Beiträge von Whitewolf

    Hallo Mine,

    das ist ja wirklich eine schlimme Sache. Das klingt so, als ob er nach der Akutbehandlung erstmal in eine Psychiatrie kommt? Wurde da schonmal etwas gesagt?

    Eigentlich dürfte das alles etwas länger dauern.

    Obwohl es nach so einem Alptraum unwahrscheinlich klingt, wäre es durchaus möglich das er nach der Entlassung weitertrinkt. Du solltest Dir schonmal Gedanken über eine weitere Strategie machen falls es passieren sollte.

    lG WW

    Seine Freundin hat ihn nach 3 jähriger Beziehung verlassen. Nun scheint er sich ganz aufgegeben zu haben

    Das was Du da von gestern schreibst, liest sich nicht wie eine übermässige Niedergeschlagenheit oder Trauer. Vermutlich ist er ganz froh das ihn niemand mehr reglementiert.

    wie der in den Biergarten mitgebrachte Schnaps die Runde machte.


    Ihr trefft euch im Biergarten oder wie ist das zu verstehen? Gab es einen wichtigen Grund?

    lG WW

    Ich habe mir immer Zuwendung gewünscht in meinem Leben, Liebe und Nähe, Aufmerksamkeit und Achtung. Diese Dinge habe ich vergeblich bei anderen Menschen gesucht. Inzwischen bin ich mir dessen bewusst, dass nur ich selbst mir das geben kann - was ich mit dieser unbändigen Sehnsucht gesucht habe - und niemand anderes.

    Sehr sehr schön. Ich kommentiere das nicht weiter .

    Ich hebe das einfach nochmal raus.

    lG WW

    Hallo Silberstreifen,

    Ich denke es ist nicht "nur" der Alkohol der mich zu dieser Trennung veranlasst hat. Irgendwie habe ich das Bedürfnis das unserem Umfeld zu sagen, damit nicht auf meinem Mann rumgehackt wird

    Nicht Deine Baustelle. Er ist doch schon groß, oder? Evtl. ist ihm der Alkohol sogar lieber als Hauptgrund, statt irgendwelche andere "Unzulänglichkeiten"?

    Ihr habt, glaube ich zumindest, andere Probleme als Euch vor anderen Leuten zu rechtfertigen wie ihr Eure Beziehung führt. Auch steht niemandem von außerhalb ein Urteil zu.

    In diesem Land ist es tatsächlich erlaubt ein rotes Auto zu fahren, auch wenn das ganze Dorf gelbe Autos hat. Ohne zu sagen warum man das rote lieber fährt. Wenn die Leute suchen, dann finden sie. Unter jedem Dach ein " ach " haben wir früher gesagt. Die Blicke hinter den Gardinen werden wir eh nicht mehr los.

    lG WW

    Hallo Cornwall , mein herzliches Beileid zu Deinem Verlust.

    Wenn ich dann aber beantworte woran, fällt im Kopf des Gegenübers immer direkt die Klappe runter: ach so, Alki, vermutlich asozial.

    Das macht die Unkenntnis über diese Erkrankung. Und vieles will man ja auch garnicht so genau wissen. Dann schmeckt es einem ja selber nicht mehr oder man müsste sich über das eigene Trinkverhalten Gedanken machen.

    Welchen Stellenwert der Alkohol in unserer alltäglichen Gesellschaft hat muss ich jedes mal beim einkaufen sehen. Ich suche Brot und finde es irgendwo in einem kleinen Regal einsortiert. Vorher bin ich aber durch ein rechts und links 5m langes Regal voll mit Alkohol gelaufen. Und hinten ist nochmal ein ganzer Bereich für Bierkisten.

    Ich habe die Alkoholikerseite aus Deiner Beschreibung durch und den Absprung geschafft. Und ja, je länger und je härter umso schwieriger da rauszukommen. Das geht eigentlich nur mit professioneller Hilfe.

    Wie sieht es denn in Deinem persönlichen Umfeld aus mit Alkohol? Wie stehen die Kinder oder enge Verwandte zum Thema ?

    Ich hoffe das Du hier jemanden findest der Dir über diesen Klippenberg jetzt ein paar gute Tipps geben kann.

    lG WW

    Ich würde gerne etwas schreiben dazu, ich weiss aber nicht genau was. Das ist echt übel. Und irgendwie so typisch für uns Alkoholiker.

    Du machst Dir jetzt Sorgen. Ob das jetzt bewusst herbeigeführt wurde oder nicht. Wer weiss das schon. Du hast ja geschrieben das er nicht manipulativ unterwegs ist.

    Es gäbe eine Möglichkeit, welche bei mir mal angewandt wurde: Ich war telefonisch nicht erreichbar ( ich war voll... )und hatte vorher schon angedeutet das es mir sehr schlecht geht ( telefonisch). Die Dame hat dann aus einer anderen Stadt die Polizei verständigt. Die waren dann bei mir und haben sich überzeugt wie es mir geht. In diesem Fall haben sie mich sogar mitgenommen und ins Krankenhaus gefahren.

    Ich wollte damit nur schreiben das Du evtl. noch eine Möglichkeit hättest wenn Du heute im Laufe des Tages bei Ihm anrufst weil Du Dir eben Sorgen machst. Leg Ihm einen Zettel hin das er auf jeden Fall ans Telefon gehen soll wenn Du anrufst.

    Natürlich sollte Dich das nicht tangieren aber es bleibt einfach ein mieses Gefühl im Magen.

    Ich hoffe Du kommst gut an und findest dann auch Deine Ruhe für Dich.

    lG Ww

    Schade,einfach nur schade

    Das liest sich wie Resignation. Das wäre ja eigentlich gut. Besser als Wut , Verzweiflung, Angst oder Aktionismus.

    Ja das mit dem verstehen da hab ich große Schwierigkeiten

    Das einzige was Du verstehen musst ist eigentlich nur das er trinkt. Und das es für Dich nicht planbar ist. Warum, mit wem, wann und wieviel ist für Dich nicht wichtig. Du könntest mit diesen Infos eh nichts anfangen, es ändert auch nichts.

    Lass Dich nicht zum Spielball des Alkohols machen. Fingernägelkauend vorm Telefon warten und Wut aufbauen, sich über abgesagte Termine ärgern ( ist ja schon bemerkenswert das er die überhaupt absagt ), hinterhertelefonieren oder von sonstwo Infos einholen, die Dein Gedankenkarussell wieder ankurbeln, schadet Dir nur.

    lG WW

    Hallo Martha,

    Ich habe mal gelesen, man soll sich mit dem Menschen im betrunkenen Zustand hinsetzen und ihn Fragen warum er das macht.

    Das ist Blödsinn. Vergiss das wieder.

    Aber vielleicht ist es genau dieses Empfinden, das es so schwierig für mich macht, meinen Mann auch nur ansatzweise verstehen zu wollen.

    Damit ersparst Du Dir eine Menge Leid. Bleib dabei. Es ist für einen Nicht-Süchtigen unmöglich sich in diese Struktur hineinzudenken und alles zu verstehen. Damit nimmst Du die Waffen gegen den Alkohol auf und wirst scheitern.

    lG WW

    Damals musste ich schmerzlich erkennen das der Partner den ich an meiner Seite hatte ein riesiges alk. Problem hatte

    Was hast Du von damals mitgenommen in Bezug auf Deine Möglichkeiten dagegen anzugehen?

    Ich weiß nicht was sein Grund zum trinken ist.

    Es ist die Alkoholkrankheit, die Sucht. Die Gründe um zu trinken variieren je nach Tagesform. Ein "Grund" findet sich immer, diese Gründe sind aber nicht ausschlaggebend für den eigentlichen Konsum, allerhöchstens evtl. für die Menge. In meinen Augen war die Trennung ein willkommener Grund um richtig loszulegen. Keine Kontrolle mehr, kein Rumgemäkel oder Deadlines um es sein zu lassen. Er ist nicht durch die Trennung krank geworden, das war er schon vorher.

    Vielleicht weiß er selbst nicht was mit ihm los ist.

    Er weiss in Sich selbst ziemlich genau das er ein Alkoholproblem hat und nicht "normal" trinken kann. In welche Folgeerkrankungen das bei Nichtbehandlung ausufert weiss niemand genau. Er merkt das aber täglich selbst wenn es Ihm dadurch schlecht geht und er trotzdem wieder zur Flasche greift.

    Klar ist natürlich, das der Körper und das Gehirn irgendwann Schäden ausbilden. Aber das weiss wohl jeder der trinkt, schliesslich kämpft der Alkoholiker täglich mit den Folgen und merkt wie es immer weiter den Bach runtergeht im Körper.

    Er ist sehr sensibel, sein selbstbewusstsein wächst mit dem Alkohol.

    Durch die anhaltende Vergiftung wird er sogar sehr sensibel. Der andauernde Spirallauf nach unten, der Wechsel zwischen Rausch und kalter Entzug lassen die Nerven blankliegen. Die sind gespannt wie eine Klaviersaite, ein Windhauch genügt um sie zum vibrieren zu bekommen.

    Das er vor dem Alkohol-Mißbrauch schon sensibel war halte ich nicht für den zentralen Grund mit dem saufen anzufangen. Wird aber gerne genommen. Und eigentlich ist das ist jetzt auch nicht mehr wichtig.

    Jetzt regiert die Sucht. Evtl. kann da nach einer langen Abstinenzphase mal ein Psychologe draufschauen. Im Moment geht in dieser Richtung garnichts während er trinkt. Es braucht eine längere Abstinenzphase um das Nervengift wieder aus dem Körper zu bekommen, das Gehirn ist auch vergiftet.

    Das dauert ein paar Monate, bis sich der eigentliche Mensch wieder hervorschält. Das ist nicht mit einer kurzen Trinkpause getan. Und erst dann könnte psychisch behandelt werden ( wenn tatsächlich noch nötig ).

    Kannst Du mit dem Ausspruch " Hilfe durch Nichthilfe " etwas anfangen? Das wäre jetzt das Mittel der Wahl um sowohl Deinen als auch Seinen Leidensweg zu verkürzen.

    lG WW

    Mit dieser machtlosigkeit klarzukommen, das ist glaube ich mein Thema.

    Wenn ich Trinker und ihr Umfeld besser verstehe lerne vielleicht kann ich damit besser umgehen

    Hast Du Dich mal informiert was Dein Sohn für eine Krankheit hat? Hast Du hier im Forum mal etwas gestöbert um die Krankheit und ihre Auswirkungen besser zu verstehen ? Was weisst Du über die Alkoholkrankheit?

    Als Angehöriger, welcher sich plötzlich in dieser Ohnmacht wiederfindet und welcher sich vorher nur Klischeehaft damit befasst hat ( "Trinker, Alki, Penner... so schlimm isses ja zum Glück nicht" u.s.w. ), hat man nur den Wunsch das es schnell wieder weggeht und alles wieder normal läuft. "Einfach weglassen, weniger trinken, etc. "

    Hier könntest Du erlesen oder auch fragen wie es tatsächlich ist und was ein nasser Alkoholiker braucht um dauerhaft abstinent ( weiter ) leben zu können.

    Wenn Du "Trinker" ( wir bevorzugen hier "Alkoholiker" ) und Ihr Umfeld unbedingt besser verstehen lernen willst, gibt es hier eine Menge zu lesen.

    Das ist aber ein zweischneidiges Schwert: Wenn dieses Wissen Dir tatsächlich helfen sollte mit der Machtlosigkeit besser klarzukommen, dann ist das wohl noch in Ordnung.

    Wenn Du allerdings überdies versuchst mitzufühlen, versuchst zu " helfen" ohne das Du darum gebeten wirst, wenn Du aktiv versuchst in das Trinkgeschehen einzugreifen, Arztbesuche, Behördengänge z.B. versuchst zu erledigen, Alkohol besorgst , versteckst , wegschüttest oder ähnliches, wenn Du mit dem Gedanken spielst Ihn 24/7 zu überwachen, dann wärest Du auf dem besten Weg selbst eine Co-Abhängigkeit zu entwickeln.

    D.h., Du könntest auch krank werden.

    Alkohol ist nicht selten eine Krankheit, welche mit ihren Auswirkungen die ganze Familie mitreisst. Einen Vorgeschmack hast Du ja schon bekommen. Seine Freundin hat die Reissleine gezogen und Du bist krank vor Sorge.

    Versuche doch zumindest bei Dir die Kollateralschäden zu begrenzen. Da ja auch Deine wiederholten Ermahnungen eher das Gegenteil bewirken, solltest Du wirklich auf Abstand gehen.

    Der richtige Weg für Ihn wäre ein Arztbesuch und eine Einweisung in eine Entgiftung. Er kann auch mit 112 einen Notarzt nach Hause rufen wenn es Ihm schlecht geht, er kommt dann auf jeden Fall erstmal mit in ein KHS. Von da evtl. weiterführende Therapie und / oder SHG. Das kann ein Aussenstehender nicht für Ihn machen, das muss von Ihm selbst kommen.

    Solange er immernoch im Alkohol irgendetwas gutes findet, wird Ihm niemand helfen können. Auch Du nicht. Und dafür brauchst Du Dich weder schämen, noch musst Du irgendwem eine Rechenschaft darüber ablegen was Du für Ihn tust oder auch seinlässt.

    lG WW

    Das Risiko eines Krampfanfalls ist doch nach 3 Tagen weder weg noch minimiert. Ich habe Leute gesehen, welche es nach vielen Wochen mitten in der Langzeit-Therapie erwischt hat.

    Er sollte zusehen, das er auf eine "richtige" Entgiftungsstation kommt, mit angeschlossener Psychiatrie. Und nicht 4 Tage in einem normalen Krankenhaus auf der Inneren als " Bettendieb " . Ein paar Medis in Kopf und ab dafür.

    Das das nicht klappt war irgendwie absehbar. So zumindest meine Erfahrung, obwohl das natürlich schon lange zurück liegt. Aber die Belegungs-Situation ist ja seitdem nicht besser geworden.

    Willst Du in Deinem Urlaub 24/7 auf Ihn aufpassen? Denn das wäre ja wohl nötig wenn Du einigermaßen ruhig schlafen willst.

    lG WW

    Ich schau immer zwischendurch mal hier rein und hoffe das sich bald etwas zum positiven für Dich entwickelt.

    Es hängt eben unheimlich viel in der Schwebe bei Dir.

    er trinkt seit einer Woche 2 B.

    Steht das B. für Bier?

    Übermorgen treffe ich meine Nichten mit Kindern, da freue ich mich drauf. Mal etwas positives und normales.

    Erfreulich das Du tatsächlich zwischendurch noch etwas für Dich positives einbauen kannst.

    Kannst Du denn nach der Zeit in der Du hier im Forum schreibst schon etwas distanzierter mit Deiner Beziehung umgehen?

    lG WW

    Und dann die Menschen hier..... Alle hier waren ja soo hochmütig und lagen so falsch. Die wollten mich wohl mobben. Ich alleine wusste, wie ich mich in den Griff bekomme. Langzeittrockene? Pahhh...... Was wissen die denn? Die wollen mich hier einfach nur schnell quitt werden. ;) (das war Sarkasmus).

    Wir hatten hier 2006 noch ein paar Hardliner die kein Blatt vor den Mund genommen haben. Da ging es manchmal hoch her. Da kann ich mich noch gut drann erinnern:wink: