Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Carl-Friedrich,

    ich wünsche Dir für das Neue Jahr alles Gute und mögen Deine Wünsche in Erfüllung gehen.

    Zitat

    Häufiger bin ich mit mir selbst ins Gericht gegangen, weshalb ich nicht schon ein paar Jahre früher das Ruder herumgeworfen habe. Wahrscheinlich war ich einfach noch nicht reif genug.

    Ja, da ging es mir ähnlich. Aber es ist wie es ist, wir sind JETZT trocken und das ist das, was zählt.

    Zitat

    Ich bin jetzt mit mir selbst absolut im Reinen.


    Besser kann es eigentlich nicht sein :)

    LG Sunshine

    Zitat

    Wer fotografiert auch so gerne wie ich?

    ICH !! :lol:
    Fotografieren ist nicht nur mein liebstes Hobby, sondern ich brenne dafür.
    Schon mit 9 Jahren habe ich die erste Kamera von meiner Oma benutzt, eine uralte AGFA-Box.
    Und seitdem hat mich die Fotografie nie losgelassen.
    Habe auch selbst entwickelt.
    Mittlerweile fotografiere ich allerdings schon seit vielen Jahren digital, mit diversen Kameras (DSLR und spiegellos)

    Vorwiegend mache ich Wildlife-Fotografie... allein oder auch mit anderen Fotografen zusammen.
    Und Makrofotografie, wo ich mich besonders auf Insekten, vorwiegend Libellen, spezialisiert habe.
    Banne aber auch alle anderen Insekten gern auf den Sensor. :D

    Ich habe auch Studioerfahrung, analog wie auch digital, aber ich habe gemerkt, das mich die Menschenfotografie nicht so reizt.
    Tiere sind viel mehr mein Ding, und im Urlaub auch Landschaft, wenn es sich anbietet.

    Viele Grüße und immer "Gut Licht" :wink:
    Sunshine

    (Im erweiterten Bereich gibt es übrigens auch einen Hobbybereich, und da kann man auch Bilder
    von seinen fotografischen Arbeiten hochladen, wenn man das möchte).
    Das mal nur so am Rande...

    Hallo Jessica,

    Willkommen hier im Forum.

    Was mir sofort durch den Kopf schiesst, wenn ich Dich lese, das ist:
    Lauf so schnell Du nur kannst... hauptsache weg von ihm !
    Bring Dich und Dein Kind in Sicherheit!

    Zitat


    Mein Problem ist halt das ich weiß das er auch anders kann.


    Nein. Da irrst Du Dich leider.
    Wenn er abhängig säuft, dann kann er nicht mehr anders.
    Dann bestimmt der Alkohol seinen Tagesablauf und auch sein gesamtes Leben.
    Und danach kommt ihr irgendwann... wenn überhaupt.
    Ist das das Leben, was Du Dir wünscht?

    Zitat

    Ich leide sehr drunter das er keine Rücksicht auf mich nimmt.


    Ein alkoholkranker Mensch kann keine Rücksicht mehr nehmen... Gründe siehe oben.
    Dann dreht sich alles nur noch um die Alk-Beschaffung und das Saufen selbst.
    Und danach kommen die Gedanken, wo bekomme ich neuen Stoff her und wann kann ich wieder trinken?
    Glaub mir das, ich habe es selbst so am eigenen Leibe erlebt.

    Zitat

    Ich will mich nicht so behandeln lassen!


    Dann beende es. Sowas wird von allein nämlich nie wieder besser, sondern nur immer schlimmer.
    Das es schwer wird und weh tut, wird hier niemand bestreiten.
    Aber Du hast keine andere Chance, wenn Du nochmal ein glückliches Leben möchtest.
    An der Seite eines nassen Alkoholikers ist das nicht möglich.

    Zitat

    Aufgeben will ich wegen dem Baby nicht. Das braucht uns doch beide!


    Um Gottes Willen, NEIN ! Kein Kind braucht einen saufenden Elternteil.
    Kinder nehmen irreparablen Schaden daran. Und es begleitet sie lange, bis ins eigene erwachsene Leben hinein.
    Auch kleine Kinder bekommen schon fast alles mit, sie können sich nur noch nicht entsprechend artikulieren.
    Leiden tun sie aber schon längst mit.
    Erspare bitte Deinem ungeborenen Kind so ein Leid. Es wird Dir das nie verzeihen.

    Zitat

    Ich bin nur am weinen... Entschuldige mich bei dem Baby das es jetzt schon so viel mit erleben muss weil ich mich nicht zusammen reißen kann....


    Dann hast Du den ernst der Lage ja bereits erkannt.
    Ich wünsche Dir von ganzen Herzen, das Du nun auch ins Handeln kommen kannst.
    Nur Weinen bringt nichts...rette bitte Dich und Dein Kind aus dieser misslichen und schädlichen Lage.
    Es hat nur DICH !
    Ein alkoholkranker Mensch kann nämlich keine Verantwortung mehr übernehmen, weder für eine Beziehung geschweige denn, für ein Kind.

    Zitat

    Vieleicht sind hier ja ein paar Menschen die mir irgendwie helfen können Dinge anders zu sehen...


    Ja, diese Menschen gibt es hier !
    Menschen, die das selbst so oder sehr ähnlich erlebt haben.
    Darum ist es gut, das Du hergefunden hast.
    Hier kann Dir allerdings NIEMAND dabei helfen, Deinen XY vom Saufen abzuhalten, weil das nicht möglich ist.
    (ich schreibe absichtlich XY, denn ein "Partner" kann ein nasser Alkie aufgrund der Sucht nicht mehr sein)
    Trocken werden kann nur er selbst, da kannst Du nichts für ihn tun.

    Alles Gute für Dich und Dein ungeborenes Baby, liebe Jessica.
    Und bitte, steig aus der Sache aus, denk an das Kind und Dich selbst !

    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Peerless

    und auch von mir noch ein Herzliches Willkommen im Forum !

    Irgendwie bin ich nun schon mehrmals über Deinen Threadtitel gestolpert...und nun frage ich einfach mal nach...

    Der Thread heißt ja: "Durchhalten ... ein langer Weg"
    Siehst Du denn Dein trockenes Leben als eine Art "durchhalten"?

    Ich frage deshalb nach, weil das bei mir so komplett anders ist.
    Als ich aufhören konnte zu saufen, war mir nach recht kurzer Zeit klar, das ich damit auch irgendwie ein neues, anderes Leben beginne.
    Es war mir so, als ob ich ein altes Kapitel (hoffentlich)endgültig zuschlage und dafür ein komplett neues aufschlage.
    Ich wollte nicht ein trockenes Leben irgendwie "durchhalten", sondern ich wollte es LEBEN.
    Mit allen Konsequenzen.
    Verstehst Du, wie ich es meine?
    "Durchhalten" wäre mir einfach zu wenig gewesen, ich wollte mehr :lol:

    Wie ist das bei Dir?

    Ich wünsche einen Guten Rutsch ins neue Jahr und einen schönen Abend.
    Allein brauchst Du allerdings nicht sein, wenn Du das nicht so möchtest.
    Wir haben hier ja auch einen Chat, unseren Sylvester-Chat, vielleicht magst Du einfach mal ganz unverbindlich reinschauen?

    LG Sunshine

    Liebe Slowly,

    Zitat


    Was deine Tochter betrifft: Es ist toll, dass sie den Alkverzicht so konsequent durchgezogen hat.


    Für sie ist es gar kein Verzicht, weil sie nix mit Alk am Hut hat.
    Alkohol ist ihr egal, hat nie eine große Rolle in ihrem Leben gespielt.
    Von daher, keine Verzichtsgedanken, keine Konsequenz erforderlich. :wink:
    Das ist jetzt Wortklauberei und ich weiß natürlich, wie Du es meinst :)

    Und so ist es ja auch bei anderen Leuten.
    Wenn ich mich mit Leuten umgebe, denen Alkohol unwichtig ist, ist es kein Verzicht für sie.
    Und so muss ich mich selbst auch nicht mit Gedanken plagen, das sie evtl. für mich auf etwas verzichten.
    (Obwohl ich auch damit leben könnte :lol: )
    Aber so ist es eben einfacher.
    Das heißt nicht, das Bekannte und Freunde nie Alkohol trinken, aber er spielt keine weitere Rolle in ihrem Leben.
    Für die ist es aureichend, zu Sylvester mal anzustoßen, und wenn das nicht ginge, würden sie ebenso mit Saft anstoßen.

    Zitat


    Aber zumindest meine mentale Stärke und Durchsetzungsfähigkeit, die hat er sich schon als Vorbild genommen,
    nutzt sie allerdings manchmal zu Zwecken, die mir nicht so ganz passen. :)


    Joah, das kenne ich auch so von meiner Tochter.
    Sie hat auch so einige Fähigkeiten "von mir", die sie aber anders einsetzt, als ich das gut finde :lol:
    Aber so ist das nun mal, wir können ja nicht bestimmen, wofür die Kinder ihre Fähigkeiten einsetzen.

    Zitat


    Momentan sind eher die aktiven Trinker sein Vorbild, sind sie doch alle viel "lockerer, unkomplizierter und spaßiger" als ich, die im besten Fall einfach nur durch das Leben selbst vergnügt ist.


    Hmmm ja, ich verstehe das schon. Kann das nachvollziehen.
    Aber es ist eben ein Trugbild, das Alkohol langfristig lustig und locker macht, ohne das man Schaden daran nimmt.
    Und wer nicht allzu blöd oder bereits abhängig ist, wird das auch erkennen und seine Konsequenzen daraus ziehen.
    Ich würde über sowas wohl auch gar nicht groß diskutieren wollen, weil da gerade eine vorgefasste Meinung besteht, die gerade unabänderlich sein soll.
    Da kann man dann nix machen.
    Aber ob ich mir eine Bemerkung wie "Ach interessant, Du findest also Leute lustig,
    deren Fröhlichkeit auf einer chemischen Droge basiert?" ersparen könnte... dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. :wink:

    LG Sunshine

    Liebe Slowly,

    Also ich denke schon, das Du alles getan hast, was Du konntest.
    Erstmal durch Dein eigenes Vorleben, nämlich keinen Alk zu trinken.
    Dann hast Du außerdem die Alkoholproblematik angesprochen.
    Mehr kannst Du erstmal nicht tun.

    Es wird Dir nix anderes übrig bleiben, als Deinen Sohn loszulassen in dieser Sache und zu hoffen, das Deine Bemühungen Früchte tragen.
    Und unterschätze dabei mal nicht Deine Vorbildfunktion, auch wenn Du momentan vielleicht meinst, das sie nichts bewirkt.
    Das glaube ich nämlich ganz und gar nicht.

    Junge Erwachsene müssen auch ihre eigenen Erfahrungen machen.
    Ich glaube, ich kenne fast keinen "von früher", der so gar keine Erfahrungen mit Alkohol gemacht hat.
    Das gehört vielleicht zum Erwachsenwerden auch irgendwie dazu.
    Weil es die anderen machen.
    Weil es gerade in der Clique "in" ist usw.

    Bei meiner Tochter war es übrigens ähnlich. Sie hat auch einige Erfahrungen mit Alk gemacht im Teenager-Alter.
    Und einige behaupten ja sogar, das es ein "Suchtgen" gäbe, was vererbbar ist, ich persönlich bin da eher skeptisch.
    Bei uns ist es jedenfalls nicht "durchgebrochen", falls es wirklich so sein sollte.
    Meine Tochter trinkt im Grunde überhaupt keinen Alkohol, vielleicht wenige Male im Jahr ein Glas Sekt.
    Und nun, bei den 3 Schwangerschaften in den letzten 6 Jahren hat sie nicht einen Tropfen getrunken, weil sie auch lange stillte.

    Ich würde da weiterhin aufmerksam sein, aber nicht kontrollieren.
    Und auch nicht dieses Thema dauernd anschneiden.
    Dann könnte das auch zu Trotzreaktionen führen.
    Bleib ansprechbar für Deinen Sohn und schenke ihm Vertrauen.
    Mehr kannst Du wohl nicht tun... ?

    LG Sunshine

    Hallo Grethe,

    Wenn sich ein Alkoholiker dazu entscheidet, wieder oder weiter zu saufen, kann man nichts tun. Auch nicht helfen.
    Dann ist das einfach so.

    Wenn sich ein CO dazu entscheidet, weiter in der Abhängigkeit zum Säufer leben zu wollen, gilt das gleiche.
    Auch dazu wird niemand gezwungen.

    Du könntest aber auch ein anderes Leben haben...

    LG Sunshine

    Liebe Gotti,

    ich verfolge Deinen Thread schon von Anfang an, glaube ich.
    Damals war ich hier noch unter einem anderen Namen angemeldet.
    Es war ja ein langer Weg, bis Du endlich diesen Schritt gemacht hast.
    Ich freue mich für Dich, das Du ihn letztendlich doch noch gemacht hast.

    Ich wünsche Dir alles Gute in Deiner neuen Wohnung und für Dein weiteres Leben.

    LG Sunshine

    Hallo Betty,

    Zitat

    Ich habe lange den Mund gehalten, aber wenn es um das Wohl meiner Enkel geht, werde ich zum Tier.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Denn bei den Enkelkindern geht es eben um Kinder, die sich noch nicht wehren können.
    Sie sind hilflos dieser Situation ausgeliefert.
    Wenn da nicht die Mama Konsequenzen zieht, dann werden Kinder ihr Leben lang darunter leiden müssen.
    Auch wenn sie selbst längst erwachsen sind. Das ist ein ganz furchtbares Drama :cry:

    Ich bin übrigens trockene Alkoholikerin.
    Und ich habe auch lange Zeit noch nicht tagsüber getrunken, aber das ist alles nur ne Frage der Zeit...
    Am Ende habe ich sogar morgens getrunken. :(
    Abhängig war ich aber mit Sicherheit schon viel früher !

    Wenn Du einen nassen Alkie darauf ansprichst, wird er erstmal alles von sich weisen.
    Und zwar auf eine Art, das Du an Deinem eigenen Wahrnehmungen zu zweifeln beginnst.
    Es sind IMMER die anderen, die die Alkoholiker sind... NIE man selbst.
    Is klar :roll:
    Hilft das Verleugnen nicht mehr, wirds meist aggressiv.

    Hat sich denn Deine Tochter schonmal Dir anvertraut?
    Und weiß sie, das sie das kann?

    LG Sunshine

    Liebe Betty,
    Willkommen hier im Forum.

    Ich bin auch Mutter und Großmutter von drei Enkelkindern.
    Kann mir von daher recht gut vorstellen, wie es Dir geht mit dieser Situation. :(

    Ja klar, die Kinder sind erwachsen, schon selbst Mütter und man sollte sich nicht in Beziehungen einmischen.
    Wie aber soll man außen vor bleiben, wenn man vermutet, daß das eigene Kind leidet und die Enkelkinder auch Schaden nehmen werden, wenn das nicht aufhört?
    Ich könnte das nicht, ich könnte nicht dazu schweigen, weil ich mir zu große Sorgen machen würde.
    Und das würde ich auch so sagen.
    Dein Schwiegersohn ist dafür kein passender Ansprechpartner mehr, wenn er bereits abhängig säuft.
    Das kannste also eh knicken.
    Also bleibt nur Deine Tochter...

    Ich würde es so machen, das ich möglichst neutral meine Beobachtungen schildern würde und auch meine Sorgen benennen würde.
    Und ich würde meiner Tochter uneingeschränkte Hilfe und Unterstützung zusagen, wenn sie aus dieser Situation raus möchte.
    Naja, ich müßte das nicht extra sagen, meine Tochter wüßte das auch so :wink: wir haben ein recht enges und vertrautes Verhältnis zueinander.

    Dir würde ich zusätzlich noch raten, Dich hier auszutauschen, Dir hier Tipps zu holen, wie Du Dich verhalten könntest.
    Ich persönlich bin eher ein Typ, der Dinge auch beim Namen nennt, egal ob ich damit in Ungnade falle oder nicht.
    Hab kein überdimensionales Harmoniebedürfnis.
    Von daher würde ich zu der ganzen Sache nicht schweigen.
    Ob man das nun als "Einmischen" auffässt oder peng, das wäre mir egal.
    Zu allem schweigen kann für mich auch kein Weg sein, das ist manchmal nur ne andere Art von Feigheit.
    Manchmal... nicht immer !

    LG Sunshine

    Liebe Marie,
    gibt es denn evtl. die Möglichkeit, ein Treffen mit den Leuten zu machen, ohne das Alk getrunken werden muss?
    Bei mir war es so, das ich mich tatsächlich von einigen Leuten verabschieden mußte, aber längst nicht von allen Freunden.
    Diejenigen, die selbst kein Problem mit Alk haben, konnten bleiben.
    Weil sie ja deshalb auch nicht trinken müssen, für sie ist es kein Verzicht, nicht zu trinken.

    Ja, ich kann mir vorstellen, wie es Dir geht... manchmal möchte man ja bestimmte Leute gerne wiedersehen, das kenne ich ja auch.
    Dann geht es nun darum, neue Wege zu finden.
    Beispielsweise auf nen Nachmittagskaffe treffen oder so...
    Wenn es Deine Freunde sind und sie kein Problem damit haben, mal einige Stunden auf Alk zu verzichten aus Rücksichtnahme Dir gegenüber,
    dann steht einem Treffen ja nix im Wege, oder?

    Ich finde es übrigens schade, das jedes gesellschaftliche Treffen mit Alktrinken verbunden ist.
    Können wir uns alle denn nüchtern nicht mehr ertragen :cry:

    Zitat

    Aber jetzt bin ich abstinent, weil ich es will und ich erlebe soviel Positives seitdem, sei es an Reaktionen oder Unterstützung


    Ja, das war bei mir auch so.
    Und das wird sicher noch viiiieeel besser ! :)
    Ich kann ja nur von mir reden, aber mein Leben ist erst wieder richtig schön geworden, seitdem ich nicht mehr saufe.
    Da ist so viel Gutes und Schönes, was ich saufend nicht hätte erleben können.

    Und der Weg wird mit der Zeit auch immer leichter. Die Verzichtsgedanken werden weniger werden, wenn Du abstinent bleiben kannst und durch neue Gedanken ersetzt.
    Es dauert aber alles seine Zeit. :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Marie,
    ich denke, ich gehöre zu den etwas länger Trockenen (14 Jahre) :wink:
    Bei mir ist es wie bei Karsten, ich hatte auch nie vor, mich wieder der saufenden Gesellschaft zuzuwenden bzw. anzupassen.
    Das ist ein Kapitel meines Lebens, was für mich erledigt ist.

    Ich gehe allerdings gerne zu Feiern, sei es im Familienkreis oder auch bei Freunden.
    Nur müssen meiner Freunde nicht in meiner Gegenwart trinken.
    Sollte ich zu einer Party eingeladen sein, wo voraussichtlich Alk konsumiert wird, gehe ich da fast immer früh.
    Das hat nichts damit zu tun, das mich die Sauferei der anderen dort triggert, ich mag es einfach nicht mehr,
    mich mit Angesoffenen zu unterhalten und dabei auch noch ihre unangenehme Alk-Fahne riechen zu müssen.
    Das gibt für mich absolut nix mehr her, ich nutze diese Zeit viel lieber für mein Hobby oder anderes Schönes.

    Ich bin allerdings die ca. ersten 1,5 Jahre in meinem trockenen Leben auf gar keine Feier oder sonstige Veranstaltung gegangen, wo Alk konsumiert wird.
    Allein mein Bauchgefühl sagte mir ganz deutlich, das ich da keinesfalls hingehöre.
    Ich kannte zum damaligen Zeitpunkt noch gar keine "Grundbausteine", war auch in keiner SHG.
    Das kam alles erst später...

    Also mein Tipp an Dich kann nur sein, geh besser nicht zu diesem Treffen, egal wie groß die Sehnsucht ist, dabei zu sein.
    Das Suchtgedächtnis wird Dich vielleicht triezen und Dich die ganze Zeit volltexten a la:
    "Na komm...nur ein Glas... dann ein paar Gläser.
    Dann wieder hackedicht, eh schon alles egal.
    Und wo doch Weihnachten ist, kann man auch gleich durchzechen (und es genießen nennen :roll: )... und auch gleich noch auf ne Sylvesterparty gehen.
    Im neuen Jahr höre ich auf... und blabla..."
    Sei lieber stolz auf Deine 19 Tage ohne Alk, das ist schon ein sehr guter Anfang.
    Verspiel es Dir nicht, das ist es nicht wert.

    Aber ich kann Deine Verzichtsgedanken auch nachvollziehen, so isses ja nich.
    Allerdings hatte ich sie selbst nicht in dieser Form, aber das liegt sicher daran, das ich beinahe am Alk gestorben wäre.
    Ich hatte andere Sorgen als Verzichtsgedanken, sorry wenn sich das gerade überheblich anhört, es ist nicht so gemeint.
    Würdest Du meine Geschichte kennen, würdest Du es wahrscheinlich verstehen.
    Ich habe auf der Intensiv entgiftet, und hätte das beinahe nicht überlebt.
    Musste danach erstmal wieder Laufen und Essen lernen, es ging mir körperlich sehr schlecht.
    Und musste im wahrsten Sinne des Wortes erstmal langsam wieder auf die Beine kommen.
    Dann sehen wohl die Prioritäten etwas anders aus.
    Ein Rückfall in der damaligen Situation hätte meinen Tod bedeutet.
    Ich hatte auch keine "Komfortsorgen" wie "gehe ich auf eine Party wo gesoffen wird?" oder "gerate ich ins gesellschaftliche Abseits durch mein abstinentes Leben?"
    Ich wollte schlicht und ergreifend einfach nur überleben...was auch anfangs meine ganze Energien beanspruchte.
    Das mal so in Kurzform zu mir... :wink:

    Marie, hast Du Dir eigentlich schonmal überlegt, in den Erweiterten Bereich zu wechseln, bzw. dort auch zu schreiben?
    Ich denke, gerade so frisch Abstinenten kann das sehr helfen.
    Dort ist der Austausch sehr viel intensiver wie hier im offenen Bereich.
    Und das braucht man anfangs sehr, denke ich.
    Außerdem kann nicht das gesamte www dort mitlesen.
    Und es gibt Hobbybereiche und anderen Annehmlichkeiten.
    Es kostet ein bisschen was, aber wie viel haben wir in unseren Leben versoffen?
    Das nur mal so als kleine Anregung... weil ich denke, es würde Dir da evtl. gut tun.
    Sieh es aber bitte nicht als drängeln... vielleicht einfach mal gelegentlich drüber nachdenken?

    LG Sunshine

    Und am ersten Feiertag kann ich leider aufgrund einer überraschenden Einladung auch nicht den Chat von 16:00-18:00 betreuen.
    Ich kann dafür aber von 20:00-22:00 (am ersten Feiertag).
    Kann das bitte ein Mod. austauschen?
    Tut mir leid wegen der Umstände :oops:

    LG Sunshine

    Danke für diesen Beitrag, Marie86 !
    Da ich auch ein Mensch bin, der klare Worte bevorzugt, habe ich dem nichts hinzuzufügen.
    Deinen Beitrag können sich einige mal an die Wand nageln, die immer noch denken, sie könnten nochmal auf die Schiene "kontrolliertes Trinken" aufspringen.
    Der Zug ist für uns längst abgefahren.

    Zitat

    Kontrolliert trinken können Menschen, die keine Suchterkrankung haben und müssen ihren Konsum erst gar nicht kontrollieren, da sie den "kontrollierten Konsum" inhärent haben


    Genau so ist das.

    Desweiteren möchte ich mich den Beiträgen meiner Vorschreiber anschließen.
    Auch ich möchte mich nicht mit jemanden weiterhin austauschen, der sich für das "kontrollierte Trinken" entschieden hat.
    Das bringt weder mir noch dem angeblich kontrolliert Trinkenden etwas.
    Da fehlt allein schon die grundlegende Basis.
    Desweiteren sind hier auch grundsätzlich keine Diskussionen diesbezüglich erwünscht.
    Damit bist Du hier also tatsächlich falsch, Taurus.

    Ich halte solche Diskussionen außerdem für extrem gefährdend für frisch abstinent Lebende, die oftmals noch große Verzichtsgedanken haben.
    Denn ich kenne keinen einzigen Alkoholiker, bei dem "kontrolliertes Trinken" funktioniert hätte.
    Die hingen alle nach kürzester Zeit wieder voll anner Pulle und tranken wieder wie vorher oder schlimmer.
    Für manche Menschen kann aber ein Rückfall auch mal der letzte sein !!
    Für mich persönlich wäre es übrigens so gewesen zum damaligen Zeitpunkt.

    Ich wünsche Dir auch ein gutes Weihnachtsfest, Taurus.
    Oder besser noch, ein besinnliches.
    Wenn Du wirklich mit dem Saufen aufhören willst, weißt Du, wo Du uns findest.
    Nur jetzt hast Du den ernst der Lage noch längst nicht erfasst.
    Dann ist das einfach so, da können wir dann auch nicht weiter helfen.
    Ich denke allerdings, das Dir Deine "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass"-Strategie nicht den gewünschten Erfolg bringen wird.

    Sunshine

    Wir machen an Sylvester nichts besonderes. Keine Party oder ähnliches.
    Es ist nur ein Jahreswechsel, mehr nicht und ich finde das nicht besonders aufregend. :wink:

    Mein Mann und ich werden gemütlich zusammen sitzen und uns was leckeres zu Essen kochen.
    Dann vielleicht noch einen schönen Film untem Tannebaum anschauen.
    Und vielleicht mal über den Urlaub im nächsten Jahr sprechen, wohin es gehen könnte...
    Wir machen es uns immer ganz gemütlich und relaxen einfach mal.

    Ob wir an Mitternacht rausgehen, weiß ich noch nicht.
    Je nach Lust und Laune... wenn ein paar Nachbarn draussen knallen, gehen wir sicher raus, um ein Frohes Neues Jahr zu wünschen.
    Da wir mit allen Nachbarn ganz gut können, mache ich das auch gern.
    Anstoßen mit Alkohol ist hier in unserer Nachbarschaft nicht so üblich.

    LG Sunshine

    Hallo Dacoucou,

    erst einmal:
    Dein Vater hat eine schwere KRankheit im akuten Stadium.
    Und keine Willensschwäche!
    Und er hat sich FÜR das Trinken entschieden. Das darf er.
    Aber er muss dann auch damit rechnen, das er seine Familie verliert.
    Andererseits wart ihr bisher auch gute CO`s, besonders die Mutter.
    Also warum sollte er was ändern?
    Wenns eng wird, läuft er halt weg, um weiter zu saufen.
    Er wird ja anscheinend von der Mutter immer wieder aufgenommen, nicht wahr? Also wo is das Problem (für ihn)?

    Zitat

    Ist das normal, dass man immer wieder wegläuft? Das wird bei ihm ja bald zum Normalzustand. Der ist doch erwachsen, hat ein schönes Zuhause...
    Er war an dem morgen nachdem er bei der Polizei war, relativ nüchtern, da muss man doch mal sein Gehirn einschalten...

    Ja, wenn man trinken will, ist das "normal". Da will man sich nicht reinquatschen lassen von anderen.
    Und wenn die nicht aufhören zu labern, läuft man eben weg.

    Und Nein, man ist nicht nach ner Nacht auf einer Polizeiwache nüchtern.
    Das ist man vielleicht nach einigen Wochen ohne Alkohol.
    Auch eine einwöchige Entgiftung reicht da oft nicht aus.
    Bei Alkoholmissbrauch und einer schon geschädigten Leber sammenlt sich beispielsweise Ammoniak im Körper und auch im Gehirn.
    Und das ist nicht so schnell wieder abgebaut.
    Außerdem ist auch die gesamte Denke Wochen bis Monate ohne Alkohol noch triefend nass !
    Überlege mal, wie tief die Muster bei Deinem Vater sitzen, er trinkt doch nicht erst seit gestern.
    Da ist nach ein paar Stunden oder auch Tagen ohne Alkohol noch gar nix erreicht, sorry.
    Und von nüchtern kann auch nach so kurzer Zeit keinesfalls die Rede sein.

    Zitat

    Tun kann ich nichts, aber sch... fühlt es sich trotzdem an und ich bin stinksauer auf ihn.


    Ja, das verstehe ich.
    Und Ja, Du kannst nichts tun. Außer Dich und Deine Familie vor dem Tun Deines Vaters so gut wie möglich zu schützen.
    Was könntest Du wohl sonst tun?

    Zitat

    Vor zwei Monaten im Krankenhaus wollte er endlich etwas tun. Reicht es denn nie??????
    Wie tief kann man stürzen oder will er irgendwann draußen erfrieren?


    Dein Vater trinkt sicher nicht, um Euch alle zu schädigen und zu verletzen.
    Er trinkt, weil er alkoholkrank gewoden ist.
    KRANK !!
    Und Ja, vielleicht reicht es nie.
    Vielleicht trinkt er sich zu Tode oder erfriert irgendwo jämmerlich im Suff.
    Weil ihm die Kraft fehlt, das Ruder nochmal rumzureissen.
    Auch so ist unsere Krankheit oft.
    Es tut mir leid, ich kann Dir leider nichts anderes schreiben.

    Zitat

    Entschuldigt, aber mir fehlt da jedes Verständnis für. Einmal sich wieder betrinken ok, aber dann tagelang wegbleiben...
    und dann soll das mit unserer Familie noch funktionieren, da fühlt man sich doch völlig veralbert.


    Sucht kann man nicht verstehen, dacoucou
    Denn sie ist mit dem Verstand nicht erfassbar.
    Somit fehlt bei Nichtbetroffenen auch das Verständnis dafür.
    Trotzdem... Dein Vater will Euch auch nicht "veralbern".
    Er tut, was er tut, weil er schwer abkoholkrank geworden ist.
    Und da käme er auch nur mit Hilfe von Außen wieder raus.
    Angehörige können diese Art Hile nicht leisten, weil sie zu stark persönlich involviert sind.
    Momentan ist er aber scheinbar noch nicht bereit, diese Hilfe anzunehmen.
    Vielleicht ist er auch nie dazu bereit. Weiß man nicht.
    Und Nein, natürlich kann so keine Familie funktionieren.

    Also ist das einzige, was ich Dir raten kann, Dich da rauszuziehen, damit nicht auch noch Deine Kinder Schaden nehmen.
    Und Ja, vielleicht benötigst Du selbst auch therapuetische Unterstützung, das kann durchaus sein. Denn Du hast das ja nun auch schon viel zu lange mitgemacht.

    Deine Mutter sollte sich auch besser zurückziehen und nicht immer wieder dem Vater helfen.
    Denn auch sie kostet das unheimlich viel Kraft.
    Aber ich denke, davon ist sie wohl (noch) weit entfernt, oder?
    Dann kannst Du auch da nix machen.
    Co-Abhängigkeit ist ja auch eine starke Abhängigkeit und man kommt da nicht einfach von heute auf morgen wieder raus.

    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Zitat

    Auch bei mir kommen alle Verwandten zu Weihnachten zusammen, wie sollte man denn da dem Alkohol aus dem Weg gehen.


    Indem man keinen kauft und anbietet.
    Wir feiern unser Weihanchtsfest ohne Alkohol, seitdem ich nicht mehr trinke.
    Und wir leben ALLE NOCH ! :shock:
    Meine Leute wissen, das es hier keinen Alkohol gibt.
    Und... oh wunder !! sie kommen trotzdem immer gern zu uns.
    Allerdings sind da auch keine Leute dabei, die es nicht ein paar Stunden ohne Alk aushalten.

    Deine Denke ist noch triefend nass, Taurus.
    Das sehe ich beispielsweise daran, das Du es für "normal" hälst, wenn Menschen eine Droge namens Alkohol konsumieren.

    Ich bin im übrigen nicht hier, um "nett zu schreiben". Damit wir uns gleich recht verstehen.
    Bin eher für Klartext bekannt.
    Manchmal hilft es sogar :wink:

    Gruß Sunshine

    Liebe Slowly,

    Alles was Du schreibst, könnte von mir geschrieben sein.
    Ich habe meine unheilvolle Bezhiehung fast 1:1 so erlebt.
    Man könnte sogar denken, Du schreibst von demselben Mann.

    Zitat

    Ich hatte immer gute Gründe keine Beziehung mit diesem Mann einzugehen aber dass es so schlimm um ihn steht
    und er wahrscheinlich eine psychische Krankheit hat, die so gut wie gar nicht therapiebar ist, das schockt mich nun doch.

    War bei mir ganz genau so !
    Bei meinem damaligen XY handelte es sich tatsächlich um eine psychische Erkrankung, er hatte auch eine entsprechende Diagnose.
    Ich denke heute sogar, das es sich mind. um 2 psychische Krankheitsbilder handelt, wobei das eine ebenfalls sehr schwer therapierbar wäre.
    Er hat mir von seiner Diagnose erst nach Monaten erzählt, weil sein Verhalten anders auch nicht mehr zu erklären war.
    Da hing ich aber schon viel zu tief in der Sache drin.
    Und ich bin mir sicher, das es auch genau so geplant war von ihm. Es weist jedenfalls sehr viel darauf hin.

    Zitat

    Ich bin einem psychisch sehr kranken Menschen in die "Fänge" geraten, der mich zur Nachholung nicht stattgefundenen Mutter-Kind Symbiose benutzt hat.


    Dito. War bei mir ganz genau so. Auch die Mutter-Kind-Sache.

    Zitat

    Der mich außerdem zur Idealisierung, Übertragung, Projektion und Abspaltung seiner eigenen Unzulänglichkeiten mißbrauchte,
    ohne das irgenwie auch nur ansatzweiße zu reflektieren und dann verstehen zu können,
    sondern im Gegenteil nur durch Verdrängung und andere Schutzmechanismen seine fragile Persönlichkeit aufrecht erhalten zu können.


    Wie gesagt, wir könnten exakt vom gleichen Mann schreiben, ich habe es 100% genau so erlebt.
    Und bei meiner Recherche im net traf ich ebenso auf viele Frauen, denen es ebenso ergangen ist und die lange keinen Ausstieg mehr aus so einer zerstörerischen Beziehung fanden.
    Das hat mir letztendlich auch das letzte rosa Brillenglas runter gerissen.

    Zitat

    Nun jedoch hat er eine Änderung seiner Lebensumstände mit im Gepäck.
    Unterschrieben und der Stein ist bereits im Rollen.
    Im Moment des Lesens, ich konnte es direkt körperlich spüren, war eine totale Erleichterung zu spüren und die ganzen traurigen Gefühle waren/sind wie weg geblasen.

    Auch das habe ich ebenso erlebt.
    Aber es kam letztendlich nie zu einer neuen Therapie bei ihm.
    Entweder sagte ihm der Ort nicht zu, oder es ging angeblich wegen dem Job nicht, oder pipapo... es gab immer wieder etliche vorgeschobene Gründe, Therapien wieder zu verwerfen.
    Anfangs habe ich ihm noch geglaubt, aber als sich dieses Muster endlos wiederholte, war mir klar, das da nix mehr passieren wird.

    Zitat

    Ich kann allen nur empfehlen, die noch die Wahl haben, die Finger von disfunktionalen Beziehungen zu lassen.
    Man lernt sehr viel dadurch aber man lässt auch mehr Federn, als manche vielleicht gut ertragen können.


    Ich kann auch nur raten, von solchen Menschen die Finger zu lassen, denn man geht dabei evtl. selbst mit drauf.
    Ich wurde diesbezüglich auch von einer Freundin gewarnt, die sich mit psychsichen Erkrankungen berufsmäßig gut auskennt.
    Sie sagte mir, das mich das ganze evtl. mehr Kraft kosten wird, als ich habe.
    So war es dann auch.
    Zum Glück konnte ich mich dann doch noch da raus retten.
    Und heute bin ich sehr froh darüber, das der ganze Spuk längst ein Ende hat.
    Ist nun schon ein paar Jahre her.
    Ich werde alles tun, das mir so etwas NIE WIEDER passiert.
    Zum Glück ist mir sowas auch nur dieses eine Mal in Beziehungen passiert.
    Also gehe ich davon aus, das ich grundsätzlich keine CO-abhängigen Tendenzen habe.

    Ich weiß auch heute, warum ich da reingerutscht bin:
    Ich war unzufrieden in meiner damals bestehenden Beziehung, fühlte mich ungeliebt und zu wenig gesehen.
    Das war allerdings ein schwerer Irrtum, mein Mann liebte mich immer, konnte es nur oftmals nicht so zeigen.
    Wir sind heute übrigens wieder sehr glücklich miteinander und unendlich froh, das wir wieder zusammen sind und uns wieder haben :)
    Und mein Mann kann mir jetzt seine Wertschätzung und Liebe auch viel besser zeigen.
    Bei mir gab es also letztendlich doch noch ein Happy-End :)

    LG Sunshine