Beiträge von Sunshine_33

    Upps, eben erst gesehen, das das hier "Haussperlings" Thread ist. :oops:
    Ich glaube, es ist angebrachter, meinen Text in Calidas Thread zu verschieben, oder?
    Wollte ja nicht hier bei Haussperling "Threadmissbrauch" begehen.
    Dann möchte ich einen Mod bitten, das in Calidas Thread zu verschieben.

    LG Sunshine

    Zitat

    Bei mir war es anders. Mir war nie bewusst, dass Alkohol eine Droge ist.
    Wir wurden immer vor schlimmem Rauschgift gewarnt, dass wir gar nie nehmen dürften. Aber vom bösen Alkohol war nie die Rede. Ich hab halt mal auf Parties getrunken, wie andere auch. So fing das alles an..... Später kamen dann andere Gründe als feiern dazu.

    Hallo Calida,
    ich kann das gut verstehen, denn bei mir was das genau so.
    Wir wurden auch in der Schule über Rauschgift wie Heroin etc. aufgeklärt und auch vor dem Rauchen gewarnt.
    Von Alkohol war dabei meiner Erinnerung nach nicht die Rede.
    Und das rede ich mir auch nicht schön, um es wie eine Art Entschuldigung klingen zu lassen.
    Nö, denn an die anderen Aufklärungen erinnere ich mich ja sehr genau und ich muss mir den Rest nicht schönreden.

    In meiner damaligen Clique haben alle Alk konsumiert. Ich will nicht "gesoffen" sagen, weil es so schlimm auch wieder nicht war.
    Aber wir haben auf Partys getrunken und auch ab und an zu anderen Gelegenheiten.
    Einige aus meiner Clique sind später alskoholkrank geworden, ebenso wie ich, andere sind es nicht geworden.
    Das ich jemals alkoholabhängig/alkoholkrank werden könnte, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.
    Bei mir war da auch dieses berühmte "ich doch nicht !".

    Ich frage mich außerdem, was hier dieses Gelaber von der "Schuld" schon wieder soll?
    Bringt es hier denn irgendjemanden auch nur nen Millimeter weiter, über Schuld und Schuldige zu labern?
    Ich sehe mich persönlich übrigens als unschuldig.
    Ich habe mir meine Krankheit nicht gewünscht und ich habe sie auch nicht bewußt herbeigeführt.
    Ich habe sie nun mal und kann da gut und zufrieden mit leben.
    Wenn ich jemanden mit meiner Sauferei geschadet habe, tut mir das natürlich sehr leid.
    Aber mit diesem Schuldigsein-Mist fange ich erst gar nicht an.

    Haben wir denn noch nicht genug zu tun, gerade am Anfang der Abstinenz mit dem Alkoholtrauma irgendwie fertig zu werden?
    Da muss doch viel verarbeitet werden, da werden zusätzulich Erkenntnisse hochkommen, die weh tun,
    wenn wir uns ganz ehrlich reflektieren und viele Veränderungen kommen außerdem dazu, die bewältigt werden müssen, wenn man eine stabile Trockenheit erreichen möchte.
    Und das wollen wir doch alle hier, wenn ich mich nicht irre?

    Von daher....Leute, lasst doch diesen Mist mit dem Schuld-Gelaber sein, wem bringt das denn was ?
    Außerdem sind das auch wieder nur Rückblicke in die Vergangenheit, wir leben aber im JETZT ... das Leben lebt sich nicht rückwärts.
    Ich hielt und halte es lieber so, das ich zwar dahin zurückschaue, wo ich hinschauen muss.
    Aber ich quäle mich doch nicht selbst mit meiner Vergangenheit, ich habe nix verbrochen, ich bin "NUR" alkoholkrank beworden.

    Liebe Calida, gehe Du bitte weiter Deinen abstinenten Weg. Und zwar möglichst konsequent, ich denke, da liegt bei Dir auch noch Nachbesserungsbedarf. :wink:
    Und mache bitte Deine Therapie, der eine braucht nun mal eine, der andere nicht und Du gehörst halt zu den ersteren und gut isses.
    Wir können hier nicht erst rumlabern, das man sich alle Hilfe holen sollte, die man braucht, um dann später wieder Therapien zu negieren.
    Also entweder-oder !
    Und das sage ich jetzt mal so als "Nicht-Therapie-Fan", ich alzeptiere aber bei jedem Menschen, wenn er eine Therapie machen möchte.
    So viel Toleranz sollte schon sein, oder?

    LG Sunshine

    Wie immer geht es nur um IHN.
    Du machst Dein ganzes Leben nur von ihm abhängig, liebe Maggy.
    Und daran hat sich bisher leider rein gar nichts geändert.
    Dazu gehört auch der Psychologen-Besuch.
    Auch wenn`s kurz den Anschein macht, das Du wegen DIR dahin gegangen bist, merkt man doch wieder sogleich, das es wieder nur um ihn und die Beziehung geht.

    Wenn man sein Leben so komplett von einem anderen Menschen abhängig macht, geht das so oder so nicht gut.
    Egal ob der andere säuft oder nicht oder dies oder das...
    Meine Meinung.

    Es kommt mir so vor, das Du in dem Jahr, indem Du nun fast hier bist, nicht begriffen hast, das es HIER NICHT um IHN geht.
    Sondern um Dich.
    Gibt es überhaupt eine Maggy ? Die weiß was sie will und für sich selbst Entscheidungen trifft?
    Und nicht alles von einem anderen Menschen abhängig macht?

    Fragt sich Sunshine

    Ich habe keine LZT gemacht, weil ich sie unnötig für mich fand.
    Ich hatte mich beinahe tot gesoffen und wollte nie wieder trinken.
    Das war mir absolut klar und ich bin auch gleich den trockenen Weg ohne weitere Hintertürchen gegangen.
    Offentheit mit meiner Krankheit gehörte dabei auch von Anfang an bei mir dazu.
    Aufzuarbeiten hatte ich jetzt auch nicht sooo viel.
    Ich hatte weder eine schwere Kindheit noch lieblose Eltern.
    Und den Rest, der weniger gut lief, konnte ich eigentlich bisher ganz gut allein oder in Gesprächen mit meinem Mann oder Freunden aufarbeiten.
    Darüber schreibe ich aber nicht hier im offenen Bereich, wo das gesamte www mitlesen kann.
    Bisher bin ich auch ohne LZT gut gefahren, bin seit knapp 15 Jahren trocken.

    LG Sunshine

    Hallo Doktore,
    ich hatte keine LZT und kann dazu nichts sagen.
    Aber es wäre besser, wenn Du in (D)einem Thread bleiben würdest.
    Sonst wird das schnell unübersichtlich.
    Und es geht ja auch um ein Thema... da braucht es ja nicht mehrere Threaderöffnungen.
    Das nur mal so als Tipp am Rande :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Doktore,

    Ja, wenn es Dir psychisch so schlecht geht, dann gehe doch bitte zu Deinem "Kollegen" :wink: Hausarzt und schildere ihm die Situation genau so, wie sie ist.
    Mir ging es mal ähnlich, es ging mir psychisch sehr schlecht, ich war von allem überfordert.
    Ich bin dann zu meiner Hausärztin gegangen, habe ihr alles gesagt, was passiert ist und sie hat mich sofort für 14 Tage aus dem Verkehr gezogen.
    Und meinte, jetzt ist mal Ruhe im Karton ! Und danach sehen wir weiter...
    Die Zeit reichte mir aber schon, um mich wieder zu sammeln.

    Ich war übrigens inkl. meiner Entgiftung über 4 Monate krank geschrieben aufgrund meines körperlich desolaten Zustandes.
    Wollte dann aber unbedingt wieder arbeiten, obwohl meine Ärztin mich lieber noch ein paar Wochen daheim gesehen hätte.
    Aber ich überredete sie :lol:
    Habe dann eine Wiedereingliederung gemacht, wo ich erstmal 4 Stunden arbeitete, dann 6 Stunden und dann wieder Vollzeit.
    Das war auch ganz gut.

    Ich hatte natürlich auch etwas Angst, wie meine Kollegen reagieren. Denn 2 Lieblings-Kollegen und 2 Chefs wußten, warum ich solange weg war.
    Ich bin davon ausgegangen, das es längst rum ist.
    War es aber nicht, nicht alle Kollegen sind klatschsüchtig :wink:
    So konnte ich es nach und nach selbst erzählen.
    Es hat für mich keine Nachteile gehabt in meinem Berufsleben, trockene Alkoholikerin zu sein.
    Im Gegenteil.
    Ich war nun wieder eine zuverlässige Mitarbeiterin und nach einer Weile bekam ich ein eigenes Sachgebiet, hatte ich vorher nicht.
    Und danach durfte ich sogar Projekte leiten.
    Ich war halt wieder voll einsatzbereit und konnte meinen Job nüchtern sehr gut machen.
    Meine Kollegen waren einfach nur froh, das ich nicht mehr trinken muss und wieder da bin, und zwar nüchtern.
    Sie haben mich immer unterstützt.
    Was sie hinter meinem Rücken redeten, weiß ich natürlich nicht. War aber auch uninteressant für mich.
    Viel wichtiger für mich war, das ich diese Todeshölle Alkohol überlebt habe.
    Alles andere ist dagegen doch Peanuts.
    Ich habe das überlebt und konnte wieder frph und glücklich werden.
    DAS ist doch die Hauptsache.

    Darf ich fragen, was Du Dir von dieser Langzeittheraopie erhoffst, Doktore?
    Denn einen neuen Menschen können die ja auch nicht aus Dir machen... Das sollte Dir klar sein.

    Und kannst Du nicht zur Überbrückung bis zur LZT eine SHG besuchen?
    Ich würde jedenfalls dringend zum regelmäßigen Besuch einer SHG raten, besonders so als "Frischling".
    Was spricht dagegen, sich schon jetzt eine zu suchen?
    Wir hier sind ja auch eine, nur eben online.
    So hast Du im Grunde schon eine gefunden, und Du könntest Dich hier regelmäßig austauschen.
    Gerade so frisch abstinent Lebenden möchte ich allerdings den "Erweiterten Bereich" nahe legen.
    Da ist der Austausch sehr viel intensiver als im offenen Bereich und ich denke, darauf sind auch gerade so frisch Abstinente geradezu angewiesen.

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich sehe mich so, dass ich abhängig werden würde, wenn ich weiter Alkohol trinken würde. Deshalb trinke ich keinen Alkohol mehr.

    Ja, aber dann ist doch alles okay, Tiuri.
    Du willst keinen Alkohol mehr trinken, um nicht in der Alkoholabhängigkeit zu landen.
    Ist doch völlig vernünftig.
    Du siehst Dich nicht als Alkoholiker, das hier ist allerdings ein Forum für bekennende Alkoholiker.
    Somit bist Du hier also tatsächlich falsch.

    Fraglich ist allerdings für mich, warum Du Dich gerade hier angemeldet hast... 8)
    Es steht doch deutlich überall, um was es hier geht, darum verstehe ich das nicht wirklich.

    Ich drücke Dir nun die Daumen, das Du Dich an Deinen Vorsatz halten kannst.
    Ansonsten lesen wir uns ja hier bald wieder... :wink:

    LG Sunshine

    Ich mache es mal kurz, Alkoholkrank:
    Viele sind auch schon allein mit einer professionellen Entgiftung und einer SHG erfolgreich trocken geblieben.
    Ich persönlich auch.
    Nicht jeder braucht eine weitergehende Therapie.
    Auch hier im Forum gibt es genug Leute, die allein mit Hilfe des Forums und einer Entgiftung trocken bleiben konnten.
    Wer aber merkt, das er doch weitergehende Hilfe benötigt, der sollte die auch anstreben, ist ja auch klar.

    Ich denke, es geht viel mehr darum, was man wirklich will und was man bereit ist, dafür zu tun.
    Und die Bereitschaft zum Hilfe annehmen sollte auch da sein und die zur ehrlichen Selbstreflektion.
    Ich konnte mich bisher immer ganz gut selbst oder mit Hilfe des Forums reflektieren, ich brauchte da bisher keine weitere Hilfe.
    Ich kann ganz ehrlich zu mir selbst sein und muss nichts mehr schönen in Bezug auf meine Krankheit.

    Jeder muss selbst schauen, wie er am besten klar kommt.
    Aber keine Therapien zu machen bedeutet auch nicht, zwangshalber rückfällig zu werden.
    Ich bin seit fast 15 Jahren ohne Therapie trocken.
    Da muss ich wohl auch ohne derselbigen einiges richtig gemacht haben :wink:

    Wäre denn eine regelmäßige Teilnahme hier in diesem Forum für Dich vorstellbar?
    Wir hier verstehen uns ja auch als vollwertige SHG, nur eben online.
    Ansonsten sehe ich keine großen Unterschiede.
    Allerdings findet der intensivere Austausch eher im Erweiterten Bereich statt, das nur noch als kleiner Hinweis :wink:

    Ööööhm... okay, war jetzt doch nich so kurz :lol:

    LG Sunshine

    Hallo Max80kid,

    ich beziehe mich mal auf Deinen gesamten letzten Beitrag.
    Obwohl im Grunde schon von Dir selbst geschrieben steht, worum es eigentlich geht, nämlich:

    Zitat

    Unterm Strich sind nämlich alle eines: Alkoholiker.

    Genau so ist es und darum geht es auch hier.
    Und darum, die EIGENE Alkoholabhängigkeit zu stoppen.

    Und dabei ist es VÖLLIG EGAL, ob man n Quartalssäufer ist oder ein Pegeltrinker, oder meint, die bösen Eltern haben es einem vererbt...
    oder das schlimme soziale Umfeld ist schuld, die schwere Kindheit und wer weiß was noch alles herhalten muss.
    Ich schreibe das jetzt absichtlich mal so hart und brutal.
    Denn:
    Auch andere Menschen haben ihre Päckchen zu tragen, mußten mitunter durch tiefe Täler gehen und hatten auch mit Schicksalsschlägen zu kämpfen.
    Aber sie SAUFEN NICHT !!
    Und uns hat auch NIEMAND dazu gezwungen !
    Wir haben uns ganz allein das Glas zum Mund geführt, dann die Pullen, usw. usf....

    Und dabei ist es sooo Hose wie Jacke, ob es Wein war, oder "nur" Bier, oder das berühmte regelmäßige "Gläschen Sekt für den Kreislauf der Damen im Alcantara-Kostüm",
    oder Weinbrand oder Wodka oder was auch immer.
    Alkoholiker is Alkoholiker und Aus die Maus.
    Und es gibt auch kein besser trocken oder schlechter trocken, das einzige, was wir erreichen können, ist eine stabile Trockenheit.

    Zitat

    Es gibt Menschen die körperlich schwer abhängig sind und solche, die eher psychisch abhängig sind?


    Auch uninteressant.
    Ich war erst psychisch abhängig, dann körperlich und dann beides.
    Was wie herum geschieht, ist doch auch komplett egal.
    Denn das Endergebnis ist das gleiche.

    Max, Du laberst hier rum von diesem und jenem, erzählst Anekdoten, und dieses und jenes...schaust hier und allgemein auf andere, anstatt auf Dich selbst
    und bist gerade mal ein paar Tage ohne neues Blutverdünnen durch Alkohol.
    Ich würde das noch nicht mal Abstinenz nennen, und von trocken ist das noch meilenweit entfernt.
    Du bist gerade mal ein paar Tage ohne Alk !
    Ich will das bitte nicht schmälern... aber ich möchte Dich auch fragen, was sind nun DEINE weiteren Schritte?
    Was kannst Du beispielsweise jetzt sofort von den Grundbausteinen umsetzen?
    Wie kannst Du Dir eine stabile Trockenheit auffabuen?
    Wie können wir Dich dabei unterstützen?
    Kurzum, wie stellst Du Dir Deine weitere Trockenheitsarbeit vor?

    Und noch n Tipp: Suche nicht Verantwortlichkeiten für Deine Sauferei bei anderen.
    Das bringt Dich keinen Deut weiter.
    Schau lieber auf Dich.
    Denn es ist Dein Leben und für das bist Du nämlich ganz allein verantwortlich.
    Und schau nicht zu viel zurück, das Leben findet nämlich JETZT statt und nicht in der Vergangenheit.
    Du bist allein für die Gestaltung Deines weiteren Lebens zuständig und sonst niemand.
    Und ob das trocken oder nass stattfindet, ist auch Deine Entscheidung.

    LG Sunshine

    Es wurde ja schon viel hielfreiches geschrieben, lieber Wuezli
    Ich komme trotzdem noch mal mit was ganz banalem daher, was ich vor vielen Jahren hier selbst mal gelesen habe:
    Schau mal genau hin, achte auf Deinen Körper, auch gerade dann, wenn Saufdruck entsteht.
    Fühle nach, ob Du Hunger oder Durst hast oder müde bist oder ob es ein anderes körperliches Unwohlsein gibt oder ein Grundbedürrfnis, was zu kurz gekommen ist.

    Ich hatte mit Saufdruck persönlich kaum Probleme, ich führe das auf zweierlei zurück.
    Erstens hatte ich ganz einfach Glück damit.
    Zweitens war für mich ein endgültiger Entschuß gefallen, nämlich nie wieder saufen zu wollen.
    Ich habe keine Hintertürchen für mich offen gelassen, ich trauerte auch dem Alk kein Stück hinterher.
    Denn er hätte mich beinahe umgebracht... oder eher, ICH hätte mich beinahe damit umgebracht.

    Schau vielleicht auch da nochmal hin... trauert Du dem Alk noch sehr hinterher?
    Hast Du Verlustgedanken, wenn Du daran denkst, nie wieder trinken zu "können"?
    "können" in Anführungsstrichen, denn wir könnten ja so viel Alk saufen, wie wir wollten, wer wollte uns wohl daran hindern?
    Nur können wir als Alkoholiker nix kontrollieren und saufen uns letztendlich tot.

    Ansonsten wäre da noch der Tipp, Deine Abende völlig unzugestalten. Kam aber sicher auch schon, habe nicht alles gelesen.
    Durchbreche Rituale. Sie können angelegt werden, auch nützlich sein, aber in diesem Fall gehören sie wieder abgeschafft, denn sie schaden Dir nur.

    Falls Du in der angesoffenen Birne diese Flugsimulationen gern gespielt hast, könnten sie Dir nun unangenehme Flashbacks bescheren.
    Im Zweifelsfall schmeiss den ganzen Kram einfach weg, egal was es gekostet hat oder verticker es in der Bucht :wink:
    Dein Leben ist nämlich wertvoller !!

    Bei mir war es so, das ich oft ein bestimmtes Spiel spielte, als ich noch gesoffen habe.
    Nach der Entgiftung habe ich es sofort gelöscht, allein die Anfangsmelodie bescherte mir ein sofortiges Flashback.
    Ich ekel mich geradezu noch heute vor dem Spiel, obwohl es für andere ein stinknormales PC-Spiel ist.
    Ich habe es nie wieder gespielt, weder hier noch woanders.
    Und... war kein Verlust. :wink:
    Das wahre Leben findet nämlich draussen statt, nicht am PC.
    Selbst die tollste Flugsimulation taugt kein Stück, wenn sie Dir persönlich schadet. :?

    LG Sunshine

    Hallo Hs

    Zitat

    Es ist schon verrückt, meine Eltern haben überhaupt kein ungesundes Verhältnis zu Alkohol,
    meine Mutter trinkt vielleicht an Weihnachten ein halbes Glas Rotwein, an schönen Sommerabenden mit der Nachbarin einen
    wirklich kleinen Campari-Orange (und sagt dann, sie mag den Rest nimmer, sonst sei sie besoffen);
    bei mir scheint das mit der 'Erbtheorie' also mal gar nicht hinzuhauen (auch weitergradig gibt es keine Verwandten meinerseits mit Alkoholproblem).

    Bei mir/uns ist das 100% auch so gewesen, meine Mutter lebt allerdings nicht mehr.
    Sie trank so wenig, wie Du es auch von Deiner Mutter her beschreibst.
    Mein Vater trank auch nicht.
    Meine Großeltern beiderseits ebenfalls nicht.
    Es gab somit kein familiäres Umfeld, in dem gesoffen wurde.
    Diese Erbtheorie ist ja auch nur Theorie, es gibt meines Wissens gar keine Beweise, das Alkoholismus vererbbar ist.
    Vielleicht gibt es ein paar Untersuchungen, die darauf hinweisen, aber die kann man ja auch so hintrimmen.
    Ebenso gibt es auch Untersuchungen, die nicht auf Vererbung hinweisen.
    Aber das ist wohl weniger interessant :wink:

    Ich habe den Grundstein für meine Alkoholsucht selbst gelegt.
    Vielleicht sogar schon sehr früh... denn in meiner Jugendclique wurde schon gesoffen.
    In meiner Ausbildungsgruppe auch, wir haben uns gar nix dabei gedacht... :?
    Und ich hätte auch nie damit gerechnet, alkoholkrank zu werden, sowas kann MIR doch nicht passieren...tztztz
    Aber ich sollte mich in meiner Großkotzigkeit irren...

    Ist aber alles nicht mehr wichtig.
    Ich trinke seit 14 Jahren nicht mehr, das ist mein neues und auch jetziges Leben.
    Und in dem fühle ich mich sehr wohl.
    Das Vergangene kann ich eh nicht mehr ändern, aber auf meine Zukunft habe ich Einfluss.

    LG Sunshine

    Zitat

    Gestern konnte ich offen mit meinem Mann reden.
    Das war sehr schwer - und tat saumäßig gut.

    Ja, das verstehe ich gut.
    Ging mir ebenso :wink:

    Bei mir fing es übrigens auch so an mit der Heimlichsauferei...
    Erst waren es versteckte Weinpullen, später dann Wodkapullen.
    Weils schneller ballert und man nicht so viel Altglas zu entsorgen hat.
    Fällt ja auch irgendwann auf.

    Ich kenne ebenfalls die Situationen, das man geradezu darauf wartet,
    das der Partner für ne Weile verschwindet, um Saufen zu können.
    Und wenn der nur mal in den Keller geht, schwupps schnell die Flasche an den Hals, weil man nicht weiß, wann man wieder Gelegenheit hat.
    Das ist einfach schlimm und beschämend, und zwar nicht nur für andere,
    sondern am allermeisten für sich selbt, nicht wahr?

    Aber es gibt ja ein Rauskommen aus dieser schlimmen Lügen-Heimlichkeiten-Scham-etc.pp-Spirale:
    Ein trockenes Leben.
    Wir haben ja dieses unheimliche Glück, unsere Krankheit stoppen zu können!

    Zitat

    Mir ist vollkommen klar, dass es nicht einfach ist, und es nicht reicht, zu denken, dieses Glas lass ich stehen; es werden viele Gläser sein, die ich nicht trinken werde und ich habe tatsächlich begonnen, Gewohnheiten zu ändern, vieles mache ich jetzt schon anders, als vor einer Woche.


    Das ist doch super!
    Nein, es ist nicht einfach, das sagt auch keiner.
    Aber... wenn ich von meinen eigenen Erfahrugen aussgehe... es ist auch nicht sooo schwer und zu schaffen.
    Wenn man es denn wirklich will.
    Wenn man aufhört, nach Hintertürchen zu schauen.
    Wenn man mit den Selbstlügen aufhört.
    Und wenn man sich vor allem HILFE sucht.
    Denn allein kommen nur die allerwenigsten aus diesem Teufelskreis wieder raus, ich kenne nur einen einzigen, der das ausschließlich mit Unterstützung der Familie schaffte.

    Und das muss ja auch nicht sein, es gibt doch hier in userem Land so gute Hilfsangebote.
    Eines hast Du ja schon gefunden, nämlich dieses Forum hier, was sich ja auch als SHG sieht, nur eben online anstatt reale Gruppe.

    LG und Dir weiterhin viel Erfolg ... wir begleiten Dich gerne auf Deinem weiteren Weg.
    Sunshine

    Zitat

    Ich mache den Haushalt nicht, weil es schmutzig ist, sondern weil ich es schön haben möchte;
    ich schminke mich nicht, damit ich nicht scheel angekuckt werde, sondern damit ich gerne in den Spiegel sehe und mich wohl fühle.

    So ist das mit dem Trinken auch...

    Die Frage ist geklärt... unsere posts hatten sich überschnitten :wink:

    Hallo Hs,

    Willkommen im Forum.

    Mal was zur Eigen-Akzeptanz der Krankheit Alkohollismus:
    Der Gang zum Hausarzt der eigenen Wahl, der sich auch insbesondere mit Suchterkrankungen auskennt, kann dabei sehr hilfreich sein.
    Ich war jedenfalls NICHT auf der Intentivstation und später auf der normalen Station, weil ich ne Willensschwäche habe.
    Und auch die spätere Betreuung durch meine Hausärztin geschah nicht aufgrund der Diagnose "Willensschwäche", sondern weil ich alkohokrank bin.
    Und ich bleibe das jetzt auch und zwar lebenslang.
    Es handelt sich auch dabei um keinen Schnupfen, sondern um eine unheilbare Krankheit, die ich aber stoppen kann !!


    Zitat

    Ich mache den Haushalt nicht, weil es schmutzig ist, sondern weil ich es schön haben möchte;
    ich schminke mich nicht, damit ich nicht scheel angekuckt werde, sondern damit ich gerne in den Spiegel sehe und mich wohl fühle.

    So ist das mit dem Trinken auch...

    Verstehe ich jetzt zwar auch nicht so recht... meinst Du damit, Du fühlst Dich besoffen besser, ja?
    Warum denn, falls es so gemeint war?

    Wohin die Sauferei geführt hat, siehst Du ja bereits.
    Wenn Du jetzt nicht handelst, dann geht es weiter bergab.
    Bei manch einem muss es erst noch viel weiter bergab gehen, dann ist das einfach so.
    Ich hoffe aber für jeden, möglichst früh aussteigen zu können, ehe Körper und Seele noch mehr Schaden nehmen.
    Denn das geht nicht ungestraft an jemanden vorbei, kannste mir glauben.

    Zitat

    Meine Tochter sagte gestern, sie dachte zuerst, ich sei tot. Sie hat geweint.
    Wenn ich so weitermache, werde ich tot sein. Vielleicht nicht heute, auch nicht morgen, aber ich werde am Alkohol sterben.


    Eine harte, aber realistische Erkenntnis und Einschätzung.
    So sieht es mal aus.

    Haussperling, ich erinnere, das meine Mutter auch mal stürzte, das war am Anfang der Schwangerschaft mit meinem Bruder,
    und der Hausarzt kam und sie mußte erstmal im Bette bleiben.
    Mich hat das damals zutiefst geschockt, obwohl der Grund nicht schlimm, sondern erfreulich war und auch schnell Hilfe kam.
    Ich war damals 5 Jahre alt und ich sehe die Situation noch heute vor mir.
    Ich habe damals Todesängste ausgestanden, das meine Mutter stirbt.

    Sieh zu, das Du das Deiner Tochter nie mehr antun musst aufgrund Deiner Sauferei.
    Und vor allem, tue es bitte Dir auch nicht mehr weiter an.

    Und höre bitte auf, Dich zu schämen.
    Es gibt keinen Grund.
    Würdest Du Dich auch schämen, wenn Du Diabetikerin wärest oder eine andere Krankheit hättest?
    Jeder, der regelmäßig Alkohol trinkt, kann alkoholabhängig werden.
    Uns hat es nun mal erwischt.
    Nun heißt es, diese Sucht zu stoppen und ein Leben ohne Alkohol zu führen.
    Wenn man weiter leben will... ansonsten wäre totsaufen die Alternative.

    Ein trockenes Leben kann wunderschön sein, das ist zumindest meine Erfahrung.
    Mach was draus !

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Unsere post haben sich zeitlich überschnitten.

    dry, Du schreibst:

    Zitat

    Wie ich mich sehe?
    Ist das so wichtig?

    Für das Forum wäre es wichtig.
    Wie Dich auch schon der Forenbetreiber drauf hingewiesen hat, ist das hier ein Forum, wo sich bekennende Alkoholiker austauschen.
    Und sich auch gegenseitig helfen und unterstützen, um aus dem Teufelskreis Alkohol wieder herauszukommen.

    Das Forum ist KEINE Plauderplattform für dieses und jenes, die gibt es woanders zuhauf.
    Und es geht hier auch nicht um nen Schnupfen, sondern um eine schwere Erkrankung, die ungestoppt tödlich verläuft.
    Ebenso wenig führt der Weg in die Trockenheit übers "Rosinen-rauspicken".

    Ich persönlich sehe so noch keine Chance für Dich bezüglich einer dauerhaften Trockenheit.
    Aber Du weißt ja, wo wir sind.
    Manch einer muss halt noch einige Runden drehen... dann muss es erst noch weiter bergab gehen... und das wird es auch für nasse Alkoholiker.
    Und Du hast ja auch noch keine wirklichen Einbußen...keinen wirklichen Tiefpunkt.
    Da geht wohl eher noch ne ganze Weile was mit saufen.

    LG Sunshine

    Hallo dry,

    Zitat

    Du bist so lange schon trocken!
    Trotzdem noch Thema und erst 2013 hier angemeldet?
    Was hat dich dazu bewogen?

    Ich bin das erste Mal vor 10 Jahren hier ins Forum gekommen, dry :wink:
    Pausierte mal für ein paar Jahre zwischendurch aus privaten Gründen.
    Dann wollte ich mich wieder gern mehr hier austauschen.
    Und es ist ja auch so, unsere Krankheit ist ja nicht irgendwann geheilt, wir haben sie ja nun lebenslang.

    Zitat


    soll ich meine trinkende Partnerin verlassen und mein ganzes Umfeld ändern?


    Du sollst gar nix.
    Wir haben doch nicht über Dein Leben zu bestimmen :wink:
    Wir teilen hier nur unsere Erfahrungen, die eben auch oftmals auf den sog. "Grundbausteinen" beruhen.
    Und die Grundbausteine haben sich hier ja auch nicht irgendwelche Schwachmaten nachts ausgedacht, weil sie nicht pennen konnten.
    Die haben schon Hand und Fuß, auch wenn man es manchmal noch nicht gleich so sehen kann.
    In meiner realen Gruppe gab es sie übrigens ebenso, sie wurden dort nur nicht so genannt.

    dry, der Weg in ein trockenes Leben ist KEIN Spaziergang, und sowas verspricht hier ja auch niemand.
    Man muss sich seinen Weg aber auch nicht noch schwerer machen, als eh er schon ist.
    Was meinst Du denn, was ein trinkender Mensch in Deinem unmittelbaren Umfeld (Partnerin) mit Dir machen wird?
    Du entkommst so dem Dunstkreis des Alkohols ja kein Stück.
    Da kann doch nix gutes bei rauskommen, das sagt einem doch auch schon der normale Menschenverstand, wenn man mal ganz ehrlich ist, oder?
    Und es kann Dich enorm triggern, wenn Menschen in Deiner Gegenwart Alkohol trinken, ganz besonders am Anfang der Abstinenz.
    Von daher sollte man da einfach jedes Risiko vermeiden, um nicht wieder rückfällig zu werden.
    Ansonsten hast Du doch schneller wieder die Pulle am Hals als Du gucken kannst.

    Alkoholfreies Bier ist im übrigens keinesfalls alkoholfrei.
    Und allein der Geruch, die Flaschenform, der Geschmack... das erinnert doch alles 100% an alkoholhaltiges Bier.
    Das ist somit ein ganz starker Trigger, auch wieder Bier mit Alkohol zu trinken.
    Frage Dich mal lieber, warum Du alkoholfreies Bier konsumieren möchtest?
    Es gibt doch hunderte von anderen leckeren Getränken... warum alkoholfreies Bier?
    Ein angeblich trockener Alkoholiker, der alkoholfreies Bier trinkt, ist für mich kein Stück trocken.
    Sondern noch ganz tief drin in den alten Verhaltensweisen und der alten nassen Denke.

    Trinkt denn Dein ganzes Umfeld??
    Gibt es da denn gar keine Menschen, die keinen Alkohol trinken?
    Wenn das so sein sollte, dann würde ich da mal GANZ STARK drüber nachdenken, warum das so ist?
    Und wenn Du noch genauer schaust, dann wirst Du auch merken, das die Säuferkumpels alles andere als wirkliche Freunde sind.

    Wenn alle in Deinem Umfeld trinken, dann würde ich, wie auch schon von Martin beschrieben, das Umfeld wechseln.
    Denn mit dem Umfeld wirst im Leben nich mehr froh, wenn Du wirklich trocken werden willst.
    Ganz zu schweigen davon, das das Rückfallrisiko in so einem Umfeld auch wieder immens steigt.
    Ist im Grunde das gleiche wie mit ner saufenden Partnerin.

    Ich weiß, hört sich alles nich so doll an.
    Schon gar nicht, wenn sogar eine eventuelle Trennung vom trinkenden Partner zur Sprache kommt.
    Aber was sollen wir Dir denn sagen?
    Das es ne gute Idee is, mit ner Schnapsdrossel an der Seite trocken werden zu wollen?
    Sorry, is doch so, oder?
    Das taugt doch nix.
    Ganz zu schweigen davon, das Du mit Deiner Partnerin sehr wahrscheinlich nix mehr anzufangen weißt bei weiterer Abstinenz... denn was bleibt Euch denn noch, wenn die gemeinsame Sauferei wegfällt von Deiner Seite aus?

    Hartmut fragte Dich:

    Zitat

    Siehst du dich denn nun als Alkoholiker ?


    Magst Du mal drauf antworten?

    LG Sunshine

    Hallo dry,

    mein Beitrag gestern war sicher etwas hart.
    Sieh mir das bitte nach, es ist nicht böse gemeint.
    Ich weiß nun mal leider, was unsere Krankheit anrichten kann, wenn man sie nicht stoppen kann.
    Und ich wünsche jedem, das er aussteigen kann, wenn noch nicht zu viel kaputt ist.
    Ich meine hier Körper und Seele und auch äußere Umstände, wie Familie, Partner, Job usw.

    Du bist hier hergekommen, weil Du selbst schon das Gefühl hast, das was mit Deinem Alkoholkonsum nicht stimmt, oder?
    Das ist doch schon was !
    Du wirst Dich im Endeffekt entscheiden müssen, was für ein Leben Du möchtest, wenn Du wirklich Alkoholiker bist.
    Eines mit Alkohol, wo Du Dich am Ende irgendwann einfach tot säufst (auch wenn Du Dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst, das es so hart kommen kann)
    oder
    Ein Leben ohne Alkohol.
    Da wirst Du dann aber sehr wahrscheinlich einiges in Deinem Leben ändern müssen, um zufrieden trocken leben zu können.
    Denn die ZUFRIEDENHEIT ist in meinen Augen besonders wichtig.
    Wer hat schon Bock, mit der Faust in der Tasche trocken zu leben...obwohl er im Grunde viel lieber wieder saufen möchte?
    Das is ja auch nix.

    Ich kann Dir eins sagen, dry:
    Ein trockenes Leben ist einfach klasse.
    Meines ist wieder bunt und schön geworden, ich habe wieder ein lebenswertes Leben, in dem ich zufrieden und oft auch glücklich bin.
    Wenn Du denkst, ein Leben ohne Alkohol wäre langweilig und öde, irrst Du Dich ganz gewaltig.
    Aber in der nassen Birne denkt man sowas oft, mir ging das nicht anders.
    Ich habe in meinem trockenen Leben außerdem viele neue Freunde gefunden.
    Weil ich beispielsweise auch wieder mein Hobby intensiv ausleben konnte oder auch anderweitig neue Menschen kennenlernen konnte.
    Dabei lege ich allerdings Wert darauf, das es Menschen sind, die nicht saufen und auch keinen Alk in meiner Gegenwart konsumieren (müssen).

    Ich erinnere heute nur noch mit Grausen die nasse Zeit.
    Ich hatte mich ziemlich runter gesoffen, körperlich und auch psychisch.
    Es war irgendwie nur noch ein Dahinvegetieren im Suff an den Wochenenden oder ich war ein Häufchen Elend, was mal wieder versuchte, ohne Alk auszukommen.
    Dabei hatte ich noch alles, Familie, Partner, Job, Auto, Haus mit Garten... das mag sich mit dem "dahinvegetieren" widersprechen, aber es war so.
    Ich war innerlich am Ende, auch wenn äußerlich für einige noch alles in Ordnung schien.

    Ob ich heute Lokale besuche?
    Nein, falls damit Kneipen gemeint sind.
    Aber Restaurants schon, wenn wir mal Essen gehen.
    Aber ich denke, bei Frauen ist das vielleicht noch ein bisschen anders?
    Ich denke, Frauen gehen vielleicht nicht so oft in die Kneipe zum Saufen, sondern trinken eher im stillen Kämmerlein?
    Bei mir war es zumindest so.
    Von daher war es kein Verzicht, nicht mehr in Kneipen zu gehen, weil ich das nass auch kaum tat.

    Aber ich meide auch heute noch Saufveranstaltungen, wie Schützenfeste, Karneval oder Saufpartys.
    Es ist nicht nur so, das ich das wegen der Risikominimierung vermeide.
    Ich mag es auch nicht mehr, es bringt mir nix mehr.
    Ich langweile mich auf solchen Partys etc. und mich langweilen ebenso angesoffene Leute, die mir zum x-ten Mal das gleiche halb angesoffen ins Ohr labern.
    Ich mache in dieser Zeit einfach Dinge, die ich wirklich tun will.
    Mit Leuten, die nicht saufen müssen, um gut drauf zu sein.
    Und die gibt es !! :D
    Man muss nur mal ein bisschen schauen, dann findet man sie auch.
    Es ist nicht so selten, das Menschen keinen Alk trinken.
    Nur sieht man das als nasser Alkie gar nicht mehr, weil man es auch nicht sehen will :wink:

    Entschuldige bitte nochmal meine gestern etwas harsche Art.
    Und bleib mal ein bisschen hier... lese und schreibe... und vielleicht kannst Du Dir noch mehr mitnehmen für Dich und Dein weiteres (evtl. abstinentes?) Leben.
    Du wirst damit mehr gewinnen als verlieren, das kann Dir Dir zumindest versprechen.
    Auch in einem Leben ohne Alk wird es Probleme und Schwierigkeiten geben, aber man kann sie nüchtern sehr viel besser angehen.
    Und einige ergeben sich nüchtern auch erst gar nicht :wink:

    LG Sunshine

    Hallo dry

    Ich machs mal kurz:

    Zitat

    Ich, ohne Wirtshaus - undenkbar


    Dann sauf doch einfach weiter, wo is das Problem?

    Zitat

    Bei mir liegt keine körperliche Abhängigkeit vor.
    Habe keine Entzugserscheinigungen.
    Mein Umgang mit Alk ist aber problematisch.
    Finde nicht leicht ein Ende.
    Habe auch Runden ausgegeben, weil ich trinken wollte.

    Soll ich Dir mal ganz ehrlich was sagen ?
    Als es mir noch so "gut" ging wie von Dir beschrieben, da hätte ich mit Sicherheit noch nicht aufgehört zu saufen.
    "Problematischer Umgang mit Alkohol"- Ja mei... das kriegt man doch selbst wieder in den Griff.
    Sowas und ähnliches gehörte auch damals zu meinem Gedankenschrott und viel weiterer Müll.
    Ich musste erst noch viele Jahre weiter saufen, ehe ich überhaupt was raffte.
    Und endlich Hilfe annehmen konnte.
    Denn die brauchte ich, ich wäre nämlich allein ganz sicher nicht mehr aus dem ganzen Saufelend herausgekommen.

    Zitat


    Vielleicht akzeptiere ich die Herausforderung.
    Unter schwierigen Bedingungen trotzdem trocken bleiben.
    Das hat ja jahrelang geklappt.
    Ist das denn so unmöglich?


    Meinst Du, Du bist n Held, wenn Du solche Herausforderungen meistern könntest?
    Ich halte das ganz schlicht und einfach für dumm, mehr nicht.

    Wenn Du alkoholkrank bist, dann kannst Du im Übrigen denken und tun was Du willst.
    Das interessiert die Krankheit nen Schei*ssdreck.
    Sie schreitet trotzdem immer weiter voran, egal, was Du denkst, egal was für schräges Heldentum Du anstrebst oder whatever.
    Bist Du alkoholkrank und kannst Deine Krankheit nicht stoppen, dann geht das nur noch abwärts und nie mehr aufwärts.
    So sieht es nun mal aus.

    Die Grundbausteine sind radikal?
    Unsinn, sie haben mir persönlich wohl am meissten geholfen, trocken zu bleiben.
    Ich habe mich im übrigen in der Entgiftung FÜR das Leben entschieden, denn ich wollte einfach gern weiter leben.
    Ich hätte ALLES getan, um trocken werden zu können !
    WEnn man erst gerafft hat, das man sich totsäuft, wenn man die Krankheit nicht stoppen kann und das von ärztlicher Seite auch noch bestätigt bekommt, dann geht auf einmal SEHR VIEL.
    Das nur mal aus meiner Erfahrung...

    Zitat

    Meine Freunde trinken schon am Morgen.
    Meine Partnerin frühestens am Nachmittag, ganz ohne Räusche.


    Och na dann is ja noch alles gut, wenn Deine Partnerin erst nachmittags anfängt zu bechern.
    Und die Alkoholiker sind doch sicher nur die schlimmen Freunde, oder?
    Und nicht etwa DU??

    Ich sach mal einfach: Weitermachen.
    Und wiederkommen, wenn Du bereit bist, ernsthaft abstintent zu leben.
    Vorher machts nämlich keinen Sinn.
    Wir sind nicht hier, um Dich von etwas zu überzeugen, was Du im Grunde gar nicht wirklich willst.
    Wir können Dir erst dann helfen, wenn Du auch wirklich Hilfe annehmen willst.
    Und vor allem bereit bist, Dein Leben zu ändern.

    LG Sunshine

    Um es nochmals klar zu stellen:
    Ich trage kein Schild vor dem Kopf, auf dem "Alkoholikerin" steht.

    Ich halte es aber für wichtig, das es die Leute wissen, die mit mir engen Umgang haben.
    Und das ist nun mal meine Familie und das sind auch enge Freunde.
    Ebenso Menschen, wo sich herauskristallisiert, das man viel miteinander unternimmt, das ergibt sich oft so bei meinem Hobby.
    Ich will einfach nicht bei einem beispielsweise gemeinsamen Restaurantbesuch gefragt werden/erklären müssen, warum ich keinen Alkohol trinke?
    Könnte ja sein, das einer der anderen was alkoholisches bestellt, das weiß ich ja nicht bei Leuten, die ich noch nicht so gut kenne.
    Es geht mir einfach auffen Zeiger, auf solche Fragen evtl. mehrmals antworten zu müssen, ich wiederhole mich außerdem ungern.

    Und ich mag es auch nicht besonders gern, wenn in meiner unmittelbaren Nähe Alk konsumiert wird.
    Es triggert mich nicht, aber der Geruch stößt mich stark ab.
    Ich bin vielleicht etwas geruchsempfindlich und empfinde das dann als sehr störend und ekel mich.

    Ich finde es einfach selbstverständlich, das meine Freunde über meine Krankheit informiert sind.
    Ich möchte ja auch nicht von meinen Freunden angelogen werden.
    Und Ja, auch rumlavieren ist für mich ne Art Lüge... es ist auf jeden Fall aus meiner Sicht nicht ehrlich.
    Und ich darf das ja so sehen, wie ich das gern möchte :P
    Ich trinke nicht, weil ich irgendeinem Wellness-Trend folge, weiul ich angeblich keinen Alk vertrage...blabla... und es hat auch nix mit meiner Religion zu tun etc.pp. :wink:
    Ich trinke nicht, weil ich trockene Alkoholikerin bin und mich bei einem Rückfall evtl. tot saufe, so einfach ist das !!

    Liebe Calida,
    ich denke, Du hättest das Rückfallrisiko stark minimieren können, wenn zumindest Deine Freundin Bescheid gewußt hätte.
    Dann wäre nämlich gar nicht erst der Alk ins Haus gekommen und die Situation wäre so nie eingetreten.
    Wo ich gerade dabei bin, ansonsten ist Eure Bude aber alkfrei, oder?

    Inwieweit Du selbst wieder saufen wolltest, das steht ja nochmal auf einem anderen Blatt.
    Und wenn dieser Wille da ist, dann wird man sich auch kaum davon abhalten lassen.
    Ich weiß nicht, inwiefern Du selbst auch wieder saufen wolltest?
    Denn Du hättest ja auch Nein sagen können, oder?

    LG Sunshine