Beiträge von Sunshine_33

    Oh man, jetzt kommts aber nochmal knüppeldick, sarawen :?
    Andererseits, sei froh, das Du ihn los bist... und ja, Du kannst damit rechnen, das er sich anderen Damen (und wahrscheinlich auch anderen Menschen) gegenüber genau so schofelig benimmt/benehmen wird.
    Von daher, Du hast nix verloren, sondern nur gewonnen, das Du ihn los bist, is so.

    Zitat

    Woher ich das weiß!? Von FB. Seine neue hat die Beziehung bestätigt.

    Sorry, ich kann bei sowas nur noch mit den Augen rollen
    :roll::roll::roll:
    Beziehungen scheinen teilweise komplett über Facebook abzulaufen, so scheint es mir zumindest manchmal. "Beziehung bestätigt"... wer braucht sowas ?
    Ist das etwas in der Art, das man seine Beute kennzeichnet ? :roll::lol:
    Damit jeder Bescheid weiss, der/die da "gehört" mir! :evil:
    Ich find sowas echt krass.

    Ich bin wohl zu altmodisch für all son Kram. :lol:
    Und ich bin froh, das es so ist. :D
    Ich gehöre zu jenen altmodischen Dinosauriern, die noch zusammen mit anderen gegen den "gläsernen Menschen" gekämpft/demonstriert hat.
    Und heutzutage sehe (bzw. lese, höre) ich, wie Menschen in geradezu exhibitionistischer Art und Weise alles mögliche in sozialen Netzwerken (was für ein schöner und verharmlosender Name dafür :wink: ) über sich preis geben, völlig freiwillig. :shock:
    Sorry, aber da frage ich mich doch einfach, wie blöd kann man sein ?? :roll:

    Zitat

    tja, das mit den sozialen Netzwerken ist so ein Thema für sich. Ich spiele seit dieser Situation wirklich mit den Gedanken das Thema FB hinter mir zu lassen.
    Seit Tagen denke ich schon darüber nach mich dort abzumelden und das nicht nur wegen diesem Vorfall.


    Wenn Du es noch kannst... sarawen.
    Die meissten hängen ja schon tief drin in diesen sozialen Netzwerken und es werden sich Löcher auftun, wenn man sie verlässt. Das ist doch längst auch wie ne Sucht, aus verschiedenen Gründen.
    Und einigen würde wohl diese Art der Selbstinszenierung bitter fehlen, weil es im echten Leben an Anerkennung fehlt.
    Dann doch lieber in der Scheinwelt bleiben, mit Schein-Freunden, Schein-Anerkennungen etc.pp.

    Ich wünsche jedem, nicht in so einer Scheinwelt zu leben, die Realität ist viel schöner :D

    Ich habe hier einen tollen Spruch gelesen, aber könnte sein, das das in der Geschlossenen war. Der würde gut passen auf die Situ mit Deinem Ex, ich werde mal nachfragen, ob ich den benutzen darf. Dann lasse ich ihn Dir zukommen :wink:

    sarawen, lass wegen dieser dummen Sache bitte den Kopf nicht hängen, das ist es gar nicht wert.
    Geh weiter in Deinem Leben, Du findest nen tausend mal besseren Partner, der Dir nicht bei FB die "Beziehung bestätigt", sondern im richtigen Leben! Nämlich ganz einfach mit seiner Liebe... und das ist viel mehr als dieses ganze Getue nach aussen hin!

    LG Sunshine

    Und auch daran ist jetzt nur die unselige Beziehung zu dem nassen Alkoholiker "schuld", Flower?
    Hm.
    Finde ich grade ziemlich unfair, all sowas einem anderen (kranken) Menschen in die Schuhe zu schieben.
    Vielleicht auch mal bei sich selbst schauen, wo was im argen liegen könnte...
    Eifersucht ist beispielsweise beinah immer auf mangelndes Selbstwertgefühl zurückzuführen. Die anderen aufgeführten Punkte könnten auch darauf hindeuten...
    Und dieses Selbstwertgefühl war ehemals vorhanden und wurde durch die Beziehung zum Alkoholiker zerstört?

    Flower, machmal macht man sich auch gern Dinge einfach, weil das einfach bequemer so ist. Jemand was in die Schuhe zu schieben ist auf jeden Fall bequemer, als bei sich selbst mal nachzuschauen, wo evtl. was im Argen liegt. :wink:

    LG Sunshine

    Es wurden ja schon viele gute Tipps gegeben... Fixkosten senken halte ich für den wichtigsten. Wie, das ist ja individuell unterschiedlich.

    An Lebensmitteln sparen taugt nix. Es ist wichtig, gesunde,frische und möglichst unbelastete Nahrungmittel zu sich zu nehmen.
    Wir Deutschen geben übrigens sehr wenig für Nahrung aus im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, darüber kam neulich ein Bericht im TV. Die Franzosen, Spanier und Franzosen beispielsweise würden nie auf die Idee kommen, an Nachrungsmitteln so zu geizen wie die Deutschen. :roll:

    Desweiteren habe ich durch meinen Enkelsohn noch einmal einen völlig anderen Bezug zur Ernährung bekommen.
    Ich koche seitdem viel vollwertiger und kaufe auch fast nur noch Bio-Gemüse, einiges baue ich auch im eigenen Garten an.
    Ich bin es mir wert, mich gesund zu ernähren und das wird auch so bleiben.

    LG Sunshine

    @ReanteO

    Zitat

    Hallo Sunshine
    Ich habe Time etwas geschrieben und nicht Dir!


    Und ich habe DIR etwas geschrieben, Renate :wink: . Zwar hier in Times Thread, aber ich kann das ebenso gut bei Dir reinkopieren.
    Was ist das Problem dabei? Das einzige Problem sehe ich darin, das Dir nicht gepasst hat, was ich Dir geschrieben habe :wink: . Denn Deine Reaktion spricht ja Bände...für mich zumindest...

    Desweiteren habe ich DIR überhaupt nichts unterstellt, lies mich bitte richtig, wenn schon. Das der Alkie meisst erstmal endlos vollgelabert wird, anstatt das der Co selbst was unternimmt, um aus dem Teufelskreis herauszukommen, lese ich in beinah jedem Thread. Das war also allgemein gemeint und nicht nur auf Dich bezogen. Da steht nämlich "der nasse Alk" und nicht DEIN nasser Alkie. Alles klar? :wink:

    Zitat

    Time schreibt seit vielen Monaten hier und geändert hat sich nicht viel ,bzw es tauchen immer mehr Baustellen aus der Vergangenheit auf.

    Richtig. Und Du hast sie deshalb schon mehrfach der Lüge bezichtigt. Für mich ist es kein bisschen überraschend, das sowas in einem Selbsthilfe-Forum wie diesem geschieht. Denn mit der Zeit erkennt man immer mehr, inwieweit die eigenen Verhaltensmuster ausgeprägt sind. Die CO-Abhängigkeit bezieht sich ja oft nicht nur auf den Partner, die steckt viel tiefer, oft gepaart mit einem ausgesprochenen Helfersyndrom, was nicht nur am alkoholkranken Partner ausgelebt wird.
    Von daher würde ich Time niemals unterstellen, das sie gelogen hat. Der Lauf der Dinge hat nur immer mehr an die Oberfläche getrieben. So seh ich das zumindest.

    Zimttee schrieb:

    Zitat

    Ich lese ja auch schon seit über einem Jahr bei dir mit- du wirkst immer sehr klar, einsichtig und man merkt, dass du etwas ändern möchtest- aber irgendwie fällst du dann jedes Mal, direkt nach der Einsicht, ins gleiche Muster zurück und kreist weiterhin um die Sache herum, bis dann neue Leser hier auftauchen, die dich stärken.


    Ich habe ebenso Times Thread von Anfang an verfolgt :wink: , so eine neue Leserin bin ich also nicht, falls ich damit gemeint sein sollte.

    Ich fände es übrigens besser, sich nicht in Andeutungen über "neue Leser" zu ergehen, sondern lieber direkt Namen bzw. Nicks zu nennen. Ansonsten ziehen sich Leute Schuhe an, die gar nicht für sie gedacht waren. Also lieber Butter bei die Fische... :wink:

    Was meinst Du damit, das neue Leser Time stärken?
    Und was wäre denn besser? Sie zu schwächen? :shock:
    Sind nicht alle Leute hier, um sich Unterstützung zu suchen, weil sie vielleicht nicht immer nur stark sind? Sondern Hilfe brauchen auf ihren nicht gerade einfachen Wegen?
    Klare Worte gehören meiner Meinung auch dazu, das ist schon klar. Unmenschlich finde ich es aber, hier alle Schwächen und alle Probleme von Betroffenen ins grelle Scheinwerferlicht zu zerren, das sich derjenige beinah splitterfasernackt fühlen muss :( . Sowas ist nicht notwendig. Besonders nicht im offenen Bereich!

    Und ich persönlich kann eh nur was in Bezug auf die Alkoholkrankheit schreiben. Zu Therapien etc. kann ich gar nix sagen, weil ich noch nie eine gemacht habe. Dazu fehlt mir also komplett die Kompetenz. Vielleicht hilft es aber auch ein bisschen, einem CO mit ein paar Worten klar zu machen, wie die Sucht verläuft und was sie wahrscheinlich zu erwarten haben. Könnte die Leidenszeit verkürzen, kann aber auch komplett verpuffen. Ist mir persönlich egal. Denn am Ende entscheidet jeder selbst.

    LG Sunshine (Alkoholikerin)

    Hallo sarawen,
    auch wenn Dein letzter Eintrag an Lindi gerichtet war :wink:
    Schön zu lesen, das es Dir wieder besser geht. Sogar Erleichterung ist rauszulesen, das freut mich. :D

    Zitat

    Das dieser am Ende so feige war und nicht mal den Schneid hatte mir das Beziehungsende persönlich mitzuteilen und ich das ganze über Facebook erfahre - wer hätte das ahnen können.


    :shock:
    Sowas ist unter aller Sau und wirklich feige. Aber in heutigen Zeiten wohl nicht mehr unüblich :? . Da wird per sms Schluss gemacht oder noch schlimmer (obwohl, noch schlimmer...es ist eigentlich beides gleich schlimm), in sozialen Netzwerken.

    Was mich allerdings noch mehr erschreckt, ist, wie viele Menschen dort bereit sind, alles von sich preis zu geben. Und wenn solche Schüsse dann mal komplett nach hinten los gehen, ist die Flennerei groß. Darum hab ich mich nie bei Facebook angemeldet, ich will mit sowas nix zu tun haben. In andere soziale Netzwerke hab ich zwar mal reingeschaut, aber das ist nix für mich. Ich bleib lieber hier in meiner realen Welt mit realen Freunden, die ich real treffe und mit denen ich real was unternehme. Fertich! :)

    Zitat

    Ich weiß mittlerweile das viele Partnerschaften mit dieser Konstellation scheitern.
    Warum soll man sich einen Partner wählen der noch immer für Altlasten aufkommen muß wo es doch genügend Männer gibt die diese nicht mitbringen oder bereits für sich mit durch sind!?


    Warum man solche Partnerschaften eingeht? Könnte evtl. die Liebe was damit zu tun haben :wink: ?
    Ich bin auch 2x Partnerschaften mit Männern, die Kinder hatten, eingegangen. Ich liebte auch diese Kinder von Herzen, denn es sind ganz einfach Kinder und die hab ich eh alle gern. Ich muss dazu sagen, ich bin allerdings auch selbst Mutter, brachte also auch ein Kind mit in diese Beziehungen.
    Vielleicht funktionierte es deshalb besser?
    Jedenfalls sind beide Beziehungen nicht an den Kindern gescheitert, im Gegenteil, ich vermisste sie danach sehr. Zu einem Kind hab ich allerdings heut noch losen Kontakt, obwohl er längst erwachsen ist...

    Darum kann man einfach nicht pauschal sagen, das solche Beziehungen von vorn herein zum scheitern verurteilt sind. Aber sie sind sicher schwieriger als ohne Kinder. Ich habe diese Beziehungen nie bereut und sie waren mir sicher eine Bereicherung.

    Zitat

    Ich gehe heute Abend chinesisch Essen. Das wird sicherlich recht nett. Freue mich schon darauf.

    Lasse es Dir gut schmecken und viel Spaß dabei! Genieße die Zeit.... :)

    LG Sunshine

    Flower, wenn diese CO-Mechanismen tatsächlich auf diese unselige Beziehung beschränkt blieben, dann hast Du doch im Grunde Glück gehabt im Gegensatz zu vielen anderen CO-Abhängigen, wo die Krankheit viel tiefere Wurzeln hat.
    Dann verwächst das alles bestimmt wieder mit der Zeit und Du kannst wieder ein unbeschwertes Leben, auch mit einem gesunden Partner, führen. Ich wünsche es Dir von Herzen. :)

    Zitat


    was mein Selbstbewusstsein betrifft.....er hat ein stinknormales Leben,ist finanziell besser gestellt als ich....mein Leben war bisher ein einziges Chaos mit vielen Problemen(u.a. mit xy) und finanziell kann ich auch nicht mithalten...da fühlt man sich dann halt nicht so dolle...


    In der Liebe geht es doch nicht darum, was jemand "vorzuweisen" hat. Das ist doch komplett wurscht!
    Ich kann mir nicht vorstellen, das es einem Mann in die Flucht treibt, weil die Partnerin nicht ganz so geordnet ist wie man selbst :lol:
    Vielleicht liebt er Dich ja gerade DARUM? Weil Du vielleicht ein bisschen Chaos in sein Leben bringst und es so aufregender wird :lol:
    Unterschätze Dich also mal nicht! :P

    LG Sunshine

    RenateO
    Eigentlich wollte ich nix dazu schreiben, aber ich hab ne Nacht drüber geschlafen und möchte nun doch was dazu loswerden...

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    Ich würde dir wirklich raten dich stationär oder mit einer Kur behandeln zu lassen,dort hättest du für einen zeitlich begrenzten Zeitraum die Ruhe und Zeit ein standfestes Fundament für dein noch so junges Leben zu schaffen.


    Meine Frage hierzu wäre, bist Du Ärztin oder Psychologin oder verfügst über ähnliche Kompetenz? Oder was befähigt Dich dazu, Miriel so einen Rat zu geben? Ist nur mal so ne Frage...

    Ich verfolge seit längerem Deine Auftritte hier in Miriels TB und ich erinnere auch Deiner Worte, hier nicht mehr zu schreiben und zu lesen, weil es Dir nicht gut tut. Trotzdem tust Du es immer wieder... merkwürdig...
    Was triggert Dich persönlich denn so stark, das Du Miriel derart runter machen mußt?
    Denn so empfinde ich das, was Du geschrieben hast, besonders im letzten Beitrag. Du zerrst alles ins Schweinwerferlicht, was bei Miriel ein bisschen im Argen liegt, na Hauptsache, DU bist perfekt.

    Ich habe nichts gegen klare Worte, ich benutze sie ebenfalls.
    Sie können helfen, müssen aber nicht.
    Ich habe aber etwas dagegen, wenn jemand derart unangespitzt in den Boden gerammt wird, denn das hilft mit Sicherheit kein bisschen.

    Und ich werde das Gefühl nicht los, Dich ärgert ungemein, das Miriel "nicht endlich das tut, was Du willst, das sie tut :roll: ". Darum musst Du immer wieder auf ihr rumhacken.
    Das ist komplett CO, dieses ewige Einlabern, bis endlich das geschieht, was man selbst will. So wurde sicher auch immer wieder der nasse Alk bequasselt, bis der entweder log oder heimlich weitersoff oder was auch immer... anstatt ihm selbst zu überlassen, was er tut und was nicht.

    So funzt Selbsthilfe nicht, liebe Renate. Der Betroffene "darf" sich aus den Worten der anderen hier etwas mitnehmen, MUSS es aber nicht.
    Es ist seine ureigenste Entscheidung, das zu tun oder auch nicht.
    Und auch die Geschwindigkeit ist demjenigen selbst überlassen... man kann zwar mal nen Stubser geben, aber es dann auch mal wieder gut sein lassen.

    Im übrigen ist Miriel nicht die einzige Studentin, die noch Probleme mit einem geregelten Tagesablauf hat. Viele sagen sogar im Nachhinein, das die Studentenzeit das Schönste in ihrem Leben war, trotz gewisser Orientierungslosigkeiten!
    Und Miriel hat auch nicht grad die einfachste Vorgeschichte und hat es darum noch schwerer. Bitte das auch mal bedenken. Und dazu kommen noch andere Baustellen... sie kann aber auch nur eine nach der anderen abarbeiten. Selbst die tollste Therapie kann da keine Wunder vollbringen und auf einmal eine "Super-Miriel" hervorzaubern, die der Umwelt möglichst angepasst ist.

    Sowas kann im übrigen auch gar kein Ziel sein. Wenn wir alle gleich sind, wird die Welt grau und gleichförmig, die Buntheit wird mit einem Mal verschwunden sein, wenn wir alles perfekte und vor allem gesunde Menschen sind. Eine Gruselvorstellung! :(
    In dieser Welt möchte ICH zumindest NICHT leben!
    Und bitte auch mal bedenken, Renate, Miriel ist 30 Jahre jünger wie Du!
    Sie verfügt noch gar nicht über beispielsweise Deine Lebenserfahrung, woher denn?
    Wie wäre es also mit ein wenig mehr Verständnis?

    Und gleich mal noch vorweg, eh hier evtl. Zickenalarm losgeht...denn da kann ich überhaupt nich drauf:
    Ja, ich habe Miriel auch klare Worte geschrieben, um sie ein bisschen wachzurütteln und ihren Leidensweg bezüglich XY evtl. etwas abzukürzen. Sowas kann helfen, muss aber nicht.
    Es ist und bleibt IHR LEBEN und es ist auch ihre Sache, was sie aus meinen Worten macht. Und ich bin auch kein bisschen böse, wenn sie was komplett anderes macht. Ich habe auch Verständnis für sie, ich kann mich in sie einfühlen und ich leide auch bei manchen Geschichten einfach ein bisschen mit, nicht nur hier bei Miriel. Ich habe aber auch gelernt, innerlich trotzdem distanziert zu bleiben. Weil eben Miriels Geschichte ihre ist und nicht meine. Bei anderen Geschichten ist das ebenso. Denn ich habe mein eigenes Leben und darin selbst genug zu tun.

    LG Sunshine

    Liebe Miriel,
    im Traum verarbeiten wir Dinge, die tagsüber geschahen. Oder die Vortage. Bei mir ist es so, das ich nicht gleich von etwas träume, was unverarbeitet blieb, sondern manchmal erst 2-3 Tage später. Dann muss ich manchmal schon nachdenken, um einen Bezug herzustellen. Aber ich erkenne ihn meisst und weiss so, was mich eben noch weiter beschäftigte, über den Tag hinaus...

    Bei Dir ist es wohl so, das Du evtl. eine Entscheidung getroffen hast und Dir im Traum schon die Endgültigkeit dieser Entschiedung bewußt wurde. Und das machte dann Angst und Du warst sehr verzweifelt. Aber nun ist wieder Tag und dann sehen manche schlimmen Träume bei Licht schon nicht mehr so alptraumhaft aus. :wink:

    Vielleicht ist es auch ein bisschen so wie bei uns Alkoholikern... wir können uns anfangs ein Leben ohne Alk nicht mehr vorstellen, schon gar nicht lebenslang. Das hängt wie ein Damoklesschwert über viele gerade trocken werdende und macht auch Angst. Wie sollen wir zukünftige Situationen denn ohne Alk überstehen?? Das geht ja gar nicht!
    Doch geht. Sogar sehr gut und immer besser :) . Wenn man es denn will auch auch was dafür tut.
    Ersetze mal Alk durch XY :wink:

    Lass es wieder Tag werden und das Licht rein... ich wünsche Dir Gute Besserung für Deinen Hals !

    LG Sunshine

    Falls es jemanden interessiert, ich habe am Morgen des 26.11.2011 meine letzte Zigarette geraucht. Meine Mutter ist am Tag zuvor gestorben.
    Und am Folgetag mußten wir zum Beerdigungsinstitut, um alles zu regeln. Ich habe solch einen Schicksalsschlag immer befürchtet und immer darauf gehofft, das meine Trockenheitsarbeit mich dann stabil bleiben lässt. Gedanken an Alkohol kamen auch nicht auf.
    Aber dafür hatte ich früh morgens schon 7 Zigaretten geraucht und ich bekam Herzstolpern vom ollen Nikotin.
    In diesem Moment hab ich gesagt, das ich jetzt meine letzte Zigarette ausdrücke. Und so ist es bis heute geblieben... :)

    Es kann doch nicht sein, das ich regelmäßig alle paar Stunden oder sogar noch öfters meinen Körper mit Nikotin vergifte. Das is doch bekloppt und ich wollte das einfach nicht mehr.
    Ich war allerdings schon lange unzufrieden mit der Raucherei.
    Abends lag ich oft im Bett und ärgerte mich, das ich wieder (so viel) geraucht hatte. Große gesundheitliche Einschränkungen spürte ich zwar noch nicht, aber mehrere kleinere.
    Ach neee, das taugt doch nix.
    Außerdem war mein Enkelsohn schon auf der Welt und ich wollte nicht, das seine ersten Erinnerungen an mich "die Oma hat immer nach Rauch gerochen" sind. Nääää, das is ja voll eklig.

    Trotzdem war das Rauchen-aufhören kein Spaziergang, ich war mehrmals in Rückfallgefahr. Aber ich rief mir immer wieder in Erinnerung, was ich nicht mehr wollte und wie sehr ich das schon hasste. Wenn das nicht hilft, brauch ich nur an meinen kleinen Sonnenschein denken (Enkelchen) und dann weiss ich, das meine Entscheidung richtig war.
    Das sind so meine Helferlein, nicht wieder zu rauchen.
    Und ich hoffe, das hilft auch weiterhin. :)

    LG Sunshine

    Hallo flower 40,
    bist Du Dir sicher, das Du nicht schon vorher "beschädigt" warst?
    Will damit sagen, die CO-Abhängigkeit entwickelt sich meisst schon lange vorher, nicht erst ab der Beziehung mit einem nassen Alkoholiker. Ausnahmen bestätigen sicher die Regel, aber ansonsten kann man das hier so in vielen Geschichten nachlesen.

    Es hört sich für mich so an, als würdest Du dem Alkoholiker gern die "Schuld" in die Schuhe schieben für DEINE Erkrankung und für Deine Probleme in einer neuen Beziehung.
    Hm, ich glaub, so wird da kein Schuh draus :wink: und hilft Dir vor allem kein Stück weiter.

    BTW: Wenn Du Dein CO-Verhalten weiterhin auslebst, kann es gut sein, das ein gesunder Partner schnell davon läuft, weil er das einfach nicht aushält. Denn Kontrollmechanismen, klammerndes Verhalten ("Abschied macht Dich total traurig"), wenig Selbstbewußtsein... all sowas wirkt auf einen gesunden Partner nicht gerade "anziehend", um es mal freundlich auszudrücken.
    Ich für meinen Teil würde jedenfalls die Beine in die Hand nehmen und laufen, wenn ich mit "Liebe" erdrückt würde, weil ich dann Atemnot bekomme und das hab ich nicht besonders gern :wink:

    Ich denke, es ist viel Arbeit an sich selbst nötig, um Co-abhängiges Verhalten in den Griff zu bekommen. Beim nassen Alkie kam das alles nur zum Ausbruch, aber die CO-Abhängigkeit ist ja nicht zeitgleich mit einem neuen Partner übewunden.

    LG Sunshine

    Naja, das ein kleines Kind abhängig von der Mutter ist, darüber braucht man wohl nun wirklich nicht zu diskutieren :wink:

    Zitat


    dass nun fuer immer "zu ihr gehoert"


    :shock:
    Ein Kind "gehört" ganz sicher nicht für immer zu der Mutter.
    Ein Kind ist doch kein Privateigentum.
    Es ist ein eigenständiger Mensch, der nur sich selbst gehört.
    Und die Abhängigkeit zur Mutter wird ja immer weniger mit dem Fortschreiten der eigenen Selbstständigkeit des Kindes. Eine Mutter, die ihr Kind liebt, lässt es also auch immer weiter los.

    Aber egal, das hier ist Times Thread... und ich denke, sie interessiert sich gerade weniger für die Liebe zwischen einer Mutter und ihrem Kind, sie hat momanten wohl eher andere Probleme...

    Zitat

    Er ruft nun seit einer halben Stunde auf meinem Handy an. Und schreibt, ich solle bitte rangehen. Es ist nicht nur seine Schuld, dieses Lügengerüst. Und das weiß ich. Es hat nur durch beide von uns gelebt.


    Time, er hat Angst, das ihm grad die Felle wegschwimmen...das Du aufhörst, zu funktionieren.
    Das MUSS unterbunden werden und er wird alles entsprechende tun. Er zieht an den CO-Fäden und Du bist seine Marionette, so einfach ist das.
    Du hältst aber auch eine Schere in der Hand, um die Fäden abschneiden zu können und einfach Deiner Wege zu gehen.
    Die Entscheidung triffst Du.
    Er wird wahrscheinlich erstaunt sein, wenn Du nicht mehr funzt, denn ansonsten hat ein Drücken der CO-Knöpfe doch früher oder später immer wieder funktioniert. War ja bisher immer nur ne Frage der Zeit.
    Und das wird evtl. auch noch viel schlimmer und er wird noch viel mehr Druck ausüben, um Dich wieder auf Spur zu bekommen.

    Zitat

    Was sollte ich ihm nun noch sagen. Dass es mir leid tut, dass ich die Trennung eben nicht beim ersten und auch nicht beim zweiten und auch nicht beim dritten Mal durchgezogen habe.

    Du bist doch nicht verpflichtet, überhaupt etwas zu sagen. Ihn wird alles sowas auch weniger interessieren... das einzige, was ihn momentan interessiert, ist, Dich wieder funktionsfähig zu bekommen. Und dafür wird er Dir auch alles erzählen, was Du gern hören willst. Es ist immer das gleiche Spiel...sorry... nicht nur bei Dir...

    LG Sunshine

    Lindi schrieb:

    Zitat

    Benutzen/benutzt werden ....tja, damit liessen sich eigentlich fast alle zwischenmenschlichen Beziehungen definieren, wenn man nur genau genug hinschaut.

    Das sehe ich anders.
    Bei Abhängigkeitsbeziehungen mag das zutreffen.
    Bei Partnerschaften auf Augenhöhe, wo sich jeder auch eine Art Selbstständigkeit bewahrt, ist so etwas nicht nötig.
    Das ist zumindest meine Feststellung, die ich durch intensives
    Beobachten in meinem Familien/Freundes-und Bekanntenkreis gemacht habe und da hab ich sehr genau hingesehen, auch hinter die Fassaden. :wink:
    Ist ja nicht ganz uninterressant, warum manche Partnerschaften gelingen und andere nicht :wink:

    LG Sunshine

    Tja, man redet sich hat einiges schön, wenn man etwas nicht ändern will, Miriel. Thema Lügengerüste hatten wir ja schon...

    Du hast mehrmals hier geschrieben, das Du Dich "wohl fühlst" und es Dir "gut damit geht", wenn Du wieder erneut Kontakt aufgenommen hast zum XY, oder er zu Dir... ist im Grunde gleich, ändert nix am Endergebnis.
    Um dann immer wieder erneut festzustellen, das er noch säuft und dann gings Dir wieder schlecht damit. Ich schreibe hier absichtlich nicht "trinkt", denn das verharmlost etwas die Sauferei, ich bin lieber für Klartext, auch wenn sich das derb und evtl. politically incorrect anhört, mir egal.

    Zitat


    Ich bin auch nicht der Meinung, dass all die Veränderung, die ich an ihm wahrgenommen habe, nur eine Illusion ist. Er hat sich bemüht. Wahrscheinlich bemüht, kontrolliert zu trinken und vor allem sich zu kontrollieren, in meiner Gegenwart.

    Das mag durchaus sein, das er sich bemüht hat. Vor allem, um Deine Illusionen aufrecht zu erhalten, weil er Angst hat, Dich zu verlieren. Wahrscheinlich hat er sich zusammen gerissen, nicht dann anzurufen, wenn er komplett dicht war. Er hat nie aufgehört zu saufen und Dir auch sowas nicht versprochen, denke ich.
    Ich hab mich auch mal über Tage zusammenreissen können, viel länger aber nicht. Und zwar tat ich das immer, wenn mir die Felle wegzuschwimmen drohten. Aufhören zu saufen wollte ich aber damals noch lange nicht.... da musste erst sehr viel Schlimmeres passieren als "ein bisschen Beziehungsstress". Das biegt man wieder grade, ein Alkoholiker weiss schon, wie er dafür sorgt, das die anderen die Füße still halten, glaub mir, ich spreche aus Erfahrung...

    Zitat

    Es ist traurig, dass er trinken muss und dass er für sich doch nicht die Entscheidung getroffen hat, aufzuhören. Ich bereue es nicht, dass ich Kontakt hatte, im Gegenteil, wir hatten viele schöne und alkoholfreie Stunden und Gedanken gemeinsam. Und die möchte ich nicht missen. Ich bin auch nicht wütend. Ich habe es glauben wollen. Und das war meine Entscheidung.

    Gut. Dann ist es doch nun gut.
    Oder kontaktest Du ihn wieder, wenn DU ihn wieder brauchst? Denn Du hast ihn ebenso für Dein Wohlbefinden benutzt wie er Dich, gelle :wink: ?
    Miriel, irgendwann wird es Zeit, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gerne auch mit Unterstützung von Therapien oder was auch immer. Aber andere Menschen zu benutzen zur Hebung des eigenen Wohlbefindens, das ist einfach nicht okay.

    Dein XY hat sich entschieden, das ist sein gutes Recht! Er kann soviel und solange saufen, wie er das will.
    Und Du kannst Dich für ein eigenes Leben entscheiden, ohne diesen ganzen Mist mit dem Alkproblem. Oder eben weiter machen...
    Du musst den Kontakt mit ihm nicht bereuen, Du darfst ihn sogar weiterhin lieb haben und was auch immer, aber niemand muss dabei zusehen/zuhören, wenn sich jemand sein Leben zerknallt.
    Wenn Du nichts bereust, ist es doch gut, alles okay.

    Weißt Du, was ich denke, Miriel. Du hattest doch immer noch Hoffnung, das Liebe und Verständnis und pipapo einen nassen Alkie zur Besinnung bringen könnte :wink: . Darum hast Du immer weiter gemacht und Dir das auch noch schön geredet. Denn bei Dir/Euch ist alles ja doch ganz anders... :wink:
    Nein, ist es nicht und war es nie. Nicht schön zu hören und zu erkennen, ich weiss. Ändert aber nix.
    Da muss einiges mehr passieren, ehe ein Alkie drüber nachdenkt, was in seinem Leben zu ändern und das ist auch nur die Hälfte des Ganzen, selbst aktiv werden muss er außerdem.

    Ich bin gespannt, ob Du weitere Runden mit ihm drehst, Dich damit wieder "wohl und gut fühlst" und das Spiel endlos weiter geht. Oder ob Du doch noch den Mut findest, auszusteigen?
    Mit persönlich ist es egal, was Du tust, ist Dein Leben. Wäre nur traurig, viele Jahre zu verschwenden, weil man in einer Illusion lebte. Das Leben ist viel zu schön und zu bunt und vielfältig und es ist geradezu eine Sünde, es zu verschwenden. Die Zeit gibt Dir nämlich niemand zurück...

    LG Sunshine

    Hallo sugarbubble, ich hatte Dir gerade noch im Vorstellungsbereich geantwortet, aber ich sehe, Du hast hier schon einen eigenen Thread.
    Ich kopiere hier einfach nochmal meinen Text rein, falls Du nicht mehr im Vorstellungsbereich liest. :wink: :

    Sugarbubble, alle Gedanken drehen sich nur um "Ihn Ihn Ihn" und was "ER ER ER" so macht.
    Ganz ehrlich ? Das interessiert hier im Grunde niemanden.
    Dein Mann hat sich hier nicht angemeldet, um sich Hilfe zu suchen, sondern DU!
    Dein Mann will weiter saufen, der ist so weit vom aufhören entfernt, wie wir vom Mond. Da brauchst Du also nicht drauf zu hoffen, das sich da in naher Zukunft was ändert, so meine persönliche Einschätzung.

    Warum auch, es "läuft doch alles", Du funktionierst super und alles ist für ihn Paletti. "Naja, manchmal meckert die Alte...Jo, aber die beruhigt sich auch wieder...war immer so und bleibt auch so. Da back ich dann mal kurz kleine Brötchen, aber danach schlag ich wieder richtig zu, weil ich hab ja dann sauftechnisch einiges nachzuholen"

    So ungefähr ticken wir nasse Alkies, ich nehme mich da nicht aus, ich war genau so. Und man kann auch schon nicht mehr anders mit dieser Erkrankung, das Hirn ist eh schon verändert und dreht merkwürdige Kapriolen. Logisch oder verständlich ist da schon lange nix mehr.
    Egal... es sollte hier um DICH gehen und nicht darum, wie Dein Alkie tickt. Ich hab das nur aufgeschrieben, damit Du Deine Hoffnungen in eine wundersame Veränderung Deines Mannes aufgeben kannst, denn solange er von sich aus nicht aktiv wird, passiert da nix. Dabei kannst Du auch nicht helfen.
    Auch kann er nicht für Dich und die Familie trocken werden, das hat wenig Erfolg. Er kann das nur für sich ganz allein wollen und auch dann wird es kein Spaziergang.
    Aber soweit ist er noch lange nicht...

    Was kannst Du für Dich UND DEINE KINDER tun ??
    Die senden schon ganz heftige Notrufe an DICH!
    DU mußt handeln, DU musst sie schützen, sie können das noch nicht allein. Dein Mann kann schon lange nicht mehr handeln, dann hast DU nun allein die Verantwortung, so bitter und traurig das auch ist.
    Schau mal Deine Tochter gibt Dir schon so deutliche Hinweise, das Du bitte gehen sollst, damit ihr wieder in Ruhe leben könnt, ohne Ängste, was in der nächsten Minute, Stunde passieren könne, das ist ja wie auf einem Pulverfass!
    Mehr können die Kinder nicht tun, ausser diese Hilferufe aussenden. Zerstöre bitte nicht ihre Kindheit, ihr Leben dadurch, das DU nicht handelst. Wer soll es tun, wenn nicht DU?
    Kinder bekommen sehr viel mit, auch wenn sie noch ganz klein sind. Und wenn sie schon größer sind, haben sie vielleicht schon Schaden genommen. Unterschätze das bitte nicht.

    Es geht auch nicht nur um Deine Kinder, sondern ebenso um Dich! Es ist nur so, das es mir das Herz bricht, wenn Kinder involviert sind, darum reagiere ich da so heftig.

    Ich kann leider auch nicht so einfühlsam schreiben wie einige andere, aber dafür kann ich evtl. wach rütteln... ich kann nur klare Worte schreiben, anderes ist nicht so mein Ding. Darum bitte nicht böse sein, die Tante kann nich anders :wink:

    Schau jetzt also bitte auf Dich und Deine Kinder, was könnt ihr tun, um Euch aus dieser Lage zu befreien?
    Schau nicht mehr auf ihn, das hast Du lange genug getan, hat es irgendwas geholfen?

    LG Sunshine(Alkoholikerin, 11 Jahre trocken)

    Hallo Julia,
    nicht das es falsch rüber kommt, ich lehne nicht grundsätzlich Therapien oder Therapeuten ab. Viele Menschen brauchen einfach diese Art Unterstützung. Es haben ja nicht alles so viel Glück, noch einen Partner, Kinder und Familie zu haben, die noch hinter einem stehen, denn so war das bei mir. Zusätzlich hatte ich die große Unterstützung meiner Ärztin, die sich hervorragend mit unserer Erkrankung auskennt, die Vertrauen in mich hatte, und mir immer ein guter Ansprechpartner war. Ich hatte also in dieser Hinsicht einfach großes Glück :)
    So bin ich also auch nicht ohne psychische Unterstützung trocken geworden, es war halt nur keine Therapie.

    Und ich muss sagen, ich hatte auch nicht soo viel aufzuarbeiten, denn mein Leben war keine Katastrophe, die mich in den Alkoholismus trieb. Ich habe keine alkoholkranken Elternteile gehabt, ich hatte eine "heile" Kindheit im Gegensatz zu Kindheiten, von denen ich hier schon gelesen habe :cry:
    Ich hatte später eine gute Ausbildung und einen kompetenten Beruf, den ich gern ausübte. Ich hatte einen lieben Parter und eine tolle Tochter.
    Und TROTZDEM bin ich Alkoholikerin geworden!
    Mein Problem war eher, das ich mich maßlos überschätzte, beinah größenwahnsinnig dachte, ICH könne nicht alkoholkrank werden. Tja, sowas gibts auch :?

    Und dann bin ich es DOCH geworden.
    Und habe viele viele Jahre nix dagegen getan. :oops:
    Im nassen Zustand der Krankheit verlor ich allerdings immer mehr mein Selbstbewußtsein, fühle mich immer mehr als Versagerin, weil ich es ja nicht allein stoppen konnte. Und viele Dinge immer mehr vernachlässigte, entgangen ist mir das nicht...
    Da brauchte ich einfach Hilfe, ich hätte es ohne vernünftige Entgiftung niemals geschafft, trocken zu werden. Und einen kalten Entzug hätte ich niemals überlebt, das weiss ich heute.
    Ich bin also auch den Menschen, die mir halfen, unendlich dankbar.

    LG Sunshine

    Hallo Julia,

    Zitat


    ich finde das, was Sunshine berichtet (auch nach einigen trockenen Jahren, plötzlich und ohne Vorankündigung Druck zu kriegen …) ziemlich beängstigend. Das bedeutet also, dass das nie aufhört. Es schlummert in uns – gestern habe ich irgendwo hier gelesen „wie ein ständig arbeitendes Hintergrundprogramm,…“ – das trifft es ziemlich genau. Das wird echt lebenslange, tägliche (Trockenheits-)Arbeit die mir da bevorsteht, halt die Freiheit auf Bewährung… Und das ist okay - ich will nicht mehr zurück! Es sind nun gerade mal 20 Tage. Ich bin so stolz auf mich, dabei ist das mehr als lächerlich … was sind schon 20 Tage!!!!!

    Verstehe das bitte nicht falsch, Julia. Es ist nicht so, das ich die ersten Jahre ständig Suchtdruck geschoben habe, im Gegenteil, ich hatte fast nie welchen. Aber es gab halt diese Blitzlichter, wo ich ganz kurz an Saufzeiten erinnert wurde. Und es war auch fast genau so schnell wieder vorbei. Und ich wußte auch, wie ich gegensteuern kann. Raus aus der Situation, ganz was anderes machen, und abwarten, das es vorbei ist. Ja, ich denke, man wird immer an seiner Trockenheit arbeiten müssen. Aber das wird mit der Zeit auch was Schönes! Das ist nicht nur belastend und anstrengend.

    Julia, wir alle haben mal bei Null angefangen beim trocken werden. Ich war auch auf die ersten Tage stolz, dann auf die ersten Wochen, Monate und dann wurden Jahre daraus. Und ich bin und darf da auch heute noch stolz drauf sein.
    Für andere mag es normal sein, keinen Alkohol zu trinken, für uns ist es das aber nicht! Für uns ist es eine große Leistung, nicht zu trinken und darauf darf JEDER trockene Alkoholiker stolz sein!
    20 Tage ist doch ein Super-Anfang, sei bitte auch stolz drauf.

    Ich kann übrigens gut Deinen Schmerz bezüglich den Tod Deiner Mutter verstehen, meine ist vor 2 Jahren gestorben, auch an Leukämie. Und ich vermisse sie sehr und es schmerzt auch sehr, das sie nicht mehr da ist. Auch wir waren uns nicht immer grün, trotzdem habe ich sie auch aus ganzen Herzen geliebt, genau so wie Du Deine Mum. Aber gegen so eine schreckliche Krankheit sind wir einfach machtlos und dann müssen wir auch Menschen gehen lassen. Das ist der Lauf der Dinge, auch wenn mir das ebenso schwer fällt zu verstehen, wie Du. Ich hoffe allerdings darauf, das der Schmerz mit der Zeit nachlässt. Man sagt doch, die Zeit heile alle Wunden... darauf vertraue ich.

    Eine Therapie habe ich nie gemacht, darum kann ich dazu wenig sagen. Einer der Gründe war übrigens, das ich nicht vor hatte, mein Innerstes nach Außen zu kehren, weil das irgend ein Therapeut grad für richtig hält :lol: . Sowas entscheide ich immer noch selbst und nicht jemand, der mich im Grunde gar nicht kennt. Ich habe mich auch so ausgiebig mit meiner Krankheit und wie es dazu kommen konnte beschäftigt. Aber immer dann, wenn ich die Kraft dazu hatte und das von mir aus so wollte.
    Wenn Du eine Therapie machen möchtest, kann man dann nicht vorher sagen, das man manche Dinge dabei außen vor lassen will? Weil man noch gar nicht bereit ist, daran zu rühren? Ich halte es jedenfalls für wichtiger, erstmal stabil trocken zu werden, dabei sollte Dir die Therapie vor allem helfen.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, das es einer noch nicht stabilen Trockenheit dienlich sein kann, den Betroffenen in ein Gefühlschaos zu schmeissen. Allein von daher würde ich mir sowas verbitten.

    LG Sunshine

    Hallo Julia,

    Zitat


    Direkt auf dem Heimweg hatte ich parallel zu diesem „Urlaubsgefühl“ ein kurzes Zusammentreffen mit meinem Suchtgedächtnis. War halt immer so… nach Hause und „rinn in kopp“ … erst recht im Urlaub ... Da ich im Auto saß, war es nicht schwer das schnell und unbeschadet zu überstehen... Viel Wasser und neue Musik (die von "früher" macht mir auch Suchtdruck ....) , dann war es schnell vergessen...

    Kenne ich, so ein anspringen des Suchtgedächtnisses, ist mir mal in sehr ähnlicher Situation passiert...
    Ich war schon einige Jahre lang trocken und auf einem anstrengenden Lehrgang. Dann war Freitag und somit WE und ein bisschen Druck war schon mal weg, denn der Lehrgang ging erst am Montag weiter. Draussen Sonnenschein, ich fahr flott in meinem Auto, Scheibe runter, Sommer-Feeling, Arm noch cool aus dem Fenster hängend, und plötzlich noch ein Song aus alten Zeiten aus dem Radio und PENG :shock: sprang mein Suchtgedächtnis an. Früher hätte ich an der nächsten Tanke gehalten oder wäre in den nächsten Supermarkt gefahren und abends wäre ich komplett dicht gewesen und vermutlich hätte ich da ganze WE durchgesoffen.
    An diesem Tag bin ich erst gar nicht nach Hause, sondern gleich weiter in einen Möbelmarkt gefahren. Hatte da ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, freute mich darüber und das Suchtgedächtnis hielt auch wieder den Mund :D

    Zitat

    die Gewissheit, mich von den Leuten endgültig zu trennen, tut mir nicht weh oder leid … ich weiß nur noch nicht, wie ich das anstellen soll. Naja schon… immer wieder absagen halt … oder doch mit der Wahrheit auffahren … (???) Da ist sie schon wieder – diese Unsicherheit … Das betrifft wieder so „nun erzähl nich so´n Quatsch-Leute“ … Weißt Du, mit denen bin ich zusammen aufgewachsen, wir kennen uns fast ein Leben lang.

    Ja verstehe...
    Ich kannte natürlich auch solche Leute. Es waren langjährige Bekannte und auch Freunde, die mich seit vielen Jahren begleiteten. Die aber auch soffen. Ich kannte damals, als ich trocken wurde, noch gar nicht die Grundbausteine, wußte aber instinktiv, das es nicht gut sein kann, mit diesen Leuten weiterhin zusammen zu sein. Ich brach also diese Kontakte ab. Ohne großen Aufhebens, ohne große Geständnisse, ich ging einfach nicht mehr da hin, wo die hingingen, lehnte Einladungen ab und es verlief sich dann so langsam im Sand mit diesen Kontakten.
    Ab und an traf ich mal zufällig diesen oder jenen im Supermarkt oder sonstwo, man grüßte sich und ich konnte deutlich sehen, wer da immer noch an der Pulle hängt. :(
    Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte... in letzten Jahr starben 2 von diesen Leuten an der Sauferei, der eine gerade 49, der andere Bekannte, mit dem ich sogar gemeinsam zur Schule ging, wurde gerade mal 51. Und ich denke, in den nächsten Jahren werden noch mehr Todesfälle dazu kommen... :(
    Hätte ich mich nicht von diesen Leuten getrennt, wäre ich evtl. rückfällig geworden und könnte mir schon lange die Radieschen von unten anschauen.
    Och nööö, lass ma... ich bereue also nicht, mich damals von diesen Leuten verabschiedet zu haben.

    LG Sunshine

    Das tut mir wirklich leid, sarawen.
    Verstehe, das Du traurig bist :(
    Aber nun hast Du wenigsten Gewissheit und kannst bald wieder ein wenig nach vorn schauen?

    Nach Trennungen fühlt man sich immer erstmal allein, ich glaub, das geht allen Menschen so, das ist völlig normal.
    Ich wünsche Dir, das Du Dich schnell wieder irgendwie berappeln kannst und nicht in ein dunkles Loch versinkst.

    LG Sunshine

    Hallo TimeIsAHealer

    Zitat


    Er müsste einen richtigen Cut machen. Und ich glaube davor hat er ne Riesenangst. Wie wahrscheinlich jeder Süchtige. Aber die Angst kann ihm eben keiner nehmen. Aber außerdem hat er es - so denke ich - schon auch geschafft, ein stabiles Lügengerüst um sich selbst aufzubauen, es sich selbst schön zu denken usw....

    Merkwürdig, das Du bei Deinem Vater so genau weisst, was er tun müßte, aber Deine Beziehung zu "Deinem" Alkoholiker ist sicher was ganz anderes, oder ? :wink:

    Riesenangst, wie jeder Süchtige... jaja... die CO-Abhängigkeit ist übrigens auch eine Suchterkrankung :wink:

    Dein stabiles Lügengerüst trägt Dich mittlerweile 141 Seiten, ist es nicht erstaunlich ?

    141 Seiten, wo Du im Grunde nix an Deiner Beziehung zu Deinem Alkie geändert, geschweige denn, eine Trennung durchgezogen und dann auch mal ausgehalten hast.
    Du hast dafür Dein persönliches Lügengerüst gut ausgebaut, sodas nun alles passt für die liebe Miriel.

    Miriel, schau mal lieber auf Deine eigenen Baustellen, und lass Deinen Vater Vater sein, er ist erwachsen. Es ist seine Sache was er tut oder nicht tut und wenn er sich zu Tode futtert, ist es auch sein Ding.

    Zitat

    Weil es einfach unglaublich weh tut, einem Menschen, den man liebt, dabei zusehen zu müssen, wie er sich selbst kaputt macht.

    NIEMAND zwingt Dich dazu, dabei zuzusehen.
    Ebenso wenig wie Dich jemand gezwungen hat, Deinem Alkie dabei zuzusehen/zuzuhören und ihn immer und immer wieder zu kontakten, diese Leiden sind selbst gewählt, sorry.

    Du bestimmst Dein Leben und somit auch die Dauer Deiner Leiden. Und die kannst Du wohl erst beenden, wenn Du einen richtigen Tiefpunkt erlebst.
    Also auf die nächsten 141 Seiten... wo nix geschieht :wink:

    LG Sunshine
    (Alkoholikerin, 11 Jahre tocken)