Beiträge von Sunshine_33

    Beosnders schade finde ich Zickenalarm, der nach meinem Gefühl hier schon wieder losgeht, Lindi.
    Du und Renate, ihr wart Euch in der Vergangenheit schon öfters nicht grad grün.
    Das passiert nun mal... im realen Leben wie auch hier.
    Das darf aber auch so sein!
    Man muß deshalb aber nicht den anderen immer wieder angreifen, nur weil sich evtl. eine Gelegenheit bietet.
    Man könnte den anderen auch einfach mal so sein lassen, wie sie/er ist.
    Alles andere finde ich ziemlich nachtragend.

    Ich will hier auch nochmal klarstellen, warum ich hier geschrieben habe.
    Ich fühlte mich hier als Alkoholikerin etwas verunglimpft.
    Für mich kam es auch etwas so rüber, als würden nun ALLE trockenen Alkoholiker voll die Spaßbremsen sein, die nirgends mehr hingehen können, wo es lustig ist.
    Sondern das wir trockenen Alkoholiker nun alle einen Kampf gegen den Alkohol führen müßten, missionieren und all dieses und so als Retter der Welt fortan fungieren müßten.
    Und dagegen möchte ich mich persönlich einfach wehren!
    Ich bin Alkoholikerin, aber ich bin auch ein ganz normaler Mensch, der soziale Kontakte benötigt. Und ich lache für mein Leben gern und auch das möchte ich leben.
    Und ich möchte auch nicht, das allle trockenen Alkoholiker als saufertöpfische Zeitgenossen über einen Kamm geschert werden.

    Das Zusammenleben mit einen trockenen Alkoholiker ist nämlich durchaus möglich, ohne das jemand der Beteiligten darunter leiden muß.
    Und ein trockener Alkoholiker unterdrückt auch nicht zwangshalber seinen Partner.
    Ich war über längere Zeit auch in einer realen Gruppe und da konnte ich jedes Mal Paare sehen, die ein schöne, erfüllende und lebenswerte Beziehung führen.
    Dafür muss man aber auch Kompromisse schließen, immer wieder miteinander reden und auch flexibel bleiben.
    Aber irgendwie muss man das doch auch in jeder "normalen" Beziehung, denke ich...

    Ich habe hier aber auch schon öfters geschrieben, das ein trocken werdender Alkoholiker nun nicht automatisch vom Saulus zum Paulus mutiert, nur weil er nicht mehr säuft.
    Wer beispielsweise eine Persönlichkeitsstörung hat wie Narzissmus oder Kontrollsucht oder ähnliches, der wird die wohl kaum automatisch los, wenn er trocken wird.
    Da müßten dann erst noch andere Therapien in Betracht gezogen werden.
    Aber nicht jeder trockene Alkie hat auch automatisch noch andere Persönlichkeitsstörungen.

    LG Sunshine

    Ich persönlich halte gar nix von den oft üblichen CO-Kuscheleien.
    Ich bin eher für klare Worte.
    Im Alkoholikerbereich fallen sie, warum dann nicht auch im CO-Bereich?
    Wegen der CO-Harmoniesucht oder was ist der Grund, das der CO-Bereich mitunter gern zum Streichelzoo mutiert?

    Renate
    Renate, ich schätze im übrigen Deine klaren Worte sehr.
    Du hast hier unheimlich viel gelernt und konntest am Ende aus Deiner
    selbstschädigenden Beziehung aussteigen.
    Du hast hier im übrigen auch manchmal recht klare Worte zu hören bekommen, unter anderen ja auch von mir.
    Du bist aber nicht weggelaufen, sondern immer noch hier.
    Also... geht doch.

    LG Sunshine

    Nur mal so am Rande....
    In meiner ersten abstinenten Zeit war ich körperlich noch ziemlich am Ende durch die Alkoholkrankheit und die sehr schwere Entgiftung, die ich beinah nicht überlebt hätte.
    Ich hatte noch ne ganze Weile sehr schlechte Leberwerte, die sich nur langsam besserten, bis die wieder im einigermaßen grünen Bereich waren, dauerte es über 1 Jahr und länger.

    In dieser Zeit wurde ich intensiv von meiner Hausärztin, die zugleich auch Internistin ist, betreut. Sie kennt sich außerdem sehr gut mit Suchterkrankungen aus und ich fühlte (und fühle mich immer noch) bestens bei ihr aufgehoben.
    Und sie riet mir zu einer sehr gesunden Ernährung mit möglichst unbelasteten Bio-Produkten und reichlich Obst und Gemüse, damit ich wieder auf die Beine komme.
    Mir ist es also egal, was irgendwelche dubiose Therapeuten mit mitunter zweifelhaften Ausbildungen raten oder sonstwer.
    Sondern ich halte mich lieber an den Rat der Ärztin meines Vertrauens, die tagtäglich suchterkrankte Menschen in ihrer Praxis betreut.

    LG Sunshine

    Hallo Jim,

    Zitat

    Aber ich denke, dass man durch pure Vermeidung nicht das Thema psychisch aufgearbeitet bekommt.

    Zum irgendwas "aufarbeiten" ist es doch noch viel zu früh nach Deiner kurzen abstinenten Zeit.
    Viel wichtiger wäre es erstmal, eine stabile Abstinenz zu erreichen.
    Vorher würde selbst ein Therapeut nicht mit Dir zusammen versuchen, was "aufzuarbeiten".

    Mir ist das eh son bisschen diffus mit dem sog. "aufarbeiten".
    Wenn ich weiß, warum ich gesoffen habe, kann ich daraus die nötigen Konsequenzen ziehen und diese gefährlichen Situationen meiden.
    Wenn das dann schon "aufarbeiten" ist, von mir aus :wink:
    Mein Alkoholtrauma konnte ich auch ein bisschen aufarbeiten, in Gesprächen mit anderen Betroffenen, mit Unterstützung meiner Angehörigen etc.
    Aber ganz weg geht das eh nie mehr, da mache ich mir keine Hoffnungen mehr.
    Zu mehr "aufarbeiten" hab ich persönlich kein Bock.
    Denn das bedeutet für mich dauernde Blicke in die Vergangenheit, und ich will lieber in meine Zukunft schauen und nicht dauernd zurück.
    Und es belastet mich auch, warum also sollte ich mich derartigen Belastungen aussetzen?
    Gewinnen tue ich eh nix dabei.
    Von daher bin ich eh nicht sooo der "Aufarbeitungstyp", der nun jeden Pups analysieren muss.
    Mir ist die Zeit zu sowas zu schade, da mache ich lieber Dinge, an denen ich Freude und Spaß habe.
    Und davon gibts reichlich in meinem trockenen Leben, so what?
    Ich machs mir nicht schwerer als es ist.

    Jim, Du hast Dich in eine Risikosituation begeben, da kannst Du nun so viel diskutieren, wie Du willst. Und es war absolut nicht nötig.
    Solche Schoten haben schon so manchen rückfällig werden lassen.
    Nicht unbedingt an dem Tag, wo man so eine Veranstaltung besuchte.
    Das Suchtgedächtnis ist heimtückisch und kann sich Tage später noch heftig melden.
    Du mußt Dich nicht mit Alk konfrontieren, das ist weder klug noch mutig, sondern einfach nur dumm, sorry.
    Das wirst Du aber erst dann verstehen, wenn Du es verstehen willst :wink:
    Wir LZT raten ja nicht umsonst dazu, solche Veranstaltungen zu meiden, weil wir da Spaß dran haben und uns deshalb sowas ausdenken, weil wir nix besseres zu tun haben.
    Das hat durchaus leidvolle Hintergründe.
    Und man muss nicht jede Dummheit selbst begehen.
    Du bist im übrigen nicht der Erste, der meinte, so eine hausgemachte Konfrontations-Therapie machen zu "müssen".
    Da hab ich hier schon allerlei "Schlauheiten" diesbezüglich gelesen.
    Nur komisch, das diese Leute dann hier auch schnell wieder verschwunden sind.
    Warum?
    Weil das hier nicht so begeistert aufgenommen wurde?
    Glaube ich nicht, ich glaube eher, die meissten sind damit ganz gewaltig auf die Fresse gefallen.
    Und einige kamen auch wieder und versuchten es dann nochmal, indem sie die Ratschläge von LZT doch mal annahmen, ohne alles lang und breit zu hinterfragen und anzuzweifeln.
    Aus dem einfachsen Grund, weil die den Weg schon kennen :wink:

    Was Du im Endeffekt tust, mußt Du selbst entscheiden.
    Es ist ja Dein Leben.
    Wirst DU rückfällig, haut das hier im Grunde niemanden aus den Socken, sondern nur Dich selbst.
    Denn auch dafür bist Du dann selbst verantwortlich :wink:
    Auch das ist dann Dein Leben.

    LG Sunshine

    Mich erschüttert Dein Thread auch sehr, Mariechen.
    In so einer Beziehung könnte ich es keine 10 Minuten aushalten.

    Ich bin auch trockene Alkoholikerin.
    Ich schränke allerdings nicht meinen Mann ein. Der kann tun und lassen, was er will.
    Er trinkt allerdings nie Alkohol in meiner Gegenwart. Das möchte ich auch nicht und das war im Grunde die einzige Bedingung für ein Weiterbestehen der Beziehung von meiner Seite aus.
    Und er konnte das so akzeptieren.
    Das bedeutet aber nicht, das er nie Alkohol trinkt. Wenn er beispielsweise auf eine Abteilungsfeier geht, wird da auch mal n Bier getrunken.
    Aber das ist seine Sache, damit habe ich nix zu tun.
    Hier im Haus gibt es weder Alk noch wird in meiner Gegenwart getrunken.
    Das reicht für mich diesbezüglich.

    Ich könnte es mir übrigens überhaupt nicht vorstellen, nicht mehr unter Menschen zu kommen.
    Ich lache gern und bin gern mit anderen Menschen zusammen.
    Mein Hobby hat auch viel mit anderen Menschen zu tun.
    Ich habe außerdem auch eigene Freunde, die ich nur allein treffe oder in "meiner" Freundes-Clique.
    Das beeinflusst nicht die Beziehung zu meinem Mann irgendwie negativ.
    Allerdings spielt in meinem Freundeskreis Alk keine Rolle und meine/unsere Freunde kommen auch gern zu Feiern zu uns, obwohl es hier nix alkoholisches mehr zu saufen gibt.
    Unser Freundeskreis hat sich auch durch meine Trockenheit verändert.
    Aber das sehe ich als nix negatives, sondern ganz im Gegenteil.

    Ansonsten sehe ich meine Mann und mich als eigenständige Menschen und nicht als Symbiose. Jeder könnte auch ohne den anderen überleben.
    Bei uns ist es einfach so, das ich ich bin und er ist er.
    Einengende Beziehungen sind auch nix für mich, das kann ich nicht ertragen.
    Mein Mann kann also ebenso tun, was er will, so wie ich das auch kann.
    Hier hat jeder seine Freiheit.
    Und manchmal machen wir natürlich auch was zusammen :lol:

    Gegen den Alk kämpfen (und das auch noch täglich)... das habe ich nie getan. Ich habe vollkommen vor dem Alk kapituliert, im Grunde vom ersten Tag meines trockenen Lebens an.
    Kämpfend hätte ich sicher nicht trocken bleiben können.
    Und das wollte ich auch nicht, ich wollte nur wieder frei sein.
    Und Kampf und Freiheit vertragen sich bei mir irgendwie nicht.
    Mir ist es auch egal, ob andere saufen, es ist ihre eigene Entscheidung.
    Ich bin nicht die Retterin der Welt !
    Nur Kinder und Jugendliche gehören geschützt und aufgeklärt.
    Erwachsene haben das aber selbst zu entscheiden.
    Und meinetwegen können die sich am Fasching ins Koma saufen, ich gehöre nicht dazu. Fertig.
    Ich bin nicht trocken geworden, um nun all meine Kräfte in einen Kampf gegen den Alk zu stecken.
    Wie käme ich dazu ??
    Ich bin trocken geworden, weil ich wieder frei sein wollte und mein Leben so gestalten wollte, wie ich das will.

    Und nochwas.... lasse Dich mal nicht von diesem merkwürdigen Therapeut zurück in Deine CO-Rolle schubsen.
    Der hat wohl nich alle Tassen im Schrank. :roll:
    Das würde ich auch ganz deutlich da mal ansprechen, das es so kein Leben für Dich sein kann.
    Und dem würde ich auch den dringenden Tipp geben, sich selbst mal in Therapie zu begeben. Man man man...
    Und mir wird auch mal wieder klar, warum ich nie nen Therapeuten wollte, echt ma jetzt.
    Wenn da so schräge Vögel rumhängen... ne ne, ich bleib mal lieber schön so, wie ich bin :P

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin, 11 Jahre trocken)

    Hallo weinender Engel,
    ich lese Deine Geschichte mit und ich bin immer wieder verwundert bis hin zu entsetzt über die Bereitschaft eines CO, das eigene Leben wegzuschmeissen.
    Obwohl ich es schon so oft hier gelesen habe, berühren mich einige Geschichten immer noch. So wie eben Deine...

    Ich kann Dir nur den dringenden Tipp geben, nimm Dein Leben (wieder?) in die eigenen Hände.
    Ein Leben an der Seite eines nassen Alkies bringt nur Kummer, endloses Leid und am Ende wirst Du selbst mit krank. Seelisch wie auch körperlich, das geht dann Hand in Hand.

    Wenn ich Dir jetzt sagen würde, trenne Dich sofort, weiß ich, das Du das nicht hören willst und deshalb auch schnell weghören wirst.
    Die Verdrängung und die Hoffnung, das doch noch alles gut wird, ist noch zu präsent, oder?
    Dann wirst Du noch weitere Runden drehen müssen, aber vielleicht wird das auch langsam zur Aufwärtsspirale aus DEINER Sucht, denn "gesund" ist ja auch DEIN Verhalten keineswegs. :wink:
    Manch ein CO schafft recht schnell nen sauberen Schnitt, andere brauchen sehr lange, um aus der Nummer wieder halbwegs rauszukommen.
    Möglich ist es aber !

    Und lasse Dir noch was gesagt sein, von einer Alkoholikerin, die sich auch so wie eine verhalten hat:
    Wenn es mir und dem Ausleben meiner Sucht geholfen hat, habe ich ALLES dafür getan.
    Einen Partner zu belügen war dabei sogar eine der einfachsten Übungen.
    Und es hat mich nen Scheis.dreck geschert, wie der andere sich dabei fühlt.
    Mich hat lange Jahre im Grunde nur noch interessiert, wann und wo und wie kann ich wieder trinken??
    Alles andere kam erst weit dahinter !
    Und so wie ich handelt im Grunde jeder nasse Alkie, das ist ganz typisches Verhalten im akuten Stadium unserer Krankheit.
    Der eine zerhaut halt mehr Porzellan, der andere weniger... aber zerkloppt wird auf alle Fälle so einiges.
    Und die Angehörigen sind meist in erster Linie die Leidtragenden.

    Von daher glaub besser nix davon, was Dein saufender XY Dir erzählt, denn wenn es um das Thema Alk geht, lügen wir, das sich die Balken biegen. Das ist einfach so.
    Und wir lügen auch über die Beschaffung, die Trinkmengen selbst, das Entsorgen geschieht heimlich, es ist also nicht nur ein kleiner Teil unseres Lebens, den wir mit Lügen "bewältigen", denn unsere Krankheit wird immer mehr zum Fulltime-Job.
    Für Ehrlichkeit bleibt da am Ende kein Platz mehr, weil die Sauferei schon so lebensumfassend ist.

    LG Sunshine

    Hallo athanarich,

    eins sollte Dir ganz klar werden:
    DU hast mit der Alkoholsucht Deiner Frau nix zu tun, darum lasse Dich da bitte auch nicht verantwortlich machen.
    Sie allein ist dafür verantwortlich.
    Alkoholiker im nassen Zustand arbeiten übrigens mit den Schuldgefühlen anderer. So bekommt und behält man nämlich seine Leute in Schach.
    Nich das die noch auf dumme Gedanken kommen und am Ende ihr eigenes Leben zurück haben wollen.
    DAS geht mal gar nicht, denn die Angehörigen haben einen schließlich noch zu Diensten zu sein !
    Also tut man alles, was irgendwie geht, um sie am Ball zu halten.
    Selbstmitleid, Beschimpfungen, die Schuldgefühle aulösen, nett sein, um die Wogen zu glätten und lügen, um die Sauferei zu verharmlosen und vieles mehr...

    Ich wünsche Dir Kraft, aus dem Teufelskreis auszusteigen.
    Denn der funzt nur so, weil Du da bisher ebenfalls mitspieltest.
    So ein Spiel funzt nämlich nicht allein :wink:

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Hallo Jim,

    Gut, das Du gestern trocken bleiben konntest.
    Im Wald laufen ist super, das macht den Kopf frei und Du tust damit was Gutes für Dich. Allein schon darum, weil Du so vielleicht schon eine gute Möglichkeit gefunden hast,
    aufkommenden Saufdruck zu stoppen oder zumindest zu verringern.
    Die frische, tolle Frühlingsluft und Bewegung sind außerdem immer gut :wink:
    Schau mal, ob Du noch mehr findest, was Dir helfen könnte und was Dir auch wirklich Spaß macht.
    Ich bin sicher, Du wirst was finden !

    Ja Jim, ich habe auch ein bisschen das Gefühl, das Du Dich aus der Sucht rausschleichen willst. 8)
    Vielleicht mit dem Gedanken, ich saufe nicht mehr und damit ist das Thema eigentlich auch durch.
    Dann lasse Dir mal von einer LZT sagen, es ist NIE vorbei :wink:
    Alkohol wird immer in Deinem Leben Thema bleiben, allein schon beim Einkaufen, wo Du schauen mußt, das nirgends Alk enthalten ist.
    Das ist aber etwas, was man ab irgendwann automatisch tut.
    Und bei mir gibt es auch mal längere Zeiten, wo ich gar nicht daran denke, das ich alkoholkrank bin.
    Aber dann auch wieder Zeiten, wo ich wieder mehr dran denke und dann auch wieder an meiner Trockenheit arbeiten muß.
    Ich mache das aber gern, das belastet mich nicht, meine Krankheit ist ein Teil von mir, den ich längst so akzeptiert habe, wie er ist.
    Ganz weg ist meine Krankheit also nie und wird es auch nie sein.

    Von daher funzt auch so ein "ausschleichen" aus der Krankheit nicht.
    Die geht nicht einfach wieder weg.
    Du hast Dich für die biochemischen Vorgänge im Körper/Gehirn interessiert, dann weißt Du nun, was da passiert ist.
    Und das repariert man auch nie wieder.
    Dieser Schalter ist nun für immer umgelegt.

    Und denk mal drüber nach, ob Du immer um Deine Krankheit drum herum reden willst?
    Ist das Dein Weg oder soll er das werden?
    Dann machst Du es Dir nur unnötig schwer. Denn solche Lügengerüste aufzubauen ist ja auch anstrengend und am Ende weisst Du nicht mehr, was Du nu wem erzählt hast, is ja dann beinah wie zu Saufzeiten 8)

    Vielleicht brauchst Du noch Zeit, Dir wirklich GANZ BEWUSST zu werden, das wir eine Krankheit haben. Keine Willensschwäche !
    Und wir haben sie auch nicht selbst verschuldet.
    Es hat uns getroffen, wir haben das nicht geplant, niemand sucht sich aus, ein Alkoholiker zu werden.

    Das mit der Willensschwäche ist eh ein Unsinn, da bin ich geradezu ein lebender Beweis für.
    Man sagt und sagte mir schon immer eine ziemliche Willensstärke nach.
    Was ich will, das will ich und schaffe das auch meist.
    Aber... gegen meine Alkoholsucht war ich komplett hilflos.
    Meine Willenskraft nützte mir keinen Pfifferling dabei.
    Erst als ich sie stoppen konnte, nützte sie mir wieder was, nämlich beim Trocken-Werden.

    Also versuche mal, wirklich zu verstehen, das wir eine Krankheit haben.
    Und dafür müssen wir uns nicht schämen.
    Oder schämt sich ein Diabetiker für seine ebenso chronische Erkrankung oder ein Rheumatiker oder was auch immer?
    Nö !
    Also müssen wir uns ebenso wenig für unsere Krankheit schämen.
    Und geheim halten müssen wir sie auch nicht.
    Viel besser ist es, dazu zu stehen und ihr so viel Aumerksamkeit zu schenken wie eben nötig.

    LG Sunshine

    Hallo weinender Engel,

    Ja, im Grunde bist Du mit Deiner Frage falsch hier, denn hier sollte
    es doch um Dich gehen und nicht um Deinen saufenden Partner.

    Warum, wieso und weshalb der trinkt, ist dabei völlig egal.
    Warum willst Du für seine Sauferei Verständnis bekommen?

    Hat er eigentlich Verständnis dafür, das Du vielleicht nicht son Bock
    auf nen besoffenen Partner hast?
    Nur mal so als Frage...

    Stelle DU Dich mal bitte hier in den Mittelpunkt, Dein XY kann sich
    selbst Hilfe suchen, wenn er will. Ich nehme an, er ist erwachsen.

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin)

    Lindi, Du hast mich mit Deinem letzten post grade sehr zum lachen gebracht :lol:
    Ja, so ist das mit nicht vorhandenen Problemen, wenn die erst so richtig schlimm werden 8):lol:
    Ich weiß, es ist ein sehr ernstes Thema, aber über so eine verquere Denke kann man ja nich ganz ernst bleiben, oder? :lol:
    Leider ist davon auszugehen, das Neuwegs Mann tatsächlich so denkt.
    Was der Alkohol nicht alles möglich macht... :roll:

    Liebe Neuweg, Du bleibe mal schön auf Deinem Weg.
    Und lass Dir nich son dummes Zeuch einquasseln, es stimmt einfach nicht.
    Deinem XY schwimmen ganz einfach die Felle weg und er tritt wahllos um sich, bzw. versucht, weitere CO-Knöpfe zu drücken.
    Auf welche verrückte Art er dran rumdrückt, hat Lindi ja grad eindrucksvoll dargestellt.

    Weißt Du, ich denke, es gibt durchaus für viele Paare noch eine Chance, wenn der Alkoholkranke trocken wird.
    Und ich kenne auch einiger dieser Paare. Nur findet man die in diesem Forum halt nicht so häufig, weil sie einfach zufrieden und glücklich ihr Leben leben.
    Aber eins weiß ich ziemlich sicher:
    Das in diesen Beziehungen viel miteinander geredet wurde.
    Das noch Liebe da war und BEIDE an sich arbeiteten, um die Beziehung fortzusetzen.
    Und das beide sich für die Zukunft eine ehrliche Beziehung wünschten und zwar auf Augenhöhe.
    Denn auch ein trockener Alkie will keinen CO mehr an seiner Seite, weil das einfach nur nervt, sorry.
    Und auch gefährlich werden kann, wenn der CO versucht, den Alkie wieder in die Saufrolle zurück zu drängen, weil der CO mit dem trockenen und nun wieder selbstbewußter werdenden Menschen nicht mehr klar kommt.
    Auch sowas gibt es leider nicht selten.

    Aber schau mal, wie Dein Mann Dich überhaupt behandelt.
    Von Augenhöhe ist da nix, im Gegenteil, der erniedrigt Dich.
    Und das doch auch schon länger, nicht wahr?
    Oder gar schon von Anfang an, als die erste Verliebtheit verschwand ?
    Sowas "heilt" auch die Abstinenz nicht, ich denke einfach, bestimmte Sachen sind einfach in einem "drin".
    Der Alk verändert den Charakter, sicherlich... aber nicht um 180°.
    Manche Menschen müssen einen einfach erniedrigen, um selbst besser dazustehen, das ist ne ganz armselige Nummer.
    Und das selbst erstmal zu erkennen und daran dann was zu verändern... ich denke, sowas schafft man kaum allein.
    Vielleicht hat er darum auch einfach Angst vor einer Thera, denn am Ende käme da auch sowas mal zur Sprache, wenn es dort auffällt, wie er so drauf ist.
    Und davon will er sicher nix hören, denn sowas kann auch mal leicht die Grundfesten dann erschüttern.

    LG Sunshine

    Eine Trennung ist immer schwer, wenn sie aus solchen Gründen vollzogen werden muß, Jay.
    Es wird schmerzen, das kann Dir leider keiner abnehmen.
    Trotzdem ist ein Ende mit Schmerzen besser als Schmerzen ohne Ende, denn die blühen Dir, wenn Du bleibst.
    Dein saufender XY demütigt Dich, schlägt Dich.
    Besser wrid das nicht, wenn er weiter säuft.
    Und vielleicht auch nicht, wenn er aufhören würde.
    Du hast bereits ein Burn-out (zum wiederholten Male) denn die CO-Abhängigkeit macht AUCH krank, psychisch und am Ende auch körperlich.
    Tu Dir das nicht an.
    Tu auch Deinem Kind das nicht an, es wird starken Schaden nehmen.
    Kinder merken alles, dennen kann man nix verheimlichen, auch wenn man sowas evtl. denkt.
    Kinder bekommen sogar mit, das was nicht stimmt, wenn sie noch nicht mal sprechen können !
    Bleibst Du, schädigst Du also nicht nur Dich weiterhin, sondern auch Deine Tochter für ihr ganzes Leben.
    Falls Du mir nicht glaubst, lies mal im EKA-Bereich, wenn Du das durchhältst.
    Ich kann dort nicht mal regelmäßig lesen, weil mir die Geschichten so zu Herzen gehen :(

    Jay, Du wusstest nicht, das er Alkoholiker ist.
    Okay.
    Du weisst es aber jetzt !
    Du kannst nicht so weiter machen, es sei denn, Du willst Dein restliches Leben einfach so verschenken und das Deines Kindes ebenso opfern.

    Was für Tipps sollen wir Dir geben?
    Zu gehen ist ja praktisch nu nich sooo schwer :wink: ... suche Dir eine eigene Wohnung. Falls Du nicht berufstätig bist, wende Dich an die zuständigen Ämter um Unterstützung.
    Geh selbst zu einer Angehörigen-Gruppe und hole Dir dort weitere Unterstützung.
    Aber vor allem, HANDELE !
    Nimm das bitte nicht länger alles so hin, sondern tu was.

    LG Sunshine

    Hallo Jim,

    erstmal bin ich weit über 1 Jahr nirgends hingegangen, wo Alk konsumiert wird. Und nirgends heisst auch wirklich nirgends.
    Ich kannte damals weder die Grundbausteine noch besuchte ich eine SHG.
    Mein Bauchgefühl sagte mir einfach, das ich in gewissen Kreisen nix mehr zu suchen habe.
    Später war ich mal auf Feiern, wo ab irgendwann Alkohol getrunken wurde und dieses von Dir erwähnte Verhalten und das besoffende, sich dauernd wiederholende Geschwätz nervten micht nur noch.
    Es war für mich wie die pure Zeitverschwendung, derweil hätte ich so schön auf meiner Couch liegen könnnen mit einem netten Buch oder ne Radtour machen oder meinem Hobby Fotografie frönen
    oder oder oder... mir fielen gleich auch dem stehgreif mehrere Sachen ein, die ich viel lieber gemacht hätte.
    Von daher gehe ich auf solche Feiern erst gar nicht mehr, es bringt mir nix. Bzw. mache ich es so, das ich dann nach dem Kaffeetrinken gehe.
    Somit hat sich die Frage irgendwann von selbst erledigt, wie gehe ich mit solchen Feiern um, ich gehe damit gar nicht mehr um.
    Mir ist ganz einfach meine Zeit zu schade geworden.

    Könnte sein, das Deine ehemaligen Saufkumpels sich über Dich lustig machen. Das tun sie allerdings dann wohl eher deshalb, weil Du ihnen einen Spiegel vorhältst, das ein Leben auch ohne Alk möglich ist und das sogar sehr gut.
    Da schaut kein aktiv Trinkender gern rein. 8)
    Da ist es einfacher, sich über den nun abstinent Lebenden lustig zu machen. Oder sie können mit Dir nix mehr anfangen, kann auch passieren. Oder Du wirst sogar zum "Störfaktor" mit Deiner Abstinenz.

    Wenn Du das als negative Folgen betrachtest, ist Deine Sichtweise evtl. etwas verschoben.
    Denn überlege mal, ob es toll ist, jemanden abzulehnen, der nicht mehr saufen will, weil er krank dadurch geworden ist.
    Wer dann SO mit Dir umgeht, ist und war nie Dein Freund.
    Von daher wäre es mir sogar recht, wenn die angeblichen "Freunde" schnell ihr wahres Gesicht zeigen, umso eher kann ich sie aussortieren.

    Zur Offenheit bezüglich unserer Krankheit:
    Warum ich zumindest dem Partner gegenüber zeitnah offen wäre, möchte ich hier nochmals aufgreifen, auch wenn Dich das jetzt nervt :P:lol:
    Du hast es ja selbst schon erwähnt, die beginnende Abstinenz macht was mit uns.
    Es gibt reizbare Momente, dann manchmal auch euphorische, die Stimmung kann schnell mal kippen, das geht dann von himmelhochjauchzend bis zutodebetrübt.
    Der Partner merkt sowas ja auch und macht in dümmsten Falll jede Achterbahnfahrt mit. Und sowas ist anstrengend und ist gar nicht nötig.
    Und man stelle sich bitte selbst auch mal vor, ob man so als Partner übergangen werden möchte?
    Ich würde das zumindest als sehr kränkend empfinden, wenn mein Partner sich da nicht mir anvertrauen könnte.
    Desweiteren können auch Partner eine sehr gute Unterstützung sein.
    Und es ist auch so, Partner fühlen sich manchmal eh schon ausgeschlossen, wenn beispielsweise der Erkrankte eine SHG besucht, eine Therapie macht etc.
    Dann sollte man ihn doch von Rest nicht völlig ausschließen, das ist jedenfalls meine Meinung.
    Das ein unwissender Partner einen auch unbewußt in Gefahr bringen kann, kommt noch dazu.
    Mein Mann hat im übrigen nie an mir rumgeschnüffelt oder war anderweitig mißtrauisch, das ich wieder trinke.
    Er hat mir einfach vertraut, und das nach allen Lügereien im Suff.
    Er konnte das irgendwie, weil er ganz fest der Überzeugung war, das ich das schaffe.
    Er (und ich) kannten allerdings auch nicht die hohen Rückfallquoten :wink: aber das war vielleicht auch ganz gut so.

    Ich bin von Anfang an offen mit meiner Krankheit umgegangen, das hat aber vielleicht auch mit meiner persönlichen Geschichte zu tun.
    Ich wurde nicht irgendwie "heimlich" trocken, sondern ich kam mit dem RTW ins Krankenhaus. Kam dort sofort auf die Intensiv und wurde da entgiftet.
    Dann irgendwann auf die normale Station, ich war insgesamt knapp 4 Wochen im KH. Es folge eine über 4 monatige Arbeitsunfähigkeit aufgrund meines Zustandes.
    Sowas kann man schlecht "geheim" halten :wink: und ich wollte das auch nicht.
    Also sagte ich, das ich lieber, was los ist.
    Denn ich wollte keinesfalls einen neuen Lebensabschnitt mit erneuten Lügen beginnen.
    Ansonsten trage ich auch kein Schild auf der Stirn, wo "Trockene Alkoholikerin" drauf steht.
    Wird mir beispielsweise beim Chinesen oder beim Griechen ein alkoholisches Getränk hingestellt, dann sage ich, das es bitte wieder mitgenommen wird, weil ich keinen Alkohol trinke.
    Denen erzähle ich nu auch nich grad meine gesamte Lebensgeschichte und das ich trockene Alkoholikerin bin.

    Ich sage es aber, wenn jemand intensiver nachfragt, beispielsweise WARUM ich keinen Alk trinke? Denn dann ist ja offensichtlich Interesse da.
    Oder ich sage es auch recht zeitnah Menschen, wo ich merke, das ich in Zukunft öfters Zeit mit ihnen verbringen werde.
    Das ergibt sich sehr oft durch mein Hobby, da lerne ich dauernd neue Leute kennen und daraus ergeben sich dann auch oftmals regelmäßige Treffen.
    Da ist es mir dann schon wichtig, das sie das wissen.

    LG Sunshine

    Hallo Jim, schön, Dich nun auch im offenen Bereich zu lesen.
    Ein bisschen kennen wir uns ja schon aus dem Vorstellungsbereich :wink:

    Ich meine auch, das Du das ehrliche Gespräch mit Deiner Frau suchen solltest. Das wäre einfach nur fair, damit sie weiß, das Du alkoholkrank bist.
    Wie sonst soll sie Deine Veränderungen einschätzen können, die es mit Sicherheit geben wird.
    Anfangs sind ja auch Stimmungsschwankungen nicht selten und wie soll die dann bitte ein Partner deuten, der nichts weiß von Deiner Krankheit?
    Man macht es sich so doch nur unnötig schwer.
    Und völlig unnötig.
    Außerdem kann die Unwissenheit Deiner Frau auch für Dich selbst gefährlich werden.

    Zitat


    Ich habe aber vor allem eine starke psychische Abhaengigkeit entwickelt, mit gewissen Verlustaengsten. Diese beruhen aber vor allem darauf, dass ich verlernt habe, was ich sonst machen soll in der Freizeit.

    Das geht vielen so, das sie zuerst mal mit der neuen freien Zeit nix anfangen können. Denn die Sauferei hat ja echt viel Zeit gekostet mit Beschaffung, dem Saufen selbst, dem Pullen-entsorgen.
    Das fällt nun flach und plötzlich ist viel Zeit da.
    Die sollte dann auch gefüllt werden, vielleicht hast Du ein Hobby, was Du gern wieder auffrischen möchtest?
    Oder etwas, was Du schon immer mal machen wolltest?

    Ich schreibe es auch an dieser Stelle heute nochmal:
    Es ist für die meisten auch wichtig, sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen, wenn die alten Freunde in Deiner Gegenwart weiter Alkohol konsumieren wollen.
    Es gibt genug Menschen, die nix mit Alk am Hut haben, bzw. die nicht in Deiner Gegenwart trinken müssen.
    Das sind die Leute, die wir zu Saufzeiten langweilig und spießig fanden 8):oops:

    Nee, nur n dummer Scherz. :lol:
    Aber oftmals war es doch wirklich so, das man gerade mit den Leuten nix zu tun haben wollte, die nix trinken, als man selbst noch gesoffen hat.
    Die hätten einen ja auf unangenehme Weise den Spiegel vorhalten könnnen, das ein Leben ohne Alk möglich ist, sogar super-klasse sein kann. Und wer will das schon?
    Das hätte einem am Ende noch nachdenklich gemacht über das eigene Verhalten 8)

    Ansonsten bin ich auch gleich von Anfang an(nach meiner Entgiftung) ehrlich mit meiner Krankheit umgegangen, denn ich hatte die ewige Lügerei aus Saufzeiten soooo satt, ich wollte das alles nicht mehr.
    Und neues Rumlavieren um meine Krankheit mit "ich trinke nix" ... "ich vertrage keinen Alkohol" und dieses laue Gewäsch, das war nix für mich.
    Wer wissen will, warum ich keinen Alkohol trinke, bekommt von mir die ehrliche Antwort, das ich trockene Alkoholikerin bin.
    Ich habe im übrigen deswegen weder privat noch beruflich irgendwelche negativen Erfahrungen machen müssen oder gar Nachteile aufgrund dessen gehabt. Jedenfalls nicht offen, was hinter meinen Rücken geredet wird, weiß ich allerdings nicht. Und ist mir im Grunde auch egal.
    Ich kann mich aber nicht erinnern, das man mich aufgrund meiner Erkrankung ablehnt(e), ich hatte immer auf Arbeit ein tolles Team, die mich so akzeptierten, wie ich bin.
    Und meine Freunde tun das ebenfalls.

    Desweiteren finde ich, man sollte auch mal n Hintern inner Hose haben und zu dieser Krankheit stehen, wenn irgend möglich. Ansonsten bleibt sie immer vorurteilsbehaftet und ne Art Schmuddelkrankheit.
    Niemand will sowas, aber es ändert sich nix, wenn nicht mal wir trockenen Alkoholiker ehrlich sind mit unserer Erkrankung.
    Meine Meinung.

    Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch, Jim :)

    LG Sunshine

    Guten Morgen, Adelheid

    Du schreibst:

    Zitat

    Im Bekanntenkreis hab ich mich nicht geoutet. Freunde ist der falsche Ausdruck- ich nenn es jetzt Bekanntenkreis. Ich bin allerdings der Meinung dass es nicht möglich ist dem Alkohol aus dem Weg zu gehen es liegt an mir ich muss lernen damit umzugehen. Die Realität so annehmen wie sie ist! Ich werde auch nicht verlangen dass in meiner Gegenwart nicht getrunken werden darf! Das kann doch jeder selbst entscheiden.

    Darf ich fragen, warum die Leute nichts über Deine Alkoholkrankheit wissen sollen? Schämst Du Dich dafür, alkoholkrank zu sein?

    Ich zitiere hier noch einmal sinngemäß, weil ich mich ungern mit fremden Federn schmücke: "Mann kann nicht dem Alkohol komplett aus dem Wege gehen, aber man muss ihm auch nicht entgegen gehen!"
    Für mich sagt das im Grunde alles aus...

    Was bringt Dich denn auf die Idee, das DU lernen mußt, mit Alkohol (also einer DROGE!!) in Deiner Umgebung (Bekanntenkreis) umzugehen ??
    Hääää ?? :shock:
    Du bist ALKOHOLIKERIN, Du wirst NIE damit umgehen können.
    Und genau deshalb mußt Du darauf achten, das Dir das Zeug möglichst vom Leib bleibt, sonst aber auch nix.

    Ich kann Dir nur DRINGEND raten, Deinen Bekanntenkreis zu wechseln, denn trinkende Menschen in Deinem näheren Umfeld sind einfach GIFT für Dich, das ist ein gefährliches Spiel, zudem völlig unnötig !

    Weißt Du, was für mich gute Bekannte/ Freunde sind ?
    Menschen, die in meiner Gegenwart keinen Alkohol konsumieren (müssen), weil sie MICH schätzen und gern haben und mich aufgrund dessen niemals in Gefahr bringen würden.
    Die wissen natürlich von meiner Krankheit, weil ich offen damit umgehe und auch mit ihnen bei Bedarf darüber rede.
    SO EINFACH kann das sein.
    Wer sich nicht dran halten kann, der ist nicht mein Freund ! Punkt.
    Ansonsten ist es mir komplett schnurz, ob jemand Alkohol konsumiert.
    Sicher kann jeder das tun, was ihm beliebt.
    Aber er kann so NICHT mein Freund sein.
    Dann muß er eben auf meine Gegenwart verzichten.
    Es gibt genug andere Menschen, die kein Problem damit haben, in meiner Gegenwart keinen Alk zu konsumieren.
    Bzw. die überhaupt kein Interesse am Alk-Trinken haben, auch das gibt es ! :wink:

    Denn es ist nicht so, das "alle" Menschen Alk saufen, das stimmt einfach nicht.
    Das ist nur n billiges Argument, weil man zu bequem ist, sich nen neuen Bekannten/Freundeskreis aufzubauen.
    "Nö, ich will lieber nur nich mehr saufen, der Rest soll aber so bleiben wie es ist. "
    Nur funzt es so nicht, das is das einzige Problem daran :P

    Ich lebe auch in der Realität !
    Nur sehe ich darin, das es eben auch Menschn gibt, die nicht trinken.
    Auch DAS gehört zur Realität !

    Adelheid, wenn Dir daran gelegen ist, auch weiterhin abstinent zu bleiben, dann solltest Du einige Dinge mal grundlegend überdenken.
    Und nicht alles, was angeblich so "normal" ist, einfach so hinnehmen.
    Denn es ist NICHT NORMAL, Drogen zu konsumieren.
    Und Alkohol IST eine Droge.
    Nur weil sie legal ist, ist sie nicht harmloser als andere Drogen.

    LG Sunshine

    Hallo,
    Das hier ist auch eine SHG. :wink:
    Sie ist "nur" online... das ist der einzige Unterschied.
    Hat aber andererseits den großen Vorteil, das hier 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet ist.
    Wer zusätzlich in eine reale Gruppe möchte, der kann das ja gern tun.
    Aber wie gesagt, wir sind auch selbst eine.
    Und viele sind auch ausschließlich mit dieser SHG hier trocken geworden und geblieben.

    Hallo Peter,
    soso, Deine Partnerin hat das nicht gemerkt ? :wink:
    Sowas redet man sich gern noch ne Weile ein, weil alles andere
    peinlich ist :wink:
    Vielleicht hat sie sich auch nur nicht getraut, was zu sagen, weils dann Ärger gegeben hätte?
    Denn wir Alkies im nassen Stadium reden ja eher nich so gern über unsere Sauferei und die Probleme, die daraus entstehen.
    Nicht das wir am Ende aufgrund dessen auch noch handeln müßten, wie unangenehm!
    Aber nun gut, wenn Du meinst, sie hat nix gemerkt... dann sei es so 8)

    Ich denke, es wird langsam Zeit, mal offen mit Deiner Partnerin zu reden, denn die Trockenheit bringt meist größere Lebensumstellungen mit sich.
    Das soll jetzt keine Angst machen, darum schreibe ich es nicht, im Gegenteil, mein trockenes Leben ist das schönste, was ich je hatte.
    Trotzdem sollte Deine Freundin fairerweise wissen, das Du alkoholkrank bist, denn wenn sie nix weiß, kann sie Dich auch ungewollt in Gefahr bringen.
    Beispielsweise, wenn sie in Deiner Gegenwart Alk konsumiert.
    Nur weil sie es momentan grad nicht tut, weil sie abnehmen will, heißt das ja nicht, das es dabei auch bleibt.

    LG Sunshine

    Hallo Adelheid,

    Du weißt ja sicher, das unsere Krankheit nicht heilbar ist.
    Und in gewissen Situationen können Gedanken an Alk eben wieder sehr nah sein. Wir sind doch alle nur Menschen und sowas kann passieren.
    Denn der Alk war doch oftmals jahre/jahrzehntelang unser Lösungssmittel.
    Ist doch klar, das unser Gehirn sich daran zurück erinnert.
    Und uns evtl. sogar einredet, das 1 Glas doch gar nicht so schlimm ist und blablabla...

    Was kann man da machen?
    Genau hinschauen, woher der Saufdruck/die Gedanken an Alk herkommen.
    Und sehen, was man machen kann, damit das aufhört.
    Und Risikominimierung betreiben, das hilft auch sehr viel dabei, in gewisse Situationen erst gar nicht zu kommen.
    Stress war bei mir ein Haupt"Grund" zum saufen.
    Anfangs... später fand ich natürlich noch endlos weitere... :roll:

    Was also könntest Du gegen den Stress machen?
    Hast Du genug Zeit für Dich und Deine Bedürfnisse?
    Wenn nicht, ist das evtl. ein wichtiger Punkt?

    Was meinst Du damit, Du betreibst alles extrem?

    Dann schreibst Du davon, das in Deinem Freundeskreis getrunken wird.
    Warum ist das so?
    Warum trinken Deine "Freunde" in Deiner Gegenwart?
    Sorry Adelheid, aber sowas sind keine Freunde!
    Sie können Dich damit in große Gefahr bringen.
    Du merkst doch schon, das es Dir nicht gut tut!
    Dann wird es aber allerhöchste Eisenbahn, nun zu handeln.
    Zu einem trockenen Leben gehört für mich ganz zweifelsohne auch ein
    trockenes Umfeld.
    Und trinkende Freunde gehören da nicht rein, so einfach ist das.

    LG Sunshine

    Ich möchte mich hier Susannes Worten anschließen...

    Dein Noch-Mann könnte sich ja verändern, niemand hindert ihn daran.
    Aber ich denke, das hat er überhaupt nicht vor.
    Er versucht jetzt alle möglichen CO-Knöpfe zu drücken, vielleicht auch ganz verzweifelt alle hektisch schnell hintereinander. Um zu schauen, was noch "hilft".
    Denn er hat schon begriffen, das ihm die Felle wegschwimmen und ich denke, allein darauf beruht sein jetziges Handeln.
    Er will Euch wieder gefügig machen, das ist schon alles.
    Und seid ihr es, wird alles wieder wie früher.

    Neuweg, es ist auch so, es gibt Menschen, die verändern sich auch trocken nicht wesentlich.
    Ich habe oftmals den Eindruck, einige CO-Abhängige denken, es würde alles gut, wenn nur der Alkoholiker nicht mehr säuft.
    Manchmal wird auch vieles damit wieder gut... im Laufe der Zeit... mit viel Gesprächen, Veränderungen von BEIDEN Seiten... und und und.
    Manchmal aber auch nicht !
    Es gibt durchaus Menschen, die auch trocken weiterhin einfach bösartig, manipulierend und krankmachend sind.
    Der Alkohol verändert den Charakter, gar keine Frage.
    Aber doch widerum auch nicht um 100%.
    Ich kenne Deinen Mann ja nicht.
    Aber was Du über ihn geschrieben hast, spricht für mich Bände.
    Ich persönlich würde aufgrund meiner Erfahrungen eher nicht davon aussgehen, das Dein Noch-Mann vom Saulus zum Paulus wird.
    Sagt mir jedenfalls irgendwie mein Bauchgefühl.

    Sollte es doch anders sein und er will sich wirklich zum positiven verändern, weil er auch nur irgendwas gerafft hat, dann kann er das ja tun. Dazu braucht er Dich ja erstmal nicht, gelle ? :wink:
    Sollte er es von Dir abhängig machen oder den Kindern, dann hat er es nie ernst gemeint.
    So einfach ist das.
    Dann dient es auch nur dazu, das ihr wieder "pariert".

    Alles Gute weiterhin Auf DEINEM Weg... bisher hast Du das prima hinbekommen.
    Ehrlich gesagt, ich habe nach den ersten Posts daran gezweifelt :oops:
    aber ich freue mich sehr darüber, wie weit Du nun schon gekommen bist.
    Alle Achtung !!

    LG Sunshine

    BTW:
    Die WHO ersetzte 1964 den Begriff "Sucht" durch den Begriff ""Abhängigkeit", da der Begriff "Sucht" mit negativen Bewertungen verbunden war.
    "Alkoholsucht" wäre also keine korrekte Bezeichnung demnach, sondern es müßte "Alkoholabhängigkeit" heißen.
    Sprachgebräuchlich werden aber beide Begriffe häufig pararllel angewandt.

    LG Sunshine

    Liebe Aurora,

    Die Alkoholkrankheit war ebenfalls lange nicht als Krankheit anerkannt.
    Vieles ist oft nur ne Frage der Zeit... :wink:
    Im internet findet man dazu ja auch, was man gern lesen möchte...
    Mal wird es eindeutig als Krankheit beschrieben, dann wieder als Störung oder was auch immer... je nachdem, wo man liest. :wink:

    In den U.S.A. ist die CO-Abhängigkeit übrigens schon seit Mitte der 70ger Jahre eine anerkannte Suchterkrankung.

    LG Sunshine

    Ich sehe das ebenso wie Du, Girasole.
    Ich denke auch, eine wirkliche CO-Abhängigkeit kann man nicht einfach wieder so überwinden und man ist einfach wieder geheilt.
    CO-Abhängigkeit ist doch ein oftmals ganz tief verwurzeltes Verhalten, das manchmal schon in der Kindheit beginnt. "Gefördert" durch den Einfluss der Eltern.
    Wie also sollte das einfach wieder vorbei sein, wenn der XY abgeschossen wurde?
    Es kann eher davon ausgegangen werden, das man sich wieder so einen Partner sucht, wie man hier in sehr vielen Geschichten auch nachlesen kann.
    Die "Nummer" hat also System.

    Ich denke aber, das man die CO-Abhängigkeit stoppen oder zumindest stark abmildern kann. Ebenso wie man die Alkoholkrankheit stoppen kann. Heilen kann man sie aber nicht, Süchte sind nicht heilbar.
    Und die CO-Abhängigkeit ist auch eine Sucht. Das Wort ABHÄNGIGKEIT weist doch schon allein drauf hin :wink:

    So wird also auch der CO-Abhängige sehr an sich arbeiten müssen, um die CO-Abhängigkeit stoppen doer abmildern zu können.
    Das ist aber einigen erstmal gar nicht bewußt.
    Das wird aber spätestens wieder zum Problem, wenn die CO-Abhängigkeit wieder ausbricht. Und dann auch wieder "sichtbar" wird, wenn der CO-Abhängige sich traut, die Augen aufzumachen.

    Das muss ja nicht mal ein neuer Partner sein, CO-Abhängigkeit kann sich durchaus auch auf Arbeitskollegen, auf Freunde oder andere Verwandte beziehen.

    Vor diesem Hintergrund ist es natürlich SEHR WICHTIG, hier auch "alte Hasen" in Sachen CO-Abhängigkeit zu haben, die den Weg da raus kennen.
    Gerade in diesen Threads kann man auch immer wieder nachlesen, wie schwer das ist. Das es Rückfälle gibt, das man evtl. eine Therapie benötigt als Unterstützung und alle dieses...
    Es wird aber auch gezeigt, das es Wege gibt und DAS ist doch so wichtig!

    LG Sunshine