Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Ernest,

    bei mir war es auch so, das ich anfangs mit allerlei Zipperlein zu tun hatte (ich war ja damals noch ne Ecke jünger, aber trotzdem war es so).
    Und ichhabe es auch hier immer wieder gelesen, das andere ebenso damit zu kämpfen hatten.
    Eine wirkliche Erklärung habe ich auch nicht dafür, weiß aber, das es vielen so ging oder geht.
    Vielelicht haben wir uns wirklich viel zu Saufzeiten weggesoffen, bzw. nicht mehr so wahrgenommen,
    wie Sven es auch schon vermutet.

    Ich möchte aber auch mal zu bedenken geben, das wir unsere Körper oft jahre-bis jahrzehntelang mit Alkohol misshandelt haben.
    Und nun soll er sofort wieder einwandfrei funktionieren, als wäre nix gewesen?
    Aus dem Traum wird wohl leider nix.
    Abstinenz garantiert ja nicht automatisch auch Gesundheit in allen Bereichen.
    Und jünger wird auch keiner von uns :?

    Klar nervt es , wenn sich eine gesundheitliche Malaise an die andere reiht.
    Da kommen dann schonmal Gedanken auf, wie "dann hätte ich auch gleich weiter saufen können".
    Das ist ja dieses trickreiche Suchtgedächtnis, das in solchen Situationen so gern wieder anspringt.
    Es will halt weiter saufen. So einfach ist das.
    Und blendet dabei alles unangenehme aus, was uns beim Saufen alles passiert ist.
    So als sei es nie geschehen.
    Lass Dich davon nicht täuschen, denn ist es eine Täuschung.

    Ich verweise an dieser Stelle immer gern auf den für mich genialen "Offenen Brief an den Alkohol", der mal ein einem geschätzen Forenmitglied geschrieben wurde.
    Klick mal drauf :wink:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…p?p=38843#38843

    Zitat


    Na, so setzte ich weiterhin auf Tee mit Honig inkl. Salzbad und falls morgen keine Besserung eintritt, so nehme ich - widerwillig - chemische Hilfsmittel.


    So sehr ich auch Medikamente verabscheue, manchmal geht es einfach nicht anders :?
    Immer noch besser, als sich tagelang rumquälen, machmal hätte man lieber gleich zum Doc gehen sollen.
    Also kläre das mal besser ab.

    Zitat

    Ich freue mich schon auf dieses Jahr Weihnachten wenn wir beide 1 Jahr trocken sind.


    Ich würde mich sehr mit Euch Beiden mitfreuen. :wink:
    Denn ich gönne es jedem vom Herzen, ein schönes und zufriedenes Leben ohne Alkohol genießen zu können.

    LG Sunshine

    Hallo Selena,
    Wie schön, das Du hergefunden hast :D
    Willkommen im Forum.

    Ich erkenne mich im Verlauf Deiner Geschichte in einigen Punkten ziemlich gut wieder.

    Und ich picke mir hier mal ein paar Punkte kurz raus, weil ich gerade etwas in Zeitnot bin.

    Zitat

    Es ist irgendwie schwierig hier zu schreiben, weil man dann aufhören muss sich und andere zu belügen.


    Das mag am Anfang schwierig erscheinen, ist es aber nicht wirklich, denke ich. :wink:
    Schau, wir Alkoholiker sind hier doch alle gleich betroffen, habe das Gleiche oder sehr ähnliches in der nassen Zeit erlebt.
    Es gibt keine Veranlassung, sich zu schämen, wir kennen das doch alles selbst.
    Du musst Dich auch vor anderen nicht zu schämen, jeder kann suchtkrank werden.
    Alkoholkrank oder anderweitig Suchterkrankt.
    Was meinst, Du, wie viele Menschen von Süchten betroffen sind?
    Das ist nichts, wofür man sich schämen muss, es kann eben passieren und uns hier ist es passiert.

    Für mich war es wohl die größte Erleichterung meines Lebens, nicht mehr lügen zu müssen.
    Denn das war für mich die größte Belastung, die der Suff mit sich brachte.
    Ich hasse Lügen, und ich habe für den Alk oft gelogen und mich am Ende natürlich auch dafür selbst gehasst, weil ich es tat.

    Das mit der Entgiftung hast Du gut gemacht. Es war das richtige.
    Du hast endlich Hilfe angenommen. Weil Du da allein nicht mehr raus kamst.
    Und so ist das auch mit Suchterkrankungen, da kommst Du allein nicht mehr raus.
    Ich habe es selbst so oft versucht und bin immer wieder kläglich gescheitert.

    Bei mir war übrigens auch die ganze Familie froh, das ich meine Krankheit stoppen konnte.
    Aber erstmal mußten sie begreifen, das ich wirklich suchterkrankt bin.
    Und nicht ein paar mal zu viel getrunken habe... denn so war es ja auch nicht.
    Mein Mann war auch sehr erleichtert.
    Und ich kann im Grunde auch sagen, das wir danach nochmal zusammen ein neues Leben angefangen haben.
    Und zwar ein verdammt schönes Leben !
    Es gab und gibt natürlich auch weiterhin mal diese und jene Probleme, aber alles ist ohne Alk besser zu lösen.

    Zitat


    Und ich habe eigentlich keine Ahnung, wie ich dafür sorgen kann, dass ich nicht wieder anfange zu trinken. Also ich habe viel darüber gelesen und weiß theoretisch Bescheid, aber irgendwann setzte das aus und ich habe mir eine Flasche Wein gekauft. Und eigentlich weiß ich nicht wirklich warum. Also ich kann mir im Nachinein Gründe konstruieren, aber irgendwie fühlen die sich auch konstruiert an.

    Ich denke, eine gute Maßnahme wäre, hier zu bleiben und tüchtig zu schreiben.
    Und sich evtl. zusätzlich noch eine reale SHG zu suchen bei Bedarf.
    Am Ball bleiben ist so sehr wichtig, denke ich.
    Nicht nur am Anfang, sondern für immer.
    Nicht jeder braucht dazu lebenslang eine SHG, das sieht man dann mit der Zeit.
    Aber am Anfang ist sie unheimlich wichtig, so würde ich zumindest sagen.
    Und man sollte NIE beginnen, die Krankheit zu verharmlosen.

    selena, ein kleiner Tipp von mir, wenn Du ein paar Euros entbehren kannst (versoffen haben wir ja auch Unmengen)...
    Überlege Dir, ob Du in den Geschlossenen Bereich kommen möchtest, denn dort ist der Austausch sehr viel intensiver als im offenen Bereich.
    Und ich denke, das Du intensive Begleitung brauchst.
    Es kostet ein bisschen was, ist aber sicher ne gute Sache, ganz besonders für nen Frischling wie Dich.
    Und wenns nicht gefällt... dann ist das eben so.
    Aber n Versuch ist es ganz sicher wert.

    Es gibt dort auch nicht nur intensiveren Austausch, sondern auch Freitzeitbereiche und andere Angebote, beispielsweise auch einen Notfall-Chat.
    Und es ist dort vor allem sehr viel persönlicher, weil nicht das ganze www mitlesen kann sondern nur die Forenmitglieder aus dem Erweiterten Bereich.
    So kann man sich sehr viel besser öffnen und über alles schreiben, was einen so umtreibt.

    LG Sunshine

    Zitat

    War schon komisch beim Griechen meinen Uzo zu verschenken,aber wissen ja einige Bescheid, hat mich aber nicht im geringstem gestört,eigentlich war ich selber Stolz auf mich.Ich wurde sogar von der Freundin meiner Frau gelobt.Sie hätte nicht gedacht das ich das so durchziehe.Sie hat sich vor ein paar Jahren selber von Ihrem Alkoholkranken Mann getrennt.Ich weiß jetzt kommen bestimmt wieder Einwände wie kann man denn Essen gehen oder Silvester am Strand feiern oder zum Turmleuchten, aber ich bin nun mal ein geselliger Mensch und kann auch ohne Alk feiern.Und es hat ja auch funktioniert

    Du bist ein ganz toller Kerl ! Wie Du das so machst, andere um Dich herum trinken und Du bleibst abstinent.
    Das kann man ja nur loben... WAHNSINN !
    Leider loben sowas nur Nichtbetroffene, weil sie nichts über die Alkoholkrankheit wissen.
    Besonders nicht, wie heimtückisch sie ist.
    Ich lese das besonders immer wieder bei Männern, wie sie denken, nichts ändern zu müssen, nur die Sauferei sein lassen zu müssen.
    Denn sie sind ja soooo stark und soooo toll und können alles andere so lassen wie es war.
    Was für ein fataler Irrtum.

    Und nochmals:
    Geselligkeit hat nichts mit Alk zu tun !
    Hier erwartet NIEMAND ein Eremitenleben, das wäre ja auch unmenschlich, wir alle brauchen soziale Kontakte.
    Nur bist Du zu bequem, Dich mal in anderen Kreisen als den alten umzuschauen.
    Also muss alles schön geredet werden.

    Mir fällt dazu nur noch eins ein:
    Der Krug geht nur solange zum Brunnen, bis er bricht.
    Mehr ist von meiner Seite dazu nicht mehr zu sagen.
    Jeder wie er meint... und Frischlinge meinen ja so allerhand, und die Erfahrungen von LZT sind wohl eher uninteressant.
    Warum dann überhaupt eine SHG?
    Zur Selbstdarstellung, wie toll man ist und alles im Griff hat ?

    Zitat

    Ich habe das erste mal darüber nachgedacht was es mir bringen würde wieder Alk zu trinken.Der Abend wäre auch nicht anders ,man würde etwas essen, sich unterhalten und lachen.Der andere Tag wäre ja dadurch auch nicht anders,man würde trotzdem gemeinsam frühstücken,sich unterhalten und etwas unternehmen.

    Ist ja interessant, wenn doch alles genau so ist, warum dann aufhören zu saufen?
    Bei mir wäre das eben NICHT so gewesen, der Abend mit Alkohol wäre bei mir erheblich anders verlaufen als ohne.
    Und der nächsten Morgen genau so.
    In der Matschbirne hatte ich sicher keinen Bock auf ein gemeinsames Frühstück und ganz sicher nicht auf irgendeine Unternehmung.
    Ich hätte wegen dem Kater auf gar nix mehr Bock gehabt und später dann irgendwann was nachgekippt.

    Was ist denn überhaupt Deine Veranlassung, ein trockenes Leben zu wollen, wenn das nasse sich doch kaum davon unterschied?

    LG Sunshine

    Zitat

    Zweimal krank seit ich keinen Alkohol mehr trinke... Was will mir wohl mein Körper mitteilen?

    Das Du wieder saufen sollst?

    Das Suchtgedächtnis ist einfallsreich und gerade am Anfang noch hellwach.
    Pass gut auf Dich auf.

    LG Sunshine

    Hallo Carl Friedrich,
    ich bin mal wieder in Russland :D , hier ist ja erst am 06.01. Weihnachten.
    Somit ist dieses Weihnachtsfest das ruhigste, was ich je hatte.
    HERRLICH :)
    Und hier waren heute auch ALLE Läden offen :lol: so konnte man nach Herzenslust bummeln und shoppen gehen.
    Wir haben allerdings einen schönen Spaziergang im Schnee an einem See gemacht und einen tollen Bilderbuch-Sonnenuntergang beobachtet.
    Nachher gibt es noch lecker was zu essen, und das wars dann auch schon.
    Könnte ich mich gut dran gewöhnen :)

    LG Sunshine

    Zitat

    Aber eins ist Fakt ich werde mich nicht einschliessen und am Leben nicht mehr teilnehmen und keine sozialen Kontakte meiden denn dann ist das Leben nicht mehr Lebenswert und der Rückfall ist wahrscheinlich vorprogrammiert

    Sowas sagt hier auch niemand :!:
    Und sowas wurde meines Wissens hier auch noch nie gefordert oder auch nur geschrieben, in welcher Form auch immer.
    Manch einer will aber auch einfach nix verstehen oder an seinem Leben ändern.
    Sondern lieber alles so lassen, wie es ist. Nur nicht mehr saufen.
    Funzt so aber leider nicht.
    Wie gesagt, mir isses doch latte, was Du letztendlich tust.
    Ich bin trocken, das ist für mich das wichtigste.

    LG Sunshine

    Muss mich mal wieder bei CF anschließen. :wink:
    Kinderpunsch wäre mir viel zu nah an Glühwein dran, rein vom Gefühl her.
    Allein mit dem Wort Punsch verbinde ich schon Alkohol.

    Zitat

    Dann dürfte man ja auch kein Tee mehr trinken erinnert ja an Grog oder Tonic erinnert ja an Gin Tonic usw.

    Du "darfst" alles trinken, sogar Alkohol. Es kann Dir doch niemand verbieten. :wink:
    Ich kann nur dazu raten, alles was an Alk erinnert, nicht zu trinken, wenn Du abstinent bleiben willst.
    Dazu kann auch Tee gehören, falls Du oft Tee mit Rum oder ähnliches getrunken hast.
    Oder ich würde auch Tonic meiden, wenn ich viel Gin Tonic gesoffen hätte.
    Habe ich aber nicht, also kann ich ruhig Tee trinken, das triggert mich nicht, weil
    ich Tee nie mit Alk gesoffen habe.
    Ich trinke aber beispielsweise keinen Orangensaft mehr, seitdem ich trocken bin.
    Denn ich habe sehr oft Wodka-O gesoffen, im Grunde am Schluss täglich.
    Als ich trocken wurde, trank ich keinen O-Saft mehr, weil ich ja den nicht mehr zum Verdünnen vom Wodka brauchte.
    Also kaufte ich auch keinen mehr, ohne weitere Gedanken.
    War nur Zufall.
    Monate später trank ich an einem Frühstücksbuffet Orangensaft, und ich hätte den beinahe im hohen Bogen wieder ausgespuckt :shock:
    Ich hätte Geld drauf gewettet, das da Wodka drin ist.
    Mein Mann hatte auch welchen genommen und meinte, da wäre keinesfalls Wodka drin.
    Für mich hat es aber exakt so geschmeckt.
    Seitdem habe ich nie wieder O-Saft getrunken. Trinke ich beispielsweise Multivitaminsaft, ist alles okay. Der macht gar nix mit mir.
    Das gleiche bei Kirschsaft, kann ich auch nicht mehr trinken, weil er mich extrem an Kirschwein erinnert.
    Trinke ich Johannisbeersaft oder was auch immer für Saft, ist alles okay.

    Verstehst Du, was gemeint ist?
    Wenn etwas so ähnlich wie das in nassen Zeiten konsumierte ist, wird das gefährlich, weil es das Suchtgedächtnis enorm triggern kann.
    Dazu zählen die Getränke selbst, auch Flaschen, die Aussehen wie Bierflaschen (Bionade wird beispielsweise in solchen Flaschen abgefüllt)
    Wein/Sekt/Whiskeygläser oder was auch immer.
    Wenn Du es Dir nicht selbst zu schwer machen möchtest, dann lass besser die Finger von allem, was Dich triggern KÖNNTE.
    Es gibt doch so viele andere Getränke, da wird für jeden ausreichend dabei sein.

    Weißt Du, mir ist es ja im Grunde egal, was Du machst... denn es ist am Ende Deine Abstinenz, die Du aufs Spiel setzt.
    Aber ich werde zumindest warnen, wenn ich was gefährliches bezüglich der Abstinenz lese.
    Was dann jeder im Endeffekt tut, ist ihm ja selbst überlassen.
    Ich bin trocken. Das ist das einzige, was für MICH wichtig ist.
    Und das ist mir sehr, sehr viel wert.

    Zum trockenen Leben gehören auch Veränderungen, nur nicht mehr trinken reicht wirklich nicht.
    Das trockene Leben wird anders aussehen als das nasse.
    Und ich muss auch nicht so tun, als ob ich alles beim alten belassen könnte, nur um gesellschaftskonform zu sein.
    Es sei denn, ich möchte mich immer wieder selbst gefährden.
    Aber der Krug geht halt immer nur zum Brunnen, bis er mal bricht.

    LG Sunshine

    Hallo Sven,
    Du schreibst:

    Zitat

    Ich kann mich doch Weihnachten und Sylvester nicht einschliessen.


    Das sagt hier auch niemand, das Du sowas tun sollst.
    Wir sind soziale Lebewesen und brauchen darum auch soziale Kontakte zu anderen Menschen.
    Abstinenz sollte keinesfalls Isolation bedeuten und keinen Spaß mehr zu haben.
    Und sowas will hier auch niemand einem anderen aufdrücken.
    Das wäre ja regelrecht unmenschlich.

    Weißt Du, ich lese das hier immer wieder bei "Frischlingen", das man dem Alk ja nicht entfliehen könnte.
    Oder man würde sich selbst ins soziale Abseits befördern.
    Das ist kompletter Blödsinn !
    (Bitte nimm das jetzt nicht persönlich, ich schreibe das jetzt mal so allgemein)
    Es gibt so viele Menschen, die keinen Alk trinken oder zumindest für die Zeit des Zusammenseins drauf verzichten können.
    Aber die haben wir nicht gesehen, als wir noch gesoffen haben.
    Die wollten wir auch nicht sehen, weil sie uns ja mit ihrem Verhalten einen Spiegel vorhielten, das es ein schönes Leben ohne Alkohol gibt.
    Ich habe solche Menschen sogar insgeheim als Langweiler verurteilt :oops:
    Wie dumm ich damals war.

    Ich kann nur dazu raten, sich einen trockenen Freundeskreis aufzubauen.
    Freunde, die in meiner Gegenwart bechern müssen, konnten nicht dazu gehören.
    Die habe ich aussortiert und den Kontakt einschlafen lassen.
    Die anderen "durften bleiben" :wink:
    Später habe ich ein altes Hobby reaktiviert und dadurch auch viele Menschen kennenlernen dürfen.
    Da sich mein Hobby wenig mit Saufen verträgt, trifft man dort eher selten Zecher an, in meinem Fall bisher gar keine.
    Und so nach und nach habe ich einen neuen Bekannten-und Freundeskreis aufgebaut.
    Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit geht das sehr gut.

    Und mal im ernst, isoliert war ich ja wohl, als ich noch gesoffen habe.
    Da konnte ich an manchen Sachen wegen Besoffensein ja gar nicht teilnehmen.
    Und habe heimlich zuhause gesoffen, keiner sollte was merken.
    Wenn das keine Isolation ist, weiß ich auch nicht.

    Trocken kann ich jederzeit tun und lassen, was ich lustig bin. Und auch gern mit Leuten zusammen sein, die kein Alk-Problem haben.
    Und wer glaubt, das sei ja nu weniger lustig, der irrt sich ganz gewaltig.
    Das mal dazu....

    Noch mal auf Weihnachten/Sylvester zurückkommend:
    Ich kenne ja Deine persönlichen Verhältnisse nicht, weiß somit auch nicht, ob noch ein Partner und/oder Kinder da sind?
    Dann könnte ich spezifischere Vorschläge machen.
    Aber auch so fällt mir was ein... :wink:
    Du schreibst in einem anderen Thread über Dein Übergewicht.
    Wenn man nicht mehr säuft, nimmt man ja automatisch ab, weil die ganzen leeren Kalorien wegfallen.
    Allerdings erst, wenn man über die Naschphase hinweg ist :lol:
    Da könntest Du beispielweise schon ansetzen.
    Magst Du irgendeine Sportart? Mit Sport könnte man die Gewichtsabnahme etwas beschleunigen.
    Man könnte sich beispielweise in einem Sportstudio anmelden anstatt Gänsebraten zu futtern.
    Oder jeden Tag Joggingrunden laufen, ins nächste Bad zum Schwimmen gehen etc.pp

    Falls Kinder da sind, könnte man an Sylvester noch welche dazu einladen und eine Kinderparty mit Spielen machen und um Mitternacht gibt es Knallbonbons.
    Oder man kocht mit dem Partner (falls vorhanden) gemeinsam ein schönes Essen, nachdem man eine ausgiebige Wanderung an der frischen Luft gemacht hat.
    Und probiert auch gleich noch neue Teesorten aus.
    Man kann doch so viel gemeinsam unternehmen, wo Alk keine Rolle spielt.

    Wenn man Single ist, könnte man bein Sport neue Leute kennenlernen. Da tummeln sich oft Gesundheitsbewußte, die keinen Alk konsumieren.
    Ich sehe oft beim Schwimmen Männer, die sich stundenlang über Fußball und Spielerfehlkäufe unterhalten können, ich glaube, die haben sich auch teilweise im Hallenbad kennengelernt.
    Man könnte die Museen in der Umgebung abgrasen, oder einen Kurs an der Volkshochschule belegen, den man schon immer mal machen wollte.
    Oder eben ein altes Hobby reaktivieren, was nichts mit der alten Saufzeit zu tun hat.
    Und und und.... das sind jetzt nur so ein paar Ideen aus dem Stehgreif.
    Denn ich kenne Deine Vorlieben und Deinen Familienstand ja nicht.

    Tun kommt von Tun... also nicht nur reden, was man tun könnte, sondern MACHEN.
    Dann ergibt sich vieles von ganz allein, womit man gar nicht gerechnet hat.

    Ein trockenes Leben muss keinesfalls ein einsames Leben sein !
    Ganz im Gegenteil.
    Ich hatte zu Saufzeiten garantiert weniger soziale Kontakte als jetzt.

    Ich kann aber auch verstehen, das man am Anfang der Abstinenz denkt, das ein trockenes Leben zu einer Vereinsamung führen könnte.
    Das hat damit zu tun, das die Birne noch so nass tickt und nur das saufen kennt und nicht mehr das Leben ohne Alkohol.
    Das muss erstmal wieder erlernt werden.
    Und das Umdenken braucht auch seine Zeit.
    Ich kann aber versprechen, das niemand einsam sein muss in einem trockene Leben, wenn er zu gewissen Veränderungen bereit ist.
    Also, aktiv werden anstatt rumzujammern, das ja überall nur gesoffen wird.
    Stimmt nämlich so nicht :wink:

    LG Sunshine, die hiermit auch nochmal an den Festtagschat erinnern möchte :)

    Zitat

    Aber wie gesagt Du hast schon recht im Grunde genommen bin ich selber Schuld.


    Von "Schuld" habe ich kein Wort geschrieben. :wink:
    Das Wort benutze ich sehr selten, und nie im Zusammenhang mit Krankheit.

    Ich habe nur versucht, aufzuschlüsseln, was schief gelaufen ist, es war auch ein bisschen ins Blaue geschossen.
    Es las sich mich für halt so, das Du nicht gut genug auf Dich aufgepasst hat.
    Das liegt aber in Deiner Verantwortung, das kann ja niemand sonst für Dich tun.
    Von daher ist das evtl. schon eine Ansatzpunkt für Dich, woran Du arbeiten könntest, um nicht erneut rückfällig zu werden.

    Zitat

    Fakt ist doch das 90% der Bevölkerung trinken der eine mehr der andere weniger, das sollte ja auch keine Rechtfertigung sein


    Ich weiß echt nicht, woher Du solche Zahlen nimmst ? :wink:
    Mein persönlicher Bekanntenkreis trinkt jedenfalls gar nicht bis kaum.
    Und das sind keine trockenen Alkoholiker, die haben einfach nix mit Alk am Hut.
    Ich glaube nicht, das ich so außergewöhnliche Freunde habe.
    Ich denke eher, es macht den Anschein, das alle saufen, wenn man sich zu oft in nassen Umfeld rumdrückt.
    Dann könnte dieser Eindruck evtl. entstehen?
    Wie auch immer, es gibt auch genug Menschen, die nix mit Alk am Hut haben, aus den unterschiedlichsten Gründen.
    Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

    Zitat

    Bis jetzt bin ich noch am Anfänglich hoffe ich überstehe das Weihnachtsfest und Sylvester Alkoholfrei.


    Das hoffe ich auch für Dich.
    Was ist denn Weihnachten und Sylvester bei Dir geplant?

    An den Feiertagen gibt es hier übrigens auch den Feiertagschat.
    Vielleicht hast Du Lust, mal reinzuschauen, ist für alle offen über die Feiertage.
    Wenn es brenzlich wird oder Du Dich einsam fühlst
    und/oder einfach nur etwas plaudern möchtest, ist das ne gute Adresse :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Sven,
    gut, das Du wieder hergefunden hast. Willkommen zurück.

    Als ich Deinen Text las, fiel mir als ersten ein:
    "Nur nicht mehr trinken reicht nicht".
    Zu einem trockenen Leben gehören auch Veränderungen, die eingeleitet werden müssen.
    Ansonsten ist die Gefahr zu groß, gleich wieder in alte Muster zu rutschen.
    Und um die Veränderungen durchführen zu können, braucht es auch eine Art gesunden Egoismus.
    Daran hat es etwas gehapert bei Dir, denke ich.

    Zu einigen Passagen möchte ich was anmerken:

    Zitat

    Aber Ihr ahnt es bestimmt schon der Teufel Alkohol schlich sich nach fast 2 Jahren wieder in mein Leben.

    Ich glaube nicht daran, das sich der Alkohol einfach so wieder in das Leben "schleicht". Dazu gehört doch wohl eher aktives Dazutun, oder?
    Bei mir hat sich bisher jedenfalls kein Alk heimlich in mein Zuhause geschlichen oder auch nicht irgendwo anders in mein Glas.
    Ich sehe es auch nicht so, das der Alk böse ist und so viel Kraft hat in meinem TROCKENEN LEBEN, um mich (wieder) zu einer willenlosen Marionette zu machen.
    Ich denke eher, dann will man auch wieder saufen, der Plan steht ja oft schon wochenlang vor der Ausführung.
    Von Blackouts mal abgesehen, aber die bilden eher die Ausnahme.

    Zitat

    Ab und zu ein paar Bier und bei Feiern u.ä.auch mal ein paar Schnäpse so wie es Milliarden von anderen Menschen auch tun.


    Hieraus lese ist, das Du Dir einredest, das fast alle Menschen Alkohol trinken, das ist aber gar nicht so.
    Und es wäre auch keine Rechtfertigung, es ebenso zu tun, Du bist doch ein freier Mensch und musst nicht das tun, was angeblich Milliarden tun.
    Ich lese aus dem Satz Verharmlosung und Rechtfertigung, etwas zu tun, weil es doch alle so machen.
    Keine gute Basis für ne dauerhafte Abstinenz.

    Zitat

    Ich kaufte ein altes Haus und begann es zu sanieren.Einer meiner Freunde ist Maurer und so kam es wie es kommen muss, ohne Bier kein Mauern.
    Die Sanierung dauerte ca.2 Jahre bis mitte 2016.
    Das hies also 2 Jahre lang Bier ohne Ende an den Wochenenden und in der Woche nach Feierabend.Mittlerweile ist das Haus fertig bis auf den Garten.


    Hieran sehe ich, das Du keine gute Selbstfürsorge für Dich getroffen hast.
    Das wäre aber wichtig gewesen.
    Du hast Dich sehenden Auges in saufendes Umfeld begeben, bzw. es sogar zu Dir nach Hause geholt. :shock:
    Niemand zwingt Dich, einen saufenden Maurer bei Dir zu beschäftigen !!
    Du tust aber so, als sei das Schicksal gewesen, dem Du Dich ergeben hast.
    Das ist aber nicht so.
    Du hättest gleich am Anfang klarmachen können, das Du das nicht möchtest, das in DEINEM HAUS in DEINER GEGENWART gesoffen wird.
    Du hast hier Deiner Krankheit eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet und nicht gut für Dich gesorgt.
    Wir werden nicht überall dem Alk aus dem Weg gehen können, aber wir müssen ihn keinesfalls in unserem Zuhause dulden, auf welche Art auch immer!

    Ich kann Dir sagen, was ich getan hätte.
    Ich hätte den Freund angesprochen, das das so nicht läuft. Wäre es nochmal vorgekommen, hätte ich mir einen anderen Maurer gesucht.
    Und Aus die Maus!
    Das hätte aber dann mehr gekostet?
    Na und ?? Meine Trockenheit ist mir sehr viel wert. Da zahle ich lieber mehr für nen Maurer, der nicht saufen muss, als das ich meine Trockenheit fahrlässig gefährde.
    Gespart hast im Endeffekt auch nix, denn das Ersparte haste sicher später dann versoffen, oder? :wink:

    Zitat

    Also Versuch Nummer 2


    Versuch?
    Willst Du aufhören zu saufen oder nicht?
    Versuch hört sich für mich nicht sehr ernsthaft an. Eher so, ich versuche es halt mal wieder, wenns nicht klappt, naja...
    Dann sollte es wohl nicht sein und ich muss gottergeben weiter saufen, weil es halt mein Schicksal ist?
    Mach mal lieber Nägel mit Köpfen und gehe die Sache an, gerne auch mit den Erfahrungen der LZT hier im Forum.
    Und übernimm Verantwortung für Dich selbst und Dein Tun.
    Alkohol ist nur eine chemische Substanz, von der wie abhängig geworden sind.
    Sie ist nicht der "Teufel" oder "das Böse" und gehört überall verboten.
    Es reicht, wenn wir den Alk nicht mehr in unser Leben lassen, weil wir sonst dran verrecken.
    Andere können tun, was sie wollen, meinetwegen auch "milliardenfach" :wink:

    Zitat

    Ich würde gerne in eine SHG.Wie stellt man das an?


    Öööhhhm... hüstel... WIR HIER sind doch eine SHG.
    Und keine SHG-Vermittlung :wink:
    Wir sehen uns hier als unabhängige Online-SHG.
    Der intensivere Austausch findet aber eher im Erweiterten Bereich statt.
    Vielleicht auch eine Option für Dich?
    Vielleicht ist aber auch eine reale Gruppe für Dich geeigneter, ich will davon ja nicht abraten.
    Aber dieses Forum hier ist halt ebenfalls eine SHG.

    Zitat

    Bei mir waren es 2 Jahre Trockenheit, ich möchte nicht wissen wieviele hier wieder Rückfällig geworden sind


    Schau doch mal nicht so viel auf andere... sondern mal auf Dich selbst ! :wink:
    Ist doch völlig uninteressant, wie viele hier rückfällig wurden, orientiere Dich doch besser an denen, die den Weg in eine stabile Trockenheit schon kennen.
    Es gibt so einige Mensche, die hier trocken wurden.

    LG Sunshine

    Hallo Ernest,

    Zitat

    Ich für meinen Teil werde meinen Arbeitgeber mit absoluter Sicherheit NICHT über meinen Alkoholismus informieren. Warum auch? Ich stimme Hull diesbezüglich voll und ganz zu.

    Ich gehe offen mit meiner Krankheit um. Das tat ich auch bei meinen Arbeitgebern.
    Bei meinem ersten Arbeitgeber war das kaum zu umgehen, denn ich war aufgrund meiner Entgiftung und der Nachsorge über 4 Monate krank geschrieben.
    Da hatte ich echt kein Bock, mir irgendeine abenteuerliche Story auszudenken, die am Ende evtl. doch als Lüge entlarvt wird.
    Das hätte ich nämlich echt als viel peinlicher empfunden.
    Jahre später wechselte ich die Firma und dem neuen Chef sagte ich es auch bei passender Gelegenheit.
    Ich habe bisher keine Nachteile erfahren müssen (weder beruflich noch privat) aufgrund meiner Krankheit.

    CF schrieb:

    Zitat

    Der betroffene Alkoholiker bekommt schnell das Gütesiegel "unzuverlässig" aufgedrückt, ob er/sie es will oder nicht.

    Ist bei mir nie passiert. Im Gegenteil, trocken konnte ich eine zuverlässige Mitarbeiterin sein und das wußten auch meine Chefs, bzw. zeigte ich es ihnen ja durch meine Zuverlässigkeit :wink:

    Du schriebst:

    Zitat

    Ich bedankte mich höflich bei ihm, erwähnte aber, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, da ich meine zugewiesene Lebensration an Alkohol bereits aufgebraucht habe (mit angefügtem Smile). Aber mit keinem Silbe erwähnte ich das Wort Alkoholiker.

    Ähnliches habe ich hier schon häufiger gelesen.
    Ich für meinen Teil habe in meinem Leben genug gelogen für den Alk.
    Damit wollte ich trocken keinesfalls weiter machen.
    Und das oben beschriebene wäre für mich wie ne Lüge.
    Denn ich trinke nicht mehr, weil ich meine "Lebensration" bereits aufgebraucht habe, sondern weil ich ALKOHOLKRANK bin.
    Und weil ich es nicht mehr will.

    Diese Diskussion, wem man es denn sagen sollte und wem nicht, wurde hier wohl schon hundertmal geführt.
    Letztendlich bleibt das jedem selbst überlassen und mir persönlich ist es völlig latte, wie der einzelne das handhabt.
    Ich mag es nur nicht, das immer wieder behauptet wird, das man als trockener Alkoholiker "abgestempelt" wird
    und das passiert wohl auch viel eher in der eigenen Vorstellung (oder gar aufgrund eigener Vorurteile :shock: ?? ) als in der Realität.
    Ich habe sowas jedenfalls noch nicht erlebt.

    Und mir fällt auch noch was schon länger auf:
    Die meissten LZT gehen offen mit ihrer Krankheit um. Das habe ich hier im Forum oft so gelesen und auch in meiner ehemaligen realen Gruppe war das so.
    Das halte ich für keinen Zufall :wink:
    Ich denke, das liegt auch daran, das wir IMMER nur in einer Entwicklungsphase sind... eigentlich sind wir das, solange wir leben.
    Denn wir lernen ja nie aus... wir sind nicht irgendwann "fertig" in Sachen Wissen, Erfahrungen etc.
    Und das gilt doch ebenso für unser trockenes Leben.
    Es gibt nicht den Tag, wo ich sagen kann: "So, nun ist meine Trockenheitsarbeit beendet, und nun fange ich mal was Neues an."
    Wir sind auch hier wahrscheinlich immer nur in einer Entwicklungsphase.
    Darum kann es auch sein, das ich heute für mich entscheide, das ich es nicht bestimmten Leuten (Chef, etc.) sagen möchte.
    Vielleicht sehe ich das aber in ein oder zwei oder auch drei Jahren anders.... und entscheide das dann dementsprechend auch anders.

    Kurzum: Sag niemals nie :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Joro,

    Zitat

    Auslöser für das ganze kann ich nicht unbedingt ausmachen, ausser vielleicht, dass ich mich den ganzen Tag über sehr müde gefühlt habe und irgendwie KO war.

    Dazu möchte ich mal sinngemäß etwas hierlassen, was ich vor sehr langer Zeit hier mal von einer anderen Forenteilnehmerin las:
    Bei aufkommenden Saufdruck erstmal nachschauen, ob man genug gegessen, getrunken und geschlafen hat.
    Denn allein das können schon Auslöser sein.
    Man muss nicht immer sonst wie tief graben, machmal ist es nur sowas ganz "banales". :wink:

    Ja, Saufdruck kann schon mal erschreckend erscheinen, aber er vergeht üblicherweise auch wieder.
    Wenn nicht, ist ein Arztbesuch angesagt, der kann dann auch noch helfen.
    Wichtig ist, nicht allein mit solchen Sachen zu bleiben, denke ich.
    Sondern sich mitzuteilen und gegebenfalls auch um Hilfe bitten.

    LG Sunshine

    Och, ich denke, auch hier treiben sich so einige Schauspieler rum :wink:
    Wir sind hier im internet und nirgendwo ist rumspinnen einfacher, oder?
    Man kennt sich doch kaum persönlich.

    Ich habe im Laufe der Jahre einige Menschen aus diesem Forum kennenlernen dürfen... die meissten sind allerdings schon ewig nicht mehr hier.
    Dabei durfte ich lernen, das in realen Leben einige Leute keine Ähnlichkeit mit der Person hatten, die sie hier gaben :wink:
    Teilweise merkte man auch recht schnell, wie der Hase wirklich läuft.
    Nämlich, das es darum ging, sich hier gut darzustellen, aus welchen Gründen auch immer.
    Andererseits durfte ich auch sehr authentische Menschen hier aus dem Forum kennenlernen.
    Was mir dann eine große Freude war. Diese Begegnungen würde ich nicht missen wollen.

    Von daher... ich glaube sicher nicht alles, was hier geschrieben wird :wink:
    Bin da durch meine Erfahrungen etwas misstrauisch geworden.
    Es ist und bleibt halt das i-net.

    LG Sunshine

    Zitat

    Du.
    Du hast mich trocken gestreichelt. & im Chat über ... ach, lassen wir das mal.


    Naaaa juuut, das kann ich so durchgehen lassen :lol:
    Ja, damals im Chat haben wir uns schon mitunter gegenseitig trocken gestreichelt. :)
    Und sehr viel Spaß gehabt, ich zumindest :lol:

    Hmmm... ich bin tatsächlich von einem Skiurlaub ausgegangen, Joro, aber das hattest Du nicht geschrieben.
    Skiurlaub verbinde ich gedanklich mit einem Hotelaufenthalt (mit evtl. prall gefüller Minibar),
    diesem besagten Tee an den Buden, wo man Halt macht und Abends lockt evtl. auch noch der Apres Ski.
    Davon würde ich wirklich abraten.

    Dante schrieb:

    Zitat

    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es bei dir ja nicht um Skiurlaub, denn du wohnst ja in den Bergen. Du würdest also nach dem Ablauf einfach wieder deine Sachen greifen & nach Hause fahren, das ja trocken sein sollte.

    Wenn du das machst, solltest du dich schon sehr gründlich beobachten & vor allem keinen Durst haben.
    Umgekehrt ist die Idee gar nicht schlecht, kommst du so wenigstens aus dem Haus & unter Menschen. Bloß sollten das dann natürlich nicht die falschen sein.

    Das lässt sich sogar ausbauen. Vielleicht ergeben sich Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen deines Alters, denen auch der Sinn nach Ski fahren & nicht nach der Saufbude danach steht.

    Sollte es sich so verhalten, wie von Dante beschrieben, also eher um einen Tagesausflug mit Skilaufen
    und danach wieder Richtung Heimat, sieht auch für mich die Sachlage anders aus.
    Da sehe ich nicht so große Gefahren... wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.
    Ich erinnere diesbezüglich, das ich ja doch mal ne Skiläuferin war :lol: allerdings "nur" Langlauf im Harz gemacht habe, zusammen mit meinem Mann.
    Ich bin also noch nie eine Abfahrt hinunter gefahren.
    Wir haben es uns damals gemütlich gemacht, hatten ne Thermoskanne mit Kaffee mit und belegte Brote,
    machten uns morgens auf Richtung Harz,
    liefen gemütlich Ski, ließen es uns danach schmecken und irgendwann ging es dann wieder heim.
    Da bestand also nie eine Gefahr für mich.

    Dante spricht auch einen anderen Punkt an, nämlich, das es wichtig ist, auch neue Leute kennenzulernen, die keinen Alk konsumieren.
    Sport ist da nicht die schlechteste Anlaufstelle. Da tummeln sich mitunter schon gesundheitsbewußte Leute, die nix mit Alk am Hut haben.
    Muss man halt genau hinschauen, wie die drauf sind und sich dann entsprechenden Leuten anschließen, die nicht danach inne Kneipe wollen.
    Und aus Bekanntschaften, die aus einem gemeinsamen Hobby heraus entstehen, können sich auch sehr gute Freundschaften entwickeln.
    Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.

    Zitat

    Mehr noch. Meine Erfahrungen in solchen Geselligkeitsfragen belegen, dass nach sauffreiem Freizeitverhalten ein sehr hoher Bedarf besteht.

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen :)

    Man macht es sich zu einfach, wenn man sagt, das ja überall Alkohol konsumiert wird und man das somit gar nicht umgehen kann.
    Das stimmt so einfach nicht.
    Das ist nur ne bequeme Ausrede, um ja nix am bisherigen Leben ändern zu müssen. :wink:
    Es ist immer das gleiche:
    Wer nicht will, findet Gründe, und wer will, findet Wege.
    Hier ist es daran, Wege zu finden, und sich von den lahmen Ausreden zu verabschieden.

    Ich für meinen Teil habe mir einen guten Freundeskreis aufbauen können mit Menschen, die nicht trinken wollen und es auch nicht müssen in meiner Gegenwart.
    Und wenn einer denkt, och, was soll n das fürn lahmer Zock sein, der irrt sich ganz gewaltig.
    Wir haben es schon so oft derart lustig gehabt, das wir Tränen gelacht haben.
    Und es ist eine andere Art "Lustigsein", die ich als "purer" empfinde, weil sie durch keine chemische Droge entstanden ist.

    Und in diesem Zusammenhang und weil ich Dante hier gerade lese, erinnere ich gerade folgendes:
    Wir trafen uns mit unseren Partnern in Berlin und saßen an einem schönen Nachmittag am Schloß Charlottenburg und es war einfach nur schöööön.
    Wir tranken Kaffee, aßen ein Eis oder Kuchen und hatten einfach eine gute
    und schöne Zeit zusammen.
    Wer braucht dabei noch Alkohol ? Wir brauchten es jedenfalls nicht, es war alles gut so wie es war.
    Und das sind die Situationen, in denen ich sehr zufrieden bis glücklich bin, das es genau so sein kann :)
    Vermisst hat keiner von uns den Alkohol, da darf ich wohl für Dante mitsprechen. :wink:

    Calida schrieb:

    Zitat

    Wäre nicht auch der geschlossene Bereich etwas für Dich? Da tauschen wir uns sehr intensiv auch über diese Themen aus.


    Das gleiche habe ich heute auch gedacht :wink:
    Glaube auch, das der Erweiterte Bereich auch für Dich eine gute Adresse wäre zwecks intensiveren Austauschs.
    Du würdest da gut mit reinpassen, würde ich mal sagen :)
    Will aber auch niemanden dazu drängeln, ist also nur n kleiner Tipp

    LG Sunshine

    Hallo Joro,

    Zitat

    Danach war ich auf jeden Fall total aufgewühlt und trotzdem gleichzeitig völlig erledigt.
    Kaum draussen, überkam mich ein recht starker Drang nach einer Zigarette, obschon ich nicht mehr rauche und auch das Verlangen nach Alkohol.
    Wenn ich etwas davon zur Hand gehabt hätte, ich weiss nicht ob ich hätte widerstehen können.

    Ich kann mir diese Situation sehr gut vorstellen! Solche belastenden Ereignisse aufzuarbeiten ist schwer und auch belastend.
    Da kann es ganz leicht passieren, das man sich danach betäuben möchte, um nichts mehr von dem zu spüren,
    was da alles hochgekommen ist.
    Und was läge da näher, als sich mit Alk oder Nikotin oder auch beidem "abzuschiessen"?
    Darum rate ich persönlich immer dazu, sich erstmal eine STABILE TROCKENHEIT aufzubauen, ehe man diese anderen Sachen angeht.
    Denn was nützt Dir eine Aufarbeitung, wenn Du dabei nicht trocken bleiben kannst?
    Ich kann verstehen, das man Erlebtes aufarbeiten möchte, aber ich halte eine so frische Abstinenz für noch zu wackelig, um sich mit so schwierigen Themen zu beschäftigen.
    Das Ergebnis hast Du hautnah zu spüren bekommen, gut das Du trotzdem trocken bleiben konntest.
    Vielleicht solltest Du jetzt die Sache aber noch etwas ruhen lassen?
    Wenn es irgendwie möglich ist, ich weiß es nicht, ob Dir das möglich ist?
    Es ist ja nichts, was wegläuft... um es mal etwas ungeschickt auszudrücken.

    Ich habe STABILE TROCKENHEIT nicht umsonst so groß geschrieben :wink:
    Denn ich denke, das ist momentan das Thema bei Dir, was im Vordergrund stehen sollte.
    Eine stabile Trockenheit baut sich weder in Tagen, Wochen noch Monaten auf (meine Meinung).
    Gebe Dir mal lieber ein Jahr oder auch 2 Jahre dafür. Oder auch noch länger.
    Ich persönlich habe mich so ca. ab 4 Jahren Trockenheit wirklich stabil gefühlt.
    Bei einigen mag das sicher schneller gehen, andere brauchen vielleicht auch noch länger.
    Ich hatte damals keine SHG, darum war ich vielleicht auch ein "Spätentwickler" :wink:

    Ich möchte Dir also aten, Dir erst einmal eine stabile Trockenheit aufzubauen, danach kommt alles andere.
    Denn das ist es, worauf Du später bauen kannst (und teilweise auch musst).

    Das bringt mich auch gleich zum nächsten Thema: Ein Skiurlaub.
    (Und ich fühle mich gerade wieder wie ein Spielverderber, aufgrunddessen, was gleich von mir folgen wird.
    Früher gab es hier allerdings viel mehr Leute, die da Klartext schrieben und ich bin nach wie vor der Meinung, das niemald trocken gesteichelt wird.
    Leider sind diese Leute nicht mehr da und bei anderen habe ich mitunter das Gefühl,
    das sie hier bei niemanden in Ungnade fallen möchten.
    Mir ist das allerdings ziemlich egal, ich bin nicht hier, um allen zu gefallen, das brauch ich nicht.
    Und zwei bis drei andere Schreiber gibt es ja doch noch, die auch mal klare Worte finden :wink: )

    Also: Ich bin keine Skiläuferin, kann also nur von den Berichten anderer ausgehen, die selbst Ski laufen, ich kenne da so einige.
    Da habe ich sehr oft von Skihütten gehört, wo man anhält, um "Jagatee" zu trinken (ich weiß nicht genau, was das ist, aber ich glaube, da ist sehr viel Alk drin, Ja? )
    Oder um andere alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Und dann mitunter sogar recht angeschossen die Pisten runter zu fahren.

    Die meissten langjährig Trockenen (hier und auch in realen Gruppen) warnen vor solchen Urlauben.
    Ich persönlich würde sogar ganz abraten von einem Skiurlaub bei Deiner noch so frischen Abstinenz.
    Sowas läuft ja auch nicht weg, und im nächsten bzw. übernächsten Jahr sieht es vielleicht auch schon anders aus.
    Warum rate ich ab:
    Erstmal hast Du wahrscheinlich früher in Skiurlauben Alk konsumiert, richtig?
    Diese Erinnerungen können (und werden wahrscheinlich auch) rasch hochkommen... dann siehst Du die anderen was trinken, sich amüsieren,
    und Du stehst da und denkst, warum die und ich nicht?
    Was meinst Du wohl, wie schnell Du n Glühwein oder was auch immer in der Hand hast, allein wegen der übermächtig werdenen Verzichtsgedanken? :(
    Ich rate Dir deshalb davon ab. Mache es Dir bitte nicht schwerer, als es ist.
    Wie Martin hier oft schreibt: Man kann dem Alkohol nicht überall ausweichen, aber man muss ihm nicht auch noch entgegen gehen.
    So einen Skiurlaub würde ich momentan als Entgegengehen einstufen.

    Ich erzähle mal von mir... auch damit Du vielleicht verstehst, warum ich so eine Schwarz-Weiß-Denkerin bin ich Sachen Trockenheit.
    Ich habe mich beinahe totgesoffen und landete im letzten Moment auf der Intensivstation.
    Falls Du jetzt denkst, ach herrjeh, die muss ja ne Pennerin gewesen sein, irrst Du Dich.
    Ich ging bis zuletzt meinem Beruf nach, hatte eine liebe Tochter und Partner (meinen heutigen Ehemann), Haus mit Garten, Auto etc.pp.
    und trotzdem habe ich mich beinahe totgesoffen.
    Auf der Intensiv wurde mir geholfen und ich hätte die Entgiftung beinahe nicht überlebt, war sogar einmal klinisch tot.
    Ein Rückfall nach dieser Entgiftung wäre für mich das absolute Aus gewesen, ich wäre wohl dran gestorben.
    Ich brauchte viele Monate der Rehabilitation, bis ich wieder einigermaßen fit war. Und ich habe leider auch eine Folgeerkrankung.
    Vielleicht verstehst Du jetzt, wie viel mir meine Trockenheit bedeutete und auch jetzt noch bedeutet?
    Ohne sie wäre ich gestorben.

    In den Urlaub sind wir in dem Jahr meiner Entgiftung nicht gefahren.
    Ich kam Anfang Mai auf die Intensiv und erst im Juni wieder raus.
    Da war es ja schon kurz vorm Urlaub und ich war ja auch noch gar nicht fit genug für einen Urlaub. Also blieben wir in diesem Jahr zuhause.
    Im Folgejahr überlegten wir gut, wo wir hinfahren können, ohne das ich in irgendeine Gefahr geraten würde.
    (Mein Mann stand mir immer zur Seite, auch beim Trockenwerden).
    Wir entschieden uns für einen Campingurlaub, aber auf einen Platz, auf dem wir noch nie waren.
    Denn auch da gab es bereits Sauferinnerungen bei mir. Also mieden wir Plätze, wo ich gesoffen hatte.
    Das war eine gute Entscheidung udn wir verlebten einen herrlichen Urlaub in den Dolomiten auf einem tollen Campingplatz.
    Wie waren später noch oft dort und ich bin dort auch nie in Gefahr geraten.
    Und Erinnerungen, die triggern könnten, kamen gar nicht erst auf.

    Zitat

    so langsam begreife ich schon, dass ich nicht einfach im bisherigen Fahrwasser bleiben kann einfach ohne zu trinken. Auch wenn ich mir momentan überhaupt nicht vorstellen kann wie, so muss ich wohl mein Leben komplett neu gestalten. Vielleicht ist es am besten, wenn ich das einfach mal loslasse, auf mich zukommen lasse und einmal schaue was sich von selbst ergibt.

    Joro, das ist die WICHTIGSTE ERKENNIS überhaupt!
    Und ich denke, da hat es bei Dir auch klick gemacht :)
    Es ist die eine Sache, das hier zu lesen...und zu denken, ja... hmmm...vielleicht haben die ja recht...
    Es ist aber nochmal ne andere Sache, wenn da tatsächlich der Groschen bei einem selbst fällt. :wink:
    Also: Glückwunsch zu dieser Erkenntnis, von "Silberkralle" würdest Du dafür sicher nen ganzen Korb voller Erkenntnis-Äpfel bekommen :wink:

    Etwas loszulassen kann ja auch befreiend sein... auch wenn es erst noch Angst oder zumindest Unbehagen bereitet.
    Das alte Leben loszulassen, wird nötig sein, denke ich. Das heißt aber nicht, das das neue schlechter wäre.
    Außerdem, was kann schon schlimmer sein als das alte Säuferelend?
    Mein Leben ist wieder wunderschön geworden... bunt, und lustig und ich bin sehr zufrieden damit, oft auch wirklich glücklich.
    Ich bin wieder frei... und genieße das auch noch genau so wie am Anfang meiner Trockenheit.

    Also nur Mut zu Veränderungen und zum Loslassen des Alten. Du bekommst dafür was Neues.
    Und das ist ganz sicher besser als das alte. Denn ALLES ist besser als wieder saufen zu müssen !

    LG Sunshine

    Zitat

    als 1. möchte ich dich bitten in Zukunft nichts mehr aus anderen Gruppen hier zu zitieren, schreibe es mit eigenen Worten

    Ich möchte mich dem anschließen.
    Ich kenne es auch so aus meiner ehemaligen realen Gruppe,
    das man sich mit dem Beitritt gleichzeitig verpflichtete, dort besprochenes nicht nach außen zu tragen.
    Es ist also nicht okay, im www darüber zu schreiben.
    Was in der Gruppe besprochen oder diskutiert wird, hat auch dort zu bleiben.

    Zitat

    Es wäre schön wenn wir darüber diskutieren könnten, für mich ist das sehr wichtig.


    Ich denke, ihr habt es bereits in der Gruppe diskutiert? :wink:

    Hull schrieb:

    Zitat

    In meiner Welt ist Alkoholismus keine eigenständige Krankheit, sondern die fehlgeleitete Entwicklung aus einer Ausgangsbasis (biochemische Prozesse im Organismus),
    die uns erbbedingt mitgegeben und in der Kindheit stark geprägt wurde.


    Aha.
    Mir zeigen Deine Ausführungen, das Du Deine Krankheit noch nicht als solche anerkennen kannst.
    Das wäre ein Punkt für Deine Trockenheitsarbeit, an der Du meiner Meinung nach arbeiten könntest, wäre nämlich wichtig.

    Ansonsten noch zur Info: Alkoholismus ist seit den 50 Jahre eine anerkannte Krankheit. Und das hat auch seine Gründe.

    Zitat

    Wenn ich heute auf einer Veranstaltung bin und besoffene Menschen sehe, die sich nicht über ihren Alkoholmissbrauch bewusst sind, spüre ich nur noch Verachtung.

    Zu solchen Aussagen fällt mir nur noch genau 1 Satz ein:
    "Hochmut kommt vor dem Fall."

    LG Sunshine

    Hallo Joro,

    Zitat

    Was ich meinte ist eher, dass wenn ich da nicht hingehen kann, dies nicht tun sollte,
    sprich alle Orte oder Menschen meiden muss wenn irgendwie Alkohol vorhanden ist, dann laufe ich Gefahr komplett zu vereinsamen.
    Das würde ja bedeuten, dass ich zwar trocken wäre aber nicht zufrieden sein könnte mit dieser Art Leben.
    Also hätte mich der Alkohol, auch wenn ich ihn nicht konsumiere, wieder in der Zange und ins Abseits gedrängt.

    Was Deiner Vorstellung entspricht, muss aber nix mit den Tatsachen zu tun haben :wink:
    Sprich, Du denkst, es wäre so und so (Vereinsamung), wenn Du nun alle Orte meidest, wo Alk konsumiert wird.
    Das ist aber gar nicht zwingend so, sondern das ist Deine momentane Vorstellung davon.

    Also ich bin überhaupt nicht dadurch vereinsamt, sondern ganz im Gegenteil.
    WIRKLICH EINSAM war ich nämlich, als ich noch gesoffen habe.
    Auch, weil ich mich selbst isolierte. Damit keiner merkt, was wirklich mit mir los ist.
    In meiner ersten abstinenten Zeit mistete ich dann erstmal meine "Freunde" aus.
    Wer kein Alk-Problem hate, durfte auch weiterhin mein Freund bleiben.
    Die anderen "Freundschaften" pflegte ich nicht weiter.
    Dann aktivierte ich wieder mein Hobby, die Fotografie.
    Und schloss mich mehreren Wildlife-Fotografen an, das ergab sich aus Zufall, und aus einigen Bekanntschaften ergaben sich mittlerweile jahrelange Freundschaften.
    Das sind alles Menschen, die teilweise gar keinen Alkohol trinken, oder zumindest nicht bei unseren Zusammentreffen.
    Denn in unserer Beobachtungshütte wird nix gesoffen.

    Das nur mal so als kleines Beispiel, was sich auch positives durch Veränderungen ergeben kann.
    Darum: Jede Veränderung ist auch eine CHANCE !! Zur positiven Lebensentwicklung.
    Man muss im Grunde nur bereit dazu sein, dann können sich auch neue Wege eröffnen :)

    Muss hier mal schnell schließen, Enkelkinder stehen vor der Tür.

    LG Sunshine

    Hallo Joro,
    habe die Tage schon bei Dir mitgelesen.
    Erstmal Glückwunsch zu 2 Wochen ohne Alkohol !

    Zitat

    auch wenn mir klar ist, dass damit erst ein ganz kleiner Teil eines langen Weges zurückgelegt ist.
    Aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.


    So isses.
    Wir standen alle mal am Anfang und es ist noch kein Trockenheitsmeister vom Himmel gefallen :wink:

    Zitat

    Nach einer gewissen Zeit, geht es mir gut und ich werde nachlässig und nehme die Trockenheit als selbstverständlich hin.
    Dann kommt ein kritischer Augenblick, ich bin nicht vorbereitet und schon ist es wieder passiert.
    Da muss ich jetzt wirklich mal versuchen am Ball zu bleiben.

    Bei mir ist es so, das ich meine Alkoholkrankheit für mich als selbstverständlich hinnehme :wink:
    Das bedeutet, ich WEISS, das sie immer da ist und auch dableiben wird, bis ans Ende meines Lebens.
    Das ist einfach so und unabänderbar. Somit für mich selbstverständlich.
    Und das bedeutet, das ich auch immer mal wieder an meiner Trockenheit arbeite.
    Da ich schon viele Jahre trocken bin, ist das sicher nicht mehr täglich nötig, anfangs sah es aber anders aus.
    Aber auch heute reflektiere ich mich regelmäßig, wo ich trockenheitstechnisch stehe und wie es mir geht.

    Was meinst Du denn genau mit dem "kritischen Moment", wo Du nicht vorbereitet bist?
    Ich frag nach, weil ich mir das jetzt nicht so genau vorstellen kann, was damit gemeint ist.

    Kritische Momente wird es immer mal geben, denke ich.
    Selbst wenn man sich noch so gut schützt und dem Alk so gut wie möglich aus dem Wege geht.
    Ich habe mich anfangs immer an die "Grundbausteine" gehalten, bzw. bin ich meinem Bauchgefühl gefolgt,
    denn ich kannte damals die "Grundbausteine" noch gar nicht.
    Ich glaube, die wurden auch erst sehr viel später hier in dieser Art niedergeschrieben.
    Als ich nach meinem Bauchgefühl ging, habe ich mir nie was schön geredet.
    Und ich war bereit zu Veränderungen.
    Trotz aller Vorsicht geriet ich auch in unvorhersehbare Situationen.
    Und natürlich war ich darauf nicht vorbereitet, denn auf unvorhersehbare Situationen kann man sich ja nun mal nicht vorbereiten.
    Ich habe dann immer die gefährdende Situation so schnell wie möglich verlassen und das hat sich immer als gut herausgestellt.
    Und dabei war es mir völlig egal, was andere davon halten.
    Denn ICH habe das Problem, wenn ich wieder saufe, und nicht die anderen !

    Ich will mal eine Situation beschreiben, in die ich in den ersten Monaten meiner Abstinenz geriet:
    Ich fuhr zu einer Verabschiedung eines langjährigen Arbeitskollegen, deren Abteilung sich zu der Zeit außerhalb unseres Betriebes befand.
    Da Alkohol an unserem Arbeitsplatz strikt verboten war, sah ich keine Gefährdung für mich.
    Als ich dort ankam, hatte die Verabschiedung schon begonnen und mir wurde sofort ein Glas Sekt in die Hand gedrückt :shock:
    Damit hatte ich keinesfalls gerechnet, denn es gab ja das Alkoholverbot am Arbeitsplatz. Das hatten die aber einfach übergangen.
    Und das konnte ich nicht ahnen.
    Da stand ich nun also, mit dem Glas Sekt in der Hand und dachte so, na schau, so schnell geht das... brauchst es nur nur noch an den Mund zu führen
    und schon Du hängst wieder in der ganzen Schei*sse drin.
    Ich habe das Glas so schnell wie möglich auf einen Tisch abgestellt, bin zum Kollegen und habe mich verabschiedet und habe sofort die Veranstaltung verlassen.
    An meinem Auto angekommen, merkte ich erst, wie sehr ich zitterte und ich brauchte erstmal eine Zeit, um mich zu beruhigen.
    Es war richtig, sofort zu gehen.

    Und das gebe ich auch gern mal so als Tipp weiter:
    Kommt man in eine unvorhergesehene Situation, die die Abstinenz gefährden könnte, dann WEG DA !
    Raus aus der Situation, egal was andere denken könnten. Die eigene Sicherheit geht immer vor.
    Man ist kein Held, wenn man gefährdende Situationen aushalten will und das auch schafft.
    Das ist einfach nur Leichtsinn und auch schon Dummheit und man passt dann nicht gut genug auf sich auf.
    Das ist aber nötig, um ein trockenes Leben führen zu können.
    Und dafür ist auch mitunter ein gesunder Egoismus vonnöten.

    Zitat

    ich bin nicht vorbereitet und schon ist es wieder passiert.


    Wie gesagt, man kann sich gar nicht auf jede erdenkliche Situation vorbereiten. Aber sich gut zu schützen, das kann man tun.
    Und mit der Zeit baut sich auch eine stabile Trockenheit auf und man macht viele Sachen einfach ganz automatisch.
    Bei mir ist das jedenfalls so und ich weiß das auch von anderen, das es bei ihnen auch so ist.

    LG Sunshine