Beiträge von Whitewolf

    Hallo WirdWerden,

    lass sie machen und brich den Kontakt komplett ab. Du wirst den Menschen den Du vermisst nicht mehr wiederbekommen.

    Jedesmal wenn Du Kontakt mit Ihr hast ( ob endlose WhatsApp oder persönliches Treffen )wirst Du wieder in den Strudel gezogen und die Wunden reißen wieder auf.

    Ich könnte mir vorstellen, das es Ihr gefällt Dich an der langen Leine zu haben und Dich als Notfalloption benutzen zu können. Das ist für einen Alkoholiker immer eine feine Sache.

    Bei dem Lebenswandel und den Trinkmengen wird sich Ihr Leben erfahrungsgemäß eh ändern, die Sucht wird dann immer mehr die Regie übernehmen. Es wäre gut wenn Du dann aus der Spirale raus bist.

    Gruss WW

    Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich mich trennen will.

    Prima. Damit hast Du einen wichtigen Schritt gemacht. Jetzt mal schauen ob er Dich und die Entscheidung ernst nimmt. Wie geht es denn jetzt für Dich weiter?

    Anscheinend hat er ganz andere Erwartungen an eine Beziehung als ich.

    Er ist Alkoholiker und muss die Sucht und die Beziehung unter einen Hut bringen. Da bleiben keine Energien für zwischenmenschliche Interaktionen. Jeden freigeschaufelten Raum ( bildlich gesprochen ) nimmt der Alkohol sofort in Beschlag. Das wird auch nicht besser solange er sich nicht behandeln lässt und er sich gegen den Alkohol entscheidet.

    Bleib bei Deiner Entscheidung, auch wenn jetzt die Versprechen und Schwüre losgehen sollten. Das wird alles nix in absehbarer Zeit. Er muss für Sich anfangen gegen seine Sucht etwas zu tun. Das ist nicht Dein Kampf.

    lG WW

    Hallo Mare,

    liest sich, als ob sich die Erschöpfung nach der letzten Zeit bemerkbar macht. Ich persönlich finde das sowieso erstaunlich wie Du das alles durchhältst.

    Du kannst das hier in Deinem Thread ja mal durchspielen:

    Was passiert wenn Du nicht mehr arbeiten kannst? Das gute alte " Was passiert dann - Spiel " aus der Sesamstraße.

    Und das bringt Dich automatisch zur nächsten Frage, welche Du ja vor kurzem nicht beantwortet hast:

    Was würde passieren wenn Du nicht da wärest?

    Als Beispiel: Du gehst für mind. 4 Wochen ins Krankenhaus um Dich mal wieder zu erden , Diagnosen und Medikamente angleichen, und um wieder Luft zu bekommen. Was passiert in dieser Zeit außerhalb des Krankenhauses? Oder was denkst Du was passiert.

    lG WW

    Und ob ich die Krankmeldung dann ans Arbeitsamt schicken könnte.

    Eigentlich musst Du das nicht tun. Das kann man heutzutage alles online machen ( Veränderungsmitteilung ), Einfach registrieren, die Daten eingeben und das Amt holt sich die Krankmeldung auf digitalem Weg von der Kasse. Papier war gestern. Lässt sich alles mit Smartphone machen, Zeit genug hätte er ja.

    Du wirkst so getrieben, wie lange ist er denn in der Entgiftung? Wisst Ihr das schon? Gibt es evtl. eine Anschlussbehandlung?

    lG WW

    Hallo Alfajores,

    Jetzt verlässt mich schon wieder der Mut.

    Offensichtlich weisst Du ja jetzt schon wie das "Gespräch" läuft. Vermutlich bleibt über diesen Gesprächs -Zeitraum mindestens die Hälfte ungesagt und Du knickst bei einem falschen Wort ein, relativierst alles und gehst daraufhin ( wieder ? ) faule Kompromisse ein.

    Alles wie vorher also.

    Hast Du mal über eine Alternativlösung nachgedacht? Du willst Ihm doch eine Nachricht vermitteln und evtl. auch Deine Gründe darlegen. Diskutieren willst Du darüber wohl weniger könnte ich mir vorstellen.

    Dann muss das ja auch nicht Auge in Auge passieren wenn Du das ja eh ( noch ) nicht schaffst.

    Setz Dich doch hin und schreibe in aller Ruhe einen Brief. Da steht alles was Dir wichtig ist drinn, nichts fällt unter den Tisch, nichts kann im Gespräch abgewürgt oder verniedlicht werden.

    Am Besten am Rechner, damit Du alles nochmal ausdrucken kannst falls er den zerreißen sollte. Oder selbst schreiben und abfotografieren.

    Du kannst dann in allen darauf folgenden Gesprächen, Diskussionen, Vorhaltungen, oder was da noch an Reaktionen kommen mag, auf den Brief verweisen, und musst nicht ständig Deinen Standpunkt wiederholen.

    Du kannst schreiben, nochmal lesen, verbessern und hinzufügen, nochmal lesen ... solange bis es passt und niemand redet Dir rein.

    Mach es Dir nicht schwerer als es schon ist, Du hast jetzt schon Magenschmerzen, und heute Abend hast Du dann Panik und lässt es gleich befürchte ich.

    Ich drück mal Däumchen.

    lG WW

    Und dann plötzlich, ohne Vorboten, Peng

    Wenn der / die Co-Abhängige trotz seiner Antennen, welche sich da entwickelt haben, vorher nichts mitbekommt, dann heißt das eigentlich nur, das sich vermutlich die Strategien des Trinkers an die Antennen angleichen und die Strategie sich etwas ändert. Ich bin der Meinung, dass man dem/ der Co-Abhängigen da keinerlei Vorwürfe machen kann. Weil er/ sie einfach noch etwas anderes zu tun hat im Leben als Warnsignale zu analysieren. Und es ist nicht seine/ ihre Aufgabe. Diese Analyse obliegt dem Alkoholiker um etwas zu verhindern.

    Du hast ja schon öfter geschrieben das er so nicht tickt, Strategien entwickeln um zu täuschen...also gab es wohl keine für Dich ersichtlichen Vorzeichen.

    Es passiert völlig überraschend, keine Zeit um evtl. noch zu reagieren, was auch immer da möglich gewesen wäre wenn Du vorher etwas bemerkt hättest. Ich denke sowiso nicht das Du etwas verhindern hättest können. Warum ich dieser Meinung bin steht weiter unten.

    Die Version für den Alkoholiker sehe nämlich ich etwas klarer. Ich kann selbstverständlich nur aus meiner Sicht schreiben, wie ich es sowohl an mir oder auch bei Anderen erlebt habe.

    Es gibt diese Vorzeichen. Bei dem Alkoholiker. Im Kopf und im Bauch, im Denken, Handeln und Fühlen. Unsichtbar für die Umwelt. Für den Partner, die Kinder oder den Chef. Wer auch immer. Selbst ein Arzt kann da nicht reinschauen. Aber es ist da. Definitiv. Vorher.

    Ich glaube nicht an die absolute Unzurechnungsfähigkeit, das handeln in Trance vor dem ersten Schluck. Ich hatte gerade erst die Frage gestellt ob Ihr noch Alkohol im Haus habt. Kleine Wege im Falle des Falles. Also war das kein Blackout, oder eine Sekundenentscheidung ohne Selbstkontrolle, denn es war ja nichts greifbar.

    Der Rückfall endet ja mit dem ersten Schluck. Angefangen hat das ja schon früher. Diese Zeit vorher sagt einiges über den Umgang mit der Sucht aus. Viele Stunden oder auch Tage, keinesfalls nur Minuten oder Sekunden.

    Es wird geplant, besorgt, organisiert und durchgeführt. Ich habe an anderer Stelle mal geschrieben, das selbst die Zeit an der Kasse, wenn der Alk auf dem Laufband liegt, darüber nachgedacht wird was gleich passiert. Tatsächlich immernoch Zeit um zu reagieren. Wenn gewollt.

    Ihr habt soviel durch. So oft darüber geredet. Über Konsequenzen gesprochen und Du hast ganz sicher dargelegt wie sehr Dich das verletzt und mitnimmt. Oft und noch öfter.

    Und jetzt taucht unweigerlich eine Frage auf :

    Warum hat er sich vorher nicht an Dich gewendet und um Hilfe gebeten? An den Mensch seines Vertrauens, den ständigen und auch wohlwollenden Begleiter ? Oder warum hat er nicht jemanden aus einer SHG angerufen, oder sogar mit einem Arzt oder einer Klinik Kontakt aufgenommen? War das ein Stunden- oder gar Tagelanger Blackout?

    Eine spontane Strategie entwickeln gegen den ersten Schluck auf den Moment geschneidert. Menschen reden ja miteinander. Wäre das nicht möglich gewesen?

    Du hättest vermutlich einiges versucht, um zu verhindern was sich androht, wenn er Dich denn um Hilfe ersucht hätte. Wenn es denn Hilfe versprochen hätte, gegen den fürchterlichen alles vernichtenden ersten Schluck, wärest Du wohl dagewesen im Rahmen Deiner Möglichkeiten glaube ich.

    Was hat er wohl gedacht was jetzt passieren würde? Oder sagst Du, das er so weit nicht denkt nach alldem was schon passiert ist?

    Ich bin der Meinung, das die Entscheidungen wieder zu trinken und das danach bewusst getroffen werden. Sämtliche Bilder und Konsequenzen laufen im Zeitraffer wieder vorbei und werden gedanklich mit weißer Farbe übermalt und entkräftet. Mögliche Hilfsangebote und/ oder Möglichkeiten dazu werden auf den Abtritt gelegt, weggeschoben und schöngedacht. Suchtdenken.

    Alle - im wieder abstinenten reumütigen Katzenjammer danach - ausgearbeiteten Strategien werden ausgeblendet. Es wird billigend in Kauf genommen was danach passiert; weil es schon so oft passiert ist weiss der Alkoholiker auch was passiert. In Ihm und sichtbar um Ihn herum.

    Selbst dann, wenn es sogar schonmal schlecht ausgegangen ist (Krampfanfall, Lebensgefahr ), wird das irgendwie zeitweise ignoriert. Einer geht noch. Morgen höre ich wieder auf, nix passiert. Alles wie immer. Oder auch schlimmer. Egal.

    Alk. Jetzt.

    Du bekommst da als Zuschauer praktisch wieder die volle Wucht der Suchtkeule um die Ohren gehauen. Fassungslos, hilflos und ohne es zu verstehen.

    Eine eigene Wohnung heißt noch lange lange nicht, dass ich es schaffe auch los zu lassen. Ich habe jetzt schon Bilder um Kopf, wie er halbtot im Haus liegt. Wahrscheinlich fahre ich dann andauernd hin nachgucken.

    Jeder Süchtige kämpft für Sich auf eigenem Terrain. Er kann Deine Schmerzen nicht nachfühlen oder sich damit identifizieren. Du kannst seine inneren Kämpfe und Schmerzen nicht nachfühlen und entsprechend reagieren. Das einzige was beide Parteien sicher sehen ist das, was davor oder auch danach sichtbar passiert.

    Diese emotionalen Kämpfe, welche sich zuerst einmal in Kopf und Bauch abspielen, das ständige Versuchen in einen anderen Kopf zu blicken um Unheil zu verhindern, ist kräftezehrend und gleichzeitig von unzähligen Fehlinterpretationen begleitet. Und das passiert wohl auch unbewusst, selbst wenn man sich das verbietet.

    Der Alkoholiker hat diese Probleme so extrem nicht. Trinken oder nicht, was das mit dem Umfeld macht ist erstmal nicht in dem Maße wichtig wie bei dem/ der Co. Das Schlimme kommt dann hinterher, wenn es darum geht die Trümmer aufzufegen und wieder zusammenzukitten. Katzenjammer, Scham, vorübergehende Erkenntnisse, Schwüre und Eide das soetwas nie mehr passiert.

    Leider verblasst das innerhalb einer Probantenspezifischen Zeit wieder und wird relativiert. Dem Teufel wird wieder Platz gegeben bis zu dem Punkt wo es tatsächlich heisst: So schlimm war es ja nicht, einer geht noch. Diesen vernichtenden Gedankengang hätte der Alkoholiker kurz nach der letzten Phase selbst nicht für möglich gehalten und den auch weit von Sich gewiesen.

    Ich fühle mich gelähmt. So müde. So klein. So alleine.

    Wenn Du Dich mit dem Alkohol anlegst, die Schwerter aufnimmst, trifft das gefühlt leider so zu. Wenn Du über die Folgen seines Konsums nachdenkst, stimmt das gefühlt ebenso.

    Ich habe das Leid gesehen, welches ich angerichtet habe bei den Menschen die mich geliebt haben. So viele Jahre. Das geht mir manchmal heute noch nach. Gelähmt, gebrochen, verzweifelt, alles voller Schmerzen.

    Ich habe damals vor fast 20 Jahren bis heute beschlossen, dass ich das nicht mehr zulassen werde im Falle des Falles. Weil es so fürchterlich sinnlos war.

    Niemand würde mehr aktiv mitleiden wenn ich wieder trinken sollte. Sämtliche Türen würden sofort verschlossen, keine Hilfe von außen gewollt oder möglich. Ich muss mir dann aktiv Hilfe suchen oder daran zugrunde gehen. Etwas anderes gibt es nicht mehr. Erfahrungen.

    Nach dieser langen Zeit mit unzähligen Vorkommnissen, und weil Du Ihm viel bedeutest, Du Ihm oft vermittelt hast wie es in Dir aussieht, sollte er in Etwa auch so denken und dann folgerichtig gehen. Aus eigener Entscheidung. Und Du solltest das dann auch zulassen wenn er das beschließen sollte. Und wenn ich mich recht erinnere kam der Vorschlag von Ihm ja schon.

    Im Moment liest es sich so, als wenn Du diese Entscheidung triffst und gehst. Ich bin mir nicht ganz sicher ob das der richtige Weg ist. Natürlich steht der Abstand im Vordergrund und es werden natürlich auch situationsbedingt praktische und sinnvolle Entscheidungen getroffen.

    Aber bleibt da nicht ein größeres Schuldgefühl wenn etwas passiert? Zumindest mehr als wenn es andersherum laufen würde? Würdest Du die erwähnten Kontrollfahrten machen oder in Erwägung ziehen, wenn er in eine andere Umgebung ziehen würde?

    ...und was soll das jetzt dauernd mit dem "verblüffend". Ist das ein anderer Ausdruck für: wie blöd kann man sein?

    Da diese Wortwahl wohl unglücklich war, entschuldige ich mich dafür. So sollte das natürlich nicht interpretiert werden, und so war es auch sicher nicht gemeint. "Überraschend" wäre da vermutlich geschickter gewesen.

    lG WW

    Verblüffend ist doch, das Dich das noch trifft oder sogar schockt. Das ist leider die Realität in der Alkoholkrankheit.

    Von der Bergziege wieder zurück zum Nagetier? ( Natürlich nur bis September... nehme ich mal an )

    Die Alkoholkrankheit ist stärker als Du. Kapituliere doch endlich.

    Von Ihm schreibe ich garnicht. Jeder Tag ist vertan, den Du über seine Erkrankung fabulierst, mit Dir haderst und evtl. hoffst, weinst, beschliesst und verwirfst oder auch mit dem Kopf vor die Wand rennst.

    Die Gefahr bestand immer, und wird auch weiter bestehen. Mit Dir oder ohne Dich.

    Es ist tatsächlich so, das sämtliche Arbeit an Dir , auch hier im Forum, es nicht geschafft hat Ihn vom trinken abzuhalten. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

    lG WW

    Hallo Alfajores,

    In der Suchberatung meinten Sie, dass er ganz abrutschen wird wenn wir nicht mehr zusammen sind.

    Diese Aussage ist einfach nur bescheuert, egal von wem das kommt. Abrutschen tut er sowieso, ich sehe keinerlei Einsicht.

    Zieh Dir diesen Schuh nicht an, Du bist in keinem Fall verantwortlich für seinen ganz persönlichen Suchtverlauf.

    Such das Weite, da ist jedes Wort zuviel. Schon alleine wegen des Kindes. Das " Gespräch " am Sonntag wird genauso nutzlos und überflüssig verlaufen wie immer.

    Er hat sein Fass noch lange nicht ausgetrunken und es liegt in der Natur der Alkoholkrankheit das es unbehandelt immer schlimmer wird.

    Es wäre besser für Dich, wenn Du den weiteren Verlauf aus der Ferne betrachtest, auf Abstand und wenn Du vor Allem das Kind da rausziehst.

    lG WW

    Magst Du mal etwas über Eure / Deine Wohnverhältnisse schreiben? Selbstverständlich nur oberflächlich ohne Wiedererkennungswert da Du ja noch im offenen Bereich schreibst.

    Mietwohnung? Wer ist Hauptmieter? Oder Eigenheim? Verheiratet? Kinder? Dein Alter wäre evtl. auch interessant, muss aber natürlich nicht.

    Es kann selbstverständlich auch bleiben wie es ist, da dreht Dir keiner einen Strick.

    Wie es Dir ja wohl schon seit längerem dämmert, kannst Du für Ihn nicht wirklich etwas tun. Hier bekommst Du die Bestätigung und wenn Du es zulässt den einen oder anderen freundlichen Klaps oder Ratschlag in Richtung Selbsthilfe.

    Kannst Du Abstand halten wenn er trinkt? Oder hockt Ihr in einer kleinen Wohnung nebeneinander auf der Couch während er säuft?

    Was erträgst Du alles in den Phasen, was musst Du alles für Dich kompensieren, erleiden und aushalten?

    Hier geht es ja hauptsächlich um Dich, er ist nur unangenehmer Statist und nicht die Hauptfigur, im Forum bist Du wichtig. Wie sieht es denn mit Deinem Selbstwertgefühl aus?

    Schämst Du Dich für Ihn, für Dich oder gar für Euch? Kannst Du Dich in der Umwelt gut behaupten oder versuchst Du so klein wie möglich überall durchzuschlüpfen?

    Je besser wir da ein Bild bekommen wie es in Dir aussieht, umso besser können Leidensgenossen hier im Forum treffende Tipps und Ratschläge geben.

    lG WW

    Was soll ich dann tun, wenn er weitertrinkt, obwohl er schon betrunken ist?

    Was würdest Du denn gerne tun? Du hast doch vermutlich schon alles durch. Wenn Du was wegnimmst wird es neu besorgt oder irgendwo gibt es noch versteckte Vorräte. Das hält einen Alkoholiker nicht vom trinken ab. Es ist ein sinnloser Kampf, hilfloser Aktionismus.

    Ich lebe seit über 20 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen, mit vielem Auf und Ab über die Jahre.

    Das ist sehr lange. Wie erklärst Du Dir das Du das schon so lange mitmachst?

    Im Augenblick bin ich noch unsicher was ich tun kann, ich will jedenfalls definitiv mein Leben zurück.

    Er wird nicht aufhören zu trinken, warum sollte er. Läuft doch alles irgendwie.

    Das heisst, das Du eine Entscheidung treffen musst. Er hat sich schon entschieden. Ohne Konsequenzen von Deiner Seite ist das nur Leidensverlängerung für beide Seiten.

    lG WW

    Hallo Cat-Mom,

    es war falsch, aber nachvollziehbar.

    einem trinkenden Alkoholiker den Alkohol wegnehmen ist generell keine gute Idee. Steht im Co-Handbuch ganz oben. Auch Alkohol vor Ihm verstecken oder Flaschen zählen und dann Trinkmenge vorwerfen ist völlig unnütz.

    Es wäre vermutlich besser gewesen, wenn die Polizei Ihn ob seines Zustandes ins Krankenhaus gebracht hätte statt nach Hause.

    Wenn sich die Situation verschlimmert und Du Dich bedroht fühlst , verweist Ihn die Polizei für 10 Tage der Wohnung. wo er dann bleibt ist seine Sache.

    Ich habe das Gefühl er sieht es jetzt als Freifahrtschein zum hemmungslosen Trinken, dass er sich zur Entgiftung angemeldet hat.

    Das würde ich auch so sehen, ich kenne das Gefühl noch. Allerdings ist dann jetzt schon abzusehen das er nicht hingeht. So war es dann bei mir zumindest. Entgiftung mit Vorlauf im nassen Zustand wird kaum etwas.

    Er müsste im nassen Zustand direkt eingeliefert werden. das wäre das Beste.

    lG WW

    Und wenn mein Mann dann doch wieder getrunken hat, dann war ich richtig sauer: ich bin abstinent und du säufst trotzdem!

    Wie ist das heute? Keine Erwartungshaltung mehr?

    Ich glaube ich weiß jetzt was "zufriedene Abstinenz" heißt.

    Da Du ja jetzt absolut geläutert bist und er ja nicht mehr darf/will, habt Ihr da noch Alkohol im Haus?

    lG WW

    Das mit der Entgiftung weiß ich leider aus leidvoller Erfahrung, ist nicht seine erste.

    Dann kennst Du ja schon die Vorankündigungen wenn es wieder Richtung Trinken geht.

    Der Alkohol nimmt nach der körperlichen Entgiftung immernoch eine übergeordnete , ungesunde Rolle ein. Das Gehirn braucht länger bis alles wieder "umgebaut" ist und der ursprüngliche Mensch und Charakter wieder die Regie übernehmen können. Es ist ein langsamer Prozess.

    Du musst eben für Dich entscheiden wie weit Du den Weg mitgehen willst, kannst. Die Gefahr eines Rückfalls hängt vor Allem im ersten Jahr wie ein Damoklesschwert über Euch / Ihm .

    lG WW

    Falls das mit der Entgiftung nicht klappt, bzw. nichts bewirkt

    Der Arzt und die Entgiftung sind ja nur erstmal wichtige erste Schritte um eine Basis, bzw. Ihn nüchtern zu bekommen. Interessant wird es erst danach. Was verändert er für sich, SHG, evtl. Anschlusstherapie ?

    Keine Zeit sich zurückzulehnen, weder für Ihn noch für Dich, nur weil eine Entgiftung erfolgt ist.

    lG WW

    Hallo Mare,

    Mir geht es nicht gut, weil das zusehen wie mein Mann schmerzen hat mich fertig macht

    Was würde passieren wenn Du nicht da wärest?

    Ich habe mal wieder Chaos im Kopf.

    Du bist getrieben, kommst nicht zur Ruhe, zu viele Baustellen gleichzeitig. Und mal wieder steht Dein Wohlbefinden hinten an.

    Meine Therapeutin sagt, ich soll ihn jetzt nicht auf einen Sockel stellen

    Was sagt Deine Therapeutin was Du sonst machen sollst? Auch was Deine persönliche Lage betrifft?

    lG WW

    Hast du eine Idee, wie ich aus der Co-Abhängigkeit rauskomme, solange ich auf ihn angewiesen bin?

    Das ist die richtige Frage am richtigen Ort.

    Ich nehme mal an das Du so eine Frage hier beantwortet bekommst von den direkt Betroffenen. Es spielen so viele Faktoren und Emotionen eine Rolle, welche ich nicht abschliessend sortiert bekomme. Ich sehe eben nur den sinnlosen Kampf aus der Sicht eines Alkoholikers und EKA`s.

    lG WW

    Mir geht es seit Tagen so schlecht und er scherzt?

    Hast Du eine Strategie?

    Es wiederholt sich und es geht Dir schlecht. Willst Du auf den letzten Metern vor einer endgültigen Trennung nochmal Co-Vollgas geben? Kontrollieren, Fragen, Koordinieren, maßregeln, schimpfen...etc. ...?

    Warum machst Du Dir die Nerven so kaputt? Was war nochmal mit seinen Eltern ( ausziehen? )

    lG WW