Hallo Grethe,
Du schreibst:
ZitatIch denke ich werde nun mal ein paar Tage Forumspause machen.. ich muss MICH sortieren, klare Gedanken kriegen ohne äußere Einflüsse und auf mein eigenes Bauchgefühl hören.
Ich will diese Chance, die wir gerade haben, so gut es geht nutzen.
Aber ich will auch meine Rosarote Brille putzen und wieder realistisch hinsehen, in welche Richtung sich meine Beziehung entwickelt.
Hört sich gut an.
Aber oft dient ein Forenrückzug dazu, sich der Realität eben noch nicht stellen zu wollen und noch eine weitere Runde auf dem CO-Karussell zu drehen.
Kann man aber auch niemanden dran hindern, ist ja das Leben des Betroffenen und darin kann der tun, was er lustig ist. ![]()
So, zu Deinem XY. Er scheint das Kontrollierte Trinken versuchen zu wollen, wenn er Dich mit der momentanen Trinkpause wieder auf Spur gebracht hat.
Ein Alkoholiker kann aber nicht kontrolliert trinken. Es funktioniert einfach nicht, der Zug ist wirklich abgefahren und kommt auch nie wieder zurück.
Also droht Dir auch wieder das gleiche Leid wie vorher.
Dein XY weiß anscheindend überhaupt noch nichts über seine Krankheit, so er denn Alkoholiker ist. Oder er will es nicht wissen, verdrängt es.
Denn jeder Alkoholiker WEISS im Grunde beispielsweise, das er nicht kontrolliert trinken kann, das hat doch jeder nasse Alkie zumindest schonnmal versucht.
Meist sogar nicht nur einmal, sondern wieder und wieder und wieder... !!
Und wir sind alle kläglich gescheitert.
ZitatJa, er hat ab und zu das Verlangen nach einem Bier oder Schnaps, vorwiegend in den gewohnten Trinksituationen im Beisein der Menschen, die vor ihm auch trinken.
Ja normal, im Anfangsstadium der Abstinenz. Darum raten wir ja dazu, sich von solchen Anlässen tunlichst fernzuhalten.
Weil in solchen Situationen die Rückfallgefahr so groß ist.
Aber Grethe, ich will hier eigentlich nicht groß über die Alkoholkrankheit schreiben, denn das ist SEIN DING, und NICHT DEINES.
Er hat sich darum zu kümmern, nicht Du.
Du kannst hier nur Hilfe für DICH finden.
Und ihm kannst Du auch wirklich nicht helfen, und schon gar nicht, wenn er selbst kein trockenes Leben anstrebt.
Lese bitte genau, was Hans und Calida Dir geschrieben haben.
Ich kann mich dem nur 100% anschließen!
Ich hätte auch für niemanden auf der Welt das Saufen sein lassen. Auch nicht für einen Partner.
Sucht ist eben so.
Und Liebe ist völlig unwirksam gegen Sucht.
Dein Lob ist auch uninteresssant, ebenso wie es Schimpfen, rumbrüllen und Heulen wäre.
Das ist alles völlig schnuppe für nen nassen Alkie.
Das Lob könnte sogar kontraproduktiv werden, aus den Gründen, die Calida schrieb.
ZitatIch frage euch, gibt es nichts was ich dagegen tun kann?
Du hast das extra fett geschrieben, weil es Dir wichtig ist, nicht wahr?
So leid es mir tut, Du kannst gar nichts tun, Grethe, was Deinen XY betrifft.
Du kannst NUR dür DICH was tun.
Und darum geht es hier auch.
Schau mal, Du erzählst fast nur von ihm, von seinem derzeitigen Stand, alle Deine Denke dreht sich nur noch um dieses Thema und somit um ihn, richtig?
Das ist derart typisch CO.
Magst Du denn nicht versuchen, Dich davon zu lösen und mal wieder auf Dich zu schauen?
Oder überhaupt erst?
Ich frage Dich hiermit:
WIE GEHT ES DIR DENN ??
Da lese ich viel zu wenig. Nicht gut !
Und nochwas Grethe, 3 Wochen ohne Alk sind gar nix. Das halten viele nasse Alkies sogar noch als Trinkpause aus.
In so kurzer Zeit kann sich die nasse Denke noch gar nicht gravierend verändert haben, sorry.
Das soll kein Vorwurf sein ! Das ist nun mal oftmals einfach so, aber genau daran kann man ja arbeiten.
Wenn man denn wirklich ein alkoholfreies Leben erlernen will.
Nach 3 Wochen ist man meist noch euphorisch, um was es wirklich geht, rafft man meist erst sehr viel später.
So, morgen ist Freitag. Schau ob er zur Beratung geht.
Vielleicht sieht er danach selbst auch klarer, das ist ja auch nicht ausgeschlossen.
Vielleicht wiegelt er aber dort auch seinen Konsum ab, könnte auch sein.
Vielleicht nimmt er Hilfsangebote an, vielleicht aber auch nicht.
Das kann niemand vorhersagen.
Ich wünsche Dir, das er die Kurve bekommt.
Aber wie es sich liest, glaube ich noch nicht daran.
Wer wirklich JETZT was ändern will, tut das.
Sprich, ein Arztbesuch wäre längst möglich gewesen, der Gang in eine SHG ebenfalls.
Trinkula schrieb:
ZitatMan muss sich manches für eine funktionierende Beziehung verkneifen, warum nicht auch das?
Alkoholismus ist eine Krankheit und der Kranke kann sich im nassen Stadium der Sucht nicht "zusammenreissen" und sich das Saufen "verkneifen".
Du musst das nicht verstehen und verstehst es offensichtlich auch nicht.
Das ändert aber nichts daran, das es so ist !
Magst Du nicht in Deinen eigenen Thread mal weiter schreiben?
Beispielsweise, wie gut es jetzt bei Euch läuft?
Ist ja nun alles gut, Dein XY ist doch kein Alkie und kann kontrolliert trinken.
Richtig?
Dann ist doch alles in Butter !
Oder etwa doch nicht? ![]()
Trinkula, Du erscheinst mir als relativ beratungsresistent. Drehst Dir alles so hin, damit es in Deiner kleinen CO-Welt alles gut passt.
Und Du ja nix verändert musst.
Deine Sache.
Dein Leben.
Deine ganze Schreibe dreht sich nur um Deinen (immer noch trinkenden !!) XY.
Und na klar, Du bist sooo wichtig für ihn, sonst würde er noch mehr saufen.
Der gesamte letzte Beitrag trieft nur so vor CO-Abhängigkeit !
Ein Paradebeispiel sozusagen.
Grethe wird das allerdings wenig weiter helfen.
LG Sunshine