Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Thalia,

    ich bin seit 15 Jahren trocken und habe ganz und gar nicht das Gefühl, auf einem Pulverfass zu sitzen.
    Ich vertraue darauf, das ich mir in der Zeit eine stabile Trockenheit aufgebaut habe.
    Und die hat ihre Festigkeit schon einige Male bewiesen, als mich nicht einfach zu verdauende Schicksalsschläge trafen.
    Ich habe in diesen Situationen nicht mehr zur Flasche greifen müssen, es kamen nicht mal Gedanken daran.
    Wieder zu saufen ist keine Option für mich und ich hoffe und denke, das es auch so bleibt.
    Ich habe mir mein trockenes Leben selbst und auch mit Hilfe aufgebaut und ich habe keinen Bock, alles wieder kaputt zu machen.
    Meine Entgiftung war außerdem sehr hart und ich möchte sowas nie wieder erleben müssen.

    Ich könnte es mir auch gar nicht vorstellen, wie ich das hinbekommen sollte, wenn ich mich dauernd wie auf einem Pulverfass fühlen würde?
    Das wäre für mich kein erstrebenswertes Leben gewesen, das wäre ja innerlicher Stress pur.
    Nein, so habe ich das glücklicherweise noch nie empfunden.

    Zwischen meinem damaligen Partner und heutigen Ehemann gabe es natürlich Gespräche über meine Alkoholkrankheit nach der Entgiftung.
    Ich habe ihn auch unter anderen gefragt, ob er mir denn überhaupt verzeihen kann, denn ich war im Suff mehrmals verbal sehr aggressiv geworden.
    Er sagte mir daraufhin "ich habe Dir an dem Tag schon alles verziehen, als Du in die Entgiftung gingst"
    Diese Worte werde ich wohl nie vergessen.
    Und es war dann auch wirklich so, es wurde von seiner Seite aus nie wieder über Vorfälle aus Saufzeiten gesprochen.
    Er war aber immer ansprechbar, wenn ich darüber sprechen wollte.
    Wir haben einige Jahre nach der Entgiftung dann geheiratet.
    Ich denke nicht, das mein Mann das getan hätte, wenn er das Gefühl gehabt hätte, das er sich damit auf ein Pulverfass begibt.
    Neee... war echt nich so, mein Mann hat mir im Grunde schon gleich nach der Entgiftung wieder zu einem großen Teil vertraut.
    Vielleicht war er damit blauäugig, aber es war nun mal so.
    Ich war natürlich froh darüber.
    Und mit der Zeit hatte ich auch wieder sein vollstes Vertrauen.
    Ich habe ihn mal gefragt, ob er denn nie Angst hatte, das ich wieder trinke?
    Er verneinte das und meinte auch, das er nicht denke, das ich nochmal so eine Entgiftung haben möchte.
    (Es stand damals auf Messers Schneide, ob ich die Entgiftung überhaupt überlebe).

    Ich muss noch ergänzend dazu erwähnen, weder meinem Mann noch mir war zum damaligen Zeitpunkt die hohe Rückfallquote bekannt.
    Und vielleicht war das für uns auch ganz gut so.

    Zitat

    Mein Vertrauen zu mir selbst ist zutiefst erschüttert gewesen, aber langsam baue ich wieder welches auf.
    Ist das blauäugig? Verkenne ich damit das Wesen der Sucht?
    Oder geht es nur so, durch Wiederaufbau von Vertrauen.

    Ich persönlich halte das nicht für blauäugig, sondern für notwendig.
    Wie soll ich ein trockenes Leben führen, wenn ich mir selbst nicht mal übern Weg traue?
    Ich erlaube mir, mir selbst wieder ganz zu vertrauen.
    Ich WEISS, das ich alkoholkrank bin und das auch immer bleiben werde.
    (Und um 15 Jahre lang ein zufriedenes, trockenes Leben führen zu können, kann ich wohl nicht alles ganz verkehrt gemacht haben :wink: )
    Ich bin alkoholkrank, aber ich bin auch noch ein ganz normaler MENSCH !
    Ich definiere mich nicht über meine Krankheit. Sie ist "nur" ein Teil von mir.

    LG Sunshine

    Hallo Jessica,
    hier mal der link zu "unseren" Grundbausteinen, viellecht magst Du Dich da mal einlesen?
    Dann verstehst Du vielleicht auch meine Reaktion besser.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Die Grundbausteine sind übrigens keine "Forenerfindung", ich kenne sie so beispielsweise auch aus meiner ehemaligen realen Gruppe.

    Ab wann ist man Alkoholiker?
    Ich denke, das ist man ab dann, wo man abhängig trinkt.
    Und das kann man ja nur allein beurteilen, denn niemand anderes weiß wirklich, wie es in einem drin aussieht.
    Von der Trinkmenge ist das nicht unbedingt abhängig.

    Zitat

    Wenn man hier gleich so negativ aufgenommen wird, frage ich mich ob ich wirklich hier richtig aufgehoben bin.

    Ich sags mal so... wenn Du Deinen Weg in die Trockenheit so weitergehen willst wie bisher,
    dann hast Du hier wahrscheinlich keinen wirklich leichten Stand aufgrund von starkem Gegenwind.
    Denn hier leben die meissten der Langzeittrockenen mehr oder weniger nach den Grundbausteinen, wenn ich das richtig beurteilen kann.
    Sie haben sich bewährt und damit kann man sich gut eine stabile Trockenheit aufbauen.
    Alkoholfreien Sekt oder alkoholfreies Bier zu trinken gehört beispielsweise wohl hier für niemanden zu einem trockenen Leben.
    Wäre ja auch keins, denn wie schon erwähnt, enthalten diese Getränke geringe Mengen Alkohol.
    Desweiteren kommt hinzu, das diese Getränke enorm triggern können, sich wieder "richtigen " Alkohol zu besorgen.
    Das wurde hier aber schon ausgeführt, also erspare ich mir diese Erklärung.

    Ich weiß nicht, ob man in einem Forum "richtig" ist (bzw. sich hier überhaupt wohl fühlen wird), wenn der eigene Weg in die Trockenheit so stark von den Ratschlägen/Erfahrungen von LZT abweicht.
    Das gibt ja dauernd neue Reibereien und wer hat schon großen Bock auf sowas?

    Im Endeffekt musst Du selbst wissen, was Du tust.
    Wenn Du bereit bist, Erfahrungen von LZT für Dich anzunehmen, und grundlegende Lebensveränderungen
    durchzuführen, bist Du hier sicher richtig.
    Wenn Du aber meinst, alkoholfreier Sekt und Bier gehört beispielsweise zu einem trockenen Leben und das sei völlig unbedenklich,
    dann denke ich wirklich, das Du hier "falsch" bist.
    Denn wir hier wollen ja gar keinen Alkohol mehr zu uns nehmen.

    Es tut mir wirklich leid, das Deine Mutter an Leberzirrhose gestorben ist.

    Umso weniger verstehe ich allerdings, wie man trotzdem einen kalten Entzug starten kann, wenn man sich doch mit der Materie beschäftigt hat?
    Oder eben der Meinung ist, das alkoholfreies Bier und alkoholfreier Sekt völlig okay sind für "trockene" Alkoholiker...
    So, ich habe nun aber wirklich genug auf dieser Nummer rumgehackt mit den alkoholfreien Bier/Sekt.
    Nu muss auch mal gut sein.

    Ich möchte Dir einfach erstmal nur die Grundbausteine ans Herz legen und es wäre schön, wenn Du Dich nach der Lektüre wieder meldest.
    Vielleicht hast Du einiges nur nicht gewußt oder noch nicht drüber nachgedacht... kann ja auch sein :wink:

    Gruß Sunshine

    Hallo Jessica,
    so wie ich das lese, hat das, was Du machst, für mich mit einem trockenen Leben rein gar nix zu tun.
    Alkoholfreies Bier enthält meines Wissens nach übrigens geringe Mengen Alkohol.

    Für mich ist es absolut keine Stärke, mich in Gesellschaft trinkender Menschen aufzuhalten.
    Ich feiere auch Geburtstage, aber sicher gibt es da für niemanden Alkohol.
    Gab es auf Deinem Geburtstag für die anderen Gäste Alkohol?

    Deine weiteren Ausführungen zeigen mir auch, das Du Dich mit Deiner Krankheit bisher Null auseinander gesetzt hat.
    (BTW, siehst Du Dich denn überhaupt als Alkoholikerin? Denn für diese Menschen ist dieses Forum gedacht)
    Ist kein Problem, jeder fängt mal irgendwo an.
    Ich lese aber auch heraus, das Du gern alles so lassen möchtest, wie es ist.
    Nur das Du nicht mehr trinken willst.
    Das hat bisher bei den wenigsten zu einer dauerhaftes Trockenheit geführt.

    Kennst Du eigentlich unsere Grundbausteine und kannst Du Dir vorgestellen, danach ein wirklich trockenes Leben zu führen?

    Zitat

    Ich weis, dass man sehr schnell wieder zurückfallen kann in alte Gewohnheiten, das will ich aber nicht. ICh habe meine Ernährung komplett umgestellt. Koche frisch, backe Brot selber, gehe früh schlafen und mutiere zum schlimmen Spießer..


    Unserer Krankheit ist nicht nur über den Verstand und dem Willen zu steuern.
    Wäre das so, dann wäre hier kaum einer Alkoholiker geworden.
    So läuft die Nummer also nicht.
    Und Dein neues, gesünderes Leben ist auch kein Garant für Trockenheit.
    Höchstens ein "nice to have".
    Das Suchtgedächtnis schlägt mitunter absonderliche Kapriolen.
    Da möchte ich für mich lieber von vornherein erfolgreichere Methoden anwenden, und das tue ich auch heute noch.

    Ich habe nichts von dem getan, was Du beschreibst.
    Ich habe mich von vornherein an die Grundbausteine gehalten, rein aus dem Gefühl schon heraus, ehe ich sie überhaupt kannte.
    MIR war klar, das ich in einer Gesellschaft, wo Alkohol ganz selbstverständlich dazu gehört, nichts mehr zu suchen habe.
    Habe schon lange einen weitestgehenden alkoholfreien Bekanntenkreis.
    Und in meiner Gegenwart trinkt sicher niemand Alkohol.
    Ich bin übrigens seit über 15 Jahren trocken.
    Da werde ich wohl irgendwas richtig gemacht haben, sonst wäre ich kaum soweit gekommen. :wink:

    Zitat

    Am schlimmsten empfinde ich eigentlich diese Unverständlichkeit von vielen Menschen (nicht meine Freunde) sondern von den Kollegen, die das nicht verstehen, dass ich nichts trinke.


    Interessiert mich nicht die Bohne, was andere Leute meinen.
    Ist mir auch latte, ob sie verstehen, warum ich nix trinke. Warum sollte mich sowas auch interessieren?
    Ich bin nicht andere und sie sind nicht ich.

    Zitat

    von jetzt auf gleich aufzuhören, schafft wirklich nicht jeder und ja, die ersten Abende habe ich wirklich da gesessen und Lust verspürt oder auch geschwitzt, aber kein Zittern oder so bekommen. Ich habe halt einen guten Schutzengel gehabt bis hier her.

    Wahnsinnig toll, Du bist ja echt die GRÖSSTE ! :roll:
    Du bist unglaublich leichtsinnig gewesen, kalt zu entziehen.
    Ich hoffe nur, das liest niemand, der das nachmachen möchte und dabei zu Schaden kommt.
    Ein kalter Entzug kann tödlich enden und ich für meinen Teil möchte nicht, das hier sowas propagiert wird.
    Schutzengel... aha... so ein Blödsinn, sorry.

    So, das solls von meiner Seite auch gleich gewesen sein.
    Lies Dir mal bitte die Grundbausteine durch und denk mal drüber nach, ob das hier überhaupt das richtige Forum ist für Dich.
    Ich habe da arge Zweifel... aber vielleichgt irre ich mich ja auch.

    Ich klinke mich evtl. mal wieder ein, wenn ich von Dir lese, das Du ein wirklich trockenes Leben ansteuerst.

    Bis dahin vielleicht...
    Gruß Sunshine

    Hallo Ganja und Willkommen hier im Forum !

    Zitat


    Sehr hart ist die Erkenntnis, was für ein seltsames Luftschloss ich mir da mit ihm zusammengeschustert habe.
    Ob das wirklich auch eine Liebesbeziehung von seiner Seite aus war. Einerseits glaube ich schon, dass er mich liebt, aber er ist so was von nicht in der Lage, Bedürfnisse anderer wahrzunehmen.
    Auch das tut jedesmal so unendlich weh, nicht wahrgenommen zu werden, das, was mir wichtig ist, wird immer wortlos übergangen.
    Es tut noch mehr weh zu sehen, wie er Versprechen an die Kinder nicht einhält, deren Enttäuschung zu sehen und aufzufangen.

    Ich kann nur als trockene Alkoholikerin antworten.
    Ich halte nasse Alkoholiker für nicht bzw.- nur eingeschränkt liebesfähig.
    Denn es geht so viel durch den Alk kaputt. Auch die Fähigkeit, die Bedürfnisse anderer Menschen überhaupt zu sehen (sehen zu wollen), ist stark eingeschränkt.
    Ein abhängig Trinkender dreht sich nur noch um sich selbst und seine Sucht.
    Und die schreit immer wieder sehr laut, um befriedigt zu werden.
    Am Ende drehen sich alles Gedanken nur noch um die Alkbeschaffung, das Saufen selbst und die (manchmal heimliche) Entsorgung der Pullen.
    Das wird irgendwann zum Fulltime-Job, alles andere läuft nur noch so nebenbei, auch die Familie, der Partner.

    Ich habe auch viele Versprechungen nicht gehalten, nicht halten können, weil ich zu besoffen war.
    Ich habe damit andere Menschen sicher auch traurig gemacht und immer wieder enttäuscht.
    Das ist allerdings typisch für unserer Krankheit im nassen Stadium.
    Und wie es meinen Partner mit mir und meinem Alkoholmissbrauch ging, das WOLLTE ich doch überhaupt nicht wissen.
    Dann hätte ich ja handeln müssen.
    Ich glaube überhaupt, das alles weggeschoben wird, was einem zum handeln zwingen könnte.
    Und zwar, solange es geht. Da muss erst richtiger innerlicher Leidensdruck her, das ist zumindest meine Meinung.

    Und Ja, ein CO baut oft merkwürdige Luftschlösser auf.
    Und manchmal, bzw. wohl sehr oft ist es so, das dieses Luftschloss, dieser Lebensplan nicht aufgegeben werden mag.
    Es geht gar nicht immer nur um den nassen Alkie selbst, sondern auch darum, das man seinen eigenen Lebensplan partout nicht aufgeben will.
    Leider führt der aber unweigerlich in eine Sackgasse mit einem abhängigen Trinker.
    Es wird dann immer viel von "Liebe" und "Seelenverwandtschaft" und "in guten wie in bösen Zeiten" geschrieben...
    aber oft geht es schlicht und ergreifend einfach nur darum, seinen eigenen Lebensplan nicht aufgeben zu wollen.
    Und Existenzängste und Angst vorm Alleinsein kommen auch sehr oft noch dazu.
    Und so wird immer weiter an der unglückseligen Beziehung festgehalten.

    Gut, das Du da aussteigen willst und RESPEKT !
    Denn das Leben mit einem Säufer ist eine Qual und wird letztendlich den CO ebenso krank machen wie den Säufer.
    Ich schreibe jetzt absichtlich mal "Säufer", denn ich mag keine Verharmlosungen.
    Alkoholiker trinken nun mal kein Feierabendbierchen, um sich dann der Famile oder Hobbys oder sonstwas zu widmen.
    Nein, sie SAUFEN und nix anderes.

    LG Sunshine

    Hallo Carl Friedrich,

    Den Beitrag, den Du bei Bretone geschrieben hast, kann ich nur zu 100% unterschreiben.
    Hätte ja auch original 1:1 von mir so stammen können :lol:

    Ich freue mich immer noch darüber, wie gut Du Deinen Weg in die Trockenheit gegangen bist.
    Mir ist klar, das Du ein höchst intelligenter Mensch bist, und trotzdem hast Du Dich nach einigen Diskussionen auf die Grundbausteine einlassen.
    Du hast einfach mal auf die Erfahrungen anderer gebaut, die schon da sind, wo Du gern hin möchtest.
    Und nun bist Du auch schon längst dort.
    Du hast ein zufriedenes, trockenes Leben, so lese ich das zumindest heraus.
    Und wenn das nix is, weiß ich auch nich...

    Ich habe ja Deinen Weg auch von Anfang mit begleitet...und das war sehr schön und eine wertvolle Erfahrung für mich.

    Da bleibt ja nur noch zu sagen: Weiter so !!

    LG Sunshine

    Liebe Calida,
    ich freue mich, das so zu lesen:

    Zitat

    Es ist jetzt der dritte Sommer für mich ohne Alkohol. Und ich stelle fest: diese allgemeinen Verlockungen, die vor zwei Jahren definitiv welche für mich waren, wie Feste und allerlei - das spielt für mich überhaupt keine Rolle mehr. Es interessiert mich nicht und ich habe inzwischen so viele andere Interessen, so dass ich nicht mal auf die Idee komme, zu so etwas hinzugehen.

    Vieles ist einfach auch ne Entwicklungssache.
    Nur leider wollen sich viele hier einfach nicht drauf einlassen, unsere Grundbausteine einzuhalten, weil sie sie als Einschränkung empfinden.
    Und das finde ich dann immer recht dumm... denn was hat man denn noch zu verlieren?
    Hier meldet sich doch keiner an, der das Alk-Trinken noch lustig findet und so weitermachen möchte.
    Das Leiden ist doch längst da.
    Warum also nicht mal das tun, was anderen zu einer erfolgreichen Trockenheit verholfen hat?

    Bei mir war es ebenso... Partys etc. spielten für mich auch keine Rolle mehr.
    Ich hatte gar kein Bedürfnis mehr danach, war allerdings auch noch nie ein großer Partygänger.
    Ich führe ein sehr zufriedenes, trockenes Leben ohne an Saufgelagen teilzunehmen.
    Wie käme ich dazu, mit sowas noch meine Zeit verbrennen zu wollen?
    Da habe ich heute doch viel besseres zu tun.

    Ich wünschte, hier würden einige Kritiker der Grundbausteine sie einfach mal ausprobieren, anstatt sie von vornherein zu verwerfen.
    So wird ja bestimmten Entwicklungen nicht mal ne Chance gegeben.

    Ich freue mich mit Dir über den dritten Sommer ohne Alkohol.
    Und das ich Dich auf Deinem Weg begleiten durfte.
    Kinder, wie die Zeit vergeht... :lol:

    LG Sunshine

    Hallo Eule,
    warum setzt Du Dich denn überhaupt so einer Situation aus, die Dir jetzt schon Bauchschmerzen macht?
    Und das auch noch nach so einer kurzen Trennung.
    Die Hoffnung, das doch noch alles gut wird?
    Nach allem, was passiert ist?
    Hm.
    Was soll es schon groß zu besprechen geben?
    Das übliche Palaver, das er weniger trinken wird oder gar nix mehr.
    Dient aber nur dazu, Dich wieder auf Spur zu bringen.
    Danach heißt es dann wieder Hoch die Tassen. Und alles läuft weiter wie gehabt...

    Wenn er mittlerweile beim Arzt war, entgiftet hätte und weitergehende Maßnahmen ergriffen hätte, würde ich das anders sehen. ..aber so?

    Leider bist Du ja nicht wirklich überzeugt von der Trennung. ..das sagt mir zumindest mein Bauchgefühl.
    So wird er wohl relativ leichtes Spiel haben... ein paar nicht ernst gemeinte Versprechungen,
    dazu bisschen Liebesgesäusel und die Eule kommt lautlos zurück geflattert, oder?
    Hoffentlich irre ich mich...

    LG Sunshine

    Hallo Kathrienchen,
    "Ganz unten" zu sein ist ja bei jedem Menschen unterschiedlich.
    Darum spreche ich lieber vom "persönlichen Tiefpunkt".
    Und ehe der nicht erreicht ist, steigen nur ganz wenige aus der Sauferei aus.
    Es gibt aber sicher auch solche Fälle. Sie sind aber eher selten, würde ich mal sagen.
    Persönlicher Tiefpunkt kann vieles bedeuten.
    Der eine sieht ihn erreicht, wenn einem die Pappe wegen Trunkenheit am Steuer abgenommen wird.
    Der andere wird evtl. wach, wenn er in Nachbars Tulpenbeet eines morgens die Augen öffnet.
    Ein anderer hat erst seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht, wenn er körperlich und psychisch am Ende ist.
    Das war beispielsweise bei mir der Fall. Ich hätte mich körperlich fast totgesoffen.
    Und und und...

    Kathrienchen, sei froh, das Du einen Job hast.
    Denn das bedeutet auch Struktur und Stabilität und oft auch Kontakte mit Kollegen.
    Das sind die Dinge, die man braucht, wenn Beziehungen zerbrechen. Weil sie einen aufrecht erhalten können.
    Ebenso ist die Familie wichtig, und gute Freunde selbstverständlich.
    Leider verfügen nicht mehr alle CO`s über diese Voraussetzungen.
    Denn es wird sich ja oft von der eigenen Familie distanziert, Verabredungen mit Freunden werden nicht mehr wahrgenommen oder erst gar nicht mehr getroffen.
    Weil man ja den Trinker zuhause überwachen und betreuen muss :roll:
    Wenn Kinder da sind, hat man auch keine Ruhe, sich mal abends mit wem zu treffen, weil man ja dem Trinker zuhause gar nicht vertrauen kann.
    Wer weiß, ob der sich um ein weinendes Kind kümmert oder nicht viel zu besoffen auf dem Sofa pennt?
    Eine Horrorvorstellung für jede Mama.
    Oder man beginnt, für den Partner zu lügen und sich für ihn zu schämen.
    Auch das führt zur Isolation.
    Und das ist nicht gut. Denn so wird ja der Teufelskreis für den CO auch immer enger.

    CO`s können übrigens auch den Alkoholiker in seiner Sucht halten und sie tun das ja auch.
    Nämlich, indem sie für ihn lügen und vieles unter den Teppich kehren wollen.
    Der Harmonie wegen, denn ein CO kann selten gut mit Unharmonie in der Beziehung umgehen.
    Sie übernehmen außerdem immer mehr Aufgaben (Behördengänge, sonstige Erledigungen, Krankmeldung beim Arbeitgeber und vieles mehr).
    So wird dem Alkoholiker die Sucht ja recht muggelig gemacht, warum also sollte er denn aufhören?
    Es läuft doch alles prima. Und außerdem hat er noch den Partner, der ihm sogar noch beim Baden in Selbstmitleid zuschaut und ihn tröstet.
    Er hat also einen seelischen Mülleimer und jemand, der sein Leben arrangiert.
    Warum also sollte man denn da aufhören zu saufen???

    Fällt das alles weg, weil der CO nicht mehr kann und will, dann wird das schon unangenehmer.
    Aber auch dann wird erstmal alles versucht, ihn wieder auf Spur zu bekommen. Dabei wird selten vor irgendwas zurück geschreckt.
    Tja, und wenn das alles nicht mehr funktioniert... dann wird evtl. sogar mal ein Säufer wach.
    Vielleicht sieht er dann doch mal hin, was er anrichtet mit seiner Sucht ?
    Es kann aber auch sein, das er einfach nur seinen CO auswechselt.

    Ich sehe übrigens eine größere Chance zum wachwerden, wenn der nasse Alkie wirklich viel zu verlieren hat.
    Beispielsweise seine Ehefrau und seine Kinder und Haus und Hof.
    (Beweisen kann ich das allerdings nicht anhand von Zahlen, ist auch eher so ein Gefühl... was sich wohl auch aus viel Gelesenem hier so ergeben hat)
    (Internet)-Bekanntschaften aber reichen wohl eher nicht aus, die kann man ja heutzutage echt schnell auswechseln.
    Meldet man sich halt mal eben inner Single-Börse an, da lungern genug liebeshungrige Menschen rum, die äußerst leicht vor den eigenen Karren zu spannen sind.
    Es gibt auch noch genug andere Plattformen, auf denen man innerhalb von wenigen Stunden fündig wird.
    Und dann beginnt alles von vorn... das Liebesgesäusel, die Manipulationen... all das halt, bis man wieder einen gut funktionierenden CO hat.

    Überhaupt werden heutzutage ja Menschen mitunter einfach ausgetauscht.
    Das internet machts möglich, sich innerhalb von 3 Tagen zu befreuden, sich zu verlieben, und sich auch wieder zu trennen :wink:

    Würde ich noch saufen und auch weiter saufen wollen und außerdem nen guten CO suchen, also ich wüßte genau, was ich dann zu tun hätte,
    um das innert kürzester Zeit zu bewerkstelligen. :?
    Das war selbst in pre-internet-Zeiten nicht so schwer, und heute ist es einfacher denn je.
    Und natürlich wird das auch so genutzt.

    Zum Glück saufe ich nicht mehr. Und darum muss ich auch keine Menschen mehr in meinem Leben einfach so auswechseln,
    nur weil sie nicht das tun, was ich gern hätte.
    Auch darüber bin ich froh und dankbar.

    LG Sunshine

    "wird man immer wieder lesen, dass einem der Partner nur irgendwas "spiegelt"
    Aha, und was? :wink:
    Ich vermute, das sich in einer Alkoholiker/CO-Beziehung immer wieder die gegenseitige Abhängigkeit gespiegelt wird.
    Naja, auch egal, ich will ja nicht die hoffnungslosen Romantikerinnen unter den CO`s in ihrer eigenen Welt erschüttern.

    Zitat

    macht abert auch nichts, ich brauchte das als so ne art "positiven abschluss"


    Liebes Kathrienchen, auch das habe ich hier sicher hundertmal gelesen.
    Man brauche diesen Abschluß...
    Sorry, ich glaube eher, das der Drang, sich nochmal zu melden, beruhend auf der eigenen Abhängigkeit und der nun eintretenden Entzugssymptome, zu stark wird.
    Und man sich deshalb wieder meldet.
    Daraufhin meldet sich dann evtl. auch wieder der nasse Alkie... und es entstehen wieder neue Sachverhalte oder auch Missverständnisse, die man UNBEDINGT klar stellen "muss".
    (Dabei "muss" man überhaupt nichts.)
    Und so geht es dann weiter und weiter... und man hängt wieder in der alten Spirale, wo sich alles wieder nur um den saufenden XY dreht
    und man kann auch wieder seine eigenen Bedürfnisse am nassen Alkie ausleben (sprich Helfersyndrom, Allmachtsphantasien etc.)
    Und vor allem braucht man sich bei dem allen nicht sich selbst zu beschäftigen.
    Das wird bei CO`s ja außerordentlich gern vermieden.
    Lieber immer schön andererleuts Baustellen beackern...

    Zitat

    danke für deine ehrliche antwort, hilft sehr beim erkennen und damit "lösen".

    physisch war es leicht...psychisch bin ich grade dabei, und merke wie schwer das ist. gar nicht mal so sehr von ihm, sondern von dem was war.

    Kathrienchen, ich glaube, es ist schwerer, seinen eigenen Traum aufgeben zu müssen, als sich vom Partner zu lösen. :wink:
    Man hat ja auch einen Art Lebensplan in sich, und plötzlich muss man sehen, das er sich wohl nicht erfüllen wird wie vorgesehen/erträumt.
    Das alles muss ja auch losgelassen werden... und das tut auch weh.
    Vielleicht erlebst Du das auch gerade?
    Um das überhaupt sehen zu können, braucht es allerdings eine gehörige Portion Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

    Es tut mir leid, aber ich bin keine große Romantikerin, ich bin eher pragmatisch veranlagt und sehe lieber den Tatsachen ins Gesicht, als mich selbst zu belügen.
    Auch wenn das manchmal weh tut, das nehme ich dabei in Kauf.

    Ringana schrieb:

    Zitat

    Seelenverwandtschaft hat für mich was mit Freunschaft
    zu tun.
    Und einen Seelenverwandten zu haben find ich schön.
    Gleichklang der Seelen.
    Harmonie.
    Das gehört für mich in einer guten Partnerschaft dazu.

    Menschen sind verschieden. Ich brauche beispielsweise nicht diese vielbeschworende Seelenverwandtschaft in einer Beziehung.
    Und die Seelen von meinem Mann und mir schwingen auch nur selten miteinander, dafür sind wir viel zu unterschiedlich.
    Das macht aber gar nichts, ich kann meinen Mann so annehmen, wie er nun mal ist. Und er mich offensichtlich auch. Um nicht zu sagen, er ist noch viel toleranter als ich.
    Mir ist dieses ganze Romantik-Gesülze und Seelenverwandtschaftszeug einfach zu schwülstig.
    Für mich zählen in einer Beziehung ganz andere Sachen, als da wären:
    Gegenseitiges Vertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl, Ehrlichkeit, Vertrautheit miteinander und vor allem Fairness/Toleranz und möglichst Verständnis dem Partner gegenüber.
    Und Liebe, die von Herzen kommt und an keienrlei Bedingungen geknüpft ist.
    Und eine gewisse Stabilität ist auch ganz nett, finde ich.
    Für unsere Beziehung reicht das vollkommen aus und die besteht bereits (mit einer Unterbrechung) seit 28 Jahren.
    Wir sind damit immer ganz gut gefahren, wir haben schwere Zeiten miteinander erlebt und auch viele schöne Zeiten.
    Und das ist es, was bleibt, und auch, was uns zusammen hält.

    LG Sunshine

    hmmm...also ich denke du kennst nur den manipulativen
    Alkoholiker.
    Es sei denn, Du kanntest diesen Menschen schon lange vor seiner Abhängigkeit.

    Manipulieren tut jeder Alkoholiker. Co's aber auch.
    Jeder will den anderen dazu bringen, das zu tun was er selbst am liebsten hätte.
    Ich denke, das geschieht nicht mal immer bewusst...sondern da läuft vielleicht auch einiges unbewusst ab.
    Immer aber steckt persönlicher Egoismus dahinter.Beim Alkoholiker wie auch beim Co.

    Liebesgeschwafel und die Seelenverwandtschaftsnummer sind auch Mittel zum Zweck in einer Abhängigkeitsbeziehung.
    Wenn ein nasser Alkoholiker merkt, das die Nummer gut zieht, wird er sie auch benutzen.
    Du warst in dieser Richtung gut ansprechbar....und es nahm seinen Lauf....

    Ich bin übrigens der Meinung, das ein nasser Alkoholiker nur noch stark eingeschränkt oder auch gar nicht liebesfähig ist.
    Da geht vieles kaputt und verloren während der Sauferei.
    Und das Saufen mit seinem ganzen Drum und dran kostet auch viel Aufwand und Energie.
    Da bleibt dann eben viel auf der Strecke... der Partner meist auch.
    So ist die Sucht eben... :?

    LG Sunshine

    Zitat

    Aber kriege ich jetzt seine Entzugserscheinungen mit?


    Hallo Katrienchen,
    bist Du schon mal auf die Idee gekommen, das DU SELBST Entzugserscheinungen bekommen hast? :wink:

    Du schreibst es selbst an anderer Stelle, das Du 2,5 Jahre Dein Leben nur nach dem XY ausgerichtet hast.
    Und nun hast Du das beendet. Sprich, einen Kontaktabbruch durchgeführt.
    Da tut sich ja auch auf einmal eine Leere auf, oder?
    Und man ist wieder allein... auf sich selbst gestellt. Das kann ja auch schon mal Angst machen.
    Und eben auch einen Panikanfall auslösen.
    Das ist dann auch so eine Situation, wo viele einknicken.
    Weil sie meinen, sie schaffen das nicht, ohne den anderen weiter zu machen/ weiter zu leben.
    Ist aber Unsinn, das schafft man.
    Und wenn man Jahre später zurück denkt, schüttelt man oft nur noch verständnislos mit dem Kopf über die eigene Naivität
    und fragt sich "Wie konnte ich nur so dumm sein?"

    Schau, Du hast Dich am WE gut abgelenkt, und das ist auch eine sehr gute Idee gewesen.
    Denn genau so stoppt man auch die Gedankenkarusselle.
    Und dann der Moment, wo man auch wieder allein ist und wo doch die Gedanken zurück kommen... und man beginnt an der eigenen Entscheidung zu zweifeln.
    Aber die wurde NIE umsonst getroffen, sondern hat immer Gründe.
    Nur sieht man die plötzlich nicht mehr, und man beginnt, das Vergangene zu verherrlichen
    und denkt, ach komm, wir schaffen das irgendwie DOCH zusammen.
    Leider ist das ein fataler Irrtum, denn die Sucht folgt ihren eigenen Regeln.
    Nur der Trinker allein kann da was reißen, der Partner hat keinen Einfluss.

    Ich kenne Panikattacken übrigens gut, mich ereilte auch mal eine auf der Autobahn, ich erinnere mich leider gut daran.
    Sie gehen auch wieder vorbei, sind aber äußerst unangenehm und angsteinflössend.
    Ich glaube, am meissten Angst hat man davor, wieder eine zu bekommen.
    Ich hatte reichlich Panikattacken, als ich noch gesoffen habe.
    Mit dem Beginn meiner Abstinenz verschwanden die und ich hatte nur nochmal diese eine auf der Autobahn.
    Was allerdings wohl den Grund hatte, das mir ein paar Tage zuvor genau dort jemand hinten auf mein Auto aufgefahren ist und einen Totalschaden verursachte.
    Das habe ich lange nicht verdaut, ich hätte auch sterben können, zum Glück blieb es beim Blechschaden.

    Zitat


    Mein Alki und ich hatten immer schon eine mehr als emphatische Verbindung, und ich weiss eigentlich immer wie es ihm geht.


    Du ahnst nicht, wie oft ich sowas und ähnliches gerade hier bei dem Co`s gelesen habe :wink:
    Wenn Du mal selbst in alten Threads stöberst, wird Dir wohl auch auffallen,
    wie oft von "magischen Verbindung" und "Seelenverwandtschaft" zum Trinker geschrieben wird.

    Ich glaube, das hat auch ganz stark was mit der CO-Abhängigkeit zu tun.
    Es ist wie eine Art "Schutzmechanismus", auf keinen Fall den nassen Alkie fallen zu lassen.
    Denn da ist doch diese magische Verbindung/Seelenverwandtschaft und sowas darf man doch nicht einfach "wegschmeissen".
    Und die Stärke der magischen Verbindung/Seelenverwandtschaft wird die Sucht am Ende besiegen...
    und dann verwandelt sich der Säufer in einen Prinzen, der er im Grunde ja schon immer war 8)
    und reitet mit der Angebeteten auf dem weißen Schimmel im Prinzessinnen-Outfit in den Sonnenuntergang...
    Und alles wird gut.
    Und im Himmel is Jahrmarkt...

    Dein Unterbewußtsein gaukelt Dir hier auch ein bisschen was vor.
    Und das ist insofern gefährlich, weil es eine hohe Rückfallgefahr für den CO-Abhängigen birgt.

    Ich will damit aber nicht sagen, das es keine Seelenverwandtschaft gibt... ich habe das auch selbst schon so erlebt.
    Das ist aber nicht mal davon abhängig, ob der andere ein Beziehungspartner ist.
    Ich habe das auch schon zu ganz wenigen Freunden so empfunden. Und das ist eine schöne Sache.
    Gegenseitge Abhängigkeit kann aber ebenso dieses Gefühl vermittlen.
    Und hört es sich nicht wunderbar romantisch an, wenn man sowas erzählt? 8)
    Pass auf, das Dich diese Gedanken nicht rückfällig werden lassen !

    Ich bin übrigens froh, so eine Seelenverwandtschaft nicht zu meinem Mann zu empfinden.
    Mich würde das wohl zu sehr einengen, ich brauche das auch nicht.
    Wir sind zwei völlig eigenständige Menschen, die sich aufrichtig lieben, da brauchts nicht auch noch ne Seelenverwandtschaft, es reicht auch so :lol:

    Ich hatte Dich ja schon vorgewarnt, das es noch Einbrüche geben wird.
    Und ich denke, das wars auch noch nicht.
    Ich befürchte momentan sogar, das Du wieder einknickst und auch wieder Deinen Säufer kontakten wirst.
    Aufgrund DEINER ENTZUGSSYMTOME !
    CO-Abhängigkeit ist hierfür ein äußerst starker Motor.
    Das doofe daran ist nur, das man so immer auch immer wieder in seiner eigenen Entwicklung zurückfällt.
    Und im Grunde immer wieder von vorn beginnt mit der Trennung... naja, vielleicht nicht ganz von vorn...
    aber schneller käme man voran, wenn man nicht immer 2 Schritte vor und einen zurück gehen würde :wink:

    Kurzum, Rückfälle sind möglich, aber besser wäre es, sie zu vermeiden.
    Denn ein Rückfall ist wirklich immer wieder ein RÜCKfall und so kommt man nicht gut voran.
    Und es wendet sich auch selten zum Guten nach CO-Rückfällen.
    Im Gegenteil, der nasse Alkie merkt, das alles wieder läuft und er sozusagen "gewonnen" hat, also warum sollte er denn nun noch was ändern?
    Der CO ist wieder angekrochen gekommen, hat damit auch seine eigenen Abhängigkeit bewiesen...
    und damit lässt es sich als nasser Alkie ganz hervorragend arbeiten :?
    Denn eins kann ich Dir versprechen... auch wenn wir uns halb besinnungslos saufen, wie man einen CO zu eigenen Gunsten manipuliert, das wissen wir selbst noch im Vollrausch.

    LG Sunshine

    Naja Kathrienchen, ich glaube noch nicht dran, das es auch so positiv bleibt :wink:
    Dazu bin ich zu sehr Realistin und habe hier zu viel gelesen :wink:
    Es werden sicher nochmal emotionale Einbrüche kommen und auch Wut und Enttäuschung und evtl. auch Traurigkeit noch ein paar mal hochkommen.
    Das finde ich auch völlig normal.
    Aber man sollte sich dadurch nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen.
    Und wenn die Einbrüche kommen, dann komme lieber hier her, und umgehe so möglichst die Versuchung, ihn doch nochmal zu kontaktieren.
    Dann weine Dich lieber hier aus, anstatt wieder einzubechen und erneut in diese alte Sache reinzuschliddern.

    Ich kann halt nur den dringenden Tipp geben, "innerlich" loszulassen.
    Ansonsten bleibt man involviert, selbst wenn man sich gar nicht mehr sieht oder hört.
    Dieses Loslassen muss auch vom tiefsten Innersten kommen und ganz ehrlich und kompromisslos gemeint sein.
    Da sollte man sich selbst auch immer wieder fragen "Habe ich wirklich losgelassen oder tue ich nur so?".
    Solche Fragen muss man ja nicht hier beantworten, es reicht, wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist.

    Als es mir so ging mit der erwähnten unglücklichen Beziehung, habe ich nach außen hin bestimmt mehrmals behauptet, das ich losgelassen habe.
    Innerlich hatte ich es aber noch nicht getan.
    Ich wollte insgeheim immer noch wissen, was der XY (übrigens kein nasser Alkie, sondern ein Trockener) so macht, wie es ihm geht etc.
    Erst als ich damit aufhören konnte, als ich mich innerlich damit abgefunden hatte, das wir uns nie mehr wiedersehen werden, weil ICH das so will...
    Da hatte ich wirklich endgültig losgelassen.
    Und bis dahin zu kommen war NICHT EINFACH und es gab auch Tränen und Wut und Traurigkeit.
    Aber danach ging es flott voran und ich fühlte rasch die Erleichterung, die sich einstellte, weil es vorbei war.
    Und ich war auch sauer auf mich selbst, warum ich das so lange mitgemacht hatte.

    Ich merkte in der Zeit auch, wie viel Energie diese Wut und Enttäuschung auch bindet. Die brauch(t)e ich aber für mich selbst.
    Zumal ich damals auch noch auf einem anspruchsvollen beruflichen Lehrgang mit Abschlußprüfung war, der eigentlich meine gesamte Aufmerksamkeit beansprucht hätte.
    Hätte ich schon eher losgelassen, auch die Wut und die Enttäuschung... dann hätte ich den Lehrgang sicher besser hinbekommen.
    So blieb ich leider nur durchschnittlich.
    Ja mei, reichte ja auch, aber ich hätte es besser machen können und das wurmte mich dann doch ein bisschen :x

    Und auch so ist es sehr ungut, Wut und Hass in sich zu tragen, denn man schadet damit am allermeissten sich selbst.
    Diese Gefühle binden sehr viel Potential, was man sehr viel besser einsetzen könne.
    Also besser loslassen, auch die unguten eigenen Gefühle... und vielleicht sogar verzeihen können... irgendwann.
    Nicht dem anderen zuliebe... sondern sich selbst zuliebe !!

    So, heute wasche ich hier keinem mehr den Kopp (glaube ich :lol: ), der Frisiersalon is für heute geschlossen.
    Ich bin heute nachmittag zum Grillen eingeladen und werde es genießen :D

    Liebe Grüße
    Sunshine

    Wie schon erwähnt, der nick "die böse Frau" ist schon vergeben. :wink:
    Wenn er frei wird, bekomme ich ihn schon, weil er für mich reserviert wurde 8):P:lol:

    Zitat

    aber er wird auch nicht anrufen, er ist eher der typ der sich schnell nen neuen co organisiert


    Na, erstmal abwarten, da glaube ich noch nicht so ganz dran.
    Einen guten CO lässt man ungern einfach so ziehen. Ein Rückholversuch ist von daher nicht unwahrscheinlich.
    Wenn das nicht klappt, ist es allerdings auch nicht schwer, nen neuen zu finden, das stimmt schon.
    Mit Liebe hat das aber alles nicht zu tun. Sondern nur mit gegenseitiger Abhängigkeit.
    Und das sowas ein wünschenswerter Beziehungsstatus ist, kann ich mir nicht wirklich vorstellen :?

    LG Sunshine

    Jo, ich bin die mit dem nassen Waschlappen :wink:
    Wäre der Nick "die böse Frau" nicht schon vergeben, könnte ich ihn mir wohl aneignen :lol:
    Späßle :wink:

    Zitat

    Und die körperlichen folgen hab ich schon lange, sonst ginge das vermutlich noch viel länger...aber ich bin am limit, sonst wäre ich nicht hier.


    :cry:
    Das ist schon schlimm genug.
    Es müssen aber nicht gleich zwei Menschen am Alk kaputt gehen.
    Es ist schon schlimm genug, wenn einer durch diese teuflische Droge vor die Hunde geht... und es macht mich auch traurig, wenn es geschieht.
    Ich wünschte auch, das es anders wäre. :?

    LG Sunshine

    Zitat

    mit macht hat das nichts zu tun


    Sorry, das hatte ich falsch gelesen.
    Ich hatte gelesen, das es mit Dir nichts zu tun hat.
    Du schriebst aber, es hat mit Macht nichts zu tun. Das kam also bei mir falsch an.

    Aber auch hierzu bin ich nicht Deiner Meinung. Das Ausleben von CO-Abhängigkeit hat sehr wohl was mit Macht zu tun.
    Man versucht mit gezielten Manipulationen einen anderen Menschen zu einem gewissen Verhalten zu zwingen.
    Also wenn das keine Art von Machtausübung ist, dann weiß ich auch nicht.
    Ich halte das sogar für eine der verwerfendsten Arten von Machtausübung.
    Weil sie heimtückisch ist und der andere die Manipulationen oftmals nicht gleich durchschaut und so auf eine Art gesteuert werden kann.
    Also für mich ist das absolut nicht okay, so mit einem Menschen umzugehen, dem man angeblich gern hat oder gar liebt.
    Es geht hier nur darum, den anderen dazu zu bekommen, sich so zu verhalten, damit man seinen EIGENEN TRAUM nicht zerplatzen lassen muss.
    Der andere soll tun und machen, und man selbst möchte in seiner rosa Wolke bleiben.
    Das ist für mich außerdem auch eine recht krasse Form von Egoismus.

    LG Sunshine

    Hallo Kathrienchen,

    Ich KANN es nicht anders sehen, tut mir leid. :cry:
    Ich habe selbst über 15 Jahre abhängig gesoffen. Und ich hätte Dir ALLES erzählt, was Du hören willst.
    Auch, das ich ein Alkoholproblem habe und was dagegen tun würde, wenn mir das auch nur irgendwie weiter geholfen hätte, bzw. ich dann meine Ruhe gehabt hätte.
    Ich hätte Dir das Blaue vom Himmel runter gelogen und Du hättest es mir auch geglaubt, verlass Dich drauf.

    Nur eines hätte ich nicht getan, nämlich mit den Saufen aufzuhören. Erst wollte ich nicht. Dann konnte ich es nicht mehr.
    Es war doch auch erst noch lustig.
    Und ich hatte doch noch alles, eine liebe Tochter, einen Mann, Beruf, Haus mit Garten und alles was ich mir wünschte.
    Außerdem soffen doch andere noch viel mehr... auch eine sehr beliebte Aussage von nassen Alkoholikern.
    Dann war nichts mehr lustig, als ich tief in der Abhängigkeit steckte. Es war nur noch es vegetieren, kein richtiges Leben mehr.
    Kurzum, ich kenne diese Krankheit in fast allen Facetten, weil ich sie am eigenen Leib erfahren habe.

    Wie könnte ich Dir da Mut machen, das es noch Hoffnung gibt?
    Hoffnung gäbe es nur, wenn Dein XY sich freiwillig, ohne Druck von außen und von sich selbst aus in eine Eingiftung begäbe und weitere Schritte einleiten würde.
    Und nicht nur irgenwas daherquasseln würde, was Du gern hören möchtest.
    Hier helfen keine Worte mehr, sondern nur Taten.
    Ich hatte übrigens zu Saufzeiten mein Alkoholproblem auch zugegeben, mehrmals sogar.
    Aber das brachte mich trotzdem immer noch nicht dazu, auch zu handeln.
    Ich habe erst noch jahrelang weiter gesoffen.
    Also so ein Eingeständnis ist auch nichts wert, wenn darauf keine konkreten Taten folgen. Das nur mal so zur Info.

    Ich kann hier nur aus meinen eigenen Erfahrungen schreiben und so unterschiedlich sind wir Alkoholiker im nassen Zustand nicht.
    Und ich habe hier wirklich im Laufe der Jahre wohl auch einige hundert Geschichten von CO-Abhängigen mitgelesen und auch mitunter dazu geschrieben.
    Es gab leider nur wenige Fälle, wo es zu einem guten Ende kam.
    Möchtest Du auf diesen verschwindend kleinen Prozentsatz setzen? Da is ja Lotto spielen noch erfolgversprechender.
    Und auch wenn ein nasser Alkoholiker trocken wird, sind damit noch längst nicht alle Probleme gelöst.
    Im Gegenteil, dann beginnen sie oftmals erst richtig.
    Denn ein trockener Alkoholiker wird kaum einen aktiven CO mehr an seiner Seite haben wollen.
    Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel.

    Ich denke übrigens, das es keinen großen Unterschied macht, ob man seine CO-Abhängigkeit im Real-Live auslebt
    oder im internet oder via whatsapp oder was auch immer.
    Das ist wohl eher egal, denn die CO-Abhängigkeit ist ja in einem drin und ist von diesen "äußeren" Dingen unabhängig.

    Zitat


    mit macht hat das nichts zu tun, maximal mit verantwortung denen gegenüber die nichts dafür können, und die darunter leiden werden.

    Doch, das Ganze hat ausschließlich mit DIR zu tun.
    Andere sind für sich selbst verantwortlich. Auch für ihr eigenes Leid, wenn sie es zulassen und sich nicht dagegen schützen.
    Damit hast Du nix zu schaffen, da liegt absolut NICHTS in Deiner Verantwortung.
    Nur Dein eigenes Leben !

    Wenn Du so ein guter "Kümmerer" bist, wie Du schreibst, dann beginne bitte endlich, Dich um Dich selbst zu kümmern !!
    Damit es DIR gut gehen kann.
    Damit DU ein unabhängiges Leben führen kannst. Und so auch die CO-Abhängigkeit stoppen kannst.
    Es geht hier AUSSCHLIESSLICH um Dich. Was der XY macht, ist für uns hier im Grunde völlig latte.

    DU bist hier her gekommen, um für Dich Klarheit und wohl auch Hilfe zu suchen, oder?
    Nicht Dein XY.
    Dann fange bitte damit an, Dir auch helfen zu lassen.
    Was mit dem XY wird, was er macht und tut, darauf hast Du keinen Einfluss. Wir auch nicht.
    Es gibt auch kein Geheimrezept, jemanden trocken zu legen. Sowas funzt niemals.
    Du kannst nur an Dir selbst arbeiten, und da hast Du ja wohl ausreichend eigene Baustellen, oder?
    Und ziehe bitte auch mal in Betracht, das Du selbst evtl. AUCH therapeutische Hilfe brauchst.
    Bei alledem kannst Du hier Unterstützung und auch viel Verständnis finden.
    Nur, TU WAS.
    Mache so bitte nicht weiter, denn so gehst Du mind. seelisch mit vor die Hunde.
    Und das alles hat irgendwann auch physische Auswirkungen...

    LG Sunshine

    Okay, also dient Dein momentanes Verhalten nur der Manipulation des Alkoholikers.
    Nämlich, das er tut was DU willst.
    So lese ich das jedenfalls heraus.
    Alles andere ist larifari....sorry.

    Das sind die typischen Allmachtsfantasien des aktiven CO.
    Aber mir solls egal sein. Ist Dein Leben und Deine Zeit, die Du schrottest.
    Also weitermachen, weiter hoffen und weiter leiden.
    Und wie das Karnickel auf die Schlange starren.
    Dann wünsche ich noch gutes Weiter-Manipulieren.

    Die Alternative wäre, mal das Leben in die eigenen Hände zu nehmen und das schönste für einen selbst daraus machen.
    Aber Du möchtest ja erstmal noch so weitermachen.
    Dann aber bitte auch nicht rumjammern über den bösen bösen Alkie.
    Jammern ist zwar grundsätzlich auch okay...aber dann sollten auch mal Taten folgen...
    Dazu bist Du aber (noch) nicht bereit.
    Da kann man dann auch nicht helfen als Aussenstehender.
    Dann bleibt es beim Ausheulen hier...und ansonsten alles beim Alten.
    Deine Entscheidung.
    Akzeptiere ich auch so.
    Ziehe mich dann aber auch hiermit wieder zurück.

    Alles Gute, Sunshine

    Hallo Kathrinchen,

    Zitat


    es flammte heute morgen nochmal kurz auf, weil er meine fb-beiträge kommentiert hatte,
    und promt noch unsere lieder postete, aber es ging gsd schnell vorbei.
    hatte ihm ne lange nachricht geschrieben, aber gsd nicht abgeschickt

    Wenn Du es ernst mit der Trennung meinst und das nicht nur eine gezielte Manipualtion / Erziehungsmaßname in Richtung XY werden soll,
    dann kann ich Dir nur dringend folgende Tipps geben:
    Lasse keinerlei Kontakt mehr zu, wenn Du nicht immer weiter leiden willst oder wütend werden willst.
    Damit meine ich auch, Dich von fb fernzuhalten oder sperre ihn dort so, das keinerlei Kontakt (von beiden Seiten aus) mehr möglich ist, falls das geht.
    Ich kenne mich mit fb glücklicherweise nicht aus.
    Das gleiche gilt für WhatsApp und andere Messenger.
    Anzuraten wäre auch, sich eine neue Tel-Nummer zuzulegen, ansonsten kann er Dich immer noch per sms kontaktieren.

    Solange Dich noch die Neugier plagt (und Du ihr auch nachgehst), was er tut und macht, solange wirst Du weiter leiden, das kann ich Dir schon mal versprechen.
    Solange Du nicht loslassen kannst/willst, solange wirst Du weiterhin wütend sein und auch seelische Schmerzen erleiden müssen.
    Also frage Dich, ob es ein Ende mit Schrecken sein soll oder ein Schrecken ohne Ende.
    Ich rate zu ersterem. Denn letzteres macht Dich im Endeffekt auch mit krank.

    Ich glaube, die Wut, die Verärgerung und all das ist normal.
    Mir ist es auch schon mal passiert, das ich emotional wie auch finanziell
    von einem Mann ausgenutzt wurde, auch wenn ich keine CO bin.
    Ich war naiv, leichtgläubig und fühlte mich innerlich einsam. Und so fiel ich darauf rein.
    Als es dann vorbei war, war ich ebenso sauer und enttäuscht, und auch verletzt und traurig und auch ziemlich am Boden zerstört.
    Und solange ich noch Kontakt zuließ, litt ich innerlich weiter. Denn er suchte immer wieder welchen.
    Und ich ließ ihn leider viel zu lange weiterhin zu.
    Ich konnte erst alles wirklich loslassen, nachdem ich keinerlei Kontakt mehr zuließ.
    Ab dann ging es aber recht schnell.
    Es dauerte nicht mal ein paar Wochen, bis ich eine Riesen-Erleichterung verspürte, ihn endlich los zu sein.
    Denn es war mir alles nur noch zur Belastung geworden.
    Das merkte ich aber erst, als ich ihn komplett losgelassen hatte und es mir wirklich egal war, was er weiterhin tat.
    Ich habe nie wieder was von ihm gehört... und das ist auch gut so.

    Heute empfinde ich diesbezüglich übrigens gar nicht mehr.
    Ich lebe in einer glücklichen Beziehung mit meinem Mann und wenn ich mal so zurück denke, kommt es mir nur noch wie ein schrecklicher Alptraum vor.
    Gut, das es für immer vorbei ist.

    LG Sunshine

    Hallo Thalia,

    Zitat

    - keinen Alkohol zu Hause habe, auch nicht für Gäste
    - mich privat mit Menschen umgebe, die nie oder selten Alkohol trinken
    - auch im Berufsleben klargestellt habe, dass ich nicht trinke
    - und ähnliches mehr

    So halte ich es grundsätzlich auch nach 15 Jahren Trockenheit noch.
    Weil ich anderes für mich nicht mehr möchte.
    Aber ich muss heute nicht mehr jeglicher Veranstaltung aus dem Weg gehen, auf der gemäßigt Alk konsumiert wird.
    Und Saufveranstaltungen interessieren mich eh nicht die Bohne... das war im Grunde auch schon nach meiner Entgiftung so der Fall.

    Ich halte eine stabile Trockenheit für eine der wichtigsten Grundlagen und genau daran sollte man intensiv arbeiten.
    Und die aufzubauen, dauert seine Zeit, das geht nicht in wenigen Monaten, sondern braucht eher Jahre.
    So meine persönliche Meinung.
    Ich bin die ersten knapp 2 Jahre auf gar keine Feier oder Veranstaltung gegangen und die Welt hat sich trotzdem wunderbar weiter gedreht :wink:
    Ich habe mich in dieser Zeit und auch immer wieder später mal intensiv mit meiner Alkoholerkrankung auseinander gesetzt.
    Das war natürlich teilweise auch schmerzhaft, aber für mich ein notwendiger Weg.
    Ich war dabei recht schonungslos und auch grundehrlich mit mir, so würde ich das jedenfalls sagen.

    Nach ca. 2 Jahren ging ich dann nachmittags mal wieder auf die erste Geburtstagsfeier nach meiner Entgiftung. Die ich aber zum Abend hin verließ, als etwas Alk getrunken wurde.
    Auf ähnlichen Feiern, wo ich dann auch mal länger blieb, merkte ich schnell, das das nicht das ist, was ich möchte.
    Mir ist meine Zeit zu schade, mich von Angetrunkenen vollbröseln zu lassen, ich mache in der Zeit lieber Dinge, die mir lieber und wichtiger sind.
    Von daher bin ich auch heute nicht auf Partys zu finden, wo viel Alk konsumiert wird.
    Es ist nicht mehr meine Welt. Und im Grunde war sie das auch nie, wie ich feststellen mußte.

    Auch hat sich mein Bekanntenkreis zum Teil grundlegend geändert, und bei uns Zuhause gibt es auch keine Saufpartys.
    Das braucht keiner von meinen Leuten und ich fühle mich wohler in einer Runde von Menschen, die keinen Alk zum Lustigsein brauchen.
    Allerdings muss ich sagen, das wir auch früher keine ausgesprochenen Saufpartys bei uns Zuhause machten, ich habe eher heimlich getrunken.

    Ich kann natürlich auch nicht überall dem Alk aus dem Weg gehen, weder beim Einkaufen noch beim Tanken oder anderen üblichen Tätigkeiten.
    Aber ich muss ihm auch nicht entgegengehen.
    Ich betreibe in diesem Sinne also auch weiterhin Risikominmierung.
    Ich wurde darauf auch schon öfters angesprochen und zwar in der Form:
    "Du bist doch nun so lange trocken, da kannst Du doch da etwas lockerer werden, oder?"
    Meine Antwort darauf ist dann immer "Vielleicht bin ich aber auch genau deshalb noch trocken ! WEIL ich eben nach wie vor meine Art von Risikominimierung betreibe." :wink:
    Dann is meist Ruhe im Karton wegen fehlender Gegenargumente :lol:
    Und lockerer werden muss ich auch nicht :wink: denn ich vermisse ja nichts und fühle mich vollkommen frei und locker :)

    LG Sunshine

    Dann hol Dir verdammt nochmal DEIN LEBEN zurück, "liebe Frau" !!
    (Ich weigere mich, hier jemanden mit "böse Frau" anzusprechen :wink: )

    "Dein" nasser Alkie versucht nur, Dich wieder auf Rolle zu bekommen.
    Damit Du wieder "ordnungsgemäß" funktionierst.
    Da ist dann jedes Mittel recht.
    Üblicherweise sind es Drohungen, aber auch Liebesgesäusel wird gern genommen, wenn das andere nicht zieht.
    Oder halt anders herum... erst das Liebes-und "ich-brauch-Dich"-Gesäusel und dann die Drohungen.
    Kannst Du beides vergessen, ist nur nasses Gequatsche und dient zur Manipulation. Lasse Dich davon nicht ins Bockshorn jagen.

    "liebe Frau", dem Alkoholiker ist es wirklich unwichtig wie es dem Partner geht, es geht NUR um das eigene Befinden,
    wie Du das ja auch schon schmerzhaft bemerkt hast.
    Und das bedeutet hauptsächlich, wann kann ich wieder saufen? Wie komme ich über den Tag, ist genug Alk im Haus, muss ich nochmal los?...
    ...gegebenenfalls, wie kann ich am besten heimlich trinken, wo verstecke ich den Alk, wie entsorge ich die leeren Pullen unauffällig?
    Das ganze mutiert irgendwann zum Vollzeitjob, bzw. wird mind. die gesamte Freizeit darauf verwendet.
    Und oft denkt man auch schon während der Arbeitszeit drüber nach, wie man das alles managen kann.
    Das war zumindest bei mir der Fall, als ich noch gesoffen habe.
    Und irgendwann trank ich auch schon vor der Arbeit.
    Da ist für einen Partner wirklich kein Platz mehr, der soll nur funktionieren und ansonsten am besten die Klappe halten.
    Ganz besonders über den Alk-Konsum und die katastrophalen Folgen.

    Zitat


    Er tyrannisiert mich doch jetzt schon, wie soll das dann werden?
    Vor allem weil er immer fragt ob er gehen soll, aber selbst wenn ich JA sage, wird es ignoriert... nur mit den Folgen gedroht.

    Stalking ist eine Straftat und kann angezeigt werden.
    Zieh Dein Ding bitte durch, ohne Dich wieder bequatschen zu lassen.
    Sonst kann das noch locker Jahrzehntelang so weiter gehen!
    Ist das Deine Vorstellung von Deinem Leben??
    Nee oder?

    Also sieh zu, das Du da rauskommst.
    "Deinem" Säufer kannst Du eh nicht helfen. Und der weiß auch mit Sicherheit, wo man Hilfe findet, das kannst Du mir glauben.
    Wenn er denn mal welche möchte... und hier hilft auch nur noch professionelle Hilfe, die ein Angehöriger niemals leisten kann.

    Ich spüre, das Du Angst vor der Trennung hast. Schiebst vielleicht auch dehalb vor, das Du ja gar nicht gehen kannst, ohne das der XY Dich fertig macht?
    Sei da bitte mal ehrlich zu Dir selbst.
    "Dein" Säufer kann Dich niemals zwingen, zu bleiben.
    Sollte er sowas trotzdem versuchen, kann man sich dagegen gezielt werden, auch mit polizeilicher bzw. gerichtlicher Hilfe.
    Auch davor sollte man im Notfall nicht zurück schrecken.

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin, trocken)