Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Carl-Friedrich,
    ich finde es gut, das Du nun doch an die Sache mit dem Alk im Haus rangehst.
    Keller gehört ja auch zum Haus.
    Bisher hatte Dich das Zeug im Haus ja angeblich nicht gestört.
    War es wirklich so? Brauchst ja hier nicht zu antworten, für Dich selbst reicht ja auch aus.
    Manchmal möchte man nicht, das der Partner irgendwelche Einschränkungen durch die eigene Alkoholkrakheit hat.
    Und redet sich dann Sachen zurecht, damit alles irgendwie wieder passt.
    Dabei ist es für nichtabhängige Partner ja gar keine Einschränkung.
    Die können meist ganz gut damit leben und das anstandslos so akzeptieren.
    Und ich muss auch sagen, wenn ich was in meinem Leben ändern müßte, weil das für meinen Partner gesundheitstechnisch sehr wichtig ist,
    da müßte ich gar nicht lange drüber nachdenken.
    Es wäre für mich selbstverständlich, das zu tun, so gut ich kann.

    Carl-Friedrich, bei Dir hatte (und habe :wink: ) ich manchmal das Gefühl, das Du meinst, nach 2 Jahren Trockenheit alles zu wissen, alles wichtige getan zu haben
    in Sachen Risikominimierung etc. und das ist jetzt der endgültige Stand der Dinge. Und Punkt.
    Ich mußte darüber mitunter innerlich schmunzeln, denn mir war immer klar, das dem eben nicht so ist.
    Der momentane Stand ist immer nur ein Entwicklungsstand auf meinem (unseren) Weg(en).
    So zumindest meine Erfahrung in Sachen Trockenheit und das gilt ja auch für andere Entwicklungen im Leben.
    Es gibt da keinen Stillstand, kein Erreichen eines Zieles und das wars dann.
    Es mag ja sein, das man die wichtigsten Veränderungen vorgenommen hat in Sachen Trockenheit.
    Und trotzdem wird man immer noch ein bisschen was hier und da schleifen, ausbessern und noch Sachen verändern,
    die einem noch nicht so gut gefallen oder auch plötzlich nicht mehr gefallen.

    Ich bin ja nun fast 15 Jahre trocken... und es gab sicher in den ersten Jahren die gravierendsten Veränderungen.
    Trotzdem ist auch meine Entwicklung in Sachen Trockenheit im Grunde all die Jahre nicht stehen geblieben.
    2 Jahre sind da noch nicht sooo viel... was nicht heißen soll, das ich Deine Leistung auch nur irgendwie schmälern möchte.
    Keinesfalls... aber es geht trotzdem immer weiter... :wink:

    Ich freue mich für Dich, das Du die Keller-Entscheidung so getroffen hast.
    Das ist für mich auch ein Zeichen, das Du zu Deiner Krankheit stehst und sie so ernst nimmst, wie sie nun mal ist.
    Du schaust gut auf Dich, was Dir gut tut und was nicht und das ist einfach klasse so !

    Sieh zu, das Du den restlichen Mist los wirst und dann bist Du da auch clean und gut isses.
    "Edle Tropfen" gibt es für mich übrigens nicht mehr, ich würde auch niemals diese Bezeichnung wählen.
    Vielleicht ist teures Gesöff für andere ein "edler Tropfen".... von mir aus... geht mich nichts an.
    Ich kann diesem Kult nichts mehr abgewinnen, der so viele Menschen ins Unglück führt oder gar tötet.
    Für mich ist und bleibt Alkohol die Droge, die mich beinahe umgebracht hätte... oder mit der ich mich beinahe umgebracht hätte... je nachdem, wie man es sehen will.
    Von daher kommen mir Worte wie "edler Tropfen" nicht mehr über die Lippen.
    Wie andere das sehen, ist mir völlig egal. Für mich ist es eben so.

    LG Sunshine

    Zitat

    Den Therapie kann ich ja wahrscheinlich nicht machen wenn ich in letzten 3 Jahren 2-3 Bier getrunken habe? Oder wie würde es aussehen?

    Das kann ich nicht verbindlich sagen.
    Ich weiß nur, das jemand aus meiner realen SHG auch nach über 2 Jahren Trockenheit noch eine Therapie gemacht hat.
    Und dabei lt. seiner Aussage noch viel für sich lernen und mitnehmen konnte.
    Das musst Du mit Deinem Arzt besprechen und dann wohl auch mit der Krankenkasse bzw. Rentenversicherung? (ich glaube, die ist da zuständig) abklären.
    Wenn Du es so nicht schaffst, trocken zu bleiben, also Gefahr zum erneuten Trinken besteht, brauchst Du ja weitere Hilfe!
    Und die hole Dir dann auch bitte.

    Williams, wenn Du immer wieder mal ein Bier getrunken hast, hast Du ja Dein Suchtgedächtnis auch immer weiter gefüttert.
    Das der Drang, dann auch mal wieder mehr zu trinken bis hin zum Vollrausch entsteht, ist wohl klar.
    Lass noch ein paar Probleme und Stressfaktoren dazukommen (wie ja gerade der Fall bei Dir) dann tanzt so ein aktives Suchtgedächtnis natürlich Tango mit Dir. :?
    Und dann ist der nächste Schluck leider auch wieder ganz nah.

    Baue Dir bitte ein stabiles Grundgerüst in Sachen Trockenheit auf.
    Wenn eine Therapie dazugehören kann, dann bitte machen.
    Alles was hilft, ist dann richtig.
    Ich habe bei Dir das Gefühl, Du möchtest wirklich ein trockenes Leben, aber Dir fehlt noch etwas das richtige Werkzeug dafür.
    Kennst Du eigentlich schon unsere Grundbausteine?
    Da haben wir auch schon jede Menge "Werkzeug" zusammengetragen.
    Schau mal rein, falls noch nicht geschehen.
    Falls Du nicht weißt, wo Du das findest, dann möge bitte ein Mod mal eben den link dazu setzen.
    Ich bin gerade etwas auf dem Sprung, sonst würde ich es selbst machen :wink:

    LG Sunshine

    Tja Williams, mir war es irgendwie klar, daß das mit der Abstinenz nicht so ganz stimmen konnte... das hat mir mein Bauchgefühl die ganze Zeit schon ins Ohr geflüstert :wink:
    Und das irrt sich relativ selten :wink:

    Warum bemühst Du Dich nicht um eine Therapie?
    Du merkst doch auch selbst, das es nicht gerade rund läuft mit Deiner Abstinenz.
    Meinst Du es denn überhaupt ernst mit einem trockenen Leben?
    Und was bist Du bereit, dafür zu tun?

    Wenn ich Dir mal meinen Eindruck schildern darf:
    Du machst gerade eine Schlitterpartie und bist kurz davor, wieder zu saufen.
    Ob sich das auch durch Deine Scherze ankündigt, vermag ich nicht zu sagen.
    Aber Du bist mit dem Thema Alk noch nicht für Dich durch.
    Denkst vielleicht, da geht noch was.
    Kontrolliertes Trinken evtl.?
    Bisher konntest Du ja Deinen Angaben zufolge die Alkoholzufuhr nach einem Bier noch stoppen.
    War es wirklich so?
    Denn normalerweise können ja GENAU DAS Alkoholiker nicht (mehr).
    Konnten es vielleicht auch nie wirklich...

    Wie auch immer... ich kann Dir nur raten, mehr für Dich zu tun.
    Wenn Deine bisherigen Maßnahmen nicht ausreichten, dann solltest Du evtl. eine Therapie beginnen.
    So leichtfertig, wie Du momentan mit Deiner Abstinenz (von einem trockenen Leben kann ja keineswegs die Rede sein) umgehst,
    habe ich große Bedenken, wie lange sowas noch gut gehen kann...
    Sagt Dir das Wort "Trockenheitsarbeit" eigentlich was?
    Dabei geht es auch darum, das nur nicht mehr trinken nicht ausreichen wird.
    Um ein trockenes Leben leben zu können, bedarf es weitaus mehr.
    Also, was kannst Du diesbezüglich noch für Dich tun?
    Und wobei können wir Dir helfen?

    LG Sunshine

    Hallo Williams,

    könnte es sein, das Du die Ernsthaftigkeit unserer Erkrankung noch gar nicht richtig begriffen hast?
    Wie bist Du denn bisher trocken geblieben?
    Rein über Willenskraft ?
    Was hast Du in Deinem Leben bisher geändert, um nicht mehr trinken zu müssen?

    Und was soll der Mist mit der Wodkaflasche auf dem Tisch?
    Ich käme nicht mal auf die Idee, eine Wodkaflasche überhaupt zu berühren.
    Was kommt als nächstes?
    Das Du "im Scherz" einen Schluck daraus trinkst?
    Und dann "im Scherz" wieder säufst?
    Und Dich vielleicht am Ende "im Scherz" totsäufst?
    Denn Du weißt ja wohl, das unsere Krankheit ungestoppt tödlich verläuft, oder?

    Also ehrlich gesagt, ich finde das alles überhaupt nicht lustig, obwohl ich wohl weiß Gott über viel Humor verfüge.
    Wo bitte soll denn da der Scherz sein?

    LG Sunshine

    Hallo Foffi,

    ich meinte auch keinesfalls, das man all diese schlimmen Dinge, die passieren, einfach schlucken soll.
    Denn das macht wirklich krank.

    Ich möchte nur vor dem anscheinend immer häufiger werdenden Drang warnen, alles was geht, ins internet zu stellen.
    So werden Menschen nämlich viel zu oft in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt, gebrandmarkt und/oder sogar schrecklich gemobbt.
    Das kann ganz fatale Folgen haben !!
    Und es kann auch für DICH strafrechtliche Folgen haben, das mache Dir bitte auch mal klar.
    So einen Ärger noch zusätzlich zu bekommen, ist wohl auch nicht gerade für Dich förderlich, oder?
    Und bitte bedenke, das internet vergisst auch nichts !
    Da bleibt alles für alle Zeit wie in Stein gemeisselt, es ist unglaublich schwer bis unmöglich, etwas wieder aus dem i-net zu entfernen.

    Ich verstehe Dich und Deine hilflose bis verzweifelte Lage sehr gut.
    Und ich wünsche Dir auch wirklich, das Du daraus einen Ausweg für Dich finden kannst.
    Damit Du Dein Leben selbst in Ruhe führen kannst.

    LG Sunshine

    Tja Mike, es läuft bei Euch recht typsich ab... eine richtig "nette" Abhängigkeitsbeziehung. :?

    Zitat

    Es waren noch sehr harmonische Tage. Heute auch noch...


    Och, das war mir schon klar... darum hast Du Dich hier ja auch nicht mehr gemeldet.
    Dann drehen die CO-Abhängigen fast immer noch ne Runde.
    Der Rückzug hier ist dann geradezu typisch. Weil man sich in die neue CO-Runde nicht reinquatschen lassen will, nicht wahr? :wink:
    Und weil man auch seine eigene rosa Blase noch nicht verlassen will.
    Da wird dann schnell alles wieder schön gequatscht, nur um selbst nicht handeln zu müssen.
    Besser und gesünder wäre es allerdings, sich ne fette Nadel zu holen, die rosa Blase zerplatzen zu lassen, daraus hervorzukriechen und zu GEHEN !
    Ja, damit platzen immer auch die eigenen Träume!
    Und die gemeinsamen sowieso.
    Und Ja, das tut weh ! Und ist nicht so einfach.
    Viel schlimmer ist allerdings das, was folgen wird, wenn man es nicht tut.

    Zitat

    Zu fortgeschrittener Stunde ist Ihre Stimmung immer mehr in den "Keller" gegangen. Ich solle meine Sachen packen und einfach gehen, Morgen früh. ".... das geht so nicht, wegen Dir trinke ich soviel...." flog mir noch um die Ohren.
    Den Schlüssel soll ich abgeben und wir sehen uns nie wieder. Mir wurde die Tür aufgehalten und das war´s......


    Joah, dieses Verhalten ist schon relativ typisch.
    Ich habe das oft mit meinem Mann ähnlich gemacht, ich drohte allerdings mit "Auszug", weil ich in seinem Haus wohn(t)e.
    Der hat das allerdings irgendwann gar nicht mehr ernst genommen.
    Weil er bereits wußte, das ich das im Suff gesagt hatte und das nicht ernst zu nehmen war.
    Schön war das trotzdem nicht, das macht ja auch was mit dem anderen.

    Ich glaube, ich habe auch meinen Mann mal vorgeworfen, das er der Grund sei, das ich saufe.
    So ein Unsinn, das stimmte überhaupt nicht. Aber wenn man einen "Grund" zum Saufen sucht, wird man IMMER einen finden.
    Allein das die Sonne nicht scheint, wäre schon einer... oder das sie scheint, wäre genau so ein "guter Grund" gewesen :roll:
    Es wäre also ganz egal was Du tust, wenn sie einen Grund zum Saufen in Dir finden will, dann kannst Du NICHTS dagegen tun.
    Außer natürlich, Dir son Schwachsinn nicht länger bieten zu lassen und wirklich die Konsequenzen zu ziehen.
    Ansonsten läuft die Nummer immer weiter so...

    Und rechne mal damit, das sie sich wieder meldet.
    Denn einen guten CO verliert man ungern, und Du bist ja ein guter, der bisher tadelos funktionierte.
    Und ich denke, das wirst Du auch erstmal noch weiterhin sein.
    Du hast die Nummer nämlich noch längst nicht wirklich durchschaut und das Wort "Liebe" und ein paar lausige Versprechen bringen sich sofort wieder auf Kurs, richtig?
    Das zieht nämlich immer bei CO´s und das wissen nasse Alkoholier auch !!

    Zitat

    Ist das so bei Alkoholikern? Wenn man "aus der Reihe tanzt" dass man gleich abgesägt wird, weil man nicht mitmacht?


    Ja das ist so !
    Aber erstmal versucht man, den CO wieder auf Spur zu bringen.
    Denn ansonsten müßte man sich erstmal nen neuen suchen und das ist unbequem.
    Hilft aber alles nix und der CO will einfach nicht mehr spuren... Ja dann wird er tatsächlich abgeschossen.
    Denn so schwer isses auch wieder nich, nen neunen CO zu finden.
    Bequemer ist aber Variante 1.

    Merkst Du, wie "viel" das alles mit "Liebe" zu tun hat?
    Richtig, es hat überhaupt nichts damit zu tun.
    Es handelt sich hier um Abhängigkeitsbeziehungen.
    Du lebst Deine Abhängigkeit ja auch irgendwie an ihr aus, oder?
    Das zwanghafte "helfen wollen" ist ja auch ne Abhängigkeit, die am nassen Alkie ausgelebt wird, nicht wahr?
    Siehe hierzu auch "Helfersyndrom".
    CO`s sind von daher auch für mich nicht die reinen "Opfer", sondern andersherum auch selbst "Täter", wenn man mal in diesen Kategorien Opfer/Täter schreiben möchte.

    Mike, ich kann Dir nur dringend raten, Dich hier auszutauschen oder anderweitige professioenelle Hilfe zu suchen.
    Und nicht jedesmal wie n abgerichteter Hund zurückzulaufen, wenn das Herrchen mal wieder pfeift.
    Denn sonst kommt Du aus dieser Leidensnummer nicht mehr raus, willst Du das?

    Und nochwas... hätte mein Mann mich damals wirklich mal endgültig rausgeschmissen... vielleicht hätte mich das dann auch eher wachgerüttelt.
    Er hat deshalb aber trotzdem keine Schuld daran, das ich weiter gesoffen habe.
    Aber es hätte mich vielleicht doch mal zum kritischen Nachdenken gebracht.
    Ich weiß es einfach nicht, was passiert wäre... denn es war ja nie so.
    Ich will Dir damit nur sagen, das Du auch Deiner evtl. alkoholkranken Freundin keinerlei Gefallen tust, wenn Du weiterhin so tust, als sei auch nur noch irgendwas okay.

    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Foffi,
    Willkommen im Forum.

    Du schreibst:

    Zitat

    sie hat mir gerade 3 voice geschickt die ich später mal bei youtube hochladen werde und euch hier mal zeigen werde, da könnt ihr mal schauen wie die abgeht die tickt nicht mehr sauber!!!

    Zitat


    Bloß stellen nicht, ich hätte das Video auf privat gestellt und sofort wieder gelöscht! Aber OK. Ich wollte nur euch einmal einen Einblick verschaffen...


    Was bitte außer bloßstellen ist sowas denn sonst ?? :shock::shock:
    Sorry, aber wenn ich sowas lese, habe ich stark den Verdacht, das Du selbst auch nich so ganz hasenrein tickst ! :roll:

    Mal zur Info, falls Du es noch nicht wußtest:
    Alkoholismus ist eine KRANKHEIT... ergo ist Deine Mutter (und die Schwester) suchterkrankt, die Schwester evtl. sogar mehrfach.

    Seit wann stellt man andere Menschen aufgrund ihrer Erkrankung bloß??
    Sach ma, wie asi is das denn??
    Wie würde Dir das ungekehrt gefallen, wenn sowas jemand mit Dir machen würde.

    Du brauchst uns hier nichts zu beweisen, wir alle haben ausreichend Bekanntschaft mit dem Krankheitsbild Alkoholismus gemacht.
    Entweder als Selbstbetroffene oder als Angehörige.
    Es ist ein fuchtbares Elend, für die Angehörigen, ABER EBENSO FÜR DIE BETROFFENEN !!

    ALso höre mal bitte mit Deinen Lästereien über die Mutter und die Schwester auf. Das ist einfach unerträglich.
    Helfen kannst Du ihnen im übrigen nicht, wenn sie suchterkrankt sind und weiter süchteln wollen.
    Aber Du kannst was für DICH tun und darum kann es in diesem Forum auch nur gehen.
    Du kannst hier im Austausch lernen, wie Du Dich aus diesen ungesunden Mustern lösen kannst.
    Dabei wünsche ich Dir alles Gute.

    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Mike, und Willkommen hier im Forum
    Gut, das Du hergefunden hast.

    Zitat

    Ist es das? Das Leben? Für andere da zu sein? Verantwortlich zu sein? Bin ich ein Egoist, wenn ich jetzt sage, SCHLUSS und lass mich in Ruhe?


    Nein, das ist eindeutig nicht so. Du bist für den Suff Deiner Freundin keinesfalls verantwortlich oder auch nur in irgendeiner Weise "zuständig".
    Bist ja nicht ihr Erziehungeberechtigter, und sie ist volljährig, oder? :wink:

    Ich halte es (so wie es momentan aussieht) für Deine einzigste Chance, da wieder rauszukommen, wenn Du die "Beziehung" wirklich beendest.
    Blessuren hast Du sicher schon, aber das wird noch viel schlimmer, das kann ich Dir schon mal versprechen.
    Und noch ganz schlimm: Deine Kinder werden davon auch in Mitleidenschaft gezogen.
    Sowas bleibt einfach nicht aus, das kannst Du nicht verhindern, wenn Du weiterhin mit einer Trinkerin zusammen bleibst, Mike.
    Und für die Kinder BIST Du verantwortlich !
    Für die trinkende Partnerin aber eindeutig NICHT.

    Alkoholismus ist eine Krankheit, wie Du sicher weißt. Und aus dieser Suchterkrankung kommt man nicht allein wieder raus.
    Angehörige/Partner können leider nicht helfen, sie sind viel zu involviert.
    Hier muss eine professionelle Entgiftung her und danach weitere geeignete Hilfe in Form einer SHG oder auch Therapie.
    Dazu müßte der Erkrankte aber bereit sein, sonst bringt das alles nix und der Alkoholiker hängt danach gleich wieder anner Pulle.

    Ich hätte Dir auch das blaue vom Himmel versprochen.
    Habe ich ja auch gemacht, bei meinem Mann.
    Nur kann ein nasser Alkoholiker keine Versprechen mehr einhalten.
    Selbst wenn er wollte, das gibt die Krankheit einfach nicht mehr her.
    Also lügt man, bis sich die Balken biegen, trinkt heimlich, weil man wirklich nicht mehr aufhören KANN usw., usf.
    Einiges davon wirst Du sicher schon so kennen/erlebt haben, richtig?

    Als nasser Alkoholiker ist man außerdem sehr daran interessiert, einen gut funktionierenden CO zu haben.
    Und das bist Du ja eindeutig, wie Du die Lage beschreibst.
    Und falls der CO anfängt, aufzumucken, kennen wir Mittel und Wege, ihn wieder auf Rolle zu bringen.
    Nasse Alkoholiker sind hervorragende Manipulateure.
    Wie Du siehst, hat das alles wenig bis gar nichts mit Liebe zu tun... auch wenn genau dieses Wort ein nasser Alkoholiker gern benutzt :wink:
    Denn mit der angeblich "ach so großen Liebe" kann man CO`s am allerbesten dahin bekommen, wo man sie haben will.
    Das mal so aus meinen Erfahrungen...

    Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch mit anderen Betroffenen.

    LG Sunshine (Alkoholikerin, trocken)

    Hallo Williams,

    Willkommen hier im Forum. Schön, das Du hergefunden hast.

    Ich picke mal einen Satz von Dir heraus, der mir gerade so ins Auge fällt:

    Zitat

    Du hast keine Panik wenn Umfeld um dich Alkohol trinkt.

    Ich bin nun schon viele Jahre trocken, und ich bekomme keine Panik, wenn Leute um mich herum trinken.
    Mein persönliches Umfeld habe ich allerdings so gestaltet, das da nicht in meiner Anwesenheit Alkohol getrunken wird.
    Ich möchte das nicht.
    Wer sich daran nicht halten kann, kann leider nicht zu meinem engeren Umfeld gehören.

    Ich betreibe auch sonst Risikominimierung, auch wenn ich mittlerweile 14 Jahre trocken bin.
    Manch einer sagte dazu schon, das ich das doch nicht mehr machen müsse, weil ich doch schon so lange trocken bin.
    Ich antworte dann meist, DAS ich wohl solange trocken bin, WEIL ich immer Risikominimierung betrieben habe. :wink:

    Unsere Krankheit ist nicht irgendwann "überwunden" oder gar "geheilt"... wir können sie nur stoppen.
    Sie schlummert aber weiterhin in uns. Wenn wir nicht gut auf uns aufpassen, kann sie auch wieder ausbrechen.

    Zitat

    durch den Suff habe ich Arbeit,Freundin und Führerschein verloren.


    Noch kurz hierzu:
    Ist das etwa noch keine "schiefe Bahn" ??
    Ganz schnurgerade hört sich das für mich jedenfalls nicht an.

    Ich sehe das ganz "nüchtern" :wink:
    Hätte ich meine Alkoholsucht nicht stoppen können, dann hätte ich wohl irgendwann auch zu diesen "obdachlosen Alkoholikern" gehört.
    Alles nur eine Frage der Zeit, wenn man die Sucht nicht stoppen kann.

    Darf ich fragen, warum Du bisher in keiner SHG warst?
    Wolltest Du es unbedingt allein schaffen ? Und wenn ja, warum?

    LG Sunshine

    Liebe Stine,

    ich kann mich noch gut an Dich erinnern :)
    Du wirst es nicht glauben, aber ich habe erst neulich an Dich gedacht und mich gefragt, wie es Dir wohl weiter ergangen ist und wie es Dir geht?
    Umso schöner, nun zu lesen, das Du trocken bist, und wie Dein Weg weiter gegangen ist.
    Und natürlich möchte ich noch ganz herzlich zur Hochzeit und zum Nachwuchs gratulieren !
    Wie schööööön !! :D

    Zitat

    Fühlt sich gut an, wieder ein wenig zu schreiben, auch wenn es gar nicht so viel zu sagen gibt


    Häää ? Nicht viel zu sagen? Ich finde, da ist EINIGES in Deinem Leben passiert...

    Zitat

    Vor 2,5 Jahren war ich sehr aktiv hier, vor allem in der Geschlossenen, irgendwann war es dann zu viel und fast wie eine neue Sucht,
    habe nur noch über Beiträge hier nachgedacht, im Kopf ständig Antworten formuliert, war dauernd online...
    Also habe ich die Reißleine gezogen...

    Jo, die Reißleine hat man deutlich gespürt :wink:
    Hmmm... also ich denke, das ist hier schon so einigen passiert, was Du da beschreibst, einige sind auch mittendrin und es wird auch sicher weiterhin immer mal wieder sowas passieren.
    Bestimmte Anzeichen sprechen oft schon längst dafür, das jemand in die "Forensucht" geglitten ist, aber spricht man sowas an,
    wird es oft abgewiegelt, weil derjenige gern weiter süchteln möchte. :wink:
    Typisches Suchtverhalten halt.
    Aber irgendwann kann man wohl auch selbst dann nicht mehr die Augen davor verschließen und dann muss man halt schauen, was zu tun ist.
    Weißt Du Stine, ich denke, es hat vielleicht auch mit unserem "Suchtcharakter" zu tun.
    Wir neigen wohl dazu, gerne auch mal in andere Süchte abzugleiten.
    Und diesen dann auch recht extrem zu frönen.
    Manchmal ist es trotzdem besser, als wieder zu saufen, das sag ich mir dann meist.
    Problematisch wird es allerdings, wenn die neue Sucht auch wieder einengt und beschneidet.

    Zitat

    Vor zwei Jahren habe ich auch mit dem Rauchen aufgehört :shock: Das fällt mir tatsächlich schwerer,
    habe immer wieder viel Lust auf eine oder hundert Zigaretten :roll:


    Super, das Du aufhören konntest !
    Ich habe vor 5 Jahren das Rauchen aufgegeben, und mir fiel es auch schwerer als das Saufen aufzugeben.
    Habe nämlich echt gern gequarzt... bis ich es eben nicht mehr gern tat.
    Mich hat diese Sucht auch wieder eingeengt in meiner persönlichen Freiheit, wieder dieser Beschaffungsdruck (reichen die Kippen noch den Abend über? ),
    wieder dieses unkontrollierbare (heute rauche ich aber echt weniger... jo na klar... und im Himmel is Jahrmarkt)
    Und wieder der eigenen Gesundheit schaden mit ner Sucht.
    Neee, das wollte ich doch nie wieder haben... also habe ich die Wut bekommen und aufgehört. :lol:
    Leicht fiel es mir nicht, weil ich es so über den Verstand steuern mußte, aber ich habe es trotzdem bis heute geschafft, nicht wieder zu rauchen.
    Trotzdem gibt es Momente, wo ich neidvoll auf jemanden schauen, der sich "genüßlich" ne Zigarette anzündet.
    Aber diese Momente gehen auch ebenso schnell wieder vorbei und ich geh wieder meiner Wege.

    Ich wünsche Dir weiterhin von Herzen alles Gute auf Deinen Wegen !
    LG Sunshine

    Das probiere ich aus, Aurora !! :D
    Bin auch ein Milchreis-Fan und Kokosmilch liebe ich auch sehr.
    Kann mir gut vorstellen, das dieser Milchreis besonders gut schmeckt.
    Vielleicht kann ich ja sogar die Enkelkinder von dieser Version begeistern?
    Sie essen für ihr Leben gern Mango...
    Ich würde die dann alledings nur in Stücke schneiden, weil die Kinder sicher kein Magopüree essen und ich auch lieber Obst in Stücken dazu mag.
    Ansonsten bereite ich das zu wie beschrieben... und bin sehr gespannt :D
    Vielen Dank für das schöne Rezept !

    LG Sunshine

    Hallo,

    Carl Friedrich schrieb:

    Zitat

    Da man aber nicht allen auf die Nase binden will, dass man alkoholkrank ist, kann es nicht schaden, ein paar Antworten parat zu haben, bevor man Dinge preisgibt, die gewisse Leute nichts angehen.

    Da muss ich doch glatt mal nachfragen, wer "man" ist?
    Also ich habe ja kein Problem damit, zu sagen, das ich alkoholkrank bin.
    Dann gehöre ich schon mal nicht zu "man". :wink:
    Nachteile habe ich noch keine dadurch gehabt.
    Wird aber immer wieder gern suggeriert, selbst wenn man keinerlei eigene Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat.

    Ich muss auch sagen, das kaum mal Nachfragen kamen, warum ich keinen Alkohol trinke.
    Das wurde eher ganz selbstverständlich akzeptiert, ohne irgendwelches weitere Gewese.

    Dem oben zitierten entnehme ich, das es für alle Alkoholiker wichtig ist, die Krankheit geheimzuhalten und entsprechend rumzulavieren.
    Wenn das für einige der Weg sein sollte, dann soll mir das schnuppe sein.
    Für mich wäre es kein Weg gewesen, ich mag nicht mehr lügen und rumlavieren.
    Das ist für mich nasses Verhalten und passt somit nicht mehr in mein Leben.
    Das habe ich oft genug gemacht, als ich noch gesoffen habe.

    Eines verstehe ich auch nicht.
    Wenn ich/jemand zu meiner/seiner Krankheit steht, bedeutet das doch noch lange nicht, das man es "jedem auf die Nase bindet".
    Ich gehe damit doch auch nicht hausieren oder trage n Schild um dem Hals. Warum sollte ich denn?
    Aber auf explizite Nachfrage lüge ich eben auch nicht rum, sondern sage dann ganz sachlich, was Ambach is.
    Wo ist denn da bitte das "allen auf die Nase binden"?
    Werde ich wohl nie verstehen...

    LG Sunshine

    Hallo Kati82,

    und Willkommen hier im Forum ! :)

    Wenn ich das alles lese, dann ist meine erste Frage an Dich, warum machst Du das ganze überhaupt mit?
    "Die große Liebe", "Seelenverwandschaft" und diese Dinge lasse bitte dabei mal außen vor... denn damit hat so eine Beziehung selten was zu tun.

    Zweite Frage:
    Wie kommst Du darauf, das Du eine Art Verantwortung trägst?
    Dein Freund ist doch nicht minderjährig und Du seine Mutter, oder?
    Wieso glaubst Du denn, für irgendwas zuständig zu sein, was ganz klar in seine Belange fällt?
    Beispielsweise, wie er ein abstinentes Leben führen kann.
    Und wie und wo er dafür Hilfe bekommen kann.

    Wie wäre es, wenn Du Deinen Freund mal selbst machen lässt und Dich um Deine eigenen Baustellen kümmerst?
    Und ihr mal ein halbes Jahr oder so vergehen lasst und dann nochmal schaut, ob es noch Sinn miteinander macht?
    Ihr verliert doch dadurch nichts, oder?
    Und wenn er in der Zeit wieder säuft... ja dann weißt Du ja eh, wie die Sache wahrscheinlich weiter läuft.

    Ich kann Dir nur raten, weiterhin so konsequent zu sein, wie Du es ja auch schon warst.

    Und noch was... wir können Dir keine Tipps geben, wie Du Deinen Freund erfolgreich trocken legen kannst.
    Da muss er allein bzw. mit professioneller Hilfe ran, da kannst Du nicht viel machen oder tun. Unterstützen kannst Du allerdings schon ein bisschen.
    Es kann hier nur um DICH gehen, Du schreibst aber leider fast nur von Deinem Freund und was er so tut und macht.

    Erzähle doch mal lieber ein bisschen was über Dich... wie es Dir geht, wie Deine weiteren Pläne sind, wie stellst Du Dir denn DEINE Zukunft vor?
    Und was tust DU, um DEINE Lebensziele zu erreichen?

    LG Sunshine
    (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Epic,

    Gut, das Du wieder hier schreibst.
    Das mit dem Rückfall ist bedauerlich. Zumal Du ja mit jedem erneuten Saufen Deine schon angegriffene Leber weiter schädigst.

    Es hilft jetzt nur, wieder aufzustehen und es besser zu machen.
    Denn so hat es ja noch nicht geklappt mit dem Trocken werden.

    Zitat

    Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll.


    Ja. Dieses Eingeständnis halte ich für relativ wichtig.
    Als ich ganz am Anfang meiner Trockenheit stand, wußte ich auch nicht so recht weiter.
    Was muss ich tun, um trocken bleiben zu können?
    Es gibt aber Menschen, die wissen, wie das geht !
    Beispielsweise die Langzeittrockenen hier im Forum.
    Nimm die Erfahrungen der Langzeittrockenen doch "einfach" mal an ohne wenn und aber... ohne Vorurteile
    und ohne alles zig mal diskutieren zu wollen.
    Denn Du weisst es doch nun mal nicht besser, wie es geht !
    Das soll kein Vorwurf sein oder ein Versuch, Dich hier als dumm hinzustellen zu wollen.
    Es ist einfach eine Tatsache ohne Wertung.

    Zitat

    Danke, ich hab zwar grad keine Perspektive, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...


    Wieso hast Du keine Perspektive ? Ist ein trockenes Leben keine positive Perspektive??
    Meiner Meinung nach ist es die tollste Perspektive überhaupt: Ein Leben in Freiheit, ohne Abhängigkeit von einer Droge oder sonstwas.
    Du weisst nur noch nicht, wie Du da hinkommst. :wink:

    Epic, mein Tipp kann nur sein, nimm die Erfahrungen der Menschen hier an.
    Und zieh Dein weiteres Vorhaben durch, nimm die angesprochenen Hilfsangebote an und geh weiter Deinen Weg in ein trockenes Leben !
    Welche andere Alternative hast Du denn?
    Weitersaufen bis ins Leberkoma und dann abwinken oder was?
    Denn darauf läuft das immer bei Alkoholikern raus... entweder säufst Du Dir die Leber kaputt, oder die Birne oder die Bauchspeicheldrüse oder auch alles zusammen...
    Oder nimmst Dir gleich n Strick, weil Du die ganze Sauf-Schei*sse nicht mehr ertragen kannst.

    Also, lasse es bitte nicht so weit kommen.
    Und ich möchte Dir auch Mut machen.... wenn es bisher "nur" ne Fettleber ist, kannst Du da noch eine große Beserung erreichen.
    Absolutes Alkoholverbot dürfte klar sein.
    Und eine gesunde Ernährungsweise hilft nochmals sehr viel weiter.
    Die Leber ist ein Organ, was über eine sehe hohe Regenerationsfähigkeit verfügt, wenn man sie denn lässt.
    Ich spreche da aus großer Erfahrung, denn mit meiner Leber sah es ziemlich schlimm aus, ich war nämlich kurz vorm Leberversagen.
    Heute habe ich wieder so gute Werte, das selbst meine Hausärztin erstaunt ist, wie sehr sich meine Leber noch erholen konnte.
    Gib Dir und Deiner Leber bitte auch eine Chance !

    Darf ich fragen, warum Du nach der Entgiftung direkt weiter gesoffen hast?
    Wie waren da Deine Gedanken, was war der Auslöser, falls es einen gab?
    Interessiert mich einfach. Weil ich das so schlecht nachvollziehen kann.
    Ich würde es aber gern verstehen können :wink:

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich konnte durch meine Anwesenheit verhindern das er trinkt, also liegt es an mir es fortzusetzen. So ist der blöde Gedanke in meinem Kopf.


    Ja sorry, aber das ist wirklich ein "blöder" Gedanke.
    Denn es stimmt auf keinen Fall, das Du verhindern könntest, das er trinkt.

    Ich erzähle mal von mir...
    Ich habe sonstwas versprochen, wenn es um Alk ging. Hätte Dir das blaue vom Himmel versprochen und vorgelogen...
    Das ich weniger trinke beispielweise, oder das ich "morgen mal nichts trinke", oder ich habe mich einsichtig gezeigt und pipapo.
    Aber ich HABE WEITER GETRUNKEN !
    Vielleicht hab ich mich wirklich mal nen Abend zusammengerissen und nichts getrunken.
    Oder ich habe so getan und heimlich getrunken (machen übrigens fast alle nassen Alkoholiker so).
    Oder oder oder... es gibt dutzende von Varianten, die alle Alkoholiker kennen.
    Ich habe getrunken, weil ich abhängig geworden bin, alkoholkrank.
    Weil ich sonst auf sehr unschönen Entzug kam.
    Niemand hat gern diese furchtbare innere Unruhe, Panikanfälle, Händezittern, Schweißausbrüche etc.pp
    Man "muss" dann einfach trinken.

    Und, liebe Sinneswandel, ich kenne keinen trockenen Alkoholiker, der es ohne Hilfe geschafft hat, trocken zu werden.
    Da muss man aktiv werden, zum Arzt gehen, zur Suchtberatung, zur qualifizierten Entgiftung (stationär oder ambulant) und danach ist der dringende und regelmäßige Besuch einer SHG angeraten.
    Oder eine Langzeittherapie.
    Macht Dein saufender XV auch nur IRGENDWAS in dieser Richtung?
    Nein?
    Dann wird das auch nichts.
    Und ganz ehrlich, Sinneswandel, nach Deinen Schilderungen sehe ich auch keine Hoffnung, das er das Saufen aufgeben will, er will Dich nur hinhalten.
    Mit wechselndem Verhalten. Je nachdem, was gerade am besten passt (für IHN !!)
    Und Du zerbrichst Dir auch noch Dein hübsches Köpfchen darüber, anstatt raus zu gehen, das Leben frei und nach Herzendlust zu genießen
    ohne Sorgen um den Liebsten.
    Warum tust Du Dir das an?
    Denk mal drüber nach....
    Hast Du das, was gerade abgeht, echt verdient?
    Bist Du Dir so wenig wert? :cry:
    Stundenlang wie ein ausgesetzter Hund vor seiner Bude zu warten?
    Sorry, aber mir fiele sowas nicht mal im Alptraum ein... ich würde nicht mal ne halbe Stunde auf irgend nen Typ warten.
    Dann wäre der Fall für mich schon ad acta gelegt und aus die Maus.

    Sieh bitte zu, das es DIR gut geht. Oder wie Du da wieder hinkommen kannst.
    Denn DARUM geht es hier und nicht darum, ob Dein XY am WE säuft oder nicht oder in der Woche oder nicht oder bliblablubb.
    Das ist völlig egal, da hast Du eh keinerlei Einfluss drauf.

    Ich wünsche Dir hier einen guten und aufschlussreichen Austausch.

    LG Sunshine

    Hallo Sinneswandel,

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich will versuchen mehr an mich zu denken. Ich habe zum Glück einen sehr guten und stabilen Freundeskreis.


    Sehr gute Idee ! :)
    Und zum Glück hast Du wohl noch einen Freundeskreis.
    Denn auch das ist bei CO-Abhängigen/Angehörigen keinesfalls selbstverständlich.
    Oft werden nämlich Freundschaften vernachlässigt...oder schlafen ganz ein aus gewissen Gründen.
    Und so gerät dann auch ein Angehöriger oder CO immer tiefer in den Studel der Isolation und somit auch tiefer in die Abhängigkeit.
    Ist ja sonst niemand mehr da :cry:

    Zitat


    Für mich ist es schon belastend zu wissen, dass es Freitag ist und er somit jetzt am Wochenende gefährdet ist.
    Aber es tut gut, wenn ihr mir sagt, dass ich es eh nicht verhindern kann. Es nimmt ein wenig die Verantwortung.


    Liebe Sinneswandelt, Du hattest nie eine Verantwortung dieser Art.
    Oder ist Dein XY Dein minderjähriges Kind??
    Das hast Du Dir aufdrücken lassen oder Dir selbst eingeredet, ist aber nicht so.
    Dein XY ist für sein Leben selbst verantwortlich.
    Genau so wie Du für Deines.

    LG Sunshine

    Hallo Sinneswandel,
    Willkommen hier im Forum.

    Ich schreibe Dir als trockene Alkoholikerin.
    Aus meiner Sicht hat Dich Dein XY schon gut im Griff. Und zwar in der Art, das Du prima als sein CO funktionierst.
    Das hat er schon recht "gut" hinbekommen.
    Verantwortung hast du Dir außerdem schon zuschustern lassen oder Dir selbst zugeschustert.
    Sehr gut, genau SO sollte ein aktiver und guter Co funktionieren!
    Und wenn nicht, dann kennen wir als nasse Alkoholiker auch Mittel und Wege, Dich wieder einzunorden.
    Verlass Dich drauf !
    Ein Helfersyndrom ist auch ausgezeichnet für einen aktiven CO.
    Genau so hat es der nasse Alkie gern. :roll:

    Ich hoffe sehr, das Du Deinem nick gerecht wirst, Sinneswandel.
    Nämlich, indem DU einen Sinneswandel durchläufst ... und nicht Dein saufender XY.
    Denn auf ihn hast Du NULL Einfluss, das ist einfach so, egal wie Du das siehst oder gern sehen möchtest.
    Dein saufender XY wird Dir allerdings was anderes suggerieren oder sogar sagen, damit Du auf Spur bleibst.

    Sinneswandel, wie wäre es denn, wenn Du Dich um Dein Leben kümmerst, und darin insbesondere um DEINE SUCHT, DEINE ABHÄNGIGKEIT,
    ich meine damit Dein Helfersyndrom?
    Ansonsten wirst Du nämlich immer wieder auf solche Typen reinfallen, sorry wenn ich so deutliche Worte benutze.

    Mach bitte was aus Deinem Leben ! Sei Dir das wert !
    Geh Du Deinen Weg, genug zu tun hast Du da auch so ohne nen Säufer im Schlepptau, nicht wahr?
    Evtl. brauchst Du selbst auch therapeutische Hilfe.
    Oder ist es bequemer und einfacher für Dich, auf ihn zu schauen als auf Dich?
    Sozusagen, die eigenen Baustellen auszulagern auf andere, um sich nicht um das eigene Leben kümmern zu müssen?

    Dein saufender XY kann sich JEDERZEIT Hilfe holen !
    Das wird er aber nur tun, wenn ER das so will und nicht wenn Du das für "angebracht" hältst.
    Arztpraxen haben jeden Wochetag offen und es gibt auch genug Beratungsstellen in unserem Land, wo man Hilfe bekommen kann.
    Er TUT aber nichts dergleichen !!
    Also wach auf... lass Dich nicht länger verar*schen.

    Übrigens... dieses ambivalente Verhalten Deines XY, Dich heranzuziehen und dann wieder wegzustoßen, ist ein bewährtes Mittel, Menschen von sich abhängig zu machen.
    Funzt ganz ausgezeichnet, denn man wird so immer wieder versuchen, irgendeine Klarheit zu schaffen...und versuchen, den anderen zu verstehen und diese ganze schräge Nummer.
    Diese Menschen sind oft beziehungsunfähig und auch das ausgereifteste Helfersyndrom hilft dabei nix, den anderen irgendwie zu ändern.
    Also mache Dir da keine Hoffnungen. Du kannst da nichts gegen ausrichten.

    Du kannst Dir aber DEIN LEBEN so einrichten, wie DU es gerne möchtest.
    Und eines kann ich Dir auch noch versprechen ... ein harmonische Beziehung oder gar harmonisches Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker ist nicht möglich.
    Diese Krankheit ist viel zu zerstörerisch, sie lässt sowas nicht mehr zu...da bleibt kein Raum für anderes als den Suff.
    Möchtest Du so ein Leben, wo Du immer nur die zweite Geige spielst, und zwar die NACH DEM SUFF ??
    Und naja... zweite Geige wäre noch geschönt... da ist ja nicht nur der Suff selbst, sondern auch die ganze Beschaffungssache,
    das Entsorgen der Pullen, das verschleiern des Ganzen, all die Lügen, um das ganze Kartenhaus nicht zusammenbrechen zu lassen und all diese ganze Schei*sse.
    Und DANACH kommst dann irgendwann DU !
    Wenn überhaupt.

    Also überleg Dir gut, was Du tust. Verschenk bitte nicht Dein Leben !

    LG Sunshine

    Liebe marie,

    ich schreibs einfach mal so frei heraus... ich hab mir das schon beinahe so gedacht, das Du rückfällig geworden bist.
    Das sagte mir mein Bauchgefühl, was ich in all den Jahren hier wohl diesbezüglich ausgebildet habe.
    Wenn sich jemand so plötzlich zurückzieht und nix mehr von sich hören lässt, spricht das für mich oft Bände.
    Und so überrascht mich Dein Rückfall auch nicht besonders.

    Eins möchte ich auch gleich nochmals anmerken, was gerade in Deinem Fall wieder mal sehr deutlich wird:
    Sucht hat mit Verstand und Logik und auch mit Intelligenz nichts zu tun.
    Denn es war recht deutlich zu merken, das Du eine sehr intelligente Frau bist, was aber offentsichtlich im Akutfall auch nicht weiter half.
    Von daher kann ich nur nochmals auf die Wichtigkeit der Risikominimierung hinweisen, die einen gewissen Schutz bieten kann.
    Man sollte sich alle Hilfe holen, die man braucht.
    Und die Hilfe durch Risikominimierung kann man ganz aktiv selbst herbeiführen, ohne jemand anderen dafür zu brauchen.

    Ich stelle natürlich die gleichen Fragen wie die anderen:
    Warum hast Du Dich hier nicht gemeldet?
    Siehst Du das hier nicht als Deine SHG?
    Woher hattest Du den Alk?
    Nochwas Zuhause gehabt, weil man "damit ja umgehen lernen muß" ?
    Oder was besorgt?
    Hast Du einen "Notfallkoffer" gepackt gehabt und griffen die Maßnahmen nicht und wenn ja, warum nicht?

    marie ich möchte Dir eigentlich gern nochmals den "Eerweiterten Bereich" nahe legen, weil ich denke, das Du intensivere Begleitung brauchst.
    Und die findet nun mal im Erweiterten Bereich statt und leider nicht hier im Offenen.
    Ich rede nicht gern drum herum, ich sehe den offenen Bereich eher wie ne Art Eintrittskarte, die "richtige" SHG ist allerdings im Erweiterten Bereich.
    Dort hätte es außerdem für den Akut-Fall einen Notruf-Button gegeben und es wäre ungehend jemand in den Chat gekommen, wenn Du das so gewünscht hättest.
    Das kann auch sehr hilfreich sein.

    Liebe marie, ich sehe auch noch eine weitere große Baustelle, und das ist Deine Beziehung.
    Ich erwähnte bereits, das Beziehungen oftmals nicht mehr funktionieren, wenn einer aus der Sucht aussteigt.
    Und in Deinem Fall sind es ja auch noch gleich 2 Süchtige, denn so übermäßiges Zocken kann ja auch eine Sucht sein.
    Nicht jeder Angehörige ist auch immer ein CO... sondern wie in diesem Fall evtl. selbst süchtig.
    (Wobei die CO-Abhängigkeit ja auch ne Art Sucht ist, aber darum geht es hier wohl nicht)
    Und Dein Freund will an seiner evtl. eigenen Sucht wohl nichts ändern, nicht aufhören.

    Dir wird nichts anders übrig bleiben, als zu akzeptieren, das Dein Freund selbst über sein Leben entscheidet!
    Und wenn er das zockend vorm Rechner verbringen will, ist das auch SEINE ENTSCHEIDUNG !
    Du bist weder seine Mutter noch seine Erziehungsbrechtigte, Du hörst Dich aber so an :wink:
    Seit wann hat man über seinen Partner zu bestimmen, was gut für ihn ist (oder für DICH, denn darum geht es ja meist, nicht wahr :wink: ) und was nicht?
    Und ich frage mich überhaupt, was es denn für eine Beziehung ist, in der 2 Menschen im Grunde hauptsächlich ihren Süchten nachgehen/nachgingen?
    Du der Sauferei und Dein Freund der Zockerei...
    Bleibt da überhaupt noch was für eine liebevolle und intensive Beziehung?
    Oder war das nicht auch schon lange ein "nebeneinander herleben"?
    Du musst sowas hier nicht beantworten und ich würde auch davon abraten, über so persönliche Dinge überhaupt im net zu schreiben, wo jeder mitlesen kann!
    Auch diese Problematik wäre eher was für den Erweiterten Bereich.
    Aber Du kannst Dir ja mal diese Fragen selbst beantworten :wink: ... nur so für Dich.

    Zitat


    Ich glaube langsam wirklich, es war für ihn einfacher, als ich "einfacher" (und betrunken) war.


    Das ist anzunehmen.
    Da wußte er wenigstens, woran er ist und Du unternahmst keine verspäteten Erziehungsversuche.
    Jeder ging seiner Sucht nach... tja und nun fällst Du komplett aus Deiner Rolle, wie ärgerlich ! :wink:
    Da kann einem schon daran gelegen sein, den anderen wieder in die alte Rolle zu drängen, weil man sonst selbst was verändern müßte.... igitt... wie unbequem !
    Nö, bequemer isses doch, das der andere endlich wieder säuft und alles ist wieder wie gehabt.
    Und da man den Partner meist auch nicht erst seit gestern kennt, weiß man auch, wie man ihn durch entsprechendes eigenes Verhalten dazu bekommt, evtl. wieder zu saufen.
    Scheint ja auch funktioniert zu haben...

    Zitat

    Dass ich für meinen Freund gerade quasi Luft bin


    Auch Liebensentzug kann fatale Folgen haben... aber vielleicht bist Du ihm auch einfach nur egal?
    Warst bisher ne nette Begleitung, aber nun, wo Du unbequem wirst...mh.

    marie, es ist DEIN LEBEN, was nur DU DIR zufriedenstellend gestalten kannst.
    Da ist Dein zockender Freund nicht für verantwortlich, das es DIR gut geht.
    Schieb diese Sache nicht auf ihn ab, es liegt in DEINER Verantwortung.
    Deine Trockenheit übrigens auch !

    LG Sunshine

    Hallo Martina,

    Zitat


    Kann jemand der sich selbst liebt süchtig sein oder werden?

    Das schließt sich für mich nicht aus, bzw. ist mir genau das passiert. :wink:
    Bevor ich in die Sucht abrutschte, hatte ich ein recht gesundes Selbstwertgefühl.
    Mein Bruder und ich hatten eine schöne Kindheit, zu der meine Eltern viel beitrugen.
    Wir wurden nie runtergemacht oder gar geschlagen von den Eltern, sowas gab es bei uns nicht.
    Wir wuchsen recht zwanglos auf und meine Eltern tranken nur selten Alkohol, höchstens zu Feierlichkeiten.

    Ich wurde recht früh Mutter und Ehefrau, war damals noch in der Berufsausbildung.
    Damit war ich überfordert und Hilfsangebote von seiten meines Arbeitgebers lehnte ich ab.
    Weil ich dachte, ich schaffe das alles auch allein bzw. zusammen mit meinem Ehemann.
    Denn, wie gesagt, ich hatte ja ein gesundes Selbstwertgefühl, fühlte mich keinesfalls hilflos.
    Meine Überforderung durch die Situation wollte ich entweder nicht sehen oder sah sie wirklich (noch) nicht.

    Ja, und dann kam immer mehr der Alk ins Spiel. Den ich schon zu Schulzeiten kennenlernte.
    Damit ging doch alles "viel besser". Alles erschien einfacher und ich konnte mich damit wegbeamen, wenn der Stress zu groß wurde.
    Funktionierte doch auch ne Zeit lang recht gut.

    Durch weitere ungünstige Lebensumstände geriet ich immer weiter in den Alk-Sog.
    Weitere Überforderung (in dem später sehr anspruchsvollen Beruf) und Einsamkeit (ich war mittlerweile geschieden) ließ mich immer häufiger trinken.
    Ich denke, damals trank ich dann auch schon abhängig.
    Und in dieser Zeit begann mein Selbstwertgefühl erheblich zu bröckeln.
    Warum schaffte ich es nicht, mit dem trinken aufzuhören?
    Ich fühlte mich als Versagerin, auch weil ich andere Sachen in meinem Leben nicht so gut auf Reihe bekam.
    Das der Alk auch dabei schon eine erhebliche Rolle spielte, sah ich wohl noch nicht.

    Kurz und ungut... ich rutschte trotz einem ehemals gesunden Selbstwertgefühl immer tiefer in die Alkoholsucht.
    Am Ende gab es im Grunde gar kein Selbstwertgefühl mehr... mir war es sogar manchmal schon egal, ob ich weiterlebe oder mich totsaufe.
    Ja, so zerstörerisch kann Alkohol sein.
    Auch ohne "schwere Kindheit" und trinkende Eltern etc.

    LG Sunshine

    Liebe marie,

    Wenn ein Partner trocken wird, ändert sich das ganze Beziehungsgefüge.
    Und oft merkt man, das es nicht mehr passt mit dem Partner.
    Viele Beziehungen gehen zu Ende, wenn einer trocken wird, und der andere CO bleibt.

    Desweiteren gibt es CO`s, die einen auch in einen Rückfall treiben können.
    Um das alte Beziehungsgefüge wieder herzustellen.
    Das kennt man und das ist von daher relativ berechenbar.
    Und Ja, vielleicht fühlt sich der CO nicht mehr so gebraucht, wie Calida schon schrieb.
    Denn ein trocken werdender Alkie nimmt normalerweise immer mehr wieder sein eigenes Leben in die Hand.
    Das könnte auf den CO durchaus bedrohlich wirken. Und er wird evtl. dagegen arbeiten.
    Muss ja nicht unbedingt bewußt geschehen.

    Ich würde da zeitnah mit Deinem Freund drüber sprechen.
    Denn es gibt auch andererseits viele Paare, wo beide bereit sich, sich zu ändern und an sich zu arbeiten und auch an der Beziehung.
    Dann stehen die Chancen natürlich sehr viel besser, das die Beziehung doch hält.
    Ich wünsche Dir von Herzen letzteres.

    LG Sunshine