiker verhalten sich nun mal oft sehr ambivalent, immer entsprechend ihres Alk-Pegels.
    Kein Alk, leichte bis starke Entzugserscheinungen = Schlechte Laune
    Genug Alk im Blut wirkt entspannend und führt oft auch zu euphorischen Gefühlen, Probleme werden ausgeblendet, Pläne werden geschmiedet (allerdings NIE auch umgesetzt) etc.pp. = Gute Laune.
    Der Co macht diese Achterbahnfahrten jedes Mal mit, und entwickelt auch dadurch eine Abhängigkeit oder verstärkt sie.
    Die Gründe dafür, warum das so ist, kann man ergooglen, ich bin da auch mal zufällig drauf gestoßen, finde es aber sehr interessant.

    Ein Nicht-CO würde sich übrigens von dem ambivalenten Alkoholiker-Verhalten abgrenzen, gar nicht zulassen, das es ihn selbst auch mit betrifft und/oder beeinflusst.
    Mein Mann verhielt sich beispielsweise so, ihn beeinflussen Sachen von außen relativ wenig, so auch nicht mein Verhalten im Suff.
    Er hat sich davon immer völlig abgegrenzt, auch nie für mich gelogen oder irgendwas beschönigt.
    Er hat sogar Zimmer hinter sich abgeschlossen, so das ich ihn gar nicht erst vollabern konnte mit dem wirren Suff-Gequatsche.
    Denn ich tat das ja auch. Beschuldigte ihn auch für alles mögliche, nur um einen Grund zum Saufen bzw. Weitersaufen zu finden.
    Er entzog sich jeglicher Gespräche, wenn ich gesoffen hatte, was mich allerdings damals natürlich sauer machte.
    Heute verstehe ich seine Beweggründe sehr gut, er hat alles "richtig" gemacht, wenn ich das mal so sagen darf.
    Das hat mich aber trotzdem nicht von Saufen abgehalten!
    Auch dieses ablehnende Verhalten hat mich nicht am Saufen gehindert, die Sucht ist viel stärker, als das ein Angehöriger allein mit seinem Verhalten irgendwas erreichen könnte beim Trinker.
    Das wäre alles vergebliche Liebesmüh und kann "nur" dabei helfen, sich selbst besser abzugrenzen oder es zumindest zu versuchen.
    Aber das ist dann ja auch schon was wert!

    Xlausi, ich denke, wir können Dir hier noch nicht wirklich helfen, denn Du süchtelst ja momentan noch munter weiter.
    Du baust gerade einen CO-Rückfall nach dem anderen, indem Du immer wieder Kontakt suchst, das Gespräch suchst, und bleibt der Kontakt oder eine Antwort aus, kommst Du auf Entzug.
    Antwortet sie nicht, fängst DU SELBST mit Beschimpfungen ihr gegenüber an.
    Ist halt das typisch aggressive verhalten eines Süchtigen, der auf Kontakt-Entzug kommt.
    Das Forum hier richtet sich ja an Menschen, die sich aus ihren Abhängigkeiten befreien wollen!
    Da sehe ich Dich aber noch gar nicht, nicht mal ansatzweise.
    Es geht auch immer wieder darum, das Deine Ex Dir schreibt, sie kann Dich nicht zurück nehmen weil bliblablubb.
    Ich gehe von daher auch davon aus, das Du sie darum schon mehrmals gebeten hast, es "nochmal miteinander zu versuchen", wie man das immer so schön sagt :wink:
    Warum sonst sollte sie das so immer wieder schreiben?
    Wir können hier ja auch keinem nassen Alkoholiker helfen, der weiter saufen will. Der Wege sucht, wie man kontrolliert trinken kann oder was auch immer dieser Art.
    Wir können erst dann weiter helfen, wenn jemand sich dazu entscheidet, seine Abhängigkeit zu stoppen.
    Nasse Alkoholiker ohne Krankheitseinsicht kommen ja über den Vorstellungsbereich nicht mal hinaus, und das hat auch gute Gründe.

    Von daher verabschiede ich mich auch erstmal hier aus Deinem Thread und klinke mich gerne mal wieder ein, wenn Du wirklich Deine CO-Abhängigkeit zu der Trinkerin stoppen/beenden willst.
    Bisher sehe ich das nämlich nicht und dann ist alles andere auch nur verbrannte Zeit.
    Ich würde ebenso wenig den Austausch mit einem Alkoholiker suchen, der weiter trinken will, das wäre ebenso verbrannte Zeit und dazu völlig sinnfrei.
    Die widme ich dann lieber denjenigen, die wollen...auch wenn sich das jetzt vielleicht ein bisschen brutal anhört.

    Also, dann mal alles Gute weiterhin... und vielleicht willst Du ja irgendwann doch noch ernsthaft und machst dann auch Nägel mit Köpfen... :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Jscky,

    auch von mir mein Herzliches Beileid zum Tod Deiner Mutter.
    Ich habe meine auch vor einigen Jahren verloren und sie fehlt immer noch sehr.
    Es ist wirklich traurig und tut auch sehr weh, einen so nahen Angehörigen zu verlieren.
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    Aber Jscky, denke bitte auch daran, DU LEBST NOCH!
    Unser Leben ist nicht unbegenzt, wie Du ja auch an dem Tod Deiner Mutter mal wieder sehen kannst.
    Wir sollten darum zu Lebzeiten das beste aus unserem Leben machen, finde ich.
    Und es auch so gestalten, das wir uns darin auch wohlfühlen können.
    Manchmal ist so ein Schlag auch eine Möglichkeit, sein eigenes Leben nochmal gründlich zu überdenken und es auch zu ändern.
    Sieh zu, das Du mit Hilfe Deiner Tochter schnellstens eine Wohnung findest und Dich von Deinem Säufer trennst.
    Er entzieht auch nicht, wie Du immer wieder beharrlich schreibst bzw. weiß hier niemand, was Du genau damit meinst.
    Er säuft doch alle paar Tage wieder, wenn ich das richtig verstehe. Zwischendurch macht er höchstens mal ne Saufpause, aber das ist doch kein Entzug.
    Zumindest nicht in dem Sinne, in dem wir hier das Wort benutzen.
    Und Jscky, Dein Säufer hat Dir doch nun auch schon so oft klar gemacht, das er nicht mehr mit Dir leben möchte.
    Hat sogar die Scheidung eingereicht, nicht wahr?
    Und Du fragst ihn immer noch alle paar Tage, ob ihr nun noch zusammen seid oder nicht?
    Hääää?
    Was soll er denn noch alles tun? Er hat sich doch längst enschieden.
    Du wirst das akzeptieren müssen, ob Du es willst oder nicht.
    Und er wird akzeptieren müssen, wenn Du Dich nun um DICH kümmerst, das ist ja auch Dein gutes Recht.
    Ebenso wie er das Recht hat, sich zu trennen, egal ob er säuft oder peng. Er ist ja nicht Dein Eigentum. Und Du nicht seins!

    Ich geb Dir echt den Tipp, nimm Dir den Tod Deiner Mutter wirklich zu Herzen UND als Anlass, Dein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und es zu einem besseren für Dich zu machen.
    Ich habe übrigens an dem Tag, an dem meine Mutter starb, die letzte Zigarette geraucht und bin seitdem rauchfrei, nun bald schon 10 Jahre.
    Einschneidende Erlebnisse können also durchaus ein guter Zeitpunkt für eine Wende im eigenen Leben sein!

    LG Sunshine

    Einfach Karsten ne PN schicken, der kümmert sich dann sicher drum und sagt Dir, wie Du bezahlen kannst.

    Xlausi, nasse Alkoholiker haben nicht nur negative Seiten, es gab auch bei mir noch nüchterne Phasen, wo vieles dann okay war, aber die wurden immer kürzer.

    Das Deine Ex überhaupt nicht auf das Thema eingegangen ist, ist völlig typisch. Man will davon einfach nix hören, wenn man säuft und auch weiter saufen will.
    Ich habe in jeder Form vermieden, meine Sauferei zu thematisieren.
    Habe alles dafür getan, das andere davon erst gar nicht anfangen. Alles war dabei recht, angefangen von Verleugnungen, das in Frage stellen ihrer Wahrnehmungen etc.
    Ich habe auch Streit angefangen, nur um das Thema zu vermeiden, den Spieß ungedreht und den anderen an seinen Schwachstellen angegriffen.
    Ich habe sogar schnell im TV den Sender gewechselt, wenn da Alkoholismus irgendwie zur Sprache kam oder auch nur zur Sprache hätte kommen können.
    Wollte es auch selbst laaange Zeit nicht wahrhaben, das ich alkoholkrank geworden bin.
    Alkoholkrank? Ich doch nicht! Also bitte! Das werden höchstens andere, aber ich sicher nicht.
    Oder hänge ich etwa mit den Pennern beim Discounter um die Ecke rum oder gehe nicht mehr arbeiten oder was??
    Blablabla...und immer wieder hoch die Tassen. :roll:
    So läuft nun mal die Nummer.

    Aber Du hast recht, es soll nicht mehr um sie gehen, es soll besser ab jetzt um Dich gehen!

    Zitat

    Dürfte jetzt das 6. Mal gewesen sein. (?) Mehr kann man nicht tun, sollte sich dann aber auf sich selbst fokussieren. Das tue ich jetzt


    Eigentlich war das schon 5x zuviel. Viel hilft hier nicht viel :wink:
    Sie will nicht aufhören und dann kannst Du nix machen, nicht helfen...gar nix. Selsbt wenn sie aufhören wollte, wäre das ihr Ding und nicht Deines.

    Zitat

    Zukünftig halte ich einfach nur meine Babbel, und lass die Leute einfach machen und tun. Nehme mich da vielleicht etwas mehr zurück.

    Schaffst Du das? 8)
    Grundsätzlich ist das wahrscheinlich besser und gesünder so für Dich.
    Aber ich denke, man kann auch nicht völlig aus seiner Haut, und wenn man ein hilfsbereiter Mensch ist, dann ist das auch eine gute Eigenschaft!
    Das darf man ruhig auch weiterhin sein, aber man könnte es gezielter einsetzen!
    Es gibt Menschen, die wirklich Hilfe brauchen und auch gern annehmen würden. Da macht Hilfsbereitschaft viel Sinn, finde ich. Und ist sicher auch für einen selbst erfüllender.
    Und immer den Babbel zu halten finde ich auch nicht notwendig. Und auch nicht richtig. Auch nicht, sich aus allem rauszuhalten, wenn dabei Schwächere zu Schaden kommen.
    Dann finde ich es sogar verwerflich, zu allem zu schweigen.

    LG Sunshine

    Hallo C.F,

    Dir noch ein Frohes Neues Jahr.

    Die Impfstoffsache sehe ich ebenso kritisch wie Du...und sicher nun auch schon viele andere...
    Leider wurde wieder offenbar vieles verpennt.
    In meiner Stadt ist man seit dem 15.12.2020 impfbereit gewesen, alle Vorkehrungen waren zu dem Zeitpunkt abgeschlossen!
    Und nun läuft es derart schleppend an, das man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. :roll:
    Neulich kam doch sogar schon die erste Werbung im TV zum Thema Impfen.
    Da kommt man sich doch glatt völlig veralbert vor! :evil:

    Zitat


    Würde mich mal interessieren wie viel Geduld die Erkrankten mit ernsthaften und schweren Verläufen aufbringen, wenn sie sich ausmalten, dass sie womöglich nicht erkrankt wären, wenn unsere Verantwortlichen rechtzeitig genügend Impfstoff organisiert hätten. Als Erkrankter käme ich mir wahrscheinlich irgendwie verschaukelt vor.

    Och, das kann ich Dir gern beantworten.
    Jemand aus meiner Familie war vor wenigen Wochen schwer erkrankt, lag ca. 14 Tage komplett flach mit schweren Symptomen. Und hat heute noch mit den Folgen der Infektion zu kämpfen, da ist längst nicht alles überstanden.
    Die Betroffene ist übrigens erst Anfang 50.
    Sie ist stocksauer, das die Impfungen so schleppend voran gehen, sie hätte gern auf diese schlimmen Tage verzichtet und sie weiß nicht mal, ob sie wirklich wieder ganz fit wird.
    Und sie ist mittlerweile nicht der einzige Fall, den ich persönlich kenne... und wo es Folgen der Infektion gibt.

    Und nun kommen sie nicht mit dem so lange ersehnten Impstoff an Land. :roll:
    Ich sehe uns noch lange mit den Masken herumlaufen...und rechne auch mit einer Verschärfung der Maßnahmen.
    Vielleicht werden die auch nötig, weil die Bevölkerung einfach nicht mehr mitspielen wird und es leid ist, auch noch ein Impfdesaster mit zu tragen.
    Dafür sind nämlich andere verantwortlich, die wieder gepennt haben und lieber was anderes gemacht haben, als das, wofür sie gewählt wurden.

    Es hakt auch an andern Stellen gewaltig, so vieles wurde einfach immer noch NICHT geregelt, ich höre und lese nix davon, wo und wie nun die Kinder betreut werden sollen, wenn der Lockdown noch wochenlang weiter gehen wird?
    Die Eltern werden wieder im Regen stehen gelassen, nicht jeder kann im Home-Office arbeiten, oder soll der gesamte "Laden BRD" still stehen?
    Die Kinder werden wieder zu einem großen Teil den Großeltern aufgedrückt (die ja eigentlich geschützt werden sollen aufgrund ihres mitunter fortgeschittenen Alters), weil die Verantwortlichen nicht ihren Job gemacht haben!
    Ich sehe mich auch schon wieder mit unseren Enkelkindern die Hausaufgaben abarbeiten, denn es gibt für meine Tochter beispielsweise bisher keine Regelung oder gar Angebot, ihre Kinder unterzubringen, da in ihrem Beruf kein Home-Office möglich ist.

    Ebenso warten viele auf die versprochenen finanziellen Unterstützungen, auch da hakt es an vielen Stellen.
    Ich möchte mal wissen, wovon die ihre Familien versorgen sollen, wenn sie keine Möglichkeit mehr haben, ihr Einkommen zu erwirtschaften und sich die versprochenen Zahlungen so verzögert einstellen?

    Ich hatte echt Verständnis, das die Verantwortlichen, sprich vor allem unsere Politiker, erstmal mit einer Situation klar kommen müssen, vor der wir alle noch nie standen.
    Aber wir sind nun über schon ein Dreivierteljahr in dieser misslichen Situation und andere Länder machen uns vor, wie es besser gehen könnte.
    Aber das hoch entwickelte Deutschland ist nicht mal in der Lage, seine Bürger zeitnah mit ausreichend Impfstoff zu versorgen, wo er da ist.
    Mich interessieren dabei auch nicht irgendwelche EU-Beschlüsse, die keinen Sinn machen.
    Wenn Impfstoff da ist, dann soll auch bitte geimpft werden, und nicht erst ab einem bestimmten Termin, was soll dieser Blödsinn?

    Naja, ich reg mich schon wieder auf. Auch aus persönlicher Betroffenheit. :evil:

    LG Sunshine

    Hallo Xlausi,

    Carmen schrieb:

    Zitat

    So uneinsichtig und unreflektiert war ich nicht zu meinen schlimmsten Saufzeiten und ich denke, dass deine Ex diese Charaktereigenschaften auch nüchtern hat, die durch ihren Alkoholismus nur noch verstärkt werden.

    Ich kann das auch von mir so sagen, das ich bestimmte Sachen nicht mal zu schlimmsten Saufzeiten gerissen habe.
    Dazu gehört, das ich zu meinem Partner nie gesagt habe, das er an meiner Sauferei schuld sei, auch im Suff nicht.
    Weil ich einfach wußte, das sowas nicht stimmt und auch unfair ist.
    Ich habe aber sicher Streit angefangen, um FÜR MICH einen Grund zum Saufen zu haben.

    Ich habe hier ja schon sehr viele Geschichten im Laufe der Zeit gelesen und auch viele mit der Hoffnung, wenn der Partner aufhören würde zu Saufen, würde alles gut.
    Dem ist aber nur selten oder vielleicht auch nie so.
    Denn negative Charaktereigenschaften verschwinden auch mit der Trockenheit nicht, die Sauferei verstärkt sie allerdings.
    Der Alkohol hat nicht die Macht, einen Menschen völlig zu verändern, gewisse Wesenszüge/Charaktereigenschaften sind mit Sicherheit auch so vorhanden.
    Ich würde auch von mir nicht sagen, das ich nun der immer der liebste Mensch bin, völlig pflegeleicht und immer gut gelaunt etc.
    Auch meine negativen Eigenschaften sind in meinem trockenen Leben noch vorhanden ! :wink:
    Sie schlagen aber lange nicht mehr so durch wie zu Saufzeiten und ich kann negatives Verhalten jetzt auch zeitnah stoppen.
    Besoffen lebt man sie einfach nur stärker aus, vorhanden sind sie so oder so.
    Das mal so als meine persönliche Feststellung dazu... andere werden das vielleicht bestätigen können, wenn sie mal ganz ehrlich sind und fähig zur Selbstkritik.

    Xlausi, falls Du also noch Hoffnungen hegst, wenn sie nun doch aufhören würde zu saufen, würde alles gut, dann kann ich Dir sagen, das glaube ich kein Stück.
    Der Alk hat auch Deine Ex nicht derart verändert und trocken würde alles gut. Das Unfaire, anderen die Schuld zuschiebende, und auch die anderen merkwürdigen, sehr unangenehmen Verhaltensweisen wären trotzdem noch da, da bin ich ziemlich sicher.
    Mir sagte mal jemand "wer als nasser Alkie ein totales A..loch war, der bleibt es auch trocken"
    Ich würde es wohl nicht ganz so krass sagen, aber recht hat er damit auch irgendwie :wink:

    LG und ich wünsche Dir ein Frohes Neues Jahr, wo Du Deine Zeit nicht mehr mit so einem sinnlosen Hin-und Hergelaber verschwendest, sondern Dich um Deine Sachen kümmerst.
    Wann wird der Bratschlauch das erste mal gefüllt, beispielsweise ? :wink:
    Und was ist überhaupt ein Bratschlauch??? ich kenne sowas nur vom Hörensagen, dachte, sowas gibt es gar nicht in echt :mrgreen:
    An einem Diät-Tagebuch wäre ich auch interessiert, dafür wäre schon Platz im Erweiterten Bereich... :wink:
    Habe über die Feiertage auch ca. 1 Kilo zugenommen, das muss wieder runter.

    ach so, noch was:

    Zitat

    Hatte es dann netter versucht, was denn wäre, wenn wir BEIDE an unseren "Fehlern" arbeiten.


    Ich glaube an sowas irgendwie nicht :wink:
    Das man an seinen "Fehlern" arbeiten kann, um sich so passend für eine bestimmte Beziehung zu machen.
    Man ist doch irgenwie einfach wie man ist. Und das macht einen doch AUCH aus.
    Ich brauche keinen fehlerfreien Menschen, weder als Partner noch als Freund. Gott bewahre!
    Die Menschen in meiner Umgebung mögen bitte ihre Macken und Eigenarten behalten, denn oftmals machen auch die einzigartig und liebenswert.
    Und ich glaube fest daran, das man auch mit den "Fehlern" des anderen gut leben kann, denn man ja hat auch selsbt welche.
    Wobei ich das Wort "Fehler" schon umpassend finde, ich würde nie jemanden als fehlerhaft bezeichnen, nur weil er nicht so ist, wie ich ihn gern hätte.
    Manchmal passt es einfach nicht, und das wars schon.
    Weder nass noch trocken noch sonstwie...muss man dann auch mal akzeptieren können.

    Sunshine

    Hallo Xlausi,

    ich schreibe ja auch aus eigener Erfahrung. :wink:
    Meinst Du, mir ist es noch nie passiert, das ich zu spät losgelassen habe? :wink:
    (Doch, ist es! )
    Und das wird auch bei Dir nicht von heute auf morgen klappen mit dem Loslassen.
    Weißt Du, was mein Ziel bei einem Mann war, den ich mal sehr geliebt habe und der mich recht plötzlich und auch ohne mir ersichtlichen Grund abgeschossen hat?
    Das ich nicht mehr an ihn denke, sondern wieder mein Leben lebe, in dem er nicht mehr vorkommt, auch in Gedanken nicht.
    Und ab einem gewissen Punkt, wo ich wußte, das es nix mehr wird, habe ich dann auch in Gedanken losgelassen.
    Weil ich es wirklich zutiefst so wollte! Denn alles andere hat mein Leben eingeschränkt.
    Und ab da, wo ich wirklich losgelassen hatte, auch in Gedanken, ab da wurde es wirklich von Woche zu Woche einfacher.
    Mein Ziel habe ich übrigens erreicht :)
    Ausführlicher möchte ich über so private Dinge allerdings lieber nicht im Offenen Forenbereich schreiben.

    Vielleicht wäre der Erweiterte Bereich auch was für Dich?
    Kostet zwar ein paar Euros, dafür ist der Austausch allerdings auch intensiver und persönlicher.
    Ich will aber auch nicht verschweigen, das es auch im Erweiterten Bereich mal Schreibflauten gibt, nicht das Du zuviel erwartest,
    weil ich hier irgendwelche Versprechungen mache.
    Aber alles, was dort geschrieben wird, bleibt dann auch dort.

    Zitat

    Ziel 2021 ist und bleibt der Beachbody. Eben eingekauft für 14 Tage, und 11Meter Vakuumschlauch. :mrgreen: Ich bin gespannt. :)


    Das ist doch ein super-Ziel!
    Aber setz Dir bitte realistische Gewichtsziele für einen bestimmten Zeitraum!
    Sonst folgt die Enttäuschung recht bald, man verliert die Motivation und fällt ruck-zuck in alte Muster zurück, weil man denkt, das man es sowieso nicht schafft. :roll::(
    Ich habe mal mit gesunder Ernährung (ohne hungern!) und viel Sport in etwas über einem Jahr 13 Kilo abgenommen.
    Das mag sich nicht viel anhören, aber ich konnte diese Gewichtsabnahme über viele Jahre halten. Kein Jojo-Effekt, kein Rückfall in alte Muster, höchstens mal Ausrutscher.
    Von daher, langsame Abnahme ist meist nachhaltiger, bei zu schneller Abnahme hat man oft auch schnell wieder alles drauf und im blödesten Fall sogar noch mehr.
    Und eine gesunde Ernährung hat viele Vorteile, vor allen auch gesundheitliche.
    Von daher finde ich Dein Vorhaben echt klasse!

    Ich habe übrigens keinen persönlichen Spaß daran, andere ne verbale Tracht Prügel zu verpassen, mir bringt das nix.
    Ich hasse es nur, wenn Menschen ihre Lebenszeit für nothing verschwenden anstatt das zu tun, was sie wirklich tun wollen und glücklich zu werden.
    Oder zumindest zufrieden mit dem was ist, glücklich sein ist ja eh nur ein temporärer Zustand, die innere Zufriedenheit ist ja viel mehr wert als ein kurzes Glückgefühl. Finde ich zumindest :wink:
    Und vielleicht liegt mir das auch so am Herzen, weil ich selbst so viele Jahre an den Alk verschwendet habe, was mich heute noch traurig macht.
    Ich hätte in der Zeit so viel Schöneres machen können, und ich möchte wohl auch andere davor bewahren, die gleichen Fehler zu machen.
    Ich weiß, das ich das nicht wirklich kann, weil jeder auch seine eigenen Erfahrungen machen muss.
    Aber vielleicht hilft verbales Schütteln manchmal dabei ein bisschen, schneller wieder aus einer Misere rauszukommen?
    Da stirbt dann auch bei mir die Hoffnung erst zuletzt :wink:

    LG an Dich
    Sunshine

    Hallo Xlausi,

    momentan dreht sich ja noch alles um Sie.
    Du versuchst weiterhin, was von ihr zu erfahren, willst wissen, was sie sagt, denkt und tut.
    So ein Kontakt zum Bruder entsteht ja auch nicht rein zufällig 8) und wenn Du abschließen wolltest, hättest Du ja den Kontakt auch einfach unterbinden können, wenn er nicht von Dir aus ging und unerwünscht gewesen wäre.
    Wenn Du Dein Leiden verringern willst (und dieser blöde Liebeskummer verursacht nun mal Leiden!) dann kann ich Dir nur raten, Dich von ihr fernzuhalten, keine Nachrichten mehr auszutauschen und auch nicht der Versuchung zu erliegen, über andere noch was über sie erfahren zu wollen.
    Und auch nicht andere Menschen zu intrumentalisieren gegen sie. Das bringt doch alle nix, und Dir schon rein gar nix.
    Loslassen ist auch irgendwie eine aktive Sache, indem man Dinge eben nicht mehr tut. Und den anderen auch wirklich sein lässt.

    Mir kommst Du gerade so ähnlich vor wie ein Alkoholiker, der trocken werden will, aber immer wieder in die Kneipe geht.
    Wie erfolgreich das ist, kann man sich selbst ausrechnen.
    CO-Abhängigkeit ist ganz eindeutig auch eine Abhängigkeit.
    Ich habe auch den Eindruck, Du willst noch gar nicht wirklich loslassen. Aber jegliches weitere Festhalten wird auch immer nur noch neuen Schmerz verursachen.
    Ich halte ein Ende auch mit Schrecken immer noch für besser, als ein Schrecken ohne Ende. Dann nehme ich lieber den Schmerz des Liebenskummers auf mich, als endlos weiter leiden zu müssen.

    Zitat


    Es würde Jahre dauern bis sie stabil steht, ihr Körper sich einigermaßen erholt hat, und sie dann eventuell bereit wäre für Familie etc. Und da es keine 100% Chance gibt, sollte man sich ( leider ) anderweitig umschauen. Frauen die wirklich noch Interesse haben, und mich so schätzen wie ich bin. Mit allen Ecken und Kanten.

    Es kann nicht nur Jahre dauern, sondern vielleicht sogar Jahrzehnte oder vielleicht säuft sie sich auch schlicht und ergreifend tot.
    Sie hat doch noch nicht mal eine Krankheitseinsicht noch will sie irgendwas gegen ihre Sauferei unternehmen.
    Sorry, aber das wirst Du so hinnehmen müssen, daran kannst Du rein gar nix ändern.
    Auch die versuchte Einflussnahme auf gemeinsame Bekannte ist sinnlos und wird nichts bewirken.

    Du kannst aber Deine Einstellung zu ihr ändern. Und das tust Du ja auch gerade schon.
    Schau wieder mehr auf Dich selbst, tue die Dinge, die Du vorhast, werde aktiv, sportel, kümmere Dich um Deine gesunde Ernährung und mache alles, was Dich ablenkt.
    Geh unter Leute, aber besser nicht unter die, wo sie doch immer wieder zum Thema wird. Und mache es auch möglichst selbst nicht immer wieder zum Hauptthema.
    Denn so drehen sich am Ende auch wieder alle Deine Gedanken nur um sie und Du kommst so nicht oder nur sehr schwer wieder aus der Nummer raus.
    Das meine ich auch damit, aktiv was dagegen zu tun, das sie all Deine Gedanken einnimmt.

    Zitat

    Frauen die wirklich noch Interesse haben, und mich so schätzen wie ich bin. Mit allen Ecken und Kanten.


    Ich sag Dir mal was :wink:
    Es gibt sehr viele Frauen, auch in Deiner Nähe, die sich nach so einem netten Kerl wie Dich alle Finger lecken würden!
    Das ist mal sicher. Aber sie haben alle keine Chance, wenn Du Dich noch so an Deine Ex hängst.
    Und es wäre auch nicht fair, eine neue Beziehung einzugehen, wenn man noch so sehr an der Ex hängt, das wäre sogar grausam für die Nachfolgerin.
    Allein schon von daher verbessere mal lieber Deine eigenen Chancen auf eine glückliche Beziehung, indem Du die alte wirklich los lässt.

    Zitat

    Ich versuche mir aktuell klar zu machen, das Liebe und "wir schaffen das schon" ein großer Trugschluss ist. Mein Herz sagt, die sieht doch wie toll Du bist, und immer ihre Schwüre, langer Weg, das ich sie auf Händen getragen habe etc. Das muss doch tief in ihr noch vorhanden sein. Aber anderseits kann ich das nicht nachvollziehen, was es bedeutet wirklich Suchtkrank zu sein. Naiv, blauäugig? Vermutlich wie jeder trauriger Ex-Partner, der noch irgendwie die Hoffnung hat(te), irgendwas zu beeinflussen und "retten" zu können. Ich muss jetzt lernen davon Abstand zu gewinnen, und meinen Weg alleine weiter zu gehen, und das ist noch etwas schwer.

    So ist es!
    Alles richtig erkannt! :idea:
    Mit Liebe kann man hier leider rein gar nix ausrichten, gegen den Alk wird man immer verlieren, solange der andere noch saufen will.
    Und Deine Ex will das.
    Liebe ist kein Allheilmittel, schon gar nicht bei unserer Krankheit.
    Wir stoßen eher Menschen von uns weg, nur um in Ruhe saufen zu können und dabei soll einem keiner reinlabern. So läuft es nun mal.
    Xlausi, Du musst das auch alles gar nicht verstehen, das verlangt doch niemand von Dir.
    Und mit Logik und Verstand ist das alles auch wirklich nicht zu erfassen, weil es mit beidem nix zu tun hat.
    Du kannst nix tun gegen die Alkoholsucht eines anderen Menschen, wenn der selbst nix dagegen tun will.
    Das haben schon so viele versucht, und auch nicht nur in Liebensbeziehungen, auch passiert das mitunter in Freundschaften oder auch in der Familie als Angehörige.
    Man kann damit nur scheitern, das liegt auch nicht an einem selbst, sondern an der schwerwiegenden Alkohol-Erkrankung des anderen.
    DIe einzig mögliche Hilfe ist tatsächlich die Nicht-Hilfe, und das dann auch ganz konsequent.

    Ich bin mir sicher, das Du eine neue Liebe finden wirst. Wir sind alle in der Lage, uns mehrmals im Leben zu verlieben und zu lieben.
    Wäre es anders, wäre die Menschheit längst ausgestorben, sage ich immer... :wink:
    Aber erstmal musst Du durch dieses Liebeskummer-Elendstal... leider :(
    Die einzige Abkürzung auf diesem Weg wäre, die Kontakte, die sie irgendwie noch betreffen, alle einzustellen, um die Leidenszeit zu verringern.
    Das funktioniert grundsätzlich, auch wenn es erstmal hart ist. Und eins kannst mir glauben, ich spreche da auch aus eigener Erfahrung.... :?
    Solange Du weiterhin aktiv dabei bist, etwas über sie zu erfahren, solange läst Du sie auch nicht los.
    Kannste mir glauben :wink:

    LG Sunshine

    Dann freue ich mich, wenn ich falsch lag, Xlausi! :D
    Denn ich freue mich für jeden, der den Weg aus der Abhängigkeit geht!

    Zitat


    Dann mit dem quasseln, die meisten wissen gar nichts davon, nur das engste Feld. Er hatte mich halt gefragt wie es läuft, und so kamen wir dann auf das Thema. Ich prostituiere mich da nicht bei jedem.


    Gut, glaube ich dann auch so.
    Vielleicht bin ich eher von Frauen ausgegangen, die üblicherweise kommunikativer sind. :wink:
    Kann man aber auch nicht einfach so über einen Kamm scheren, schon klar.

    Zitat

    Und ob Du es glaubst oder nicht, ich werde keine neuen Gründe suchen.


    Was ich glaube, sollte für Dich ja unerheblich sein, Hauptsache Du glaubst Dir selbst und hältst Dich daran.
    Denn immer wieder in Kontakt zu kommen mit seinem Suchtmittel macht den Weg aus der Abhängigkeit nur länger und auch schmerzhafter, würde ich sagen.

    Zitat

    Ich weiß das manche Co´s verbale Ohrfeigen brauchen, aber ganz so schlimm wie du mich hier darstellst bin ich zum Glück nicht.

    Ich werte das gar nicht, Xlausi, ich habe nur hier schon viele Hundert, wenn nicht Tausende ähnlicher Geschichten gelesen im Laufe der Jahre.
    Es geht nicht um "schlimmes Verhalten", sondern um das abhängige Verhalten. Was krank macht und einem am Ende selbst zerstört.
    Und dazu gehört eben oft, immer wieder Kontakt zur Person zu suchen, zu der man in Abhängigkeit steht.
    Ich denke nicht mal, das man immer vorsätzlich handelt, sondern das vieles auch unbewußt abläuft.
    Weil man vielleicht schon viel zu lange in der Misere steckt und das eigene Verhalten schon normal findet.
    Weil man vielleicht sogar so erzogen wurde. Inbesondere der letzte Punkt trifft oft auf Frauen zu.

    Xlausi, ich wünsche Dir die Kraft, die kommenden schwierigen Wochen durchzustehen, und auch die Traurigkeit auszuhalten.
    Es ist ja IMMER traurig, wenn eine Beziehung zerbricht, in die man viel hineingeträumt hat, es platzen so auch immer eigene Träume und Pläne
    und Wünsche bleiben unerfüllt.
    Aber es wird nach der Trauerzeit auch wieder heller am Horizont ! Ansonsten wäre die Menschheit längst ausgestorben.

    LG und einen guten Tag
    wünscht Sunshine

    Zitat

    Von einem Bekannten die Frau ist Ärztin in einem Krankenhaus, was ich gar nicht wusste. Sie sieht Tag für Tag dutzende nasse Alkoholiker, die sie auch betreuen muss. Auf jeden Fall kam auch unser "Ende" zur Sprache. Und nach kurzem hin und her war dann klar, das wir ein sehr unrühmliches Ende hatten. Gegenseitige Anschuldigungen, Beleidigungen etc. Also nichts, was einem Suchtkranken positiv entgegenkommt, seine Situation zu überdenken, und das alles im schlimmsten "Suff" Moment. Kontraproduktiv also.

    Ja "natürlich" kam auch Dein Thema zur Sprache... denn ein CO quasselt ja von nix anderem mehr :roll::wink:
    Und Du drehst Dir das Gespräch genauso hin, wie es für Dich am besten passt, Xlausi :wink:
    Mit dem Endresultat, das Du sie geradezu kontakten musst!

    Du hättest es auch einfach belassen können wie es ist. Geredet wurde doch schon längst genug.
    Aber nööö, Du willst unbedingt wieder Kontakt. Auch gern unter dem Deckmäntelchen, das Du sie ja nicht einfach allein lassen kannst und DOCH helfen musst.

    Ich weiß ja nicht, wie erfahren diese Ärztin so ist im Bezug auf unsere Krankheit, aber wenn sie nicht selbst betroffen ist, ist und bleibt sie eh immer Außenstehende.
    Nur wer die Sucht am eigenen Leib erfahren hat, kann wissen, wie es wirklich ist.
    Einem Suchtkranken ohne Krankheitseinsicht "positiv entgegen kommen" zu wollen", ist doch dummes Zeug, das bringt absolut NULL.
    Sowas ist erst von Nutzen für den Suchterkrankten, wenn er SELBST und aus EIGENEM WILLEN nach Hilfe sucht und auch darum BITTET.
    Und davon ist Deine Säuferin noch meilenweit entfernt, und Du WEISST DAS AUCH !

    Es ging Dir nicht darum, Xlausi, der Suchtkranken positiv entgegen zu kommen und bliblablubb... Du hattest lediglich CO-Suchtdruck.
    Suchtdruck nach Kontakt zu Deinem Suchtmittel, und das ist nun mal Deine Säuferin.

    LG Sunshine

    Hallo Xlausi,

    es ist geradezu typisch, das der CO immer wieder versucht, den Alkoholiker zu kontaktieren.
    Ich sehe es von daher auch nicht so, das Du einen "sauberen Abschluß" suchtest, so "Gut-Menschen-gleich", die Nummer kauf ich Dir einfach nicht ab :P
    Du hast lediglich Deinem eigenem Suchtdruck nachgegeben, und natürlich geht es Dir besser, nachdem Du erneut einen Kontaktversuch gemacht hast.
    Ist wie bei einem Säufer, dem es auch immer besser geht nach dem ersten Schluck.
    Wenn sie nun immer noch nicht antwortet, wirst Du neue "Gründe" suchen (und natürlich auch finden), warum Du sie erneut kontakten musst.
    Da ist dann noch dieses und jenes zu klären...Dinge müssen ausgetauscht werde, weil das sooo wichtig ist.
    Mann kann sich schließlich keine neue Zahnbürste kaufen oder das liegen gelassene Deo oder den vergessenen Pulli ersetzen etc. :roll:
    Aber darum gehts auch gar nicht.
    Es geht immer nur darum, wieder in Kontakt zu kommen.
    Das ist eben die Sucht der CO-Abhängigen, sie sind nach einem anderen Menschen süchtig geworden.

    Du wirst nun sehnlichst darauf warten, das sie auch nur irgend einen Mucks macht. Egal in welcher Form, darum geht es auch nicht.
    Hauptsache nur irgendein Wort, irgendein Kontakt!
    Schaust Du schon alle paar Minuten oder zumindest halbstündlich auf Dein Smartphone, ob endlich eine Nachricht von ihr eingetroffen ist, ja? 8)
    Und wenn nicht, wird ein neuer Kontaktversuch erfolgen von Deiner Seite aus. Auch dann wirst Du wieder Gründe finden...
    Und so geht es dann immer weiter...oder auch nicht.
    Es liegt in Deiner Hand, Dein Leben zu gestalten!
    Und es ist Deine Sache, ob Du es weiter in Deiner CO-Abhängigkeit verbringen willst.
    Deiner Säuferin wirst Du nicht helfen können.
    Nur Dir selbst.
    Wenn Du es willst und soweit bist.

    LG Sunshine

    Hallo Xlausi,

    ich habe dieses Drama mit Deiner Säuferin hier mitgelesen.
    Es ist leider keine Ausnahme, das sich Alkoholiker/innen derart unlogisch, unfair, verletzend, brüskierend, eifersüchtig, beschimpfend und dann wieder heulend und um Mitleid winselnd, aufführen.
    Einiges davon habe ich selbst praktiziert, das meisste kam von der Sauferei, die hat mein Wesen sehr zum Nachteil verändert.
    Heute kann ich einiges davon nicht mehr nachvollziehen.
    Ich war beispielsweise sehr eifersüchtig, als ich noch gesoffen habe, worunter mein Partner leiden musste.
    Es kam daher, weil ich mich selbst so schrecklich fand mit meiner Sauferei, so unliebenswert, und auch so übergewichtig, was auch saufbedingt war.
    Ich fand mich häßlich und furchtbar...und dachte, wer will denn so eine Frau haben?
    Mein Mann hat nie etwas getan, was mich hätte eifersüchtig machen können, aber ich habe ihm trotzdem Untreue unterstellt.
    Das nur mal als kleines Beispiel von vielen anderen Fehlverhaltens meinerseits.

    Solche Sachen muss aber niemand mitmachen!
    Du kannst jederzeit gehen. Also was gibt DIR die ganze Sache, das Du noch da bist, noch erreichbar für sie bist??
    Denn in solchen Abhängigkeitsbeziehungen haben fast immer BEIDE was davon!
    Da ist nicht einer nur "Täter" und der andere nur "Opfer".
    Lebst Du ein Helfersyndrom aus? Möchtest vielleicht der rettende Prinz sein, der die Trinkerin aus ihren Saäuferelend befreit und fortan glücklich auf seinem Schloß mit ihr wohnt?

    Zitat

    Wie kann diese Krankheit bloß so gleichgültig machen, als wäre ich eine flüchtige Bekanntschaft gewesen, mit der man nichts mehr zutun haben will. :/


    Tja, diese Krankheit ist ebenso. Völlig unlogisch, nicht nachvollziehbar für einen Außenstehenden.
    Nur die Pulle ist noch wichtig, wenn man so tief drin hängt. Der Partner nicht mehr, der kommt erst laaaange danach, wenn man sich mal wieder an ihn erinnert.
    Es gab Zeiten, da war mir der Alk wichtiger als alles andere, natürlich auch wichtiger als der Partner.
    Habe ich aber alles mir so hingedreht, wie es am besten passte... der andere war schuld, das ich trinken musste, das ja sowieso :roll:
    Und wenn ich ihm so nicht passe, dann soll er doch gehen.
    Das meinte ich wirklich ernst. Man man man...

    Ich möchte Dir nun hier auch nicht lange die Alkoholkrankheit erklären, aber Deine Säuferin benimmt sich typisch und ich sehe auch keinerlei Einsicht, also wird sie noch lange weiter saufen. Vielleicht sich sogar unter die Erde saufen...
    Möchtest Du dabei zuschauen, dabei sein, Dir das ganze Elend anschauen und Dich derweil weiter beleidigen und erniedrigen lassen?
    Und dabei selbst krank werden? Nicht selten bekommen CO-Abhängige psychosomatische Beschwerden, die zu schwerwiegenden Krankheiten führen können.
    Wenn das alles für Dich okay ist, wenn Du meinst, Dich für jemanden aufopfern zu müssen und dabei mit Füßen getreten zu werden, denn bleib und mach weiter so.
    Dann heul weiter rum, wie böse diese schreckliche Frau ist...und wie schön es doch mal war... eure große Liebe und so... und pipapo...
    Aber das ist lange Vergangenheit und das bekommst Du auch nie wieder... nicht mal, wenn sie trocken werden sollte...
    Davon kann allerdings wohl keine Rede sein.

    Zitat

    Und ich hab gedacht ich habe ihr mehr bedeutet, und unsere Situation würde bewirken, ihr Leben und die Sucht zu überdenken. Da hab ich wohl ( als sonniger Empath ) zu naiv gedacht.

    Wenn man trinken will, wird einem NICHTS UND NIEMAND zu einem "überdenken der Situation" bringen, das ist einfach so.
    Wie gesagt, Menschen sind dann nicht mehr wichtig, nur noch die Pulle... so läufts nun mal, egal ob Du das bedauerst, es Dich traurig macht, oder auch wütend... die Alkoholkrankheit hat ihre eigenen Regeln und dabei ist es egal, ob Dir oder einem anderen das missfällt.
    Zu naiv gedacht?
    Och, das würde ich so nicht sagen, ich würde mal sagen, Du wusstest ja erst nicht genau, auf was Du Dich da einlässt. Bist da eher reingerutscht, und da bist Du sicher nicht der Erste und auch nicht der Letzte, dem das passiert ist.
    Eine gewisse Affinität wird aber sicher vorhanden sein, sonst wäre Dir das nicht passiert.
    Nun wird es Zeit, da auch wieder "rauszurutschen", denn alles andere bedeutet auch immer wieder neues Leid, das wird nicht einfach so besser.

    Was ist denn ein sonniger Empath? Was meinst Du damit genau?

    Ich bin auch sehr empathisch, ich empfinde das einerseits als Gabe, weil ich so oft schon vorher weiß, wie bestimmte Menschen reagieren werden, was sie als nächstes tun werden... etc.
    Und ich kann mich in andere Menschen gut hineinfühlen.
    Andererseits emfinde ich meine Empathie aber auch als Belastung, weil sich auf mich leicht Stimmungen übertragen, ergo auch schlechte Stimmungen und Schwingungen.
    Da muss ich mich dann von abgrenzen, damit es mir nicht selbst auch schlecht geht.
    Kann man aber lernen. Indem man immer früher erkennt, wenn einen was mit runter zieht und so die Situationen dann auch eher verlässt.
    Am besten ist es natürlich, das es erst gar nicht so weit kommt. Aber das ist schwer für so empfindsame Menschen, glaube ich, mir gelingt das nicht immer. Aber oftmals doch :)

    Dir, lieber Xlausi, kann ich nur raten, lauf was das Zeug hält und vermeide jeden weiteren Kontakt zu Deiner alkoholkranken Bekannten.
    Sperr sie auf WA, ändere evtl. Deine Telefonnummer, damit Du nicht mehr erreichbar bist, schmeiss die alte Sim-karte weg, sperr sie für e-mails, wenn ihr das auch genutzt habt, geh nicht ans Telefon, wenn sie anruft, macht Dich selbst unerreichbar.
    Meide den gemeinsamen Freundeskreis, am besten erstmal alle gemeinsamen Kontakte abbrechen, um auch nichts mehr über andere über sie erfahren zu können.
    Zu Deinem eigenen Schutz, halt um nicht rückfällig zu werden.

    Es ist erst sehr schwer, so etwas zu beenden, weil man als CO selbst auf Entzug kommt, denn es handelt sich letztendlich bei einer Trinkerin und einem CO um eine Abhängigkeitbeziehung, auch wenn es einem wie eine Liebesbeziehung vorkommt.
    Also wird auch der CO Entzugserscheinungen bekommen, wenn man ihm "sein" Suchtmittel "wegnimmt", also die Trinkerin.
    Oder sie Dich in den Allerwertesten tritt...wie ja schon mehrmals geschehen!
    Du bist gerade mittem im Entzug, wie ich deutlich herauslese.
    Wenn Dir Dein Leben lieb ist, dann halte das besser durch...lass los... das darf man auch in Liebe tun !
    Es wird mit der Zeit leichter...

    Viel Kraft für die folgende Zeit
    wünscht Dir
    Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Oh, das hier ist ja gar nicht der Tagebuch-Bereich :oops::lol:
    Wollte gerade noch was korrigieren, aber das geht in diesem Forenbereich wohl gar nicht...

    Zitat

    Ich habe mich von ihm nur zum Opfer machen lassen


    Das sollte heißen, "ich habe mich von ihm NICHT zum Opfer machen lassen" :wink:

    Vielleicht wäre der Tagebuch-Breich auch was, wo Deine Geschichte einen guten Platz hätte?

    LG Sabine

    Hallo Regina,

    Nun bist Du also auch hier, Herzlich Willkommen !
    Ich hatte Dir vorhin noch im Vorstellungsbereich geschrieben... kannst ja da nochmal rein lesen.

    Regina, Du musst hier nicht Deine Geschichte auf einmal runterschreiben, das ist viel zu belastend.
    Das es eine Aufarbeitung braucht, ist mir schon klar, aber ich denke, eine gewisse Stabilität wäre ertstmal ebenso wichtig.
    Nicht nur rückwärts schauen auf das Schreckliche, sondern auch das Nach-Vorn-Sehen bitte nicht vergessen !
    Du hast endlich das Richtige getan und ihn verlassen !
    Das ist schon mal ein Riesenschritt, zu dem andere mitunter noch viel länger brauchen...
    Wichtig ist nun, stabil zu werden in der schweren Trennungszeit, was sicher nicht einfach ist. Den man ist ja auch sehr angeschlagen nach solchen schlimmen Vorfällen und all der Unterdrückung durch den nassen Säufer an Deiner Seite.
    Vielleicht brauchst Du auch zusätzliche professionelle Hilfe, denn in solche Situationen gerät man ja nicht aus Zufall...
    Da muss man schon nen gewissen Hang zur Aufopferung haben, oder?
    Du musst jetzt lernen, auf Dich zu schauen und Deine Bedürfnisse wahrzunehmen und möglichst auch zu erfüllen.

    Und es bahnen sich ja auch weitere Veränderungen in Deinem Leben an, und zwar dieses Mal sehr schöne ! :D
    Du wirst in absehbarer Zeit Oma...und wenn das kein Grund zur Freude ist, dann weiß ich auch nicht... :wink:
    Meine Enkelkinder sind mir eine große Bereicherung in meinem Leben geworden, wie ich Dir ja auch schon im Vorstellungsbereich heute schrieb.
    Will das jetzt nicht alles wiederholen :wink:

    Ich kann Dir nur raten, genieße auch die Vorfreude auf den neuen Erdenbürger... das Wetter ist obendrein schön (bei uns zumindest), das lädt außerdem zu herrlichen Herbstspaziergängen ein.
    Kurzum, genieße auch Deine neue gewonnene Freiheit und falle bitte nicht in eine Depression weil Dich alle schlimmen Erinnerungen überrennen.
    Raus aus der Opfer-Rolle und rein ins selbstgestaltete Leben !!

    Ich war übrigens mal in einer Situation, wo ich auch beinahe in eine Opfer-Rolle gerutscht bin, aber ich habe das nicht zugelassen.
    Mein ehemaliger Schwiegervater war mir gegenüber mehrmals se*xuell übergriffig und mir glaubte das damals niemand.
    Das hat auch einen großen Teil zum Scheitern meiner ersten Ehe beigetragen, denn ich konnte dort nicht mehr bleiben, wir wohnten damals bei Schwiegereltern.
    Selbst nach meinem Auszug stellt mein Ex-Schwiegervater mir noch nach...versuchte, in meine neue Wohnung reinzukommen und solche bösen Scherze. Er drohte mir auch und versuchte, mich zu erpressen.
    Aber ich gab nicht nach und wehrte mich.
    Und drohte dann ihm mit gewissen Dingen, die ich an die Öffentlichkeit bringe, und zwar nicht nur im privaten Bereich sondern auch in Form von einer Anzeige gegen ihn.
    Ich habe mich von ihm nur zum Opfer machen lassen, ich habe das einfach nicht zugelassen ! Ich habe nicht zugelassen, das mir ein anderer Mensch mein Leben versaut und lasse sowas auch bis heute nicht zu, egal was da ist.
    Er war der Täter, aber ich habe mich nicht in eine Opferrolle begeben, sondern mich um meiner selbst Willen dagegen gewehrt.
    Fiel mir nur gerade so ein....in Sachen Opfer und Täter...

    LG an Dich und genieße bitte auch ein bisschen den Sonntag !
    Sabine

    Zitat

    Sorry Sunshine aber vielleicht kannst du meine Antworten zu deinen Fragen.
    Dennoch lesen :wink:

    Aber sicher ! :)
    Danke für Deine Offenheit.
    Wir lesen uns dann wahrscheinlich auch im Erweiterten Bereich :)

    Bis dahin, liebe Grüße
    Sunshine

    Hallo Bermuda,

    Deine Freundin gehört dringend zu einem Arzt und danach in eine professionelle Entgiftung, bei dem was, sie so wegsäuft (weggesoffen hat), ist das unumgänglich.
    Alles andere ist brandgefährlich.

    Desweiteren denke ich, das es so nicht läuft, wie Du Dir das vorstellst.
    Alkoholtest machen weil der Partner das so will? :shock:
    Das ist Kontrolle und alles, was unter Zwang passiert, funzt eh nicht.
    Nicht nur bei der Sauferei nicht, sondern grundsätzlich nicht.

    Zitat

    Heute ist sie Probearbeiten für eine vollzeitstelle. Ich habe sie bei mir wohnen lassen und hoffe das alles gut wird. Aber ich weiß wie stark Alkohol ist. Dadurch das so vieles in Ihrem Leben aufeinmal funktioniert, habe ich angst das sie beim kleinsten Rückschlag wieder zur Schattenseite wechselt, in ihre eigene dunkle Parallelwelt ohne Freude, Glück und Gesundheit. Im Moment ist alles so schön..... aber wie lange.

    Das hört sich für mich wie eine rasarot gefärbte Traumwelt an, in der Du gern leben möchtest.
    Sie hört auf zu saufen und alles ist wieder von jetzt auf gleich gut?? :shock:
    Also bei mir war nichts dergleichen der Fall, ich hatte da einen wesentlich längeren Weg...über Jahre.
    Eine Alkoholabhängigkeit streift man nicht einfach ab wie ein Kleid, was einem nicht mehr gefällt.

    LG Sunshine (Alkoholikerin, seit 18 Jahren trocken)