Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Else 1234,

    Wenn ich Dich lese, frage ich mich, ob Du über einen erwachsenen Menschen schreibst, oder über Dein Kind ?
    Hört sich eher an wie ne Erziehungsberechtigte, die ihren Erziehungsauftrag ausüben will.

    Hey, werd ma wach !
    Dein XY ist ein erwachsener Mensch, und er kann tun und lassen, was er lustig ist !
    Oder bist Du sein Vormund ??
    Wenn er saufen will, seine Sache !
    Wenn er Tabletten bis zum Abwinken einwerfen will, seine Sache !!

    Wie DU DAMIT UMGEHST, ist dann ganz allein DEINE SACHE !
    Wenn Du mit Deinem XY so nicht leben kannst, dann lass es doch einfach.
    Niemand zwingt Dich dazu !
    Außer evtl. Dein Helfersyndrom, gepaart mit dem allgemeinen Gutmenschen-Tun, was allen CO`s im akuten Stadium so eigen ist.
    Und natürlich die "große Liebe zum Partner".
    Blabla... das alles ist ein großes Deckmäntelchen, um bei sich selbst nicht nachschauen zu müssen, was da so für Leichen im Keller liegen.
    Und bequemer ist es obendrein, sich auf die Probleme des Partners zu stürzen, als selbst mal aktiv zu werden und den Hintern hochzubekommen.

    Aber is Dein Leben... Du kannst noch jahre/jahrzehntelang so weitermachen (evtl. dabei mal den Partner austauschen, wenns hoch kommt, aber der nächste hat dann garantiert auch wieder in Suchtproblem oder ähnliches).
    Du kannst aber auch mal DEIN LEBEN ändern, ohne dauernd auf Deinen "unmöglichen, unmündigen" Partner zu starren.
    Schonmal drüber nachgedacht ??

    Ach so, und übrigens interessiert es hier niemanden, was Dein XY so treibt, hier geht es um DICH !!
    Du kannst Deinen XY nicht so hinbiegen, wie Du ihn gern hättest.
    Aber Du kannst DEIN LEBEN so gestalten, das Du zufrieden darin sein kannst.
    Wie wäre es damit denn mal?

    LG Sunshine

    Tian, Du fragtest:

    Zitat

    Wie sind denn eure Strategien mit Groll, Wut, Ärger, Stress, Langeweile, usf. umzugehen, prinzipiell ist das mMn ein Vorläufer von einem Rückfall wenn es mal ziemlich dicke kommt.

    Einige Strategien hast Du schon genannt, die ich auch nutze:

    Sport ist immer gut, es macht die Birne frei und kann auch bei Stress und Ärger gut wirken.

    Telefonieren mit einem mir lieben Menschen
    (oder noch besser, anrufen und fragen, ob derjenige Zeit hat und vorbeifahren :wink: )
    Ich habe fgestgestellt, das man dadurch einen nötigen Abstand zum Problem oder zum Ärgernis herstellen kann und es dann eher "von außen" betrachtet.
    Und dann es kommt einem (mir zumindest) mit dieser Betrachtungsweise manchmal sogar lächerlich vor, über was man sich aufregte oder was sich als Riesen-Problem darstellte, sieht danach nur noch halb so groß aus.

    Manchmal schlafe ich auch Sorgen mal etwas weg, ich nutze dann die Eigenschaft des Gehirns, im Schlaf Dinge in die "richtigen Schubladen" abzulegen. Danach fühlt man sich viel "aufgeräumter" und die Sorgen/Probleme erscheinen lange nicht mehr so furchterregend.

    Und ich gehe meinem Hobby Fotografie dann nach, das lenkt mich auch immer ab und ich denke dann an nix anderes mehr.

    Notfallköfferchen... hmmm... das sind eigentlich alles Dinge aus meinem Notfallköfferchen :lol:

    LG Sunshine

    Zitat

    Am Anfang sind das eben noch sehr sehr viele (neue) Gedanken, (neue) Gefühle, welche ich erstmal sortieren und richtig einordnen muss.


    Ja, das kann ich gut verstehen, Tian.
    Ich erinnere, das es mir ebenso ging.
    Auch im Kopf muss so vieles (neu) geordnet werden.
    Und das braucht seine Zeit.
    Und gerade in dieser Zeit der Neuordnung/Umorientierung/Verändernungen (wie immer man diesen ganzen Umbruch auch nennen möchte :wink: ) finde ich es so wichtig, sich an die Grundbausteine zu halten.
    Ich sehe sie als eine Art Fundament, auf das Du dann alles weitere aufbauen kannst.
    Wie und was Du Dir da aufbaust, das musst Du ja am Ende allein entscheiden.
    Der eine möchte gern ein Mehrgeschosshaus, der andere lieber n Bungalow :lol:
    Und Tian, niemand sagt hier, das man überall dem Alk aus dem Weg gehen kann.
    Der ist einfach leider überall.
    Ich schreibe leider, nicht weil mich das endlos triggert, sondern weil ich das als ein trauriges Abbild unserer Gesellschaft empfinde.
    Wie gesagt, wie können dem Alk nicht überall aus dem Weg gehen, aber wie wir hier manchmal schreiben, wir müssen ihm auch nicht noch entgegengehen.

    Im "normalen Leben" muss ich natürlich auch einkaufen gehen, ich muss ab und an mal tanken und es gibt noch andere Situationen, wo ich unvorhergesehen mit Alk konfrontiert werden könnte,
    bei den genannten Situationen weiss man das ja vorher, das es im Laden Alk gibt und inner Tanke auch.
    Wenn man sich anfangs unsicher fühlt beim einkaufen, sollte man sich sogar jemanden an seiner Seite mitnehmen.
    Oder erstmal jemand anderen das Betanken des Autos überlassen.
    Das mag sich jetzt etwas schräg anhören, aber das heisst AUCH, Hilfe anzunehmen bzw. um Hilfe zu bitten.
    Irgendwann kann man das eh alles wieder allein, ohne das es einen triggert.

    Bei mir war es übrigens tatsächlich so, das es bei meiner Entgiftung um Leben und Tod ging, ich war sogar einmal kurz drüben "auf der anderen Seite".
    Ich habe mich für das Leben entschieden.
    Die Ärzte haben mit mir darum gekämpft und ich bin ihnen unendlich dankbar dafür.
    Nach so einer Sache wird vieles für einen uninteressant, was vorher noch so wichtig erschien.
    Dann ist im Grunde nix mehr wirklich wichtig, dann geht es nur noch darum, überhaupt wieder ein bisschen auf die Beine zu kommen.
    Mein physischer Weg in die Trockenheit war sehr schwer, ich mußte nach der Entgiftung und dem längeren KH-Aufenthalt sogar neu laufen und essen lernen :shock:
    Ein gutes hatte es allerdings doch:
    Ich brauchte danach keine Gedankenkarussels fahren, ob ich denn wirklich Alkoholikerin bin oder eher doch nich?
    Das fiel also schon mal weg :wink:
    Und mit mir wurden im KH auch sehr klare Worte gesprochen, ich wußte also ganz genau, wenn ich wieder saufe, saufe ich mich schlicht und ergreifend einfach tot.

    Zitat

    Das mit der Überheblichkeit ist auch richtig, habe gestern nach dem Sport (für mich die beste Zeit nachzudenken / zu reflektieren, da der Kopf relativ gelüftet ist...) nachgedacht, ja, bisschen mehr Demut muss ich mir auch aneignen, das vergesse ich einfach schnell.

    Das mit der Demut wird hier oftmals etwas "falsch" interpretiert, habe ich den Eindruck. Das bedeutet keinesfalls, das man sich für seine Krankheit schämen muss und fortan nur noch in Sack und Asche gehen darf.
    Es bedeutet aber, das man eine Krankheit hat, die sich wieder "selbstständig" machen kann, wenn man nicht achtsam mit sich umgeht.
    Und das sie wirklich tödlich enden kann.
    Ich für meinen Teil BIN demütig vor meiner Krankheit (im ganz positiven Sinne), und ich möchte auch, das es immer so bleibt.
    Im restlichen Leben sagt man mir eher ne große Klappe nach, das ist wohl auch so.
    Darf auch so sein. :lol:
    Wenn es um meine Krankheit geht, ist es aber anders.

    Das fiel mir grad mal so ein, als ich Dich heute las :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Tian,

    Du schreibst:

    Zitat

    erstmal danke schön für deine Antwort, mir war in der Tat nicht bewusst, dass ein bisschen rechts und links vom Weg mal schnuppern, derart gefährlich werden kann, es geht für mich jedoch um die Integration der Schritte, und das dauert ein wenig, Zeit, Geduld, Achtsamkeit, den Weg gehen.


    Ich sehe es so, das man sich anfangs wirklich strikt an die Grundbausteine halten sollte.
    Und einhergehend damit auch Lebensänderungen vollzieht.
    Wenn man später evtl. die Grundbausteine für sich persönlich etwas lockern möchte, bin ich die letzte, die da was dagegen sagen würde.

    Tian, gerade dieses "rechts und links schnuppern" hat vielen schon erheblichen Saufdruck beschert. Da kann dieses und jenes sehr stark triggern und dann stehste da mit dem schönsten Saufdruck.

    Ich habe hier im Forum oftmals gerade bei Frischlingen das Gefühl, das die denken, wir LZT sind die letzten Loser schlechthin, weil dumm und verbohrt und wir wollen auch anderen das Leben vermiesen, weil wir selbst so schrecklich unglücklich sind. Und es nicht ertragen können, wenn andere glücklich sind. Absolute Spaßbremsen also.

    Das ist überhaupt kein bisschen so.
    Es ist eher so, das wir anderen, die noch so ganz am Anfang stehen, einfach nur helfen möchten.
    Um nicht die Situation eines ausgewachsenen Saufdrucks standhalten zu müssen.
    Um den Weg in die Trockenheit "einfacher" zu machen, schonmal einen Wegweiser zu geben, wo es lang gehen könnte, wo der Weg halbwegs sicher ist und nicht voller Geröll, wo Du gleich den gesamten Berg mit abschmierst.
    So ist das zumindest bei mir, wenn ich hier schreibe. :wink:

    Ein Leben ohne Lachen, ohne Gesellschaft, ohne gemeinsame Unternehmungen, ohne meine Familie, Freunde, Hobbys, Sport und all das... das wäre für mich gar kein lebenswertes Leben. :(
    aber so ist das ja auch gar nicht, wenn man ein abstinentes Leben führt.
    Ich habe Freunde aussortiert, die keine sind.
    Ich habe Freunde aussortiert, die weiter saufen wollen.
    Es blieben trotzdem noch einige... :wink:
    Ich habe mir ansonsten einen neuen Freundeskreis aufgebaut.
    Sowas geht.
    Und vieles mehr....
    Heute habe ich einen viel größeren Freundeskreis als zu Saufzeiten, aus einer ganz bunten Mischung von Menschen.
    Das sind auch nicht alle trockene Alkies, sowas wollte ich nie.
    Ich bin kein Mensch, der durch Daueraufenthalte im SHG oder nur noch gemeinsame Unternehmungen mit selbigen den Dunstkreises des Alkohols nie mehr verlässt.

    Und auch sonst hat meine Lebensqulität ohne Alk sehr zugenommen.
    Aber das war jetzt nicht wirklich so ein Kunsstück, wenn man sich schon beinah totgesoffen hatte. :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Tian,

    ohne vorher Deinen gesamten Thread gelesen zu haben(hole ich aber nach :wink: ) springe ich mal hier mitten rein...

    Du schriebst:

    Zitat

    Ich möchte für mich eine zufriedene Nüchternheit erreichen, der Weg dahin ist das Ziel, Grundbausteine sind der geeignete Pfad, aber bisschen rechts und links vom Weg möchte ich schon noch schnuppern dürfen, sonst gibt's für mich keine zufriedene Nüchternheit.


    Woher weisst Du denn, das Du ohne Abweichungen von den Grundbausteinen keine zufriedene Nüchternheit erreichen kannst?
    Schon mal ausprobiert?
    Oder bist Du so schlau und hellsichtig, alles schon vorher, ohne es probiert zu haben, zu wissen?

    Weisst Du, was ich am Anfang meiner Trockenheit merkte (bezüglich meiner Krankheit):
    Das ich im Grunde GAR NIX weiss !
    Nur, das ich alkoholkrank geworden bin und da allein nicht mehr raus kam.
    Und das andere trockene Alkoholiker viel mehr Erfahrungen in Sachen Trockenheit haben.
    Und ich durfte (später in einer realen SHG) sehen, das langjähig Abstinente ein wunderbar zufriedenes Leben führen.
    Noch irgendwelches Wissen für mich in Anspruch zu nehmen, was gut für mich ist und was nicht, das habe ich mir am Anfang meiner Trockenheit einfach mal "abgewöhnt".
    Denn meine "Oberschlauheit" hatte mich auch in die Alksucht geführt.
    Und was habe ich denn zu verlieren, wenn ich mich nach den Erfahrungen langjähriger Trockener richte?
    Gar nix hab ich dabei zu verlieren !
    Ich kann dabei nur gewinnen.

    Wenn man aber gleich alles mögliche für sich ablehnt, ohne es überhaupt ausprobiert zu haben, dann finde ich das nicht grad schlau und auch wenig flexibel.
    Und für mich ist es auch immer ne absolut billige Ausrede, wenn jemand irgendwelche Argumente vorbringt, warum dieses und jenes bei ihm/ihr gerade auf keinen Fall geht :roll:
    Diese Menschen wissen noch gar nicht, WAS alles geht, wenn es gehen muss.
    Wenn man denn überleben will mit dieser tödlichen Krankheit, denn tödlich verläuft sie ungestoppt.

    Die Bequemlichkeit geht aber oft immer noch vor.
    Bloss nix ändern, alles soll bleiben, wie es ist.
    Bequem ist aber kaum jemand trocken geworden.
    Ebenso wenig wie trocken gestreichelt. :wink:
    Und was man vorher so tat, das führte ja bekanntlich nicht zur Trockenheit.
    Ist doch also nur logisch, das sich einiges im Leben ändern muss, um erstens nicht mehr saufen zu müssen und zweitens eine trockene Zufriedenheit erreichen zu können.
    Denn mit ner Faust inner Tasche "trocken" zu sein hat ja nu ma gar keinen Wert.

    Ich richte mich übrigens immer noch zum allergrößten Teil nach den Grundbausteinen, obwohl ich mittlerweile 12 Jahre trocken bin.
    Ich bin dafür sogar schon belächelt worden.
    Na und?
    Lass sie lächeln, ich bin noch trocken, das ist allein das, was für mich zählt.
    Klar gehe ich auch schonmal zu ner Geburtstagsfeier, und kann sein, das da auch mal Alk konsumiert wird.
    Die ersten beiden Jahre meiner Trockenheit habe ich das aber kein einiges Mal getan.
    Und Du wirst mich auch heute nicht auf einer Saufparty oder einem Schützenfest oder sonstwo antreffen, wo Komasaufen üblich ist.
    Nicht mehr mein Ding, gibt mir nix mehr, für mich nur noch verbrannte Zeit.

    Und nun kommt das allerunglaubwürdigste :lol: :
    Ich bin mit meinem Leben super-zufrieden, oftmals glücklich, aber Glücklich-sein ist ja nur ein flüchtiger Zustand.
    Die Zufriedenheit ist mir viel wichtiger, das die konstant da ist.
    Probleme gibt es natürlich auch in meinem Leben. Ganz klar.
    Aber die kann man lösen, und zwar nüchtern erheblich besser als inner besoffenen Birne.
    Meine Grundlage für alles waren und sind die Grundbausteine.
    Und die werden übrigens auch in meiner ehemaligen Realen so empfohlen, die waren witzigerweise mit denen hier im Forum beinah komplett identisch.
    So viele Menschen irren sich nicht, da habe ich mich einfach mal drauf verlassen und warum sollte ich das nun anders sehen?
    Manchmal macht es duchaus Sinn, sich auch mal auf andere Menschen zu verlassen, die gewisse Wege schon kennen.
    Und dann sollte man einfach mal sein "Wissen" ruhen lassen und mal zuhören, was diese Menschen zu sagen haben.
    Könnte auf dem eigenen Weg ungemein helfen :wink:

    LG Sunshine

    Hallo Simonchen,

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Was mir als erstes auffält, ist: Du schreibst eher wie eine Mutter, die auf ihr Kind aufpassen muss, anstatt wie eine Partnerin.
    Das finde ich höchst CO, dieses Verhalten lese ich auch immer wieder bei anderen aktiven CO`s.

    Dein Partner IST ABER NICHT DEIN KIND !!
    Er ist ein erwachsener Mensch und für sich selbt verantwortlich.
    Und er darf so viel saufen, wie er will !
    Und er kann sich auch Hilfe holen, wenn er will.
    Du hast da bereits genug getan, mehr "muss" da von Deiner Seite aus nicht passieren.

    Ein trockenes Leben sollte außerdem auf dem eigenen festen Willen und der Überzeugung beruhen, ein fortan abstinentes Leben führen zu WOLLEN und das auch zur Prio 1 zu machen !
    Danach können erst Partner, Familie etc. kommen, und das ist für einige nicht leicht zu verstehen, besonders für CO`s nicht, die ja sooo gern "helfen" wollen und sich dann überflüssig vorkommen,
    weil sie ihr Helfersyndrom nun nicht mehr ausleben können.
    Beruht die Trockenheit auf was anderem als der eigenen Überzeugung, genau SO leben zu wollen, dann ist das meist nur ne Frage der Zeit, wann der Betroffene wieder säuft.

    Und eines möchte ich auch mal noch anmerken, so als Alkoholikerin:
    Depressionen können auch AUFGRUND der Alkoholsucht entstehen, so war das bei jedenfalls bei mir.
    Und am Ende wollte ich auch nicht mehr leben.
    Auch habe ich versucht, Probleme mit Hilfe von Alk zu lösen, habe Kummer damit betäubt, diese ganze Nummer also.
    Am Ende kann man dann gar nicht mehr unterscheiden, ob man wirklich depressiv ist als eigenes Krankheitsbild oder ab man sich depressiv gesoffen hat.
    Kanns grad nicht besser umschreiben :oops: vielleicht verstehst Du aber trotzdem, was ich meine :wink:

    Simonchen, wenn Du Dich weiterhin für Deinen saufenden Partner entscheidest, steht Dir evtl. ein jahrelanger bis sogar jahrzehntelanger Leidenweg bevor !
    Das muss Dir einfach klar sein.
    Selbst bei der Erkenntnis Deines Partners, ein "Alkoholproblem" zu haben bedeutet das noch lange nicht, das er auch handeln wird, was dagegen zu tun.
    Bei mir sind noch viele, viele Jahre vergangen zwischen der Erkenntnis, abhängig zu saufen und trocken zu werden.

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich bin 28 und eigentlich wollte ich in den nächsten 3 Jahren heiraten, Haus kaufen, Kinder bekommen....


    Ganz normale und völlig verständlicher Wünsche... aber ist Dir klar, das Kinder, die einen nassen Alkoholiker als Vater haben, unendlich leiden müssen?
    Und krank dadurch werden?
    Es gibt hier einen Bereich, wo die sog. EKA`s (Erwachsene Kinder von Alkoholikern) schreiben, da kannst Du sowas nachlesen.
    WENN Du es kannst, ich kann es kaum ertragen, dort zu lesen, wie schlimm das alles für die "Kinder" war/ist.
    Tue bitte sowas einen umschuldigen Kind nicht an !
    Es kann sich noch nicht selbst wehren und ist auf seine Eltern angewiesen!

    Und willst Du Dir selbst weiterhin dieses Leid antun?
    Ist Dir Dein Leben denn weniger wert als das Deines alkoholkranken Partners?
    Wenn ja, warum ?
    Bist Du Dir selbst zu wenig wert?

    LG Sunshine

    Man kann einen CO (bei dem es grade mal einigermaßen läuft in der kranken Suchtbeziehung) ebensowenig trocken legen wie einen nassen Alkie, der trinken will. :wink:

    Und: Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht :wink:

    Das fällt mir gerade dazu ein, wenn ich sehe, wie sehr sich Leute um jemanden bemühen, ihm "Hilfe" angedeihen lassen wollen, obwohl derjenige überhaupt nicht ins Handeln kommen will.

    Weinender Engel, Du schreibst:

    Zitat

    Ich bin noch nicht so weit wie Ihr es seit. Hab wohl noch nicht genug mitgemacht, obwohl ich finde es war genug.

    Vielleicht werde ich mal ne Pause einlegen.

    Wenn Du noch nicht so weit bist, dann musst Du eben so weitermachen wie bisher.
    Darfst Du ja, kann Dich niemand von abhalten. :wink:
    Ja, vielleicht hast Du tatsächlich noch nicht genug mitgemacht.
    Wenn Du Deinen Leidenstiefpunkt noch nicht erreicht hast, wirst Du auch
    noch nicht bereit sein zum Handeln.
    Und dann kann Dir hier auch keiner helfen

    Verständnis haben hier sicher alle, die das Gleiche oder ähnliches erlebt haben.
    Nur ist das hier ja ne SHG und keine "Schuttablade-Halde" oder ne "Ausheulrunde", sondern es geht darum, sich selbst zu helfen.
    Und sich auch helfen zu lassen von Menschen, die ähnliches erlebt haben.
    Aber da kommt nix bei Dir an, Du willst auf keinen Fall handeln.
    Und es läuft ja auch momentan "gut".
    So what?
    Für Dich besteht ja momentan kein Handlungsbedarf.

    Vielleicht wäre eine Pause echt besser, um zu schauen, was Du wirklich willst ?
    Und mal im ernst, was willst Du in einer SHG, wenn alles okay bei Dir ist und Du keinesfalls in Handeln kommen willst?
    Macht für mich keinen Sinn.

    LG Sunshine

    Sorry, es sollte im ersten Satz heißen, wenn du deine Krankheit nicht stoppen kannst...
    Und ebenso hat sich der Fehlerteufel in einem anderen Satz eingeschlichen. ..es sollte heißen:ich wäre nämlich beinahe bei drauf gegangen.
    Kommt von der smartphone tipperei :oops:

    Lg Sunshine

    Hallo Sonja,
    wenn du deine Krankheit, die da Alkoholismus heisst, wird es dir
    wie vielen anderen Menschen ergehen. ..ob bekannt oder nicht.
    Der Alk macht da keine Unterschiede.
    Du siehst, das du es so nicht schaffst.
    Was hast du nun vor?
    Eines kann ich dir aber schon voraussagen. ..machst du deine
    Trockenheit nicht zur Pri 1,wirds nix.
    Überlege dir bitte, ob du nicht stationaer entgiften kannst! Bei
    einem anderen akuten Notfall muesstest du ja auch in ein Krankenhaus.
    Dann muesste es ja auch gehen.
    Sonja, ich kann dir nur eins sagen. ..ungestoppt verläuft unsere Krankheit tödlich!
    Ich weiß leider verdammt gut, wovon ich rede. ..ich wäre natürlich beinahe bei drauf gegangen.

    BTW...nicht jeder braucht eine LZT...ich hatte beispielsweise keine.
    Aber eine professionelle Entgiftung ist notwendig. ..ebenso eine SHG, wir hier sind ja auch eine.
    Das soll nicht heißen, daß ich LZT ablehne, aber es braucht sie auch nicht jeder grundsätzlich.
    Wollte ich nur mal angemerkt haben...

    Lg Sunshine

    Hallo Sonja,
    wie schön, Dich nun auch im offenen Bereich zu lesen. :)
    Sind ja schon 4 Seiten zusammen gekommen :shock:
    Toll, das Du hier schon so viele Tipps und Wegbegleitung bekommen hast.
    Ich habe noch gar nicht alles durchgelesen, nur überflogen.

    Dabei ist mir jetzt zum zweiten Mal etwas aufgefallen, und zwar:

    Zitat

    Ich denke ich steig auf Traubensaft um :)

    Auch an anderer Stelle erwähntest Du Traubensaft.
    Traubensaft ist ja mit Wein etwas ähnlich im Geschmack, finde ich.
    Ich persönlich habe auch Wein gesoffen und später dann Wodka-Orangensaft.
    Ich trinke, seitdem ich trocken bin, keinen O-Saft mehr, weil das unangenehme Erinnerungen/Flashbacks bei mir hervorgerufen hat.
    Ich habs mal probiert, aber ich hatte SOFORT das Gefühl, das im Orangensaft Wodka mit drin ist, obwohl das definitiv nicht der Fall war.
    Mein Gehirn sagte mir das aber :shock:

    Mir geht es ebenso mit Traubensaft.
    Trinke ich also auch nicht mehr, mich erinnert der Geschmack viel zu sehr an Wein.

    Darum möchte ich das mal an Dich so weiter geben.
    Das ist so ähnlich wie alkoholfreies Bier trinken, es ist dem "richtigen" Bier vom Geschmack her so ähnlich, das es zum Mega-Trigger werden kann.
    Also raten wir davon hier dringend ab (vom alkfreien Bier jetzt), zumal es auch oft Restalk enthält.
    Allein die Form der Flasche, das Beschlagene, wenn man so ein alkfreies Bier aus dem Kühlschrank nimmt, das alles kann für manch einen fatale Folgen haben.

    Wenn Du also Traubensaft trinkst, WEIL er dem Weingeschmack ähnelt, dann kann ich nur dringend davon abraten, welchen zu trinken.
    Denn irgendwann schreit evtl.das Gehirn nach "richtigen" Traubensaft in Form von Wein.
    Muss nicht, aber kann.
    Mir wäre das jedenfalls zu gefährlich.

    Es gibt ja noch viele andere Getränke, viele leckere Tees beispielsweise und viele Kaltgetränke und was weiß ich, die einen persönlich nicht triggern.
    Die würde ich eher empfehlen.

    Liebe Grüße
    Sunshine

    Hallo Frank,
    irgendwie bist Du mir unter beiden Nicks bekannt :wink:
    Geschrieben habe ich allerdings noch nichts bei Dir, wenn ich recht erinnere.

    Ich finde es immer schade, wenn jemand hier nicht mehr schreibt, weil er rückfällikg wurde. Braucht man nicht gerade dann wieder Hilfe?

    Du hast Dir ja nun viel Hilfe geholt, das finde ich klasse.
    Ja, was sollte man auch ne Suchtkarriere schönen, das macht ja keinen Sinn.
    Als ich damals ins KH eingeliefert wurde in die Notaufnahmen, habe ich dort
    auch das erste Mal alles erzählt, wie viel ich wirklich gesoffen habe.

    Ich lese bei Dir allerdings heraus, das Du für die Familie trocken werden willst, für die Frau, für das ungeborene Kind...und auch für den Job.
    Für andere trocken zu werden wird meist nix.
    Willst Du denn auch für Dich ganz persönlich trocken werden?
    Das sollte eigentlich der größte Wunsch sein, denke ich.
    Und dann auch absolute Prio 1 haben.
    Der Rest ergibt sich ja dann daraus.
    Oder vieles zumindest.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf diesem neuen Weg.
    Und natürlich auch alles Gute für Deine Frau und das Baby.

    LG Sunhine

    Gut gemacht, boebe !
    Kann ja wohl schlecht angehen, das er sich auf Deine Kosten nen faulen Lenz macht.
    Dazu hätte ich auch Null Bock.
    Ich wünsche Dir, das Du nicht wieder einknickst.
    Ich weiß jetzt nicht, ob Dein Partner aktuell noch säuft, aber ich weiß,wie manipulativ Alkoholiker in der nassen Birne sein können.
    Bin ja selbst von dieser Krankheit betroffen.
    Andererseits... einige müssen nicht mal Alkoholiker sein, um sich wie die Axt
    im Walde aufzuführen, die können das auch völllig nüchtern. :roll:

    Wie auch immer, er verliert jetzt all seine Bequemlichkeit und müßte mal selbst den Hintern hoch bekommen.
    Ich denke nicht, das ihn das sonderlich gefallen wird. :wink:
    Also mache Dich mal lieber drauf gefasst, das er das "Aus" evtl. nicht einfach so widerspruchslos hinnimmt.

    LG Sunshine

    Hallo Rattenschwanz,
    Darf ich fragen , WARUM Du so riskante Dinge tust, wie Alk ins eigene Heim schaffen ?
    Sind Deine Freunde derart versoffen, das die es nicht mal n Abend ohne Alk aushalten (mal salopp gesagt), oder wie ist das zu sehen?
    Gehst Du lieber riskantes Verhalten ein, ist Dir Deine Trockenheit so wenig wert, anstatt zumindest in Deinem Zuhause klare neue Regeln zu sezten?
    Ich verstehe sowas einfach nicht, ist mir zu hoch, echt mal jetzt.

    LG Sunshine

    Ich schließe mich hier mal fragend an, Jürgen...
    Denn mir geht es seit einiger Zeit auch so, das ich mich frage, warum Du in dieses Forum gekommen bist/was Du hier suchst ?
    Bitte verstehe meine Frage nicht wertend, es ist ganz schlicht und einfach nur mal gefragt.
    Was waren Deine Beweggründe, Dich hier anzumelden?

    Ich kann Dir mal sagen, was meine Gründe waren:
    Ich suchte wieder Austausch mit LZT, der mir etwas fehlte.
    Den habe ich hier leider nicht gefunden, darum ziehe ich mich hier auch wieder zurück.
    Klar schreibe ich auch gern mal noch nicht so lange Trockenen was von meinen Erfahrungen, kann auch mal nen Rat geben, aber was Neues für mich persönlich konnte ich hier leider nicht mehr lernen.
    Schade, aber so macht es für mich dann auch wenig Sinn, denn ich bin ja für mich hergekommen.

    Von Deiner Trockenheitsarbeit habe ich bisher wenig gelesen.
    Und ich habe auch immer irgendwie den Eindruck, Du hast ja eh alles ganz anders gemacht. Viel besser und schlauer als andere natürlich
    8):wink:
    Wenn Du manchmal so schreibst, komme ich mir direkt dumm vor.
    Ich habe manchmals das Gefühl, Du schaust hier auf andere runter in Sinne "ach ihr armen kleinen Dummchen...was wisst IHR denn schon? :roll:

    Weißt Du Jürgen, erst gestern Abend dachte ich im Zusammenhang mit Dir an einen alten Berufsschullehrer. Wir waren damals noch fast alle unter 20, hatten wenig Lebenserfahrung, wußten aber natürlich ALLES und vor allem besser :lol:
    Wir waren grundsätzlich schonmal contra bei Lehreren und Ausbildern, die hatten das oftmals sicher nicht leicht mit uns und waren so manches Mal auch extrem gernervt von uns.
    Aber das ist halt ihr Job, mit jungen Leuten TROTZDEM umgehen zu können, ohne dabei mal abzuticken :P:lol:
    Wie auch immer, nachdem wir mal wieder unseren Berufsschullehrer genervt hatten, sagte der einen Satz, der mich bis heute begleitet.
    Er sagte ganz schlicht: "Nur Opposition ist auch nicht gut"
    Damals habe ich das noch nicht wirklich verstanden, weil ich nicht verstehen wollte :!:
    Später verstand ich sehr gut.

    Und genau so wie uns junge Leute damals empfinde ich Dich manchmal.
    Man könnte Dir schreiben, was man wollte, es wäre NIE recht.
    Und es gibt auch wirklich Menschen, denen man gar nix recht machen kann. Die tun mir echt leid, weil ich weiß, das man so nie zufrieden wird mit seinem Leben.
    Nun ist es ja nicht so, das die Leute hier sind, um es Dir recht zu machen.
    Das ist mir schon klar. :wink:

    Für mich persönlich ist es trotzdem schwierig, mit jemanden zu diskutieren, wo ich jederzeit damit rechnen muss, das mein Gegenüber mir gleich sehr schroff übern Mund fährt, und ihm dabei komplett egal ist, wie verletzend er sich mir gegenüber damit benimmt.
    Tun Leute sowas mit mir, gehe ich einfach.
    Sowas mus sich mir in meiner Freizeit nicht antun.
    Und so kommt auch keinerlei fruchtbare Diskussion auf.

    Dir gehe ich auch lieber aus dem Weg, denn ich muss mir ja nicht noch mehr Verletzungen einhandeln, als ich eh schon habe.
    Denn heile bin ich nicht mehr, da gibt schon einige Blessuren in mir.
    Ist reiner Selbstschutz und ich passe eben gut auf mich auf.
    Auch in dieser Beziehung.

    LG Sabine

    Hallo Engel,

    auch wenn Dein XY eingestehen würde, Alkoholiker zu sein, heißt das noch lange nicht, das er daran was ändert/ändern will.
    Da ist ja dann nicht automatisch auch eine Handeln vorprogrammiert.
    Und nun, wo er gerade nicht trinkt, ist doch eh alles "in Ordnung" für ihn (und auch für Dich), oder?
    Dieses Gefühl ist aber trügerisch.
    Denn wenn Dein XY wirklich Alkoholiker ist, dann wird er wieder trinken (müssen).

    Übrigens, als mir persönlich klar war, das ich alkoholabhängig geworden bin, habe ich jedenfalls noch lange nicht gehandelt (Jahre nicht!), es mußte erst noch viel viel schlimmer kommen.

    Natürlich sollst Du Dich nicht von Deiner Tochter abkapseln, so war mein Beitrag nie gemeint gewesen !
    Und ich denke, so hast Du ihn auch nicht verstanden.
    Soziale Außenkontakte sind enorm wichtig für CO-Abhängige.
    Und dazu gehört selbstverständlich auch Deine Tochter.
    Nur kann sie ja wohl kaum Basis-Auffanglager sein, wenn Dein XY wieder säuft.
    Das sie eine erste Anlaufstelle sein kann, ist doch okay.
    Aber danach mußt DU handeln und kannst nicht dauernd zur Tochter laufen, wenn der XY säuft. Das wäre auch eine zu große Belastung für Deine Tochter. Trotz "Helfernatur".

    Was mir noch auffällt, Engel... Du scheinst große Angst vor Veränderungen zu haben in Deinem Leben. Es soll alles so bleiben, wie es ist. Das bleibt es dann aber auch :wink:
    Du erwartest, das Dein XY sich ändern soll, nicht mehr saufen soll, seine Krankheit eingestehen soll, ER soll machen und tun.
    DU aber bist nicht bereit, etwas zu ändern.
    Du machst so im Grunde genau das gleiche wie Dein XY.
    Du willst ebensowenig was ändern, weil das unbequem sein könnte oder sogar große Angst macht.
    Ja, dann bleibt eben alles so wie es ist.

    Du schriebst ja auch, wenn Dein XY wieder säuft, lebst Du eben weiter, gehst weiterhin Deinem Job nach usw... bis dahin alles okay. Aber danach kam noch "Mit Ihm"
    Tja... also dann... warum sollte Dein XY denn was ändern, er kann auch wieder saufen, ohne das was passiert.
    Ja gut, Du bist dann mal ne Nacht oder auch 2 bei Deiner Tochter.
    Das passt einem nassen Alkie allerdings ganz wunderbar in dem Kram :wink:
    Der kann dann nämlich in aller Ruhe durchsaufen, ohne das ihm ne Nerverin ins Ohr quasselt.
    Ich hätte diese Gelegenheit sicher nicht ausgelassen, als ich noch gesoffen habe, ich hätte mich sogar drüber gefreut.
    Denn Dein XY weiß genau, das Du wiederkommst.
    Jedenfalls hat sich bisher ja alles wieder irgendwie eingerenkt.
    Und er geht davon aus, das es auch wieder so sein wird.

    Kurzum, ändert einer von Euch Beiden im Falles eines Rückfalles nicht gravierend etwas, bleibt immer alles so wie es ist.
    Nur das Du irgendwann nen alten versoffenen, schwerkranken Alkie pflegen "darfst", vielleicht auch noch mit Korsakow, was dann für einen CO ganz bitter ist, denn dann bemerkt er nicht mal mehr Deine Hilfeleistung.
    Aber okay, dann machen das evtl. andere, die Dich für Deine vermeintliche "Stärke" und "Treue" und Deine "Aufopferung" und all diesen Mist bewundern.
    Nur DU verschenkst derweil DEIN LEBEN, Engel. :(

    Ich wünsche Dir Kraft, lieber Engel, und zwar Kraft dafür, nen Hintern inner Hose zu haben, wenn er wieder säuft und dann wirklich was FÜR DICH zu ändern.

    LG Sunshine

    Schreib ich auch mal was dazu, weinender Engel... :wink:

    Wenn Du Deine Tochter mit in die Sache reinziehst, finde ich das schlimm.
    Kinder sollten nicht für ihre Eltern verantwortlich sein (oder sich verpflichtet fühlen) in solchen Dingen... NIE... egal wie alt sie sind, das ist meine persönliche Meinung.
    Denn Du bist ja wohl im Vollbesitz Deiner geistigen Kräfte und selbst handlungsfähig.
    Wenn Du allerdings Deine eigene Handlungsfähigkeit von Deinem XY einschränken lässt (egal ob er wieder säuft oder nicht) dann ist das DEINE ureigenste Sache und da lasse mal lieber Deine Tochter bei raus.
    Mal ganz davon abgesehen, das Du ihr damit ein sehr schlechtes Beispiel gibst, indem Du ihr vormachst, wie CO-Abhängigkeit funktioniert.
    Kinder neigen dann nicht selten später zu den gleichen Verhaltensweisen, vielleicht tut das Deine Tochter auch schon ??

    Du selbst kannst für Dich handeln, wann immer Du willst.
    Selbst wenn Dein XY ne Trinkpause macht, kannst Du das.
    Der Zeitpunkt spielt dafür keine Rolle.
    Aber ein CO will ja lieber weiter retten und machen und tun und all dieses, was die Krankheit ausmacht.
    Da braucht der Alkie nich mal für saufen, er muss nur hilfbedürftig erscheinen, das reicht doch auch schon, gelle ? :wink:
    Von daher fällt es mir oftmals ausgesprochen schwer, zu glauben, das der CO handeln wird, wenn der XY wieder säuft.
    Auch wenn Du schreibst, das wäre dann so sicher wie das "Amen in der Kirche".
    Denn schau, wenn Dein XY wieder säuft, dann beginnt doch wieder die Jammerei, das er Deine Hilfe braucht und dieses und jenes und all das blabla, mit dem man seinen CO bei der Stange hält.
    Ist doch klasse, dann endlich wieder in die Rolle der Helfenden zu schlüpfen... und endlich hat alles wieder seine "Ordnung" und keiner muss an sich was ändern.
    Passt dann auch alles wieder.

    Lieber Engel, ich verfolge übrigens Deinen Thread hier auch so ab und an mit.
    Und ich habe den Eindruck, Du hast noch nicht so viel begriffen, wie das mit der CO-Abhängigkeit ist.
    Wie gesagt, ist nur so mein Eindruck.
    Kann es sein, das Du Dich mit anderen Baustellen mehr beschäftigst, mit anderen Menschen (evtl. auch mit Deinem XY und ob er wieder saufen wird, und was dann passiert und blabla)
    anstatt Dich mal um DEINE Baustelle zu kümmern, die da CO-Abhängigkeit heißt ?

    LG Sunshine (Alkoholikerin)