Beiträge von Sunshine_33

    Hallo sausebraus,

    bei mir war es leider so, das ich erst recht weit unten ankommen mußte.
    Äußerlich funktionierte ich noch im Beruf und auch sonst, aber ich hatte trotzdem meinen Körper schon beinahe zugrunde gerichtet.
    Als ich ins KH eingeliefert wurde, war ich kurz vorm Leberversagen und ich hätte die Entgiftung beinahe nicht überlebt.

    Der Wunsch aufzuhören, war ja oft da. Aber ich habe das nie geschafft ohne Hilfe.
    Ich dachte sehr lange, das ich es allein in den Griff bekommen muss.
    Mir war nicht klar, das ich dazu schon längst nicht mehr in der Lage war.
    Und das man es allein sowieso kaum schafft.

    Wie daraus dann ein Wille wurde?
    Das war bei mir recht einfach, ich wollte einfach noch nicht sterben.
    Überleben konnte ich aber nur trocken. Nass gab man mir nur noch 2-3 Wochen.
    Die Entscheidung fiel mir bei diesen Voraussetzungen leicht.

    Hier wird oft von schweren Wegen in die Trockenheit geschrieben. Meiner war auch nicht ganz einfach, schon klar.
    Aber ab dem Zeitpunkt, wo ich Hilfe bekam, war es so schwer auch wieder nicht.
    Das wichtigste war bei mir wohl, zu wissen, wo ich nie wieder hin will.
    Und ich war bereit, alles in meinem Leben zu ändern, wenn es sein müßte.
    Alles mußte ich zwar nicht ändern, aber einiges.
    Und so ging es dann ganz gut.

    Ich weiß auch heute noch, nach über 15 Jahren Trockenheit, wo ich nie wieder hin möchte.
    Mein Leben ist längst wieder schön und bunt geworden, eigentlich schon nach wenigen Monaten Trockenheit.

    Zitat

    Muss man mit dem Tode konfrontiert werden, um den Überlebenswillen zu aktivieren oder geht das auch anders, früher ?


    Ich hoffe, das es nicht erst soweit kommen muss wie bei mir.
    Aber ich glaube auch nicht dran, das jemand aufhört, der keinen Leidensdruck hat.
    Solange der nicht wirklich da ist, wirst wohl auch Du weitersaufen müssen.
    Denn von "saufen wollen" ist wohl schon länger keine Rede mehr, oder?

    Hier gibt es einige, die früher wie ich aus der Sauferei aussteigen konnten.
    Also ist das offensichtlich möglich.
    Ich wünsche Dir, das Dir der ernst der lage bewußt wird. Du hast sicher auch keinen zweiten Körper im Keller, nicht wahr?
    Ich habe heute noch Beeinträchtigungen von meiner Sauferei, die auch nie wieder verschwinden werden.
    Das wünsche ich niemand anderen.
    Wenn man nicht aussteigen kann, wird das aber unweigerlich Folgeerkrankungen eintreten bis hin zu Organausfällen,
    eine Leber kann zwar ne Menge vertragen, aber irgendwann ist auch mal Schluss.

    Was gibt der Alkohol Dir denn noch, das Du (noch) nicht auf ihn verzichten kannst/magst?
    Trinkst Du momentan noch?

    LG Sunshine

    Zitat

    Weil ich für mich immer denke: wenn mir jemand wichtig ist, dann kämpfe ich auch um diesen Menschen.


    Um Menschen muss man nicht kämpfen.
    Um Liebe auch nicht.
    Alles, was mit Kampf zu tun hat, macht für mich keinen Sinn.

    Zitat

    Ich kann mir so schwer vorstellen, dass Alkoholiker diese ganzen Realitäten und Fakten wirklich nicht sehen.


    Sorry, aber die wenigsten sind wohl dauerbreit.
    Sicher verändert der Alkohol das Wesen eines Menschen, aber sicher nicht komplett.
    Und sicher sehen wir auch mitunter, was wir anrichten. Also ich habe das zumindest gesehen.
    Mir war auch irgendwann klar, das ich alkoholkrank bin.
    Aber ich habe trotzdem nichts getan, die Sucht war viel stärker.
    Wenn jemand die Realität sieht, heißt das ja trotzdem noch nicht, das er auch handeln wird.

    Deine Gedanken sind immer nur bei IHM IHM und nochmals IHM.
    Warum kümmerst Du Dich nicht endlich um Dich selbst??
    Ich habe das Gefühl, Du willst diesen Menschen unbedingt zurück, egal wie.
    Darum zerbrichst Du Dir den Kopf darüber, warum er dieses oder jenes tut.
    Hast Du schon jemals darüber nachgedacht, das er genau das tut, was er auch tun WILL ?

    Ich glaube, hier ist auch große Eifersucht bzw, gekränkte Eitelkeit bezüglich der neuen Frau an seiner Seite im Spiel.
    Es ist aber nun mal, wie es ist, nicht wahr?
    Ich denke, so etwas hat jeder schon einmal erleben müssen. Das er durch einen neuen Partner ersetzt wurde.
    Klar ist das nicht witzig und sehr verletzend. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof und auch schmerzhafte Erfahrungen gehören zum Leben dazu.

    Ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin von persönlicher Freiheit.
    Dann muss ich aber auch anderen dieses Recht zugestehen.
    Und wenn man jemanden wirklich liebt, geliebt hat, dann wünscht man ihm nichts schlechtes für das weitere Leben.
    Egal wie gekränkt man ist. Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung.
    Alles andere finde ich kleinlich und auch egoistisch.
    Natürlich fühlte ich mich auch schon gekränkt und verletzt durch Partner, die gingen und schnell eine Neue hatten.
    Aber um meiner selbst Willen verzeihe ich dann auch nach einer Weile und lasse auch innerlich los.
    So bin ich auch heute noch mit einigen Ex-Partnern eng befreundet, auch wenn sie längst in neuen Beziehungen sind oder auch neu verheiratet oder so.
    Auch der Vater meiner Tochter ist einer meiner engsten Freunde.
    Aber erstmal mußte da auch Distanz und viel Abstand her, ehe das überhaupt möglich war.

    LG Sunshine

    Hallo Elahase,
    es tut mir wirklich leid, das es Dir so bergauf und bergab geht.
    Das ist keine schöne Sache.
    Und es bleibt auch so unheimlich viel auf der Strecke.
    Denn wenn die Gefühle derart Achterbahn fahren, kann man kein wirklich schönes Leben leben.
    So zumindest meine Meinung, aufgrund eigener Erfahrugen.
    Mir ist sowas auch schon einmal passiert und wenn ich heute daran zurück denke, gruselt es mir regelrecht.

    Ich kann Dir nur eins sagen:
    Wenn Du nicht WIRKLICH loslässt, dann geht das auch noch ne ganze Weile so weiter.
    Eventuell sogar Jahre... willst Du wirklich derart Dein Leben verschwenden?
    Mit "wirklich loslassen" meine ich übrigens WIRKLICH LOSLASSEN.
    Nicht nur so nach außenhin... das muss einfach innerlich passieren.
    Mir hat dabei damals konsequenter Abstand geholfen. Es gab allerdings auch keine gemeinsamen Kinder.
    Aber dennoch ist es möglich, sich innerlich von jemanden zu lösen.
    Und ihn auch freizugeben... für sein weiteres, eigenes Leben.
    Tust Du es nicht, wirst Du weiter leiden.

    Es ist egal, warum Dein XY dieses oder jenes tat oder tut.
    Er hat sich längst entschieden. Für den Alk und für die neue Frau.
    Das darf er und das hat er auch getan.
    Daran kannst Du absolut nix ändern. Auch wenn es weh tut und hart ist.
    Aber er ist doch auch ein freier Mensch ! Er gehört Dir doch nicht.
    Die Beziehung ist beendet. Punkt.
    Es wird Zeit, das WIRKLICH zu akzeptieren und loszulassen.
    Und auch, das Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und was draus zu machen.

    Übrigens, Dein Mann darf all seine Probleme wegdrücken, übertünchen und versuchen, sie mit Alk zu verdrängen.
    DAS IST NICHT VERBOTEN !! :wink:
    Manche Menschen machen das ein Leben lang so, brauchen nicht mal Alk dazu.
    Und sie leben mitunter gar nicht mal so schlecht damit.
    Nicht jeder Mensch möchte sich selbst bis in die letzte Zelle auseinandernehmen, sich analysieren und anschließend wieder zusammensetzen.
    Gerade bei Männern habe ich oft die Erfahrung machen können, das sie auch ohne komplette Selbstanalyse sehr gut leben können.
    (Habe über 30 Jahre fast ausschließlich mit Männern zusammen gearbeitet und durfte so das eine oder andere Mal ihr Verhalten studieren :wink: )
    Sie machen sich manches einfach einfacher :wink: und leben das Leben so wie es ist, haben oft auch einen Plan B in der Tasche,
    wenns nicht so klappt wie erhofft.
    Ich finde, davon können wir Frauen uns ne Menge abschauen. Und nicht alles immer unnötig verkomplizieren.
    Und ich sehe auch nicht, das über diese Männer großes Unheil hereingebrochen wäre, weil sie sich ihren Problemen nicht wirklich stellten, echt jetz ma.
    Sie lebten einfach so weiter und fertig.
    Und durften/dürfen das auch so. Ist ihr eigenes Leben, darin können sie machen, was sie wollen und wie sie es für gut und richtig halten.

    Die Alkoholproblematik ist natürlich nochmal ne andere Sache. Kehrt man da alles untern Teppich, explodiert der Teppich wohl irgendwann.
    Aber auch das ist nicht unbedingt gesagt... es gibt Trinker, die sich einfach still und leise zu Tode saufen.
    Und das gar nicht mal so selten, leider :( Aber auch das ist erlaubt.

    Schau mal, Du beschäftigst Dich mit der Psyche Deines XY, er selbst hält das gar nicht für nötig.
    Warum hältst Du das denn für nötig?
    Um zu verstehen? Warum willst Du das verstehen? Oder willst Du Dein Wissen am Ende nutzen, um ihn zurück zu holen... irgendwie?
    Und dann ist alles gut?

    Elahase, wenn Du Dir Dein Leben schön machen willst, dann gib Deinen alten Traum besser auf und lebe nun Dein eigenes Leben.
    Der Traum ist doch eh schon lange zerplatzt.
    Ich würde nicht nen alten, zerplatzen, verschrumpelten, ausgeblichenen Luftballon nachtrauen, sondern mir lieber nen neuen kaufen und aufblasen :wink:

    Ich wünsche Dir von Herzen die Kraft, um wirklich loszulassen !
    LG Sunshine

    Hallo Knuffel,
    Willkommen im Forum !

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich wünsche mir so sehr das es funktioniert zwischen uns beiden und das er endlich einsieht das er sich helfen lassen muss!
    Er weiß das es ein Problem ist aber er denkt auch er schafft es alleine und braucht den Alkohol nicht. Aber warum säuft man dann von Freitag bis Sonntag Abend durch???
    Es geht ihm ja dann auch richtig schlecht danach.
    Wie kann ich ihn überzeugen?

    Leider habe ich, als trockene Alkoholikerin, auch nur eine sehr ernüchternde Antwort:
    Du kannst ihn überhaupt nicht überzeugen.
    Du kannst tun und lassen, was Du willst, es ist egal.
    Du kannst bitteln und betteln, Du kannst rumschreien und drohen, Du kannst weinen und traurig sein oder ihn auch ignorieren.
    Es wird keine Wirkung haben.
    Ein Trinker trinkt, weil er trinken WILL und MUSS.
    Ich kenne übrigens keinen einzigen trockenen Alkoholiker, der es ohne Hilfe schaffte, trocken zu werden.
    Nicht jeder braucht eine Thera, aber zumindest eine professionelle Entgiftung, das ist erstmal die Grundvoraussetzung.
    Und die macht man mit professioneller Hilfe, sprich im KH oder einer ähnlichen Einrichtung oder manchmal auch ambulant.
    Aber Hilfe braucht man !!
    Bei mir war es auch nicht anders.

    Zitat

    Ich hab mal ein paar Bücher gekauft die ich einfach mal hinlegen werde und hoffe er nimmt sie mal in die Hand.


    Soll ich Dir sagen, was ich damit gemacht hätte, als ich noch gesoffen habe?
    Wäre ich schlecht drauf gewesen, hätte ich sie Dir an den Kopp geworfen mit einer passenden Bemerkung.
    Wäre ich gut drauf gewesen, hätte ich Dich dafür ausgelacht.
    Ich abhängig ??? Nu hör aber mal auf zu spinnen... das is ja zum totlachen.

    Zitat

    Da geht es mir auch gut. Aber sobald das Wochenende näher rückt steigt die Panik in mir hoch. Wenn er nichts trinkt läuft alles super aber wehe er fängt dann an.
    Warum kann er unter der Woche damit aufhören und am Wochenende nicht???


    Ich konnte zu einer bestimmten Zeit meiner Alkoholkrankheit auch noch wochentags mit einigermaßen wenig Alk auskommen, und habe mir dann am WE die Breitseite verpasst.
    Meist bleibt das aber nicht so. Später soff ich auch innerhalb der Woche.
    Und noch später auch schon morgens vor der Arbeit. So sieht leider die bittere Wahrheit aus.

    Zitat

    Ich kann nichts mehr planen fürs Wochenende weil ich mich auch teils schäme für ihn.


    MÖÖÖP !
    FALSCH !!
    Du kannst sehr wohl was für das WE planen, oder is Dein Säufer Dein siamesischer Zwilling??
    (Obwohl, ich glaube, in dem Fall hättet ihr beide n Alk-Problem :wink: )
    Mensch Knuffel, lass Dir Dir Dein WE nicht von nen Trinker vermiesen!
    Und vor allem auch nicht Dein weiteres Leben !
    Oder ist der jetzige Zustand Deine Ideal-Vorstellung von Deinem Leben?
    Besser wird das nämlich nicht mehr, sondern das geht nur noch weiter bergab.
    Denn der Aufzug bei einem Trinker, der nicht aufhören will, geht immer nur nach unten!
    Und er nimmt dabei auch noch andere mit !

    Zitat

    Ist das eigentlich normales Verhalten bei Alkoholiker dss sie im Rausch so aggresiv, ungerecht, feindselig, völlig realitätsfremd und Dinge behaupten oder sehen die nicht so sind???


    Hm, also ich würde mal so sagen, der eine verhält sich nass so wie von Dir beschrieben, es gibt aber auch Trinker, die sich dann ganz in sich selbst zurück ziehen.
    Ich persönlich war verbal aggressiv, ungerecht, auch feindselig, weil ich ja überall Feinde sah, wenn jemand auch nur ne vage Andeutung bezüglich meines Problems machte.
    Realitätsfremd sicher auch teilweise.

    Knuffel, auch an dieser Stelle ein kleiner Hinweis von mir:
    Oftmals geht es gar nicht um den Säufer persönlich, sondern darum, das man seinen GANZ PERSÖNLICHEN LEBENSTRAUM nicht aufgeben will.
    Denn das ist ja nicht gerade lustig.
    Es hat also durchaus auch egoistische Gründe, den anderen zu Änderungen veranlassen zu wollen, um sein eigenes Ding durchzuziehen. :wink:
    Ich halte dieses Verhalten irgendwie auch für menschlich... hat auch was mit der eigenen Bequemlichkeit zu tun.
    Erstmal sollen sich die anderen gefälligst ändern, ehe man das selbst mal in Erwägung zieht :wink:
    Denn ab dann wirds umbequem.

    Nur möchte ich Dir zu bedenken geben, das es sich noch viele Jahre bis Jahrzehnte hinziehen kann, ehe ein Alkoholiker sein Problem sieht und vor allem auch ANGEHT !
    Möchtest Du so lange hoffen und warten? Immer in der Ungewissheit, das es vielleicht auch nie dazu kommt?
    Denn auch das ist leider sehr oft so... es saufen sich leider jedes Jahr viele Menschen zu Tode.
    Die Überzahlt schafft nämlich leider nie den Absprung.

    LG Sunshine

    Hallo carolinepfeiffer,

    und Willkommen zurück im Forum.
    Ich kann mich noch an Dich erinnern, unsere Mitgliedschaft hier im Forum überschnitt sich mehrmals, glaube ich.
    Damals war ich unter einem anderen Nick hier :wink:

    Ansonsten frag ich mich gerade, ob ich einen anner Waffel hab?
    Stand hier eben nicht ein langer und fettgedruckter Text?
    Den las ich auf meinem Tablet und nun wollte ich am rechner antworten und
    alles ist weg?
    Ich glaube, ich werde alt :lol:

    LG Sunshine

    Sunny, auch wenn das alles sauschwer ist... Du hast erkannt, wie es ist und das Du auch Hilfe brauchst.
    Das ist schonmal echt klasse !

    Zitat

    Das ich auch krank bin und mir helfen lassen muss. Und, das ich - auch wenn ich das immer gesagt habe - nicht immer für ihn da sein werde! Gar nicht mehr! Und ich habe bei einer Therapeutin angerufen und hoffe auf einen schnellen Termin.

    Sehr gut !

    Zitat

    Ich glaube, ich war noch nie so am Boden, und heute Abend werde ich mich noch mal gehen lassen und meinen armen Vierbeiner nass weinen, aber so geht es einfach nicht weiter. Ich kann und will einfach nicht mehr von ihm abhängig sein.

    Du darfst weinen... auch hier im Forum... und auch jammern und auch wütend sein. Alles okay.
    Nur ist es wichtig, das Du konsequent bleibst und DEINEN Weg nicht wieder aus den Augen verlierst.

    Zitat


    Wenn ich hier im Forum lese, so weiß ich, das ich damit nicht alleine bin. Das loslassen ist wahrscheinlich schwieriger als das ausziehen, weil es so endgültig ist und man alle Träume begraben muss... aber wenn ich/wir nicht auch krank wären wären wir wohl gar nicht hier

    Nein, Du bist nicht allein.
    Klar ist das Loslassen schwer... und genau... weil man damit auch seine eigenen Träume begraben muss.
    Das ist schon bitter.
    Aber Du hast mit einem Trinker an Deiner Seite keine Chance, Deine oder sogar Eure Träume zu verwirklichen.
    Es funzt einfach nicht. Der Alk wird da immer im Wege stehen.
    Und am Ende stehst Du nicht nur mit Deinen unerfüllten Träumen da, sondern wirst auch noch selbst krank, siehe Psychosomatische Erkrankungen.

    Opfere bitte nicht Dein Leben für andere Menschen, Du könntest ihnen damit sowieso nicht helfen.
    Schau jetzt lieber nach Dir, wie DU Hilfe bekommst und wie Dein Leben zufriedenstellend bis schön weiter gehen kann.
    Auch wenn es jetzt noch nicht so aussieht, Deine Welt kann auch wieder ganz bunt werden !

    Viel Kraft wünscht Dir Sunshine :wink:

    Zitat

    Ist es nicht ein großer Schritt überhaupt in eine stationäre Therapie zu gehen. Ich meine alleine das Getratsche in der Arbeit, Familie, Freunde etc. Es kann dich nicht sein, dass dieser Wille wieder komplett verschwunden ist?

    Hmmmm...ich kann das nicht aus eigenen Erfahrungen beantworten, denn ich hatte keine stationäre Therapie, sondern "nur" eine stationäre Entgiftung.
    Die allerdings so hart war, das ich sie nur gerade so überlebt habe.
    Ab da wußte ich mit Sicherheit, wo ich nie wieder hin will.

    Es kommt darauf an, was man wirklich will.
    Das hier spricht allerdings schon Bände:

    Zitat

    Nun sagt er, er kann sich nicht vorstellen zu leben ohne ab und zu einen Rausch zu haben.

    Die Vorstellung, nie wieder trinken zu "dürfen" ist für viele trocken werdende Alkoholiker sehr schwer.
    Besser wäre es, sich zu sagen "Heute trinke ich nicht" anstatt "ich darf nie wieder trinken".
    Dann ist das überschaubarer und nicht so angsteinflössend, finde ich.
    Und so kommt dann immer ein Tag dazu und daraus können dann Wochen, Monate und Jahre werden.
    So war es auch bei mir. Ich zählte anfangs sogar im Stunden-Takt, wie lange ich trocken bin. Und war auf jede einzelne Stunde schon stolz.

    Zitat

    Ich bin fassungslos, es sah alles so gut aus. er hat sich so gut angehört, war hochmotiviert. Dankbar den Schritt gegangen zu sein. Hat mir zum ersten Mal für alles gedankt und das ich noch da bin.
    Und jetzt schmeißt er alles hin, als ob nie etwas gewesen wäre.

    Ja, so ist das leider sehr oft, auch nach Therapien werden noch über 50 % rückfällig.
    Oft sogar sehr schnell. Manchmal wird schon auf dem Nachhauseweg wieder die erste Flasche aufgemacht.
    Ich kann Dir nicht genau sagen, was dann im Kopf vor sich geht, ich hatte bisher keinen Rückfall.
    Ich weiß nur, das es so ist.

    An Deinem Schreiben sehe ich, das Du Dich sehr involviert hast in die ganze Sache.
    Ich muss Dir allerdings sagen, das Du keinerlei Einfluss nehmen kannst und auch nie konntest.
    (Auch wenn Du das jetzt nicht so gern liest)
    Ein Trinker, der wieder trinken will, wird das auf jeden Fall tun.
    Da können Partner, Angehörige, Freunde und wer-weiß-wer tun was sie wollen.
    Das ist dann alles völlig uninteressant.

    Zitat

    Er wurde am ersten Abend wegen einer Lappalie rückfällig.


    Hm, glaube ich nicht. Der Plan, wieder zu saufen, stand da wahrscheinlich schon.
    Und dann wäre jeder "Grund" recht gewesen.
    Da reicht dann schon ein falsches Wort, oder das schlechte Wetter, oder das gute Wetter oder in China is n Sack Reis umgefallen.
    Alles ist recht. Hauptsache wieder Saufen.

    Zitat

    Er fühlt sich auf der Verstandsseite von mir verstanden, aber nicht auf der Gefühlsebene!!?? Was hab ich dann eigentlich die ganze Zeit gemacht??


    Das verstehe ich grad nicht ganz, kannst Du das nochmal genauer erläutern, was Du damit meinst?

    LG Sunshine

    Hallo jcar,

    Willkommen im Forum.
    Also ich denke, die negativen Eigenschaften verstärken sich noch unter Alkoholeinfluss.
    Aber sie sind auch so da.
    Von daher gesehen macht die Trockenheit auch selten aus nem Saulus nen Paulus :wink:

    Zitat

    Wir hatten soviele Träume zusammen .. es ist furchtbar alles so annehmen zu müssen. Man möchte ihn rütteln bis es endlich in seinem Kopf schnackelt.

    Manchmal fällt es schwerer, den eigenen Traum aufzugeben als den anderen Menschen.
    Wenn man mal ganz ehrlich ist :wink:
    Man hat sich da was zurechtgebastelt, wie alles sein soll und dann klappt nix davon wirklich. :(
    Und man muss am Ende seinen eigenen Lebenstraum aufgeben.
    Dann entsteht auch erstmal eine große Leere. Denn wer hat schon immer nen Plan B in der Tasche, wenn es um sowas geht? :?

    Zitat

    Und natürlich klammert man sich auch an den letzten Funken Hoffnung, dass die endgültige Trennung ihn vielleicht doch wach rüttelt.


    Hmmm... eine geringe Chance mag es da tatsächlich geben... mehr aber auch nicht.
    Ich glaube, es gibt eher wenige Fälle, bei denen das funktioniert.
    Möchtest Du wirklich darauf hoffen und warten?
    Oder nicht mal lieber das Leben AKTIV in die eigenen Hände nehmen?
    Denn Warten und Hoffen ist ja eher was sehr passives. Und hängt vor allem von anderen Menschen ab.
    Also ich möchte davon nicht abhängig sein wollen, sondern lieber selbst gestalten.

    LG Sunshine (Trockene Alkoholikerin)

    Ach so... und noch was... wenn es Dich tröstet: :wink:

    Die Neue wird die gleichen Probleme mit Deinem XY bekommen, denn Alkoholabhängigkeit kann auch durch einen neuen Partner nicht geheilt werden.
    Da kann die Neue auch so gut auf ihn "aufpassen" wie sie will.
    Ein Alkoholiker MUSS trinken, er kann das nicht mehr kontrollieren.
    Und jemand anderes kann es ebenfalls nicht kontrollieren.

    Es kann auch so sein, das er wirklich glaubt, was er Dir erzählt.
    Das alles so viel besser mit der Neuen ist. Er empfindet das sicher auch so.
    Denn die kennt nicht seine Vorgeschichte. Kennt sich vielleicht überhaupt nicht mit der Alkoholkrankheit aus.
    So bleibt er von "Meckereien" erstmal verschont.
    Aber das wird kaum so bleiben... denn die Sauferei wird auch wieder schlimmer werden, ein Alkoholiker KANN NICHT dauerhaft seinen Alkoholkonsum kontrollieren.
    Das macht ja gerade unsere Krankheit aus, ist eines der auffälligsten Symptome.
    Also wird sie auch bald merken, was wirklich los ist.
    Und darum ist sie dann ganz sicher nicht zu beneiden. Mir würde sie eher leid tun, und das meine ich völlig ernst !

    Malediven hin-oder her... drauf geschis**en... wahrscheinlich wird er sich dort schon mehrmals die komplette Breitseite verpassen.
    (Urlaub... muss doch gefeiert werden... hoch die Tassen etc.pp)
    Und dann beginnt der nackte Horror wieder... da hilft dann auch keine noch so schöne Palmeninsel im Indischen Ozean.
    Und wenn er dort noch nicht trinkt, weil auf den Malediven alkoholische Driks bekanntlich sauteuer sind,
    dann wird er sich wieder Zuhause die Breitseite verpassen, weil er doch so viel "entbehren" musste.
    So funzt nun mal die Alkoholikerbirne.

    LG Sunshine (Alkoholikerin, 15 Jahre trocken)

    Hallo Sunny, Du schreibst:

    Zitat

    Warum macht er sowas, er weiß doch wie weh mir das tut? Ich habe ihm gesagt, das ich ihm nie - wenn ich jemanden kennen lernen würde - sagen würde, dass der Neue so toll ist, nicht säuft, sich mit mir toll unterhalten kann und so wunderbar ist. Und ich würde ihn garantiert nie anrufen wegen einem verdammten Koffer sondern erst mal selber nachsehen. Für mich kam das wie Absicht vor! Wobei ich nicht glaube das er mir absichtlich weh tun würde. Warum tut er sowas?

    Du bist Du und er ist nun mal er.
    Warum erwartest Du von jemand anderen, das er sich verhält, wie Du Dich verhalten würdest?
    Versteh ich nicht.
    Dein Ex muss sich doch nicht so verhalten, wie Du es gern hättest.

    Zitat


    Im November werde ich jetzt die ganze Zeit daran denken wie schön die beiden es sich machen werden...


    Tja, das ist dann aber DEIN Problem.
    Du könntest ja auch selbst was schönes machen, für DICH.
    So wie lütte69 es auch schon schreibt.
    Dein Ex ist nicht für Dein Wohlbefinden zuständig, das ist nämlich niemand außer Du (auch kein zukünftiger Partner ist dafür verantwortlich !)

    Sunny, balle mal bitte Deine beiden Hände ganz fest zu zwei Fäusten, so als ob Du in einen Sandsack hauen wolltest...oder um etwas ganz dolle fest zu halten.
    Und dann öffne mal Deine beiden Hände und halte sie ganz ohne Anspannung vor Dich.
    Was hat Dich mehr Kraft gekostet, das Festhalten oder das Loslassen?
    Genau so ist es auch, wenn man jemanden nicht gehen lassen kann/gehen lassen will. :wink:
    Dann hältst Du immer krampfhaft fest und steckst da immer wieder sehr viel Kraft rein.
    Öffnest Du aber die Hände, benötigst Du keine Kraft mehr.
    Loslassen ist also immer besser für den persönlichen "Energiehaushalt" als krampfhaft festzuhalten.

    LG Sunshine

    Zitat


    Ich hab ihm heute die Verantwortung für eine Entscheidung, die ICH FÜR IHN treffen sollte, schön zurückgegeben...
    ohne Streit oder Vorwürfe oder Kommentare...vielleicht ein kleiner Fortschritt.

    Liebe Elahase, das ist ganz bestimmt ein Fortschritt!
    Du wirst lachen (obwohl all sowas ja kein bisschen zum Lachen ist) aber ich habe gestern Abend genau das Gleiche getan.
    Zwar nicht bei meinem Partner, sondern bei jemand anderen Nahestehenden.
    Und es ging mir GUT danach, nicht schlecht.
    Ich wurde da auch mehrmals vor einen Karren gespannt, der nicht meiner ist.
    Und ich war auch erst hilfsbereit.
    Bis ich merkte, das ich benutzt werde.
    Und sehr viel Kraft dabei verliere.
    Ich habe mich gestern danach auf eine Art befreit gefühlt, und war auch stolz auf mich, diesen Schritt getan zu haben.
    Von daher glaube ich ganz fest daran, das es auch bei Dir ein Schritt war... und vielleicht gar nicht mal ein kleiner.
    Und ich denke, wenn man das erst einmal gemacht hat, dann kann man es auch wieder :)

    Zitat

    Darum scheue ich auch nicht den Weg zum Therapeuten, um auf diesem Scherbenhaufen nicht stehenzubleiben und hoffentlich gestärkt aus dieser Situation hervorzugehen.


    Sehr gut.
    Man muss nicht alles allein schaffen und ich finde es gut, das Du Dir Hilfe dabei suchst.

    Zitat

    Natürlich versinke ich im Selbstmitleid und natürlich bin ich gekränkt und eifersüchtig, da hast du völlig Recht.


    Das verstehe ich auch gut und ich halte das auch für menschlich, sich dann irgendwie auch "weggeworfen" zu fühlen.
    Sowas macht sehr traurig und fühlt auch zu Selbstzweifeln.
    Aber man kommt da auch wieder raus !
    Und wenn Du dabei Hilfe benötigst, dann ist das eben so.
    Hauptsache Du kommst da wieder raus.
    Und kannst dann wieder Dein eigenes Leben führen.

    Und ich sach Dir ma was... der andere behält ja sein Problem (beispielsweise in euren Fall die Sauferei)...und nimmt es auch mit in die neue Beziehung.
    Die neue Partnerin ist darum auch überhaupt nicht zu beneiden.
    Denn ein nasser Alkie wird IMMER versuchen, die Verantwortung von sich wegzuschieben, egal für was.
    Und all die anderen Probleme, die mit der Alkoholsymptomatik zusammen hängen, bleiben ja ebenso.
    Du aber willst Dir helfen lassen, machst also Schritte heraus aus Deinem Leid.
    Somit gesehen bist Du ihm weit im Vorteil.
    Denn Du bist schon da, wo er noch "hin muss" oder wo er evtl. nie hinkommen wird... kann auch sein.

    LG Sunshine

    Hallo Elahase,
    ich las in einem anderen Thread folgendes von Dir:

    Zitat

    Ich hatte meinem Mann angeboten, gemeinsam den Scherbenhaufen wegzuräumen und zu schauen, ob darunter noch was ist...Zuerst wollte er das auch, jetzt ist die Neue da und er will es nicht mehr. Jetzt macht er einen auf superduper Patchworkfamilie während ich viel Geld für nen Therapeuten ausgebe....


    Hm, Dein Mann wollte aber nicht. Er hat sich für das Weitersaufen entschieden und auch für eine neue Partnerin.
    DAS DARF ER !!
    Er ist doch nicht Dein Eigentum !

    Du hättest Dich auch so entscheiden dürfen! Du hättest ebenso gehen können, bzw. viel früher (denn Du bist ja letztendlich gegangen)
    Wir leben hier in einem freien Land.
    Niemand wird hier in einer Beziehung gehalten, die er nicht möchte.
    Man darf sogar völlig ohne Gründe gehen, es sind keine Rechtfertigungen nötig, um eine Beziehung zu beenden.
    Macht aber kaum jemand, denn üblicherweise gibt es ja sehr wohl Gründe für eine Trennung.

    Du wälzt Dich hier gerad in Selbstmitleid, sorry.
    Nicht gut. Denn auch das kostet Dich Kraft und Energie.
    Zum Loslassen muss man übrigens "nur" die Hände aufmachen... zum Festhalten braucht man erheblich mehr Kraft.

    Dein Noch-Mann oder Ex-Mann (kenne gerade nicht den genauen Familienstand) hat sich nun mal so entschieden, wie er sich entschieden hat.
    Du kannst nun ewig in Selbstmitleid versinken, oder endlich DEIN neues Leben beginnen.
    Denn das ist ja wohl noch nicht passiert, noch sind ja alle Gedanken bei ihm.

    Zitat

    Das ist es vielleicht auch, was uns beide so ins Loch zieht...sie gehen einfach weiter, haben die Verantwortung für die Sauferei auf unseren Schultern abgeladen und machen sich ein schönes Leben.
    Wir hängen fest, weil wir glauben, was sie sagen: das sie nicht mehr trinken und wir alles falsch gesehen haben.

    Entschuldige bitte, aber niemand hat Dich gezwungen, bei dem ganzen Säuferdrama mitzumachen.
    Und es hat Dich auch niemand gezwungen, Verantwortung für einen erwachsenen Menschen zu übernehmen.
    Und er hat auch keine Verantwortung für Dich.
    Für die Gestaltung Deines Lebens bist Du ganz allen verantwortlich und kein anderer.
    Du darfst Dir auch ein schönes Leben machen !!
    Fang doch damit am besten so schnell wie möglich an.
    Lasse die Vergangeheit hinter Dir und schau mal nach vorn, anstatt immer nur zurück.
    Das Leben lebt sich nicht rückwärts.

    Und nochwas... ein CO ist auch immer selbst ein Mitwirkender bei dem ganzen Beziehungsdrama mit einem alkoholkranken Menschen.
    Solange man eine solche Beziehung aufrecht erhält, trägt man auch immer einen Teil zum "funktionieren" bei.
    Steigt einer aus, kommt das ganze so ins Wanken, das es nicht mehr funktioniert.

    Und Elahase, schau mal nach, ob da nicht auch ganz viel gekränkte Eitelkeit ist bei Dir...
    Wenn man gegen seinen Willen verlassen wird, wenn der andere eine Beziehung beendet
    und dann auch noch ne neue Partnerin hat, dann kratzt doch sowas ganz schon am Selbstwertgefühlt, nicht wahr?
    Wem ginge es damit denn gut?
    Und dann rutscht man auch leicht in dieses "ich arme Sau"-Gefühl hinein, normal.
    Nur darin auf ewig zu verharren, das wäre echt schlecht.
    Besser ist, aufzustehen, die Krone zu richten und weiter zu gehen.
    Das Leben geht trotz allem weiter... sowas ist nicht der Untergang der Welt, auch wenn es sich erstmal so anfühlt.

    Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, das es besser ist, zu verzeihen, als jemanden ewig was nachzutragen.
    Nicht dem anderen zuliebe....sondern am meissten mir selbst zuliebe. :wink:

    Loslassen... das eigene Leben in die Hand nehmen, anstatt im Selbstmitleid zu versinken... und wieder nach vorn schauen...
    das ist ein besserer Weg als das, was Du gerade tust.
    Ich weiß, dazu gehört auch Mut... und den wünsche ich Dir.
    Und wenn Du dann dem anderen am Ende vielleicht sogar verzeihern kannst, noch besser.
    Denn dann bist Du wirklich frei, auch von Wut und Hass.

    LG Sunshine

    Hallo Tuschii und Willkommen im Forum.

    Zitat

    Und noch im Krankenhaus widerrief er sein Versprechen...er schafft es auch ohne Terapie. Ich sagte ihm, wir können es versuchen.

    Wieso "wir können es versuchen", bist Du auch alkoholabhängig?
    Ansonsten hat da ein "wir" nix zu suchen, sorry.
    Denn Dein XY ist ganz allein dafür verantwortlich, etwas gegen seinen Alkoholmissbrauch/Alkoholsucht zu tun.
    Oder auch, es zu lassen.
    Damit hast Du nichts zu tun.
    Und lass Dich bei sowas mal auch gar nicht erst mit vor den Karren spannen.
    Das gibt nie was Gutes.

    Zitat

    Aber gestern hat er mir eröffnet, ich könne mich eigentlich gleich trennen, er hat nämlich nicht vor, sein Leben lang keinen Tropfen mehr zu trinken.
    Ein, zwei Bier ab und an, das wäre jawohl völlig ok.


    Ja, dann weißt Du ja Bescheid, wie der Hase laufen wird.
    Allerdings bleibt es sicher nicht bei 1-2 Bier ab und an, ein Alkoholiker kann sowas gar nicht.
    Denn könnten wir kontrolliert trinken, dann gäbe es doch gar nicht so viel alkoholkranke Menschen :wink:
    Den Mist brauchst Du also erst gar nicht zu glauben, das ist Quatsch.
    Die Sucht hat ihre eigenen Regeln, und kontrolliertes Trinken gehört ganz sicher NICHT dazu.

    Zitat

    Ich habe doch nur für mich entschieden, dass Alkohol in meinem Leben keinen Platz hat.


    Na das ist doch super.
    Dann heißt es jetzt nur noch, das Du zu Deiner Einstellung stehst und die nötigen Konsequenzen ziehst.
    Ich wünsche Dir sehr, das Du die Kraft dafür hast... und das möglichst zeitnah.
    Denn weiteres Verbleiben in so einer Beziehung kostet Dich auch immer weiter Kraft.
    Die Du viel besser in was anderes stecken könntest, beispielsweise in Dich selbst oder in Dinge, die Dir Freude machen.

    Zitat


    Warum fange ich schon wieder an, darüber nachzudenken, ob ich ungerecht bin!?


    Weil wir als nasse Alkoholiker ganz sicher hervorragend im Manipulieren anderer Menschen sind.
    Und weil eh immer alle anderen an allem schuld haben... nur wir selbst nie.

    Zitat

    Ich will mein Leben zurück. Und nicht mehr ständig für alles die Schuld kriegen.


    Dann nimm am besten beide Beine in die Hand und laufe so schnell es geht.
    Dann bekommst Du auch Dein Leben zurück.
    Ansonsten bleibst Du der Sündenbock für alles mögliche... sogar für das schlechte Wetter draussen und das Dein XY schon wieder saufen muss, gleich sowieso.

    LG Sunshine

    Hallo Elahase, ich bin trockene Alkoholikerin.
    Wie würdest Du folgendes finden:
    Ich würde sooo gern wieder trinken. Denn ganz so schlimm war es doch auch nicht.
    Im Gegenteil, ich habe so viel lustiges erlebt, wenn ich angeheitert war.
    (Ich verwende hier jezt mal absichtlich alle verharmlosenden Wörter wie beispielsweise "angeheitert".
    In Wirklichkeit ist eher peinlich und stockbesoffen gemeint)
    Und Ja, ich weiß doch nun, wie man trocken wird, ich kann ja jederzeit wieder aufhören.
    Und ich vermisse den Alk soooo sehr. Ich könnte es ja nun so machen, das ich mir ein Limit setze.
    Ich trinke sach ma nur 2 Flaschen Bier am Abend...und danach ist Schluss.
    Da habe ich keinen dicken Kopf, und kann mein Leben gut bewältigen.
    Das ist doch ne prima Sache...und alles wird gut.

    Würdest Du mir auch nur ein Wort davon glauben?? :wink:
    Wir (beide) wissen doch ganz genau, das ich in allerkürzester Zeit wieder voll an der Pulle hängen würde.
    Das ich gar nichts unter Kontrolle hätte und das auch GAR NICHTS wieder gut würde.
    Sondern es würde alles wieder ruck-zuck den Bach runter gehen.
    Vielleicht würde ich mich sogar innerhalb kürzester Zeit tot saufen.

    Meine Droge war der Alkohol. Deine ist ein Mensch. Nämlich Dein Ex.
    Ich vermute, Du leidest unter dem Entzug DEINER Droge.

    Zitat


    Aber es tut so weh, ich würde so gerne zum Telefon greifen und ihm erklären, warum ich nicht mitkomme, das ich ihn liebe und vermisse.


    Dann ruf ihn doch an. NIEMAND wird Dich daran hindern, auch niemand hier im Forum.
    Würde auch gar nix bringen. Wer wieder seiner Sucht frönen will, wird das so oder so tun. Da braucht man keine "Erlaubnis".
    Es würde Dir wahrscheinlich sogar ein Gefühl der Erleichterung verschaffen.
    So wie ein unfreiwillig Trockener, der wieder die erste Pulle aufmacht.
    Das bleibt aber nicht so... denn alles wird wieder seinen "gewohnten Gang" nehmen.
    Und dann fängst Du wieder fast von vorn an... sozusagen.

    Weißt Du, an was mich Dein Post noch erinnert?
    Daran, das es mitunter schwer ist, alte Gewohnheiten abzulegen.
    Man trauert ihnen manchmal noch länger hinterher, obwohl man weiß, das man richtige Entscheidungen getroffen hat.
    Mir ging es mal so, als ich meinen Beruf aufgab.
    Ich wußte, das ich mich richtig entschieden hatte, eine gute Abfindung erleichterte es auch sehr.
    Nun hätte ich endlich das tun können, was ich schon immer machen wollte.
    Trotzdem fiel ich nach einer gewissen Zeit in ein Loch.
    Mir fehlte der gewohnte Tagesablauf. Es war nicht der Job selbst, der fehlte.
    Sondern meine Gewohnheiten.
    Ich fühlte mich da öfters wie im freien Fall, mir fehlte der Halt und die Struktur, die mir mein Beruf auch bot.
    Das dauerte eine ganze Zeit, bis ich mir eine neue Struktur geschaffen hatte.
    Und während dieser Zeit fühlte sich vieles "falsch" für mich an, aus dem einfachen Grund, weil es mir ungewohnt war.
    Sogar heute, nachdem ich schon 8 Jahre aus meinem Beruf raus bin, gibt es nochmal ganz kurz das Gefühl, das es falsch ist, was ich tue.
    Daran sehe ich, wie sehr ich in den alten Gewohnheiten verwachsen war.

    Wie ist es bei Dir?
    Trauerst Du wirklich Deinen versoffenen Ex nach oder fehlt Dir einfach die Gewohnheit? Das alte... das alles wieder so sein soll wie früher?
    Denn auch CO-Beziehungen können ja einen gewissen Halt bieten.
    Sei da mal ganz ehrlich mit Dir.
    Und schau mal ganz genau hin, was alles NICHT GUT lief.
    Die ganzen Beleidigungen, all die Kränkungen, all die Tage, wo Dein Ex zu nix zu gebrauchen war aufgrund von Suff und Nachwirkungen...
    Denk nochmal an DEIN Leiden unter den Begleitsymptomen der Alkoholkrankheit in nassen Stadium.
    Möchtest Du das wirklich wieder haben?
    Denn wenn Du ihn wieder kontaktest und wieder seine Nähe suchst und er da mitmacht,
    dann wirst Du wieder genau das Gleiche erleben, was Du schon kennst.
    Und das weisst Du auch.

    Ich würde lieber ein neues Leben anfangen wollen, auch wenn sich erstmal vieles "falsch" anfühlen wird.
    Der Bauch folgt irgendwann dem Kopf :wink:

    Oder aber Du drehst eine erneute Runde mit ihm... denn nix anderes wird das ja.
    Du verlierst allerdings dabei wertvolle Lebenszeit. Und die gibt Dir auch niemand zurück.
    Ich für meinen Teil habe genug wertvolle Lebenszeit durch meine Sauferei verloren, der ich manchmal heute noch nachtrauere.
    Und Du ? Hast Du so reichlich davon, um sie derart sinnlos zu verschwenden?

    LG Sunshine

    Hallo Hull,

    Zitat

    Ich trinke seit knapp einem halben Jahr nichts mehr. Nach der Euphorie zu Beginn, rücken nun die ganzen negativen Erlebnisse in den Hintergrund und die vermeintlich positiven Erlebnisse im gemütlichen Beisammensein werden hervorgehoben.

    Hast Du eine Ahnung, woher das kommen könnte?
    Ich kann jetzt nur mal so ins Blaue schiessen... weil ich keine weiteren Anhaltspunkte habe.
    Hältst Du Dich öfters in Kreisen auf, in denen Alk konsumiert wird?
    Falls Ja, könntest Du dort den Eindruck bekommen, das Du was verpasst?
    Das Du auf etwas verzichten muss, was andere vermeintlich "unbeschwert genießen können"?
    Hast Du starke Verzichtsgedanken?

    Zitat


    Mal sind es Volksfeste, mal Gegenden bei Bekannten, meistens aber bin ich gegen meinen Willen betrunken und befinde mich im Zwiespalt.

    Derart waren meine Alk-Träume auch meist. Denn ich hatte auch welche...
    In letzter Zeit nicht mehr.... kann mich nicht erinnern, das ich in den letzten Jahren noch nen Alk-Traum hatte.
    Aber ich bin nun auch schon 15 Jahre trocken.
    Wäre das Thema da noch so im Vordergrund, würde ich wohl ernsthaft nachdenklich werden.
    Das wird also mit der Zeit wohl automatisch weniger.
    Vorausgesetzt, man ist zufrieden trocken, denke ich.

    Zitat

    Ich habe wohl auch deshalb dieses Thema eröffnet, um mich wieder in Selbstreflexion zu üben und um ähnliche Erfahrungen zu lesen.

    Deshalb sind wir anderen, auch die LZT, ja auch hier :wink:

    Ich möchte Dir auch nochmal den Erweiterten Bereich ans Herz legen, wenn Du intensiveren Austausch brauchst und suchst.
    Hier im Offenen tut sich ja nicht mehr allzuviel, habe ich das Gefühl. :?

    LG Sunshine

    Zitat

    Pflegerische Tätigkeiten sind nicht jedermanns Sache, besonders als
    Tochter eine extreme Herausforderung. Du musst das nicht tun, wenn
    du es nicht willst.

    Hallo Butterblume, ich möchte mich Emmas Worten anschließen.

    Erst einmal: Auch Alkoholkranke haben ein Recht auf ein menschenwürdiges Dasein.
    Alkoholismus ist eine KRANKHEIT, keine Willensschwäche.
    Und es schafft nun mal nicht jeder, sie zu stoppen.
    Das ist natürlich traurig und bitter, aber das Leben ist kein Wunschkonzert und andere Menschen sind wie sie sind.

    Und ganz ehrlich, ich möchte auf keinen Fall mal von einer Person gepflegt werden müssen, die das nicht freiwillig und gern tut.
    Ich hoffe, dieser Fall wird nie eintreten, aber als Realistin rechne ich trotzdem damit.

    Darum möchte ich Dir auch raten, Dich um ein vernünftiges Pflegeheim zu kümmen für die Mutter.
    Das ist dann sicher für alle das Beste.

    Und mal ganz allgemein, es ist immer so eine Sache, wenn Töchter die Mütter pflegen.
    Das artet ganz schnelle in komplette Aufopferung aus, wenn noch bestimmte persönliche Vorgeschichten dazu kommen.
    Ich kenne 2 Frauen, die dabei völlig ausgebrannt sind und am Ende selbst psychische und physische Unterstützung brauchten, weil sie fix und fertig waren.
    Entweder man möchte das machen, muss sich dann aber auch weitere Hilfe suchen, um das überhaupt zu schaffen.
    Da sollte dann alles ausgeschöpft werden, was man an zusätzlicher Unterstützung bekommen kann.
    Oder aber man sucht ein gutes Pflegeheim, wo sich der Betroffene auch wohl fühlen kann.

    Du möchtest das ja im Grunde nicht tun (die Mutter pflegen), weil da viel Abscheu gegen die Mutter ist.
    Vielleicht auch aus der Vergangenheit heraus, was ich ja auch stark vermute.
    Dann lass es bitte lieber, denn sowas ist auch für den Pfelegebedürftigen eine unerträgliche Situation.

    LG Sunshine

    Zitat

    Aber wehe ich würde mich trennen, da wäre ich die doofe.

    Besser die Doofe sein, als totunglücklich wegen dem Alkohol, der längst die Geliebtes Deines XY ist.

    Zitat

    Man fühlt sich so alleine . Mit niemanden kann man sich austauschen, weil die anderen das Problem nicht sehen oder nichts damit zu tun haben wollen.
    Also versucht man immer mehr die heile Welt nach außen hin aufrecht zu erhalten und sich niemanden mehr anzuvertrauen, weil diese zusätzlichen Enttäuschungen nur noch mehr Kraft kosten.

    Bitte mal das "man" durch "ich" ersetzen.
    DU machst das alles mit, nicht "man".
    Andere (Un-CO`s) wären längst gegangen, weil sie gerafft haben, das sie gegen den Alk keine Chance haben.
    Und sich lieber selbst (und die Kinder) schützen, anstatt auch noch krank zu werden.

    Zitat

    All die Jahre kam ich auch irgendwie damit klar und momentan merke ich, wie sehr mich das belastet und ich einfach genug habe.Kennt ihr das, wenn man sich manchmal einfach wünscht sich seine Kinder zu schnappen und einfach alles hinter sich zu lassen. Irgendwo komplett neu anfangen und endlich wieder unbeschwert leben Smilie aber mit Haus, Job etc. ist das leider nicht so einfach bzw auch umzusetzen.

    Vielleicht hast Du genug, weil es einfach genug ist?
    Weil DU WEISST, das sich nichts ändert, die Sache hoffnungslos ist.
    Und wer möchte schon resigniert und ohne Hoffnungen leben?
    Ich zumindest nicht.
    Du könntest die Sache hinter Dich lassen.
    Und wieder unbeschwert leben, in Ruhe mit den Kindern.
    Du willst aber nichts verändern, alles soll bleiben, wie es ist, und gefälligst von allein wieder gut werden.
    Daraus wird aber nichts, das kannst Du knicken.

    DU kannst Dich also entscheiden, wie DU weiter leben willst !
    Du kannst so weiter leben und auch noch krank werden.
    Oder Du bewegst Dich, führst gravierende Lebensveränderungen durch und nimmst Dein Leben selbst in die Hand.
    Die Entscheidung liegt allein bei Dir.

    Zitat

    Und egal wie man es anspricht, immer bin ich die Kranke und Wahrnehmungsgestörte.
    Und immer steht man alleine da. Der Partner sieht einen als Spinner an


    Und Du machst das Gleiche mit Deinen Kindern !
    Falls Du nicht offen über die Alkoholkrankheit ihres Vaters mit ihnen sprichst)
    Sie MERKEN sowieso, das was nicht stimmt.
    Das merken sogar schon Kinder, die das noch gar nicht genau benennen können, was eigentlich los ist.
    Wenn die Mutter den Kinder was vorspielt, ne heile Welt, die nicht exixtiert, dann untergräbst Du damit auch die Wahrnehmungen eines Kindes.
    Und die fühlen sich irgendwann dann genau so wie Du.
    Toll, ne?

    Ich möchte jedem CO mal dringend ans Herz legen, im EKA-Bereich zu lesen, wenn Kinder da sind.
    Wenn ein Erwachsener sein Leben gern nem nassen Alkie opfern will, dann bitteschön.
    Sind ja alles erwachsene Leute, auch wenn das mit Sicherheit nicht gesund ist.
    Kinder können sich aber noch nicht wehren, können nicht gehen, müssen das ganze Elend auch noch mit ertragen.
    Und sag mir nicht, Deine Kinder merken nix.
    Das ist NIE so.

    Ich schätze aber, das Lesen im EKA -Bereich wird lieber vermieden, denn ansonsten müsste man ja mal in die Handlung kommen.
    BLOSS NICHT !! :roll:
    Denn dann könnte man ja nicht mehr so weitermachen wie gehabt... wie unbequem.

    Übrigens, jeder Alkoholiker, der trocken leben will, muss auch Lebensveränderungen durchführen, die nicht besonders bequem erscheinen und mitunter auch erstmal nicht bequem sind.
    Denke also nicht, Alkoholiker hätten keine Ahnung, wie es ist, Lebensveränderungen durchführen zu müssen und Zukunftsängste zu haben.

    LG Sunshine
    (trockene Alkoholikerin)

    Liebes Julchen,

    Zitat

    Er ist eigentlich eine echte Intelligenzbestie und hat so ein gut funktionierendes Hirn

    Sucht hat mit Logik und Verstand oder Intelligenz so gar nichts zu tun.
    Ich kannte einen brillianten Denker und einen anderen Menschen mit unglaublich schneller Auffassungsgabe, die dem Alkohol verfielen.
    Ich möchte Dir lieber nicht näher beschreiben, was aus ihnen geworden ist.
    Sie haben den Absprung nicht geschafft.
    Es fing so harmlos an, erst mit Partys, viele "lustige" Beisammensein, immer mit Alktrinken verbunden... irgendwann wurde auch schon vormittags gebechert. etc.pp.
    Ich war mehrmals dabei... habe auch mitgemacht.
    Heute ist bei den beiden besagten Personen leider nichts mehr von der Intelligenz zu spüren, es ist zum heulen ! :(
    Ein Dritter, den ich noch aus der Schulzeit kannte, und dem ich auch eine hohe Intelligenz zuschrieb, ist mittlerweile gestorben.
    Er war am Ende schizophren und ein körperliches Wrack, und die letzten Jahre hat er zum größten Teil in der Geschlossenen Psychiatrie verbracht.

    Zitat

    Ich werde heute Abend nochmal mit ihm sprechen...


    Ja, das mache mal. Er sollte dabei aber halbwegs nüchtern sein.
    Denn wirklich nüchtern ist man ja erst, wenn man mal 7-10 Tage gar keinen Alk getrunken hat, eher nicht.
    Der Alk ist noch lange im Körper, wenn auch nicht mehr akut im Blut messbar.
    Versuche Dein Glück...ich drücke Dir die Daumen !

    Drohe aber keine Konsequenzen an, die Du im Endeffekt nicht halten kannst.
    Denn damit machst Du Dich sehr unglaubwürdig.
    Alkoholiker springen auf sowas gut an, dann wissen wir ja insgeheim dann, das der andere nur redet und nicht handelt.
    Und meist kann man sich darauf sehr gut verlassen. Und weiter saufen.
    Oder, wenn noch möglich, trinkt man dann mal 2-3 Tage nichts (oder meist heimlich weiter), bis sich die Wogen wieder etwas geglättet haben.
    Und dann heißt es wieder "Hoch die Tassen" :?

    Und last but not least... Alkoholiker wollen normalerweise nicht vorsätzlich den Partner kränken
    (im wahrsten Sinne des Wortes, merke ich gerade, wir wollen ja nicht den anderen mit-krank) machen.
    Es ist vor allem die Sucht, die uns so rücksichtslos handeln lässt.
    (Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel :? )
    Sein Trinken hat also nichts mit Dir zu tun.
    Wenn er abhängig trinkt, dann kann er nicht mehr anders.
    Und benötigt ärztliche und weitere Hilfe.

    LG Sunshine

    Hallo Julchen,
    ich sehe keinen Leidensdruck bei Deinem Partner.
    Bisschen "Gemecker" und "Generve" von der Partnerin nehmen wir als nasse Alkoholiker in Kauf. Das juckt uns noch nicht wirklich.
    Und als nichts anderes empfinden wir das auch.
    Wir reagieren nicht mal auf Vorwürfe, Weinen, Drohen und was es sonst noch so alles gäbe.
    Dein Partner hat schon allein bei Ansprechen den Problems n Wutanfall bekommen.
    Würde so ein Mensch reagieren, der kein Problem mit dem Alk hat, sach ma ehrlich?

    Ich denke, Dein Empfinden ist völlig okay, Du siehst keine Gespenster, sondern die unangenehme Realität.
    Sicher sind wir hier keine Ärzte, aber Alkoholmissbrauch liegt wohl zumindest vor.
    Daraus entwickelt sich häufig eine Alkoholabhängigkeit.
    Ich tippe aber mal eher drauf, das Dein XY sich längst in der Suchtspirale befindet.
    Und ab dann geht es nur noch bergab.
    Das wird von allein nicht wieder besser.
    Aufwärts ginge es erst wieder, wenn er die Sucht stoppen könnte (und vor allem auch WOLLTE).

    Du hast hier schon einiges gelesen, dann weißt Du auch, wie das voraussichtlich weiter geht.
    Ein Leben mit einem Alkoholabhängigen, der sich in der nassen Phase seiner Krankheit befindet, ist auch für Angehörige ein Leid.
    Für den Betroffenen allerdings auch.
    Denn es ist nun mal eine Krankheit und Krankheiten sind selten lustig.

    Ich weiß, das mein Tipp nichts helfen wird, denn meist wird noch lange angewartet, bis endlich gehandelt wird.
    Ich gebe ihn trotzdem :wink:
    Ich würde die Alkoholproblemtik noch einmal ansprechen mit entsprechenden Hinweis darauf, das es noch eine Chance gäbe, wenn er sich professionelle Hilfe sucht.
    Ich gehe hierbei allerdings leider nicht von einer Einsicht aus, denn er meint ja, das noch alles im grünen Bereich ist.
    Von daher wird es wohl kaum eine positive Reaktion geben.
    Sollte das der Fall sein, kann ich Dir nur ganz dringend raten, die Beziehung so schnell wie möglich zu beenden.
    Es sei denn, Du möchtest noch viel Jahre lang leiden und im Endeffekt evtl. selbst psychosomatisch erkranken.

    Kein schöner Tipp, ich weiß... wo ihr gerade anfangt, etwas gemeinsames aufzubauen.
    Nur kann ein Trinker leider kein solides Fundament für auch nur irgendwas bieten :(

    Was mir noch auffällt: Du schreibst mehr über ihn als über Dich.
    Hier ist es im Grunde ganz egal, was und wieviel er trinkt.
    DU bist hier her gekommen, weil DU Hilfe möchtest, oder?
    Darum sollte es hier auch um DICH gehen und nicht um ihn.
    Ihm kannst Du sowieso nicht helfen, das sollte Dir klar sein. Aber Dir selbst kannst Du helfen !

    LG Sunshine